Disney-Chef: Exklusive HD DVD-Unterstützer wollen
"schnelles Geld"
20.09.2007 (ks)
Disney-Chef Bob Iger erhebt schwere Vorwürfe gegen Hollywood-Studios, die
exklusiv auf die HD DVD setzen. Ohne Namen zu nennen, soll Iger laut einem
Bericht des US-Branchen Magazins "HomeMediaMagazine" auf einer
Analysten-Konferenz in New York den Vorwurf erhoben haben, dass diese Studios
schnelles Geld mitnehmen, sich dabei aber selbst einen Teil der Zukunft nehmen
würden. Denn laut Iger verkaufe sich die Blu-ray Disc in den USA im Verhältnis
2:1 zur HD DVD, was der Disney-Chef auch mit der exklusiven Unterstützung durch
große Ketten wie Target und Blockbuster in Verbindung bringt.
Iger begründet die Entscheidung für die Blu-ray Disc mit technischen
Argumenten wie größerer Speicherkapazität, Interaktivität und auch "Connectivity",
obwohl bislang nur die HD DVD über interaktive Features verfügt, die sich aus
dem Internet laden lassen.
Disney selbst soll nach Angaben von Iger keine Zahlungen zur Unterstützung
des Blu-ray Disc-Formats erhalten haben. Auf der IFA-Pressekonferenz der Blu-ray
Disc Association hatte Disney dieses Thema noch offen gelassen. Auf die Frage,
ob es Zahlungen an die Studios zur Unterstützung des Blu-ray Disc-Formats
gegeben habe, hatten dies die Vertreter fast aller anwesenden Studios verneint.
Lediglich von Disney gab es seinerzeit nur die Aussage "No Comment".
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