Erster deutscher Radio-Sender testet "HD Radio"
24.07.2007 (ks)
Ab Ende August planen der Privatsender Radio Regenbogen und der Netzbetreiber Media&Broadcast von T-Systems den bundesweit ersten Feldversuch
mit HD Radio. Dieser Standard erlaubt es im Unterschied zum in Deutschland kaum
genutzten Digitalradioformat DAB, ein analog über UKW verbreitetes Radioprogramm gleichzeitig auch digital zu übertragen und auf derselben Frequenz
zusätzliche Programme oder Datendienste anzubieten. Auch eine digitale
Übertragung über die Mittelwelle ist auf diesem Wege möglich. Das in den USA
ursprünglich unter dem Namen "Ibiquity" entwickelte Radio-System wurde
in Europa bislang vornehmlich in der Schweiz getestet. Der Name "HD Radio" ist
vor allem Marketing, da die digitale Bandbreite bei gerade einmal 96 bzw. 128
kbps liegt.
„Der Hörer im Rhein-Neckar-Raum kann mit seinem normalen UKW-Radio wie bisher das
Radio Regenbogen-Programm auf der Frequenz 102,8 empfangen. Mit einem neuen HD
Radio kommt er darüber hinaus in den Genuss unserer neuen Formate Regenbogen Gold
sowie Regenbogen Comedy“, so Gregor Spachmann, Geschäftsführer von Radio
Regenbogen.
Neben dem Patentinhaber iBiquity Digital Corporation unterstützen den Versuch
bereits die Unternehmen Audioexport Georg Neumann, Orban/CRL Systems, BE Broadcast
Electronics und die beim schweizerischen HD Radio Versuch federführende Ruoss AG.
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