ARD legt HDTV-Zeitplan für 2010 fest
19.06.2007 (ks)
Die ARD hat die ihren technologischen Fahrplan für die nächsten Jahre beschlossen, der unter
anderem auch den HDTV-Einstieg in Deutschland beinhaltet. Auf ihrer Sitzung in Saarbrücken
haben die Intendantinnen und Intendanten einstimmig die ARD-Digitalstrategie verabschiedet.
Den Einstieg in das hoch auflösende Fernsehen HDTV plant die ARD gemeinsam mit dem ZDF für
2010. Die Olympischen Winterspiele in Vancouver im Februar 2010 sollen erstmals in HD
ausgestrahlt werden. Im Anschluss an die Olympischen Spiele soll das Erste simulcast in HD gesendet
werden - zunächst einmal nur via Satellit. In den Folgejahren will die ARD
"der Marktentwicklung entsprechend" weitere ARD-Programme in HD-Qualität ausstrahlen.
Bereits jetzt baut die ARD ihr Angebot im Online-Bereich und Handy-TV aus. So könne beispielsweise ab dem 16. Juli die stündlich aktualisierte 100-Sekunden-Tagesschau von
EinsExtra jederzeit auf dem Handy abgerufen werden. Außerdem werde ein zentral auf
www.ard.de zugängliches Audio- und Videoportal rechtzeitig zur Internationalen Funkausstellung Anfang
September viele Fernseh- und Hörfunkinhalte der ARD und ihrer Landesrundfunkanstalten für
einen Zeitraum von sieben Tagen zum Abruf bereitstellen.
Der Digital-Kanal EinsExtra soll sich zu einem umfassenden Informationsprogramm mit
Nachrichtenangebot weiter entwickeln. EinsPlus soll sich als Ratgeber-, Service- und Wissenskanal profilieren. EinsFestival will sowohl in seinen Reportageformaten
als auch im fiktionalen Bereich verstärkt ein jüngeres und "bildungsaffines" Publikum
ansprechen.
Auch für das digitale Radio DAB, bereits seit Jahren auf Sendung, aber bislang noch ohne
große Akzeptanz beim Publikum, sind neue Zusatzangebote geplant. Während hier bislang jede ARD-Sendeanstalt ihr eigenes Süppchen gekocht hat, arbeiten die Sender für neue Programmkonzepte zusammen. Die Landesrundfunkanstalten der ARD bereiten digitale Zusatzangebote in den Themenbereichen Kinder, Wissen und Integration vor. Dabei sollen bereits vorhandene Beiträge und Sendungen zu neuen Formaten zusammengestellt und als Gemeinschaftsprogramm der ARD angeboten werden.
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