ASTRA Sat-Pay TV-Plattform soll "Entavio" heißen
01.09.2006 (ks)
Der Satellitenbetreiber ASTRA will seine für das kommende Jahr geplante
umstrittene Pay TV-Plattform, die bislang unter dem Projekt-Namen "Dolphin"
bekannt ist, zukünftig unter dem Namen "Entavio" vermarkten. Dies gab
SES Astra im Vorfeld der IFA bekannt. Die Internet-Adresse www.entavio.de
wurde bereits freigeschaltet.
„Unter der Marke entavio wollen wir künftig den Zugang zum
Hochleistungs-TV für alle anbieten", erläuterte Geschäftsführer
Wolfgang Keuntje zum Auftakt der Internationalen Funkausstellung (IFA) in
Berlin. Für den neuen digitalen Satelliten-Anschluss benötigen Verbraucher
einen Receiver sowie eine Smartcard. „Damit wollen wir allen Fernsehhaushalten
- in Stadt und Land - den Zugang zur gesamten Palette digitaler Angebote
anbieten, und dies zu einem günstigen und für alle erschwinglichen
Preis", sagte Keuntje.
Mit entavio soll der Zuschauer laut Astra von einer größeren
Fernseh-Vielfalt profitieren. Das Angebot werde den Sendern ermöglichen, ein
umfassendes digitales Programm zu senden sowie zusätzliche Service-Pakete und
Mehrwertdienste anzubieten. Dazu sollen interaktives Fernsehen und elektronische
Programmführer ebenso zählen wie die einfache Kombination von Free-TV mit
Abo-TV, Video-On-Demand (VOD), Pay-Per-View (PPV) und einem Persönlichen
Videorecorder (PVR).
Für den TV-Zuschauer wird "entavio" allerdings in erster Linie
zunächst einmal die Verschlüsselung bislang frei empfangbarer TV-Programme
bedeuten. Bislang haben RTL und die MTV-Gruppe entsprechende Pläne konkrete
Pläne angekündigt. Im Gespräch sind monatliche Zahlungen von 3,50 EUR. Mit
diesen finanziert der Zuschauer - sofern er mitmacht - den Aufbau einer
Plattform, über den die TV-Sender dann noch weitere Programme gegen
zusätzliche Bezahlung anbieten können.
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