Premiere & Telekom zeigen Bundesliga-Topspiel in HDTV via VDSL
28.07.2006 (ks)
Premiere und die Deutsche Telekom haben ihr gemeinsames Pay TV-Angebot für
die Bundesliga-Berichterstattung ab der kommenden Saison vorgestellt. Das im
Marketing-Deutsch als „Bundesliga auf Premiere powered by T-Com“ bezeichnete
Bundesliga-Paket soll 9,95 EUR im Monat kosten. Kunden, die das Angebot bis zu
21. August abonnieren, erhalten diesen Preis für die Hinrunde der
Bundesliga-Saison erstattet. Premiere will ab dem 11. August alle 612 Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga
live zeigen, einzeln und in der Premiere Live-Konferenzschaltung. Das Top-Spiel
des Tages soll im Gegensatz zum Arena-Angebot sogar in HDTV gezeigt werden.
Gleichzeitig bietet Premiere ab August auch seine anderen Premiere Pakete im IPTV-Standard über das VDSL-Netz der Telekom
an. Die Abo-Preise entsprechen dem Premiere Angebot über Kabel und Satellit.
Ähnlich wie Unity Media die Bundesliga-Rechte dazu nutzt, um möglichst
viele Kunden für das "digitale Kabel" zu gewinnen und diese preislich
gegenüber Sat-Haushalten bevorteilt, nutzt auch die
Telekom die Bundesliga nicht technologieneutral, sondern als Zugpferd für ihre neuen VDSL-Zugänge.
Das Bundesliga-Angebot wird ausschließlich über die neuen VDSL-Netze mit einer Bandbreite von 25
Mbit/s angeboten, die nach Angaben der Telekom drei parallele HDTV-Streams
ermöglicht. Mit den inzwischen bereits an vielen Standorten verfügbaren DSL 16000-Zugängen,
die rund 60 Prozent dieser Bandbreite bieten, lässt sich Bundesliga-Angebot
aber nicht nutzen.
VDSL wird bislang nur in zehn Ballungszentren – Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München und Nürnberg – sowie den Städten Offenbach und Fürth
verfügbar sind. Nach Angaben von Premiere können bislang drei Millionen
Haushalte dieses Angebot nutzen. Neben dem T-Online VDSL-Anschluss ist auch ein Nutzungstarif
erforderlich, durch die weitere Kosten entstehen. Zu empfangen ist das Bundesliga-Angebot über
spezielle Media-Receiver.
Update:
Zum VDSL-Start steht der Media-Receiver X300 T zum Preis von 99,95 EUR zur Verfügung, der
zusätzlich mit einem DVB-T-Twin-Tuner ausgestattet ist. Dieser soll allerdings
erst durch ein späteres Software-Update aktiviert werden. Die Integration ist
aber durchaus ein cleverer Schachzug der Telekom, weil in den VDSL-versorgten
Ballungsräumen überwiegend DVB-T verfügbar ist und VDSL-Kunden somit auch auf
ihren Kabelanschluss verzichten könnten. Viele Kunden, die bislang über einen
Kabelanschluss fernsehen, dürften allerdings wenig Chancen haben, hier beim
Wechsel auf VDSL Kosten einzusparen, da Kabelverträge häufig direkt
Bestandteil von Wohnungsmietverträgen sind und nicht einfach gekündigt werden
können.
Der VDSL-Media-Receiver soll
zwei Video-Streams parallel verarbeiten können und verfügt über einen
HDMI-Ausgang sowie einen digitalen Tonausgang. Zusätzlich ist der Receiver mit
zwei SCART-Buchsen, einem S-Video-Ausgang sowie einem Ethernet-Anschluss für
den Internetzugang ausgestattet. In Kürze soll es auch Geräte mit Aufnahmefunktion
auf eine integrierte 80 GB-Festplatte geben.
Für den VDSL-Anschluss bietet die Telekom sowohl ein reines VDSL-Modem als
auch einen Router an, der mit WLAN und IP-Telefonie-Unterstützung ausgestattet
ist.
Der VDSL-Anschluss kostet 34,99 EUR im Monat. Zusätzlich kommen noch Kosten
für den VDSL-Zugangstarif in Höhe von von 19,95 EUR im Monat hinzu. Die Voice
over IP-Funktion kostet noch einmal 9,95 EUR im Monat. Da dieses Paket weiterhin
einen normalen Telephon-Anschluss für 15,95 EUR im Monat erfordert, summieren
sich die Gesamtkosten für VDSL inklusive Bundesliga und VoIP nach Ablauf der
Hinrunde auf 90,79 EUR im Monat.
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