Premiere: Internet-Rückkanal ab Herbst und HDTV-Recorder ab 2007
11.05.2006 (ks)
Premiere will neben den klassischen Verbreitungswegen Satellit und Kabel ab
Herbst 2007 auch das Internet für seine Dienste nutzen. Ab August sollen die
ersten neuen Receiver mit einem Rückkanal via Internet verkauft werden, die
Premiere bei Humax, Philips, Samsung und Thomson in Auftrag gegeben hat.
Die Receiver sollen interaktive Anwendungen via Internet ermöglichen –
beispielsweise Pay-per-View-Bestellungen über die Fernbedienung. Als Rückkanal
reicht ein Internetzugang über DSL, ISDN oder analoge Telefonleitung. Optionale
Funkverbindungen über W-LAN (Wireless LAN) ermöglichen eine kabellose
Verbindung von Receiver und Telefonsteckdose. Genaue Angaben darüber, in
welchem Umfang auch
über das Internet Streaming-Inhalte (IPTV) betrachtet werden können, macht Premiere
bislang noch nicht, sondern verweist lediglich darauf, dass "der Umfang der
nutzbaren Dienste von der Bandbreite der IP-Verbindung abhängen wird".
Premiere will das Angebot interaktiver Anwendungen sukzessive ausbauen.
Die etwas utopische Wunschvorstellung des Senders ist dabei, dass die
klassischen dbox-Receiver bis 2007 durch die neuen Receiver abgelöst werden.
Allerdings wird Premiere seine Kunden, die mit dem bisherigen Angebot zufrieden
sind, auch nicht dazu zwingen können, sich neue Receiver zu kaufen, zumal
bereits die erste und zweite dbox-Generation prinzipiell zumindest
rückkanalfähig wäre, wenn Premiere das Modem und den Netzwerkzugang (dbox 2)
auch einmal für entsprechende Anwendungen aktiviert hätte.
Für 2007 plant Premiere die Markteinführung von HDTV-fähigen
Festplatten-Receivern. Dies deckt sich mit einer Aussage von Humax, wo man
ebenfalls für 2007 den ersten HDTV-Festplattenrecorder plant.
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