ProSiebenSat.1 dementiert Verschlüsselungspläne via Satellit
30.11.2005 (ks)
Bereits seit Monaten geisterte das Gerücht durch mehrere Fachmagazine, dass die
beiden deutschen großen Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 planten, ihre
Programme zukünftig nur noch verschlüsselt digital via Satellit auszustrahlen
und gegen Bezahlung anzubieten. Nachdem heute durch einen Bericht der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Thema auch die Massenmedien erreichte,
reagierte man in München prompt mit einem Dementi: ProSiebenSat.1-Chef
Guillaume de Posch erklärte, dass es zwar Pläne für eine Verschlüsselung
gegeben habe, aber bereits vor Monaten eine Entscheidung darüber gefallen sei,
dieses Projekt nicht durchzuführen, meldet das Magazin "Sat
+ Kabel". Bei RTL klang das Dementi allerdings weniger deutlich: Zwar
wird RTL-Sprecher Christian Körner mit den Worten zitiert "Free-TV bleibe
Free-TV". Doch bei RTL würde durchaus über "Verschlüsselung und den
Schutz von Lizenzrechten" diskutiert.
Nach Informationen der "Infosat" sollte monatlich eine Gebühr von 3
EUR für den Empfang der Privatsender geplant sein. Zusätzlich zu
diesen monatlichen Kosten wäre aber für viele Haushalte, die lediglich über
einen Digital-Empfänger für Free TV ohne Verschlüsselungstechnik verfügen,
die Anschaffung eines neuen Sat-Receivers erforderlich.
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