DVB-CPCM: Neuer Kopierschutz für Digital-TV geplant
21.11.2005 (ks)
Digitales Fernsehen erlaubt heutzutage Aufzeichnungen in hoher, da Recorder
für DVB-S, DVB-T und DVB-C einfach direkt den digitalen Datenstrom ohne
erneutes Encoding aufzeichnen. Einmal davon abgesehen, dass die Qualität des
Digitalfernsehens aufgrund meist hoher Kompression unter dem Qualitätsniveau
des analogen Fernsehens liegt, sind somit Aufnahmen möglich, die dem Original
entsprechen. Das könnte in Zukunft allerdings nicht mehr möglich sein. Denn
das DVB-Konsortium, welches die Standards für das weltweit eingesetzte
DVB-System definiert, hat mit DVB-CPCM den Entwurf eines neuen
Kopierschutzsystems vorgestellt, welches zukünftig bei allen
Digital-TV-Ausstrahlungen nach DVB-Standard zum Einsatz kommen soll.
DVB-CPCM gibt den Sendern die Möglichkeit, bei Ausstrahlungen zu definieren,
ob eine Aufnahme von TV-Programmen möglich sein soll und wie diese genutzt
werden können. Dabei sind zwar auch Möglichkeiten vorgesehen, Inhalte
innerhalb eines Heim-Netzwerkes zu nutzen, doch die Kontrolle über die
Nutzungsmöglichkeiten liegt in den Händen der Sender. So ist es möglich,
Kopien komplett zu unterbinden oder auf eine einzige Kopie zu beschränken. Für
digitale Festplattenrecorder mit Time-Shift ist auch die Variante möglich, eine
Aufnahme auf einen temporären Puffer zu beschränken, der zwar das Vor- und
Zurückspulen erlaubt, dessen Aufnahme aber nicht dauerhaft abgespeichert werden
kann.
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