DVB-T soll auch in ländliche Regionen kommen
22.09.2005 (ks)
ARD und ZDF haben den weiteren Ausbau des digitalen Antennenfernsehens DVB-T in der Fläche beschlossen.
Es besteht die Absicht, den DVB-T-Ausbau über die Startregionen in den Ballungsräumen hinaus nun auch zügig auf die Fläche auszudehnen und damit für über 90 Prozent der Haushalte digitalen Fernsehempfang über Dachantenne zu ermöglichen.
Der Umstieg von analog- nach digital-terrestrisch soll stufenweise erfolgen. Es wird angestrebt, die Umstellung bis Ende 2008 abzuschliessen. Einen Simulcast-Betrieb, also die Parallel-Übertragung auf digitalem und analogem Weg, wird es dabei nicht mehr geben. Die bisherige analoge terrestrische Programmverbreitung soll im Gegenzug zeitgleich eingestellt werden.
Die beschlossene Fortführung der DVB-T-Umstellung in Deutschland über die Ballungsräume hinaus
soll nach Abschaltung der analogen Versorgung auch dazu beitragen, die Ausstrahlungskosten in diesen Regionen zu reduzieren.
Private TV-Sender zeigen allerdings bislang nur wenige Interesse an einem
flächendeckenden Ausbau der DVB-T-Versorgung. Denn dieser bringt den Sendern in
Relation zu einem hohen Aufwand nur relativ wenige neue Zuschauer. Deswegen wird
es zwar in paar Jahren vielleicht wirklich eine flächendeckende
DVB-T-Versorgung geben, diese aber nicht unbedingt den gleichen Programmumfang
wie in den Ballungsräumen geben.
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