Denon präsentiert neuen AVR-3805 mit Einmessmikrophon und Denon
Link
19.01.2004 (cr)
Darauf haben bestimmt viele anspruchsvolle Mehrkanal-Liebhaber gewartet:
Voraussichtlich ab April gibt es den neuen Denon AVR-3805, wahlweise in
schwarzer oder silberner Version für 1.349,-- EUR erhältlich. Als wichtigste
Neuerung verfügt der Nachfolger des AVR-3803
nun über ein Einmessmikrophon. Diese wurde eigens für Denon von Audio-Technica
entwickelt und soll besonders hochwertig sein. Es verfügt über einen besonders
massiven Standfuß aus Metall, der dafür sorgt, dass der verfälschende
Einfluss von Vibrationen minimiert wird. Mit dem Mikrophon ist beim AVR-3805
eine optimierte Einpegelung und Anpassung an das
verwendete Lautsprechersystem möglich. Die gesamte Konzeption des
Einmeßsystems ist aufwändig: Es gibt ein automatisches Set-Up, einen Auto Room EQ und
einen parametrischen 8-Band-EQ inklusive Fine Tuning-Option. Mehr über den
Vorteil eines parametrischen Equalizers finden Sie am Textende. Denon sorgt aber
noch für eine weitere Überraschung: Für einen
AV-Receiver dieser Preisklasse herausragend, verfügt der AVR-3805 über Denon Link der dritten Generation. Auch
über Denon Link gibt es am Ende des Textes Detailinformationen.
Mit Denon Link ist es nun möglich, auf digitalem Wege SACD- und DVD Audio-Signale vom
DVD-Player zum AV-Receiver zu übertragen. Denon hat, um Denon Link weiter zu
forcieren, für den Herbst 2004 neue DVD-Player mit Denon Link angekündigt, die
preislich unter dem Niveau des aktuellen Topmodells DVD-A11 (mit Denon Link) angesiedelt sind und
somit preislich zum AVR-3805 passen. Ebenfalls hat der AVR-3805 das klanglich
überzeugende Dolby Pro Logic IIx
(mit den drei Betriebsarten Cinema, Music und Game) integriert. Die Leistung
des Siebenkanal-Geräts beträgt 160 Watt pro Kanal (1 kHz, 0,7 % Klirr, 6 Ohm)
beziehungsweise 120 Watt (20 Hz bis 20 kHz, 0,05 % Klirr, an 6 Ohm). An weiteren
Neuerungen findet sich ein überarbeitetes Netzteil-Design, der AVR-3805 soll so
nochmals belastbarer sein als sein in dieser Disziplin bereits sehr guter
Vorgänger. Wie bei Denon üblich, verfügt auch der "Newcomer" über
großzügig dimensionierte passive Kühlelemente, so dass kein störender
Lüfter das akustische Vergnügen einschränkt. Für alle Kanäle bringt der
AVR-3805 nun Denons hervorragendes AL24 Processing mit. Ein hochaktueller Analog
Devices SHARC Fließkomma-DSP-Prozessor der dritten Generation sorgt für eine
akkurate Signalverarbeitung im Geräteinneren. Decodiert werden unter anderem
Dolby Digital 5.1 EX, dts ES Matrix/Discrete 6.1.
Neuerung: Auf dem Display können die Lautsprecher-Icons getrennt für
Eingangssignal und Ausgangssituation angezeigt werden (z.B. Eingang Stereo, es
leuchten 2 Icons, Ausgang Dolby Pro Logic IIx in 7.1 Konfiguration, es leuchten
die Icons für ein 7.1 System. Das Bild hier ist noch ein Vorserienmodell, daher
sind die Vorteile des neuen Displays noch nicht sichtbar!). Bislang wurde im Display immer nur ein Set Icons
angezeigt. Auch neu: Mittels den Bedienelementen, die hinter einer Klappe auf
der Gerätefront integriert sind (diese Lösung sorgt, wie die Bilder belegen,
für eine angenehm aufgeräumte und elegante Optik), ist das komplette
Gerätesetup möglich. Für Video-Fans bringt der neue Denon drei
Farb-Komponenten-Video-Eingänge mit 100 MHz Bandbreite mit. Ebenfalls ist eine
Farb-Komponenten-Videokonvertierung möglich. Ein Multi-Room-Support bis zu
drei Hörzonen ist ebenfalls Ausstattungsmerkmal des neuen Hightech-Denon. Auch
eine neue Fernbedienung mit Touch Panel und Beleuchtung wird mitgeliefert - nach
Denon soll dieser IR-Commander Maßstäbe setzen. Noch ist kein Foto vorhanden,
sobald es eines gibt, werden wir es gleich veröffentlichen. Die Ausstattung
wird vervollständigt von einem Tuner mit 56 Presets, einer RS232-Schnittstelle
und zwei 12 Volt-Trigger-Anschlüssen, die frei zuweisbar sind.
Über Denon Link
DenonLink/DenonLink S.E./DenonLink T.E.
DENONLink
ist eine digitale Verbindung für Gerätevernetzung untereinander via
RJ-45-Stecker. Die Datenübertragung erfolgt 3 x so schnell wie bei IEEE1394
FireWire. Die maximale Datentransferrate beträgt 1,2 Gbps dank LVDS (Low
Voltage Differential-Übertragung), damit ist das neue System geeignet für die
digitale Übertragung von 192 kHz/24-Bit-2-Kanal sowie für 96
kHz/24-Bit-6-Kanal - also eine volle Kompatibilität zu DVD Audio. Mittels
DENON Link hat man die Möglichkeit, ein volldigitales Bassmanagement und eine
Laufzeitanpassung auch beim Abspielen von DVD Audio- oder SACD-Discs zugänglich
zu machen. Die Datenübertragung erfolgt über abgeschirmte "Twisted
Pair"-Kabel (STP). Auf DenonLink folgte Denon Link S.E. (Second
Edition). Die 2. Auflage hat gegenüber der ersten den Vorteil, dass nun zusätzlich
die Daten von DVD Audio-Discs mit Kopierschutz ohne Qualitätsverlust im
Originalformat (z.B. 96 kHz/24-Bit-6-Kanal oder 192 kHz/24-Bit 2-Kanal) mittels
des Denon Link-Kabels übertragen werden können. Bislang war eine derartige Übertragung
nur bei nicht kopiergeschützten DVD Audio Discs möglich. Das DVD-Konsortium
hat der uneingeschränkten Übertragung von digitalen Signalen durch Denon Link
zugestimmt, da Denon Link nun dem "4C"-Standard aus der PC-Branche
entspricht. Durch eine ausgeklügelte digitale Kopierschutz-Kennung werden
digitale Kopien effektiv verhindert. Bislang war DenonLink nur für die digitale
Übertragung von DVD Audio-Signalen ausgelegt. Inzwischen jedoch führt Denon
mit dem DVD-A11 einen Highend-Universalplayer im Programm, der auch SACDs
wiedergibt. Daher ist die dritte Version von DenonLink (wie im linken Bild bei
einem Vorserienmodell dargestellt) bereits in Vorbereitung. Neben DVD
Audio-Signalen können dann auch SACD-Signale mittels DenonLink übertragen
werden. Noch ist DenonLink Third Edition nicht standarisiert, Sony und Philips
als SACD-Lizenzgeber müssen noch ihr endgültiges OK geben.
Über den parametrischen EQ
Der große Vorteil eines parametrischen Equalizers ist seine
Vielseitigkeit. Der Einfluss eines Equalizers hängt von drei Parametern ab:
-
Frequenz: Der EQ wirkt sich am meisten auf eine Frequenz
aus, die man normalerweise als Mittenfrequenz bezeichnet.
-
Pegel: Dieser Wert bezieht sich auf das Maß der Begrenzung
(in dB), auf das der Equalizer eingestellt ist
-
Bandbreite. Die Bandbreite gibt Auskunft über die Größe
des Frequenzbereichs, über den der EQ wirksam ist (englisch "Bandwidth"
oder, kurz, "Width").
Nur mit einem parametrischen Equalizer lassen sich alle drei
genannten Faktoren unabhängig voneinander einstellen.
|