Yamaha DSP-AZ1, Harman Kardon AVR-8500 und Denon AVC-A11SR
bekommen Konkurrenz: Mit dem ab April lieferbaren RX-DP20 stellt JVC in der
"Bolidenklasse" einen neuen, voll ausgestatteten AV-Receiver vor. So
kommt das 2999 EUR kostende Gerät mit einem THX Ultra 2-Zertifikat und einer
Leistung von 7 x 130 Watt (8 Ohm, 0,8 % Klirrfaktor). Selbstverständlich werden
DTS ES Discrete/Matrix 6.1, DTS 96/24, THX Surround EX und Dolby Digital 5.1 EX
decodiert.
Die Grunddaten RX-DP20:
AV-Receiver mit THX Ultra 2-Zertifikat
Dolby Digital/Dolby Digital 5.1 EX/DTS/DTS
ES Matrix/Discrete 6.1/DTS Neo:6/Dolby PLII-Decoder
Decoder für DTS 96/24
7 x 130 Watt (8 Ohm, 1 kHz, 0,8 % Klirrfaktor)
JVC PEMDD 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Konverter für alle 7.1
Kanäle
Eingänge: 10 analog/4 digital optisch/3 digital koaxial/5
Video-FBAS/5 S-Video/3 YUV
Ausgänge: 4 analog/1 digital optisch/3 Video-FBAS/23 S-Video/1
YUV
Eingebauter Video-Konverter wandelt FBAS/S-Video-Signale auf
Komponente (YUV)
Kupferbeschichtetes Chassis
Z.I.S.T. (Zero Interface Audio Signal Transmission),
verhindert Störungen des Audiosignals durch ein eventuelles Rauschen des
Videosignals)
Leistungsverstärker mit hochstromfähiger Dynamic Super
A-Schaltung
Extra groß dimensionierter Trafo (Kapazität doppelt so
groß wie beim Vorgänger RX-DP10) plus Kupferplatine für präzisen,
sauberen Klang
Unabhängige Stromversorgung für Analog-, Digital- und
Videoschaltkreise
Bi-Amping-Betrieb für die Frontkanäle
Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 1800 M.I.P.S.
(Millionen Instruktionen pro Sekunde)
Lernfähige Fernbedienung mit LC-Display
Preis: 2999 EUR
Voraussichtlich verfügbar ab: April 2003
Über THX
Ultra 2
THX Ultra 2 ist die erste THX-Variante, die vollständig für
digitale Heimkino-Tonnormen entwickelt wurde. Auch die EXtended
Surround-Tonnormen von Dolby und von DTS wurden bei der Entwicklung berücksichtigt.
So bietet THX Ultra II auch ein weiter gehendes Post Processin
Neu bei Ultra II: Die Aufteilung in Cinema- und Music Mode.
Der Cinema Mode ist optimiert für die 7.1-Wiedergabe (neu: ASA (Advanced
Speaker Array) soll die Vorteile von Extended Surround akustisch optimal
ausnutzen und alle 8 an einem EX-System beteiligten Lautsprecher optimal
aufeinander abstimmen, bei DTS ES Discrete 6.1 wird der zusätzliche
diskrete Kanal auch als ein solcher erkannt und mit dem THX Post Processing
versehen). Man kann einstellen, wie weit die beiden Back Surround
Lautsprecher voneinander entfernt sind. Diese Einstellung benötigt THX
Ultra 2, damit ASA richtig arbeiten kann. Zur Wahl stehen: "TOGETHER"
für Abstände von unter 1,2 Metern, oder "APART" für Abstände
zwischen beiden Surround Back Lautsprechern, die größer als 1,2 Meter
sind.
Erstmalig bei THX gibt es auch einen Music Mode, der
besonders für DTS 96/24 und Musik-DVDs in DD 5.1 und DTS 5.1 prädestiniert
ist. Der Music Mode nutzt die Lautsprecher-Aufstellung eines THX EX-Systems
mit zwei Surround- und zwei Back Surround-Lautsprechern, die Boxen werden
jedoch anders konfiguriert als für die Wiedergabe von Heimkino-Ton: So wird
die linke Surround- mit der linken Back Surround-Box zusammengeschaltet, die
rechte Surround- mit der rechten Back Surround-Box- Sinn dieses Unterfangens
ist es, räumlich gesehen zwischen dem jeweiligen Surround- und
Back-Surround-Lautsprechers eine Phantomschallquelle zu erzeugen, deren
Klangeindruck aufgrund der Position und des Abstrahlverhaltens dem Klangbild
eines normalen Direktstrahlers (also der Lautsprecherart, die für die
akkurate Musikwiedergabe am besten geeignet ist) ähnlich sein soll. THX
will somit erreicht haben, dass über ein und dasselbe Lautsprechersystem
sowohl die Musik- als auch die Kinotonwiedergabe qualitativ überzeugend
vonstatten gehen soll. In der Praxis entpuppt sich THX Ultra II Music nicht
als "fauler Kompromiss", sondern als brauchbares Feature: So wird
eine raumfüllende, aber trotzdem präzise Musikwiedergabe von guter Dynamik
erreicht. Auch wenn nicht das Niveau physisch vorhandener Direktstrahler
erreicht wird: Im Rahmen der Möglichkeiten einer virtuellen Erzeugung ist
das Ergebnis beachtlich gut.
Neu: Die Boundary Gain Compension. Die Funktion ist für die
Verwendung des Verstärkers mit einem THX Ultra 2-zertifizierten Subwoofer
bestimmt und hat folgende Aufgabe: Bestimmte akustische Voraussetzungen des
Hörraums (Struktur der Wände, Aufbau des Raums) sowie die Position des Hörplatzes
und des Subwoofers sorgen in verschiedenen Fällen für eine störende Überbetonung
der tiefen Frequenzen, so dass der Subwoofer manchem Hörer als zu dominant
erscheint. Hier greift die Boundary Gain Compension ein und gleicht übermäßig
starke Basstöne, die auf einem Grenzverstärkungseffekt beruhen, aus.