DVD/Video für die Filmindustrie bedeutendste Auswertungsstufe
13.02.2003 (ks) Quelle: Bundesverband audiovisuelle Medien (Originaltext)
Wie die Zahlen des GfK-Konsumentenpanels für das Jahr 2002 belegen, erreicht
der Videogesamtmarktumsatz in Deutschland im dritten Jahr hintereinander neue
Rekordumsätze. So konnten mit dem Verkauf und der Vermietung von DVD und
VHS-Bildträgern im vergangenen Jahr der Rekordumsatz von insgesamt Euro 1,4
Mrd. erwirtschaftet werden. Das entspricht einer Gesamtmarktsteigerung von 22,1%
und übertrifft das Kinoeinspielergebnis aus dem gleichen Zeitraum (nach Angaben
der Filmförderungsanstalt Euro 960 Mio.), um Euro 440 Mio. oder 45,8%. Der Home
Entertainment Markt beweist somit ein weiteres mal, dass er die umsatzstärkste
Filmauswertungsstufe darstellt und die z.T. wegbrechenden Einnahmen anderer
Auswertungsstufen (wie z.B. TV) ausgleichen kann.
Der Umsatz aus dem Verkauf von DVDs und VHS-Kassetten ist in diesem Jahr um
weitere 31,7% auf Euro 1.040,8 Mio. gestiegen (von Euro 790,4 Mio. in 2001), was
in erster Linie auf den weiterhin stark ansteigenden Absatz von DVDs zurückzuführen
ist. Der erwirtschaftete Umsatz digitaler Bildträger ist von Euro 406,7 Mio. in
2001 um 75% auf nunmehr Euro 713,3 Mio. gestiegen. Damit übertrifft der Erlös
aus dem DVD-Verkauf das VHS-Kaufkassettengeschäft (Euro 327,5 Mio.) um 117,8%.
Der Rückgang des VHS-Verkaufumsatzes in Höhe von -14,6% (von Euro 383,6 Mio.
in 2001) wird somit um ein Vielfaches kompensiert.
Bei insgesamt 64,1 Mio. verkauften Bildtonträgern ist mittlerweile weit mehr
als jeder zweite (55,4%) eine DVD, die auch für zwei Drittel des gesamten
Verkaufumsatzes (68,5%) sorgen. Die Entwicklungen im Videovermietmarkt werden
von der Branche insgesamt ebenfalls als erfreulich beurteilt. Mit einem
Verleihumsatz von Euro 358,6 Mio. trugen die Videotheken zu einem Viertel
(25,6%) des gesamten Branchenumsatzes bei. Mit 130,6 Mio. Verleihvorgängen in
2002 konnte das hohe Niveau des Vorjahres (134,3 Mio. ) zwar nicht ganz gehalten
werden, doch der Verleihumsatz konnte einen Anstieg um 0,7% verzeichnen. Während
sich die Videothekenkunden immer seltener (-33,7%) VHS-Kassetten mit nach Hause
nahmen (79 Mio. VHS-Vermietungen gegenüber 119,3 Mio. in 2001), hat sich die
DVD-Vermietung von 15 Mio. in 2001 auf 51,5 Mio. Vorgänge mehr als verdreifacht
(243,6%).
|