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Denon: Eindrücke vom AVC-A1SE-Upgrade & DVD-A1

04.04.2002 (cr)

Endlich war es soweit: Gestern konnten wir unseren nun mit dem lange erwarteten Upgrade versehenen AVC-A1SE bei Denon abholen. Direkt vor Ort im Denon-Hörraum konnten schon erste kurze Eindrücke gesammelt werden, und die waren vielversprechend: So war die Wiedergabe im THX Ultra II Cinema-Modus bei "Star Wars - Episode 1" in Dolby Digital 5.1 EX ausgezeichnet, besonders die lebendige, vielschichtige Surround-Klangkulisse von großer Weitläufigkeit konnte begeistern. Hervorragend schlug sich der AVC-A1SE bei der Wiedergabe von Split Surround-Effekten, kraftvoll und geschmeidig sein Antreten bei heftigen Effektfeuerwerken. Mit Feingefühl gab der Verstärker die Stimmen der Protagonisten wieder. Schon das erste kurze Probe hören macht deutlich, wo die Verbesserungen liegen: Die Optimierung des Back Surround Bereichs mittels des komplett für die digitalen Tonnormen entwickelten THX Ultra II ist absolut gelungen, was sich, in Parametern zusammengefasst, vor allem in einem räumlich dichteren Klangbild und einer weiter gesteigerten Präzision bei der Effektwiedergabe ausdrückt. Für eine höchst akkurate Wiedergabe verantwortlich zeichnen auch die gleich in doppelter Form vorhandenen brandneuen Analog Devices Sharc Hammerhead DSPs mit im Vergleich zum Vorgänger vierfach höherer Rechenleistung - aber deutlich geschrumpften Abmessungen: Wenn man die im Vergleich zu den im AVC-A1SE verbauten Sharc-DSPs winzigen Bauteile sieht, will man gar nicht glauben, welche Fähigkeiten sie besitzen. Doch nicht nur für die Heimkino-Fraktion gibt es hörbare Verbesserungen: So spielte der mit neuen 192 kHz/24-Bit Burr Brown D/A-Wandlern (in Diffenzialanordnung) für alle Kanäle (zuvor wurden 192 kHz/24-Bit Audio-DACs von Analog Devices verwendet) und neuem AL24 Plus-Processing ausgerüstete AVC-A1SE im Stereo CD-Betrieb groß auf. Besonders beeindruckend ist die Klarheit und Transparenz, schon bislang eine Domäne des Denon-Topmodells. Mit einer nochmals differenzierteren Wiedergabe von Stimmen und kleinen Nuancen konnte hier zwar keine revolutionäre, jedoch für das geschulte Ohr hörbare Steigerung erzielt werden. Auch der AVC-A1SE ist nun für die DTS 96/24-Wiedergabe gerüstet. Uns lag eine Queen-DVD in diesem Format vor,  und zwei Dinge überraschten: Zum einen muss man vor den DTS Tontechnikern den Hut ziehen, denn zunächst war die Skepsis, was das DTS Remastering bei derart alten Aufnahmen überhaupt bringen soll, groß. Doch das Ergebnis überzeugt, dass der Raumeindruck gut ist, verwundert aber noch nicht einmal am meisten. Nein, es ist die wirklich ordentliche Transparenz im Hochtonbereich und die gute Wiedergabe auch  diffizil darstellbarer Instrumente und Stimmen: So klang das Piano beim Klassiker "Bohemian Rhapsody" erstaunlich feinfühlig, ebenso war die Stimmdarstellung keinesfalls, wie ursprünglich erwartet, eher muffig, sondern frisch und lebendig. Zum anderen bewies auch der AVC-A1SE wieder seine beeindruckenden Fähigkeiten bezüglich der Feindarstellung, und so ertönen die berühmten Queen-Songs tatsächlich in einer Qualität, die den "mittendrin-statt-nur-dabei"-Effekt auf hohem Niveau kultiviert. Verschiedene neue Features machen das Leben mit dem AVC-A1SE gerade für ein anspruchsvollen Nutzer noch angenehmer: So können beispielsweise die Entfernungen der Lautsprecher vom Hörplatz zur Errechnung der Delay-Timen nun auch in 1 cm-Schritten eingegeben werden. Per On Screen Menü besteht die Möglichkeit, umzuschalten: Für den ersten Richtwert wird in 10 cm-Schritten, wie schon bislang bekannt, vorgegangen, für das Feintuning dann wird in den 1 cm-Modus gewechselt.

Der Zuspieler, der zum Einsatz kam, war übrigens ein ganz besonderer: Ein Vorserienmodell des DVD-A1. Aufgrund des Fehlens eines Bildwiedergabegeräts mit entsprechendem Leistungsprofil konnten wir die visuellen Qualitäten des mit zwei 108 mHz/14-Bit Video-DACs und dem neuen Silicon Image-Progressive Chips ausgestatteten High End DVD-Players nicht ausloten, dafür aber die exzellente Qualität der internen Audio D/A-Wandler: Was der DVD Audio/Video-Spieler hier leistet, dürfte auch wahre Highender glücklich machen. Fein, plastisch und detailliert geht der edle Player zu Werke. Wen wundert es, dass auch beim Abspielen von DVD Audios mit einer großartigen Auflösung und einer hohen akustischen Homogenität ein extrem hohes Niveau erreicht wird. Für den Kreis der highfidelen Musikliebhaber dürfte eine Funktion des DVD-A1 sehr interessant sein: So kann im OSD eingestellt werden, was im Pure Direct Modus arbeiten soll und was nicht. Es bleibt dem Anwender überlassen, was aktiviert sein soll und was nicht. Zur Auswahl stehen:Videosektion on/off, Display am DVD-Player on/off, Digitalausgänge on/off

Beispiel: Im Modus 1 werden sowohl die Videosektion als auch das Display und die Digitalausgänge deaktiviert, dies ist sozusagen die "reinste" Form des unverfälschten Musikgenusses. In einer zweiten Betriebsart dann bleiben Display und Videoschaltkreise abgekuppelt, nur die Digitalausgänge sind in Betrieb, somit kann hier über den Digitalsausgang Musik in höchster Qualität genossen werden. Die Verarbeitung des DVD-A1 ist eine Klasse für sich: Das hochwertige Gehäuse mit dicken Wänden unterbindet effektiv Vibrationen und sorgt dafür, dass das ohnehin schon leise Laufwerk, das mit hurtiger Auslesegeschwindigkeit CDs und DVDs einliest, praktisch nicht mehr zu hören ist. Passend zu diesen Eigenschaften ist die Laufwerkseinheit noch mit einem ausreichend dimensionierten Pufferspeicher versehen, so dass das leidige Thema Layerwechsel beim DVD-A1 der Vergangenheit angehört. Die Laufwerkslade ist hochwertig ausgeführt und aufwändig gedämpft. Mit hoher Auflösung unterstreicht das Display den Qualitätsanspruch.  Dem Level des Players werden auch die komplett neu gestalteten, durchdacht strukturierten On Screen Menüs gerecht. Grafisch gut aufbereitet, machen sie die Bedienung des Topliners wirklich einfach. Die mitgelieferte Fernbedienung hat zwar keine sonderlich innovative Form, die wesentlichen Funktionstasten sind jedoch beleuchtet, das Navigationskreuz sitzt genau an der richtigen Stelle. So ist die Bedienbarkeit ebenfalls ein sehr erfreuliches Kapitel für den DVD-A1. 

Last but not Least konnten wir schon einen Blick auf den voraussichtlich ab Mitte Mai für 4699 EUR erhältlichen AVC-A1SR werfen. Dieser unterscheidet sich in folgenden Details noch vom AVC-A1SE mit Upgrade:

  • Klanglich optimiertes Vorverstärkerteil. Da der Vorstufe nebst der Lautstärkeregelung gerade für den anspruchsvollen Musikgenuss eine entscheidende Bedeutung zukommt, wurde dieser Einheit besondere Aufmerksamkeit zuteil. Steng selktierte Baugruppen werden verwendet, die in Verbindung mit den Audio-DACs in Differentialanordnung einen enorm großen Dynamikumfang darstellen können. Zudem ist eine variable Verstärkung integriert, dadurch wird erreicht, dass der Signal/Rauschabstand auch bei kleinen und mittleren Pegeln sehr hoch ist. Nochmals exakter arbeitet die Lautstärkereglung. Anstatt in 1 dB-Schritten wie noch beim AVC-A1SE arbeitet sie nun in 0,5 dB-Stufen. Im Bereich von -80 bis +18 dB lässt sie sich justieren. 
  • 192 kHz/24-Bit A/D-Wandler für alle 8 Kanäle. Auf Wunsch wirken die hochauflösenden D/A-Wandler auch auf die beiden externen Achtkanaleingänge. Vorteil: Sind beispielsweise ein SACD Multichannel- und ein DVD Audio-Player am AVC-A1SR angeschlossen, so lässt sich zum Beispiel das Bassmanagement und die Laufzeitkorrektur auf DVD Audio- oder SACD-Signale anwenden.
  • Video-Konvertierung. Der AVC-A1SR ist mit einem Videokonverter ausgerüstet, der vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. So beispielsweise die Wandlung von S-Video- in Komponenten (YUV)-Signale. Die Erkennung verläuft automatisch, der höchstmöglichen Qualität wird Priorität eingeräumt. Auf Wunsch ist auch eine manuell einstellbare Wandlung möglich.
  • Multi Room Features. Bislang, beim AVC-A1SE, gab es lediglich Vorverstärkerausgänge für den Multi Room-Betrieb. Neu ist beim AVC-A1SR, dass wahlweise die Endstufen für den Back Surround-Betrieb, sollten diese nicht gebraucht werden, für den Multi Room-Einsatz genutzt werden können. Damit stehen für den Raum B zwei kräftige Endstufen mit je 220 W zur Verfügung.
 
Technischer Anhang

a) Die Features des upgegradeten AVC-A1SE und des AVC-A1SR: 

  • DTS 96/24
  • Dolby ProLogic II inklusive aller Einstellmöglichkeiten im Music Mode (Dimension Control, Center Width Control, Panorama Mode)
  • Dolby Headphone
  • THX Ultra 2 inklusive THX Postprocessing für DTS ES Discrete 6.1 und Dolby ProLogic II und THX Music
  • Verbesserte 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler für alle Kanäle ( Neuer Burr Brown-D/A-Wandler PCM-1738E in Differenzialanordnung  -> neu) 
  • Verbessertes AL24 PLUS Processing: Neueste Evolutionsstufe des Denon-eigenen Alpha-Prozessors, der digitale Signale mitz makelloser analoger Wellenform wiedergeben soll. Störende Quantisierungsverzerrungen werden unterdrückt, feinste musikalische Details dafür exakt herausgearbeitet. Auch DVD Audio-Material mit hohen Samplingraten lässt sich mittels AL24 aufwerten. AL24 Plus Processing funktioniert in den Betriebsarten 2-Kanal-Stereo/Direct/Pure Direct
  • DENON Link: Digitale Verbindung für Gerätevernetzung untereinander via RJ-45-Stecker, 3 x so schnell wie IEEE1394 FireWire, maximale Datentransferrate 1,2 Gbps dank LVDS (Low Voltage Differential-Übertragung), damit geeignet für die digitale Übertragung von 192 kHz/24-Bit-2-Kanal sowie für 96 kHz/24-Bit -6-Kanal. Somit volle Kompatibilität zu DVD Audio. Möglichkeit, Bassmanagement und Laufzeitanpassung auch beim Abspielen von DVD Audio- oder SACD-Discs zugänglich zu machen. Übertragung erfolgt über abgeschirmte "Twisted Pair"-Kabel (STP). Passender Zuspieler: Denon DVD-A1.
  • Neue Analog Devices "Sharc Hammerhead"-DSPs (2 Stück) mit zusammen 200 mips (2 x 100 mips) Leistung (zum Vergleich: AVC-A1SE ohne Upgrade 88 mips (2 x 44 mips), AVC-A11SR 122 mips (2 x 66 mips) ). Damit offen für zukünftige neue Tonformate
  • Regelbare Subwoofer-Übernahmefrequenz: 40/60/80/100/120 Hz
  • Mehr koaxiale Digitaleingänge: 5 statt 3, damit stellt der AVC-A1SE nach dem Upgrade nun insgesamt 11 digitale Inputs zur Verfügung
  • Digitaler Mehrkanaleingang (für die Zusammenschaltung von 3 bzw. 4 herkömmlichen Koaxial-Eingängen zu 6/8 getrennten Digitalkanälen
  • Vorbereitet für das Haussteuerungssystem PANJA (via RS232-Schnittstelle)
  • Audio Delay, Einstellbereich 0 bis 200 ms, ermöglicht die Synchronisierung von Ton und Bild bei Progressive Scan Videobearbeitung. Problem bei Progressive Scan DVD-Playern und De-Interlacern: Durch die aufwändige Bearbeitung des Videosignals ist das Bildsignal gegenüber dem Audiosignal deutlich merkbar verzögert, was zu einem unschön asynchronen Bild-/Tonverlauf führt: So passt die Bewegung der Lippen der Protagonisten nicht mehr zum Ton. Genau diesem Problem kann mit dieser Funktion entgegen gewirkt werden, somit wird die passende Synchronisierung erzielt.
  • Preis für das Upgrade: 899 EUR

b) Der DVD-A1

  • THX Ultra-zertifizierter DVD Audio-/Video-Player mit Progressive Scan-Bildausgabemöglichkeit und integriertem DD/DTS-Decoder
  • CD-RW/CD-R/MP3-CD-Playback
  • jpeg-Playback (jpeg-Bilder auf CD abgelegt können dargestellt werden)
  • Playback für Kodak Foto-CDs
  • Analog Devices 108 MHz/14-Bit Video-DACs (jeweils getrennte Einheiten für Progressive- und Interlaced-Signalverarbeitung
  • Neuer SIL 504 "PureProgressive" Progressive Scan Chip mit folgenden Eigenschaften: High Speed Processing, der neue Chip ist in der Lage, pro Sekunde 6 Milliarden arithmetische Operationen auszuführen. Format-Erkennung: Der Chip soll einen 2-3 Pulldown in besonders hoher Geschwindigkeit erkennen. Auch Nicht-Film-Material, so beispielsweise von TV-Kameras, soll schnell erkannt und entsprechend bearbeitet werden. Die fortschrittliche Bewegungserkennung kommt ebenfalls noch hinzu. Während herkömmliche  Bewegungserkennungs-Schaltungen lediglich mit einem einzigen Frame arbeiten, verwendet der SIL 504, wie schon der Vorgänger SIL 503, zur Bewegungsanalyse vier Video Fields (entspricht 2 Frames), die in einem 64 Mbit-SDRAM Puffer abgespeichert werden.  
  • Videoequalizer mit Helligkeits-, Kontrast- Schärferegler und Gammakorrektur
  • Hochwertige Burr Brown 192 kHz/24-Bit Audio-DACs (insgesamt 8 (1) Stück des Typs PCM-1704)
  • Verbessertes AL24 PLUS Processing 
  • Pure Direct-Mode
  • Digitaleingang für die Nutzung des hochwertigen D/A-Konverters für externe Geräte
  • HDCD-Decoder
  • Digitales Bassmanagement und Laufzeitkorrektur für DVD Audio
  • DENON Link (Digitale Verbindung für Gerätevernetzung untereinander via RJ-45-Stecker, 3 x so schnell wie IEEE1394 FireWire, maximale Datentransferrate 1,2 Gbps, damit geeignet für die digitale Übertragung von 192 kHz/24-Bit-2-Kanal sowie für 96 kHz/24-Bit -6-Kanal. Somit volle Kompatibilität zu DVD Audio. AV-Verstärker AVC-A1SE mit Upgrade sowie der Nachfolger AVC-A1SR sind ebenfalls mit DENON Link ausgestattet. Möglichkeit, Bassmanagement und Laufzeitanpassung auch beim Abspielen von DVD Audio-Discs zugänglich zu machen)
  • Komplett voneinander separierte Audio- und Videoschaltkreise
  • Hochwertiges Gehäuse mit besonders dicken Wänden aus kupferbeschichtetem Stahl, mehrlagiges Chassis, dadurch besonders effektives Dämpfen von auftretenden Vibrationen. Sechs mm dicke Hybrid-Bodenplatte, bestehend aus drei jeweils 1,6 mm dicken Metallplatten, dazu 1,2 mm Kupferschicht. Aluminium-Seitenwände mit 2,5 mm Dicke. Dreischichtige Metallabdeckung auf der Geräteoberseite. Stromversorgung, das benachbarte DVD-Laufwerk mit den Digital-Boards für die Videoverarbeitung und die Analogabteilung sind durch abschirmende Metallwände voneinander getrennt.  
  • Gewicht 18,5 kg
  • Maße (B x H x T in mm): 434 x 136 x 395
  • Fernbedienung mit phosphoreszierenden Tasten
  • Lieferbar in Gold und Schwarz
  • Markteinführung Mai 2002
  • Preis 4199 EUR

c) Über THX Ultra 2

  • THX Ultra 2 ist die erste THX-Variante, die vollständig für digitale Heimkino-Tonnormen entwickelt wurde. 

  • Neu bei Ultra II: Die Aufteilung in Cinema- und Music Mode. Der Cinema Mode ist optimiert für die 7.1-Wiedergabe (neu: ASA (Advanced Speaker Array) soll die Vorteile von Extended Surround akustisch optimal ausnutzen und alle 8 an einem EX-System beteiligten Lautsprecher optimal aufeinander abstimmen, bei DTS ES Discrete 6.1 wird der zusätzliche diskrete Kanal auch als ein solcher erkannt und mit dem THX Post Processing versehen). Man kann einstellen, wie weit die beiden Back Surround Lautsprecher voneinander entfernt sind. Diese Einstellung benötigt THX Ultra 2, damit ASA richtig arbeiten kann. Zur Wahl stehen: "TOGETHER" für Abstände von unter 1,2 Metern, oder "APART" für Abstände zwischen beiden Surround Back Lautsprechern, die größer als 1,2 Meter sind.

  • Erstmalig bei THX gibt es auch einen Music Mode, der besonders für DTS 96/24 und  Musik-DVDs in DD 5.1 und DTS 5.1 prädestiniert  sein soll. Der Music Mode nutzt die Lautsprecher-Aufstellung eines THX EX-Systems mit zwei Surround- und zwei Back Surround-Lautsprechern, die Boxen werden jedoch anders konfiguriert als für die Wiedergabe von Heimkino-Ton: So wird die linke Surround- mit der linken Back Surround-Box zusammengeschaltet, die rechte Surround- mit der rechten Back Surround-Box- Sinn dieses Unterfangens ist es, räumlich gesehen zwischen dem jeweiligen Surround- und Back-Surround-Lautsprechers eine Phantomschallquelle zu erzeugen, deren Klangeindruck aufgrund der Position und des Abstrahlverhaltens dem Klangbild eines normalen Direktstrahlers (also der Lautsprecherart, die für die akkurate Musikwiedergabe am besten geeignet ist) ähnlich sein soll. THX will somit erreicht haben, dass über ein und dasselbe Lautsprechersystem sowohl die Musik- als auch die Kinotonwiedergabe qualitativ überzeugend vonstatten gehen soll.

  • Neu: Die Boundary Gain Compension. Die Funktion ist für die Verwendung des Verstärkers mit einem THX Ultra 2-zertifizierten Subwoofer bestimmt und hat folgende Aufgabe: Bestimmte akustische Voraussetzungen des Hörraums (Struktur der Wände, Aufbau des Raums) sowie die Position des Hörplatzes und des Subwoofers sorgen in verschiedenen Fällen für eine störende Überbetonung der tiefen Frequenzen, so dass der Subwoofer manchem Hörer als zu dominant erscheint. Hier greift die Boundary Gain Compension ein und gleicht übermäßig starke Basstöne, die auf einem Grenzverstärkungseffekt beruhen, aus.

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