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Miami Vice
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Original |
Miami Vice |
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Anbieter
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Universal Pictures Video (2006) |
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Laufzeit
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132:12 min. |
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Bildformat
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2,40:1 |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital Plus 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital Plus 5.1
3. Französisch, Dolby Digital Plus 5.1 |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch, Französisch |
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VÖ-Termin
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22.02.2007 |
Film
Die Sonne Floridas wirft dunkle Schatten: In der Unterwelt Miamis werden mit
Drogen und Waffen tagtäglich Millionen von Dollar verdient. Um ein mächtiges
Rauschgift-Kartell auffliegen zu lassen, schleusen sich die smarten
Undercover-Cops Sonny Crockett (Colin Farrell) und Ricardo Tubbs (Jamie Foxx)
mit schnellen Autos und modernsten Feuerwaffen als getarnte Drogenkuriere ein.
Aber so richtig heiß wird es in Miami erst, als Sonny eine Affäre mit Isabella
(Gong Li) beginnt, der Ehefrau des Drogen-Bosses. Doch auch die Verlockungen der
Unterwelt gefährden die geheime Mission der beiden Cops - Crockett und Tubbs
gehen so sehr in ihren Rollen auf, dass sie plötzlich nicht mehr sicher sind,
auf welcher Seite des Gesetzes sie eigentlich stehen ...
Treue Fans pastellfarbener T-Shirts unter legeren Jacketts und unbekleideter
Waden in eleganten Slippern werden bei der Kinofassung von "Miami Vice"
leider nicht auf ihre Kosten kommen. Denn auch wenn die Herren Foxx und Farrell
natürlich cool gewandet daherkommen, schwimmen sie doch nicht gegen den
aktuellen Modestrom und zeigen sich darob in eher gedeckten Farben. Auch
ansonsten hat der Film außer dem Schauplatz, ein paar Namen und der
zugrundeliegenden Kriminalität wenig mit der Serie aus den guten alten 80ern
gemein. Was aber ganz und gar keinen Nachteil darstellt, denn was hätte man
schon als Zuschauer von einem bloßem Aufguss mit anderen Gesichtern gehabt.
Allerdings wird auch dem einen oder anderen Anhänger von Regisseur Michael Mann
der Hauch von Besonderheit fehlen, der bislang die meisten seiner Werke zu
speziellen Edelsteinen im Kinogeschäft machten. Auf der anderen Seite: Als
misslungen kann "Miami Vice" nun wirklich kaum bezeichnet werden. Er
ist zwar nicht mehr, aber eben auch nichts weniger, als ein von Anfang bis Ende
perfekt durchkomponierter Polizeifilm mit solidem Spannungsbogen, starken
Charakteren, angemessen düsterer Atmosphäre und gut dosierten Actioneinlagen,
die in keinem Moment zum reinen Effektezauber ausarten.
Bild 78 %
Michael Mann drehte "Miami Vice" wie bereits zuvor "Collateral"
nicht mit klassischen Zelluloid, sondern auf HDTV-Video-Kameras.
Vielfach hat das Bild gerade bei Nahaufnahmen mit schnellen, leicht
nachziehenden Bewegungen einen leichten Homevideo-Look, der eine Schwäche der
verwendeten Sony HDTV-Kamera noch deutlicher als in anderen Filmen sichtbar werden lässt und aufgrund
der für "Miami Vice" typischen Nachtaufnahmen zeigt sich auch
häufiger - beinahe unvermeidbar - Videorauschen im Bild, welches auf der HD-DVD
noch deutlicher erkennbar ist als auf der DVD. Dafür gelingt es
Michael Mann aber, den Nachthimmel von Miami so leuchten zu lassen, wie man es
sonst eigentlich nur von Aufnahmen mit Langzeitbelichtung kennt. Während der
Kontrast aufgrund dieser Extrembedingungen bei den Nachtaufnahmen sehr gering
ausfällt, bieten die Außenaufnahmen bei Tage ein sehr kontrastreiches Bild mit
warmen, leuchtenden Farben. Bis auf leichte Farbeffekte wurde das Bild nicht
künstlich verfremdet, was das Bild sehr sauber und plastisch erscheinen lässt.
Die HD DVD bietet eine im Vergleich zur DVD höhere Bildschärfe, die aber nicht
immer ganz optimal zur Geltung kommt. Bei statischen Bildern bietet die HD DVD das
beste Bild mit scharfen Konturen und gut erkennbaren Details. Meist aber ist die
Kamera in Bewegung und zeigt selbst in Nahaufnahmen leichte Unschärfen, zu
denen auch noch die für die verwendete Kamera typischen Bewegungsunschärfen
hinzukommen. In ruhigeren Momenten wie z.B. Kapitel 17 zeigt die HD DVD hingegen
eine Schärfe fast auf Referenz-Niveau. Die VC-1-Kompression arbeitet tadellos
und zeigt keine Artefakte.
Ton 83 %
"Miami Vice" bietet einen recht abwechslungsreichen
Musik-Soundtrack, der allerdings kaum Ähnlichkeiten mit Jan Hammers Melodien
und den sonstigen Pop-Sounds aus der TV-Serie aufweist. Auch auf dieser Ebene haben
der Film und die Serie nur noch den Titel gemeinsam. Die Stärken des 5.1-Mixes
zeigen sich vor allem bei Schießereien und Explosionen, die mit lautstarker
Dynamik und guter Räumlichkeit wiedergegeben werden. Auch klanglich ist
"Miami Vice" sowohl im Bassbereich als auch in der Höhenwiedergabe
sehr gut. Insgesamt bietet der Film aber keine durchgängig räumliche
Abmischung. In vielen Szenen ist die Abmischung sehr frontlastig und teilweise
ist aus den Surroundkanälen auch kaum etwas zu hören, selbst wenn die
räumliche Kulisse dafür durchaus Potential bieten würde.
Special Features
- Miami und Umgebung: Die Dreharbeiten vor Ort (Standard-Auflösung)
- Miami Vice Undercover (Standard-Auflösung)
Review von Karsten
Serck und Tobias Wrany (Film) 30.01.2007
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