Test: AV-Receiver Yamaha RX-V740

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER
für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments
Ausstattung
Bereits der Yamaha RX-V640
schnitt in unserem Hardwaretest überragend ab - daher wir wollten wissen, ob
der mit 629 EUR genau 100 EUR teurere RX-V740 ein nochmals besseres
Performance-Profil liefern kann. Die Unterschiede zwischen den beiden
AV-Receivern sind nicht allzu groß, so verfügt der 740er über eine
aufwändigere Fernbedienung mit LC-Display, ein On Screen Display und einen
Phonoeingang. Etwas größer als beim RX-V640 fällt die Ausgangsleistung aus,
hier stehen nun 6 x 140 Watt anstatt 6 x 135 W (jeweils DIN, 4 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr) zur Verfügung.
Ansonsten bietet der RX-V740 die identische umfangreiche Ausstattung wie der
"kleine Bruder": Der RX-V740 decodiert DTS ES
Matrix/Discrete 6.1 und Dolby Digital 5.1 EX.
Natürlich ist auch Dolby Pro Logic II mit an Bord, inklusive aller
Einstellmöglichkeiten im Music Mode. Neu ist
auch der "Accurate
Touch"-Lautstärke-Drehregler, dessen Elektronik an der Umdrehung des
Lautstärkereglers erkennt, ob der Anwender eine große oder kleine Lautstärkeveränderung
erreichen möchte. Neu entwickelt hat Yamaha einen Midnight Modus, der nicht nur
auf Dolby Digital- sondern auch auf DTS-Signale wirkt:
-
Begrenzung der Dynamik im oberen Bereich
-
Center Graphic Equalizer wird zwecks besserer Dialogverständlichkeit
automatisch angepasst
-
Subwoofer-Pegel wird für die Kompensation des reduzierten
Lautstärkeempfindens verändert
Auch der RX-V740 verfügt genauso wie der Yamaha
RX-V640 über einen Videoformat-Wandler. Löblicherweise gibt es auch die
Anschlussmöglichkeit für zwei Lautsprecherpaare (A und B), für alle
Lautsprecher stehen Schraubverschlüsse und keine windigen Klemmen zur
Verfügung. Wenn man die etwas widerspenstigen Schutzvorrichtungen in der Mitte
der Schraubverschlüsse entfernt hat, können auch Bananenstecker verwendet
werden. Anschlussseitig wartet der Yamaha RX-V740 genauso wie der RX-V640 mit Pre-Outs und YUV-Anschlüssen
auf, mit insgesamt 5 Digitaleingängen (davon einer auf der Gerätefront) und
einem Digitalausgang ist der AV-Receiver gut bestückt. Im Gegensatz zum RX-V640
verfügt der RX-V740 auch über einen Phono-Eingang, was Schallplatten-Freunde
freuen dürfte. Als Yamaha-eigene "Spezialität" ist auch der RX-V740 wieder mit verschiedenen
Cinema DSP- und
HiFi-DSP-Programmen bestückt, die genaue Auflistung der Modi und weitere
Ausführungen zur DSP-Funktion sind im technischen Anhang zu diesem Test
nachzulesen.

Sorgfalt bei den verwendeten
Baugruppen
Aktuelle AV-Receiver bringen zum immer günstigeren Preis
immer mehr Features mit - doch in manchen Fällen wird an den Basics - dem
Trafo, den Endstufen, den Kondensatoren - gespart. Yamaha aber möchte auch hier beweisen, dass eine sehr gute Baugruppenqualität auch in
erschwinglichen Preisklassen möglich ist. Daher setzt man bei den neuen AV-Receivern höherwertige
Netzteilkondensatoren ein, die zusammen mit einem besonders
widerstandsarmen Netztrafo, einem Lautsprecher-Relais mit Goldkontakten und den
sternförmig von einem Punkt ausgehenden Masseverbindungen für eine höhere
dynamische Leistung und einen höheren Dämpfungsfaktor verantwortlich sein
sollen. Das Stromniveau konnte angehoben werden, ebenfalls liegt das gleiche
Spannungsniveau zwischen allen beteiligten Baugruppen vom Ein- bis zum Ausgang
an, was die Verzerrungen minimiert. Zudem ist die Digitalplatine aufwändiger
aufgebaut und nun vierlagig. Vorteil dieses Aufbaus ist der im Vergleich zur
letzten Receiver-Generation verkürzte Signalweg, was einen saubereren, klareren
Klang zur Folge hat.

Die Verarbeitung des RX-V740 ausgezeichnet - was besonders in
der Gerätefarbe Titan äußerst vorteilhaft zur Geltung kommt. Auch das
großflächige DOT Matrix-Display trägt zum gediegenen Gesamteindruck bei. Die
Aluminium-Frontplatte macht einen massiven Eindruck, die mitgelieferte
Fernbedienung ist für diese Preisklasse von überdurchschnittlich guter
Qualität. Der innere Aufbau des Geräts ist ebenfalls ordentlich und beweist,
dass auch in günstigeren AV-Receivern eine gewisse hochwertige Anmutung
erwartet werden kann. Fazit der ersten Disziplin: Eine tadellose Ausstattung,
eine gelungene Verarbeitung und ein fairer Kaufpreis sichern dem RX-V740 die
Höchstpunktzahl.
Bewertung      
Bedienung
Das
Bedienkonzept des RX-V740 ist ausgezeichnet. Durch das übersichtliche On Screen
Display sind alle nötigen Einstellarbeiten bequem via Bildschirm vorzunehmen. Wer kein Bildwiedergabegerät anschließen möchte, kann die Menüs
selbstverständlich auch über das große, sehr gut ablesbare Gerätedisplay
bedienen.
Neu entwickelt wurde die Struktur des Setup-Menüs - so ist es deutlich
einfacher als bei den Vorgängern, den RX-V740 betriebsfertig einzustellen. Es gibt nun
diese Unter-Menüs:

- Das Basic-Menü (Set Up, Speaker Level) beinhaltet auch eine
Raumgrößen-Einteilung. Je nach Größe kann man für den Hörraum small,
medium oder big auswählen. Ebenfalls kann man rasch die Anzahl der
verwendeten Lautsprecher eingeben. Die Funktionen verdeutlicht das folgende
OSD-Bild:

Der Inhalt der anderen Menüs:
- Sound (Speaker Set/Speaker Distance/LFE/Dynamic Range/Center GEO (Equalizer
zum akustischen Anpassen Centerlautsprechers)/Headphone Tone&Level)
- Input (Zuweisung der Digital-Ein-/Ausgänge, Zuweisung der
Video-Ein-/Ausgänge, Input Mode, Input Rename)
- Option (Display Set, Memory Guard, Audio Mode, Zone Set)
Das folgende Bild verdeutlicht den Menüaufbau nochmals:

Die
mitgelieferte Fernbedienung überzeugt mit sinnvoller Tasteneinteilung und liegt
aus ergonomischer Sicht bestens in der Hand. Zur besseren Kontrolle der gerade
gewählten Quelle findet sich auch ein kleines LC-Display. Sehr gut gefiel uns,
dass nicht alle Tasten die identische Größe aufweisen, durch die
unterschiedliche Größe erleichtert Yamaha die Übersichtlichkeit. Die Größe
der Navigationseinheit mit vorbildlich mittig
platziertem Enter-Button ist exakt richtig gewählt. Der Druckpunkt sämtlicher
Funktionselemente auf dem IR-Controller ist gut, so dass man bilanzieren kann:
Der Yamaha IR-Controller ist zweifelsohne einer der Besten auf dem Markt. Dass
einem gar nicht einmal so teuren Gerät eine so überzeugende Fernbedienung
beiliegt, begrüßen wir umso mehr, da viele Hersteller dem Thema Fernbedienung
immer noch nicht die volle Aufmerksamkeit widmen. Folge: Wenig handliche und
umständlich zu bedienende IR-Einheiten verderben manchmal gründlich den Spaß
am Umgang mit dem Gerät. Ganz anders bei Yamaha, hier kann auch das Hauptgerät
in Punkto Bedienkomfort überzeugen, denn die solide ausgeführten
Bedienelemente auf der Front des RX-V740 sorgen für weitere Pluspunkte. Wer
möchte, kann viele Justagen auch mit diesen Tasten ausführen.
Mit der gelungenen Fernbedienung, dem sinnvoll strukturierten OSD und dem
großflächigen Gerätedisplay bleibt in Bezug auf den Bedienkomfort praktisch
kein Wunsch mehr offen - der RX-V740 kassiert die volle Punktzahl. Sein
Vorsprung gegenüber dem RX-V640 resultiert aus dem beim kleineren Modell
fehlenden OSD und dem LC-Display der Fernbedienung.
Bewertung      
Ton
Testequipment
Bei der Filmtonwiedergabe schlägt sich unser Testkandidat blendend.
Besonders verblüfft haben uns der sehr spontane Antritt der geschmeidigen
Endstufen und deren immense Pegelfestigkeit. Erst, als wir uns langsam der
absoluten Maximallautstärke näherten, waren leichte Verzerrungen zu bemerken -
doch in diese Pegelregionen werden auch engagierte Anwender in der Praxis
praktisch nie kommen. Die Erhitzung des RX-V740 war bei unseren Testläufen zwar
deutlich spürbar, erreichte doch selbst nach zweieinhalbstündiger Dauerhatz
keine besorgniserregenden Werte. Die akustischen Eigenschaften waren auf einem
sehr hohen Level. So begeisterte der Yamaha bei "Sleepy Hollow" mit
einer ausgezeichneten Dynamik und einer exzellenten Einarbeitung des diskreten
Back Surround Kanals. Die gesamte Surround-Klangkulisse ist von einem hohen Maß
an Lebendigkeit geprägt, dabei überzeugt aber nicht nur die Darstellung der
großen, sondern auch der kleinen Effekte - bei der Detailarbeitung und der
richtigen Akzentuierung hat der Yamaha RX-V740 hörbare Fortschritte gemacht.
Hier bewegt er sich auf identischem Niveau wie der RX-V640, gegenüber dem
günstigeren "Bruder" kann der RX-V740 aber seine nochmals
geringfügig besseren Werte in Bezug auf die Dynamik und das
Durchsetzungsvermögen im Bassbereich in die Waagschale werfen. Diese Vorzüge
werden auch bei der Wiedergabe der THX Ultimate Demo DVD offensichtlich. Mit
Wucht und Ausdruckskraft schleudert der AV-Receiver den "Broadway
Trailer" und die Pod Race-Sequenz aus "Star Wars - Episode 1" in
den Hörraum. Mit imposantem Donnern fliegen die Pod Racer mit
Hochgeschwindigkeit durch den Hörraum, die erbitterten Positionskämpfe, die
vor grandiosen Sieg des jungen Anakin Skywalker die Handlung bestimmen, trägt
der Yamaha mit einer kompletten, klaren und bassstarken Wiedergabe zum Zuhörer.
Wie sich bei unserer "Herr der Ringe - die Gefährten"-DVD zeigt,
lassen sich die bislang gesammelten Impressionen auch hier sehr gut
nachvollziehen: Bei der Eröffnungsschlacht um das Land Mittelerde punktet der
Yamaha mit seiner voluminösen und im Hochtonbereich brillanten
Gesamtdarstellung. Nicht zu vergessen ist auch die ausgezeichnete
Stimmwiedergabe - die besonderen Fähigkeiten des Yamaha liegen im
natürlichen Volumen und der herausragenden Harmonie. Was die Stimmwiedergabe
angeht, sind wir besonders auf die neuen Denon AV-Receiver AVR-1604 und AVR-1804
gespannt, die auf der IFA präsentiert wurden. Bereits der Vorgänger des
AVR-1804, der AVR-1803, war auf einem
exzellenten Level, was die Detailtreue bei der Stimmreproduktion angeht, muss
sich selbst der RX-V740 noch immer dem höchst präzisen Denon beugen.
Besonderes Kennzeichen aller Yamaha AV-Verstärker und -Receiver sind die mit
Liebe zum Detail entwickelten DSP-Programme. Der RX-V740 bringt hier die
identische Auswahl wie der RX-V640 mit. Sehr empfehlenswert sind einige Cinema
DSP-Programme - im Besonderen das "Spectacle"-, das "Sci-Fi"-
und das "Adventure"-DSP. Während das Sci-Fi-Programm, wie man z.B.
bei "Star Wars Episode 1" herausfinden kann, die unendlichen
räumlichen Weiten des Weltalls besonders gut simuliert, liegt der Schwerpunkt
des "Spectacle"-Modus bei der besonders intensiven Effektwiedergabe,
z.B. bei "Independence Day", "Godzilla", "Charlie`s
Angels" oder "Pearl Harbor" nachzuvollziehen. Das "Adventure"-DSP
liefert eine sehr dichte und eindrucksvolles Surround-Panorama mit einer sehr
gut gelungenen Einbindung des Music Score. Daher eignet sich das "Adventure"-Programm
z.B. bestens für Western- und Abenteuer-Filme wie die Indiana Jones-Trilogie
oder "Der mit dem Wolf tanzt". Wenn die Software von der Abmischung
her nicht gerade "State Of The Art" ist, macht dies, auch das ist
typisch für Yamaha AV-Receiver, nicht allzu viel aus. Das, was der RX-V740 noch
an Basskraft, Homogenität und Surround-Volumen selbst aus nur
durchschnittlichen Tonspuren herausholt, verdient Respekt - wenngleich
hinzugefügt werden muss, dass auch die Yamaha-Techniker nicht zaubern können
und massive Defizite einer DVD, wie beispielsweise eine extrem fade
Hochtonwiedergabe, einen sehr unpräzisen Bass oder einen hoffnungslos
überbetonten mittleren Frequenzbereich, nicht in vollem Umfang ausbügeln
können. Welches DSP in der Praxis tatsächlich zur Anwendung kommt, sollte auch
nach dem eigenen Geschmack und gemäß den akustischen Bedingungen im jeweiligen
Hörraum entschieden werden. Die Yamaha DSPs eignen sich unserer Meinung
nach sehr gut, um Feintuning zu betreiben und den Sound nach individuellen
Vorstellungen und der verwendeten Software entsprechend zu optimieren.
Die Mehrkanal-Musikwiedergabe machte die Vorzüge des Yamaha im Vergleich zu
seinen Vorgängern sehr gut deutlich. Ein harmonisches Gesamt-Klangbild und ein
tadelloses Volumen sind schon seit geraumer Zeit große Stärken der Yamaha AV-Receiver.
Bereits in der letzten Generation konnte dann auch die Hochtonwiedergabe, zuvor
nicht ganz so ausdruckskräftig wie bei manchem Konkurrenzmodell, zulegen. Mit
dem aktuellen Line-Up nun wissen die Yamaha AV-Receiver auch im gerade
für die saubere Darstellung hochwertiger Mehrkanal-Musik-DVDs elementar
wichtigen Hochtonbereich voll und ganz zu überzeugen. Schon der RX-V640 konnte
mit tadellosen Werten in Bezug auf die Transparenz und die Feinfühligkeit
aufwarten, und wir erwarteten beim RX-V740 keine hörbaren Steigerungen. Nach
langen Hörvergleichen mit hochwertigem Equipment aber sind kleine
Differenzen zu notieren. Hinzuzufügen ist noch, dass RX-V640 und RX-V740 vom
prinzipiellen Aufbau her identisch sind - trotzdem aber ist nicht alles, was auf
dem Papier fast identisch ist, auch in der Praxis absolut gleich. So wirkte der
740er nochmals minimal feinfühliger, was sich schön anhand von Johann
Sebastian Bachs Violinenkonzert, Bachwerkeverzeichnis 1042, nachvollziehen
ließ. Gerade Violinen und Violoncello klangen noch etwas prägnanter, was ein
Verdienst der sehr akkurat herausmodellierten feinen Zwischentöne war. Dass der
RX-V740 Dynamiksprünge nochmals etwas souveräner managte, überraschte uns
nicht zu sehr, denn schließlich weisen die Endstufen des größeren Modells,
wenn auch nur in geringfügigem Maße, mehr Leistung auf. Top in Bezug auf die
Preisklasse waren die Leistungen bei der DTS Music Experience DVD (DTS ES
Discrete 6.1). Hier überraschte der Yamaha mit seinem sehr schnellen
Effektaufbau und der problemlosen Möglichkeit zur Ortung aller
Effektkombinationen. Der Back Surround Kanal ist tadellos in die Gesamtakustik
integriert. Sehr rund, dabei trotzdem nie langweilig - dies waren unsere
Eindrücke vom RX-V740 bei den Musikbeispielen auf der THX Ultimate Demo DVD.
Auch hier war die Einarbeitung des Back Surround Kanals sehr gelungen, die Folge
war eine dichte, weiträumige Surrounddarstellung.
Voluminös und mit sehr respektablen Präzisionswerten - so tritt der Yamaha
im Dolby Pro Logic 2 Betrieb auf. Wir haben schon in vielen umfangreichen
Testreihen herausgefunden, dass gerade Yamaha AV-Receiver mit einer besonders
gelungenen PL2-Integration aufwarten können. Bassstark und ausdrucksvoll
agierten unsere Testkandidaten, daher
hätte uns das überzeugende Leistungsprofil des RX-V740 kaum noch überraschen
können - aber die Yamaha-Entwickler sind immer für etwas Neues gut. So trumpft
der RX-V740 sogar im direkten Vergleich zum RX-V640 mit einer für den
PL2-Betrieb erstaunlich akzentuierten Instrumental- und Stimmwiedergabe auf, wie
wir anhand von speziell für die PL2-Wiedergabe optimierten audiophilen Test-CDs
herausgefunden haben. Sehr umfassend, ohne dabei aber einzelne Teile zu einem
gesichtslosen Einerlei verkommen zu lassen, stellt der RX-V740 Stimmen und
Instrumente so gut dar, dass man problemlos glauben könnte,
der RX-V740 gehöre in eine höhere Preisliga. Selbst der oftmals im PL2-Betrieb
kritische Hochtonbereich präsentiert sich aufgeräumt und frisch. Würde der
740er nicht, wie gleich beschrieben, in der Stereowiedergabe ebenfalls mit
hervorragenden Qualitäten aufwarten können, dann könnte man kaum Unterschiede
zwischen PL2 Music und Stereo ausfindig machen, so präzise, klar und kraftvoll
modelliert der Yamaha ein eindrucksvolles Klangbild heraus. Auch, wer den PL2
Movie-Modus für die Filmtonwiedergabe anwählt, wird kaum enttäuscht sein. Das
dynamische Surround-Szenario begeistert und zeigt das Potential, das in PL2
steckt, sehr gut auf. Auch bei der Filmtonwiedergabe weist die Stimmdarstellung
des Yamaha keinerlei Schwächen auf und beeindruckt durch Klarheit und eine
natürliche Gesamtcharakteristik.
Im Stereobetrieb lieferte der RX-V740 eine vollauf überzeugende Leistung ab
und beweist somit eindrucksvoll, dass auch preisgünstigere AV-Receiver in Bezug
auf die Stereowiedergabe nicht nur eine emotionslose, langweilige und
oberflächliche Wiedergabe zu bieten haben. Bei verschiedenen audiophilen
Klassik-CD-Testmustern stellte der Yamaha seine Talente sehr gut unter Beweis.
Besonders gut mochte ihm die Darstellung des Pianos gelingen, eine sehr
harmonische, klare und komplette Wiedergabe war hier herauszuhören. Selbst das
sanfte Abklingen der Töne, das öfters gerade für Geräte bürgerlicher
Preisregionen ein größeres Problem ist, das sich in Form einer zu wenig feinfühligen
Wiedergabe bemerkbar macht, managte der Yamaha mit einer erstaunlichen Souveränität.
Ebenso kannte das Gerät keine Schwierigkeiten auch mit heftigeren
Dynamiksprüngen. Neben der guten Detailarbeit ist auch die akkurate räumliche
Darstellung sehr zu loben. Der Yamaha zeichnete die virtuelle Bühne exakt und
mit einem atmosphärisch dichten Klangbild. Prima gefiel uns die sehr
ordentliche Bassarbeit des RX-V740. Stets war ein angenehm anzuhörendes,
solides Grundvolumen herauszuhören, das der Musik ein passendes Fundament gab.
So war der Aufbau des gesamten Klangbilds sauber durchgezeichnet, ohne
unpassende Überbetonungen gewisser Frequenzbereiche, was insgesamt für einen
differenzierten, erwachsenen Stereoklang sorgte. Im Vergleich zum bereits guten
Vorgänger RX-V730 kann Yamaha hier nochmals nachlegen. Die Vorgängerbaureihe
bewegte sich bereits auf die Klassenspitze zu, die neuen Modelle repräsentieren
sie. Auch wenn man die Krone mit den HK-AV-Receiver-Modellen teilen muss - wir
zollen den Yamaha-Entwicklern höchsten Respekt, denn sie haben es innerhalb
weniger AV-Receiver-Generationen geschafft, auch einen höchst gefälligenn
Stereo-Sound zu implantieren. Gespannt sind wir auf die neuen Denon AV-Receiver AVR-1604 und AVR-1804
- ausführliche Tests werden bald klären, wo diese auf der IFA neu
präsentierten Geräte im Vergleich zum Yamaha zu finden sind.
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Dolby PLII      
Bewertung Klang Stereo      
Fazit
Bereits der RX-V640 konnte in unserem Praxistest mit überdurchschnittlich
guten Leistungen aufwarten. Daher waren wir sehr gespannt, ob sich der Aufpreis
von 100 EUR für den RX-V740 überhaupt lohnt, denn nicht selten ist es der
Fall, dass man schon mit dem günstigeren Gerät so gut bedient ist, dass man
sich weitere Upgrades getrost sparen kann. Dass diese Rechnung nicht immer
zutrifft, bewies uns nun der RX-V740. Obwohl laut Datenblatt kaum kräftiger,
packten den Endstufen in der Praxis noch beherzter zu und boten einen für diese
Preisklasse schon beinahe grandiosen Antritt. Selbst in größeren Hörräumen,
die eigentlich für AV-Receiver höherer Preisklassen prädestiniert sein
sollten, waren die Leistungen in Bezug auf die Pegelfestigkeit ausgezeichnet.
Der Yamaha wies so gute Belastungswerte auf, dass man schon fast sagen kann,
dass höchstens ein verschwindend kleiner Teil aller Käufer dieses Geräts die
tatsächlichen Grenzen komplett ausloten werden. Dieses Ausloten der Grenzen ist
auch nur dann möglich, wenn man entsprechend gute Lautsprecher besitzt -
aufgrund seiner exzellenten Qualitäten erscheint es nicht ratsam, den
klangstarken Yamaha mit unterdimensionierten Sub-/Sat-Systemen oder mit billigen
Stand-/Regallautsprecher-Kombis zu kombinieren.
In Verbindung mit entsprechend hochwertigen Lautsprechern kann der RX-V740
sein Potential voll ausspielen und überzeugt mit dem kraftvollen Bass, der nicht nur im Vergleich
zu früheren Yamaha-Modellen brillanteren Hochtonwiedergabe und der sehr guten
Gesamthomogenität. Durch die im Vergleich zur Vorgängerserie verbesserte
Detaildarstellung erreicht der Yamaha auch bei der Mehrkanal-Musikwiedergabe
tadellose Ergebnisse. Überzeugen können auch die Stereoqualitäten des für
seine Leistungen preisgünstigen AV-Receivers: Klar, sauber und ausdrucksvoll
beweist er, dass die aktuellen Yamaha-AV-Receiver dieser Preisrange akustisch
keine Konkurrenz zu fürchten haben.
Doch auch sonst schlägt sich der RX-V740 weit überdurchschnittlich gut. So
erfreut die hochwertige Verarbeitung ebenso wie die hervorragende mitgelieferte
Fernbedienung, die in Verbindung mit dem sehr klar aufgebauten OSD und dem
großflächigen Gerätedisplay einen außerordentlich guten Bedienkomfort
sicherstellt. Ausgestattet ist der 740er ebenfalls überzeugend - wir vermissen nur,
was bei der Konkurrenz inzwischen in vielen Fällen Standard ist, eine
Einstellmöglichkeit für die Übernahmefrequenz des aktiven Subwoofers.
Ansonsten ist alles dabei, wie gewohnt verschiedene sehr gut gelungene
DSP-Programme, die im Detail noch die Wiedergabe optimieren können. Anschlüsse
gibt es ebenfalls genug, sogar für Plattenfans einen Phono-Eingang und für
Video-Freunde Komponenten-Anschlüsse. Selbst ein Videonormwandler ist
integriert.
So ist der RX-V740 summa summarum eine hervorragende Wahl, denn für einen
fairen Kaufpreis erhält der Käufer einen kraftvoll und brillant klingenden
AV-Receiver, der im Moment keinen Konkurrenten zu fürchten hat. Ob dies auch
zukünftig so bleiben wird, wird sich zeigen - z.B. Denon hat gerade auf der IFA
sehr interessante neue AV-Receiver (AVR-1604 und AVR-1804)
vorgestellt, die wir ebenfalls einem sorgfältigen Test unterziehen werden.
Mit erstklassigen Leistungen in allen Disziplinen
schlägt auch der RX-V740 die Klassenkonkurrenz
Gesamturteil:

Mittelklasse
Test 09.09 2003
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Klarer, harmonischer und kraftvoller Klang
-
Dynamische, akkurat strukturierte Surround-Klangkulisse
-
Räumlich sehr gute Stereowiedergabe
-
Sehr leistungsstarke und pegelfeste Endstufen
-
Einfache Bedienung inklusive gut aufgebautem OSD
-
Vollständige und sinnvolle Ausstattung
-
Hochwertige Verarbeitung
-
Lobenswertes Preis-/Leistungsverhältnis
Contra:
Technische Daten
• AV-Receiver
• Dolby Digital EX- und dts ES Matrix/Discrete 6.1-Decoding
• Dolby ProLogic II mit allen Einstellmöglichkeiten im Music Mode
• Leistung: 6 x 140 W (DIN, 4 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr), 5 x 85 W (0,06 % Klirr, 20 Hz bis 20 kHz, 8 Ohm)
• 96 kHz/24-Bit Audio-DACs
• 32-Bit Yamaha DSP
• Insgesamt 24 Surround-Prgramme
• Silent Cinema für DSP-Programme via normalem Stereo-Kopfhörer
• 4 Digitaleingänge (3 optisch, 1 koaxial), 1 Digitalausgang/optisch, (ohne Front
Digi-In, alle frei zuweisbar)
• 2 Komponenten-Video-Eingänge, 1 Komponenten-Video-Ausgang
• 4 x Audio-Video-In/2 x Audio/Video-Out, 1 x Video-Out (Monitor), alle S-Video- und FBAS-beschaltet
• 3 x Audio-In (inklusive Phonoeingang), 1 x Audio-Out
• 1 kompletter Front AV-Eingang inklusive S-Video und optischem Digitaleingang
• Sechskanaleingang (DVD Audio-geeignet)
• Pre-Out für alle Kanäle (für Back Surround ein Pre Out)
• Schraubanschlüsse für alle Lautsprecher
• RDS-Tuner mit 40 Festspeichern
• On Screen Display
• LC-Fernbedienung (vorprogrammiert)
• Abmessungen (B x H x T in mm): 435 x 171 x 390
• Gewicht: 13,0 kg
• lieferbare Farben: Titan und Schwarz
• Preis: 629 EUR
Anhang: DSP-Programme und DSP-Technik-Grundlagen
Wie von Yamaha-AV-Verstärkern und -Receivern gewohnt, tritt auch der RX-V740
mit unterschiedlichen HiFi-und Cinema-DSP-Programmen in verschiedenen
Variationsmöglichkeiten an. Hier der Überblick:
HiFi-DSP:
- Concert Hall: Wählbar: Große Konzerthalle mit reichem Klangeffekt.
Ausgeprägte Reflexionen von allen Richtungen betonen die Ausbreitung der
Klänge. Der virtuelle Sitz befindet sich in der Mitte unmittelbar vor der
Bühne. Dieses DSP-Programm kann mit einer großen Pärsenz aufwarten.
- Jazz Club: The Bottom Line (Jazz Club in New York mit Plätzen für 300
Personen. Klang recht natürlich, für einige Jazz-Aufnahmen geeignet. Auf
jeden Fall aber, je nach Gusto, in normalem Stereo oder PLII Music gegen hören).
- Rock Concert: Für dynamische Rockmusik geeignet. Die Daten stammen aus
Rock-Club aus L.A. Virtueller Sitz des Hörers: Links in der Mitte der Halle
- Entertainment: Disco (der Sound ist dicht und stark konzentriert, in der
Praxis aber leider zu dumpf und hallbetont, hier lieber zu Pro Logic II
Music greifen), ebenfalls vorhanden: 6-Kanal-Stereo. Hier kann der Pegel
für den Center-Lautsprecher, die beiden Surround-Lautsprecher und den Back
Surround Lautsprecher individuell eingestellt werden. Einstellbereich: 0 bis
100 %
Cinema-DSP:
- Movie Theater 1: Spectacle, weites Soundfeld eines 70 mm Filmtheaters wird
kreiert. Besonders gut geeignet für Actionfilme mit vielen Effektsequenzen.
Effektiv arbeitender Bassbereich mit großem Volumen und beachtlicher Präzision
- Movie Theater 1: Sci-Fi, wirkt noch eine Spur weitläufiger als Spectacle,
dafür z.B. bei Schusswechseln nicht ganz so explosiv.
- Movie Theater 2: Adventure, Sehr guter Kompromiss aus kräftiger
Effektwiedergabe und hervorragender Gesamtharmonie. Voluminöser, voller
Klang mit großer Dichte
- Movie Theater 2: General, nicht unbedingt das beste Soundfeld. Manche ältere
Produktionen oder Filme mit eher zurückhaltender Effektwiedergabe klingen
damit eine Spur harmonischer, vielleicht auch die ein oder andere Komödie.
Ansonsten kaum Verbesserungen gegenüber der "normalen" DD/DTS/ProLogic-Wiedergabe.
- Straight Decode: Der eingebaute Decoder sorgt für eine präzise
Wiedergabe der Tonquellensignale und der Soundeffekte. Kein DSP-Effekt ist
bei diesem Programm aktiviert.
- Enhanced Mode (DD/DTS/ProLogic): Dieses DSP simuliert die Multi
Surround-Lautsprechersysteme von Kinos für 35 mm-Filme. Ohne Verlust
der Ortung des Originalsklangs soll eine gute Effektwiedergabe garantiert
sein. Bei einigen Filmen Verbesserung des Volumens des Surround-Klangfelds
Nur für Audio/Video-Quellen in 2-Kanal:
- Entertainment/Game: Tiefe und Raumgefühl für Computerspiele. In der
Praxis lieber PLII Movie verwende, Concert Video für mehr räumliche
Tiefe bei Konzertvideos. Auf jeden Fall vergleichen mit PLII Movie vor der
endgültigen Auswahl.
- Music Video: Dieses Programm soll die lebhafte Umgebung eines Jazz- oder
Rock-Konzertes simulieren. Daher laut Yamaha besonders für Live-Konzerte
geeignet.
- TV Theater/Variety/Sports: Für die geeignete Wiedergabe von TV-Sportsendungen,
Nachrichten und TV-Shows
- TV Theater/Mono Movie: DSP-Aufbereitung für Mono-Filmmaterial
Yamaha DSP
DSP-Programme - die Grundlagen
Der Yamaha DSP Prozessor ist so aufgebaut, dass eine völlig unabhängige
Verarbeitung des vorderen Präsenzbereiches und des hinteren
Surround-Soundfeldes ermöglicht wird. Der Surroundbereich wird schon seit
der Einführung der Cinema DSP Technolgie 1990 (damals war Dolby Pro Logic der
Mehrkanalstandard) mit zwei unabhängigen Klangfeldern für den linken und den
rechten Kanal nachbearbeitet. Die Position der akustischen Effekte wird durch
das dekodierte Eingangssignal vorgegeben, der Dekoder selbst arbeitet mit
unendlich großer Kanaltrennung - in der Praxis jedoch ist ist die Kanaltrennung
durch die nachfolgenden analogen Baugruppen des AV-Receivers (speziell zu nennen
wäre die gemeinsame elektrische Masseverbindung) leicht eingeschränkt.
Die Signalverarbeitung der einzelnen Kanäle durch den DSP Prozessor erzeugt
aus den bis zu Vollfrequenzkanälen bei Dolby Digital und DTS, die nach dem
Decodieren als relativ "punktförmige" Informationen zur Verfügung
stehen, ein geschlossenes Klangbild. Die Ausdehnung und die Intensität, mit
anderen Worten die Charakteristik des jeweiligen Klangbildes, variiert je nach
angewähltem DSP Programm. Die Wahl des entsprechenden DSP Programms sollte sich
nach dem vorliegenden Film- oder Musikmaterial richten, da nur beim optimalen
Zusammenspiel vom Ausgangsmaterial und der gewählten DSP Nachbearbeitungsart
eine optimale Performance erreicht werden kann.
Auf der Basis normaler Wiedergabearten wie Mono, Stereo, Dolby ProLogic
Surround, Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1 gestalten die Yamaha-Toningenieure ihre
eigenen Soundfelder. Jedes der Cinema-DSP-Programme ist vom Charakter her
verschieden, denn die auf realen Messungen beruhenden Daten, die dann zu den
verschiedenen vorkommenden Soundfeldern verarbeitete werden, unterscheiden sich.
Bei den Soundfeldern differenziert Yamaha zwischen dem Presence-Soundfeld (das
Soundfeld, welches sich vorne hinter den Lautsprechern ausbreitet) und den
linken und rechten Surround-Soundfeld sowie dem Nachhall. Die Presence- und
Surround-Soundfeld-Daten zeigen sich in der Verteilung der virtuellen
Klangquellen und der Echomuster. Die zwei unterschiedlichen Soundfeld-Typen
werden mit komplexen Elementen wie zum Beispiel der Energiebalance und den
Signalmischverhältnissen verarbeitet. Insgesamt ergibt sich so ein exakt auf
das Wahrnehmungsvermögen der Zuhörer zugeschnittenes Soundfeld.
Das erklärte Ziel von Yamaha DSP ist, die räumlichen und klanglichen
Eigenschaften eines Kinosaals in einem möglichsten hohen Grad an Perfektion auf
die heimischen "vier Wände" zu übertragen, beziehungsweise die
geringere Anzahl der Lautsprecher zu Hause und die ungünstigeren räumlichen
Bedingungen bestmöglich zum kompensieren. Daher erzeugt der Yamaha DSP
Prozessor ein Klangfeld nach einem Reflexionsmuster, das dem eines Abhörstudios
der Filmindustrie entspricht. Yamaha-typisch ist, dass im Surroundbereich nach
Herstellerangaben keine Dipole erforderlich sind, sondern auch
Direktstrahler benutzt werden können. In der Praxis aber zeigt sich, dass sich
bei der Verwendung von Dipole manche Vorteile der DSP Technologie eher noch
deutlicher zeigen: Gerade die noch voluminösere, weitläufige Klangkulisse
können hier überzeugen. So ist von einem Betrieb mit Dipolen also keinesfalls
abzuraten.
DSP-Programme richtig verstehen: Spezielle Aspekte und Grenzen
der Ton-Nachbearbeitung
-
Um bei Dolby ProLogic-codiertem Tonmaterial die rechts-/links-Trennung im
Surroundbereich zu verbessern, stützt sich der dem Nachbearbeitungsvorgang
zu Grunde liegende Algorhythmus des Prozessors - anders als bei Dolby
Digital oder DTS - auch auf tonale Informationen aus den Stereokanälen.
Dies kann im Einzelfall zu dem Eindruck führen, dass die Kanaltrennung vorn
- hinten leicht eingeschränkt ist
-
Um ein geschlossenes Klangfeld ohne störende Klanglöcher im
Heimkino-Raum zu erzeugen, werden Effektverläufe von vorn nach hinten oder
auch von hinten nach vorn von einem Kanal an den anderen "übergeben".
Speziell bei impulsartigen Signalen ist daher die hörbare Übernahme in den
Surroundbereich sachgerecht - denn, so argumentiert Yamaha, dieses Verhalten
entspricht genau dem in der realen Welt. Hier sollte eher der Vergleich zum
Kino als der zu "reinem", also nicht nachbearbeiteten Dolby
Digital gezogen werden. Auch die akustischen Eigenschaften des Hörraums
spielen - je nach dessen "Halligkeit" und/oder Hellhörigkeit
- in die Wahrnehmung solcher eben geschilderter Effekt hinein.
-
Ein weiterer Einfluss entsteht durch die akustischen Eigenschaften des
gewählten DSP-Programms.
-
Bei der Wiedergabe von Stereosignalen in einem der Movie
Theatre-Programme wird der Dolby ProLogic-Dekoder aktiviert. Durch die
einfache Struktur des Decoders wird dann das Differenzsignal L - R auf die
Surroundkanäle geführt, somit wird das DSP zusätzlich unterstützt.
Da Yamaha die Movie Theatre Programme für die Wiedergabe von Mehrkanalton
entwickelt hat hat, ist der Dolby ProLogic-Dekoder nicht abschaltbar und führt
daher zu den vorher genannten unerwünschten Effekten bei der Wiedergabe von
uncodiertem Stereomaterial. Da hilft dann nur die Wahl eins Programms ohne
den vorgeschalteten Dolby PL Dekoder.
Die Vorbilder für die Yamaha DSP-Programme
Mit den paar DSP-Programmen, die sich bei fast jedem AV-Receiver oder -Verstärker
als Bonus Feature im Ausstattungsumfang befinden, sind die Yamaha DSPs kaum zu
vergleichen. Die Yamaha-Variante ist darum sehr interessant, weil die
Yamaha-Toningenieure für ihre verschiedenen Cinema- und Hifi-DSP-Programme real
existierende Räume tonal exakt vermessen haben. Das heißt: Für die
Kino-DSP-Programme dienten als Maßstab verschiedene Kinos auf der ganzen Welt,
für die Hifi-DSP-Programme zum Beispiel Konzerthallen und Jazz-Clubs. So
handelt es sich nicht um ausschließlich am Computer erstellte Programme,
sondern um auf realen Bedingungen basierende.
Test: Carsten Rampacher
Testassistent: Matthias Walther-Richters
09.09.2003
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