Test: AV-Receiver Yamaha RX-V630

Ausstattung
Heimcineasten können sich wirklich freuen: Denn während der EURO vieles
nachweislich teurer gemacht hat, setzt sich bei den AV-Receivern der Trend fort,
für erstaunlich günstige Preise schon eine erstaunlich gute Qualität zu
bieten. Wie man für faire Kaufpreise tadellose Geräte baut, weiß man bei
Yamaha sehr gut, das jüngste Beispiel war der bei uns vor zweieinhalb Monaten
zum Test angetretene RX-V530, der für 449 EUR
praktisch keine Mängel, dafür viele Starken zeigte. Nun musste sein
"größerer Bruder", der RX-V630, mit 549 EUR genau 100 EUR teurer als
der 530er, bei uns im Praxistest zeigen, ob auch er ein besonders gutes Angebot
darstellt. Diesmal "gastierte" der Test-Yamaha in der klassischen schwarzen
Gehäuseausführung in unserem Hörraum, selbstverständlich ist aber auch dieser
AV-Receiver in titanfarbener
Ausführung erhältlich. Über Leistungsmangel dürfte zumindest auf dem Papier
kaum jemand klagen: Mit 6 x125 Watt (DIN) ist der RX-V630 ausreichend kräftig,
um auch größere Hörraume beschallen zu können. Die eingebaute sechste
Endstufe deutet es bereits an: Der Yamaha ist für den Extended Surround-Betrieb
gerüstet. Wie uns das Logo auf der Frontplatte verrät, decodiert der
AV-Receiver Dolby Digital EX. Doch das ist noch nicht alles, denn auch DTS ES
Compatible 6.1 kann der RX-V630 klanglich realisieren. Nicht aber DTS ES Matrix
6.1 (Nachfolger von DTS ES Compatible 6.1 mit verfeinerter Matrix) und DTS ES
Discrete 6.1. Yamaha-typisch tritt auch der RX-V630 wieder mit 21 verschiedenen
DSP-Programmen und einem Chipsatz aus der hauseigenen Chipschmiede an. Wer gern über einen normalen Stereo-Kopfhörer
Kino-Sound genießen möchte, kann dies mittels des Yamaha-eigenen "Silent
Cinema" tun. Anschlussseitig kann der Yamaha mit einem kompletten Angebot
an Pre-Outs für alle Kanäle auftrumpfen, was in dieser Preisklasse keinesfalls
selbstverständlich ist und daher lobend erwähnt werden sollte. Auch die zwei
Komponenten-Eingänge und der eine Komponenten-Ausgang stellen eine echte
Bereicherung der Ausstattung dar. Vier digitale Eingänge (3 x optisch, 1 x
koaxial) und eine zusätzlicher optischer Digitaleingang auf der Frontseite
sowie ein digitaler Ausgang sind ebenfalls sehr reichhaltig. Die Verarbeitung
des RX-V630 ist sehr gut, die Frontplatte ist aus Metall. Leider trifft dies
nicht auf den Lautstärke-Drehregler zu, der zwar ordentlich geführt, aber
lediglich aus Plastik ist. Ausgleich gibt es auf der Geräterückseite:
Für alle Lautsprecher stehen solide Schraubverschlüsse zur Verfügung. So
verdient sich der fair kalkulierte Yamaha in der ersten Disziplin sechs Sterne:
Für 549 EUR wird praktisch alles, was das Herz des Heimcineasten begehrt,
mitgeliefert - sogar die 6. Endstufe, so dass kein externer Leistungsverstärker
mehr für den Genuss von Dolby Digital EX und DTS ES Compatible 6.1 gebraucht
wird.

Bewertung      
Bedienung
Wer sich mit der Bedienung des
RX-V630 vertraut machen möchte, wird sich zunächst an der sehr gut
verarbeiteten, tadellos in der Hand liegenden Fernbedienung erfreuen, deren
Tasten einen einwandfreien, angenehmen Druckpunkt ausweisen. Ebenso gefiel
uns auch bei diesem Modell das Yamaha-typische, perfekte DOT Matrix-Display in bernsteinfarbener Ausführung.
Auf der Gerätefront befindet sich ein sehr wohl dosierte, sinnvolle Anzahl an
Tasten. Einige Kleinigkeiten sollte Yamaha beim Nachfolger des
RX-V630 ändern: So sollte der Abstand zu den einzelnen Lautsprechern in Metern
eingegeben werden können, Yamaha bietet bislang nur eine Delay-Time-Einstellung
für den Center und den Back Surround-Lautsprechern an. Auch
besser lösen lässt sich die (lobenswerterweise frei mögliche) Zuweisung der
Digitalein- und Ausgänge sowie der Komponentenvideo-Ein- und Ausgänge. Hier
hat Yamaha eine umständliche Unterteilung in verschiedene Gruppen vorgenommen,
die mit Buchstaben gekennzeichnet sind. Somit muss immer wieder die
Bedienungsanleitung konsultiert werden, um nachzulesen, welcher Buchstabe nun
genau welchem Ein- oder Ausgang entspricht. Einfacher wäre es gewesen, die Ein-
und Ausgänge auf dem dafür bestens geeigneten Display anzuzeigen, so z.B.
"Opt.1" für den ersten optischen Digitaleingang, und danach die
Zuweisungsmöglichkeit (z.B. CD/DVD/D-TV). Schade übrigens, dass Yamaha das
beim RX-V620 noch vorhandene OSD wegrationalisiert hat. Auch wenn manche Leser
uns fragen, wieso wir überhaupt das Fehlen eines OSDs bemängeln, so ist ein
OSD doch gerade z.B. beim Lautsprecher-Setup oder beim Zuweisen der digitalen
Anschlussmöglichkeiten eine nützliche Angelegenheit. Als sehr nützlich
erwiesen sich auch die Schraubverschlüsse für alle Lautsprecher beim Yamaha,
nach dem etwas umständlichen Abziehen der Schutzkappe (Vorschrift aus
CE-Norm-Gründen) lassen sich problemlos auch Bananenstecker wie unsere Monster
Quick-Locks einführen.
Bewertung      
Ton
Testequipment:
Erstaunlich war, wie gut sich der RX-V630 selbst
ohne angeschlossenen aktiven Subwoofer schlägt: Beim erstklassig auf der THX
Ultimate Demo DVD abgelegten "Pod Race" aus "Star Wars Episode 1:
The Phantom Menace" gefiel der Yamaha zum einen mit einem harmonischen,
sauber gezeichneten Klangbild, zum anderen mit seiner erstaunlich kompletten
Basswiedergabe. Natürlich, mit einem aktiven Subwoofer ist die Bassgewalt
ungleich höher, vor allem, wenn es sich dabei um einen so bärenstarken
Vertreter seiner Zunft wie unserem Referenz-Subwoofer Acoustic Research Chronos W38 handelt
- diesen muss man kaum mehr als ein Viertel aufdrehen, um bereits das Pod Race
im Hörraum förmlich spüren zu können. Im Zusammenspiel mit dem RX-V630 war
so ein imposanter Klangeindruck mit sehr gutem Volumen und hervorragender
Basspräzision geboten. Gleichzeitig gefällt die sorgfältig aufgebaute
Surround-Klangkulisse, die auch Details gut berücksichtigt - so werden
Kleinigkeiten einerseits harmonisch ins tonale Gesamtgeschehen eingebunden,
andererseits aber auch ausreichend prägnant dargestellt. Hier ist eine
leichte Steigerung gegenüber dem Vorgänger RX-V620 zu vermelden. Diese Höreindrücke setzten sich auch bei den
verschiedenen auf der DVD enthaltenen THX-Trailern fort. Obwohl der Yamaha kein
THX Zertifikat besitzt, sorgte der AV-Receiver in Verbindung mit dem "Spectacle"-DSP-Programm
für eine eindrucksvolle Vorstellung. Der Klangeindruck war mit einem tadellosen
Volumen versehen und Yamaha-typisch sehr
homogen, dieser Eindruck bleibt auch bei forcierten Pegeln erhalten - und auch
bei nicht mehr ganz aktuellen Vorlagen: So holte der Yamaha auch aus dem schon
älteren "THX Wow Trailer", einer hervorragend geschnittenen
Zusammenstellung bekannter, eindrucksvoller Filmszenen, akustisch viel heraus.
Mit einer differenzierten, nie zu spitzen Stimmwiedergabe bewies der RX-V630 bei
"Gladiator", dass ihm auch "feinere Arbeiten" durchaus
liegen. Bei der berühmten Schlachtszene zu Beginn des Films ließ der RX-V630
aber auch keine Zweifel an seiner Kraft aufkommen, laut krachend bohrten sich
die Brandpfeile und -kugeln im feindlichen Terrain in die Bäume. So steht der
Yamaha innerhalb seiner Klassen blendend dar - nur der Kenwood KRF-V7060D
schleudert die Effekte mit noch einem Tick mehr Wucht in den Hörraum - die
Folge ist eine großartige Dynamik, die zur Zeit in diesen Preisregionen
ihresgleichen sucht. Aber auch der RX-V630 versteht es, Akzente zu setzen:
Es ist immer wieder beeindruckend, wie es die Yamaha-Techniker schaffen, eine
höchst harmonische Wiedergabe bei praktisch jeder DVD zu realisieren.
Dies ließ sich auch bei "Independence Day" heraushören, wo der
Yamaha wieder mit seiner außerordentlich gelungenen Bassabstimmung Punkte
sammeln konnte. Miit dem "Sci Fi"- oder dem "Spectacle"-DSP
hörte sich das Ergebnis noch runder, stimmiger an - vor allem, wenn zusätzlich
noch die Back Surround Matrix per bequemem Tastendruck auf der sehr guten
Fernbedienung betätigt wurde: Dann ist die Surround-Klangkulisse sehr
weitläufig und voluminös, trotzdem erklingen prägnante Effekte nicht
verwaschen und unpräzise, sondern klar und gut abgestimmt. Im Vergleich
zum Kenwood KRF-V7060D agiert der Yamaha
etwas weniger vehement, er geht etwas ruhiger zur Sache - und entpuppt sich als
ein echtes Allroundtalent, das mit jeder Art von Material sehr gut zurecht
kommt. Bei actiongeladenen DVDs weiß allein der Kenwood noch ein wenig mehr
Begeisterung beim Zuhörer hervorzurufen.
Die Mehrkanal-Musikwiedergabe des Yamaha erweist sich als außerordentlich
gut gelungen. Zwar agiert der RX-V630 nicht ganz so kraftvoll-dynamisch wie der
Konkurrent von Kenwood, der KRF-V7060D,
aber dafür bietet der Yamaha eine hervorragende klangliche Homogenität, die
auch bei hohen Lautstärken einen angenehmen, nie störenden Klang ermöglicht.
Bei Wolfgang Amadeus Mozarts Symphonie Nr. 40, abgelegt auf einer "Naxos
Musical Journey" - DTS 5.1/Dolby Digital 5.1-DVD, konnte der Yamaha vor
allem mit einer Qualität auftrumpfen, die der direkte Vorgänger RX-V620 nicht
in dem Maße mitbrachte: Eine klare, differenzierte Hochtondarstellung. Zwar
ist der Gesamtklang nach wie vor leicht warm, aber man hat es bei Yamaha
offensichtlich trotzdem geschafft, dem Hochtonbereich mehr Ausdruckskraft zu
verleihen. Unangenehm überbetont ist er nach wie vor nicht, sondern gut ins
tonale Gesamtgefüge integriert. Die Dynamiksprünge meistert der Yamaha sehr
gut - hier bietet der Kenwood KRF-V7060D
noch etwas mehr Punch beim Einsetzen des gesamten Orchesters. Aber dafür
liefert der Yamaha die etwas bessere Detailarbeit ab. So sind in dieser
Disziplin beide AV-Receiver gleichauf und können ein insgesamt überraschend
hoch angesiedeltes Leistungsprofil bieten. Was er kann, beweist uns der Yamaha
auch mit seiner sehr homogenen und somit gefälligen Wiedergabe von Ludwig van
Beethovens Symphonie Nr.8, Opus 93: Die Wiedergabe der Streicher ist hier
gegenüber dem RX-V620 hörbar besser geworden, denn während der RX-V620 gerade
bei kleinen Nuancen dazu neigte, diese eher zu sehr in den Hintergrund zu
rücken, "blickt" der RX-V630 tiefer in die Musik hinein und beweist,
dass Yamaha bei der Güte der Detailwiedergabe zwar keine Revolution, aber eine
sehr gut gefallende Evolution verwirklichen konnte. Das Abklingen der
Instrumente geschieht im Vergleich zum Vorgänger mit mehr Feingefühl, so dass
insgesamt einfach mehr Freude aufkommt, dem RX-V630 zuzuhören - gerade
bei differenzierter klassischer Musik.
Im Dolby PLII-Betrieb stellten wir den Yamaha RX-V630 vor eine harte Aufgabe:
Denn die in PCM-Stereo aufgenommene Depeche Mode DVD "The Videos
86<98" kann klanglich wenig begeistern. Zu wenig Dynamik, zu
deutliche Mittenbetonung, zu dünner Bassbereich und eine unbefriedigende
Höhenwiedergabe - hier kommt alles zusammen. Der Yamaha kann die akustischen
Defizite aber ordentlich mildern: Bei etwas forcierter Einstellung des
Bassreglers "pusht" der AV-Receiver selbst ohne angeschlossenen
aktiven Subwoofer ordentlich, so dass das Ergebnis nun zumindest ohne sofortige
Verzweiflung beim Hörer genießbar ist: Denn vormals dünne Klang hat nun
deutlich mehr Volumen - PLII-Integration sehr gut gelungen. Leider immer noch viel zu dominant sind die Mitten und die manchmal arg
blecherne Stimmwiedergabe. Fazit aber: Gut gemacht, Yamaha. Mit der auf
Homogenität bedachten Wiedergabecharakteristik und dem gut abgestimmten
Bassbereich liefert der RX-V630 ein achtbares Ergebnis ab. Hervorragend
schlägt sich der RX-V630 bei "Un-Break My Heart" von Toni Braxtons
"Secrets"-CD (Modus: Dolby Pro Logic II Music Mode): Auch hier wieder
ist beachtlich, was der AV-Receiver bei diesem bassintensiven Stück auch ohne
die Unterstützung eines aktiven Subwoofers realisieren kann. Doch auch bei der
Stimmwiedergabe zeigte der Yamaha Klasse: Hier bestach der RX-V630 durch
eine gelungene Kombination aus prägnanter Darstellung und harmonischer
Einarbeitung.
Als wir verschiedene Techno- und Dance-CDs im Dolby Pro
Logic II-Music-Betrieb anhörten, bestätigte sich der hervorragende Eindruck
weiter: Hier zeigte sich zum ebenfalls, dass auch bei
diesem Yamaha die Dolby Pro Logic-Integration wieder sehr gut gelungen ist, auch
bewies der RX-V630, dass er auch mit höheren Lautstärken keinerlei
Probleme hat und immer noch eine sehr hohe klangliche Harmonie sicherstellt. Der
Basseinsatz war tadellos, und auch das Surround-Klangfeld bestach durch
Lebendigkeit. Ebenfalls sehr gut: Ohne erkennbare Leistungsschwächen füllte
der RX-V630 im "Party-Modus" (Sechskanal-Stereo) ohne angeschlossenen
aktiven Subwoofer unseren 40 Quadratmeter-Hörraum. Natürlich, gerade hier
klingen teurere AV-Verstärker und -Receiver noch satter, souveräner - aber
für seinen Preis liefert der Yamaha eine in keinster Weise kritikwürdige,
sondern absolut einwandfreie Leistung ab.
Im Stereobetrieb offenbart der RX-V630 ganz erstaunliche Talente: So konnte
er bei der Wiedergabe der CD "Königin der Nacht - Cheryl Studer singt
Mozart" mit einer wirklich überzeugenden Darbietung punkten. Schon der Kenwood KRF-V7060D
erzielte in dieser Disziplin ein prima Resultat ,
nun legt der Yamaha sogar noch eins nach: So rund und harmonisch klang in dieser
Preisklasse bislang noch kein AV-Receiver. Trotzdem versteht es der RX-V630,
auch Details, die gerade für eine ausdrucksvolle Stimmwiedergabe unerlässlich
sind, nicht untergehen zu lassen, sondern sie klar und mit der richtigen
Prägnanz in seine Darstellung einfließen zu lassen. Wie tadellos der
AV-Receiver klingt, beweist er beim Auftakt zu Felix Mendelssohn-Bartholdys 1.
Symphonie aufs neue: Wirklich beeindruckend ist, wie frei und klar der Yamaha
aufspielt: Der Orchestereinsatz kommt klanglich komplett und mit viel Esprit zur
Geltung. Ebenso aber meistert der Yamaha die ruhigeren Passagen mit einer
lobenswerten Detailaufbereitung. Der Hochtonbereich kann mit einer feinfühligen
Betonung ebenso punkten wie der runde, präzise und nie übertrieben ein
Erscheinung tretende Bassbereich. Wer also behauptet, günstige AV-Receiver
klängen im Stereobetrieb grundsätzlich schlecht, der hat entweder diesen Yamaha noch nie gehört oder aber er legt falsche Maßstäbe an: Klar ist nach
wie vor, dass ein reiner Stereoverstärker dieser Preisklassen noch weitaus
besser klingt. Nur kann dieser auch nichts anderes, als Musik in Stereo
wiederzugeben - im Gegensatz dazu hat man mit dem RX-V630 eine vollwertige
AV-Maschine.
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Dolby PLII      
Bewertung Klang Stereo      
Fazit
"Aufsteigende" Heimcineasten, die kein Einsteigergerät erwerben,
gleichwohl aber keine Unsummen in ihren AV-Receiver investieren wollen, befinden
sich momentan einer nicht gerade schlechten Situation: Denn mit der
aktuellen Gerätegeneration bieten zwei Firmen für moderate Beträge
überragende Geräte an, die auch den Vergleich mit manch teurerem AV-Receiver
keinesfalls scheuen müssen: Nachdem sich der Kenwood KRF-V7060D
mit einem "überragenden" Testprädikat aus unserem Praxistest
verabschieden konnte, zieht der RX-V630 nun nach: Denn auch seine Leistungen
überzeugen nicht nur auf der ganzen Linie, sondern rufen durchaus auch
Begeisterung beim Hörer hervor - dies war noch vor kurzem, wo man in dieser
Preisregion eher "solide Arbeitstiere", die ihrer Arbeit zwar sehr gut
machten, aber gerade beim engagierteren Hörer keine Begeisterungsstürme
entfachen konnten, noch gar nicht denkbar. Darum ist es für uns auch sehr
schwer nachvollziehbar, dass es Leute gibt, die behaupten, die Geräte würden
gegenüber den Vorgängern schlechter, und überall werde gespart. Natürlich
kann man auch für 549 EUR im Falle unseres Yamaha nicht ein Anforderungsprofil
erwarten, welches über alle Zweifel erhaben ist und Heimcineasten jeglicher Couleur
ebenso zufrieden stellt, wie beispielweise sehr anspruchsvolle Musikfreunde oder absolute
Ausstattungsfanatiker, aber dies war für dieses Geld früher erst recht nicht
machbar. Manche mögen dem RX-V630 ankreiden, dass seine Ausstattung gegenüber
dem RX-V620 abgespeckt wurde - weder ein On Screen Display findet sich
beim 630er, noch die früher vorhandenen umfangreicheren Editiermöglichkeiten
für die DSP-Programme. Diesen beiden Faktoren stehen aber viele, neu
hinzugewonnene Pluspunkte gegenüber, die diese "Verluste" mehr als
aufwiegen: So in erster Linie ein deutlich besseres Endstufe-Setup. Schon der
RX-V620 war kräftig, aber der RX-V630 stellt ihn gerade beim Einsatz ohne
aktiven Subwoofer klar in den Schatten. Die ohne Schwierigkeiten fahrbaren
Lautstärken sind höher, die Dynamik gerade im Bassbereich präsentiert sich in
sehr guter Form und erreicht fast das Niveau des in dieser Disziplin nach wie
vor bestechenden Kenwood KRF-V7060D. Wie
gelungen diese hochwertige Endstufeneinheit agiert, zeigt sich bei allen
Einsatzmöglichkeiten, immer stellt der günstige Yamaha AV-Receiver eine erstaunliche
Klanggüte zur Verfügung. Bei der Filmtonwiedergabe agiert auch
der RX-V630 Yamaha-typisch, was gerade für den Alltagsbetrieb - wo man
nicht nur exzellente, sondern auch nur qualitativ ausreichende Software anhört
- eine sehr gelungene klangliche Lösung ist: Denn stets ist der RX-V630
bemüht, auch bei weniger guten DVDs oder CDs ein Optimum an Homogenität und
Harmonie bereit zu stellen. Die Auslegung ist hier anders als die des Kenwood KRF-V7060D,
der seine Kraft deutlicher zeigt und somit bei hervorragenden DVDs mit einer
unübertroffen dynamischen Surround-Klangkulisse die Konkurrenz in den Schatten
stellt. Mit Hilfe der gerade im Heimkinobetrieb nützlichen DSPs versteht es der
RX-V630, bei überragender Software aber ebenso ein Ergebnis zu erreichen, mit
dem man wirklich sehr zufrieden sein kann - gerade wenn man bedenkt, dass der
Yamaha auch eher klanglich "matten" Scheiben akustischen Glanz
verleihen kann: Auch hier sind die aufwändig programmierten DSPs eine
brauchbare Hilfe. Eine echte Galavorstellung liefert der Yamaha RX-V630 im Stereobetrieb
ab: Ohne zu übertreiben, bleibt festzuhalten, dass es bislang keinen so
günstigen AV-Receiver gab, der so gut im Stereobetrieb klang: Klar, rund und
mit beachtlicher Plastizität meisterte der AV-Receiver die Wiedergabe aller
Test-CDs: Immer spielte der Yamaha frei auf, nie kam der oftmals zumindest in
Ansätzen vorhandene Eindruck auf, ein leichter, die Brillanz dämpfender
Teppich liege auf den Instrumenten. Hier also kann der Yamaha für seine
Preisklasse voll punkten. Das Fazit im Vergleich zum Kenwood: In der Summe
seiner Qualitäten bleibt der Kenwood bei der Filmtonwiedergabe ungeschlagen.
Diese Dynamik und Kraft bietet kein anderer AV-Receiver dieser Preisklasse. Im
Mehrkanal-Musikbetrieb gibt es ein Patt: Hier der sehr harmonische Yamaha, dort
der feurige Kenwood. In Bezug auf die Stereo-To-Surround-Aufpolierer bieten
beide Geräte eine hervorragende Dolby PL II-Integration, die keine Wünsche
mehr offen lässt. Der Kenwood setzt mit dem zusätzlich vorhandenen Circle
Surround II inklusive vielfältiger Einstellmöglichkeiten und jeder Menge
brauchbarer Zusatzfeatures (Active EQ, Speaker EQ) noch einen drauf - diesem
stellt der Yamaha seine DSPs entgegen, jeder sollte hier ausgiebig testen, was
ihm wichtiger ist. Für diejenigen, die Sub/Sat-Systeme verwenden, sind die
Kenwood-Features auf jeden Fall von großem Nutzen. Im Stereobetrieb dann setzt
sich der Yamaha durch - so komplett klingt kein anderer AV-Receiver in dieser
Preisklasse. Der Kenwood kann mit einer im Detail noch hochwertigeren
Materialwahl (Lautstärke-Drehregler aus Metall und nicht aus Kunststoff) und
einer besseren Bedienbarkeit punkten. Dafür bietet der Yamaha für alle
Lautsprecher solide Schraubverschlüsse - und, nicht zu vergessen: Der RX-V630
bringt die zusätzliche Endstufe für den Back Surround-Kanal bereits mit.
Zusätzlich verfügt der Yamaha auch noch über Pre-Outs für alle Kanäle.
Insgesamt haben sich beide Geräte ihr Testprädikat wirklich verdient -
Gratulation an beide Firmen, denn in ganz normalen Preisregionen wird schon
Beachtliches geboten. Sehr gespannt sind wir natürlich, was Denon und Pioneer
mit ihren neuen Modellen diesem eindrucksvollen Auftreten entgegen zu setzen
haben, fest steht aber jetzt schon: Es wird schwer, die vom Yamaha und vom
Kenwood gebotenen Leistungen zu überbieten.
Wieder ein Yamaha AV-Receiver, der mit seiner
Ausgewogenheit auf hohem Niveau punkten kann - und im Stereobetrieb
die klassenbeste Leistung erbringt
Gesamturteil:

Mittelklasse
Test 26.08 2002
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Vorbildlicher Stereo-Klang
-
Harmonischer, klarer Heimkino- und Mehrkanal-Musikklang
-
Sehr guter Wiedergabe auch nur durchschnittlicher Software
-
Einige wirkungsvolle Cinema DSPs
-
Hochwertige Endstufen mit sehr gutem Leistungspotential
-
Sehr gute Fernbedienung
Contra:
Technische Daten
-
AV-Receiver mit Dolby Digital/DTS-Decoder
-
Dolby Digital EX- und DTS ES Compatible 6.1-Decoding
-
Dolby ProLogic II mit allen Einstellmöglichkeiten im Music Mode
-
Leistung: 6 x 125 W (DIN, 4 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr), 5 x 75 W (0,06 % Klirr, 20 Hz bis 20 kHz, 8
Ohm)
-
96 kHz/24-Bit Audio-DACs
-
32-Bit Yamaha DSP YSS-938
-
21 DSP-Modi
-
Silent Cinema für DSP-Programme via normalem Stereo-Kopfhörer
-
4 Digitaleingänge, 1 Digitalausgang, (ohne Front Digi-In, alle frei zuweisbar)
-
2 Komponenten-Video-Eingänge, 1 Komponenten-Video-Ausgang
-
4 x Audio-Video-In/2 x Audio/Video-Out, 1 x Video-Out (Monitor), alle S-Video- und FBAS-beschaltet
-
2 x Audio-In, 1 x Audio-Out
-
kompletter Front AV-Eingang inklusive S-Video und optischem
Digitaleingang
-
Sechskanaleingang (DVD Audio-geeignet)
-
Pre-Out für alle Kanäle (für Back Surround ein Pre Out)
-
Schraubanschlüsse für alle Lautsprecher
-
RDS-Tuner mit 40 Festspeichern
-
Abmessungen (B x H x T in mm): 435 x 161 x 390
-
Gewicht: 11,5 kg
-
lieferbare Farben: Titan und Schwarz
-
Preis: 549 EUR
Anhang: DSP-Programme und DSP-Technik-Grundlagen
Wie von Yamaha-AV-Verstärkern und -Receivern gewohnt, tritt auch der RX-V630
mit unterschiedlichen HiFi-und Cinema-DSP-Programmen in verschiedenen
Variationsmöglichkeiten an. Hier der Überblick:
HiFi-DSP:
- Concert Hall: Wählbar: Große Konzerthalle mit reichem Klangeffekt.
Ausgeprägte Reflexionen von allen Richtungen betonen die Ausbreitung der
Klänge. Der virtuelle Sitz befindet sich in der Mitte unmittelbar vor der
Bühne. Dieses DSP-Programm kann mit einer großen Pärsenz aufwarten.
- Jazz Club: The Bottom Line (Jazz Club in New York mit Plätzen für 300
Personen. Klang recht natürlich, für einige Jazz-Aufnahmen geeignet. Auf
jeden Fall aber, je nach Gusto, in normalem Stereo oder PLII Music gegen hören).
- Rock Concert: Für dynamische Rockmusik geeignet. Die Daten stammen aus
Rock-Club aus L.A. Virtueller Sitz des Hörers: Links in der Mitte der Halle
- Entertainment: Disco (der Sound ist dicht und stark konzentriert, in der
Praxis aber leider zu dumpf und hallbetont, hier lieber zu Pro Logic II
Music greifen), ebenfalls vorhanden: 6-Kanal-Stereo. Hier kann der Pegel
für den Center-Lautsprecher, die beiden Surround-Lautsprecher und den Back
Surround Lautsprecher individuell eingestellt werden. Einstellbereich: 0 bis
100 %
Cinema-DSP:
- Movie Theater 1: Spectacle, weites Soundfeld eines 70 mm Filmtheaters wird
kreiert. Besonders gut geeignet für Actionfilme mit vielen Effektsequenzen.
Effektiv arbeitender Bassbereich mit großem Volumen und beachtlicher Präzision
- Movie Theater 1: Sci-Fi, wirkt noch eine Spur weitläufiger als Spectacle,
dafür z.B. bei Schusswechseln nicht ganz so explosiv.
- Movie Theater 2: Adventure, Sehr guter Kompromiss aus kräftiger
Effektwiedergabe und hervorragender Gesamtharmonie. Voluminöser, voller
Klang mit großer Dichte
- Movie Theater 2: General, nicht unbedingt das beste Soundfeld. Manche ältere
Produktionen oder Filme mit eher zurückhaltender Effektwiedergabe klingen
damit eine Spur harmonischer, vielleicht auch die ein oder andere Komödie.
Ansonsten kaum Verbesserungen gegenüber der "normalen" DD/DTS/ProLogic-Wiedergabe.
- Enhanced Mode (DD/DTS/ProLogic): Dieses DSP simuliert die Multi
Surround-Lautsprechersysteme von Kinos für 35 mm-Filme. Ohne Verlust
der Ortung des Originalsklangs soll eine gute Effektwiedergabe garantiert
sein. Bei einigen Filmen Verbesserung des Volumens des Surround-Klangfelds
Nur für Audio/Video-Quellen in 2-Kanal:
- Entertainment/Game: Tiefe und Raumgefühl für Computerspiele. In der
Praxis lieber PLII Movie verwende, Concert Video für mehr räumliche
Tiefe bei Konzertvideos. Auf jeden Fall vergleichen mit PLII Movie vor der
endgültigen Auswahl.
- TV Sports: Für die geeignete Wiedergabe von TV-Sportsendungen,
Nachrichten und TV-Shows
- Mono Movie: DSP-Aufbereitung für Mono-Filmmaterial
Yamaha DSP
DSP-Programme - die Grundlagen
Der Yamaha DSP Prozessor ist so aufgebaut, dass eine völlig unabhängige
Verarbeitung des vorderen Präsenzbereiches und des hinteren
Surround-Soundfeldes ermöglicht wird. Der Surroundbereich wird schon seit
der Einführung der Cinema DSP Technolgie 1990 (damals war Dolby Pro Logic der
Mehrkanalstandard) mit zwei unabhängigen Klangfeldern für den linken und den
rechten Kanal nachbearbeitet. Die Position der akustischen Effekte wird durch
das dekodierte Eingangssignal vorgegeben, der Dekoder selbst arbeitet mit
unendlich großer Kanaltrennung - in der Praxis jedoch ist ist die Kanaltrennung
durch die nachfolgenden analogen Baugruppen des AV-Receivers (speziell zu nennen
wäre die gemeinsame elektrische Masseverbindung) leicht eingeschränkt.
Die Signalverarbeitung der einzelnen Kanäle durch den DSP Prozessor erzeugt
aus den bis zu Vollfrequenzkanälen bei Dolby Digital und DTS, die nach dem
Decodieren als relativ "punktförmige" Informationen zur Verfügung
stehen, ein geschlossenes Klangbild. Die Ausdehnung und die Intensität, mit
anderen Worten die Charakteristik des jeweiligen Klangbildes, variiert je nach
angewähltem DSP Programm. Die Wahl des entsprechenden DSP Programms sollte sich
nach dem vorliegenden Film- oder Musikmaterial richten, da nur beim optimalen
Zusammenspiel vom Ausgangsmaterial und der gewählten DSP Nachbearbeitungsart
eine optimale Performance erreicht werden kann.
Auf der Basis normaler Wiedergabearten wie Mono, Stereo, Dolby ProLogic
Surround, Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1 gestalten die Yamaha-Toningenieure ihre
eigenen Soundfelder. Jedes der Cinema-DSP-Programme ist vom Charakter her
verschieden, denn die auf realen Messungen beruhenden Daten, die dann zu den
verschiedenen vorkommenden Soundfeldern verarbeitete werden, unterscheiden sich.
Bei den Soundfeldern differenziert Yamaha zwischen dem Presence-Soundfeld (das
Soundfeld, welches sich vorne hinter den Lautsprechern ausbreitet) und den
linken und rechten Surround-Soundfeld sowie dem Nachhall. Die Presence- und
Surround-Soundfeld-Daten zeigen sich in der Verteilung der virtuellen
Klangquellen und der Echomuster. Die zwei unterschiedlichen Soundfeld-Typen
werden mit komplexen Elementen wie zum Beispiel der Energiebalance und den
Signalmischverhältnissen verarbeitet. Insgesamt ergibt sich so ein exakt auf
das Wahrnehmungsvermögen der Zuhörer zugeschnittenes Soundfeld.
Das erklärte Ziel von Yamaha DSP ist, die räumlichen und klanglichen
Eigenschaften eines Kinosaals in einem möglichsten hohen Grad an Perfektion auf
die heimischen "vier Wände" zu übertragen, beziehungsweise die
geringere Anzahl der Lautsprecher zu Hause und die ungünstigeren räumlichen
Bedingungen bestmöglich zum kompensieren. Daher erzeugt der Yamaha DSP
Prozessor ein Klangfeld nach einem Reflexionsmuster, das dem eines Abhörstudios
der Filmindustrie entspricht. Yamaha-typisch ist, dass im Surroundbereich nach
Herstellerangaben keine Dipole erforderlich sind, sondern auch
Direktstrahler benutzt werden können. In der Praxis aber zeigt sich, dass sich
bei der Verwendung von Dipole manche Vorteile der DSP Technologie eher noch
deutlicher zeigen: Gerade die noch voluminösere, weitläufige Klangkulisse
können hier überzeugen. So ist von einem Betrieb mit Dipolen also keinesfalls
abzuraten.
DSP-Programme richtig verstehen: Spezielle Aspekte und Grenzen
der Ton-Nachbearbeitung
-
Um bei Dolby ProLogic-codiertem Tonmaterial die rechts-/links-Trennung im
Surroundbereich zu verbessern, stützt sich der dem Nachbearbeitungsvorgang
zu Grunde liegende Algorhythmus des Prozessors - anders als bei Dolby
Digital oder DTS - auch auf tonale Informationen aus den Stereokanälen.
Dies kann im Einzelfall zu dem Eindruck führen, dass die Kanaltrennung vorn
- hinten leicht eingeschränkt ist
-
Um ein geschlossenes Klangfeld ohne störende Klanglöcher im
Heimkino-Raum zu erzeugen, werden Effektverläufe von vorn nach hinten oder
auch von hinten nach vorn von einem Kanal an den anderen "übergeben".
Speziell bei impulsartigen Signalen ist daher die hörbare Übernahme in den
Surroundbereich sachgerecht - denn, so argumentiert Yamaha, dieses Verhalten
entspricht genau dem in der realen Welt. Hier sollte eher der Vergleich zum
Kino als der zu "reinem", also nicht nachbearbeiteten Dolby
Digital gezogen werden. Auch die akustischen Eigenschaften des Hörraums
spielen - je nach dessen "Halligkeit" und/oder Hellhörigkeit
- in die Wahrnehmung solcher eben geschilderter Effekt hinein.
-
Ein weiterer Einfluss entsteht durch die akustischen Eigenschaften des
gewählten DSP-Programms.
-
Bei der Wiedergabe von Stereosignalen in einem der Movie
Theatre-Programme wird der Dolby ProLogic-Dekoder aktiviert. Durch die
einfache Struktur des Decoders wird dann das Differenzsignal L - R auf die
Surroundkanäle geführt, somit wird das DSP zusätzlich unterstützt.
Da Yamaha die Movie Theatre Programme für die Wiedergabe von Mehrkanalton
entwickelt hat hat, ist der Dolby ProLogic-Dekoder nicht abschaltbar und führt
daher zu den vorher genannten unerwünschten Effekten bei der Wiedergabe von
uncodiertem Stereomaterial. Da hilft dann nur die Wahl eins Programms ohne
den vorgeschalteten Dolby PL Dekoder.
Die Vorbilder für die Yamaha DSP-Programme
Mit den paar DSP-Programmen, die sich bei fast jedem AV-Receiver oder -Verstärker
als Bonus Feature im Ausstattungsumfang befinden, sind die Yamaha DSPs kaum zu
vergleichen. Die Yamaha-Variante ist darum sehr interessant, weil die
Yamaha-Toningenieure für ihre verschiedenen Cinema- und Hifi-DSP-Programme real
existierende Räume tonal exakt vermessen haben. Das heißt: Für die
Kino-DSP-Programme dienten als Maßstab verschiedene Kinos auf der ganzen Welt,
für die Hifi-DSP-Programme zum Beispiel Konzerthallen und Jazz-Clubs. So
handelt es sich nicht um ausschließlich am Computer erstellte Programme,
sondern um auf realen Bedingungen basierende.
Test: Carsten
Rampacher
26.08.2002
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|