Test: Yamaha DSP-Z9
08.03.2004 (cr)

Yamaha goes High-End: Wem der DSP-AZ1
in Punkto Hochwertigkeit, Ausstattung, Einsatzmöglichkeiten,
Klangstärke und Leistungsfähigkeit der Endstufen noch nicht ausreicht, kann
nun auch zum Topmodell DSP-Z9 für 4.500,-- EUR greifen, das nach kleineren
"Startproblemchen" nun auch
im Handel erhältlich ist - oder sein sollte, denn mit einem solchen
"Boom" nach dem neuen Topliner hat selbst der Hersteller nicht
gerechnet. Die Folge: DSP-Z9 sind momentan nicht leicht aufzutreiben. Wir haben es
trotzdem jetzt geschafft und mit unserem titanfarbenen Test-Boliden dumfangreichen Probeläufe durchgeführt. Die Ergebnisse lesen Sie hier in
unserem ausführlichen Test. Bitte beachten Sie bei tiefer gehendem Interesse an diesem
Verstärker auch den umfangreichen Anhang zu diesem Bericht, in dem weitere
Funktionen des DSP-Z9 genau erläutert werden.
Kurzer Überblick
Der DSP-Z9 ist mit aufwändiger Technik bis an den Rand
gefüllt. Natürlich decodiert der Yamaha alles, was "State Of The
Art" ist, also THX Surround EX, Dolby Digital 5.1 EX, dts 96/24, dts ES
Marix/Discrete 6.1 und dts Neo:6. Einen Dolby Pro Logic IIx-Decoder ist
ebenfalls vorhanden. Eingebaut in
den THX Ultra 2-zertifizierten AV-Verstärker sind sieben Endstufen, nach
DIN-Norm je 300 Watt stark, und zwei zusätzliche, nach DIN-Norm 90 Watt
leistenden Endstufen für die Front Effekt-Beschallung. Der gesamte Aufbau des Geräts
ist komplett neu und sehr hochwertig, die niederohmige Digital TOP-ART-Technik erlaubt nach Yamaha ein
hohes Stromniveau - die Folge: Eine gesteigerte akustische Dynamik. Des Weiteren
hat Yamaha eine besonders ausgefeilte Variante des hauseigenen Einmeßsystems YPAO
installiert, das im DSP-Z9 in fünf Stufen arbeitet. Ein
übersichtliches On Screen Menü mit separat mitgelieferter Fernbedienung soll
helfen, die immense Funktionsvielfalt des DSP-Z9 zu kontrollieren. Die
DSP-Technik, die im neuen Topmodell zum Einsatz kommt, ist mit den bislang
verbauten Programmen kaum noch zu vergleichen, da der Aufwand, der für die
Integration betrieben wurde, um ein Vielfaches höher liegt. Der
Yamaha-Verstärker glänzt ferner mit einem i.link-Terminal und einem
hochklassigen internen Video-Scaler, der die DCDi-Technologie von Faroudja nutzt.
Die ganzen DSP- und Akustik-Fähigkeiten des DSP-Z9 hat Yamaha unter dem Namen Digital ToP-ART (Total Purity Audio
Reproduction Technology) als hauseigene Entwicklungs-Philosophie
zusammengefasst. Sie kombiniert zeitgemäße, hochwertige Digital-Lösungen mit
durchdachten Schaltungsaufbauten, um die Klangqualität zu verbessern,
verspricht Yamaha.
Verarbeitung

In Bezug auf das Finish schneiden Yamaha AV-Verstärker und
-Receiver in unseren Testreihen generell sehr gut ab. Dies zeigen beispielsweise
die Tests des DSP-AZ1 und des T
RX-V1400. Da der DSP-Z9 jedoch in Bezug auf die Preisklasse Neuland für
Yamaha darstellt, waren wir gespannt, was an Verarbeitungs-Mehrwert geboten
wird. Wie wir es uns schon beinahe dachten: Der größte Yamaha AV-Verstärker
ist auch in Bezug auf die Verarbeitung eine Klasse für sich, und zwar nicht nur
im Vergleich mit seinen günstigeren Markenkollegen: Mach ähnlich kostspieliger
Konkurrent hinterlässt nicht so einen First-Class-Eindruck wie der DSP-Z9, der
schon durch die opulenten Abmessungen auf sich aufmerksam macht.

Während das große DOT Matrix-Display noch Yamaha-Standard ist
und sich ebenfalls in Highend-Kreisen ausgezeichnet macht, ist auch die gesamte
Gehäuseverarbeitung dem hohen Preisniveau absolut angemessen. Alle
Bedienelemente, die auf der sauber und aufgeräumt gezeichneten Front hinter
einer massiven Klappe verborgen sind, liegen exzellent in der Hand und wirken
wie für die Ewigkeit gemacht.

Die Geräterückseite zeigt ebenfalls puren
Luxus: Der DSP-Z9 bietet groß dimensionierte, sehr hochwertig verarbeitete
Schraubverschlüsse für die Einführung des Lautsprecherkabels - oder, in
dieser Preisklasse eigentlich eher der Bananenstecker. Ist das Verkabeln
ansonsten eher Frust anstatt Freude, hier macht es richtigen Spaß. Ähnlich
erstklassige Anschlüsse bringen lange nicht alle Konkurrenten mit, eine sehr
wertige Lösung findet sich aber z.B. beim Pioneer VSA-AX10i-S.
Top ausgeführt beim Yamaha sind auch alle restlichen Anschlüsse, die
Passung ist hervorragend, und die Kontaktsicherheit ist nahezu optimal.

Das mitgelieferte Messmikrophon für das YPAO-System (mehr dazu
im weiteren Verlauf des Textes) ist ebenfalls von ausgezeichneter Qualität.
Nicht ganz in dieses Bild passt lediglich die erste der zwei mitgelieferten
Fernbedienungen. Die zweite, sehr kleine und kompakte Fernbedienung ist
für das aufwändige grafische User-Interface und dessen komfortable Bedienung
gedacht. Die Verarbeitung kann hier überzeugen. Die erste
"Haupt-Fernbedienung" (Bild siehe unten) ist ein alter Bekannter noch
aus den Tagen des DSP-AX1. In der Preisklasse bis 2.500,-- EUR mag ein solches
IR-Bedienteil noch angemessen sein, in der 4.500,-- EUR-Bolidenklasse aber kann
der Kunde wahrlich mehr erwarten. Viele Konkurrenten (z.b Marantz,
Denon oder Pioneer)
liefern hier aufwändige Touchscreen-Kontrolleinheiten mit, die teilweise sogar
den bidirektionalen Datentransfer zulassen. Da wirkt die Yamaha-Fernbedienung
wie aus einer vergangenen Epoche stammend. Einem solchen Highend-Gerät wie dem
zudem auch noch außerordentlich schönen DSP-Z9 ist diese qualitativ
ordentliche, aber keinesfalls überdurchschnittliche Fernbedienung nicht
angemessen.

Ausstattung und Technik

Genauso wie andere aktuelle Yamaha-Modelle bringt auch der
DSP-Z9 den für Dolby Digital und dts geeigneten Night Listening Modus mit,
ebenso ist Silent Cinema (für ein Hören von DSP-nachbearbeitetem Klang mit
einem normalen Stereokopfhörer) mit an Bord. Silent Cinema entpuppte sich bei
ersten Tests als prima funktionierende Alternative für den nachbarnfreundlichen
Surroundgenuss. Das gesamte Klangbild überzeugt durch Klarheit, guten Aufbau
und einer erstaunlich präzisen Ortungsmöglichkeit für die Effekte.

An
Anschlüssen bringt der Yamaha natürlich eine extrem große Auswahl mit, unter
anderem steht auch in i.link-Terminal zur Verfügung. An den DSP-Z9 können
mittels dafür vorgesehener Vorverstärkerausgänge gleich zwei aktive Subwoofer
angeschlossen werden. Die vielen YUV-Eingänge belegen eindrucksvoll die Rolle,
in der der Hersteller sein Elitemodell sieht: Er ist die Highend
AV-Schaltzentrale und auch für Videosignale aller Art - der interne, später
genau beschriebene Videoprozessor macht es möglich - erste Anlaufstation.
Wer trotz allen modernen Alternativen nach wie vor einen
Schallplattenspieler betreibt, wird sich über den Phono-Eingang freuen. Signale, die über den
analogen Achtkanal-Eingang geschleust werden, lassen sich mit den DSP-Programmen wiedergeben, per Bassmanagement an die
Lautsprechergröße anpassen und per Zeitverzögerung korrekt positionieren.
Die Terminals für die Einführung des Lautsprecherkabels bzw. der
Bananenstecker sind besonders hochwertig. Selbstverständlichkeiten der
Preisklasse: Die Vergoldung der Buchsen und der Kaltgerätestecker-Anschluss.
Nun stellen wir die technischen Details genau vor.
Konstruktion
Damit ein AV-Verstärker der Edelklasse ein herausragendes
Klangerlebnis bietet, ist eine aufwändiger Aufbau eine wichtige
Grundvoraussetzung. Yamaha hat hier einiges getan, um dem Anspruch dieser
Geräteklasse gerecht zu werden.

Der mechanische Aufbau des DSP-Z9 unterscheidet sich grundsätzlich von allen vorherigen Yamaha Verstärkern:
Horizontal ist der Verstärker symmetrisch aufgebaut mit dem Netzteil in der Mitte des Gerätes. Dies sorgt für eine
gleichmäßige Erwärmung, einen stabilen Ruhestrom und minimiert das Übersprechen zwischen den linken
und rechten Kanälen. Vertikal ist der Aufbau etagenförmig mit steigender Signalfrequenz von oben
nach unten. Durch diese Struktur minimieren sich die Einflüsse unterschiedlicher Signale
und Kanäle aufeinander. Ergebnis dieser Vorgehensweise: bessere räumliche Abbildung und ein
klarer, offener Klangcharakter. Dass dies keine leeren PR-Versprechungen sind,
demonstrierte der DSP-Z9 in unseren Testreihen: Die weit überdurchschnittlich
klare, sehr weiträumige Abbildung war selbst bei hohen Pegeln herauszuhören.
Damit untermauert der Yamaha seinen Anspruch auf eine Führungsposition bei
allen AV-Verstärkern dieser Welt eindrucksvoll.
Hochwertige Baugruppen
Ein AV-Verstärker, der superb klingt, muss bereits "an der
Basis", sprich bei den Kondensatoren und dem Trafo, mit besonders
hochwertigen Bauteilen dienen können. Yamaha hat beim DSP-Z9 nicht
gespart:

(1)Extra grosser Rinkern-Transformator
(2) Besonders große, spezial-gefertigte Block-Elektrolyt-Kondensatoren (28.000µF)
(3) Schottky-Sperrdiode für hohe Verstärkung und hohen Geräuschspannungsabstand
(4) Goldbeschichtete gigantische Lautsprecherrterminals
(5) Direct-Signal-Path-Lautsprecher-Relais
(6) Selektierte Bauteile
Yamahas Spezialitäten waren schon immer die aufwändigen
"hausgemachten" DSP-Programme. Für das neue Spitzenmodell hat man
sich besonders viel einfallen lassen, um die DSP-Performance weiter zu steigern.
Die
neuen DSP-Programme mit hoher Auflösung erklimmen mit einer im
Vergleich zu den DSP-Vorgänger-Programmversion dreifachen Datendichte neue
akustische Höhen bei der Nachbearbeitung. Das Angebot an Programmen ist
nach wie vor extrem groß. Gleich in achtfacher (!)
Ausfertigung ist der neue Yamaha 32-Bit-Prozessor LSI YSS-930 verbaut. Ein sechsmal höherer Qualitätsstandard als beim beim vorherigen DSP
System wird von den Soundexperten von Yamaha versprochen. Zwar hat der
DSP-AZ1 mit 44Bit eine feinere
Amplitudenauflösung, aber weniger und damit ungenauere Daten als Grundlage. 96kHz/24Bit Signale können jetzt direkt verarbeitet
werden, ferner ist eine 96kHz/24Bit A/D Wandlung von analogen Mehrkanal
Signalen möglich. Für die Signalverarbeitung zuständig sind vier YSS930-Chips.
Im Vergleich zu den neuen, in ihren Preisklassen hervorragenden AV-Receivern RX-V1400
und RX-V2400 benötigt die Verarbeitung der DSP-Informationen beim DSP-Z9 die
vierfache Rechenleistung. Dies liegt an der direkten Verarbeitung von 96
kHz/24-Bit-Signalen und an der Tatsache, dass für jedes DSP-Programm des DSP-Z9
die dreifache Anzahl an Reflexionen für ein nochmals deutlich realistischeres
Klangbild zur Verfügung stehen - und zwar für jedes DSP-Programm.
Höchste
Klangqualität soll laut Yamaha auch die 4-lagige DSP-Signalverarbeitungsplatine mit eigener DSP-Abschirmung
ermöglichen. Alle DSP-ICs und die peripheren Schaltungen sitzen gemeinsam auf einer 4-lagigen Platine, was eine ganze Reihe von Vorzügen
mit sich bringen soll: Die Abmessungen sind kleiner (2/3 der vorangegangenen Yamaha-Modelle), damit ergeben sich auch kürzere Signalwege und es bleibt mehr Raum für große
Netzteil-Komponenten. Digitale Interferenzen verringern sich durch und die Impedanz fällt außerdem niedriger aus.
Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse: Für alle
Kanäle stehen exzellente Burr Brown-Digital/Analog-Konverter (192 kHz/24-Bit)
vom TypPCM-1792 zur Verfügung.
GUI-Konzept
DVD-Player
warten in vielen Fällen mit einem ansehnlichen Graphical User Interface (GUI)
auf. Die On Screen Menüs praktisch aller AV-Verstärker jedoch haben einen
extrem nüchternen Touch, zudem vereinfachen keinerlei grafische Darstellungen
das Set-Up.

Yamaha entwickelte daher für den DSP-Z9 ein komplett neues
richtiges Graphical User Interface, für dessen akkurate Bedienung sogar eine
kleine, kompakte und übersichtliche Zweit-Fernbedienung neu konzipiert wurde.
Das neue System arbeitete zu unserer vollsten Zufriedenheit, lediglich nach der
Beendigung des automatischen Lautsprecher-Setups (mehr dazu unter dem nächsten
Punkt im Text) würden wir uns eine klarere Struktur wünschen, so dass der
Anwender sicher sein kann, dass alle Einstellungen auch tatsächlich gespeichert
wurden. Die Gestaltung der Menüs ist den Yamaha-Entwicklern ganz ausgezeichnet
gelungen, die attraktive Optik untermauert den Anspruch des DSP-Z9, ein echtes
Highend-Gerät zu sein.

Jede Funktion kann, falls gewünscht, anstatt am Hauptgerät und
dessen Display beziehungsweise mit der Hauptfernbedienung auch mit der
kleinen Zweitfernbedienung und dem GUI eingestellt werden. Im Display des DSP-Z9
erscheint dann der Schriftzug "GUI", um zu verdeutlichen, dass nun
über das GUI justiert werden kann. Wie das Bild oben zeigt, ist es so z.B. auch
möglich, einfach und übersichtlich die Einstellungen für Dolby Pro Logic IIx
vorzunehmen.
Weitere Benutzeroberflächen des GUI als kleine Thumbnails:

Wem es zu umständlich ist, das Bildwiedergabegerät immer
mitlaufen zu lassen, kann die Basiseinstellungen, die für den Betrieb notwendig
sind, über das GUI vornehmen und die Justagen, die während des weiteren
Betriebs nötig sind, selbstverständlich auch mit der Hauptfernbedienung und
dem Geräte-Display ausführen. Der DSP-Z9 bietet für jeden Wunsch die passende
Lösung.
YPAO (Yamaha Parametric Room Acoustic Optimizer) in
fünfstufiger Ausführung

In besonders aufwändiger Version verbaut Yamaha ins neue
Topmodell auch das mittels eines Messmikrophons automatisch die Lautsprecher
einmessende YPAO. Oben auf dem Schaubild sind die verschiedenen Schritte im
einzelnen verdeutlicht. Die fünf Schritte nochmals aufgezählt:
-
Überprüfung, ob die Lautsprecher korrekt angeschlossen
sind
-
Optimierung der Einstellung der Lautsprecher-Größe ("small"
oder "large", bei der Verwendung eines THX-lizensierten
Lautsprechersystems entfällt diese Einstellung)
-
Pegelabgleich, damit jede Lautsprecherbox am Hörplatz
gleich laut klingt
-
Abstand der einzelnen Boxen zur Hörposition (Time Alignment)
-
Linearisierung des Frequenzgangs
YPAO kann den Lautsprecherabstand in bis zu 24
Metern Entfernung vom Referenzlautsprecher korrigieren. Mittels eines
parametrischen 10-Band-Equalizers wird eine Frequenzganglinearisierung übe alle
9.1 Kanäle vorgenommen. Wieso Yamaha auf diesen sehr aufwändigen Typ Equalizer
setzt, verdeutlicht unser Mini-Exkurs.
Mit einem Equalizer kann grundsätzlich der Klang verändert
werden. Er besitzt einen oder mehrere Regler, die dann für die Bearbeitung von bestimmten Frequenzen oder
Frequenzbändern zuständig sind. Bei einem HiFi -Verstärker und bei vielen
einfacheren AV-Receivern und -Verstärkern finden sich meist zwei Regler
für die Höhen und Bässe (auch "Treble" und "Bass"
genannt) - somit ist dies ein - sehr simpler und grob unterteilter - 2- Band
Equalizer mit festgelegten Bereichen, die angehoben beziehungsweise
abgesenkt werden können. Einen Schritt weiter geht ein semi-parametrischer Equalizer,
der zusätzlich einen Regler besitzt, mit dem man die Frequenz (Tonhöhe) festlegen kann, in dem er
arbeiten soll. Man kann ihn also so verschieben, so dass er nicht mehr z.B. sehr
tiefe Frequenzbereiche, sondern mehr den Oberbassbereich oder die Mitten bearbeiten
soll. Dieser semi-parametrische EQ hat den Vorteil, dass man gezielt die zu
bearbeitende Frequenz anwählen kann. (Voll-)parametrsiche Equalizer bringen
nochmals erweiterte Einsatzmöglichkeiten mit. Sie verfügen außerdem noch
über einen Regler, der die Breite beim Eingreifen festlegt.
Dadurch können z.B. ganz bestimmte Frequenzen verändert werden, was in der
Praxis exakte akustische Anpassungen ermöglicht. Wenn man z.B. eine störende Raumresonanz hat, kann man das Filter ganz
schmal einstellen und genau diesen Ton absenken, ohne dass benachbarte
Töne verändert werden. Somit bleiben zu große und damit die Gesamtharmonie
nachhaltig störende Veränderungen im Klangbild aus. Hier nochmals die Vorteile
eines vollparametrischen Equalizers in der Übersicht:
Der Einfluss eines Equalizers hängt von drei Parametern ab:
-
Frequenz: Der EQ wirkt sich am meisten auf eine Frequenz
aus, die man normalerweise als Mittenfrequenz bezeichnet.
-
Pegel: Dieser Wert bezieht sich auf das Maß der Begrenzung
(in dB), auf das der Equalizer eingestellt ist
-
Bandbreite. Die Bandbreite gibt Auskunft über die Größe
des Frequenzbereichs, über den der EQ wirksam ist (englisch "Bandwidth"
oder, kurz, "Width")
Nur mit einem parametrischen Equalizer lassen sich alle drei
genannten Faktoren unabhängig voneinander einstellen, wie man auch im nun
folgenden Schaubild erkennen kann:

Der Arbeitsbereich des PEQ im DSP-Z9 zwischen 20Hz und 20kHz ist in 17 Bänder
unterteilt. Von diesen werden beim der automatischen Equalizing bis zu 10 Bänder eingesetzt.
Der PEQ bietet drei Wahlmöglichkeiten: a) Linear oder b) Anpassung an die Stereo Lautsprecher
beziehungsweise ) eine benutzerdefinierte Einstellung. Der PEQ lässt sich auch unabhängig vom YPAO im Cinema EQ
nutzen, unter der Einstellung "Auto Setup PEQ."
Zu den Einzelheiten:
-
Frequency: Dieser Parameter kann in Zuwachsraten
(Inkrementen) von einer drittel Oktave zwischen 63 Hz und 16 kHz eingestellt
werden.
-
Level: Dieser Parameter kann in Zuwachsraten von 0,5 dB
zwischen -20 und +6 dB eingestellt werden
-
Q-Factor: Die Breite des spezifizierten Frequenzbandes
(siehe oben) wird als Q-Faktor bezeichnet. Dieser Parameter kann zwischen
05, und 10 eingestellt werden.
YPAO - mehr zu unseren Erfahrungen folgt im nächsten
Abschnitt - stellt die Frequenzeigenschaften passend zum individuellen
Hörumfeld ein, indem eine Kombination der drei eben genannten Parameter für
jedes Frequenzband des parametrischen EQs des DSP-Z9 verwendet wird. Wie bereits
erwähnt, weist der Yamaha 10 Equalizer-Frequenzbänder für jeden Kanal auf.
Hinzu kommen 5 Subwoofer-Frequenzbänder. Die Verwendung von mehreren
EQ-Frequenzbändern stellt eine möglichst genau Justage der
Frequenzeigenschaften sicher. Mit einem EQ-Frequenzband ist eine so akkurate
Bearbeitung und somit auch eine so genaue Anpassung an Lautsprecher und
Hörraumakustik nicht möglich.
Im folgenden Abschnitt wollen wir unsere Erfahrungen mit YPAO
schildern. Nach dem RX-V1400 ist der DSP-Z9
das zweite Gerät mit dem automatischen Einmeßsystem.

YPAO ermöglicht es dem Endanwender, alle wichtigen Einstellungen für optimalen Surround-Klang automatisiert vorzunehmen. Dazu wird ein Mikrofon
am Sitzplatz des Zuhörers positioniert. Voraussetzung für eine effektive
Arbeitsweise ist, dass im Hörraum kein übertriebener Geräuschpegel herrscht.
Wie unsere Testreihen zeigten, ist es am besten, wenn für die Zeit des
Einmessvorgangs absolute Ruhe im Hörraum ist. Yamaha gibt ferner den
Ratschlag, dass an einem eventuell angeschlossenen aktiven Subwoofer der
Ausgangspegel auf etwa die Hälfte (oder geringfügig weniger) und die
Cross-Over-Frequency (Übernahmefrequenz des Subwoofers) auf den maximal
möglichen Wert eingestellt sind.
Zuerst überprüft YPAO die korrekte Verkabelung aller
Lautsprecher und hat unter anderem auch die Aufgabe, falsche Polaritäten
aufzudecken. Dies ist in der Theotrie auch ein guter Ansatz, denn nicht korrekt
gepolt angeschlossene Boxen machen durch ein diffuses und bassschwaches
Klangbild auf sich aufmerksam. In der Praxis jedoch scheint es mit der Erkennung
der richtigen und der falschen Polarität noch Probleme zu geben, so lieferte
unser Testgerät bei mehreren Versuchen immer die Fehlermeldung, dass einer der
beiden Surroundlautsprecher nicht richtig angeschlossen wäre. Sofort prüften
wir mit dem Ergebnis nach, dass alles seine Richtigkeit hat - YPAO hat die
korrekte Polung nicht erkannt. Yamaha greift hier auch direkt schon in der
Bedienungsanleitung vor und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Meldung
einer falschen Polung - je nach dem verwendeten Lautsprechersystem - selbst bei
korrektem Anschluss auftreten kann.
In den weiteren Shritten werden mittels spezieller Testtöne die Distanz
und die Größe der jeweiligen Box vom Hörplatz ermittelt. Wer THX Ultra-zertifizierte Lautsprecher verwendet, kann via OSD den Punkt der
automatischen Lautsprecher-Größeneinstellung überspringen. Für
THX-Lautsprecher ist grundsätzlich "small" die richtige
Größenangabe, so auch bei unserem THX Ultra 2-zertifizierten
Test-Lautsprecher-Set Jamo D 7. Dieses System mit
zwei Subwoofern kann ebenfalls an den Yamaha angeschlossen werden, es stehen
zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge auf der Geräterückseite zur Verfügung.
Mittels des GUI können die beiden aktiven Subwoofer konfiguriert werden, je
nach dem, ob beide Basslautsprecher vorne oder ein Subwoofer vorn und einer
hinten im Hörraum zum Einsatz kommt, werden unterschiedliche, leicht
verständliche Grafiken eingeblendet, die eine korrekte Einstellung deutlich
vereinfachen.
Im manuell anwählbaren Speaker Set Up sollte dann in Bezug auf
die übrigen Boxen zur
Sicherheit nochmals überprüft werden, ob auch alle Lautsprecher auf "small"
stehen und dass die Crossover-Frequenz für den aktiven Subwoofer im Setup
THX-konform angewählt ist.
Zurück zu YPAO. Hier werden die Schallwandler auch an die akustischen Gegebenheiten des Raumes angepasst.
Mit hohem Aufwand nimmt YPAO auch das Equalizing für jede einzelne
Lautsprecherbox vor. Beim Equalizing kann man auf Wunsch nochmals zwischen
verschiedenen Grundeinstellungen gewählt werden:
-
Front: Einstellung des Frequenzgangs jedes Lautsprechers in
Abhängigkeit von dem Klangbild der verwendeten Frontlautsprecher. Dieser
Modus sollte dann Verwendung finden, wenn die Frontlautsprecher eine im
Vergleich zum restlichen Boxenequipment deutlich bessere Qualität
aufweisen.
-
Flat: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher. Diese Einstellung ist dann empfehlenswert, wenn alle
Komponenten des verwendeten Multichannel Lautsprechersystems von gleicher
Güte sind. Bei komplett zusammengehörigen Heimkinosets, bei denen
praktisch baugleiche Boxen für alle Kanäle verwendet werden, ist dies die
richtige Einstellung.
-
Low: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der Bassfrequenzen Vorrang eingeräumt
wird.
-
Mid: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der mittleren Frequenzen Vorrang
eingeräumt wird.
-
High: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der hohen Frequenzen Vorrang eingeräumt
wird.
-
Skip: Überspringen dieses Punktes, ohne Einstellungen
auszuführen.
Nach dem Punkt "Equalizing" kann man wählen, wie der
weitere Setup-Vorgang anschließend ausgeführt wird:
Insgesamt bietet YPAO eine ausgezeichnete Funktionsvielfalt und
eine gute, aber im Falle des DSP-Z9 noch nicht makellose Betriebssicherheit.
Nach dem Einmessvorgang werden auf Wunsch auf dem OSD alle Ergebnisse angezeigt,
so z.B. (siehe Bild unten), die Distanz der einzelnen Lautsprecher zum
Hörplatz.

Insgesamt konnte YPAO aber nicht nur durch die reichhaltige
Ausstattung mit Funktionen, sondern ebenso durch die effektive Arbeitsweise gefallen: Die vorgenommenen Einstellungen
sind dem verwendeten Lautsprechersystem exzellent angepasst - mit manuellem
Set-Up würde man ein Vielfaches an Zeit verbringen und müsste sich zudem ein
teures Schalldruckmessgerät zulegen, wenn man den selben Grad an Perfektion
realisieren möchte, wie es YPAO ermöglicht.
Die Unterschiede zwischen den YPAO-Versionen: YPAO im DSP-Z9 im Vergleich zum YPAO
im RX-V2400/1400
Im DSP-Z9 arbeitet YPAO mit 4x YSS930 statt eines einzelnen Bausteins.
Es werden alle 9 Kanäle plus Subwoofer per parametrischem EQ abgeglichen/linearisiert. Bei den Receivern sind nur 7 Kanäle aktiv.
Im DSP-Z9 arbeitet der PEQ mit 10 Bändern statt mit 7 wie bei den oben
genannten Receivern. Zudem ist der Aufwand an Rechenkapazität bei der Umsetzung von z.B. Delay
und Lautsprechereinstellungen im Zusammenhang mit den grossen Datenmengen des HD Cinema DSP erheblich größer
als bei
den Receivern. Ebenfalls liefert Yamaha für den Top-Boliden ein nochmals
besseres Mikrophon mit. Zusätzlich präsentiert sich der Referenzabstand (24
Meter anstatt 6 Meter) als stark vergrößert.
Stereobetrieb
Die Güte der Stereowiedergabe wird auch bei AV-Receivern -
gerade bei edlen Modellen - immer mehr zum Thema. Daher hat Yamaha diese
Themenkomplex auch besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn auch in Bezug auf die
Stereo-Klangqualität soll der DSP-Z9 Maßstäbe setzen. Ein neu entwickelter
Pure Direct-Modus mit separatem 2-Kanal-Cinch-Eingang auf der Geräterückseite sowie Wahlschaltern auf der Gerätfront
und der Fernbedienung gehört daher auch zum DSP-Z9. Die Kennzeichen dieser
Betriebsart:
1. Kürzester Signalweg
2. Kontroller / Prozessor / Display werden weitgehend abgeschaltet
- für Video- und DSP sogar das Netzteil
3. Gilt für 2-Kanal und analoge Mehrkanal-Signale
Als weiteren gibt es den sogenannten "Straight"-Modus
(auch hier gibt es einen separaten Schalter auf der Gerätefront und auf der
Fernbedienung), der durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:
-
Modus für die Wiedergabe in original Kanalanordnung
-
Einsetzbar für analoge und digitale Signale
-
Keine Nachbearbeitung
-
Lautsprecher Konfigurations-Menu kann genutzt werden
Ebenfalls mit an Bord: Der "Stereo Direct" Modus, zu
finden unter den DSP-Programmen und ausschließlich für 2-Kanal Wiedergabe
gedacht.
-
Geeignet für die Wiedergabe analoger und digitaler 2-Kanal
Signale
-
Umgeht alle Nachbearbeitungs- und Konfigurationsprogramme
-
Drei Modi: Analog, PCM und DSD
Übersicht über die verschiedenen Betriebsarten:

i.link
Mittels i.link können DVD Audio- und SACD-Daten auf digitalem
Weg aus dem DVD-Player herausgeführt werden. I.link ist eine Handelsmarke für
die Norm IEEE1394 ("FireWire"), eine
Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle für digitale Audio- und Videodaten. PCs,
digitale Camcorder und andere Arten audiovisueller Geräte sind mit einer
solchen Schnittstelle schon momentan ausgerüstet, Die Tendenz ist steigend. Da
eine i.link-Buchse gleichzeitig Daten senden und empfangen kann, reicht ein
einziges Kabel als Verbindung. Einige edle DVD-Player (z.B. von Pioneer)
und einige Highend-Verstärker z.B. von Pioneer, Yamaha und Sony bieten
i.link-Buchsen. Damit ein einwandfreier Betrieb gewährleistet ist, sollte man
folgende Punkte beachten und folgende Fakten kennen:
-
Von der i.link-Buchse werden alle Arten von digitalen
Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel ist. So
auch SACD- und DVD Audio-Signale.
-
Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs mittels i.link
Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte mit dem
DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein. Ist
ein angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton
wiedergegeben. Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes
erforderlich.
-
Beide i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen ihren Partner im jeweiligen Display an.
-
Beim Anschluss mehrerer Geräte werden die aktive Geräte
angezeigt
-
Die i-Link Verbindung kann einem Eingang des DSP-Z9 zugeordnet werden.
-
Die Richtung des Signalflusses kann festgelegt werden, wahlweise eine oder beide Richtungen zulässig
-
Daisy Chain-Verbindungen: Werden verwendet, um die
Komponenten in einer einzelnen Kette zu verknüpfen. 17 Komponenten
inklusive des DSP-Z9 können so miteinander verbunden werden.
-
Tree-Verbindungen: Diese Verbindungsart wird verwendet, um
die Komponenten in einer verzweigten Baumstruktur miteinander zu
verbinden. dazu braucht man drei oder mehr i.link-Anschlüsse. Bis zu
63 Geräte einschließlich des DSP-Z9 kann man auf diese Art und Weise
miteinander vernetzen
-
Das System arbeitet nicht, wenn die Komponenten in einer
Schleife miteinander verbunden sind, in der das Ausgangssignal an die
Originalkomponente zurückgeführt wird. Wenn man aus Versehen trotzdem eine
Schleife erstellt, erscheint im Display des Yamaha die Warnmeldung "Loop
Connection".
-
Die i.link-Schnittstelle des DSP-Z9 beruht auf folgenden
Standards: IEEE Standard 1394a-2000, Audio- und
Musikdatenübertragungsprotokoll 2.0, die i.link-Schnittstelle des DSP-Z9
unterstützt die folgenden AM824 Sequenzadaptionsschichten: IEC60958
Bitstream, DVD Audio und Super Audio CD (SACD)
-
Wenn die Anschlüsse ausgeführt werden, rät Yamaha zur
Verwendung von 4-poligen IEEE1394-Kabeln, die die
Übertragungsgeschwindigkeit S400 unterstützen. Als Kabellänge empfiehlt
Yamaha maximal 3 Meter.
-
Beim DSP-Z9 können i.link-Kabel auch bei eingeschalteter
Stromversorgung abgetrennt oder angeschlossen werden. Während eines
laufenden Datentransfers sollten i.link Verbindungen verständlicherweise
keinesfalls abgetrennt werden.
Die i.link-Signalverarbeitung im DSP-Z9: 
Die
hochwertigen D/A-Wandler des DSP-Z9 sind auch kompatibel zu DSD (Direct Stream
Digital) - dem Tonformat der SACD. In unseren Testreihen haben
wir unseren Denon DVD-A11 an den DSP-Z9 angeschlossen, um die
i.link-Fähigkeiten zu überprüfen. Sofort erkannte der Yamaha den Denon als
"Spielpartner", und fortan wurden alle Signale inklusive DVD
Audio und SACD mittels i.link übertragen. Im Gegensatz zu DVI und HDMI scheinen
hier, zumindest unseren Eindrücken nach, keine so immensen
Kompatibilitätsprobleme zu bestehen. Trotzdem können wir natürlich keine
Garantie für die Lauffähigkeit selbst unserer hier im Test geschilderten
Kombination geben - wie die Vergangenheit zeigt, können selbst bei eigentlich
baugleichen Geräten Unterschiede auftreten.
Der externe 7.1-Eingang Beim DSP-Z9 lassen sich die analogen Mehrkanalaudio-Signale, die über
den 8/6-Kanal eingespeist werden, wieder digitalisieren. Auf diesem Wege können auch
SACD/DVD-Audio Signale mit DSP Programmen kombiniert werden, auch wenn der DVD
Audio/SACD-Player analog und nicht über i.link angeschlossen ist. Mit einem Time Alignment (Delay) an die Position der Lautsprecher
angeglichen werden, ebenfalls steht ein komplettes Bassmanagement zur
Verfügung. Somit ist der Anwender in der Lage, die Signalwiedergabe an die Lautsprechergröße und Konfiguration
anzupassen.
Der Videoprozessor
Blockschaltbild der "Video-Abteilung" des DSP-Z9 Integriert in den
DSP-Z9 ist ein hochwertiger Videoprozessor, zu dessen herausragenden Merkmalen
drei Highlights gehören:
-
Scaling-Fähigkeit mit voller HDTV-Kompatibilität
-
PAL Progressive Signalverarbeitung inklusive Faroudja DCDi
-
Digitale Videosignalwandlung
Die Technik:
-
Ein Weg zur Sicherung der optimalen Bildqualität für das
Home Cinema System ist
zweifelsohne die Verwendung des bestmöglichen Bildsignals. Das Gerät kann ein Eingangssignal von Composite auf S-Video oder Component und von S-Video auf Component
umsetzen, damit Ihr Monitor oder TV Gerät das optimal passende Eingangssignal erhält. Im DSP-Z9 geschieht das alles auf digitaler Ebene, wobei alle Signale, die durch die DCDi-Bildverarbeitung und die Noise-Shaped-Video-Schaltungen laufen, eine Verbesserung erfahren.
-
Der DSP-Z9 nutzt die bewährte und anerkannt gute Faroudja
DCDi-Technik zur progressiven Signalverarbeitung. Faroudja entwickelte die DCDi-Bildverarbeitung,
um störungsarme, naturgetreue Bilder ohne Aliasing-Effekte wie
Treppenstufen zu erzeugen. Ergebnis ist eine saubere Kanten- und
Detaildarstellung im Progressive Scan-Betrieb (auf dem Vergleichsbild oben
zur Verdeutlichung extrem dargestellt) - in der Praxis sorgt DCDi aber
tatsächlich für ein besonders klares, exaktes PS-Bild)

Klar
zu erkennen: Rechts wird mit einem hochwertigen Film-Modus für die korrekte
Progressive-Darstellung von Filmmaterial gearbeitet
-
Der DSP-Z9 gibt Progressive Scan Video aus, was ihn zum Einsatz mit
High-Definition-Bildwiedergabegeräten prädestiniert. Er liefert ein schärferes, störungsfreies Bild mit klareren Details.
Er verfügt - wie es bei hochklassigen Progressive Scan -
Wiedergabegeräten üblich ist, über einen speziellen Film-Modus, der
sich um das akkurate De-Interlacing von Filmmaterial kümmert. Dies ist eine
in der Praxis äußerst wichtige Aufgabe, denn simple De-Interlacer sind mit
der exakten Aufbereitung von Filmmaterial hoffnungslos überfordert. Nur
sehr hochwertige De-Interlacer wie der im DSP-Z9 verbaute garantieren auch
einen wirklichen visuellen Vorsprung von Progressive Scan und damit eine
Ausnutzung der großen theoretischen Möglichkeiten, die die Progressive-
gegenüber der Interlaced-Signalverarbeitung mitbringt. Bei der Progressive-Scan-Schaltung
handelt es sich um einen 3:2-Pull-Down-Detection-Typ, der dem Anwender auch die Vorzüge dieser Technik
erschließt, wenn der angeschlossene DVD-Player nicht damit aufwarten kann.
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Die Video-D/A-Wandlung erfolgt mittels eines hochwertigen 216
MHz/12 Bit-Wandlers. Exzellente DVD-Player wie der Pioneer DV-668AV
verwenden solche Wandler, die im Verbund mit der entsprechend
hochwertigen Baugruppen-Peripherie ein detailreiches und räumlich tiefes
Wiedergabebild garantieren.
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Eine aufwändige Rauschverminderung mit Bewegungsanpassung, Farbübersprech-Dämpfung
ist ebenso integriert.
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Ein Time Base Corrector (TBC), der die vom Videoband bekannten Verzerrungen
verhindert, ist ebenfalls mit an Bord. Der Unterschied ist - zugebenermaßen
etwas übertrieben - im Bild oben dargestellt. Rechts sieht man ein klares
Bild ohne Laufzeitfehler.
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Der "TrueLife Enhancer" (oben rechts im Einsatz,
oben links ohne TrueLife) von Faroudja bringt mehr Details für eine lebendigeres Bild
hervor - was sich in der Testpraxis in Bildern mit dynamischer, brillanter
Wiedergabequalität bestätigte.
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NSV - Noise Shaped Video - Technik: Noise Shape Video
verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit hohem Oversampling und
Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren
Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil
des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder
Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert
werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im
Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder,
kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion.
Eigenschaften der eingebauten Videobaugruppen:
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Für die Progressive Scan-Signalausgabe verwendet der DSP-Z9
Faroudjas De-Interlacing-Technologie DCDi
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Zusätzlich ist Faroudjas True Life Enhancer für
geglättete Wiedergabebilder
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TBC (Time Base Corrector, Zeitbasiskorrektur) für
Videobilder ohne Zeitlauffehler)

Des
Weiteren verfügt der Videoprozessor über folgenden Funktionen:
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Vollbildausgabe (Progressive Scan-Signalausgabe) von Interlaced (Halbbild) Video
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Das Umskalieren von Videosignalen (Änderung der Videosignal
Auflösung) z.B. 576i auf 1080i
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Auch wenn 780p oder 1080i angewählt ist, werden
urheberrechtlich geschützte Signalquellen in 480p/576p ausgegeben
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Das Umformatieren von Videosignalen am Monitor-Ausgang
z.B. S-Video auf Komponenten Video
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Die automatische Formatumschaltung 16:9 / 4:3 bei S-Video Signalen
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Zusätzlich bietet der DSP-Z9 ein Menu zur Bildeinstellung
und -optimierung an (z.B. Rauschfilter setzen, das Seitenverhältnis
anpassen und Zoomen). Hier der Überblick: Picture Mode (Cinema/für
Spielfilme, Standard/für allgemeine Videoquellen, Dynamic/z.B. für
Videospiele), Video-EQ (Enhancer/0 bis +24, 3D NR/3D-Rauschfilter für die
effektive Reduzierung von Bildrauschen, 0 bis +10, Helligkeit, Kontrast,
Saturation/Farbtiefe (jeweils -24 bis +24, sehr genaue
Einstellmöglichkeiten). Aspect (Through/das eingespeiste
Bildseitenverhältnis wird beibehalten, Auto/automatische Fesetzung des
optimalen Seitenverhältnisses durch die interne Elektronik, 16:9
Normal/wird verwendet, um 4:3 Bildmaterial auf einem 16:9 TV wiederzugeben,
16:9 Zoom/Schneidet die Ober- und Unterseite des eingehenden Videosignals
ab, bevor das Signal an das Bildwiedergabegerät weitergeleitet wird.
Dieser Modus wird eingesetzt, um 4:3 Letterbox Software auf einem 16:9
Bildwiedergabegerät darzustellen)
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VORSICHT: Wenn Sie den Video-EQ des DSP-Z9 nutzen, sollte
man den DVD-Player und das Bildwiedergabegerät UNBEDINGT mit neutralen
Einstellungen verwenden und etwaig vorhandene Video-EQs auf die
Werkseinstellung setzen!
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Cross Color (Übernahmefarbe): Dieser Filter hat die
Aufgabe, Rauschstörungen aus dem Helligkeitssignal der angezeigten Bilder
zu entfernen.
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TV Format: NTSC oder PAL
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Unten finden Sie einen Überblick über Auflösungen und
Signalformate:

Weitere
Ausstattung
THX Ultra 2 Der DSP-Z9 verfügt über
ein THX Ultra 2-Zertifikat. Hier die Übersicht über THX Ultra 2:
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THX Ultra 2 ist die erste THX-Variante, die vollständig für
digitale Heimkino-Tonnormen entwickelt wurde. Auch die Extended
Surround-Tonnormen von Dolby und von DTS wurden bei der Entwicklung berücksichtigt.
So bietet THX Ultra II auch ein weiter gehendes Post Processing, DTS ES
Discrete 6.1 ist ebenfalls voll integriert: Der zusätzliche diskrete Kanal
auch als ein solcher erkannt und mit dem THX Post Processing versehen.
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Neu bei Ultra 2: Die Aufteilung in Cinema- und Music Mode.
Der Cinema Mode ist optimiert für Wiedergabe von 5.1-Material über ein
7.1-Lautsprechersystem und soll die Vorteile von Extended Surround auch bei
eigentlich in 5.1 vorliegendem Material akustisch optimal ausnutzen. Alle 8
an einem EX-System beteiligten Lautsprecher werden optimal aufeinander
abgestimmt. Um dies für den Back Surround-Bereich zu ermöglichen, stellt
der Heimcineast die Entfernung zwischen den beiden Back Surround
Lautsprecher ein. Diese Einstellung benötigt THX Ultra 2, damit ASA (Advanced
Speaker Array) richtig arbeiten kann und die Surround- und Back
Surround-Klangkulisse als homogenes Ganzes erscheint. Wer Material hat,
welches in Dolby Digital 5.1 EX vorliegt, verwendet nach wie vor THX
Surround EX und nicht THX Ultra 2 Cinema.
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Erstmalig bei THX gibt es auch einen Music Mode, der
besonders für DTS 96/24 und Musik-DVDs in DD 5.1 und DTS 5.1 prädestiniert
ist. Der Music Mode nutzt die Lautsprecher-Aufstellung eines THX EX-Systems
mit zwei Surround- und zwei Back Surround-Lautsprechern, die Boxen werden
jedoch anders konfiguriert als für die Wiedergabe von Heimkino-Ton: So wird
die linke Surround- mit der linken Back Surround-Box zusammengeschaltet, die
rechte Surround- mit der rechten Back Surround-Box. Sinn dieses Unterfangens
ist es, räumlich gesehen zwischen dem jeweiligen Surround- und
Back-Surround-Lautsprechers eine Phantomschallquelle zu erzeugen, deren
Klangeindruck aufgrund der Position und des Abstrahlverhaltens dem Klangbild
eines normalen Direktstrahlers (also der Lautsprecherart, die für die
akkurate Musikwiedergabe am besten geeignet ist) ähnlich sein soll. THX
will somit erreicht haben, dass über ein und dasselbe Lautsprechersystem
sowohl die Musik- als auch die Kinotonwiedergabe qualitativ überzeugend
vonstatten gehen soll. In der Praxis entpuppt sich THX Ultra II Music nicht
als "fauler Kompromiss", sondern als brauchbares Feature: So wird
eine raumfüllende, aber trotzdem präzise Musikwiedergabe von guter Dynamik
erreicht. Auch wenn nicht das Niveau physisch vorhandener Direktstrahler
erreicht wird: Im Rahmen der Möglichkeiten einer virtuellen Erzeugung ist
das Ergebnis beachtlich gut.
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Neu: Die Boundary Gain Compension. Die Funktion ist für die
Verwendung des Verstärkers mit einem THX Ultra 2-zertifizierten Subwoofer
bestimmt und hat folgende Aufgabe: Bestimmte akustische Voraussetzungen des
Hörraums (Struktur der Wände, Aufbau des Raums) sowie die Position des Hörplatzes
und des Subwoofers sorgen in verschiedenen Fällen für eine störende Überbetonung
der tiefen Frequenzen, so dass der Subwoofer manchem Hörer als zu dominant
erscheint. Hier greift die Boundary Gain Compension ein und gleicht übermäßig
starke Basstöne, die auf einem Grenzverstärkungseffekt beruhen, aus.
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Um alle THX Ultra 2 Features nutzen zu können, ist ein
komplettes 7.1 Lautsprechersystem erforderlich.
Dolby Pro Logic IIx

Mit Dolby Pro Logic II haben die
Dolby-Entwickler vor einiger Zeit einen Surround-Aufpolierer entwickelt, der
inzwischen aus praktisch allen gängigen AV-Verstärkern, AV-Receivern und
Heimkino-Komplettlösungen nicht mehr wegzudenken ist. Mit den zwei Programmen für
die Musik-Aufbereitung und für die Aufbereitung von Filmton-Material ist PLII
sehr gut für ein ansprechendes Surround-Erlebnis auch bei Stereo-CDs oder bei
Dolby Pro Logic-codiertem Quellmaterial geeignet. Nach dem durchschlagenen
Erfolg von Pro Logic II gibt es nun wiederum eine Weiterentwicklung, die auf den
Namen Dolby Pro Logic IIx hört.

Dolby Pro Logic IIx weitet Stereo- und 5.1-Quellmaterial auf 6.1 und 7.1 Kanäle
aus. Auf Wiedergabesystemen mit vier Surroundlautsprechern soll PL IIx einen natürlicheren,
raumfüllenderen und dichteren Klang ermöglichen. Die Anwendungsmöglichkeiten
für Dolby PLII x sind vielfältig, jedes Quellmaterial von reinem Stereo bis zu
Dolby Digital 5.1 EX wird, so Dolby, wirkungsvoll aufpoliert. Bislang war für
die Umwandlung von Stereoquellen und 5.1-Material in 6.1- bzw. 7.1 Ausgangskanäle
ein ganzen Sortiment verschiedener Decoder zuständig - mit Dolby Pro Logic IIx,
so versprechen die Dolby-Entwickler mit Enthusiasmus, benötigt man nur noch ein
System.

Dolby Pro Logic IIx für 5.1- und Surround EX-Programme

Dolby Pro Logic IIx für Stereoquellen
Wie bereits bei Dolby Pro Logic II, bietet auch PL IIx zwei Betriebsarten -
den Music Mode und den Movie Mode, je nach dem, ob Musik- oder Filmmaterial
decodiert werden soll. Dolby PL IIx ermöglicht auch die Aufpolierung von 192
kHz/24-Bit-Quellen und von 96 kHz/24-Bit-Quellen. Damit ergeben sich ganz neue
Einsatzmöglichkeiten, denn wenn der DVD-Player mittels einer digitalen
Highspeed-Verbindung mit dem Prozessor im AV-Verstärker oder AV-Receiver
verbunden ist und der Verstärker/Receiver über ein entsprechendes DSP und ein
Bassmanagement verfügt, kann die PL IIx-Nachbearbeitung auch bei DVD Audio-
oder SACD-Quellen angewendet werden. Neu bei PL IIx ist ein optionaler Game
Mode, der die besonders einschlagenden niederfrequenten Surroundeffekte auf den
Subwoofer des Multichannel-Systems umleitet. Im Music Mode, der laut
Dolby-Informationen den Klang gleichmäßig unter allen Surroundlautsprecher
aufteilt und so besonders nützlich bei ursprünglich in Stereo aufgenommenen
Quellen ist, bleiben die drei bereits bekannten Einstellmöglichkeiten erhalten:
- Dolby Dimension Control: Der Benutzer kann das Klangfeld in Bezug auf die
Rear-Lautsprecher und die Frontlautsprecher einstellen und die Balance
stufenlos von vorne nach hinten verschieben.
- Dolby Center Width Control: Der Modus für den Center-Lautsprechers kann
zwischen dem schon bekannten „Phantom Mode“, wo die Tonwiedergabe bei
den Frontlautsprechern nur über den rechten und linken Hauptlautsprecher
erfolgt, und einer Schaltung, bei der vorne ausschließlich der Center läuft,
stufenlos variiert werden. Auf diesem Wege lässt sich der bei der
Musikwiedergabe häufig als störend empfundene Center-Kanal ausblenden.
- Dolby Panorama Mode: Soll bei der Wiedergabe von Musik ein weiträumiges
Klangfeld schaffen. In der Praxis zeigten sich bei vielen Musikarten nicht
allzu bahnbrechende Veränderungen. Bei sehr guten Aufnahmen konnte der
"Panorama Mode" ein luftigeres, weitläufigeres Klangbild
vermitteln, ohne die musikalische Präzision zu sehr leiden zu lassen.
Eine volle DD 5.1 EX-Funktionalität bringt Dolby Pro Logic IIx im Movie Mode
mit. Wird dieser für die 6.1 Wiedergabe verwendet, erzeugt das System, wie üblich
beim Dolby Dolby Digital 5.1 EX Decoding, bei der Reproduktion des Back
Surround-Lautsprecherkanals auf Dolby Digital 5.1 EX-Tonspuren als ein
einzelnes Monosignal. Um alle Vorteile von Dolby Pro Logic IIx auszukosten,
empfiehlt Dolby jedoch ein 7.1 System, das ein weiteres, umfassenderes Raumgefühl
bereit stellt und das Problem der "Hot Spots", die direkt hinter dem Hörer
auftreten, aufgrund der Beschallung mit zwei Lautsprechern nicht mitbringt. Die
psychoakustische Lokalisierung der Effekte als aus der Mitte hinter dem Zuhörer
kommend ist bei einem System mit zwei Back Surround Lautsprechern besser gegeben
als bei einem System mit nur einem Back Surround-Lautsprecher.

Dolby Pro Logic IIx: Viele Anwendungsmöglichkeiten
In ersten Hörtestreihen konnte Dolby Pro Logic 2x im Vergleich zu Dolby Pro Logic mit einer dichteren, homogeneren Surround-Klangkulisse aufwarten. Die Tiefenstaffelung und die Präzision des Front-Klangfelds präsentieren sich ebenfalls deutlich verbessert, so dass der Gesamteindruck eines umfassenden, klaren, dreidimensionalen Hörerlebnisses entsteht. Fazit: Pro Logic 2x ist eine klare akustische Verbesserung und ein wirksames Werkzeug, 2-Kanal-Tonquellen 6.1- oder 7.1. Klang-Flair zu verleihen. Gerade
beim DSP-Z9 scheint die Integration sehr gut gelungen zu sein, beeindruckend ist
die stimmige Klangverteilung und der souveräne Sound bei hohen Pegeln. Ein
"harter Brocken" werden aber - mehr dazu später - die neuen Yamaha
DSPs, die, je nach Quellmaterial, persönlichem Geschmack und der Raumakustik,
mit hervorragenden Eigenschaften aufwarten können.
Multi Zone-Funktion/Speaker A/B
- Manuelles Set up: Optionen
Die Lautsprechergruppe B lässt sich wahlweise mit demselben Signal
wie Gruppe A betreiben (Zone 1), oder als Zone B mit ‚Virtual Surround‘.
- Im Modus Zone B mit abgeschalteten ‚Speaker A‘
werden alle Lautsprecher inkl. Subwoofer im Hauptraum abgeschaltet
abgeschaltet.
- Zone 2: In dieser Betriebsart lässt sich ein zweiter Raum unabhängig vom Hauptraum
beschallen. Die Zone 2 kann wahlweise über eine externe Stereo Endstufe oder die im
DSP-Z9 eingebauten Presence Endstufen mit Leistung versorgt werden.
Auch ein unabhängiges Videosignal steht für Zone 2 zur Verfügung.
Die Quellenwahl für die Zone 2 erfolgt über den Rec Out Selector oder die
Zone 2 Einstellung der Fernbedienung des DSP-Z9
Dialog Lift
Wenn der Centerkanal Lautsprecher unterhalb des Bildschirms aufgestellt ist,
lässt sich im Zusammenwirken mit den Presence Kanälen die Höhe der Dialoge an die Bildposition anpassen.
Dazu wird ein Teil der Centerkanal -Information in die vorderen Effektkanäle eingespielt. Der in 5 Stufen verschiebbare Pegelanteil verschiebt durch das
Lautstärkeverhältnis die Dialogposition mehr oder weniger nach oben. Dieses Feature steht auch bei RX-V2400 und RX-V1400 zur
Verfügung.
Mit seiner First-Class-Verarbeitung, der extrem reichhaltigen, zudem
sinnvollen Ausstattung sowie den edlen Baugruppen und dem sorgfältigen Aufbau
ist der Yamaha DSP-Z9 nicht nur ein würdiger Vertreter der Bolidenklasse - er
bringt zusätzlich auch ein Technikpaket mit, das seinesgleichen sucht. Viele
Ausstattungsmerkmale wie den aufwändigen Scaler oder das umfangreiche Graphical
User Interface bietet momentan kein anderer AV-Verstärker.
Bewertung Verarbeitung, Ausstattung und Technik      
Bedienung
Wenn man an den immensen Funktionsumfang denkt, so kann man sich kaum
vorstellen, dass eine solche AV-Schaltzentrale wie der DSP-Z9 übersichtlich zu
bedienen ist. Dank der für AV-Verstärker neuartigen GUI-Lösung inklusive
speziell dafür vorgesehener Fernbedienung ist das Gerät aber ohne große
Vorkenntnisse zu kalibrieren. Eine wertvolle Hilfe ist auch Yamahas
Einmesssystem YPAO, das wir oben schon genau beschrieben haben. YPAO holt aus
jeder einzelnen Box mittels genauer Analyse und umfangreichem Equalizing
praktisch ein Optimum heraus. Im Vergleich zu anderen Systemen operiert YPAO mit
einer höheren Anzahl an Parametern, ist trotz dieses gesteigerten
Funktionsangebots aber genau so einfach zu bedienen. Das Einzige, was im Detail
noch optimiert würden müsste, ist die Betriebssicherheit. Wie bereits
beschrieben, hat YPAO ab und zu Probleme, falsch und richtig gepolte
Lautsprecheranschlüsse zu unterscheiden, die Fehlermeldung "Out Of
Phase" kommt auch bei richtige gepolten Boxen des Öfteren.
Wer mit dem DSP-Z9 mittels der Hauptfernbedienung Kontakt aufnimmt, wird
zunächst feststellen, dass die Ergonomie der etwas rustikal anmutenden
Infratot-Kontrolleinheit nicht den allerletzten Erkenntnissen entspricht, will
heißen: Das gute Stück könnte durchaus besser in der Hand liegen. Genauso
rasch erkennt man aber auch die Vorzüge der etwas altbacken wirkenden
Konstruktion: So ist die Fernbedienung trotz der vielen Tasten noch
übersichtlich, die Ansteuerung der einzelnen DSP-Programme und die Kontrolle
anderer Komponenten in der AV-Anlage ist einfach möglich. Eine große Hilfe
für alle Justagearbeiten ist das DOT Matrix-Display mit hoher Auflösung, das
auch über eine ansprechende Dimensionierung verfügt.
Bewertung      
Klang/Ton
Testequipment:
Pegelfestigkeit
Die Pegelfestigkeit ist - wie wir auch erwarteten - exzellent, völlig
problemlos kann der DSP-Z9 auch extensive Hörräume mit einer Größe von über
50 Quadratmeter mit seiner geballten Kraft beschallen. Selbst bei Testläufen
mit Lautstärken über 0 dB leistete sich der Yamaha keinen Ausrutscher. Stets
souverän und mit dem nötigen Nachdruck agiert er selbst bei extremen Pegeln,
die in der Praxis sogar sehr versierte und anspruchsvolle Anwender nicht oft
fahren dürften. Beeindruckend ist die mit Leichtigkeit, mit der der DSP-Z9
solche Leistungen aus dem Ärmel schüttelt. Keinerlei Verzerrungen, keinerlei
Dynamikeinbrüche, der leistungsstarke AV-Verstärker scheint selbst nach
dreieinhalb Stunden Dauerlauf mit Spitzenpegeln noch vollkommen fit zu
sein. Dass der Bolide sich
stark erwärmt, verwundert nicht, da bei solchen Leistungsexplosionen, die im
Inneren des Yamaha-Flaggschiffs stattfinden, auch ein gewichtiger Teil der
Energie in Form von Wärme abgesondert wird. Zu kalt wird es dem Betreiber des
DSP-Z9 jedenfalls auch unter winterlichen Bedingungen und Heizungsausfall
nicht. Mit seiner überragenden Performance spielt der Yamaha in der
Boliden-Liga ganz weit vorn mit - der Unterschied zur sehr starken Konkurrenz
ist aber trotz abweichender Leistungsangaben nicht groß, vielmehr gibt es
verschiedene AV-Verstärker und -Receiver, die mit einem außerordentlichen
Leistungsvermögen glänzen. Wer extrem belastbare Endstufen zu sehr fairen
Preisen sucht, wird wohl kaum am Harman/Kardon AVR-8500
vorbeikommen, der zwar trotz kompletter EX-Decoder nur fünf Endstufen
mitbringt und über eine bescheidenere Ausstattung verfügt, dafür aber schon
laut Listenpreis viel günstiger ist und in der Praxis für nochmals niedrigere
Beträge den Besitzer wechselt. Daher ist für Extended
Surround-Liebhaber auch problemlos noch eine gute Endstufe für die Back
Surround-Beschallung drin. Ein überragendes Paket, bestehend aus weit
überdurchschnittlich leistungsfähigen Endstufen und einer gelungenen
klanglichen Auslegung bietet auch der Marantz SR-9300,
der für die gebotene Leistung ebenfalls preislich sehr interessant ist und sich
für die Beschallung großer Hörräume eignet. Immer noch eine gute Alternative
ist auch der Denon AVC-A1SR, der nun, mit Dolby
Pro Logic IIx und HDCD-Decoder, auf den Namen AVC-A1SRA hört. Im direkten
Vergleich merkt man aber, dass nagelneue Boliden wie der Yamaha eine nochmals
souveräner wirkende Leistungsentfaltung haben - die allerdings eher subjektiv
als objektiv nachzuvollziehen ist, denn Dynamikeinbrüche oder
Ermüdungserscheinungen sind dem kraftvollen Denon ebenso fremd wie dem
ebenfalls extrem leistungsstarken, aber auch sehr teuren
Pioneer VSA-AX10i-S, der zusammen mit dem Yamaha zurzeit die Spitze in
unserem AV-Boliden-Ranking einnimmt. Während allerdings der Yamaha mit nochmals
besserer und aktuellerer Ausstattung sowie einer kompletten 96
kHz/24-Bit-DSP-Signalverarbeitung gegen den Pioneer feuert, wehrt sich dieser
gegen die drohende Übermacht des DSP-Z9 mit einem extrem heftigen Antritt,
gerade bei Lautstärken, die in der Praxis noch tolerabel sind. Nicht, dass der
VSA-AX10i-S dem bärenstarken Yamaha leistungsmäßig überlegen wäre - dies
ist nicht der Fall, aber der Eindruck von unvermittelt-kraftvoller Wiedergabe
weiß der Pioneer praktisch optimal zum Publikum zu transportieren.
Klang Mehrkanal Film und Musik
Der
DSP-Z9 hat in der Bolidenklasse auch akustisch ein gewichtiges Wörtchen
mitreden. Er bietet viele Eigenschaften, die extrem anspruchsvolle Heimkino- und
Mehrkanal-Musikliebhaber anziehen dürften. Als erstes zu nennen wäre die weit
überdurchschnittlich klare Gesamtwiedergabecharakteristik. Ganz gleich, welche
Pegel anliegen, immer sind alle Stimmen der Protagonisten deutlich zu verstehen,
die Effekte dröhnen nicht nur, sondern besitzen Fundament und Struktur. Die
Trennung zwischen den verschiedenen Elementen - den Stimmen, der Musik, den
Effekten - gelingt dem DSP-Z9 außerordentlich gut. Diese brillanten
Eigenschaften in Bezug auf die Stimmwiedergabe stellte der DSP-Z9 beispielsweise
bei "Gladiator", "The Fast and the Furious", bei "Behind
Enemy Lines" und auch bei "James Bon 007: Stirb an einem anderen
Tag" eindrucksvoll unter Beweis.
Obwohl die Konkurrenz in
diesem Segment sehr stark ist, beweist der Yamaha, dass man im Detail noch
perfektionieren kann: Mit spielerischer Leichtigkeit schafft der Verstärker
eine beeindruckend plastische Klangkulisse, bei der der Zuhörer jedes einzelne
kleine Mosaikstück genau identifizieren kann. Insgesamt weist der DSP-Z9 eine
im Vergleich zum Yamaha DSP-AZ1 deutlich
veränderte Auslegung auf: Die Hochtonwiedergabe ist hörbar transparenter, die
Wiedergabecharakteristik wirkt nicht mehr so druckvoll-voluminös, dafür eher
weitläufig-natürlich. Der Bassbereich ist auch mehr auf eine absolut
realistische Wiedergabe ausgelegt und setzt im direkten Vergleich weniger auf
"Effekthascherei". Dies soll jedoch nicht heißen, dass der Yamaha DSP-AZ1
ein schlechtes Gerät wäre - es ist nur alles eine Frage der Prioritäten und
der zur Verfügung stehenden Finanzen. Der DSP-AZ1
ist gerade für die Liebhaber einer extrem voluminösen, homogenen
Wiedergabecharakteristik sehr empfehlenswert und zudem weitaus preiswerter. Er
wirkt im direkten Hörvergleich aber behäbiger und nicht so dynamisch wie der
"große Bruder".
Mit "The Fast and the
Furious" kam der DSP-Z9 exzellent zurecht und schuf auch bei allerhöchsten
Pegeln über 0 dB eine stimmige Akustik, die vor allem eines weckte:
Begeisterung. Mit dieser Auslegung tritt der Yamaha in direkte Konkurrenz zum Pioneer
VSA-AX10i-S, der ebenfalls mit seiner mitreißenden Wiedergabe viele
Pluspunkte sammeln konnte. Beide AV-Verstärker schaffen es, das Auditorium
mitten ins akustische Geschehen hineinzuversetzen: Hier ist man mittendrin,
erlebt die Handlung nicht als Außenstehender, sondern als integrativer
Bestandteil. Dass die akustische virtuelle Illusion inzwischen solche Ausmaße
angenommen hat, hätten wir noch vor einiger Zeit nicht für möglich
gehalten. Im THX Ultra 2 Movie Modus gibt der DSP-Z9 auch 5.1 Material auf
höchstem Niveau wieder. Das ganze Klangbild wirkt wie aus einem Guß, alle
Übergänge stimmen, und besonderen Beifall erntet der DSP-Z9 für den
erstklassig abgestimmten Mitteltonbereich, der bei jeder Hörlautstärke das
exakt richtige Maß an Betonung zu realisieren weiß. Durch die antrittsstarken,
schnell reagierenden Endstufen bietet der Yamaha bei der Darstellung kräftiger
Dynamiksprüngen wie sie beispielsweise bei "Behind
Enemy Lines" herauszuhören sind, eine ausgezeichnete Vorstellung. Eben noch gespenstische Stille, und
plötzlich, ganz unmittelbar, die brachiale, markerschütternde Explosion:
Sofort ist der DSP-Z9 zur Stelle und schafft so ein großes Maß an
Authentizität. Genau an dieser Stelle wollen wir den Vergleich zum Pioneer
VSA-AX10i-S ziehen, der doch exakt in dieser Disziplin die Maßstäbe setzt
- eins sagen wir jetzt schon: Daran wird sich auch nichts ändern, aber der
Yamaha kommt zum einen dem Pioneer sehr nahe, zum anderen bietet er weitere,
überragende Qualitäten.
Im Vergleich zum Pioneer
VSA-AX10i-S scheinen beide Geräte nach oberflächlicherem Hören sehr
ähnliche Prioritäten zu setzen. Beide wirken dynamisch, der Hochtonbereich
ertönt klar, jedoch nie überbetont, und die Mittenwiedergabe erfolgt mit
ausgezeichneter Prägnanz. Wer genauer hinhört, wird jedoch Unterschiede
ausfindig machen. Besonders auffällig ist die Neigung des DSP-Z9 zu absoluter Authentizität.
Er schafft eine ungeheuer reale Atmosphäre, die für einen sehr plastischen
Gesamteindruck sorgt und auch feine Details herausragend abbildet. Der Pioneer
setzt etwas andere Schwerpunkte. Bei ihm ist es die unvermittelt eintretende
Leistungsexplosion, die vor allem bei entsprechend effektreichen Filmen für
ungefilterte Begeisterungsausbrüche sorgt. Der Pioneer schafft es wie momentan
kein zweites Gerät auf den Markt, den Zuhörer in den Bann seiner Vorstellung
zu ziehen. Um dies zu erreichen, wendet er das gleiche Mittel an, das auch z.B.
Karikaturisten verwenden, um ihre Botschaft der Leserschaft verständlich
aufzubereiten: Er übertreibt. Auch, wenn er im Vergleich zu anderen
Verstärkern sich ebenfalls einer gewissen Natürlichkeit verpflichtet weiß, so
setzt er doch im Vergleich zum absolut authentischen DSP-Z9 Mittel ein, um
actiongeladene Filme und selbst Movies mit weniger Action-Sequenzen noch
eindrucksvoller erklingen zu lassen. Er erreicht daher nicht ganz die Luftigkeit
des Yamaha, die sich wie ein feiner Teppich dreidimensional im Hörraum
ausbreitet, dafür aber agiert er mit großem Nachdruck und schleudert
Effektsalven mit unmittelbar vom Auditorium erlebbarer Kraft quer durch den
Hörraum. Die Wucht, die Endgültigkeit einer Explosion stellt der Yamaha als
reines Wiedergabemedium sehr naturgetreu und bereits mit dem nötigen Nachdruck
dar, während der Pioneer sich hier als Interpret versteht und daher - um das
Ergebnis sozusagen akustisch zu verdeutlichen - nochmals eine Portion Nachdruck
draufsetzt.
Diese Eindrücke kann man auch in der musikalischen Praxis nachvollziehen.
Der Pioneer ist z.B. voll in seinem Element, wenn kräftige Hip-Hop-Rhythmen wie
bei "Ain`t no Bidness" von Insane Clown Posse /DTS Music Demo-DVD) in
den Hörraum getragen werden sollen. Seine Auslegung im Bassbereich, die durch
eine kräftige, dabei trotzdem stets sauber durchstrukturierte Wiedergabe
beeindruckt, ist ihm hier eine große Hilfe. Der Yamaha gibt dieses Stück
ebenfalls exzellent wieder - er setzt seinen Schwerpunkt allerdings auf die
besonders gut gelungene Stimmwiedergabe. Ihre große Klasse können beide
AV-Verstärker beim "Chronos"-Trailer auf der siebten DTS Demo-DVD
unter Beweis stellen. Dieser Trailer stellt das Equipment aufgrund verschiedener
Eigenschaften auf eine harte Probe: Subtile Bass- und Hochtonfrequenzen sind
ebenso eine Herausforderung wie die gleichzeitige, adäquate Wiedergabe von sehr
vielen Frequenzen gleichzeitig. Alle Bass- und Hochtonbereiche müssen sauber
und richtig betont dargestellt werden, ebenfalls darf trotz des zeitgleichen
Vorhandenseins sehr vieler Frequenzen das akustische Ganze nicht zu einem
formlosen, dröhnenden Brei verkommen, sonder es muss seine Gestalt in Form
eines vielschichtigen Klangaufbaus beibehalten. Es gibt nur sehr wenige Geräte
weltweit, wagen wir zu behaupten, die diesen Trailer mit dem identischen
herausragenden Ergebnis akustisch abbilden können wie der DSP-Z9 und der
VSA-AX10i-S. Die große Stunde des Yamaha schlägt dann bei allen Arten von
klassischer Musik, wo er voll auf seine herausragende, absolut stimmige
Detailarbeit setzen kann. Mit größtmöglicher Liebe und Sorgfalt bereitet der
DSP-Z9 alle Stücke auf und sorgt so für absolute Begeisterung beim Liebhaber
klassischer Musikstücke. Hinzufügen muss man, dass, je nach Quellmaterial, die
komplett überarbeiteten und extrem leistungsfähigen DSP-Programme tatsächlich
eine Versuchung Wert sind - das Hallverhalten ist nun ausgesprochen gelungen,
die Präzision ist hoch und die räumliche Darstellung überzeugend. Mehr dazu
weiter unten. Der Pioneer ist für Klassikfans auch eine Alternative - mit
seinem ausgeprägten Hang zur Dynamik eignet er sich vor allem für Stücke mit
forciertem Tempo. Die Detaileinarbeitung unterliegt der des DSP-Z9 minimal. Mit
seiner auf höchste Präzision Wert legenden Gesamtauslegung eignet sich der
DSP-Z9 auch vortrefflich für die DVD Audio- und SACD-Wiedergabe. Bei beiden
High Quality Medien erreicht auch der VSA-AX10i-S sehr gute Bewertungen, er legt
jedoch noch mehr Wert auf eine dynamische Vorstellung. Die Detailarbeit ist auch
hier beim Yamaha unübertroffen gut. Noch entschlossener "voran"
marschiert hingegen der Pioneer, der sich damit besonders gut für Rockkonzerte
o.ä. eignet.
Welche Auslegung man in der täglichen Hörpraxis bevorzugt, ist reine
Geschmackssache. Beide AV-Verstärker schaffen es jedenfalls wie kaum ein
anderes Gerät, die Zuhörerschaft mit Ihrer Darstellung zu beschäftigen. Hier
fühlt sich niemand als Zuhörer mit außenstehender Position, hier erlebt jeder
die Faszination Multichannel-Sound als etwas Unmittelbares, deren Bestandteil
man ist. Die virtuelle akustische Illusion durchwirkt den Zuhörer selber, er
hört nicht nur , er fühlt. Diese Emotionen können VSA-AX10i-S und der DSP-Z9
perfekt wecken. Und diese Eigenschaften sind es auch, die beide Geräte momentan
einzigartig werden lassen. Sicherlich, auch andere AV-Receiver und -Verstärker
sind akustisch ausgezeichnet ausbalancierte, für Musik und Film gleichermaßen
geeignete "Universaltalente". Auch sie vermitteln viel Spaß bei der
Wiedergabe. Doch eine weitere Dimension, nämlich das Erlebnis des völligen
Aufgehens in der als einzigartiges Ganzes empfundenen Akustik, das ermöglichen
nur Yamaha und Pioneer - zugegebenermaßen auch zu exklusiven Preisen. Da sollte
man sich vor dem Kauf schon fragen, ob man diese immense Power, diese immense
Fähigkeit zur intensiven, kompletten, nichts auslassenden Darstellung auch
braucht. Wobei hier derjenige leicht reden hat, der an die reine Vernunft appelliert:
Denn wer diese Wahnsinnsmaschinen über einige Zeit und im vollen Einsatz
gehört hat, wird sich der Faszination, die von diesen beiden Boliden ausgeht,
schwerlich entziehen können.
Wenn man allerdings keinen wirklich großen Hörraum über 40 Quadratmeter
einsetzt und zudem nicht die Möglichkeit hat, für die Wiedergabe einer Film-
oder einer Musik-DVD richtig aufzudrehen, sollte sich überlegen, ob sich die
Investition lohnt. Einen Ferrari kauft man ja auch nicht, um mit Tempo 120 über
vielbefahrene Autobahnen zu schleichen oder um zum Supermarkt zum einkaufen zu
fahren.
DSP und Surround-Aufpolierer

Yamaha verspricht eine umfassende, dichte Darstellung mit
Hilfe des Vierfeld-Cinema-DSP (inklusive Surround Back-Klangfeld). Im Test
konnte der DSP-Z9 mit überragenden DSP-Leistungen aufwarten
Yamahas "DSP-Ferrari" kann aber noch mehr. Ein großes Lob bekommen die Yamaha DSP-Entwickler. Die neuen DSP-Programme
präsentieren sich in bestechender Form. Die Verbesserungen, die vor allem bei
den Musik-Programmen offensichtlich werden, zeigen sich an verschiedenen
Punkten: So ist das Hallverhalten wirkungsvoll optimiert worden. Gerade bei den
Musik-DSPs war in der Vergangenheit eine zu hallbetonte Gesamtcharakteristik zu
kritisieren. Die neuen DSPs überzeugen schon ohne das mögliche Feintuning
(viele Parameter können, je nach Geschmack und Raumakustik, eingestellt werden
über ein spezielles Untermenü) durch viele positive Eigenschaften, die sie zu
einem wertvollen Werkzeug für den ambitionierten Heimkino-Experten machen.
Waren früher selbst bei den schon damals guten Yamaha zumindest bei einigen
DSPs nur die Namen unterschiedlich, das Ergebnis hörte sich aber weitestgehend
gleich an (gerade bei den Musik-DSPs), unterscheiden sich die einzelnen
Programme nun weitaus stärker voneinander und werden ihren jeweiligen Namen
auch gerecht. Hinzugewonnen hat auch die Qualität der Stimmwiedergabe, klangen
die Stimmen in der Vergangenheit teilweise etwas emotionslos und fade, ist das
Ergebnis nun durch eine gesteigerte Präzision und einen sauberer
durchstrukturierten Aufbau viel erfreulicher. Auch das natürliche Raumgefühl
und die gesteigerte Transparenz im Hochtonbereich sorgen für ein völlig neues
DSP-Gefühl, das selbst prinzipielle Gegner dieser Technik in dieser Güte stark
überraschen dürfte. Einige Beispiele: Die "Church"-DSP-Programme
überzeugen nun mit einer deutlich sorgfältigeren Hallstruktur und einer
besseren tonalen Differenzierung. Besonders für manche CDs mit kirchlicher
Musik geeignet sind die DSPs "Royaumont" und "Freiburg". Man
sollte diese Programme allerdings keinesfalls bedenkenlos einsetzen, sondern
sich zuvor über die raumakustischen Voraussetzungen in den Kirchen, die den
DSP-Programen zugrunde liegen, beschäftigen. Dies ist zwar gewiss
zeitaufwändig, wird aber durch eine sehr stimmige, exakte Wiedergabe belohnt.
Beispiel 2: Die DSP-Programme der verschiedenen Konzerthallen. Hervorzuheben
sind hier München und Wien. In beiden Fällen ist eine ausgezeichnete Anpassung
gelungen. Im betreffenden Wiener Saal findet das alljährliche Neujahrskonzert
statt. Von diesen Konzerten gibt es auch die entsprechenden DVDs, erst vor
kurzem erschien die DVD mit dem diesjährigen Konzert. Diese DVDs, über das
genau passende DSP angehört, bringt einen hohen musikalischen Genuss, der in
Form einer sich im Vergleich zu früher viel feiner ausbreitenden Räumlichkeit
auszeichnet. das entsprechende DSP ist nun viel weniger auf "Surround-Show"
und viel mehr auf eine natürlich-klare Wiedergabecharakteristik getrimmt. Dank
der kompletten 96 kHz/24-Bit-Fähigkeit eignen sich die DSP-Programme beim
DSP-Z9 erstmals auch zur qualitativ überzeugenden Bearbeitung von DVD
Audio-Signalen. Mittels i.link und des konfigurierbaren Multichannel-Eingangs
kann man, je nach einkommendem digitalen (i.link) oder analogen Signal die
Nachbearbeitung aktivieren. Wer es lieber "pur" mag, lässt alle
Nachbearbeitung weg und schleust das Signal direkt an die Endstufen weiter.
Als guter Universalist beweist sich auch im Test des DSP-Z9 wieder der Music
Mode von THX. Wenn man ohne die etwas länger dauernde Suche nach dem genau
passenden DSP-Programm Musikquellen akustisch beeindruckend wiedergeben möchte,
ist diese Betriebsart erste Wahl. Es ist auch sinnvoll, THX Ultra 2 Music
einzusetzen, wenn man Quellmaterial hat, dessen akustische Eigenschaften keinem
DSP-Modus entsprechend. Wenn man dann ein nicht korrekt passendes DSP-Programm
anwählt, halten sich die erzielbaren akustischen Freunden in deutlich hörbaren
Grenzen. Daher sollte man dann lieber auf den THX Ultra 2 Music-Modus
zurückgreifen.
Die Dolby Pro Logic IIx - Integration ist ausgezeichnet
gelungen, ein weites, klares Raumgefühl ist bei der vollen 7.1 Konfiguration
herauszuhören. Besonders Pro Logic-decodierte Filme oder Filme in Stereo
können durch die PLIIx-Aufbereitung stark gewinnen, wenngleich hinzugefügt
werden muss, dass selbst ein hervorragender PLIIx-Decoder aus miserablem
Quellmaterial keine Highend-Qualität zaubern kann. Hier sollte man sich also
schon über die systembedingten Grenzen und Möglichkeiten im Klaren sein und
vor allem der Rolle des Quellmaterials. Was insgesamt die DSP-Aufbereitung und
die PLIIx-Wiedergabe angeht, so kann kein anderes Gerät auf dem Markt dem
DSP-Z9 das Wasser reichen. Schon immer fiel uns das große Können der
Yamaha-Ingenieure auf, wenn es darum ging, PLII zu integrieren (als DSP-Programm
gibt es auch noch für PLII/PLIIx die "Enhanced"-Variante mit nochmals
gesteigerter Effektwiedergabe-Kraft), auch die Yamaha DSP-Programme waren eine
Klasse für sich. Mit dem DSP-Z9 aber wurde nun ein neuer Höhepunkt in der
Yamaha DSP-Entwicklung erreicht. Auch im DTS Neo:6-Betrieb begeistert der
Yamaha, gerade fürs Aufpolieren mancher Musikstücke eignet sich das frisch und
dynamisch antretende Neo:6 gut. Zu beachten beim Einsatz ist aber auch die
Akustik des Hörraums, in sehr lebendigen Räumen kann der Sound von Neo:6 etwas
zu hallig wirken. Daher ist es ratsam, umfangreiche Testreihen für die
Ermittlung der optimalen Signal-Nachbearbeitungsart vorzunehmen.
Stereoklang
Mit der Beurteilung des Stereoklangs sprechen wir immer ein heikles Thema an.
Heikel deshalb, weil Hörer, die sehr viel auf den Hörgenuss in Stereo geben,
oftmals von der Stereo-Klangqualität von Surroundverstärkern enttäuscht sind.
Wir vertreten zwar die Auffassung, dass sich in Bezug auf die Stereo-Soundgüte
selbst bei günstigeren AV-Receivern und -Verstärkern eine Menge getan hat,
einer gewissen Klientel ist dies - belegt durch verschiedene Aussagen zu
verschiedenen Geräten in unserem Forum - anscheinend aber immer noch zu wenig.
Der Tester kann dies nur begrenzt nachvollziehen, denn zum einen liegt der
Schwerpunkt bei Multichannel Surround-Maschinen eindeutig, ganz gleich, aus
welcher Preisklasse sie kommen, in der mehrkanaligen Wiedergabe. Zum zweiten
drückt der Satz "mein Stereoverstärker hat deutlich weniger gekostet und
klingt viel besser als mein neuer Surroundverstärker" leider kein allzu
großes Verständnis der zugrunde liegenden Materie aus. Während nämlich der
Stereoverstärker ein vergleichsweise schlicht aufgebautes Gerät ist, das
ausschließlich die Aufgabe hat, Stereosignale akustisch akkurat aufzubereiten,
sind moderne Surroundverstärker halbe Computer, die ein ungleich breiteres
Aufgabengebiet beackern müssen. Auch, was die "klassische Technik"
angeht (Endstufen, Kühlelemente, Trafo) muss in einem AV-Verstärker oder
-Receiver zum vertretbaren Preis mehr verbaut werden. Wer solche Technik nicht
möchte, so raten wir, der sollte besser beim guten alten Stereoverstärker
bleiben. Wenn nur ab und zu ein paar Filmchen angeschaut werden sollen, dann
reicht für diesen Zweck auch ein günstiger AV-Receiver mit einem günstigeren,
kompakten Lautsprechersystem, und der hochwertige Stereoverstärker kann mit den
edlen Standlautsprechern weiterhin für die musikalische Freizeitgestaltung
genutzt werden.
Oftmals aber verwechseln die sehr "engagierten" Stereohörer auch
eines: Es gibt - auch wenn dies manche selbsternannte Experten nur als Merkmal
unzureichender Komponenten ansehen - durchaus verschiedene akustische
Auslegungen, die nicht nur den Surround-Sound, sondern genauso die Klanggüte im
Stereobereich betreffen. Hier gibt es eine Auswahl von Geräten auf dem Markt,
die trotz ihrer Eigenschaft, auch AV-Verstärker oder -Receiver zu sein,
wirklich gut klingen - aber verschiedene Prioritäten bedienen. Wenn man z.B.
Verfechter eines streng natürlichen, sehr frischen Klangbildes ist und man
einen Verstärker hört, der sehr voluminös und kräftig aufspielt, so ist es
falsch, zu sagen, der voluminös-kräftige Verstärker klinge schlecht. Es ist
vielmehr so, dass er Ausdruck einer anderen akustischen Ansicht ist, und über
individuelle Geschmäcker lohnt es sich nicht, zustreiten. Es ist eine Frage der
persönlichen Prioritäten, und endlich sind wir auch bei unserem DSP-Z9
angelangt, der insgesamt so gute Stereoqualitäten mitbringt, dass auch
anspruchsvolle Anwender, die sonst an vielen AV-Komponenten Kritik üben, sehr
zufrieden sein dürften. Natürlich ist es auch beim DSP-Z9 so, dass er eine
gewisse Auslegung an den Tag legt, die wiederum eine bestimmte Zielgruppe sehr
schätzt. Und diese Zielgruppe ist beim Yamaha ganz klar diejenige, die einen
sehr klaren, frischen und natürlichen Sound bevorzugen. Mit schöner,
filigraner Detailarbeit nimmt sich der DSP-Z9 vor allem klassischer Musik und
auch Jazz- und Folk-Musik an und schafft eine klare virtuelle Bühne mit
hervorragender akustischer Tiefe. Es ist die Leichtigkeit des Seins, die der
Yamaha demonstriert, die dafür sorgt, dass die Zuhörerschaft den Esprit und
den Geist der Musik spürt. Der DSP-Z9 schafft es dabei, nie zu spitz oder zu
schmal zu klingen. Ein extrem voluminöser Darsteller, der ein kräftiges
Fundament über alles stellt, ist dieses Gerät aber nicht. Er ist wie
geschaffen z.B. für die Darstellung qualitativ hochwertig aufgenommener
Kammerkonzerte, weil er hier seine große Sorgfalt in Bezug auf die
Detaileinarbeitung exzellent umsetzen kann. Er ist ein leidenschaftlicher
Darsteller hochklassiger Solis, gerade z.B. beim Piano oder beim Violoncello
rückt er eine erstaunliche Ausdruckskraft, die für ein intensives, emotionales
Klangerlebnis sorgt, in den Mittelpunkt seiner Darbietung.
Bewertung Pegelfestigkeit      
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Dolby PLIIx/Neo:6/DSP      
Bewertung Klang Stereo      
Fazit
Yamaha verschiebt die Grenzen des Machbaren nach oben: Mit dem DSP-Z9 ist ein
Highend-Multichannel-Verstärker entstanden, an dessen DSP-Sektion,
Bedienkonzept und umfassende Ausstattung momentan kein anderes Gerät
vergleichbarer Preisklassen herankommt. Mit hervorragenden akustischen
Eigenschaften, die, je nach Software, für die beste Wiedergabecharakteristik
selbst im Vergleich zu Dolby PLIIx oder THX Ultra 2 sorgen, sind die
DSP-Programme des DSP-Z9 eine Klasse für sich. Sicherlich, die gängigeren THX-
und Dolby-Programme sind die besseren "Universalisten", bei manchem
Quellmaterial aber ermöglichen die Yamaha-Programme eine nochmals umfassendere
Gesamtwiedergabe. Doch nicht nur die Yamaha-eigenen Betriebsarten begeistern:
Auch in den Standardmodi braucht der DSP-Z9 keinen Konkurrenten fürchten - nur
der ebenfalls brillante Pioneer VSA-AX10i-S
und der preislich günstigere Marantz SR-9300
können, je nach Prioritätensetzung, attraktive Alternativen sein. Kein
Konkurrent kommt hingegen an die imposante Ausstattung des Yamaha heran. Hier
ist einfach alles im Paket enthalten, was sich auch anspruchsvollste Anwender
wünschen: Umfangreichste Nachbearbeitungsmöglichkeiten, ein aufwändiges und
bis auf kleine Detailmängel (Fehlermeldungen trotz akkurater Verkabelung)
exzellent arbeitendes Lautsprecher-Einmesssystem, extrem viele Anschlüsse, ein
hochwertiger Videoscaler mit Faroudja DCDi-Technik sowie ein optisch perfekt
gelungenes Graphical User Interface für die übersichtliche Bedienung. Wir sind
gespannt, ob es Konkurrenten gibt, die dieses Paket in absehbarer Zeit schlagen
können. Potentielle Anwärter gibt es, so folgt bei uns ein Test des Marantz
SR-12S2, ebenfalls erscheint voraussichtlich im Sommer der modular aufgebaute
Highend-AV-Receiver Onkyo TX-NR1000E.
Sicherlich wird auch Denon einen Nachfolger des vom Grundkern schon älteren
AV-A1SRA in diesem Jahr auf den Markt bringen. Fest steht aber jetzt schon, dass
diese hochwertigen Geräte ihr Äußerstes geben müssen, um am Thron des Yamaha
rütteln zu können oder zumindest mit ihm gleichzuziehen.
Yamahas Einstieg in die absolute Luxusklasse
endet mit einem triumphalen Erfolg für das DSP-Wunder DSP-Z9
Gesamturteil:

High-End-Klasse
Test 08.03 2004
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Momentan beste DSP-Sektion aller AV-Verstärker
-
Extrem hohe Pegelfestigkeit und Leistungsfähigkeit
-
Zur Beschallung überdurchschnittlich großer Hörräume geeignet
- Großartige Stimmdarstellung in allen Betriebsarten
- Sehr realistische Gesamtakustik mit hoher Detailtreue
-
Detailreicher, frischer Stereoklang
-
Ausstattung inklusive Videoscaler ist neue Referenz
-
Überraschend gute Bedienbarkeit dank exzellentem GUI
-
Aufwändige, sorgfältige und langlebige Konstruktion
-
Hochklassige Verarbeitung des Gehäuses
-
In Anbetracht der Performance günstiger Preis
Contra:
Technische Daten
-
AV-Verstärker mit THX Ultra II-Zertifikat,
Videoscaler und i.link-Interface
-
DIN-Ausgangsleistung (4Ohm, 1kHz, 0,7%THD): 2xFront, Center,2xSurround, 2xSurround Back, mit je 300W + 2x Presence mit je 90W
-
Neu entwickeltes GUI mit 2.Fernbedienung für
übersichtliche Justage
-
Fünfstufiges YPAO-Lautsprecher-Einmesssystem
mit Messmikrophon und parametrischem EQ
-
192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler für alle
Kanäle
-
Yamaha Digital TOP-ART-Technik für akkurate
Klangreproduktion
-
Decoder für: THX Ultra 2, THX Surround EX,
Dolby Digital 5.1/5.1 EX, DTS 5.1/ES Matrix/Discrete 6.1, Dolby Pro Logi/Pro
Logic II/Pro Logic IIx, DTS Neo:6, DTS 96/24
-
33 Yamaha DSP-Programme mit 96
kHz/24-Bit-Verarbeitung
-
Vierfeld-Cinema-DSP für umfassende
DSP-Bearbeitung/erzeugt vier unabhängige Klangfelder (Front, Surround links, Surround rechts und Surround hinten)
-
Yamaha Silent Cinema für Surroundgenuss mittels
normalem Stereokopfhörer
-
Night Listening Modus für Dolby Digital UND DTS
-
Virtual Cinema DSP für Surroundfunktionalität
mit nur 2 Lautsprechern
-
Prozessor-Direkt-Schalter: Pure Direct, Direct
Stereo Modus
-
Menu für den 6-Kanal Eingang: inklusive Time
Alignment
-
Hochwertiger Videoprozessor inklusive Scaler,
Faroudja DCDi Technologie, Video-EQ, Bildformat-Umschaltung und
Progressive-Signalausgabe
-
Volldigitale 3-Wege-Video-Signalwandlung
-
Audio-Delay für die zeitgleiche Wiedergabe des
Audio- und Videosignals
-
Anschlüsse: i.link-Interface, weitere
Eingänge: Eingänge: 7xopt. + 4xkoax. Digital, 7xAV mit S-Video, 5xAudio,
6xYUV, Ausgänge: 2 x YUV, 2x Audio, 3 A/V + 1x Zone 2 A/V mit S-Video, 6-Kanal-Eingang für
externe Decoder: 6 + 2 Kanal Konfiguration, Pre Out: für alle Kanäle und Zone 2,
doppelter Subwoofer-Ausgang mit umschaltbarer Übernahmefrequenz,
Phono-Eingang, Front AV-Eingang mit S-Video-Beschaltung plus optischem
Digitaleingang, RS232-Schnittstelle
-
Dämpfungsfaktor (8 Ohm,20-20.000 Hz): 200
-
Frequenzgang: 10Hz-100.000Hz, +0dB, -3dB
-
Geräuschspannungsabstand (CD): 100dB
-
Klirranteil: 0,005%
-
Subwoofer- Trennfrequenz: 9-fach umschaltbar
-
Aufnahmeleistung: 1000W
-
Aufnahmeleistung: Standby: 1W
-
Fernbedienung: vorprogrammierte und lernfähige Systemfernbedienung + Fernbedienung für das On Screen Menu
-
Lieferbare Farben: Schwarz, Titan
-
Abmessungen (B x H x T): 435x211x471 mm
-
Gewicht: 30kg
Anhang: Ausstattung und DSP-Technik
Wie von Yamaha-AV-Verstärkern und -Receivern gewohnt, tritt auch der DSP-Z9
mit unterschiedlichen HiFi-und Cinema-DSP-Programmen in verschiedenen
Variationsmöglichkeiten an. Hier der Überblick:
HiFi-DSP:
- Concert Hall 1: Wählbar: Munich A (Philharmonie München, große, fächerförmige
Konzerthalle mit etwa 2500 Sitzen, Die gesamte Inneneinrichtung ist aus Holz
gefertigt. Wenig Reflexionen von den Wänden, der Klang breitet sich fein
aus), Munich B (Diese Halle wird häufig für Orchesteraufnahmen genutzt und
ist hufeisenförmig aufgebaut. Sitzanzahl ca. 1.300. Die Halle ist aus
Marmor gebaut, so dass es zu relativ linearer Resonanz kommt. Des weiteren
sorgt die hohe Decke dafür, dass der Klang länger als in anderen
Konzerthallen üblich nachhallt) Frankfurt (Große hufeisenförmige
Konzerthalle mit etwa 2400 Sitzplätzen. Solides, kraftvolles Klangbild. Der
virtuelle Sitz des Zuhörers befindet sich im rechten mittleren Abschnitt
des ersten Geschosses), Stuttgart (Große, asymmetrische Halle mit rund
2.000 Sitzen. Der von der Betonwand rechts von den Zuhörern reflektierte
Sound weist ein kraftvolles Presence-Soundfeld auf, Vienna (klassische
hufeisenförmige Konzerthalle, 1700 Sitzplätze, reich mit Ornamenten
verziert, dadurch reichhaltige Reflexionen, voller, reicher Sound. Das
traditionelle Neujahrskonzert findet in dieser Halle statt. Die DVDs mit den
Aufnahmen des Neujahrskonzertes klingen exzellent, gerade mit dem nun
überarbeiteten DSP), Amsterdam (Hufeisenförmige Konzerthalle mit 2.200
Sitzen, kreisförmige Bühne mit hinter der Bühne angeordneten
Sitzplätzen).
- Concert Hall 2: USA Hall A (Boston Philharmony, große Konzerthalle mit
2600 Plätzen, traditionelles europäisches Design, einfache
Innenausstattung, Betonung der mittleren und hohen Frequenzen), USA Hall B
(Geräumige, bogenförmige Konzerthalle mit domartiger Decke, Platz für
2.600 Personen. Reiche Resonanzen im Sound, da die Nahhallperiode
überdurchschnittlich groß ist. Zusätzlich sorgt der über der Bühne
angebrachte Reflektor dafür, dass die Zuhörer einen reichen Sound aus der
Richtung der Bühne genießen können), Live Concert (Große, runde
Konzerthalle mit reichen Klangeffekten, starkes Presence Soundfeld für
Betonung der Bühnencharakteristik. Der virtuelle Sitz des Zuhörers ist
vorn in der Mitte in Bühnennähe)
- Church: Freiburg (lange Nachhallverzögerung, frühzeitige Reflexionen
eher klein), Royaumont (Akustik des Speiseraums im mittelalterlichen Kloster
Royaumont, bei Paris gelegen), Tokyo (Saint Mary`s Chapel, Nachhall moderat,
2,5 sek., sehr gut geeignet für Kirchenmusik mit Orgel oder für chorale
Musik)
- Jazz Club: The Bottom Line (Jazz Club in New York mit Plätzen für 300
Personen. Klang recht natürlich, für einige Jazz-Aufnahmen geeignet. Auf
jeden Fall aber, je nach Gusto, in normalem Stereo oder PLII Music gegen hören),
Village Gate (New Yorker Jazzclub, der sich im Keller befindet, virtuelle
Sitzposition links in Richtung Raummitte), Village Vanguard (New York an der
7. Straße, Raum mit niedriger Decke, Bühne nicht mittig, sondern in
Raumecke)
- Rock Concert: The Roxy Theatre (Für dynamische Rockmusik geeignet. Die
Daten stammen aus Rock-Club aus L.A. Virtueller Sitz des Hörers: In der
Mitte der Halle), Arena (Klassische, kastenförmige Konzerthalle, lange Verzögerungszeiten
zwischen dem direkten Sound und den Effekten mit dem Raumgefühl einer großen
Arena), Warehouse Loft (typische Mehrzweckhalle aus Beton, mit sehr
deutlichen Reflexionen von den Wänden)
- Entertainment: Disco (der Sound ist dicht und stark konzentriert), Party
(als Background Programm bei der Privatparty, Betonung der Surroundkanäle),
8-Kanal-Stereo
Cinema-DSP:
- Movie Theater 1: Spectacle, weites Soundfeld eines 70 mm Filmtheaters wird
kreiert. Besonders gut geeignet für Actionfilme mit vielen Effektsequenzen.
Effektiv arbeitender Bassbereich mit großem Volumen und beachtlicher Präzision.
Sehr gutes Raumgefühl, Effekte werden mit hoher räumlicher Dichte und
einwandfreier Ortung präsentiert. Spielt sehr frei auf, mit nun sehr
klarem, sauber gestaffelten Hochtonbereich. Bei richtiger Einstellung
relativ unanfällig gegen kleinere räumliche Probleme. Gute Alternative, je
nach Geschmack des Publikums, zu THX Ultra.
- Movie Theater 1: Sci-Fi, wirkt noch eine Spur weitläufiger als Spectacle,
dafür z.B. bei Schusswechseln nicht ganz so explosiv. Extrem saubere,
räumliche Darstellung. Atmosphärisch dichte Übertragung des Music Score.
Stellt bei "Star Wars Episode 1 und Episode 2" Raumflüge durch
die Galaxis und das Leben an Bord der Raumschiffe mit hoher
Detailgenauigkeit her. Schafft viel Atmosphäre.
- Movie Theater 2: Adventure, Sehr guter Kompromiss aus kräftiger
Effektwiedergabe und hervorragender Gesamtharmonie. Voluminöser, voller
Klang mit großer Dichte. Hat im Hochtonbereich, wie auch Spectacle und
Si-Fi, an Transparenz und Klarheit gewonnen. Sehr frischer, dennoch
kraftvoller Klang mit großer Homogenität auch bei hohen Pegeln. Gute
Alternative zu THX.
- Movie Theater 2: General. Manche ältere
Produktionen oder Filme mit eher zurückhaltender Effektwiedergabe klingen
damit eine Spur harmonischer, vielleicht auch die ein oder andere Komödie.
Ansonsten kaum Verbesserungen gegenüber der "normalen" DD/DTS/ProLogic-Wiedergabe,
bei manchen Filmen ist die Sprachverständlichkeit durch die Begrenzung des
Echoeffekts bei Konversationen in diesem DSP besonders gut.
- Enhanced Mode (DD/DTS/ProLogic): Dieses DSP simuliert die Multi
Surround-Lautsprechersysteme von Kinos für 35 mm-Filme. Ohne Verlust
der Ortung des Originalsklangs soll eine gute Effektwiedergabe garantiert
sein. Bei einigen Filmen Verbesserung des Volumens des Surround-Klangfelds
Für Audio/Video-Quellen (besonders in 2-Kanal):
- Music Video: DJ. Soll laut Bedienungsanleitung die Stimme des DJs klarer
ertönen lassen. Schlechte Umschreibung für ein gutes DSP-Programm, denn
gerade für HipHop-Musik ist diese Betriebsart empfehlenswert. Die Stimm-
und Instrumentalwiedergabe untermauert den unmittelbar-provokanten Stile
hervorragend.
- Music Video: Pop/Rock. Soll die Live-Atmosphäre eines Pop-/Rock-Konzerts
wiedergeben
- Music Video: Classical Opera. Soll die Stimmtiefe und den Stimmaufbau
gerade bei Opern optimieren. In der Praxis für manche Opern-CDs und DVDs
nicht schlecht geeignet, da erfreulicherweise auch nicht mit übertriebenem
Nachhall operiert wird. Das Surround-Klangfeld ist nicht überpräsent,
somit behält das DSP die für eine Oper meist typische, bühnen-betonte
Klangcharakteristik bei. Schöne Atmosphäre beim Klatschen des
Publikums.
- Music Video: Pavillon, soll eine Stimmreproduktion wie in einem
geräumigen Pavillon erzeugen. Für manche TV-Sendungen recht gut
geeignet.
Der grafische Equalizer
Außer dem bereits ausführlich behandelten parametrischen EQ bringt der
DSP-Z9 noch einen Neunband-Grafikequalizer mit. Mit diesem kann man manuell die
Klangqualität der einzelnen Lautsprecher aufeinander abstimmen. Die
Wahlmöglichkeiten sind in einem Bereich zwischen -6 bis +6 dB möglich. Die 9
Freuenzbänder in der Übersicht:
- 63 Hz
- 125 Hz
- 250 Hz
- 500 Hz
- 1 kHz
- 2 kHz
- 4 kHz
- 8 kHz
- 16 kHz
Welche Lautsprecher sind zu verwenden?
Der Yamaha DSP-Z9 ist bei der Wahl der Lautsprecher flexibel. Trotz THX Ultra
2-Zertifikats muss man kein entsprechendes Lautsprechersystem an diesem
Verstärker betreiben, wenngleich anzumerken ist, dass Systeme wie das Teufel Theater 8
und das Jamo D 7 extrem gut mit dem DSP-Z9
harmonieren. Für diejenigen, die die Stereo-Wiedergabequalität großer
Standlautsprecher schätzen, sind auch edle Boxensets von Nubert,
Infinity (Kappa) oder KEF
(Reference) eine Empfehlung. Wichtig ist es auf jeden Fall, einen groß
dimensionierten Center zu verwenden, da der Yamaha über eine überragende
Stimmwiedergabe verfügt. Daher ist das Theater 8 oder das D 7 System auch sehr
empfehlenswert, da durch die drei identischen Frontlautsprecher, die in gleicher
Höhe befestigt werden sollten, eine harmonische, gleichmäßige und imposante
Front-Effektkulisse erzielt wird. Wer Standboxen plus Center verwendet, sollte
den Center tunlichst nicht auf den Boden stellen, trotz der "Dialog
Lift" Funktion des Yamaha. Muss der Center tief befestigt werden, so
raten wir zu einer Anwinkelung in Richtung des Hörplatzes. Auf jeden Fall
empfehlen wir, den DSP-Z9 in einer kompletten 7.1 Konfiguration zu betreiben.
Nicht nur der Nutzen von THX Ultra 2, auch die gesammelte restliche DSP-Power
kommt erst in dieser Auslegung voll zur Geltung. Nicht unterschätzen
sollte man die Wichtigkeit eines aktiven Subwoofers mit entsprechenden
Leistungsdaten. Auch, wenn der Yamaha aufgrund seiner hohen Belastbarkeit ohne
einen aktiven Basslautsprecher an großen Standlautsprechern mit weitreichendem
Tiefgang betrieben werden kann, so ist gerade für den Film-Enthusiasten ein
leistungsstarker Subwoofer fast ein Muß. Wir raten hier zu Exemplaren, die
mindestens 400 bis 500 Watt mitbringen. Besonders imposant wird das Klangbild,
wenn zwei aktive Subwoofer oder ein extrem leistungsstarker Bassist verwendet
werden.
Was die Anzahl der
Lautsprecher betrifft, findet sich beim DSP-Z9 eine Yamaha-typische Besonderheit: So gibt
es zwei zusätzliche Front-Effektlautsprecher, die im Abstand von mindestens 0,5
Meter, am besten links und rechts oben an den äußersten vorderen Enden des Hörraums
angebracht werden sollen. Die Vorteile dieser beiden Front-Effektlautsprecher: Effekte beziehungsweise
Geräusche, die von vorne links oder vorne rechts oben kommen, können besser räumlich
abgebildet werden. Dies ist gerade bei Explosionen mit wegfetzenden Trümmerteilen
oder bei der Darstellung vorbeifliegender Hubschrauber oder Flugzeuge einer
realeren Wiedergabe zuträglich.
Yamaha DSP
DSP-Programme - die Grundlagen
Zunächst muss hinzugefügt werden, dass dieser Text sich noch
auf dem Stand der bisherigen Yamaha DSP Verarbeitung befindet. Wir werden mit
Yamaha zwecks einem inhaltlichen Update Kontakt aufnehmen, damit die behandelten
Themenkomplexe möglichst schnell auf den neuesten Stand gebracht werden, der
die immensen Neuerungen der DSP-Z9-Technik mit berücksichtigt.
Der Yamaha DSP Prozessor ist so aufgebaut, dass eine völlig unabhängige
Verarbeitung des vorderen Präsenzbereiches und des hinteren
Surround-Soundfeldes ermöglicht wird. Der Surroundbereich wird schon seit
der Einführung der Cinema DSP Technolgie 1990 (damals war Dolby Pro Logic der
Mehrkanalstandard) mit zwei unabhängigen Klangfeldern für den linken und den
rechten Kanal nachbearbeitet. Mit dem Aufkommen der Extended
Surround-Heimkino-Tonnormen DTS ES und Dolby Digital EX legte Yamaha nach und
setzt ein zusätzliches drittes Klangfeld für den Back Surround Kanal, der bei
Yamaha mit einem Lautsprecher betrieben wird, ein. Die Position der
akustischen Effekte wird durch das dekodierte Eingangssignal vorgegeben, der
Dekoder selbst arbeitet mit unendlich großer Kanaltrennung - in der Praxis
jedoch ist ist die Kanaltrennung durch die nachfolgenden analogen Baugruppen des
Verstärkers (speziell zu nennen wäre die gemeinsame elektrische
Masseverbindung) leicht eingeschränkt.
Die Signalverarbeitung der einzelnen Kanäle durch den DSP Prozessor erzeugt
aus den bis zu 6 Vollfrequenzkanälen bei Dolby Digital und DTS, die nach dem
Decodieren als relativ "punktförmige" Informationen zur Verfügung
stehen, ein geschlossenes Klangbild. Die Ausdehnung und die Intensität, mit
anderen Worten die Charakteristik des jeweiligen Klangbildes, variiert je nach
angewähltem DSP Programm. Die Wahl des entsprechenden DSP Programms sollte sich
nach dem vorliegenden Film- oder Musikmaterial richten, da nur beim optimalen
Zusammenspiel vom Ausgangsmaterial und der gewählten DSP Nachbearbeitungsart
eine optimale Performance erreicht werden kann.
Auf der Basis normaler Wiedergabearten wie Mono, Stereo, Dolby ProLogic
Surround, Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1 gestalten die Yamaha-Toningenieure ihre
eigenen Soundfelder. Jedes der Cinema-DSP-Programme ist vom Charakter her
verschieden, denn die auf realen Messungen beruhenden Daten, die dann zu den
verschiedenen vorkommenden Soundfeldern verarbeitete werden, unterscheiden sich.
Bei den Soundfeldern differenziert Yamaha zwischen dem Presence-Soundfeld (das
Soundfeld, welches sich vorne hinter den Lautsprechern ausbreitet) und den
linken und rechten Surround-Soundfeld sowie dem Nachhall. Die Presence- und
Surround-Soundfeld-Daten zeigen sich in der Verteilung der virtuellen
Klangquellen und der Echomuster. Die zwei unterschiedlichen Soundfeld-Typen
werden mit komplexen Elementen wie zum Beispiel der Energiebalance und den
Signalmischverhältnissen verarbeitet. Insgesamt ergibt sich so ein exakt auf
das Wahrnehmungsvermögen der Zuhörer zugeschnittenes Soundfeld.
Das erklärte Ziel von Yamaha DSP ist, die räumlichen und klanglichen
Eigenschaften eines Kinosaals in einem möglichsten hohen Grad an Perfektion auf
die heimischen "vier Wände" zu übertragen, beziehungsweise die
geringere Anzahl der Lautsprecher zu Hause und die ungünstigeren räumlichen
Bedingungen bestmöglich zum kompensieren. Daher erzeugt der Yamaha DSP
Prozessor ein Klangfeld nach einem Reflexionsmuster, das dem eines Abhörstudios
der Filmindustrie entspricht. Yamaha-typisch ist, dass im Surroundbereich nicht
auf Dipole, sondern auf Direktstrahler gesetzt wird. Vorteil dieser Lösung soll
laut Yamaha sein, dass das hörraumeigene Klangfeld durch den anderen Aufbau
eines Direktstrahlers im Vergleich zum Dipol nicht zu stark angeregt wird.
DSP-Programme richtig verstehen: Spezielle Aspekte und Grenzen
der Ton-Nachbearbeitung
-
Um bei Dolby ProLogic-codiertem Tonmaterial die rechts-/links-Trennung im
Surroundbereich zu verbessern, stützt sich der dem Nachbearbeitungsvorgang
zu Grunde liegende Algorhythmus des Prozessors - anders als bei Dolby
Digital oder DTS - auch auf tonale Informationen aus den Stereokanälen.
Dies kann im Einzelfall zu dem Eindruck führen, dass die Kanaltrennung vorn
- hinten leicht eingeschränkt ist
-
Um ein geschlossenes Klangfeld ohne störende Klanglöcher im
Heimkino-Raum zu erzeugen, werden Effektverläufe von vorn nach hinten oder
auch von hinten nach vorn von einem Kanal an den anderen "übergeben".
Speziell bei impulsartigen Signalen ist daher die hörbare Übernahme in den
Surroundbereich sachgerecht - denn, so argumentiert Yamaha, dieses Verhalten
entspricht genau dem in der realen Welt. Hier sollte eher der Vergleich zum
Kino als der zu "reinem", also nicht nachbearbeiteten Dolby
Digital gezogen werden. Auch die akustischen Eigenschaften des Hörraums
spielen - je nach dessen "Halligkeit" und/oder Hellhörigkeit
- in die Wahrnehmung solcher eben geschilderter Effekt hinein.
-
Ein weiterer Einfluss entsteht durch die akustischen Eigenschaften des
gewählten DSP-Programms. Zu beachte ist hier aber, dass - wie weiter unten
ausführlich erläutert - die Parameter jedes einzelnen DSP-Programms
individuell nachbearbeitet werden können. Speziell mit Hilfe einer
Reduzierung der Parameter "Liveness", "Room Size" und
"Initial Delay" lässt sich einem zu großen akustischen
Eigenleben des Hörraums beikommen.
-
Bei der Wiedergabe von Stereosignalen in einem der Movie
Theatre-Programme wird der Dolby ProLogic-Dekoder aktiviert. Durch die
einfache Struktur des Decoders wird dann das Differenzsignal L - R auf die
Surroundkanäle geführt, somit wird das DSP zusätzlich unterstützt.
Da Yamaha die Movie Theatre Programme für die Wiedergabe von Mehrkanalton
entwickelt hat hat, ist der Dolby ProLogic-Dekoder nicht abschaltbar und führt
daher zu den vorher genannten unerwünschten Effekten bei der Wiedergabe von
uncodiertem Stereomaterial. Da hilft dann nur die Wahl eins Programms ohne
den vorgeschalteten Dolby PL Dekoder.
Die Vorbilder für die Yamaha DSP-Programme
Mit den paar DSP-Programmen, die sich bei fast jedem AV-Receiver oder -Verstärker
als Bonus Feature im Ausstattungsumfang befinden, sind die Yamaha DSPs kaum zu
vergleichen. Die Yamaha-Variante ist darum sehr interessant, weil die
Yamaha-Toningenieure für ihre verschiedenen Cinema- und Hifi-DSP-Programme real
existierende Räume tonal exakt vermessen haben. Das heißt: Für die
Kino-DSP-Programme dienten als Maßstab verschiedene Kinos auf der ganzen Welt,
für die Hifi-DSP-Programme zum Beispiel Konzerthallen und Kirchen. So handelt
es sich nicht um ausschließlich am Computer erstellte Programme, sondern um auf
realen Bedingungen basierende. Zur Yamaha DSP-Technologie gehören umfangreiche
Einstellmöglichkeiten, die es ermöglichen, das jeweilige Programm optimal an
das akustische Verhalten des Hörraums anzupassen. Ebenso kann der Benutzer die
Homogenität des Klangbilds der verwendeten Lautsprecher mit verschiedenen
Einstellmöglichkeiten anpassen. Viele Yamaha DSP-Programme sind in Hinsicht auf
die beiden miteinander konkurrierenden Mehrkanal-Tonformate DTS und Dolby
Digital optimiert.
Hier ein Beispiel (Cinema DSP Movie Theatre, Programmtyp "Spectacle"),
wie sich ein DSP-Programm grafisch ausdrücken lässt:

Gut zu erkennen: Wie der Name "Spectacle" schon erahnen lässt,
liefert dieses Programm eine besonders intensive Soundwiedergabe. Dies betrifft
sowohl das rosafarbene Presence-Soundfeld vorn als auch die beiden blau eingefärbten
Surround-Klangfelder. Damit eignet sich das Spectacle-Programm besonders gut für
effektgewaltige Actionfilme. Das oben abgebildete Schema wird bei der DD/DTS 5.1
Nachbearbeitung angewendet.

Auf dem obigen Bild ist das Movie Theatre Programm "Sci-Fi"
grafisch veranschaulicht. Wie die intensive, hellgraue Fläche zwischen den
beiden mintgrün und blau eingefärbten Surround-Soundfeldern andeutet, ist hier
ein drittes Surround-Soundfeld aktiv: Das für den Back Surround Center bei DTS
ES und Dolby Digital EX.
Für den wahren Heimkino-Fan mit einigem Sachverständnis bietet
Yamaha auch noch verschiedene Nachbearbeitungsfunktionen für die DSP-Programme
des DSP-Z9:
- DSP Level: Hier kann man den Wirkungsgrad aller DSP-Effekte in einem
schmalen Regelbereich zwischen-6 und +3 dB einstellen. So lässt sich in
Abhängigkeit von der Akustik des Hörraums die Intensitität der
DSP-Signalverarbeitung in Relation zum direkt wahrgenommenen Klang
verändern.
- INIT.DLY (Initial Delay = Anfängliche Verzögerung): Mit dieser Funktion
kann der wahrgenommene Abstand vom Quellensound verändert werden: Die Verzögerung
zwischen dem direkten Klangbild und der ersten wahrgenommenen Reflektion
kann hier in einem Steuerungsbereich von 1 bis 99 Millisekunden eingestellt
werden. Je kleiner der Wert ist, umso näher scheint der Quellenklang
akustisch am Hörer zu liegen, bei einem großen Wert entfernt sich der
Quellenklang akustisch weiter. Ein kleiner Wert ist für einen kleinen Hörraum,
ein großer für einen großen Hörraum zu empfehlen
- ROOM SIZE: Dieser Parameter stellt die wahrnehmbare Größe des
Surround-Soundfeldes ein. Je größer der Wert, umso größer wird das
Surround-Soundfeld. Einstellbereich: 0,1 bis 2,0. Da der Klang wiederholt in
einem Raum reflektiert wird, kommt es mit zunehmender Größe der Halle
dazu, dass die Zeit zwischen dem ursprünglich reflektierten Sound und den
nachfolgenden Reflexionen zunimmt. Durch die Möglichkeit der Steuerung der
Zeit zwischen den reflektierten Sounds kann man die wahrnehmbare Größe des
virtuellen Saales ändern. Wenn der Parameter von 1 auf zwei verdoppelt
wird, verdoppelt sich die wahrzunehmende Länge des Raumes
- LIVENESS (Lebendigkeit): Dieses Tool stellt das Reflexionsvermögen der
virtuellen Wände in der Halle ein, indem die Abklingrate der frühzeitigen
Reflexionen geändert wird. Einstellbereich 0 bis 10. Einsatzbereich dieser
Funktion: Da die frühzeitigen Reflexionen einer Klangquelle in einem Raum
mit hoher Akustikabsorbation viel schneller abklingen als in einem Raum mit
stark reflektierenden Wänden, kann mit dem LIVENESS-Parameter die
Abklingrate der frühzeitigen Reflexionen von einem "toten"
Raum (Raum mit hoher Absorbationsrate) zu einem "lebendigen Raum (Raum
mit stark reflektierenden Wänden) verändert werden
- Dialogue Lift: Dieser Parameter stellt die Höhe des Klangs der Front- und
Centerkanäle ein, indem einige Elemente der Front- und Centerkanäle den
Presence-Lautsprecher entsprechend zugeordnet werden. Je größer der
eingestellte Wert ist, umso höher erscheint die Position der Front- und
Centerlautsprechers und dementsprechend verändert sich auch der
Klangeindruck.
- S.DLY (Surround Delay = Surround-Verzögerung): Wie die Funktionen zuvor,
diesmal geht es um die Verzögerung zwischen dem direkten Klang und der
ersten Reflexion in einem Surround-Soundfeld. Einstellbereich 0 bis 49
Millisekunden, abhängig vom Digitalformat
- S.INIT.DELAY: Anfängliche Surround-Verzögerung, Regelbereich 1 - 49 ms.
Einstellung der Verzögerung zwischen dem direkten Klang und der ersten
Reflexion auf der Surround-Seite des Klangfeldes
- S.ROOM SIZE: Dieser Parameter stellt die anscheinende Größe des
Surround-Soundfeldes ein (Regelbereich 0,1 - 2,0)
- S.LIVENESS (Surround-Lebendigkeit): Einstellmöglichkeit von 0 bis 10 für
das wahrnehmbare Reflexionsvermögen der virtuellen Wände im
Surround-Soundfeld. Je größer der Wert, umso reflektierender werden die Wände
des Surround-Soundfeldes
- SB.INIT.DLY (Surround Back Initial Delay = Anfängliche Verzögerung
des hinteren Surround Back-Feldes): Wie Funktion davor, nur geht e
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