Test: Subwoofer Yamaha
YST-SW300

Finish, Features und Anschlüsse
Der Yamaha YST-SW300 ist schon ein alter Bekannter. Trotzdem lohnt es sich,
die Qualitäten des in schlichtem Schwarz gehaltenen Boliden näher zu untersuchen. Das
Wort "Bolide" hat durchaus seine Berechtigung, schließlich bringt der Subwoofer
26 kg auf die Waage und zählt mit einer Nennleistung von 185 Watt nicht unbedingt zu den
schwachbrüstigen Vertretern seiner Art. Sein Preis bewegt sich mit 1000 DM (Listenpreis)
in einem durchaus angemessenen Rahmen. Zwei Dinge fallen als erstes auf: Zum einen ist der
Yamaha-Woofer ansprechend verarbeitet - die Abdeckung macht einen soliden Eindruck,
genauso wie das stabile Gehäuse. Die zweite Auffälligkeit ist nicht so positiv, denn der
YST-SW300 verfügt nicht über eine Fernbedienung. Zwar argumentiert Yamaha, dass, wenn
das Gerät einmal eingepegelt ist, ein ständiges Bewegen der Regler für Lautstärke,
Übernahmefrequenz und BASS (tonale Anpassung für Hifi- oder AV-Betrieb) überflüssig
ist, je nach sonstigem Equipment und nach der gewählten Signalquelle sowie dem
Widergabe-Tonformat kann es aber doch mal von Vorteil sein, auch via Fernbedienung ins
Geschehen eingreifen zu können. Ein Phasenumschalter hat der YST-SW300 an der
Gehäuserückseite ebenfalls.
Klangeigenschaften
Die 185 Watt Nennleistung sind nicht nur auf dem
Papier vorhanden - bei der tonal sehr guten Code 2-DVD von "Der Schmale Grat"
zum Beispiel hört man dies deutlich: Sehr voluminös und kraftvoll tritt der YST-SW300
hier auf und sorgt für eine raumfüllende Klangkulisse. Auch an der Präzision lässt es
der Yamaha nicht fehlen - auch bei den DTS-Demo-DVDs Nummer Drei und Vier konnte er
auftrumpfen, vor allem mit seinen schier unerschöpflichen Leistungsreserven. Wenn man
gerne Parties feiert, auf denen auch mal ein paar Stunden kräftige Techno-Beats die
Gäste in Stimmung bringen sollen, kommt mit dem Yamaha-Subwoofer richtig Freude auf: Denn
Leistungseinbrüche kennt er nicht, die einzigen Faktoren, die dem bassgewaltigen
Durchmarsch ein Ende setzen können, sind die genervten Nachbarn sowie weniger gut
aufgenommene CDs, denen eine kraftvolle Bassabmischung ein Fremdwort ist. Wer jetzt
jedoch denkt, sich mit dem YST-SW300 nur einen Meister der lauten Bassgewitter ins
Haus zu holen, sieht sich angenehm enttäuscht: Denn auch bei klassischer Musik gefällt
der Woofer mit einer sehr guten Präzision auch in Passagen, wo der Subwoofer sozusagen
nur "knapp über der Leerlaufdrehzahl" läuft. Aber gerade bei solchen Sequenzen
zeit sich, wie differenziert ein Subwoofer im Bassbereich in der Lage ist, zu agieren.
Fazit
Der Yamaha YST-SW300 beeindruckt durch seine sehr
großen Leistungsreserven und seine sehr gute Eignung für die passende Untermalung von
Filmen - kein Bassgewitter kann ihn in ernste Aufregung versetzen. Auch krachenden
Techno-Bässen sieht der 26-kg-Würfel sehr locker entgegen und verwandelt kurzerhand die
Wohnung in eine Disco. Die Präzision des Basses bei zum Beispiel klassischer Musik ist
ebenfalls sehr überzeugend, so dass der YST-SW300 als rundherum fair kalkuliertes und mit
sehr guten Eigenschaften aufwartendes Angebot gelten kann.
Pro & Contra
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Beinahe unerschöpfliche Leistungsreserven |
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Gute Verarbeitung |
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Faires Preis-/Leistungsverhältnis |
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Keine Fernbedienung |
Technische Daten:
| Nennbelastbarkeit 185 Watt |
| Anschlüsse: 2 x Line-In (Cinch), Lautsprecherterminal
für 2 Boxen (In und Out) mit Schraubverschlüssen |
| Tiefpassfilter stufenlos regelbar von 40 - 140 Hz |
| Übertragungsbereich 30 - 200 Hz |
| BASS-Regelung für Anpassung an HiFi- oder AV-Betrieb |
| Abmessungen (B x H x T in mm): 400 x 500 x 434 |
| Gewicht 26 kg |
| Farbe: schwarz |
| Preis: 1000 Mark |
Test: Carsten Rampacher
Test-Verstärker: Denon AVC-A10SE, Yamaha DSP-AX1
24.07.2000
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