Test: DVD-Player Panasonic
DVD-RV 40

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- &
Softwareentwicklung
Finish, Features und Anschlüsse
Der Panasonic DVD-RV40 ist ein neues Modell in Deutschland ohne direkten
Vorgänger: Er schiebt sich zwischen das "decoderlose" Einstiegsmodell DVD-RV20
für 799 DM und das Top-Modell DVD-RV60 mit Dolby Digital/DTS-Decoder für
1299 DM, das sich im AREA DVD-Praxistest durchweg gute Noten verdiente und keine echten
Schwächen hatte - einmal abgesehen von der wenig überzeugenden Fernbedienung. Diese
liegt leider auch dem 999 DM teuren, in schwarz oder silber lieferbaren DVD-RV40 mit
reinem Dolby Digital-Decoder bei. Ansonsten ist der erste Eindruck durchaus positiv: Der
Player hat ein gefälliges Design und eine ordentliche Verarbeitung, wenngleich in Punkto
Hochwertigkeit kein neuer Standard gesetzt wird. Ernüchterung dann bei der
Ausstattungsliste: Zwar hat der DVD-RV40 lobenswerterweise zwei SCART-Buchsen, doch keine
von beiden kann RGB-Signale ausgeben. Kein besonders günstiger Punkt, wo hier der
Rotstift angesetzt wurde. Schon eher zu verschmerzen ist, dass die verschiedenen
Bildmodi, mit denen der DVD-RV60 aufwarten konnte, hier reduziert wurden: Auf die
Einstellungen "Cinema" und "Normal". Weniger glücklich, dass auch die
in manchen Fällen praktische "User"-Einstellung weggelassen wurde: Kontrast,
Helligkeit, Farbe und Schärfe konnten dort nach individuellem Gusto eingestellt werden.
Auch die Gammakorrektur fehlt beim DVD-RV40. Sehr positiv fällt dagegen das leise und
schnelle Laufwerk auf - das sich aber der Annahme von CD-Rs oder CD-RWs verweigert.
Bedienung
Die Bedienung des DVD-RV40 unterscheidet sich vom Top-DVD-Videoplayer
DVD-RV60 durch das gänzlich fehlende Jog-Shuttle. Während der DVD-RV60 diese praktische
Einrichtung am Gerät mitbringt, muss der Besitzer des DVD-RV40 darauf verzichten -
denn die Fernbedienung ist die gleiche, die dem Top-Gerät beigelegt ist und schon in
dessen Test nicht überzeugen konnte. Die Ergonomie ist nicht die beste, und der gut zu
bedienende Joystick, den die Fernbedienung von DVD-A350 und DVD-A360 mitbrachten, ist
nicht vorhanden. Das On-Screen-Menü des Panasonic DVD-RV40 ist hinlänglich bekannt, wer
einmal alle Symbole kennt, navigiert sich problemlos durch. Sehr zu loben ist, wie beim
DVD-RV60, das einfache Set-Up des Decoders.
Bild
Die Bildqualität des DVD-RV40 ist gut, aber nicht überragend:
Was die Bildschärfe anbelangt, wird mittlerweile auch in dieser Klasse mehr geboten,
ebenso bezüglich der Detailwiedergabe. Dafür gefällt der Panasonic mit einer
exzellenten Farbwiedergabe, einem guten Kontrastumfang und einem zwar, wie schon erwähnt,
etwas weicheren, dafür sehr angenehmen Bild, das kleine Softwareschwächen gut
ausbügelt. Schade nur, dass die "User"-Einstellung, mit der sich auch die
Bildschärfe nachregeln lässt, nur beim Top-Modell zu den Ausstattungs-Features gehört.
Ton
Der Dolby Digital-Decoder des DVD-RV40 leistet sich eine nicht
zu überhörende Schwäche im Bassbereich. Bei der Code 2-DVD von "Der Schmale
Grat" zum Beispiel präsentierte sich der Bass wenig voluminös und mit zu trockener
Auslegung. Bei den verschiedenen Schießereien und Explosionen war selten mehr als ein
laues Lüftchen zu hören - von kraftvollem Basseinsatz weit entfernt, trotz der
Verwendung eines Yamaha YST-SW300, der mit seinen 185 W Nennleistung ansonsten jedem Film
im LFE-Bereich Beine macht. Diese Schwachstelle ist wirkliche ärgerlich, denn im
ebenfalls kritischen Höhenbereich klingt der Decoder überraschend gut. Er betont die
Mitten nicht über und verschafft sich mit einem transparenten, gut abgestuften Klangbild
Gehör.
Digital angeschlossen, schlägt sich der DVD-RV40 wie auch der
DVD-RV60 sehr gut. Tschaikowskys 6. Symphonie (EMI DTS-CD) hört sich trotz
Software-Schwächen spritzig und lebendig an, genauso wie der technisch hervorragende
Ausschnitt aus Mahlers Symphonie auf der dritten DTS-Demo-DVD. Das lässt sich ebenso von
der Filmmusik von "Red Violin" sagen, die sehr natürlich und detailliert
erklang, abgesehen von einer minimalen Schwäche im schwierig darstellbaren Hochtonbereich
der häufig - wie schon der Titel sagt - in der Filmmusik vorkommenden Streicher.
Eine befriedigende Leistung erbringt der DVD-RV40 als analog
angeschlossener Player. Die gebotene Dynamik ist gut, auch im Tieftonbereich ist das
Klangbild differenziert und plastisch. Nur im Hochtonbereich arbeitet der DVD-RV40
anspruchsvolle Klangpassagen zu wenig heraus und bietet ein nur zufrieden stellende tonale
Differenzierung.
Fazit
Lieber mehr oder weniger: Das ist das auf den Punkt gebrachte Fazit zum Test des Panasonic
DVD-RV40. Entweder man greift gleich zum in allen Punkten überlegenen DVD-RV60, oder man
spart 200 DM und kauft den DVD-RV20. Kritikpunkte am DVD-RV40: Der im Bassbereich wenig
überzeugende Decoder, die fehlende RGB-Option sowie die etwas fummelige Bedienung ohne
Jog-Shuttle am Gerät. Die Fernbedienung entpuppt sich erneut als Schwachpunkt, während
das leise und schnelle Laufwerk sehr zu loben ist - auch wenn es keine CD-Rs wiedergibt.
Pro & Contra
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Digitalton gut |
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Harmonisches Bild |
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Sehr schnelles und leises Laufwerk |
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Gibt kein RGB aus |
 |
Decoderklang mit schwacher Leistung im Bassbereich |
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Schlechte Fernbedienung |
Technische Daten
| Eingebauter Dolby Digital-Decoder |
| Videoausgänge: 2x SCART (kein RGB), 1 x Hosiden (S-Video), 1 x
Cinch (Composite) |
Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x koaxial, 1 x
Sechskanal-Out
analog: 1 x Cinch 2-Kanal Downmix |
| Digitaler Cinema-Bildmodus |
| Farben: Schwarz, Silber |
| Maße (B x H x T): 43 x 27,3 x 8,2, cm |
| Gewicht: 2,9 kg |
| Preis: 999 DM (UVP) |
24. Juli 2000
Test: Carsten Rampacher
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