Test: DVD Audio-Player Panasonic
DVD-A7

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- &
Softwareentwicklung
Finish, Features und Anschlüsse
Der Panasonic DVD-A7, bereits seit geraumer Zeit auf dem
deutschen Markt und für einen Listenpreis von 1999 DM eine der günstigsten Möglichkeiten zum
Genuss von DVD Audio, geht unter guten Voraussetzungen in
den AREA DVD-Test: Gäbe es einen Schönheitswettbewerb für
DVD-Player, der DVD-A7 hätte einen der vordersten Plätze sicher.
Eine erstklassige Verarbeitung ergänzt sich mit dem schicken und
ansprechenden Design zu einem harmonischen Gesamtbild. In dieses passt auch die
optisch ansprechende Fernbedienung, die hinsichtlich ihrer guten
Verarbeitungs- und Materialqualität dem Rest des Geräts auch gerecht
wird. Der sehr gute Gesamteindruck der Verarbeitung, der mit
deutlich teureren DVD-Playern problemlos mithalten kann, wird von der
präzise herausfahrenden und gut gelagerten DVD-Lade weiter
verstärkt.
Das Display mit schöner, hoch auflösender Darstellung
und angenehmer Farbgebung findet ebenso den
Gefallen des Testers wie die blaue Beleuchtung, die das Gerät aus der
Masse heraushebt. In allen Punkten, die mit Optik und
Qualitätseindruck zu tun haben, setzt sich der DVD-A7 mit deutlichem
Vorsprung an die
Spitze der DVD-Player bis 2000 DM und zeigt zweierlei: Zum einen, dass
Panasonic der Konkurrenz beweist, dass man es, nach
qualitativ eher weniger zufrieden stellenden Geräten wie dem nicht
allzu hochwertig ausschauenden DVD-A360 oder den zwar gut, aber nicht überdurchschnittlich
verarbeiteten Modellen der aktuellen DVD-RV-Serie, durchaus
beherrscht, exzellent verarbeitete Geräte herzustellen, zum anderen,
dass dies nicht nur bei preislich im exorbitanten Bereich gelegenen
DVD-Playern möglich ist. Das Einzige, was beim Testgerät ein
wenig störte, war das Klicken der Relais im Geräteinneren, wenn
Veränderungen der Betriebsart wie z.B. der Start eines Films, die
erneute Anwahl des Menüs oder das Wechseln zwischen den Tracks auf
einer CD vorgenommen werden.
Die Anzahl der Anschluss- und Bildausgabemöglichkeiten setzt den guten
Eindruck fort: Denn es ist alles vorhanden, was das
Herz des DVD-Fans begehrt - bis auf einen YUV-Ausgang und einen
Progressive Scan-Chipsatz, also ist auch keine Progressive
Scan-Bildausgabe möglich. Aber wer sich
hier beschwert, sollte bedenken, dass auch Panasonic nicht zaubern
kann - mehr DVD-Player für knapp 2000 DM sind wohl kaum zu finden.
Zweimal Scart, Buchse 1 mit RGB-Ausgabe, einmal S-Video Hosiden und
zweimal FBAS-Cinch, dazu gibt es audioseitig neben dem optischen und
dem koaxialen Digitalausgang einen Sechskanal-Ausgang für den
internen Decoder und noch zwei Cinch-Zweikanal Downmix-Ausgänge. Es fehlt auch nicht an
einem Video-Equalizer, der neben drei werksseitig vorprogrammierten
Bildfeldern (Cinema, Fein, Weich) noch die Möglichkeit zur
individuellen Justage bietet (Kontrast, Bildschärfe, Helligkeit,
Farbe). Mit an Bord ist, wie bei DVD Audio/Video-Playern üblich, auch
ein Dolby Digital- und DTS-Decoder.
Der Fehlerkorrektur-Check
Burosch
Audio-/Video-Technik hat eine DVD entwickelt, mit deren Hilfe sich
Rückschlüsse über die Qualität der Fehlerkorrektur bei Laufwerken
von DVD-Playern ziehen lassen. Auf der Disc befinden sich verschiedene
Tracks, die, mit identischem Testbild, nacheinander durchlaufen. Für
die Realisierung dieser DVD waren umfangreiche mathematische
Berechnungen erforderlich, um jeden einzelnen Prüfsektor (= Track)
entsprechend des mathematischen Zusammenhangs um einen bestimmten
Faktor länger als den ihm Vorausgehenden zu machen. In der Praxis
geschieht dies nun durch insgesamt 30 Tracks, die in Schritten von 0,1
mm linear breiter werden, insgesamt also von 0,1 mm (Track 1) bis 3 mm
(Track 30). Die Sequenz am Anfang ist somit kurz, gegen den Außenrand
der DVD wird die Laufzeit des einzelnen Tracks expotentiell größer.
Optisch sieht man einen von innen nach außen größer werdenden
schwarzen Keil auf der Oberfläche der DVD.
Für uns hat die DVD den Vorteil, dass man dem
DVD-Player auf dem Zahn fühlen kann, auch wenn das Endergebnis kein
absolutes in Form eines Zahlenwertes in einer physikalisch gebräuchlichen
Einheit ist. Technisch läuft das folgendermaßen ab, wenn ein Fehler
beim Abtasten erkannt wird: Der DVD-Player befördert die Daten nach
Erkennung des Fehlers in einen Zwischenspeicher. Dies geschieht meist
mit sichtbarer zeitlicher Verzögerung, tritt der Fehler erstmals auf,
kommt es kurzzeitig zu Artefakte- und Mosaikbildungen, dann läuft das
Bild wieder normal weiter - in diesem Moment kommt der
Zwischenspeicher zum Einsatz: Nach und nach wird dieser entleert, auf
der anderen Seite müssen vom Laser wieder Daten in den Speicher fließen
- und zwar so, dass der Speicherinhalt immer auf dem gleichen Niveau
bleibt. Sinkt das Niveau ab, kommt es erneut zur Artefaktebildung.
Daher muss das Zusammenspiel Laser-Zwischenspeicher perfekt
funktionieren, das heißt der Laser muss weiter gleichmäßig Daten
auslesen und in den Zwischenspeicher abgeben, dieser wiederum
"interpoliert" die Daten und sorgt für die
Herstellung eines fehlerfreien, artefaktelosen Bildes (in dem die
fehlerhaften Bildteile durch gespeicherte Wert aus dem
Zwischenspeicher ersetzt werden). Ob dieses Zusammenspiel
funktioniert, kann diese DVD nachprüfen.
So stellt sich heraus, ob die Laufwerkselektronik in der
Lage ist, größere Interpolierungen problemlos auszuführen. Dabei
ist zu bedenken: Der Speicher muss groß genug für den flexibel
gehaltenen Datenstrom einer DVD sein und mit allen Datentransferraten
zurecht kommen. Um die Elektronik richtig zu fordern, wurde auf der
Test-DVD jeder Track mit der maximalen Datenrate 9.8 Mbit/s
aufgezeichnet.
Der DVD-A7 beginnt ab dem 29. der 30 Tracks, massiv
Artefakte zu bilden - er schafft es aber trotzdem, diesen Track noch
abzuspielen. Erst bei Track 30 muss der Player die Segel streichen -
Note gut bis sehr gut.
Ein Spitzenergebnis in der ersten Disziplin: Sehr gute
Ausstattung, eine überragende Verarbeitung und ein leises,
schnelles Laufwerk mit guter bis sehr guter Fehlerkorrektur und
keinerlei Kompatibilitätsproblemen beim Abspielen unserer Test-DVDs
(immer rasches Einlesen, kein Absturz) ergeben ein eindeutiges Gesamtergebnis: Sechs Sterne für den DVD-A7.
Da kann auch die Tatsache, dass der DVD-A7 keine CD-Rs (bis auf wenige
Ausnahmen, bei jedem Player-Typ soll es einige CD-R- und
CD-RW-Rohlinge geben, die laufen, das variiert je nach Player aber)
abspielt, nichts dran ändern.
Bedienung
Das Menü des Panasonic DVD-A7 gefällt mit sehr
einfacher und übersichtlicher Bedienung, inklusive des kompletten
Set-Ups für den internen Decoder. Zugleich ist das On-Screen-Display
grafisch gefällig gestaltet. Sehr gut klappt das Zusammenspiel mit
der ergonomisch griffgünstigen Fernbedienung, die schon vom längst
nicht mehr produzierten DVD-A350 und vom DVD-A360 her bestens bekannt
ist - immer noch eine der besten Fernbedienungen, die jemals für
DVD-Player produziert wurden. Weniger oft benötigte Funktionen befinden sich unter deiner nach
unten wegziehbaren Klappe.

Schon gut
bekannt: Die Fernbedienung des DVD-A7
Der Druckpunkt aller Tasten, ob an der Fernbedienung
oder am Gerät selber, gefällt mit exakter Definition. Das schon
erwähnte hochwertige Display mit sehr schön anzusehender Auflösung
zeigt alle wesentlichen Informationen an. Auch Kleinigkeiten
überzeugen am DVD-A7: So das grün leuchtende Play-Symbol auf der
Play-Taste am DVD-Player. Keine Frage: Tadellose Bedienung, durchdacht
und komplett. Volle Punktzahl, da auch der Heimkino-Einsteiger sofort
mit dem Panasonic DVD-A7 zurechtkommt und noch etwas weiteres
besonders gut kann: Nach dem Drücken der "Open"-Taste kommt
die DVD-Lade wirklich innerhalb kürzester Zeit herausgefahren.
Bild
Hier bietet der DVD-A7 sehr gute
Eigenschaften. Bei den 16:9-Realtestbildern der BUROSCH-Referenz-DVD
leistete sich der Player noch nicht einmal eine marginale Schwäche,
konnte aber mit seinen Stärken auftrumpfen: Ein Bild mit sehr hoher
Gesamtharmonie. Die Bildschärfe ist ebenso ohne Fehl und Tadel wie
die Detailtreue und die sehr ausgewogene und natürliche
Farbwiedergabe. Sehr hoch ist die Sauberkeit und die Ruhe der Kanten.
Tadellos ist die Farbdekompression. Insgesamt ein Bild, das sich
problemlos nicht nur mit Klassenbesten messen kann und sogar noch
minimal besser ist als das Bild des zugegebenermaßen auch rund 300 DM
günstigeren JVC XV-723GD, der
ebenfalls sehr gute visuelle Eigenschaften aufweist. Exzellent bildet
der Panasonic das Testbild des weißen Seeadlers ab, mit hoher
Detailtreue und sehr guter Kontrastabstufung. Plastisch und zum
Greifen nah präsentieren sich die Erdbeeren auf einem anderen
Testbild, fein die Zeichnung der Früchte, gelungen die Wiedergabe des
satten Rots der reifen Erdbeeren.
Detailliert macht der DVD-A7 die
Fensterfront der Wolkenkratzer auf dem dazugehörigen Testbild bis nach oben sichtbar.
Bei den Film-Testbeispielen (X-Men Code 2, Lake Placid, DTS Demo DVD
Nr. 5: U-571, Titan AE) konnte der Panasonic mit seinem auf angenehme
Weise scharfen, harmonischen Bild mit sehr guter Farbwiedergabe und -
dekompression punkten. Hervorragend gibt der Player auch die diffizil
darstellbare Unterwasser-Farbgebung bei U-571 und den detaillierten
Innenraum des U-Boots wieder. Ebenso hervorhebenswert ist die sehr
gute Schwarzwiedergabe, die richtig tief und satt ist. Bei Titan AE
gibt er das erstklassige Ausgangsmaterial detailreich und mit
tadellosem Kontrastumfang wieder.
Insgesamt fällt auf, was ein sehr guter DVD-Player auch auf einen 82 cm-TV oder
einem Studio-Monitor zu leisten vermag (verwendete
Bildausgabegeräte: Projektor Sony VPH-1270 QM, Studio-Monitor Sony PVM-2950 QM,
TV Sony KV-32FS60D) - das Ergebnis
beeindruckt. Insgesamt liegt der Panasonic bezüglich des Bildes
auf dem Niveau des Kenwood
DVF-R9030, schließlich steckt auch in beiden Playern die gleiche
Video-Basistechnik. Beide Geräte trennt gerade beim Anschluss an TV
oder Monitor gar nicht mal so viel von den Bildqualitäts-Besten, dem Toshiba
SD-900E, dem Pioneer DV-737 bzw.
Pioneer DV-939A und dem Denon
DVD-2800.
Die Top-Leader in punkto Bildqualität
können ihre nochmals bessere Bildschärfe und Detailtreue
hauptsächlich bei der Bildwiedergabe via Projektor ausspielen, am
besten gleich noch in Progressive Scan-Qualität. Nur bei exzellenter
Software sieht man auch eine kleine Differenz auf dem TV oder Monitor.
Bei nicht ganz so guter Software setzt sich der DVD-A7 überzeugend in
Szene und bietet auch dann noch ein tadelloses Bild. Mit der
Möglichkeit der Bildanpassung über den Videoequalizer kann man bei
sehr guter oder bei weniger guter Software auch noch kleinere
Softwareschwächen kaschieren oder aber bei besonders guter Software Details noch einen Tick besser herausstellen. Schade nur, dass der
Schärferegler zu wenig Stufen zum Feintuning aufweist.
Ton
DVD Audio
DVD Audio- Der
Anschluss
DVD-Audio oder die Renaissance der
Cinch-Kabel: Hochwertige Cinch-Kabel sind - zumindest vorerst - wieder
gefragt. 192 kHz/24 Bit-Aufnahmen oder Musikstücke, die in 96 kHz/24
Bit-Fünfkanaltechnik aufgenommen werden, können beim Anschluss des
Players via optischem oder koaxialem Digitalkabel nicht entsprechend
wiedergegeben werden, denn: Das Maximale, was über ein optisches oder
koaxiales Digitalkabel übertragen werden kann (mehr ist erst via
IEEE1394 drin), ist 96 kHz/24 Bit-Zweikanal. Und auch das setzt
voraus, dass der Verstärker oder Receiver dann echte 96 kHz/24
Bit-Digital/Analogwandler besitzt. Wer also höchste Klangqualität
bei DVD Audio genießen möchte, schließt seinen DVD Audio-Player mit
denen schon vom Anschluss eines DVD-Player-internen Decoders her
bekannten sechs einzelnen Cinch-Kabeln an einen Verstärker/Receiver
mit 5.1-Eingang an. Und dieser Eingang am Verstärker/Receiver sollte
100 kHz-tauglich sein, um auf die 192 kHz Abtastfrequenz bei DVD
Audio-Aufnahmen vorbereitet zu sein.

Der
Panasonic DVD-A7 von hinten
Wie sind die 100 kHz-Tauglichkeit und die
192 kHz Abtastfrequenz in Einklang zu bringen? Des Rätsels Lösung
liegt im Zusammenhang zwischen Abtast- und Nutzsignal: Nach dem
Abtasttheorem des Mathematikers Shannon kann man mit einer bestimmten
Abtastfrequenz höchstens ein Nutzsignal codieren, das keine höheren
Anteile als die Hälfte der Abtastfrequenz in sich trägt - sonst
treten schwerwiegende Fehler auf: Im Falle einer 192kHz-Aufzeichnung
heißt das, dass fehlerlos Tonfrequenzen mit maximal 192 : 2, also mit
96 kHz, wiedergegeben werden können, die dann via Cinch in den
Analogeingang des Receivers hineinströmen. Somit sind Verstärker/Receiver
mit 100 kHz-tauglichen Eingang für alle DVD Audio-Formate geeignet.
DVD Audio - Der
Klang
Hier gefiel der Panasonic DVD-A7 mit hoher
klanglicher Harmonie und einen sehr runden, leicht warmen, dabei aber
trotzdem nicht schwerfälligen, sondern angenehm spritzigen Klangbild.
In Anbetracht des vertretbaren Einstiegspreises des Players sind seine
Qualitäten sehr beachtlich und zeigen, dass man auch für knapp 2000
DM schon in der klanglichen Top-Liga mitspielen kann. Bei Beethovens
Symphonien 4 und 5 (Teldec DVD Audio, 96 kHz 24 Bit 5.1-Kanal) bewies
er ein gutes Händchen für die feinfühlige Wiedergabe. Besonders
gut schlug sich der Player beim kraftvollen Aufspielen des Orchesters,
wo es ihm gelang, den energiegeladenen Antritt ungefiltert in den
Hörraum zu transportieren. Prima schlägt sich der DVD Audio-Spieler
auch bei Beethovens viertem Pianokonzert von einer Panasonic/Technics,
die im DVD Audio-"Königsformat" 192 kHz/24 Bit Zweikanal
vorliegt. Er bildet die Anschlagdynamik des Pianos gut detailliert ab
und schafft eine klare, transparente Dynamik im Hochtonbereich, ohne
den sonor einsetzenden Bass, der beim Eingriff des Orchesters aktiv
wird, zu vernachlässigen. Sein Talent für eine facettenreiche
Stimmwiedergabe offenbart der DVD-A7 beim Stück "Deep
Waters" der Formation "Incognito" auf der Technics
Hybrid-DVD "Jazz Festival Hamburg 1999". Auch dieses
Musikstück liegt im 192 kHz 24 Bit-Zweikanal-Format vor und klingt
ungeheuer impulsiv und prägnant. Highfidele Musikliebhaber haben
durch die Aktivierung der "Audio Only"-Funktion die
Möglichkeit, die Videosektion des DVD-A7 komplett abzuschalten, um
eine größtmögliche Klangreinheit zu erhalten.
Insgesamt besitzt der Panasonic
Qualitäten, die den weitaus teureren, hier schon getesteten DVD
Audio-Playern kaum unterlegen sind. Damit erreicht er ein ebenso
überzeugendes Ergebnis wie der JVC XV-723GD.
Damit zeigen beide Geräte, dass man auch für einen bezahlbaren
Betrag eine schon hohen Ansprüchen gerecht werdende Musikalität
bieten kann. Nur in punkto exakter Detailabbildung und bei der
Herausarbeitung beispielsweise aller in einem Orchester enthaltenen
Instrumente sind die Top-Leader wie der Pioneer
DV-939A oder der Toshiba
SD-900E noch eine Kleinigkeit besser - dafür aber kosten sie
deutlich mehr.
Die Wiedergabe normaler Audio-CDs will dem
integrierten D/A-Wandler des DVD-A7 besonders bei klassischer Musik
sehr gut gelingen. So erklang Johann Strauß' weltberühmter Walzer
"Wienerblut" (DDD-CD) mit sehr guter Detailtreue und einer
tadellosen Wiedergabe des bei diesem Walzer nicht einfach
wiederzugebenen Hochtonbereichs, der exakt, aber nicht aggressiv
ertönte.
Der integrierte Dolby Digital-/DTS-Decoder
Der eingebaute Decoder besitzt das gewohnt
praktische, von den Panasonic DVD-Video-Player her bekannte Setup, das
es auch dem Anfänger leicht ermöglicht, in kurzer Zeit die nötigen
Einstellmaßnahmen zu treffen. Was die Einstellmöglichkeiten
betrifft, so bietet der JVC XV-723GD
noch ein wenig mehr, aber nichts wirklich Wesentliches wird vermisst
.
Dasselbe trifft auch auf das voll zufrieden
stellende Klangbild zu, das bezüglich der Wiedergabe der
Umgebungsgeräusche gefallen kann und diese real darzustellen
vermag. Ebenso ist die Wiedergabe kraftvoller Effekte
ordentlich, wenngleich sich hier am deutlichsten die Defizite
gegenüber einem hochwertigen AV-Verstärker zeigt (Testgeräte:
Denon AVC-A1SE, Yahama
DSP-AX1). Doch für einen DVD-Player-internen Decoder schlägt
sich der des DVD-A7 gut und beweist auch eine ordentliche Dynamik im
Hochtonbereich, die sich in einem klaren und nicht belegten Klangbild
zeigt (Test-DVDs: X-Men, Code 2, Anfangssequenz, Lake Placid, Code 2,
2. Chapter) Bei der Filmszene aus U-571, mit sehr kraftvoll
abgemischten Explosionen und allen unterschiedlichen Arten von
Surround-Effekten zeigt der Player, dass er auch vor heftigsten
Effekt-Attacken nicht kapituliert und dem Zuhörer ein gutes
Surround-Klangerlebnis bescheren kann (5. DTS-Demo DVD, Sequenz aus
U-571, Tonformat DTS 5.1).
Doch auch Liebhaber klassischer Musik
bietet der Decoder ein brauchbares Niveau: Bei dem Auszug aus Peter
Tschaikowskys "1812 Ouvertüre" auf dem ersten
DTS-CD-Musiksampler gefällt der Player mit einer sehr räumlichen und
weitläufigen Klangcharakteristik, der Gesamtklang ist harmonisch und
gut abgestuft. Hier erreicht der DVD-A7 auch ein tadelloses Niveau.
Der Digitalklang
Bezüglich dieser Ton-Teildisziplin
entsteht häufiger ein heftiger Streit zwischen den Fachleuten, ob man
hier überhaupt einen Unterschied hören kann zwischen einem
Basisgerät und einem Player höherer Preiskategorien: Schließlich,
so argumentiert die eine Seite, würde das Signal digital, d.h in binären
Zahlenkombinationen, übertragen, somit könne es keine
Tonbeeinflussungen wie zum Beispiel bei einer D/A-Wandlung geben.
Diese Argumentation leuchtet sicherlich ein, schließlich, so sagen
diese Kritiker dieses Testteils, dass die Klangqualität höchstens
dann in Form von Klangaussetzern negativ beeinflusst werden könne -
wenn nämlich der Dolby Digital- oder der DTS-Bitstream nicht korrekt
von Seiten des Players übertragen werden würde und die im Bitstream
enthaltende Fehlerkorrektur aufgrund des Umfangs des Bitfehlers nicht
mehr greifen könnte.
Trotzdem stellen wir im Testbetrieb fest,
dass es Unterschiede gibt, die sich vor allem in einem
transparenteren, luftigeren Klangbild zeigen. Die Unterschiede sind
zugegebenermaßen minimal und fallen sicherlich bei einem Großteil
der Software nicht auf - aber wer beispielsweise im Besitz der 3. DTS
Demo-DVD ist und sich die großartige Aufnahme von Mahlers Symphonie
erst auf einem 600 DM-Basisgerät angehört hat und anschließend auf
einem teureren Player, wird einfach eine noch höhere klangliche
Harmonie, herrührend von der Spitzenqualität der verwandten
Baugruppen (Stichwort: Selektierte Bauteile) und dem streng getrennten
Aufbau der Audio-/Videoschaltkreise und einer absolut effektiven
Netzteilabschottung, feststellen. So bleibt als Fazit für den
Digitalton des Panasonic DVD-A7:
Mit Natürlichkeit und einer exakten
Darstellung, unabhängig vom abgespielten Medium, spielt der Player
auch digital angeschlossen seine sehr guten akustischen Qualitäten
aus, die sich auch in einem reinen, die von Störgeräuschen
beeinflussten Klangbild zeigen.
Fazit
Der Panasonic DVD-A7 überzeugt im AREA DVD-Praxistest auf der ganzen
Linie. Eine First Class-Verarbeitung und ein Top-Bild ergeben in
Kombination mit den überzeugenden tonalen Eigenschaften eine höchst
erfreuliche Gesamtwertung. Panasonic zeigt, dass der Kunde auch in
noch bezahlbaren Preisregionen in allen Disziplinen Top-Qualität
erwarten darf. Nirgendwo müssen Abstriche gemacht werden, die
Bedienung ist einfach, die Ausstattung reichhaltig und praxisgerecht.
Insgesamt nicht einfach nur ein guter DVD-Player, sondern der bislang
mit Abstand beste Wurf von Panasonic auf dem deutschen Markt
überhaupt. Dies wird belohnt: Als erster Player unter 2000 DM erhält
der DVD-A7 unser Referenzprädikat. Denn insgesamt bietet der Player
weitaus mehr, als ansonsten in dieser Preisklasse gang und gäbe ist:
Der DVD-A7 ist trotz seines humanen Preises zur Zeit einer der besten
DVD-Player überhaupt. Wer auf Progressive Scan verzichten kann,
vielleicht auf einem hochwertigen Front- oder Rückpro-TV seine Filme
anschaut und dazu noch Musik in bester Qualität genießen will, hat
im DVD-A7 sein Gerät gefunden.
AREA DVD-Tipp: Bisher
günstigster DVD-Player mit Referenzprädikat für überragende
Leistungen

Pro & Contra
 |
Für den Preis überragende Audio- und
Videoqualitäten |
 |
Hervorragende Verarbeitung |
 |
Sehr gute Ausstattung und einfache
Bedienung |
 |
Ergonomische Fernbedienung |
 |
Sehr schnelles und leises Laufwerk |
 |
Keine allgemeine CD-R-Wiedergabe |
Technische Daten
| DVD Audio/Video-Player mit Dolby
Digital-/DTS-Decoder |
| Videoausgänge: 2x SCART (Nr. 1 mit RGB), 1 x Hosiden (S-Video),
2 x Cinch
(Composite) |
Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x koaxial, 1 x
Sechskanal-Out
analog:: 2 x Cinch 2-Kanal Downmix |
| Videoequalizer mit 3 werksseitig
programmierten Bildfeldern und individuell justierbaren Parametern |
| Farbe: Schwarz |
| Maße (B x H x T): 43 x 27,5 x 10,8, cm |
| Gewicht: 5,2 kg |
| Preis: 1999 DM (UVP) |
12. März 2001
Test: Carsten Rampacher
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|