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Test: DVD-Player Kenwood DVF-3030

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- & Softwareentwicklung

Finish, Features und Anschlüsse

Ebenso wie der Yamaha DVD-796 basiert auch der Kenwood DVF-3030 auf dem Panasonic DVD-RV20. Preislich ist das neue Kenwood-Einstiegsmodell exakt zwischen Panasonic und Yamaha angesiedelt: Es kostet 899 DM. Das Design des DVD-Players ist schlicht, aber elegant, auffällig ist bei Inbetriebnahme der von einer blauen Leuchte umrahmte Play-Button. Die Verarbeitung des Kenwood ist sehr gut, auch hier ist das Gerät genau zwischen Panasonic mit guter und Yamaha mit hervorragender Verarbeitung zu finden. Die technische Ausstattung des Kenwood ist leider genauso lückenhaft wie die von DVD-RV20 und DVD-796: So besitzt auch der DVF-3030 nur  einen optischen und keinen koaxialen Digitalausgang. Die Bestückung mit einer Scart-Buchse, die noch dazu kein RGB ausgibt, ist auch nicht gerade State Of The Art. Wie die beiden Konkurrenten auf gleicher technischer Basis bietet auch der DVF-3030 einen Subwoofer-Ausgang, um den DVD-Player zusammen mit 2 Aktivboxen als 2.1-System nutzen zu können.  Die Fernbedienung des Kenwood-Players ist schwarz wie des Yamaha, allerdings ist der Untergrund, auf dem sich die elementaren Funktionselemente befinden, teilweise blau eingefärbt. Der Qualitätseindruck des Teils ist bestenfalls befriedigend. Auch der DVF-3030 kann, da er das gleiche Laufwerk wie die beiden anderen Player besitzt, keine CD-Rs  oder CD-RWs wiedergeben. Dafür gefällt das Laufwerk auch hier mit leisem Laufgeräusch und schnellem Load- und Resume-Betrieb.

Insgesamt erreicht der Kenwood die gleiche Bewertung im ersten Kapitel wie der Yamaha. Seine geringfügig weniger wertige Verarbeitung macht er durch den um 100 DM günstigeren Preis wett. Ansonsten gilt: RGB sollte inzwischen auch bei der Scart-Buchse eines Basismodells zum Ausstattungsumfang gehören.

Bewertung

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Bedienung

Die Bedienung des Kenwood gestaltet sich aufgrund des praktischen, blau beleuchteten Funktionselementes für Play- und Pause-Betrieb besonders einfach. Hinzu kommen die problemlos bedienbaren, schon altbekannten und bewährten Panasonic-Menüs. Die Fernbedienung ist ergonomisch kein Meisterwerk, der Druckpunkt der Tasten zu ungenau definiert. Das ist aber auch die einzige Schwäche, die sich der Kenwood hier leistet. Insgesamt ist er durch die anderen Bedienelemente am Gerät praktischer als Panasonic und Yamaha zu bedienen, wenn man auch beim Yamaha die Tasten aufgrund der angenehmen Haptik gern anfasst.

Bewertung

Bild

Was die Videoelektronik betrifft, so ist hier der DVF-3030 mit Yamaha DVD-796 und Panasonic DVD-RV20 identisch. Damit gilt auch für das Bild des Kenwood: Bildschärfe, Detailtreue und Kontrastumfang sind alle gut, es gibt jedoch DVD-Player, die aus erstklassiger Software mehr herausholen. Mit den beiden anderen Modellen hat der Kenwood auch die sehr natürliche, ins warme tendierende Farbwiedergabe gemeinsam, die auf der ganzen Linie überzeugt. Mit seinem etwas weicheren Bild ist der Player in der Lage, kleine Softwareschwächen auszubügeln.

Bewertung


Ton

Die Netzteilplatine sowie die Audio-Schaltkreise sind nicht identisch mit Panasonic DVD-RV20 und Yamaha DVD-796, sondern von Kenwood selbst entwickelt.  Der Aufwand hat sich gelohnt: Ein außerordentlich guter Digitalton lässt den Kenwood zur Spitze der Klasse aufschließen. Dynamisch und im Hochtonbereich luftig und differenziert, verweise der DVF-3030 viele Konkurrenten auf die Plätze. Störeinflüsse durch das Netzteil sind dem Player vollkommen fremd.

Auch als analog angeschlossener CD-oder DVD-Player kann man dem Kenwood gute Noten attestieren. Ein sehr harmonisches, gut abgestuftes Klangbild, und dies bei schwierig darstellbarer Software: Die 4D-Aufnahme von "Simon Preston: Bachs Orgelwerke" der Deutschen Grammophon stellte den Player vor keine größeren Probleme. Plastisch und mit guter Räumlichkeit stellte der DVF-3030 auch kleine Nuancen des großen Klangspektrums einer Kirchenorgel überzeugend dar.

Insgesamt führt der DVD-3030 die Tradition des Hauses Kenwood fort, DVD-Player mit überdurchschnittlichen tonalen Eigenschaften anzubieten. Erfreulich, dass dies auch schon für das Einstiegsmodell gilt.

Bewertung



Fazit

Der Kenwood DVF-3030 überzeugt mit seinem ausgezeichneten Abschneiden in der Tondisziplin. Das rechtfertigt auch den gegenüber dem Panasonic DVD-RV20 um 100 DM höheren Kaufpreis. Die Verarbeitung ist gut, der Bedienkomfort durch andere Bedienelemente besser als bei Panasonic und Yamaha. Nicht überzeugen kann, wie bei den bauähnlichen Playern, die Fernbedienung und die Tatsache, dass der Kenwood-Player keine CD-Rs wiedergibt. Das Panasonic-Laufwerk entschädigt dafür mit leiser und schneller Arbeitsweise. Die Ausstattung ist etwas dürftig

Pro & Contra

Gute Verarbeitung
Hervorragender Digitalton und guter D/A-Wandler
Leises und schnelles Laufwerk
Dürftige Ausstattung
Keine CD-R-Wiedergabe

Technische Daten

Videoausgänge: 1x SCART (kein RGB), 1 x Hosiden (S-Video), 1 x Cinch (Composite)
Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x Cinch 2-Kanal Downmix
Farben: Schwarz
Maße (B x H x T):   x  x cm
Gewicht: kg
Preis: 899 DM (UVP)

10. August 2000

Test: Carsten Rampacher

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