Test: DVD-Player JVC XV-S40

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- &
Softwareentwicklung
Finish, Features und Anschlüsse
JVC bietet ein neues DVD-Player-Modell an,
welches wahlweise in schwarz (XV-S40BK) oder silbern (XV-S42SL) für 699
DM lieferbar ist und mit seinem flachen und eleganten Design
besonders Käuferschichten, die auf ein durchgestyltes Äußeres Wert
legen, ansprechen wird. Zumal auch die Details stimmig sind: Zwar ist
die Frontblende aus Plastik, aber das Material macht keinen billigen
Eindruck. Gleiches gilt für den IR-Controller. Auch das Display am
Gerät will da nicht zurückstehen und erfreut mit
einer prima Auflösung. Also einen Schönheitspreis hat sich JVC mit
diesem Player in seiner Preisklasse schon mal verdient, denn auch die
großzügig verspiegelte Teil der Frontplatte sieht einfach gut aus, die
schmale Laufwerkslade ebenfalls. Noch besser gefiel uns, dass die Lade
mit leisem, präzisen Surren herausfährt und somit den bislang
vorherrschenden positiven Eindruck unterstützte. Die Scart-Buchse
unterstützt sowohl S-Video als RGB.
Zudem erfreute das Laufwerk nicht nur mit einem
unaufdringlichen Laufgeräusch, sondern ebenfalls mit einer exzellenten
Fehlerkorrektur. Diese Eigenschaft zeichneten nach unseren Erfahrungen
schon bislang JVC-DVD-Player aus, diesem Test nach gilt das auch für
das neue Laufwerk mit Twin-Laser-Pickup für die CD-R- und
CD-RW-Wiedergabe: Bei unserer neuen Fehlerkorrektur-Test-DVD
kam der JVC bis Track 28, was einem Aussetzer in einer Länge von 3,8 mm
auf der DVD bedeutet. Erst ab Track 25 begann der Player, Artefakte zu
bilden, summa summarum ist dies eine bravouröse Leistung, die auch
nicht dadurch geschmälert wird, dass das Laufwerk nicht gerade das
schnellste ist. Dafür las der XV-S40 jede DVD problemlos ein, was ihm
in der Laufwerks-Wertung ohne Frage die Höchstpunktzahl einbringt. Auf
jeden Fall könnten viele teurere Player sich einiges von den
Laufwerksqualitäten abschneiden.
Gute Verarbeitung, auch wenn das Innenleben
preisklassengemäß sehr wenig aufwendig ausfällt, ein Laufwerk, das
einen vertrauenserweckenden Eindruck hinterlässt, und eine voll belegte
Scart-Buchse sichern dem JVC in der ersten Teildisziplin eine erfreulich
gute Bewertung.
Bedienung
An die sehr guten Leistungen in der ersten
Disziplin vermag der XV-S40 hier nicht ganz anzuknüpfen. Es beginnt schon
damit, dass man sich bei JVC noch immer nicht entscheiden konnte, die
Umschaltung der Scart-Buchse (FBAS/S-Video) endlich in das On Screen-Menü
aufzunehmen. Also muss hinten am Gerät ein Kippschalter ("Comp"
oder "Y/C) umgestellt werden. Noch komplizierter wird allerdings das
Procedere, soll die Scartbuchse RGB-Signale ausgeben:
1. Umschalter der Scartbuchse hinten am Gerät
muss auf "Comp" stehen
2. Taste "Stop" an der Gerätevorderseite drücken und gedrückt
halten, dabei sicherstellen, dass keine DVD oder CD im Player liegt
3. Nach einigen Sekunden wird "S-Video" im Display angezeigt
4. Weiterhin "Stop" gedrückt halten, bis "RGB" im
Display erscheint
Also ein etwas komplexer und ungewöhnlicher
Weg, der hier gegangen wird, und das zieht einen Punktabzug in der
Bedienungsdisziplin nach sich. Auch nicht ganz nachvollziehen können wir,
warum anstatt des üblichen "Setup" die Taste "Choice"
für die Anwahl des OSD-Menüs für die grundlegenden Playereinstellungen
gedrückt werden muss, eine Setup-Taste besitzt der JVC nicht. Aber daran
hat man sich nach dem ersten Mal sofort gewöhnt.
Das Navigationskreuz
sitzt zu tief - ansonsten gefällt die Fernbedienung sehr gut
Die Fernbedienung erfreut mit einer wohl
dosierten Anzahl von Knöpfen mit gut definiertem Druckpunkt, das
Tastendruck-Gefühl ist angenehm, und bis auf das viel zu tief angeordnete
Navigationskreuz, das dafür mit einer großen Enter-Taste in seiner Mitte
punkten kann, ist die Fernbedienung mit ausreichen großen Tasten, die man
nicht mit der Lupe suchen muss, sehr gut gelungen und in ihrer gesamten
Aufmachung der Preisklasse entwachsen. Die On-Screen-Menüs sind einfach
zu bedienen und gut aufgebaut.
Bild
Das Bild des JVC ist in jeder Hinsicht
tadellos: Die Farbwiedergabe ist natürlich und nie zu knallig, dazu
ausreichend plastisch, was sich beispielsweise beim Früchtestilleben
auf der BUROSCH Referenz-DVD
zeigt. Die Darstellung der Farben erfolgt sehr rein, die
Farbdekompression fehlerlos. Der Kontrastumfang ist fein gestuft und
groß genug, nie treten die hellsten Stellen des Bildes unnatürlich
hervor, trotzdem versinken keine Bildteile in einem undifferenzierten
Einerlei. Schön plastisch und realistisch arbeitet der XV-S40 auf dem
Testbild mit Meer, blauem Himmel, Wolken und Palmen die
Wolkenformationen und die Struktur der Wellen heraus. Makellos die nicht
einfache Darstellung des Testbildes mit dem Heißluftballon. Hier kann
der JVC erneut mit seiner auszeichneten Farbwiedergabe Punkte sammeln.
Die Detailtreue ist bei allen Testbeispielen prima, ebenso die
Gesamtbildschärfe.
Hier hat der JVC gegenüber seinem Vorgänger XV-521 einen
kleinen Sprung nach vorn gemacht. Vor allem gefällt die hohe
Gesamtharmonie des Bildes. Dass der JVC visuell eine einwandfreie
Leistung bringt, zeigt sich auch bei "Inspector Gadget" (Code
2), wo der Player die sehr gute Qualität des Bildes herausarbeiten
kann. Gleiche Beobachtungen lassen sich bei "The Mummy"
machen, wo besonders die sehr realitätsnahe Darstellung des kräftigen
Blaus des Himmels sowie der facettenreichen Wüsten-Farbtöne
einwandfrei gelingt. Dass teurere DVD-Spieler hier noch mehr leisten,
zeigt sich in einer noch plastischeren Darstellung feiner Muster und
Strukturen und in einer noch prägnanteren Farbwiedergabe - innerhalb
seiner Kategorie aber rangiert der JVC im Spitzenfeld. Bei erstklassiger
Software muss er sich bezüglich der Bildschärfe und der Detailtreue
mit minimalem Unterschied den Pioneer-Geräten geschlagen geben, denen
er aber die bessere Bildqualität bei weniger guter Software durch die
größere Bildharmonie voraus hat - leider aber keinen besseren
Layerwechsel.
Ton
Der Digitalton des JVC-Players überzeugt
mit einem klaren, sauberen Klangbild, das trotz des schlichten Aufbaus
des Geräts für die brauchbare Qualität der verwendeten Bauteile spricht. Fein und
detailliert trägt der Player den Klang zum Zuhörer, die Dynamik ist
auch im Hochtonbereich gut.
Wacker schlägt sich der JVC auch analog
angeschlossen. Das Klangbild gefällt durch eine hohe Harmonie,
allerdings könnte das Resultat noch etwas spitziger und etwas
transparenter im Hochtonbereich. Mit einem Mittelklasse-CD-Player
hält der JVC aber ohne Probleme mit.
Fazit
Der JVC XV-S40 leistet sich nur in der Bedienungsdisziplin Schwächen.
Dies ist umso ärgerlicher, da JVC ansonsten mit dem Player ein in
jeder Hinsicht überzeugendes Gerät auf die Beine gestellt hat, mit
einem Laufwerk, das mit einer herausragenden Fehlerkorrektur ebenso
überzeugt wie mit einem sehr unaufdringlichen Laufgeräusch. Zu loben ist auch sein außerordentlich harmonisches Bild, das
auch bei nicht perfekter Software noch brauchbar ist. Trotzdem bietet
der XV-S40 bei Top-Software eine gute Gesamtbildschärfe und
Detailtreue. Die Verarbeitung des Gehäuses gefällt ebenso wie das
fein auflösende Display. In Anbetracht der Leistungen geht auch der
Kaufpreis in voll Ordnung.
Elegant gestylter Player mit sehr harmonischem Bild

Einsteigerklasse
Pro & Contra
 |
Bildqualität sehr gut |
 |
Ordentliche Verarbeitung |
 |
Überzeugendes Laufwerk mit erstklassiger
Fehlerkorrektur |
 |
Hochwertige Fernbedienung |
 |
Layerwechsel nicht perfekt |
 |
Bedienmängel |
Technische Daten
 |
Videoausgänge: 1x SCART (mit S-Video
und RGB), 1 x
Hosiden (S-Video), 1 x Cinch (Composite) |
 |
Audioausgänge: Digital 1 x optisch &
1 x koaxial, 2 x Cinch 2-Kanal
Downmix, |
 |
Farbe: schwarz (XV-S40BK), silber (XV-42SL) |
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Maße (B x H x T): 435 x
68 x 267,5 mm |
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Gewicht: 2,6 kg |
 |
Preis: 699 DM (UVP) |
08. Mai 2001
Test: Carsten Rampacher
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