Test: DVD-Player Grundig GDV
130

Finish, Features und Anschlüsse
Müssen Einstiegsplayer eigentlich immer auch so
aussehen? Einfaches Gehäuse, konservatives Design, also sichtbarer
Verzicht an optischer Finesse? Der Grundig GDV-130, angeboten zum
Preis von 699 DM, beweist, dass es auch ganz anders geht und zeigt
damit den neuen Höhenflug an, zu dem sich das deutsche Traditionsunternehmen
seit der Loslösung von Philips aufgeschwungen hat: Eine hochwertig
und elegant wirkende Frontplatte, ein optisch nett anzusehendes
Display und eine der Preisklasse qualitativ entwachsene Fernbedienung
steigern den Sympathiewert doch enorm. Dazu kommen noch handfeste
Vorteile: So gibt der Player neben CD-Rs und CD-RWs auch MP3-CDs
wieder. Im Test überzeugte der GDV-130 mit leichtem Handling bei
einer selbst erstellten MP3-CD: Er spielte alle Formate (128 kbps, 160
kbps, 192 kbps, 256 kbps, 320 kbps) ohne Probleme ab, die Informationen via
OSD waren gut aufbereitet (Näheres siehe Bedienung). Die Scart-Buchse ist in der Lage, RGB auszugeben, aber leider
kein S-Video. Wer über diese Verbindungsart Kontakt aufnehmen will,
muss auf die Hosidenbuchse zurückgreifen. Leider sparte man sich
einen zweiten Digitalausgang, so verfügt der GDV-130 lediglich über
einen koaxialen Digital-Out. NTSC wandelt der Grundig auf Wunsch (wenn
die Option "PAL" im TV-System-Modus angewählt ist) in richtiges 50
Hz-PAL und nicht nur in 60 Hz-Pseudo-PAL, was das Gerät sicherlich
für den Kreis von Besitzern älterer TVs und Projektoren
interessant machen dürfte.
Bedienung
Referenz: Die Fernbedienung ist übersichtlich und liegt
gut in der Hand, das Gerät reagiert schnell auf die durch sie
gegebenen Befehle. Perfekt bedienbar sind die On-Screen-Menüs, die
zudem auch noch gut aussehen. So ist der Player in wenigen Minuten
eingestellt. Die Tasten am Gerät selber erfreuen mit angenehmer
Haptik und schneller Befehlsumsetzung.

leicht
bedienbare und hochwertige Fernbedienung
MP3-Fans können sich ebenfalls auf die Unterstützung
durchs On Screen-Menü freuen, denn die Ordner mit den jeweiligen
Musiktiteln darin erscheinen übersichtlich angeordnet auf dem
Bildschirm. Wird ein Ordner angewählt, zeigt der GDV-130 dessen
Inhalt an. Die "Tags", Zusatzinformationen über
Interpreten, Album und Songnamen, scrollen während der Wiedergabe des
jeweiligen Musikstücks über den Bildschirm. Die Beschränkung der
Song- und Ordnernamen auf 11 Buchstaben und/oder Zahlen muss aber auch
der Grundig-Besitzer in Kauf nehmen.

Das
MP3-Bildschrimmenü: Der GDV-130 zeigt den Inhalt des Ordners an.
Unten scrollen die Tags durch den Bildschirm
Das Display des Gerätes erfreut mit perfekter Größe
und dadurch gegebener leichter Ablesbarkeit. Klar, dass der Grundig
bei diesen Leistungen die Maximalpunktzahl kassiert - und nicht nur
das: Er wird neue Referenz bezüglich leichter Bedienbarkeit bei AREA
DVD.
Bild
Das Bild des Grundig-Players erfreut mit
angenehm harmonischer, ganz leicht gedämpfter Farbwiedergabe, einer guten Bildschärfe und
einem ordentlichen Kontrastumfang. Zufrieden stellend bis gut werden auch
feine Muster und Details wiedergegeben, wie die 16:9-Real-Testbilder
der BUROSCH-Referenz-DVD zeigt.
Trotzdem wäre im Punkt Detailtreue noch eine weitere Steigerung
denkbar, wobei das Resultat im Hinblick aufs
Preis-/Lestungsverhältnis ohne Fehl und Tadel ist. Nicht ganz
überzeugend ist der Grundig bei der Darstellung von Schwarztönen, wo
das Bild eher dunkelgrau als richtig tiefschwarz aussieht. Insgesamt
operiert der GDV-130 mit einer etwas zu stark eingestellten
Bildhelligkeit. Da ein Videoequalizer zum Nachregeln von einzelnen
Bildeinstellparametern fehlt, kann der Käufer leider nichts dagegen
tun - nur vorsichtig die Bildhelligkeit an seinem
Bildausgabegerät herunterregeln. Sonst herrscht eitel Sonnenschein,
vor allem beim heftig diskutierten Thema Layerwechsel: Unser
Testgerät meisterte ihn bei der Code 2-DVD von "Top Gun"
fast unmerklich. So bietet der GDV-130 insgesamt für sein Geld
ordentliche visuelle Eigenschaften.
Ton
Der Digitalton ist ist ohne Fehl und Tadel:
Klar und präzise im Hochtonbereich, das gesamte Klangbild ist
angenehm rund und nie auch nur ansatzweise belegt, was auf eine
effiziente Abschottung des Netzteils ebenso hindeutet wie auf einen
ordentliche Qualität der verwendeten Baugruppen. Bei unseren
Testtiteln "Die Welt Ist Nicht Genug", "Die Mumie"
und "Sleepy Hollow" zeigte der GDV-130 ansprechende
Leistungen.
Fazit
Der Grundig GDV 130 besticht durch sein
wirklich gelungenes Design. Doch hinter der attraktiven Fassade
stecken auch überzeugende Qualitäten: Die Bedienbarkeit setzt
Maßstäbe, die Fernbedienung ist außerordentlich gut, der Player
kapituliert vor keinem Format und bietet auch eine gelungene
Wiedergabe von MP3-CDs. Bild und Ton sind ohne große Schwächen, der
Layerwechsel verläuft fast unmerklich, so dass der
Grundig-Player einen AREA DVD Kauftipp erhält - auch wenn
ein optischer Digitalausgang ebenso fehlt wie die S-Video-Beschaltung
der Scart-Buchse.
AREA DVD-Tipp:
Ein guter Partner für den Einstieg ins Heimkino - Schönes Aussehen
verbunden mit inneren Qualitäten

Pro & Contra
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Bild und Ton gut |
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Gelungenes Design und gute Verarbeitung |
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Perfekte Bedienung |
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Laufwerk mit MP3-Abspielfunktion |
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kein optischer Digitalausgang |
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Scart-Buchse ohne S-Video-Beschaltung |
Technische Daten
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Videoausgänge: 1x SCART (mit RGB, ohne
S-Video), 1 x Hosiden (S-Video), 1 x
Cinch (Composite) |
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Audioausgänge: Digital 1 x koaxial, 1 x Cinch 2-Kanal Downmix |
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Farbe: silber |
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Maße (B x H x T): 420 x 84 x 270 mm |
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Gewicht: 3,6 kg |
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Preis: 699 DM (UVP) |
02. Januar 2001
Test: Carsten Rampacher
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