Test: DVD-Player Grundig GDV
120

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- & Softwareentwicklung
Finish, Features und Anschlüsse
Philips und Grundig - das war einmal. Der neuste Player aus dem deutschen
Traditionsunternehmen präsentiert sich technisch nicht mehr auf Philips-Basis, und auch
optisch fällt das neue, sehr gefällige Design sowie die zufrieden stellende Verarbeitung
auf. In titan gehalten und mit verspiegeltem Display sieht der Player richtig chic aus,
wie eine gelungene Mischung aus einem Yamaha- und einem Samsung-Player. Das Gegenteil
davon ist die wenig handliche und klapprige Fernbedienung, die aussieht, als läge sie
einem Billig-Sat-Receiver bei. Aber Schwamm drüber, denn sonst gibt es viel Positives zu
berichten: So agiert das Laufwerk schnell und leise, es liest unsere Test-CD-Rs ohne
Probleme und managt den Layerwechsel recht souverän. Die Ausstattung ist mit
RGB-tauglicher Scart-Buchse praxisgerecht, aber ohne koaxialen Digitalausgang etwas
kärglich. Dafür entschädigt der Preis: 699 DM sind ein faires Angebot.
Bedienung
Auch wenn die Fernbedienung keine Schönheit ist und sich nicht unbedingt
leicht mit einer Hand bedienen lässt, so hat sie auch ihre Vorteile: Die Tasten sind
übersichtlich angeordnet, wird eine Taste gedrückt, macht sich der Player auch sofort
daran, diesen Befehl in die Tat umzusetzen und genehmigt sich nicht erst, wie schon
öfters bei Playern beobachtet, eine kleine Bedenkzeit. Die Tasten haben einen ordentlich
definierten Druckpunkt. Das Gleiche gilt für die Tastatur direkt am Gerät. Die
On-Screen-Menüs sind schlicht, aber gut aufgebaut und sehr einfach zu bedienen. Das
Display ist von der Größe her in Ordnung, nur schon im Neuzustand leicht unscharf, als
wäre es schon eine Weile in Betrieb. Wäre die Fernbedienung formal praktischer, gäbe es
hier die Höchstpunktzahl. Insgesamt empfiehlt sich der Grundig mit seiner
praxisgerecht-einfachen Bedienung als ideal für Heimkino-Einsteiger.
Bild
Das Bild des Grundig-Players weist keine nennenswerten
Schwächen auf. Die Farbgebung ist sehr neutral, mit einem minimalen Hang zu etwas zu
blässlicher Darstellung, was sich bei den Testmustern "A Bug's Life" und
"The Mummy" (beide Code 2), die sehr kräftig gesättigte Farben haben, zeigt.
Gut: Schärfe und Kontrastumfang. Auch mit der gebotenen Detailtreue kann man zufrieden
sein. Insgesamt kein neuer Höhepunkt in seiner Klasse, aber eine solide Leistung.
Ton
Der Digitalton ist sehr gut: Lobenswert, dass keine
Störgeräusche, die sich gerne von einem unsauber abgeschirmten Netzteil einschleichen,
hörbar sind. Die Brillanz im Hochtonbereich ist besonders hervorzuheben: Kristallklar und
trotzdem nicht überspitzt. Analog angeschlossen, schlägt sich der Grundig ebenfalls
recht gut und kann mit einem Mittelklasse-CD-Player mithalten. In Anbetracht des
günstigen Kaufpreises eine sehr gute Leistung.
Fazit
Der Grundig GDV 120 leistet sich keine nennenswerten Schwächen
- bis auf die zwar leicht zu bedienende, aber klapprige Fernbedienung und die recht
kärgliche Ausstattung. Die Verarbeitung des Gerätes an sich ist zufrieden stellend, das
Design gefällt. Bild und Ton sind beide gut zu nennen, auch kann der GDV 120 CD-Rs
abspielen. Dazu kommt noch ein problemloser Layer-Wechsel. Durch den sehr günstigen Preis
ist der GDV 120 vor allem für Heimkino-Einsteiger empfehlenswert und bekommt eine AREA
DVD-Empfehlung.
AREA DVD-Tipp: Gutes Bild, guter
Ton und ordentliches Laufwerk für unter 700 DM
Pro & Contra
 |
Bild und Ton gut |
 |
Unproblematische Bedienung |
 |
Leises und schnelles Laufwerk mit CD-R-Abspielfunktion |
|
|
 |
Dürftige Ausstattung ohne koaxialen Digitalausgang |
 |
klapprige Fernbedienung |
Technische Daten

Nur das Nötigste bietet das
Anschlussterminal des GDV 120
 |
Videoausgänge: 1x SCART (mit RGB), 1 x Hosiden (S-Video), 1 x
Cinch (Composite) |
 |
Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x Cinch 2-Kanal Downmix |
 |
Farbe: titan |
 |
Maße (B x H x T): 435 x 87 x 275 mm |
 |
Gewicht: 4 kg |
 |
Preis: 699 DM (UVP) |
30. August 2000
Test: Carsten Rampacher
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|