Test: Mini-DVD-Player Denon
DVD-F100

Finish, Features und Anschlüsse
Viele wollen sich eine Heimkinoanlage zuhause
installieren, aber nicht alle haben beliebig viel Platz dafür. Daher
sind oft Lösungen gefragt, die mit wenig Platz auskommen - manchmal
leider sind damit Einbußen in der Gesamtqualität des Gerätes
verbunden. Nicht so beim Denon DVD-F100, der als Ergänzung zur F-100er
Serie von Denon gedacht ist, die auch den passenden Receiver
bereithält. Der AVR-F100 getaufte Zweikanal-Receiver mit 2 x 25
Watt und integriertem Dolby Digital/DTS-Decoder kostet 699 DM, als
Ergänzung zum Ausbau zu einem vollwertigen 5.1-System bietet sich die
Dreikanalendstufe POA-F100 (3 x 25 Watt) für 399 DM an.

Unter
Freunden: Der DVD-F100 (oben) zusammen mit dem Zweikanal.Receiver
AVR-F100 (mit Dolby Digital- und DTS-Decoder) und der
Dreikanal-Endstufe POA-F100
Der in gold und schwarz lieferbare DVD-Mini besitzt in
seinem Inneren die Technik des DVD-1000,
ebenso wie dieser kostet auch die "Miniaturausgabe", die im
Gegensatz zum "großen Bruder" auch eine edle Aluminiumfront
mitbringt, 999 DM. Ausgangsseitig wird ebenfalls dasselbe angeboten: Einen
Komponentenausgang ist ebenso dabei wie eine Scart-Buchse, die aber
leider kein RGB ausgeben kann. So kann man sich lediglich zwischen
FBAS und S-Video entscheiden. Hinzu kommt noch eine S-Video-Hosidenbuchse sowie ein
Cinch-Composite-Ausgang. Auf der Audioseite gibt es die obligatorischen
Digitalausgänge: Einmal optisch und einmal koaxial. Dazu kommt der übliche
Cinch-Anschluss für den analogen Zweikanal-Stereo-Downmix. Im Test überzeugte der Denon
DVD-F100 mit seinem leisen und schnellen Laufwerk und der gewohnt
perfekten Verarbeitung. Die Fernbedienung hält qualitativ mit dem
Rest nicht Schritt, das verwendete Hartplastik wirkt etwas
billig.
Bedienung
Die Bedienung des DVD-F100 wird nur durch die zu kleinen
Tasten der Fernbedienung etwas erschwert, zusätzlich ist diese auch
nicht beleuchtet. Ansonsten gibt es keine Probleme, wenn auch die
Setup-Menüs nicht allzu einfallsreich gestaltet sind. Die Tasten am
Gerät selber erfreuen den Benutzer mit einem angenehm hochwertigen
Druckgefühl. Ungewöhnlich an der Bedienung des DVD-F100
ist, dass es, wie auch beim DVD-1000,
erforderlich ist, manuell im Set-Up-Menü die Tonausgabe zwischen dem
Digital- und Analogausgang umzuschalten - das kann eleganter gelöst
werden.
Bild
Der Denon DVD-F100 beeindruckt mit einem
fein gezeichneten Bild mit ausgezeichnetem Kontrastumfang und einer
außerordentlich hohen Gesamtbildschärfe. Bei den
16:9-Realtestbildern von der BUROSCH-Referenz-DVD
bot der DVD-F100 durch die Bank sehr gute Leistungen. Natürliche,
kräftig, aber nicht übertrieben gesättigte Farben gefallen genauso
wie die fehlerfreie Farbdekomprimierung. Die Code 2-DVD von
"Gladiator" gab der DVD-F100 überzeugend wieder, nur sollte
der Benutzer nicht den Fehler machen und die Gesamtbildhelligkeit zu
stark aufdrehen, denn darunter leidet die Bildqualität genauso
merklich wie bei zu kräftiger Kontrasteinstellung. Vorsicht ist
ebenfalls im Umgang mit dem Schärferegler des Bildausgabegeräts
geboten: Da der DVD-F100 schon "von Natur aus" ein knackig
scharfes Bild mitbringt, sorgt weiteres Nachregeln selten für ein
überzeugendes Ergebnis. Der DVD-F100 besitzt dasselbe Laufwerk wie
der Denon DVD-1000, bedingt
durch die 4 MB Bufferspeicher managt er den Layerwechsel (Test-DVD
für den Layerwechsel: Top Gun Code 2) sanft und
unmerklich.
Ton
Der DVD-F100 weist einen für seine Klasse
weit überdurchschnittlichen Digitalton auf. Bei der tontechnisch
brillanten Code 2-DVD von "Gladiator" überzeugt der Player
mit Spitzenauflösung im Hochtonbereich und einem reinen, klaren
Klangbild, dem keine Nuance entgeht. Dabei gelingt dem Player perfekt
der Spagat, trotzdem kein zu kaltes und scharfes Klangbild zu
erzeugen, sondern trotz der sehr guten Dynamik auch eine hohe
klangliche Harmonie sicherzustellen. Ganz gleich aber, welche Software
nun abgespielt wird, auch zum Beispiel herkömmliche CDs behandelt der
Denon nicht nur gut, sondern weitaus besser als der Durchschnitt:
Erneut zeigt Denon, dass man es hervorragend versteht, für verwöhnte
Ohren auch bei nicht allzu hohem Kaufpreis Außergewöhnliches zu
bieten. Im Zusammenspiel mit dem Denon
AVC-A1SE, betrieben im Pure Direct-Modus mit abgeschalteter
Videosektion, stellte sich ein Klangerlebnis ein, das in punkto
Detailtreue und Homogenität auch anspruchsvolle Musikliebhaber
zufrieden stellen dürfte: Beethovens Fünfte Symphonie jedenfalls
befand sich auf einem beträchtlichen Wiedergabeniveau.
Fazit
Der Denon DVD-1000 zeigt, dass die inneren Qualitäten keine Frage der
äußeren Größe sein müssen. Erstklassig der Digitalton, hervorragend das
Bild, sehr gut die Verarbeitung. Völlig problemlos der Layerwechsel,
spitze die Geschwindigkeit des leisen Laufwerks. Schwächen? Ja, auch
die gibt es: Lieblos gestaltete On-Screen-Menüs, keine RGB-fähige
Scartbuchse und eine klapprige Fernbedienung mit zu kleinen
Tasten.
AREA DVD-Tip:
Wer nur wenig Platz hat, aber auf nichts verzichten will, liegt beim
DVD-F100 genau richtig

Pro & Contra
 |
Bild und Ton sehr gut |
 |
Sehr schnelles und leises Laufwerk mit CD-R-Wiedergabe |
 |
Keine Probleme beim Layerchange |
 |
Sehr gute Verarbeitung |
 |
Wenig gefällige On-Screen-Menüs |
 |
Kein RGB via Scart |

Von hinten
wie ein Großer: Scart-Buchse, S-Video-Hosiden und Komponentenausgang
auf der Rückseite des DVD-F100
Technische Daten
| Videoausgänge: 1x SCART (kein RGB), 1 x Komponentenausgang, 1
x Hosiden (S-Video), 1 x Cinch (Composite) |
| Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x koaxial, 1 x Cinch
2-Kanal Downmix |
| Farbe: Schwarz, Gold |
| Maße (B x H x T): 270 x 84 x 250 mm |
| Gewicht: 2,7 kg |
| Preis: 999 DM (UVP) |
04. Januar 2001
Test: Carsten Rampacher
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|