Test: DVD-Player Denon
DVD-2800

Das Testgerät wurde zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- und
Softwareentwicklung
Finish, Features und Anschlüsse
Auch Denon möchte im Geschäft hochwertiger DVD
Video-Player mitmischen und bietet ab Ende März 2001 den 2300 DM
teuren DVD-2800 in den Gehäusefarben gold oder schwarz an. Wie der
direkte Konkurrent Pioneer DV-737
ist auch der DVD-2800 mit einem Progressive Scan-fähigen YUV-Ausgang
ausgestattet. Momentan ist die Progresssive Scan-Ausgabe nur bei
NTSC-DVDs aktiviert, aber der "Pure Progressive"-Chipsatz
des Herstellers Silicon Image, der im DVD-2800 Verwendung findet, kann
von seiner Rechenkapazität her auch richtiges PAL-Progressive
ausgeben. Aufgrund der Rechtssituation (Kopierschutz) hat Denon diese
Funktion in den PAL-Ländern deaktiviert, aber findige Tüftler werden
bestimmt einen Weg finden, dem DVD-2800 auch PAL
Progressive-Bildsignale zu entlocken.
Was der DVD-2800 jetzt schon kann: Bei einer PAL-DVD via
Norwandlung PAL auf NTSC Progressive Scan ausgeben. Auch sonst soll
der Chipsatz besondere Qualitäten bieten, wie zum Beispiel eine
besonders schnelle und zugleich sorgsame Untersuchung des
Bildmaterials. Liegt echtes Filmmaterial, das in Vollbildern im
YUV-Format auf der DVD abgelegt ist, oder Material einer Fernsehkamera
(die mit Halbbildern arbeitet) vor? Mit Hilfe einer besonders ausgeklügelten
Bewegungserkennung untersucht der Chip vier Videofelder (= 2 Frames,
normal ist 1 Frame), die in einem 64 Mbit SDRAM-Pufferspeicher
abgespeichert werden, zur Bewegungsanalyse. Vorteil laut Denon: Der
Chip kann mit diesen Voraussetzungen schnell und genau die geeignete Form des
De-Interlacings anwenden. Davon profitiert auch die Unterscheidung
zwischen Standbildern und bewegten Bildern bei jeder Art von
Ausgangsmaterial.
Als Basis für gute visuelle Voraussetzungen ist ein 54 MHz-12-Bit-Video-DAC von Analog Devices an Bord. Darüber hinaus ist der DVD-2800 mit einem Video-Equalizer ausgestattet, zu dessen Funktionsumfang die individuelle Regelung von Bildschärfe, Kontrast, Helligkeitund Gamma-Korrektur gehören. Diese Parameter sind sowohl im Interlaced- als auch im Progressive-Betrieb einstellbar. Nur im Interlaced-Modus steht die Farbton-Einstellung zur Auswahl. An Anschlüssen bringt der Player alles Wesentliche mit, leider ist nur eine Scartbuchse vorhanden.
Neu bei einem Gerät aus dem Hause Denon ist die
MP3-Abspielfunktion, die in unserem Test ausgezeichnet funktionierte.
Unarten wie beispielsweise lästige Aussetzer oder das Abschneiden der
ersten Sekunden eines beginnenden Tracks sind dem DVD-2800 fremd.
Beeindruckend seine große Schnelligkeit beim Wechseln zwischen den
einzelnen MP3-Tracks eines Ordners. Leider, das ist der einzige kleine
Wermutstropfen, ist auch beim Denon die Zeichenkapazität bei der
Bennennung von Ordnern auf 11 Zeichen begrenzt. Dies wird aber nur der
wahre MP3-Freak als Nachteil ansehen. Alle anderen werden sich an der
Tatsache erfreuen, dass der DVD-2800 einer der wenigen DVD-Player ist,
die (zumindest unsere Test-CDs) völlig ohne Probleme wiedergeben
konnte.
Mit SVCDs scheint der DVD-2800 ebenfalls zurecht zu
kommen. Unsere Test-SVCD las er ein, allerdings nicht immer völlig
problemlos, manchmal brauchte es einige Versuche. Denon verspricht in
den technischen Spezifikationen auch nicht, dass der DVD-2800 SVCDs
abspielen kann, und das hat auch seinen Grund: Es kommt stark darauf
an, wie die SVCD angelegt wurde - wenn man daher sagen würde, der
Player spiele jede SVCD ab, dann gäbe es viele Kunden, die nach
erfolglosen Versuchen der Wiedergabe mit Recht protestieren würden.
Um dem vorzubeugen, garantiert Denon nicht für die SVCD-Wiedergabe.
Mitgeliefert bekommt der Kunde eine
überdurchschnittlich wertige Verarbeitung innen und außen, was durch
das recht hohe Gewicht von rund 7 Kilo ebenfalls dokumentiert
wird. Hinzu kommt ein sehr leises und außergewöhnlich
schnelles Laufwerk mit doppelter Auslesegeschwindigkeit, welches sich
durch einen weichen und praktisch unmerklichen Layerwechsel, und, wie
man unten sieht, durch eine gute bis sehr gute Fehlerkorrektur
auszeichnet.
Der Fehlerkorrektur-Check
Burosch
Audio-/Video-Technik hat eine DVD entwickelt, mit deren Hilfe sich
Rückschlüsse über die Qualität der Fehlerkorrektur bei Laufwerken
von DVD-Playern ziehen lassen. Auf der Disc befinden sich verschiedene
Tracks, die, mit identischem Testbild, nacheinander durchlaufen. Für
die Realisierung dieser DVD waren umfangreiche mathematische
Berechnungen erforderlich, um jeden einzelnen Prüfsektor (= Track)
entsprechend des mathematischen Zusammenhangs um einen bestimmten
Faktor länger als den ihm Vorausgehenden zu machen. In der Praxis
geschieht dies nun durch insgesamt 30 Tracks, die in Schritten von 0,1
mm linear breiter werden, insgesamt also von 0,1 mm (Track 1) bis 3 mm
(Track 30). Die Sequenz am Anfang ist somit kurz, gegen den Außenrand
der DVD wird die Laufzeit des einzelnen Tracks expotentiell größer.
Optisch sieht man einen von innen nach außen größer werdenden
schwarzen Keil auf der Oberfläche der DVD.
Für uns hat die DVD den Vorteil, dass man dem
DVD-Player auf dem Zahn fühlen kann, auch wenn das Endergebnis kein
absolutes in Form eines Zahlenwertes in einer physikalisch gebräuchlichen
Einheit ist. Technisch läuft das folgendermaßen ab, wenn ein Fehler
beim Abtasten erkannt wird: Der DVD-Player befördert die Daten nach
Erkennung des Fehlers in einen Zwischenspeicher. Dies geschieht meist
mit sichtbarer zeitlicher Verzögerung, tritt der Fehler erstmals auf,
kommt es kurzzeitig zu Artefakte- und Mosaikbildungen, dann läuft das
Bild wieder normal weiter - in diesem Moment kommt der
Zwischenspeicher zum Einsatz: Nach und nach wird dieser entleert, auf
der anderen Seite müssen vom Laser wieder Daten in den Speicher fließen
- und zwar so, dass der Speicherinhalt immer auf dem gleichen Niveau
bleibt. Sinkt das Niveau ab, kommt es erneut zur Artefaktebildung.
Daher muss das Zusammenspiel Laser-Zwischenspeicher perfekt
funktionieren, das heißt der Laser muss weiter gleichmäßig Daten
auslesen und in den Zwischenspeicher abgeben, dieser wiederum
"interpoliert" die Daten und sorgt für die
Herstellung eines fehlerfreien, artefaktelosen Bildes (in dem die
fehlerhaften Bildteile durch gespeicherte Wert aus dem
Zwischenspeicher ersetzt werden). Ob dieses Zusammenspiel
funktioniert, kann diese DVD nachprüfen.
So stellt sich heraus, ob die Laufwerkselektronik in der
Lage ist, größere Interpolierungen problemlos auszuführen. Dabei
ist zu bedenken: Der Speicher muss groß genug für den flexibel
gehaltenen Datenstrom einer DVD sein und mit allen Datentransferraten
zurecht kommen. Um die Elektronik richtig zu fordern, wurde auf der
Test-DVD jeder Track mit der maximalen Datenrate 9.8 Mbit/s
aufgezeichnet.
Der DVD-2800 spielte 29 Tracks auf der DVD ab, ohne
prägnanten Artefaktebildung zu zeigen, dies deutet auf eine sehr gute
Fehlerkorrektur hin. Erst der 30. Track bereitete größere Probleme,
immer wieder stockte das Bild. Insgesamt aber eine gute bis sehr gute
Leistung. Ferner überzeugte der Player im Testbetrieb mit
keinem einzigen Absturz beim Einlesen und Abspielen der verschiedenen
DVDs.
Ein sehr gutes Gesamtergebnis im ersten Teil: Tadellose
Multimediaeigenschaften inklusive MP3-Wiedergabe, erstklassige
Verarbeitung und eine reichhaltige Ausstattung verbinden sich zu einer
Sechs-Sterne-Wertung in der ersten Teildisziplin. Das einzige, was man
vielleicht vermisst, ist eine zweite Scart-Buchse.
Bedienung
Die Bedienbarkeit des DVD-2800 ist insgesamt in Ordnung.
Vorbildlich der einfach zu justierende Videoequalizer, der alle
einstellbaren Parameter übersichtlich zusammen auf dem on
Screen-Menü darstellt. Einfach die Wahl der Ausgangsbuchse für das
Bildsignal. Die Fernbedienung sieht zwar etwas ungewöhnlich aus, der
problemlosen Bedienung tut dies jedoch keinen Abbruch. Gut in der Hand
liegt sie auf jeden Fall, die einzelnen Funktionsgruppen sind sinnvoll
voneinander abgegrenzt. Doch es gibt ausnahmen: So ist die
Enter-Taste unter und nicht im Navigationskreuz untergebracht,
zusätzlich ist die Enter-Taste deutlich zu klein, und das
Navigationskreuz selber wäre etwas näher am Mittelpunkt der
Fernbedienung auch besser aufgehoben.

Die
Fernbedienung des DVD-2800
Leider ist die Menügestaltung sehr schlicht geraten und
wird somit dem sonstigen Anspruch des Gerätes nicht gerecht. Auch
noch ein wenig Verbesserungsbedarf besteht beim Display, das mit in
DOT-Matrix-Ausführung noch besser aussehen würde. Doch hier bieten
viele Konkurrenten der selben Preisklasse auch nicht mehr, nur wenige
Ausnahmen zeigen, wie es schöner geht.
Bild
Auch in
schwarz ist der DVD-2800 erhältlich
Wie schon in unserem
Vorab-Report über den DVD-2800 erwähnt, sind die visuellen
Leistungen des DVD-2800 exzellent. So ist via Normwandlung in NTSC auf
bei PAL-DVDs das Anschauen in Progressive Scan möglich - und das gar
nicht mal schlecht: Das Bild sieht insgesamt scharf und detailreich
aus, das Einzige, woran man die Konvertierung wirklich merkt, ist das
Bildruckeln, welches sich aber in erträglichen Grenzen hält - somit
überwiegen die
Vorteile der Progressive Scan-Wiedergabe bei weitem: Gerade wenn ein Videoprojektor das Bild mit einer großen Projektionsdiagonalen
auf die Leinwand wirf, fällt die nicht mehr sichtbare, sonst manchmal
sehr störende Zeilenstruktur auf - damit gehört auch lästiges
Zeilenflimmern der Vergangenheit an. Hier nochmals einige
Einzelbeobachtungen:
Sleepy Hollow:
Bewegungen laufen harmonischer ab, erträgliches, kein massives
Bildruckeln durch die Konvertierung, Interpolation fehlerfrei,
tadellose Bildschärfe und Bildzeichnung zeigt auch kleine Details
plastisch.
Inspector Gadget:
Visuell erstklassige DVD. Auch konvertiert harmonische Farbwiedergabe,
hohe Detailtreue. Beides kommt durch die progressive Bildausgabe erst voll zur
Geltung, da keine sichtbaren Zeilen mehr die Darstellung
einschränken. Ein minimales Aufdrehen des Schärfereglers am
Videoequalizer verbessert die Detailwiedergabe nochmals ein
wenig.
The Matrix:
Zaubern kann auch der DVD-2800 nicht, aber das Ergebnis zeigt, dass
der DVD-2800 im Format 480p auch bei nicht überdurchschnittlicher
Software eine sehr gute PAL/NTSC-Wandlung mit zwar merkbarem, aber
auch auf Dauer nicht sehr störenden Bildruckeln durch die
Normenkonvertierung hinbekommt. Die Bildschärfe ist bei den nicht
perfekten Softwarevoraussetzungen erstaunlich gut, die Detaillierung
ebenso, ohne dass das Bild aufgrund der Softwarevoraussetzungen künstlich-digitalisiert
wirkt.
Mission To Mars:
Satte, kräftige Farben sowie ein detailreiche
und angenehm scharfe Bilddarstellung sorgen für einen sehr realen,
plastischen Bildeindruck, dessen hohe Qualität auch in der sehr guten
Wiedergabe der Mars-typischen Rottöne erreicht wird.
Fazit:
Auch wenn es kein PAL 525p ist und das Bild normgewandelt ist: Das
Ergebnis ist gerade bei der Bildwiedergabe via Projektor schon sehr
gut. Die PAL/NTSC-Normwandlung bekommt der DVD-2800 in allen Fällen
außergewöhnlich gut hin, nur leichtes Bildruckeln zeigt dem
Betrachter, dass die internen Rechenprozesse doch Arbeit erfordern und
nicht einfach "nebenbei" von der Hand gehen. Seien wir
trotzdem gespannt, wie die Qualität der Bildwiedergabe steigt, wenn es die Möglichkeit gibt, dass der DVD-2800
echtes PAL 525p ausgibt.
NTSC-DVDs
gibt der DVD-2800 im Progressive Scan-Modus mit herausragendem
Ergebnis wieder. So das gesamte Filmmaterial auf der aktuellen DTS
Demo DVD Nr. 5, wo zum Beispiel der Ausschnitt aus
"Gladiator" und die Sequenz aus "U-571" mit hoher
Bildruhe, flüssigen Bewegungen und einer großartigen Detailtreue
auffällt. Gleiches lässt sich auch bei der Code 1-DVD von "A
Bug's Life" sagen, wo der ohnehin schon technisch erstklassige
Film optimal visuell zur Geltung gebracht wird. Eine
ordentliche Bildqualität zeigte der DVD-2800 auch bei
"Titanic" (3. DTS Demo DVD, 4:3 Letterbox), die vor allem
durch die nicht mehr zitternden Objektränder und eine verbesserte
Detailwiedergabe durch das eliminierte Zeilenflimmern erfreute.
Insgesamt funktionierte die Progressive-Scan-Wiedergabe bei DVDs, auf
denen Filmmaterial im Vollbildformat enthalten war, völlig
problemlos.
Bei der Progressive-Wiedergabe von Bildmaterial, welches
im Halbbildverfahren von TV-Kameras aufgenommen wurde, hatte der
Player ebenfalls keinerlei Schwierigkeiten mit dem Erkennen und
Differenzieren von schnellen Bewegungen oder Standbildern (Bsp. VH-1,
Divas Live, oder Mahlers 2. Symphonie, 3. DTS Demo-DVD). Anscheinend
scheit die verfeinerte Bewegungserkennung des Silicon-Image-Chipsatzes
für den Progressive Scan-Betrieb tatsächlich nicht nur auf dem
Papier zu existieren, denn in dieser Perfektion haben wir die
Progressive Scan-Ausgabe von Bildmaterial, welches von TV-Kameras
stammt, noch nicht gesehen.
Interlaced Wer DVDs auf einem TV genießt oder aus
sonstigen Gründen noch nicht über die Möglichkeit einer
progressiven Bildausgabe verfügt, kann sich trotzdem den DVD-2800
zulegen, sucht er einen DVD Video-Player mit hoher Bildqualität. Alle
im Progressive-Teil des Bildtests bereits erwähnten Testmuster
gefielen bei der "Probeschau" auf unserem Sony-Studiomonitor
mit ausgewogener, minimal in Richtung kräftig tendierender
Farbgebung, einer erstklassigen Bildschärfe und einer ebensolchen
Detailtreue. Ins Gesamtbild fügt sich der tadellose Kontrastumfang
nahtlos ein.
Was wir unseren
Lesern an dieser Stelle nicht verschweigen wollen: Auch der Denon
DVD-2800 greift für die Videosignalverarbeitung auf einen ESS-Chipsatz
zurück. Ist
das Bildausgabegerät korrekt eingestellt, zeigen sich keine
Bildfehler, ganz gleich, ob Projektor, Studio-Monitor oder normaler TV. Erst bei stark aufgezogener Bildhelligkeit wird
Artefaktebildung sichtbar. Doch dies ist laut Denon nicht ein Problem
des schlechten Videodecodings des ESS-Chips: Vielmehr setzt man, um
bei sehr guter Software die maximale Bildschärfe und Detailtreue zu erhalten,
keinen zusätzlichen Filter ein, der die Artefakte der
MPEG-Komprimierung abschwächt und somit praktisch unsichtbar macht,
dafür aber unter Umständen ein Quäntchen der Detailtreue raubt. So,
wie der DVD-2800 das Bild ausgibt, ist es auf der DVD abgespeichert -
soviel zur offiziellen Erklärung. Unsere Meinung nach intensivem
Testbetrieb: Wer sein Bild mit einer Testbild-DVD korrekt kalibriert
und dabei den Schwarzwert richtig einstellt (was sowieso grundsätzlich zu empfehlen ist), wird viel Freude am
scharfen und detailreichen Bild des DVD-2800 haben. Die Merkmale
des ESS-Chips werden erst bei einer übertrieben hellen Einstellung
sichtbar, die unabhängig vom verwendeten DVD-Player für einen sehr
unbefriedigenden Bildeindruck sorgt.
Layerwechsel Der Layerwechsel verläuft praktisch
unmerklich, das heißt sanft und weich. Bei unserer Test-DVD von "Top
Gun" (Code 2) war das Ergebnis tadellos.
Test-Bildausgabegeräte:
CRT-Projektor Sony VPH-1270 QM
Studio-Monitor Sony PVM-2950 QM
16:9-TV Sony KV-32 FS 60 D
Ton
Der Digitalton des DVD-2800 ist
überdurchschnittlich gut. Auch wenn sich bei der Beurteilung dieser
Teildisziplin die Geister der AREA DVD-Leser scheiden,
ob man die Qualität des Digitaltons objektiv beurteilen kann, so
vertreten wir die Meinung, dass es Unterschiede gibt, auch wenn sich
diese in Bereichen bewegen, die ausschließlich dem erfahrenen,
highfidelen Musikliebhaber auffallen dürften und ein intensives
Probehören erfordert. Der DVD-2800 gefiel mit einer sehr hoch
angesiedelten Klangpräzision, sehr transparent und glasklar ist die
Wiedergabe bei erstklassig aufgenommen Audio-CDs ebenso wie bei 5.1-
Musikstücken (zum Beispiel Mahlers 2. Symphonie/3. DTS Demo-DVD). Der
D/A-Wandler kann mit einem CD-Player der oberen Mittelklasse
problemlos mithalten und bietet ein differenziertes, von Leichtigkeit geprägtes
Klangbild.
Fazit
Der Denon DVD-2800 feiert einen rundum gelungenen Einstand. Seine
erstklassigen visuellen Eigenschaften, seine Möglichkeit, auch
PAL-DVDs (via Konvertierung in NTSC) in Progressive Scan auszugeben,
ist momentan einzigartig. Bei richtiger Einstellung des
Bildausgabegeräts sind die Bildeigenschaften, gleich ob in
Progressive- oder Interlaced-Qualität, exzellent: Eine extrem hohe
Bildschärfe und Detailtreue, gepaart mit einer guten Wiedergabe auch
durchschnittlich guter DVD-Software.

Der
DVD-2800 von hinten: Leider gibt es nur eine Scartbuchse
Dazu kommen die praxisgerechte
Ausstattung und die hervorragende Verarbeitung. Problemlos ist die
MP3-Wiedergabe, das Laufwerk agiert schnell und leise. Besonders
hervorzuheben, da immer noch nicht selbstverständlich: Der
Layerwechsel verläuft perfekt und butterweich. Die tonalen Eigenschaften überzeugen
ebenso, der Digitalton ist genauso auf hohem Niveau wie der interne
D/A-Wandler. Testresümee: Ohne Frage ein Anwärter auf das AREA
DVD-Referenz-Prädikat.

Pro & Contra
 |
Bild der Spitzenklasse mit
480p-Ausgabemöglichkeit für PAL-DVDs |
 |
Sehr guter Digitalton und hochwertiger
D/A-Wandler |
 |
Extrem schnelles und leises Laufwerk mit
makellosem Layerwechsel |
 |
Tadellose Wiedergabe von MP3-CDs |
 |
Wertige Verarbeitung |
 |
Sehr schlichtes OSD |
 |
Nur eine Scart-Buchse |
Technische Daten
| 54 MHz-12-bit Video D/A-Konverterchip |
| PureProgressive Progressive Scan-Chipsatz von
Silicon Images |
| Videoanschlüsse: 1 x Scart (mit RGB), YUV
(wahlweise Interlaced/progressive), S-Video Hosiden |
| Audioanschlüsse: digital optisch/koaxial, 2-Kanal
Cinch Downmix |
| Videoequalizer |
| Laufwerk mit doppelter Auslesegeschwindigkeit und
4 MB Buffer für problemlosen Layerwechsel |
| CD-R-, CD-RW- und MP3-CD-Wiedergabe |
| Gewicht 7 kg |
| Preis: 2300 DM |
| Lieferbar in schwarz und gold ab Ende März 2001 |
19. März 2001
Test: Carsten Rampacher
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