Test: DVD-Player Denon
DVD-1000

Finish, Features und Anschlüsse
Der Markt für DVD-Player wächst und wächst: Fast alle Hersteller haben
die Nachfrage an Einheiten unterschätzt, viele Käufer konnten aufgrund langer
Lieferzeiten ihr Wunschmodell lange nicht bekommen. Natürlich möchte jeder Hersteller
einen möglichst großen Anteil vom Boom haben, auch viele Anbieter aus dem hochpreisigen
Segment bieten günstige Einstiegsmodelle an: So ist bei Harman/Kardon für 999 DM der bei
AREA DVD sehr gut getestete DVD1 im Angebot,
und auch Denon ist ab August 2000 in der Klasse rund um 1000 DM vertreten: Mit dem
DVD-1000, der exakt das gleiche kostet wie der Harman/Kardon: 999 DM. Und er bringt eine
Besonderheit mit: Einen Komponentenausgang, der in den USA längst Standard ist, den
hierzulande bislang aber nur wenige Top-Modelle der jeweiligen Hersteller mitbringen.
Leider war man nicht so konsequent, zusätzlich auch noch eine RGB-Ausgabemöglichkeit via
Scart mitzuliefern. So kommen aus der einen Scart-Buchse nur wahlweise S-Video- oder
FBAS-Video-Signale. Ansonsten aber überzeugt der Denon DVD-1000 in vielen Belangen: Sein
Laufwerk arbeitet schnell und leise, es liest CD-Rs und liest DVDs in doppelter
Geschwindigkeit aus. In Verbindung mit einem 4-MB-Pufferspeicher soll es auch beim
Layerwechsel keine Probleme wie das sonst übliche Ausfallen von Bild und Ton für einen
Augenblick geben. Beim DVD-1000 kommt also wie auch beim DVD-1500 keine
Panasonic-Basistechnologie mehr zum Einsatz. Die Verarbeitung ist Denon-typisch sehr
gut, wenn auch die Frontplatte aus Plastik und nicht wie bei den anderen Denon-Modellen
aus Metall besteht. Doch auch Plastik ist nicht gleich Plastik: Im Falle des Denon sieht
es auf jeden Fall hochwertig und gefällig aus. Das kann man von der Fernbedienung leider
nur mit Einschränkungen behaupten. Sie ist zwar gut verarbeitet, aber das Hartplastik
wirkt etwas billig. Eine Beleuchtung fehlt, die Tasten sind zu klein, was die Bedienung im
dunklen nicht unbedingt erleichtert. Hier bietet die Konkurrenz in der Regel aber auch
nicht mehr. Ausnahmen wie der Harman/Kardon DVD1 zeigen aber, dass es auch anders geht.
Gut gefällt das fein auflösende Display. An Anschlüssen sind neben der schon erwähnten
Scart-Buchse und dem Komponentenausgang eine S-Video-Hosidenbuchse sowie ein
Cinch-Composite-Ausgang vorhanden. Auf der Audioseite gibt es die obligatorischen
Digitalausgänge: Einmal optisch und einmal koaxial. Dazu kommt der übliche
Cinch-Anschluss für den analogen Zweikanal-Stereo-Downmix.
Bedienung
Die Bedienung des DVD-1000 gestaltet sich im wesentlichen unproblematisch,
einmal abgesehen von den oben genannten Nachteilen der Fernbedienung. Die Menüs sind
graphisch sehr schlicht, der DVD-1000 greift ebenso wie schon der DVD-1500 auch nicht mehr
auf das Panasonic-GUI zurück. Ein etwas aufwendigeres Design der On-Screen-Menüs würde
dem DVD-1000 gut zu Gesicht stehen. Sehr praktisch sind die Bedienelemente am Gerät
selber, die es ermöglichen, verschiedene Einstellungen, zum Beispiel die des
Set-Up-Menüs, auch von dort aus auszuführen. Ungewöhnlich an der Bedienung des DVD-1000
ist, dass es erforderlich ist, manuell im Set-Up-Menü die Tonausgabe zwischen dem
Digital- und Analogausgang umzuschalten.
Bild
Der Denon DVD-1000 verfügt über einen
"Super-Sub-Alias-Filter". Dieser soll eine Horizontalauflösung von 6,25 MHz
(500 Linien) bei einer Abweichung von lediglich -3 dB ermöglichen. An der
Auflösungsgrenze der DVD-Video bei 8,25 MHz (660 Linien) liegt die Dämpfung noch weit
über - 60dB. Dadurch soll, so Denon, eine hervorragende Bildqualität mit
außerordentlich guter Detailschärfe erreicht werden. Soweit die Theorie. In der Praxis
zeigen neue Technologien, vom Hersteller mit euphorischen technischen Termini umschrieben,
oftmals eine ernüchternde Wirkung: Gegenüber anderen Geräten oder dem Vorgänger, die
diese neue Technik noch nicht hatte, stellt sich kein spürbarer Gewinn an Bildqualität
ein. Der DVD-1000 beweist, dass es auch anders geht: Ein in allen Belangen
überdurchschnittliches Bild, das dem Gerät in seiner Preisklasse - aber auch noch eine
Klasse höher - die Spitzenposition sichert. Ob Bildschärfe, Farbharmonie, Kontrastumfang
oder Detailtreue - der DVD-1000 erreicht überall Bestnoten. Nur bei wenig
überzeugender Software zeigt der Denon gnadenlos die Fehler der DVD. Beim Layerchange
verhält sich der Player mustergültig: Kein Standbild, kein Tonausfall, sondern ein
harmonischer, fließender Übergang. Bei der Code 2-DVD von "Der Schmale Grat",
bei der Code 2-DVD von "Das Große Krabbeln", bei der vierten DTS-Demo-DVD und
bei der Code 2-DVD von "Top Gun" zeigte sich der DVD-1000 den verschiedenen
Anforderungen der Software voll gewachsen. So hat zum Beispiel "Das Große
Krabbeln" ein sehr scharfes Bild mit kräftig gesättigten Farben, "Der Schmale
Grat" beeindruckt mit seiner fein nuancierten Farbgebung, die nicht jeder Player in
der Lage ist, in vollem Umfang darzustellen.
Ton
Denon wird beim DVD-1000 dem Ruf der Firma gerecht, auch
verwöhnte Ohren klanglich zufrieden zu stellen. Der Klang des Digitaltons ist
außerordentlich gut. Das zeigt, dass das Qualitätsniveau hinsichtlich des verwendeten
Materials und Fertigung der einzelnen Baugruppen hoch ist. Ebenso macht die Abschottung
des Netzteils einen guten Eindruck. Störgeräusche, die vom Netzteil herrühren, sind dem
Player jedenfalls fremd. Vielmehr erfreut der Denon mit einer außerordentlich guten
Dynamik und einem sehr detaillierten Klangbild. Ähnliches lässt sich auch vom
eingebauten D/A-Wandler sagen. Analog angeschlossen, bringt der DVD-1000 ausgesprochen
erfreuliche klangliche Leistungen zustande: Ein warmer, harmonischer Klang mit
ausgewogener Dynamik, nicht zu spitz, doch trotzdem genügend differenziert im
Hochtonbereich. Insgesamt erreicht der DVD-1000 auch im Tonbereich die Höchstpunktzahl -
denn er leistet sich keine Schwäche.
Fazit
Der Denon DVD-1000 ist sehr empfehlenswert. Wer Wert auf ein in allen Belangen
hervorragendes Bild und auf ebensolche tonale Eigenschaften legt, ist mit dem Gerät
bestens bedient. Der Player gibt zwar kein RGB aus, überzeugt aber auch beim Anschluss
via S-Video mit einem Spitzenbild. Das schnelle Laufwerk gefällt durch seine leise
Arbeitsweise und das problemlose Managen der Layer-Wechsel. Ebenso spielt es CD-Rs ab. Die
Verarbeitung des Geräts ist sehr gut. Abzüge gibt es für die in allen Belangen wenig
überzeugende Fernbedienung und die lieblos gestalteten On-Screen-Menüs. Beides hat ein
Siegertyp wie der DVD-1000 nicht verdient.
AREA DVD-Tip: Mit seiner hervorragenden
Bildqualität ist der Denon DVD-1000 in der 1000 DM-Klasse der neue
Referenz-Player.
Pro & Contra
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Erstklassiges Bild |
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Sehr guter Digitalton |
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Sehr schnelles und leises Laufwerk mit CD-R-Wiedergabe |
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Keine Probleme beim Layerchange |
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Sehr gute Verarbeitung |
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Wenig gefällige On-Screen-Menüs |
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Schlechte Fernbedienung |

Auf dem deutschen Markt noch
eher selten anzutreffen: Der Komponentenausgang
Technische Daten
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Videoausgänge: 1x SCART (kein RGB), 1 x Komponentenausgang, 1
x Hosiden (S-Video), 1 x Cinch (Composite) |
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Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x koaxial, 1 x Cinch
2-Kanal Downmix |
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Farbe: Schwarz |
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Maße (B x H x T): 43,4 x 10,2 x 26,6 cm |
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Gewicht: 4,0 kg |
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Preis: 999 DM (UVP) |
31. Juli 2000
Test: Carsten Rampacher
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