Test: AV-Receiver Denon
AVR-1801

Finish, Features und Anschlüsse
Packt man den AVR-1801 aus dem Karton aus, so erscheint einem alles
vertraut: Typisches Denon-Design, hervorragender Qualitätseindruck. 5 x 105 W (6 Ohm, 1
kHz, 0,7 % Klirrfaktor) stehen an Leistung zur Verfügung, 11,3 kg Gewicht, großzugig
dimensionierte Kühlkörper und ein sauber verarbeitetes Innenleben verkünden ebenso
Hochwertigkeit wie die massive Frontplatte und die aufgeräumt wirkende Geräterückseite.
Auf dieser wird dann allerdings auch erstmals deutlich, dass auch Denon bei einem 1000
DM-Gerät sparen muss: So finden sich zwar große und damit bananensteckertaugliche
Schraubverschlüsse für die Frontbeschallung - Hauptboxen links/rechts plus
Center-Lautsprecher - die Surroundboxen müssen aber mit den mickrigen Klemmanschlüssen
vorlieb nehmen, was das Einfädeln von Kabeln mit großem Querschnitt zu einem
Geduldsspiel macht. Ansonsten aber eitel Sonnenschein auf der Rückseite, denn an
Anschlüssen herrscht kein Mangel: Für die Audio-Anschlüsse stehen auf der Eingangsseite
8 analoge Cinch-Eingänge, zwei optische und ein koaxialer Digitalausgang sowie einmal
Analog-Sechskanal-Cinch-Extern zur Verfügung. Im Zeitalter von DVD-Audio macht ein
solcher Eingang noch viel mehr Sinn als zu früheren Zeiten: Denn da via Digitalausgang
nur maximal Tonformate bis 24-Bit/96 kHz-2-Kanal übertragen werden können, müssen zum
Beispiel die Wohlklänge von 192kHz/24-Bit-2-Kanal- oder 24-Bit/96kHz-5-Kanalaufnahmen
über den analogen Sechskanalausgang des DVD-Audioplayers mit Hilfe der altbekannten
Cinchkabel zum Sechskanal-Eingang des jeweiligen Verstärker/Receiver geleitet werden. Und
der Sechskanal-Eingang des AVR-1801 ist mit seiner 100 kHz-Tauglichkeit auf DVD-Audio
vorbereitet, auch wenn das zunächst widersprüchlich klingt: Denn DVD-Audio-Aufnahmen
sind schließlich im Optimalfall mit einer Abtastfrequenz von 192 kHz und einer Wortlänge
von 24-Bit versehen. Wie sind die 100 kHz-Tauglichkeit und die 192 kHz Abtastfrequenz in
Einklang zu bringen? Des Rätsels Lösung liegt im Zusammenhang zwischen Abtast- und
Nutzsignal: Nach dem Abtasttheorem des Mathematikers Shannon kann man mit einer bestimmten
Abtastfrequenz höchstens ein Nutzsignal codieren, das keine höheren Anteile als die
Hälfte der Abtastfrequenz in sich trägt - sonst treten schwerwiegende Fehler auf: Im
Falle einer 192kHz-Aufzeichnung heißt das, dass fehlerlos Tonfrequenzen mit maximal 192 :
2, also mit 96 kHz, wiedergegeben werden können, die dann via Cinch in den Analogeingang
des Receivers hineinströmen. Somit ist der AVR-1801 mit seinem 100 kHz-tauglichen Eingang
auch problemlos für 192 kHz/24-Bit-Aufnahmen geeignet. Wer via digitaler Verbindung das
Maximale -96 kHz-24-Bit-Zweikanalton - vom DVD-Player zum D/A-Wandler im Receiver schicken
will, den erfreut der AVR-1801 ebenfalls: Denn die D/A-Wandler sind echte 96
kHz/24-Bit-Wandler und geben das Tonsignal ohne Down-Konvertierung aus.
Auf der Audio-Ausgangsseite gibt es vier Pre-Outs (Center, Subwoofer, Front
links/rechts), und drei analoge Rec-Out-Anschlussmöglichkeiten via Cinch. Von den
Audio-Anschlüssen zu den visuellen: Hier gibt es auf der Eingangsseite 4 mal
Video-Composite und ebenso oft einen S-Video-Hosideneingang, auf der Ausgangsseite
finden sich drei Composite- und drei S-Video-Ausgänge.
Auch sonst ist die Ausstattung reichhaltig: Verschiedene DSP-Surroundmodi
(5-Kanal Stereo, Virtual Surround, Rock Arena, Jazz Club, Video Game, Matrix und Mono
Movie) stehen zur Wahl, mit Hilfe des Cinema Equalizers sollen zu spitze Höhen bei Dolby
Digital- und DTS-Aufnahmen abgedämpft werden. Ein hochwertiges 24 Bit-Crystal-DSP
übernimmt die digitale Signalverarbeitung. Vorteil des AVR-1801: Ein Standard-EEPROM, auf
dem die gesamte Betriebssoftware ist, ist auf dem Digitalboard aufgesetzt, und nicht
eingelötet. Sollte sich in der Firmware ein - und sei es auch noch so kleiner -Bug
befinden, so kann das EEPROM einfach ausgetauscht werden.
Der Tunerteil verfügt über UKW und MW, selbstverständlich sind beim
UKW-Teil RDS mit Radio-Text. 40 Stationsspeicher bringt der AVR-1801 mit. Die beiliegende
Systemfernbedienung ist vorprogrammiert, wie schon oft bei vielen Herstellern und Geräten
beobachtet, fällt sie im Qualitätseindruck aber hinter das Hauptgerät zurück.
In der ersten Teildisziplin streicht der AVR-1801 die volle Punktzahl ein.
Eine sehr gute Verarbeitung, innen wie außen, und eine praxisgerechte Ausstattung
zeichnen den Receiver ebenso aus wie die hochwertigen verwendeten Baugruppen. Einzige
Wermutstropfen sind die billigen Lautsprecherklemmen für die Surroundlautsprecher und die
wenig wertige Fernbedienung.
Bedienung
Der Denon AVR-1801 ist nach nur kurzer
Eingewöhnungszeit einfach zu bedienen. Auch wenn ein On-Screen-Menü genauso vermisst
wird wie eine beleuchtete, etwas größere Fernbedienung - das Konzept ist summa summarum
stimmig. Auf der Fernbedienung grenzen sich immerhin die Bedienelemente farblich
voneinander ab, nur im dunklen hilft das wenig, da die einzelnen Knöpfe auch recht klein
geraten sind und eng nebeneinander liegen.

Die Fernbedienung ist etwas zu
klein geraten, genauso wie die einzelnen Bedienelemente
Ansonsten läuft das Set-Up des Receivers über das
fein darstellende Display problemlos ab. Innerhalb kurzer Zeit ist das
Lautsprecher-Equipment angepasst und eingepegelt, auch während des Betriebs ist es
unproblematisch, Einstellparameter zu verändern. Praktisch sind die frei zuweisbaren
Digitaleingänge und der gut dosierbare Lautstärkeregler. Leider ist das Einstellmenü
für die Entfernung der jeweiligen Lautsprecher zur Hörposition, um die richtige
Delay-Time zu ermitteln, nicht perfekt: So lassen sich die Frontlautsprecher nur gemeinsam
einstellen, gleiches gilt für die Surroundkanäle. Dies ist von Nachteil, wenn die
einzelnen Surround- beziehungsweise Frontlautsprecher jeweils unterschiedliche Abstände
von der Hörposition haben, zum Beispiel ist der linke Frontlautsprecher 3, 4, der
rechte aber 3, 9 Meter von der Hörposition entfernt. Das ist in der Praxis öfters der
Fall, da gerade im Wohnzimmer aufgestellte Heimkinoanlagen in den wenigsten Fällen beim
Lautsprecherabstand von der Hörposition die im Idealfall gegebene Symmetrie aufweisen.
Sehr positiv ist zu vermerken, dass es Denon dem Benutzer einfach macht: Er gibt die
Entfernung in Metern ein und nicht die Verzögerungszeit - damit entfällt das
umständliche Umrechnen.
Ton
Verwendete Lautsprecherkonfiguration:
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Hauptboxen links/rechts: Infinity-Standboxen vom
Typ Reference 61 Mk II |
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Surroundlautsprecher: Direktstrahler Infinity
Reference 1 Mk II |
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Center : Infinity Reference 100 Mk 2 |
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Aktiver Subwoofer Kenwood SW-301 (100 W Nennleistung) |
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Die Konfiguration wurde mit verschiedenen DVD-Playern getestet:
Einem Pioneer DV-626D, einem Pioneer DV-05 Elite (in wesentlichen Teilen baugleich Pioneer
DV-717) und einem Yamaha DVD-796 |
Zum Soundcheck trat folgende Software an:
 |
Dolby Digital 5.1 : Godzilla (Code 1), The World
Is Not Enough (Code 2), Red Violin (Code 2), Wolfgang Amadeus Mozart: Le Nozze Di Figaro
(Aufzeichnung vom Glyndebourne-Opern-Festival, NCA Arts/Warner Music), Ludwig van
Beethoven/Fréderic Chopin (Denon Ambience Collection) |
 |
DTS: DTS Demo DVD Vol. 4: Saving Private Ryan,
Antz, DTS Demo DVD 3: Ausschnitt aus Mahlers 2. Symphonie, Peter Tschaikowsky: Symphonie
Nr. 6 (Herbert v. Karajan + Berliner Philharmoniker, EMI Classics
DTS-CD), Galaxy Quest
DTS Version (Code 1) |
 |
Audio-CD: Simon Preston, Bach: Organ Works
(Deutsche Grammophon 4D-CD) |
Der Denon AVR-1801 zeigte im Test, dass ein gut klingender AV-Receiver auch
schon für rund 1000 DM zu bekommen ist. In den verschiedenen Hörtests erzielte das
Gerät achtbare Leistungen.
Die Beobachtungen im einzelnen:
a) Filme und Filmsequenzen
Dolby Digital 5.1 Hier zeigte
der AVR-1801 gute Leistungen. Bei der Code 1-DVD von Godzilla überzeugte das Gerät mit
ordentlichen Leistungsreserven, die die Herstellerangaben sehr glaubhaft erscheinen
lassen. Das Klangbild war im Rahmen einer Dolby Digital 5.1-Wiedergabe räumlich und weit,
die Ortung der Effekte im Raum war sehr präzise möglich. Besonders bei der
Hubschrauber-Verfolgungsjagd, als zwei Kampfhubschrauber die Riesenechse jagen und mit
Raketen beschießen, konnte sich der Receiver gut in Szene setzen. Nur bei Lautstärken,
die im heimischen Wohnzimmer schon unter den Begriff unzumutbar fallen, ließ die
Klangpräzision minimal nach. Hier wird eben doch noch ein Abstand zu höheren
Preisklassen sichtbar, so auch zum viermal so teuren AVC-A10SE,
der sich auch von Lautstärkeeinstellungen jenseits von Gut und Böse nicht beeindrucken
ließ. Der aktuelle Bond-Film "Die Welt Ist Nicht Genug" ertönte über
den gesamten Frequenzbereich kräftig und ausreichend voluminös, die Stimmwiedergabe
ließ unangenehme hochfrequente Spitzen aus, ohne weniger Dynamik zu vermitteln - und das
schon ohne die Einbeziehung des Cinema Equalizers, mit dem man - sollte das Problem
zu spitzer Höhenwiedergabe auftauchen - diesem Problem durch das Abdämpfen der
Höhen entgegen wirken könnte. Die imposante Filmmusik des 007-Streifens gab der Denon
ebenfalls zur Zufriedenheit des Testers wieder, so dass der Filmspass und der Kaufpreis in
einem sehr erfreulichen Verhältnis stehen.
DTS 5.1: Die DTS-Version von
"Galaxy Quest", bei AREA DVD schon gestestet und für tonal sehr gut befunden,
stellte hohe Anforderungen an den jeweiligen AV-Verstärker oder Receiver. Diesen wird der
AVR-1801 auch gerecht: Die große Dynamik, die diese DVD im Tiefton- und vor allem im
Hochtonbereich aufweist, wird angemessen wiedergegeben, mit minimalen Einschränkungen im
Hochtonbereich, die allerdings nur im direkten Vergleich mit dem AVC-A10SE deutlich
werden. Wie schon zuvor bei den Dolby Digital-Filmen zeigt der AVR-1801 ein Klangbild, bei
dem zum Beispiel der doppelt so teure Sony DA-50ES Mühe hat, Paroli zu bieten, so
spritzig spielt der Denon auf. Vor allem die Harmonie des Klangbilds verdient die Note
sehr gut. Keine störenden Klanglöcher und eine stets garantierte Ortbarkeit der Effekte
tragen ihren Teil dazu bei. Effektgeladen und explosiv - so ist der Ausschnitt aus
"Saving Private Ryan" auf der vierten DTS-Demo-DVD. Und der AVR-1801 versteht
es, die Soundkulisse in geeigneter Form darzustellen. Im einzelnen: Der Receiver zeigte
ein sehr differenziertes Klangbild, welches auch im lauten Kampfgetümmel auch die Stimmen
der Soldaten nicht untergehen ließ, selbst dann, wenn der Centerlautsprecher nicht
übermäßig laut eingestellt ist. Die Explosionen erklingen kräftig und frei von
Verzerrungen, die Effekte werden druckvoll und raumfüllend wiedergegeben. Ähnliches
lässt sich von der "Antz"-Sequenz von der vierten DTS-Demo-DVD sagen, auch wenn
natürlich krachende Explosionen hier nicht zum Filminhalt gehören. Trotzdem geht es
nicht leise zu, wenn die beiden Ameisen die menschliche Welt entdecken, schließlich wird
alles aus ihrer Perspektive geschildert, und ein in Turnschuhen dreinschreitender
Jugendlicher verbreitet da schon bei jedem Schritt so viel Lärm wie ein herannahendes
Gewitter. Mit raumfüllendem, trotzdem präzisen Bass und einer sehr natürlichen
Wiedergabe der Stimmen meistert der AVR-1801 diesen Filmausschnitt.
b) Musik
Dolby Digital 5.1: Beim ersten
Testmuster, der Code 2-DVD von "Red Violin", fiel der virtuose Umgang des
AVR-1801 mit den - wie hinlänglich bekannt - schwierig darstellbaren Streichern
auf. Beim Einsetzen des gesamten Orchesters ist die Harmonie sehr gut, ohne dass
Einzelheiten untergingen. Wer andere Geräte dieser Preisklasse kennt, weiß, dass dies
keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade bei Streichern ist der Klang oftmals zu dumpf,
auch gehen einzelne, besonders facettenreiche Instrumente im Einsatz des Gesamtorchesters
gerne unter. Bei den Violinensoli agiert der AVR-1801 gut, zum "sehr gut" fehlt
hier eine noch luftigere und plastischere Herausarbeitung des fein gegliederten
Hochtonbereichs. Ein respektables Ergebnis verbuchte der Receiver bei der "La Nozze
Die Figaro"-DVD. Wie auch schon bei den Fil-Testmustern beobachtet, ist auch bei der
Oper die Stimmwiedergabe harmonisch und rund, bei den Frauenstimmen wird auch der
schwierig zu managende Hochtonbereich gut abgebildet, nur selten wirken die Stimmen
minimal belegt. Hervorragend das Abschneiden des AVR-1801 bei der Egmont-Ouvertüre von
Ludwig van Beethoven: Hier arbeitet der Receiver fein und luftig jede Nuance heraus, ohne
es beim Orchestereinsatz an der nötigen Kraft fehlen zu lassen.
DTS 5.1: Die
Mahler-Symphonie auf der dritten DTS-Demo-DVD ist von beeindruckender technischer
Qualität, weil gerade auch feinste Klangfiguren plastisch herausgearbeitet werden. Hier
können Verstärker wie der AVC-A10SE zeigen, dass sie nicht nur die Muskeln spielen
lassen können, sondern auch in der Lage sind, die feinen Zwischentöne zu beherrschen.
Kurzum: Kein leichtes Testmuster für einen Receiver der 1000 DM-Klasse. Trotzdem
bewältigt der AVR-1801 die Symphonie gut, auch wenn das Herausmodellieren der feinen
Nuancen nicht so eindrucksvoll gelingen will. Der Orchestereinsatz aber kommt kraftvoll
und sauber herüber. Gut das Abschneiden des Geräts bei der Tschaikowsky DTS-CD. Hier
bietet der AVR-1801 ein überraschend dynamisches Klangbild, das vor allem durch seine
große Harmonie besticht. Dadurch entsteht der Eindruck, dass alles mit großer
Leichtigkeit geschieht, obwohl die Software-Voraussetzungen - ursprünglich stammt die
Aufnahme der CD von 1972 und wurde erst nachträglich einer DTS-Nachbearbeitung unterzogen
- nicht optimal sind.
Audio-CD: Bei Bachs Orgelwerken (Im 4D-Verfahren aufgenommene CD), gespielt von
Simon Preston, schlägt sich der AVR-1801 recht gut, obwohl bei den zahlreichen Stücken
durchaus Kandidaten dabei sind, die einem Verstärker oder Receiver durchaus das Leben
schwer machen können. Der Grund liegt im unglaublichen Frequenzspektrum einer großen
Kirchenorgel, und in den vielen einzelnen Stimmen, die oftmals tonal eng nebeneinander
liegen. Darum ist es häufiger so, dass einzelne. leisere Stimmen entweder
"verschluckt" oder nur in Ansätzen dargestellt werden. Der AVR-1801 bot bei
fast allen Stücken auf der CD, die zum Test herangezogen wurden, ein ausgeglichenes und
homogenes Klangbild. Auch bei Fugen und Preludes, die bewusst ausgewählt worden waren -
denn dort ist es schwierig, alle Stimmen der Orgel in hoher Präzision darzustellen - gab
sich das Gerät keine Blöße, nur in sehr seltenen Fällen arbeitete es einzelne Stimmen
nicht exakt genug heraus, was zu einem zu "weichen" Klangbild führte.
Fazit für die Musikwiedergabe:
Der Denon AVR-1801 überzeugt mit einer ordentlichen absoluten und mit einer in Anbetracht
seines Preises exzellenten Klangqualität. Natürlich dürfen nicht die Maßstäbe des
"großen Bruders" AVC-A10SE angelegt
werden, dieser übertrifft den AVR-1801 in Punkto Leistungsfähigkeit natürlich deutlich,
ebenso ist die Klangpräzision um einiges besser. Aber der AVC-A10SE ist auch viermal so
teuer, da darf der Käufer höchste Ansprüche an das Produkt stellen - in jeder
Beziehung. Für den Kaufpreis von rund 1000 DM aber bietet der AVR-1801 sehr gute
Leistungsreserven, die auch für die gelungene Beschallung mittelgroßer Räumlichkeiten
ausreichen. Die Klangpräzision ist hoch angesiedelt, ein sehr gefälliger,
differenzierter, aber nicht zu spitzer Klang im Hochtonbereich.
Fazit
Es ist schon erstaunlich, was der Käufer heute in der 1000 DM-Klasse schon
geboten bekommt. Im Falle des Denon AVR-1801 sind dies ein harmonischer Klang, der auch im
Höhenbereich klar und transparent ist, ohne zu spitz und damit unangenehm zu werden, eine
sehr gute Verarbeitung und eine praxisgerechte Ausstattung. Für den Receiver sprechen
auch die hochwertigen verwendeten Baugruppen. Kritik gibt es höchstens im Detail: So für
die klapprigen Lautsprecherklemmen für die Surroundlautsprecher, für die zu kleine,
unbeleuchtete und wenig hochwertige Fernbedienung und für das zu wenig differenzierte
Lautsprecher-Setup. Insgesamt aber bietet der AVR-1801 für seinen Preis einen
ausgezeichneten Gegenwert.

Pro & Contra
 |
Harmonischer Klang |
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Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis |
 |
Praxisgerechte Ausstattung |
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Sehr gute Verarbeitung |
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Nur Klemmverschlüsse für die Surroundlautsprecher |
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Fernbedienung überzeugt nicht völlig |
Technische Daten

Ausreichend Anschlüsse stellt
der AVR-1801 zur Verfügung
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Eingebauter Dolby Digital- und DTS-Decoder |
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Leistung: 5 x 105 W (6 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirrfaktor) |
 |
Eingebaute 96 kHz/24-Bit-Wandler |
 |
Audio-Eingänge: 8 x Analog-Cinch, 1 x Analog Cinch-Sechskanal
extern (100 kHz/DVD Audio-tauglich), 2 x Digitaleingang optisch, 1 x Digitaleingang
koaxial |
 |
Audio-Ausgänge: 4 x Analog-Pre-Out (Front
links(rechts,
Center, Subwoofer), 3 x analoge Rec-Out-Stereo-Cinch-Buchsen |
 |
Video-Eingänge: 4 x Composite, 4 x S-Video Hosiden |
 |
Video-Ausgänge: 3 x Composite, 3 x S-Video |
 |
24 Bit Crystal DSP |
 |
Verschiedene DSP-Programme: 5-Kanal Stereo, Virtual Surround,
Rock Arena, Jazz Club, Video Game, Matrix, Mono Movie |
 |
Cinema Equalizer |
 |
UKW- und MW-Tuner, UKW-Sektion mit RDS und Radio Text, 40
Stationsspeichertasten |
 |
Vorprogrammierte Systemfernbedienung |
 |
Farben: schwarz, gold |
 |
Abmessungen: 43,3 x 17,1 x 41,6 (B x H x T in cm) |
 |
Gewicht: 11,3 kg |
 |
Preis: 999 DM |
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Verfügbar ab: August 2000 |
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