Test: ASW Cantius
AS 400

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Geulen Bonn
Finish, Features und Anschlüsse
Der ASW Cantius AS 4000, ein Aktiv-Subwoofer mit 120 Watt Nenn- und 200 Watt
Musikbelastbarkeit, ist ein neues Modell der Boxenmanufaktur ASW und kostet 1500 DM. Wer
diese Summe in einen Subwoofer investiert hat, erwartet natürlich schon, dass das Gerät
auch optisch einen wertigen Eindruck hinterlässt: Der ASW wartet mit einer erstklassigen
Verarbeitung ohne jede Schwächen auf, die Materialwahl ist sehr gediegen. Die Drehregler
am Gerät für die Übernahmefrequenz und die Lautstärke sind hochwertig ausgeführt,
alles ist massiv und von bester Qualität.

Hochwertige Verarbeitung auch im
Detail: Die Drehregler am AS 400
Nur die mitgelieferte Fernbedienung, mit deren Hilfe man vom Sessel aus die
Übernahmefrequenz und die Lautstärke regeln kann, wirkt etwas hausbacken. Drei
Anschlussarten sind möglich:
1) Der Benutzer hat die Möglichkeit, den Subwoofer via Cinch vom
Subwoofer-Pre-Out des Verstärkers mit den Cinch-Eingängen am Woofer zu verbinden
(üblich für den Fronteinsatz in einem Heimkino-Mehrkanalsystem moderner Prägung)
2) Der Subwoofer wird über das Lautsprecherterminal des Verstärkers via
Lautsprecherkabel angeschlossen. Die Lautsprecher werden dann an den
Lautsprecherkabelterminal-Ausgängen des Subwoofers angeschlossen (Die Möglichkeit, wenn
zwischen die Surroundlautsprecher noch ein Subwoofer eingeschliffen werden soll - wie zum
Beispiel bei der Ideal-Lautsprecherkonfiguration des Yamaha DSP-AX1, die auch hinten einen
aktiven Subwoofer vorsieht)
3) Voraussetzung: Vor-/Endstufenkombination: Über den Pre Out eines
Vorverstärkers wird der Subwoofer via Cinch verbunden (Line-In am Subwoofer). Vom
Line-Out-Cinch-Ausgang des Woofers wird ein Cinch-Kabel zum Endverstärker gelegt. Bei
dieser Anschlussvariante begrenzt die im Subwoofer integrierte Frequenzweiche den
Übertragungsbereich der Satelliten (Gedacht für Satellitenlautsprecher mit kleiner
Leistung). In der Praxis ist diese Anschlussvariante wohl eher wenig gebräuchlich.
Klangeigenschaften
Hier weiß der ASW-Subwoofer ebenfalls zu gefallen.
Bei der Code 1-DVD von "Goldeneye" gefiel er mit sehr guten Leistungsreserven
sowie einer hohen Präzision - Verzerrungen sind dem Cantius AS 400 fremd. Diesen
guten Eindruck beweist auch der Probelauf mit der vierten DTS-Demo-DVD, wo der Subwoofer
die in DTS ES 6.1 Matrix aufgenommene Sequenz aus dem Film "The Haunting", die
auch an das Bass-Equipment einige Anforderungen stellt, ausgezeichnet bewältigte. Heraus
ragte auch hier der gelungene Spagat zwischen Raumfülle und Klangpräzision. Auch die
nächsten Test-DVDs, die Code 1-Versionen des Science-Fiction-Abenteuers "Galaxy
Quest", vertieften den sehr guten Eindruck, wobei der Subwoofer vor allem beim sehr
druckvollen und präzisen Bass der DTS-Version seine Qualitäten unter Beweis stellen
durfte.
Aber auch für Musik empfiehlt sich der ASW Cantius AS
400: So klang Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre auf der 5.1 Dolby Digital-DVD von
Denon Music sehr harmonisch und räumlich, der wohl dosierte und präzise Basseinsatz des
AS 400 trug seinen Teil zum gelungenen Klangeindruck bei.
Ebenso gefiel der Woofer bei der im 4D-Verfahren
aufgenommenen normalen Audio-CD "Simon Preston: Bach - Organ Works" mit seinem
klangstarken und passgenauen Einsatz: Denn gerade die tiefen Frequenzen einer großen
Kirchenorgel - in diesem Fall eine deutsche Klais-Orgel in der St. John`s-Kirche in London
- sind sehr schwierig wiederzugeben und bringen selbst gutes Equipment oft an den Rand der
Möglichkeiten oder deutlich darüber hinaus. Nicht so beim ASW-Subwoofer, der sich auch
vom breiten Tiefbass-Spetrum der Orgel nicht beeindrucken ließ und in allen Passagen
"Herr der Lage" war.
Und wer auf seiner Heimkino-Anlage auch gern einmal
hämmernde Disco-Beats hören möchte: Auch diese bringt der ASW-Subwoofer passend zum
Zuhörer hinüber, die auftretenden Schwächen wie Verzerrungen oder ein
schwammig-undefinierbarer Klangeindruck rühren eindeutig von Schwächen in der Software
her, die oft wenig professionell aufgenommen ist.
Fazit

Der Cantius AS 400 offen
Der ASW Cantius AS 400 ist rundherum sehr
empfehlenswert. Seine Verarbeitung ist hervorragend, dasselbe lässt sich über die
klanglichen Qualitäten sagen. Die eingebaute Endstufe ist nur schwer in Verlegenheit zu
bringen, die Basswiedergabe ist immer präzise und doch raumfüllend. Einziger
Wermutstropfen: 1500 DM Einstandspreis sind nicht gerade wenig - aber Qualität hat eben
seinen Preis.
Pro & Contra
 |
Erstklassige, wertige Verarbeitung |
 |
Sehr gutes Leistungsvermögen gepaart mit hoher Klangpräzision |
 |
Fernbedienung |
Technische Daten:
 |
Nennbelastbarkeit 120 Watt |
 |
Musikbelastbarkeit 200 Watt |
 |
Anschlüsse: 1 x Line-In (Cinch), 1 x Line-Out
(Cinch),
Lautsprecherterminal für 2 Boxen (In und Out) |
 |
Trennfrequenz 40 - 180 Hz |
 |
Übertragungsbereich 30 - 200 Hz |
 |
Lieferbare Farben: 16 verschiedene Farbtöne (siehe ASW-Website) |
 |
Preis: 1500 Mark |
Test: Carsten Rampacher
Test-Verstärker: Denon AVC-A10SE, Yamaha DSP-AX1
11.07.2000
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|