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 Test: AV-Receiver Technics SA-DA8

Wir danken Karsten Becker (www.dvdplayer.de) für die Bereitstellung von Testräumen und Equipment

Finish, Features und Anschlüsse

Technics bietet im hart umkämpften Receivermarkt in der Preisklasse um 1000 DM den 999 DM teuren, in schwarz oder champagner lieferbaren, sehr elegant wirkenden  SA-DA8 an. Mit 100 HZ-tauglichem Sechskanaleingang  und der Technics-eigenen VGCA (Variable Verstärkungssteuerung)-Schaltung soll das Gerät auch für den DVD Audio-Betrieb gerüstet sein. Der erste optische Eindruck ist in jeder Hinsicht erfreulich: Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet, die Drehregler sind einwandfrei ausgeführt und hinterlassen einen soliden Eindruck. Etwas ernüchternd ist der qualitative Eindruck, den die etwas zierliche Fernbedienung hinterlässt, das Gebotene bleibt hinter dem für die Preisklasse überdurchschnittlichen Finish des Hauptgerätes zurück. 

Das Display des SA-DA8 ist in Ordnung, wenn auch etwas zu klein. Ein hochwertige DOT-Matrix-Darstellung bieten auch die meisten Konkurrenten nicht. Wohl aber koaxiale Digitaleingänge, mit denen kann der SA-DA8 aus unerfindlichen Gründen nicht dienen. Drei optische Digitaleingänge und kein Digitalausgang stellen sowieso keine übermäßig reichhaltige Bestückung mit digitalen Anschlussmöglichkeiten dar. Analog gibt es Audio-Eingänge für CD, Phono und Tape sowie AV-Eingänge für "VCR 1" und "VCR 2" sowie "TV".  Ein Sechskanal-In (wie schon erwähnt 100 kHz-tauglich) vervollständigt die Anschlusspalette. Audio-Ausgänge zum Aufnehmen sind für "Tape", AV-Ausgänge für "VCR 1" vorhanden. Dazu kommt zweimal S-Video-In und ein FBAS- sowie  ein S-Video-Monitor-Ausgang. Auf der Frontseite ist noch ein  kompletter AV-Eingang, leider aber ohne S-Video-In, untergebracht. Summa summarum also eine nicht allzu üppige Bestückung mit Anschlüssen. 

Punkten kann der Receiver dafür mit seinen Bananenstecker-geeigneten, soliden Schraubverschlüssen für alle Lautsprecher. So muss sich der Technics-Besitzer erst gar nicht mit der ewigen Fummelei, die beim Aufeinandertreffen größerer Kabelquerschnitte und windiger Lautsprecher- Klemmverschlüsse unausweichlich folgt, herumplagen. Da es gang und gäbe ist, zumindest einige DSP-Programme mit auf die Feature-Liste aufzunehmen, gab man auch dem SA-DA8 einige Soundfelder mit auf den Weg. Im einzelnen verbergen sich hinter der SFC ( = Sound Field Control)-Taste auf der Fernbedienung folgende DSP-Anwendungen: "Hall", "Club", "Live", "Theater" und das übliche Surround-Simulationsprogramm. 

Ingesamt kann der SA-DA8 in der ersten Wertung mit seinem wirklich ausgezeichneten Finish imponieren, das manch teurerem Gerät auch noch gut zu Gesicht stehen würde. Hervorzuheben auch die soliden Lautsprecher-Schraubverschlüsse. Weniger überzeugen die Anschlussbestückung und die nicht allzu wertige Fernbedienung.

Bewertung

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Bedienung

Die Bedienung des Technics-Receivers  gestaltet sich insgesamt problemlos.  So ist das Setup der Lautsprecher insgesamt gelungen, in einem Punkt sogar vorbildlich: Direkt kann die Entfernung vom Hörplatz zu den Boxen eingestellt werden, damit entfallen nervende Berechnungen der Delay-Zeit. Weniger gefallen kann die etwas fummelige Bedienung für einige Parameter an der Gerätefront Die Fernbedienung ist zwar übersichtlich gestaltet, eine zumindest partielle Illumination würde sich aber gut machen. 

Die Fernbedienung ist insgesamt übersichtlich

Hat man sich an die einschlägigen Abkürzungen gewöhnt, geht die Bedienung während des Betriebs recht einfach vonstatten. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, lediglich die etwas kleinen Tasten sind hier zu bemängeln. Das Display des Geräts zeigt alles Wesentliche an, könnte aber noch etwas größer sein.  Der große Lautstärkeregler und der Eingangswahlschalter am Receiver werden wegen der qualitativ überzeugenden Ausführung gerne bedient.

Bewertung

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Ton

Verwendete Lautsprecherkonfiguration:

Hauptboxen links/rechts: Infinity-Standboxen vom Typ Reference 61 Mk II
Surroundlautsprecher: Direktstrahler Infinity Reference 1 Mk II
Center : Infinity Reference 100 Mk 2
Aktiver Subwoofer Yamaha YST-SW320 (250 W Nennleistung)
Die Konfiguration wurde mit verschiedenen DVD-Playern getestet: Einem Toshiba SD210E und einem Denon DVD-2800

Zum Soundcheck trat folgende Software an:

Dolby Digital 5.1: Armageddon (Code 2), Titanic (Code 2), A View To A Kill (Code 1), The Patriot (Code 2),  Tomorrow Never Dies (Code 1), Freddie Mercury: The Video Collection
DTS: Galaxy Quest (Code 1), Gladiator (Code 2)
Audio-CD: Mark Knopfler, Sailing To Philadelphia, Phil Collins: But Seriously

Der Technics SA-DA8 gefiel im Test mit seinem ausgewogenen Klangbild. Gut auch seine Leistungen im Stereobetrieb, wo der Receiver mit einem runden und dynamischen Klangbild aufwarten konnte. Die Leistungsreserven sind voll befriedigend und geben kaum Anlass zur Klage, nur nach vierstündiger Dauerhatz im Testraum war ein minimales Nachlassen zu beobachten. In seiner Preiskategorie aber schlug sich der Receiver wirklich gut.

Die Beobachtungen im einzelnen:

Dolby Digital 5.1 Bei "Titanic" konnte der SA-DA8 mit einer guten Detaillierung, einen fehlerfreien Effektpositionierung und einem homogenen Klangbild mit weitläufiger Raumwirkung punkten. Mit der natürlichen, leicht warmen Stimmwiedergabe und der gelungenen Einarbeitung des Music Score rundet der Technics die positiven Eindrücke ab, die nur von der etwas zu wenig antrittsstarken Effektwiedergabe minimal getrübt werden. Dafür entschädigt der Receiver mit einem sehr gut eingearbeiteten Bass.  Was uns gut gefiel: Wie prima der SA-DA8 mit klanglich nicht perfekter Software zurecht kommt. Bei "A View To A Kill" (Code 1), ein James Bond-Film von 1986, für den ein nachträglicher Dolby Digital 5.1-Mix erstellt wurde, kann der Receiver mit vielen Qualitäten punkten. Zwar muss fairerweise erwähnt werden, dass beim Bond-Film auch die Toningenieure im Rahmen ihrer Möglichkeiten gute Arbeit  (bis auf wenige Ausnahmen) geleistet haben, aber der Technics weiß auch, von diesen Voraussetzungen akustisch Gebrauch zu machen. In der Anfangssequenz sorgt er für einen erstaunlich guten Raumeindruck, der Titelsong von Duran Duran wird mit einem gut angepassten Bass und einer einwandfreien Stimmdarstellung wiedergegeben. 

Die Effektpositionierungen sind stets einwandfrei, so  ist in der Anfangssequenz die Flugbahn des Helikopters problemlos nachvollziehbar. Zwar kann der Receiver bei den Tonsequenzen, die leider übersteuert aufgezeichnet wurden, auch nichts gegen den dadurch entstehenden unharmonischen Klangeindruck tun, aber bei den einwandfreien Filmteilen gefällt der SA-DA8 wieder durch sein hohes Maß an Ausgewogenheit. Auch die anderen Filmbeispiele unterstreichen dies. Mit Musik in Dolby Digital kommt der Receiver auch gut zurecht: Mit prima Raumwirkung und einer präzisen Stimmen- wie Instrumentalwiedergabe managte der SA-DA8 Freddie Mercurys "Video Collection" ohne größere Probleme. Nur manchmal war das Klangbild minimal zu weich.

DTS 5.1: Die DTS-Version von "Gladiator" (Code 2), klanglich sehr gut, meisterte der Technics ordentlich. Auffällig auch hier wieder das harmonische Klangbild, das niemals einen Hang zur Aggressivität aufweist. Dies trägt zu einer Steigerung des Hörvergnügens bei, obwohl sich der Liebhaber heftiger Effektsalven - und von diesen gibt es bei "Gladiator" nicht wenige - noch etwas mehr Punch im Antritt und etwas mehr Durchschlagskraft wünschen dürfte.  Sehr gut: Die genaue Positionierung der Effekte. Ohne Fehl und Tadel gibt der Receiver die Stimmen der Protagonisten wieder: Die unterschiedliche Klangcharakteristik arbeitet er in guter Detaillierung heraus. Gefällig auch die Wiedergabe des Music Scores, der mit hoher Homogenität und einem sehr guten Raumeindruck erklingt.  Insgesamt ein ordentliches Abschneiden, und dass dies kein Zufallstreffer war, beweist das Handling der Code 1-DTS-Version von "Galaxy Quest": Auch bei dieser DVD war der Klangeindruck bis auf die oben genannten kleinen Abstriche gut.

Audio-CD: Die Stereo-Wiedergabequalitäten des SA-DA8 konnten gefallen. So arbeitete er Phil Collins' charakteristische Stimme bei den Tracks des Albums "But Seriously" prima heraus, mit einem leicht warmen Unterton, und stellte eine gelungene Verbindung von Instrumental- und Stimmwiedergabe in den Mittelpunkt seines harmonischen Auftritts. Gefällig ging der Technics auch mit Mark Knopflers "Sailing To Philadelphia"-CD um: Auch hier wieder zeigte sich ein runder und befriedigend detaillierter Klang und eine passende, pointierte Stimmwiedergabe. Die Gitarre erklang schön plastisch und mit einer natürlichen Raumwirkung. Damit weist der SA-DA8 insgesamt beachtliche Stereo-Qualitäten auf. 

Bewertung Klang insgesamt

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Bewertung Klang Preis/Leistung bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)nostar.gif (159 Byte)
Bewertung Klang Musik bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)nostar.gif (159 Byte)
Bewertung Klang Film bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)nostar.gif (159 Byte)


Fazit

Technics bietet mit dem ausgereiften SA-DA8 ein für die Preisklasse außerordentlich gut verarbeitetes Gerät an, das mit ausgewogener Klangqualität gefällt. Hervorzuheben ist der runde und dynamische Stereoklang, der gerade in diesen Preisregionen nicht selbstverständlich ist.  Bei den Dolby Digital- und DTS-Film- und Musikbeispielen konnte der Receiver ebenfalls mit guten Klangqualitäten aufwarten. Der Antritt der Endstufen bei kraftvollen Effektfeuerwerken könnte aber, ebenso wie die maximale Durchschlagskraft der Effekte, noch wuchtiger sein. Dafür entschädigt der Technics mit einer höchst angenehmen Klangauslegung, die mit vielen angebotenen Lautsprechersystemen harmonieren dürfte und auch lange Hör-Sessions problemlos möglich macht. Bei der Bedienung überwiegen die guten Eindrücke, um die Lautsprecher kümmert sich der SA-DA8 vorbildlich: Er stellt solide Schraubverschlüsse zur Verfügung, die Einstellung im Setup kann einfach durch die Eingabe der Distanz des Lautsprechers zum Hörplatz eingestellt werden. Weniger überzeugend: Die Abwesenheit koaxialer Digitaleingänge. Auch sonstige Anschlüsse könnten durchaus noch mehr vorhanden sein. Am sehr guten Gesamteindruck rüttelt dies aber nichts:: Wer in der 1000 DM-Klasse die Verarbeitungsqualität höherer Preisregionen schätzt und Wert auf ein ausgewogenes Klangbild legt, sollte den SA-DA8 auf jeden Fall in die engere Wahl ziehen.

Top-Verarbeitung und homogener Klang


Mittelklasse

Pro & Contra

Ausgezeichnete Verarbeitung
Guter Klang
Schraubanschlüsse für alle Lautsprecher
Im wesentlichen problemlose Bedienung
Anschlussvielfalt nur ausreichend
Fernbedienung überzeugt nicht völlig

 

Technische Daten

Schraubanschlüsse für alle Lautsprecher stellt der SA-DA8 zur Verfügung

Eingebauter Dolby Digital- und DTS-Decoder
Leistung: 5 x 100 W (6 Ohm, 1 kHz, 1 % Klirrfaktor)
Audio-Eingänge: analog CD, Tape, Phono, 1 x Sechskanal-In (100 kHz-fähig), 3 x Digitaleingang optisch (DVD/CD/TV)
Audio-Ausgänge: 2 x Rec-Out (Tape, VCR1)
AV-Eingänge: TV, VCR1, Front-AV
Video-Eingänge: 2 x S-Video Hosiden
Video-Ausgänge: 1 x Monitor Out S-Video, 1 x Monitor Out FBAS
Bi-Wiring und Bi-Amping-fähig
Verschiedene DSP-Programme
Ringkern-Transformator
UKW- und MW-Tuner, UKW-Sektion mit RDS und Radio Text
Vorprogrammierte Systemfernbedienung
Farben: schwarz, champagner
Abmessungen: 43,0 x 15,8 x 37,0 (B x H x T in cm)
Gewicht: 11,7 kg
Preis: 999 DM

15. Juni 2001
Test: Carsten Rampacher     

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