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Test: DVD-Player Sony DVP-NS430/DVP-NS330

09.05.2003 (cr)

Die Testgeräte wurden uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- & Softwareentwicklung
Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER für das Bereitstellen der Hörräume und des restlichen Testequipments

Ausstattung

Der Einstieg in die DVD-Welt wird hardwareseitig immer günstiger - auch mit der dieses Jahr präsentierten Generation von DVD-Abspielgeräten ist das Preisniveau weiter gesunken. Dies betrifft alle namhaften Hersteller, auch die Sony-Player-Flotte macht hier keine Ausnahme: Das neue Basismodell DVP-NS330 kommt auf eine unverbindliche Preisempfehlung von 180 EUR (im Bild der obere der beiden DVD-Spieler). Etwas teurer kommt der DVP-NS430, der zu einem Preis von 200 EUR angeboten wird (auf dem Bild zu Testbeginn das untere Gerät). Die Unterschiede zwischen beiden Modellen sind nicht gigantisch: Der DVP-NS430 kommt zusätzlich mit einem optischen Digitalausgang (der DVP-NS330 bringt nur einen koaxialen Digitalausgang mit), zudem ist er mit einer noblen Aluminium-Front bestückt. Die Gerätefronten unterscheiden sich nicht nur bezüglich des gewählten Materials (Kunststoff beim DVP-NS330): Der DVP-NS330 weist auf der Frontplatte ein praktisches Multifunktions-Bedienelement auf, während auf der Vorderseite des DVP-NS430 normale, aber sehr elegant wirkende Tasten angebracht sind. Weiterer Unterschied: Die mitgelieferte Fernbedienung, vom Funktionsumfang und sonstigen Design her identisch, ist beim DVP-NS330 schwarz, beim DVP-NS430 grau. Zusätzlich beim DVP-NS430 ist eine Multi-Disc-Resume-Funktion integriert, mit der bei diesem Player die Wiedergabe an der Stelle fortgesetzt werden kann, an der sie zuvor gestoppt wurde. Beide Modelle sind optisch sehr flach gehalten und verfügen über einen besonders stromsparenden Standby-Betrieb: Weniger als 0,3 Watt sollen verbraucht werden. Zur weiteren Stromersparnis kann man mittels OSD eine automatische Abschaltfunktion aktivieren, die die Player nach 30 Minuten abschaltet. Ordentlich ist es um die Formatkompatibilität beider Player bestellt: DVD-Video, CD, CD-R/RW, SVCD, MP3, DVD-RW im Video- und VR Modus, DVD+RW, DVD-R und DVD+R-Medien werden wiedergegeben. Was wir allerdings vermissen, ist ein jpeg-Viewer, denn es wird immer beliebter, sich die CDs mit den im jpeg-Format erstellten Fotos über den DVD-Spieler anzusehen. Daher bringen auch immer mehr Konkurrenzmodelle einen solchen Viewer mit. Eine Wiedergabemöglichkeit für WMA-Files (Windows Audio Media) liefert Sony nicht mit. Auch die Anschlussbestückung weist Defizite auf: So gibt es an beiden Geräten zwar eine RGB/S-Video/FBAS-beschaltete Scartbuchse, aber weder der DVP-NS330 noch der DVP-NS430 bringen einen S-Video-Hosiden-Ausgang mit - das ist auch nicht durch die günstigen Kaufpreise zu rechtfertigen, hier wurde der Rotstift am falschen Ende angesetzt. Gerade, wenn man - dies soll ja auch bei preiswerten Modellen vorkommen - die Player doch einmal mit einem Videoprojektor verbinden möchte, wäre eine S-Video-Hosidenbuchse von beträchtlichem Vorteil, denn über einen YUV-Out verfügen die Sony-Player auch nicht. 

Die sonstige Ausstattung ist in Ordnung, verschiedene Features liefert Sony mit wie beispielsweise eine praktische Bitratenanzeige, die die Audio- und die Videodatenrate einer DVD anzeigt. Auch integriert ist eine Raumklang-Simulationsfunktion (TVS) mit mehreren Programmen, die laut Sony ein unterschiedlich geartetes Virtual-Surround-Panorama bereit stellen. Mehr als ein absoluter Notbehelf sind solche Programme, die leider auch ein nicht zu knappes Maß an unnatürlichem Hall erzeugen (was für ein dumpfer und weniger brillant wirkendes Klangbild sorgt), in der Praxis nicht. Hier die einzelnen Klangfelder:

  • TVS dynamisch
  • TVS Raumklang
  • TVS Nacht
  • TVS Standard

Videoseitig bringen beide Sony-Player verschiedene visuelle Optimierungsmöglichkeiten mit: So einen in drei Intensitätsstufen schaltbaren Digital-Bildverbesserer, der die Bildkonturen verstärkt. Auch das Gegenteil ist möglich: Mit einer auf Wunsch schaltbaren Höhenabsenkung wird ein Weichzeichungseffekt erzielt (für DVDs mit einen weniger überzeugenden Bild). Beide Sony-Player bringen noch verschiedene ab Werk programmierte Bildfelder mit:

  • Dynamisch 1: Bildkontrast  und Farbintensität werden verstärkt (gut bei Filmen wie z.B. "Das große Krabbeln" oder "Toy Story", die Einstellung betont die kräftigen Farben und die frische Wiedergabe)

  • Dynamisch 2: Nochmals mehr Kontrast und Farbstärke (Vorsicht, sorgt bei vielen DVDs für eine leichte visuelle Disharmonie)

  • Kino 1: Durch eine Erhöhung des Schwarzwertes werden Details in dunklen Bildbereichen verstärkt. Nützlich bei verschiedenen Spielfilmen, die zu einem beträchtlichen Teil in der Dunkelheit spielen (z.B. Independence Day, The Rock, U-571), für eine realistischere und angenehmere Bildwiedergabe

  • Kino 2: Weiße Bereiche werden heller, dunkle werden kräftiger, und der Farbkontrast wird verstärkt.

Die Verarbeitung der Player ist gut, der DVP-NS430 wirkt für seine 200 EUR Kaufpreis mit der Alu-Front optisch sehr hochwertig, da kann der Kunststoff, der beim DVP-NS330 Verwendung findet, erwartungsgemäß nicht mithalten. Die Qualität der mitgelieferten Fernbedienung ist in Anbetracht des Kaufpreises absolut in Ordnung. Wer die Player aufmacht, sieht am schlichten Aufbau aller Komponenten - trotz der fortschreitenden Baugruppenintegration, die manche Teile überflüssig macht, bieten hier teurere Geräte einen weitaus aufwändigeren Video- und vor allem Audio-Aufbau sowie hochwertigere Stromversorgungs-Sektionen - dass schon überall gespart und gekürzt wird, um die günstigen Kaufpreise zu ermöglichen. Dies ist aber keinesfalls ein spezielles Sony-Defizit, auch die Player der Konkurrenz können keine Elite-Technik zum Schmalspur-Preis anbieten. 

MP3-und SVCD-Wiedergabe

Die beiden Sony-Player können MP3-Tracks sowohl aus dem Analog- als auch aus dem Digitalausgang wiedergeben. Leider hat Sony auch bei dieser Gerätegeneration auf eine integrierte Anzeigemöglichkeit für ID3-Tags verzichtet. Ebenso ist die Ausrüstung mit verschiedenen Wiedergabefunktionen nicht komplett: So gibt es im MP3-Betrieb weder eine Möglichkeit, die Titel nach dem Zufallsprinzip abzuspielen, noch steht eine Programmierfunktion zur Verfügung. Es ist lediglich möglich, einen Titel, ein Album oder die gesamte MP3-CD wiederholt wiederzugeben.

MP3-Features in der Übersicht/Tipps zum Erstellen von MP3-CDs:

  • Brennen mit Nero 5.5
  • CDs müssen, damit die Sony-Player sie wiedergeben kann, nach ISO9660, Stufe 1, Stufe 2, oder im Joliet-Format aufgezeichnet sein
  • Multisession ist möglich (wenn die erste Session auf der CD MP3-Tracks enthält. Die Multisession-Wiedergabe funktionierte im Test ohne Probleme bei beiden Geräten.
  • MP3-PRO wird nicht unterstützt.
  • Die Player können bis zu 499 Alben erkennen. Aus diesen Alben können insgesamt maximal 999 Stücke wiedergegeben werden
  • Abtastraten von 32 kHz, 44,1 kHz, 48 kHz werden unterstützt
  • Max. 36 Zeichen des Dateinamens können via On Screen Menü angezeigt werden
  • Wiedergabewiederholung (alle Stücke oder nur ein Stück) möglich
  • Suchlauf innerhalb eines Titels in 2 Geschwindigkeiten

Die MP3-Wiedergabequalität ist tadellos und bewegt sich auf dem Level des Vorgängermodells DVP-NS405. Der Klang ist frisch und dynamisch, der Bassbereich rund und mit einem ansprechenden Volumen versehen. Wer noch besseren MP3-Sound wünscht, muss weitaus teurer einkaufen: Sehr empfehlenswert ist beispielsweise der Harman/Kardon DVD-21, der aber aus einer ganz anderen preislichen Liga kommt. Besser als bei den von uns unter die Lupe genommenen DVD-Playern der letztjährigen Generation ist es bei unseren Testsamples um die Abspielsicherheit im MP3-Einsatz bestellt. Hier gibt es keinen Anlass zur Klage mehr,  beide Sony DVD-Spieler legten eine sehr hohe Abspielsicherheit an den Tag. Aussetzer waren absolute Mangelware, ebenfalls glänzten Störgeräusche durch praktisch völlige Abwesenheit. Unsere Sony-Player lasen zudem unsere Test-SVCD nach vcdhelp-Muster problemlos ein - die gute Bild- und Tonqualität konnte überzeugen, zudem liefen Bild und Ton genau synchron. Lobenswert auch: Die kurze Einlesezeit, die beide Player nur benötigten.

Das Laufwerk

Das Laufwerk unserer Testgeräte konnte nicht in allen Belangen überzeugen. Nicht nur, dass der Layerwechsel immer noch gut erkennbar ist (hier bieten einige Konkurrenten inzwischen mehr), auch die Fehlertoleranz des Laufwerks bei zerkratzten DVDs war nicht überdurchschnittlich gut. So wurden DVDs mit, zugegebenermaßen deutlich sichtbaren Gebrauchsspuren nur mit ab und zu auftretenden Aussetzern wiedergegeben, zudem kam es in einem Fall vor, dass sich beide DVD-Player weigerten, die DVD nach dem Layerwechsel weiter abzuspielen (bzw. der DVP-NS330 fror das Bild schon vor dem Layerwechsel ein). Da helfen auch die ordentliche CD-Fehlerkorrektur (hier wurden auch sichtbar zerkratzte, oft benutzte Discs eingelesen), das relativ leise Laufgeräusch (durch die weniger aufwändige Dämpfung des Laufwerks sind die aktuellen Sony-Player, genau wie die letztjährige Player-Generation, nicht mehr ganz so akustisch zurückhaltend wie frühere Modellreihen aus dem Hause Sony) und die ordentliche Geschwindigkeit der Sony-Laufwerke nicht weiter - die Leistungen in der Laufwerks-Wertung sind nur durchschnittlich und könnten deutlich besser ausfallen. Auch der günstige Preis ist keine Entschuldigung für das enttäuschende Abschneiden der Sony-Player in dieser Disziplin.

Insgesamt bleibt in der ersten Wertung ein zwiespältiger Eindruck von den neuen Sony-Playern zurück: So sind die günstigen Preise natürlich verlockend, auch die Optik kann sich, besonders beim hochwertig wirkenden DVP-NS430, sehen lassen.  Die Ausstattung mit Video- und Audio-Features ist absolut in Ordnung, die Anschlussbestückung hingegen fällt zu spärlich aus. So bringt der DVP-NS330 nur einen koaxialen Digitalausgang mit, der DVP-NS430 hat zusätzlich zwar noch einen optischen Digi-Out, genauso wie dem 330er fehlt dem 430er aber ein S-Video-Hosidenausgang. Defizite auch beim Laufwerk, hier wäre eine bessere Fehlerkorrektur im DVD-Betrieb wünschenswert, da gerade in DVD-Playern der Einsteigerklasse auch nicht selten Discs aus Videotheken eingelegt werden, die oftmals deutliche optische Gebrauchsspuren aufweisen. 

Bewertung DVP-NS430
Bewertung DVP-NS330

 

Bedienung

Die zu den Playern gehörende Fernbedienung ist von der Optik her ein typischer Sony-IR-Commander, im Vergleich zur Fernbedienung, die den Vorgängermodellen beilag, gibt es praktisch keine Unterschiede. Beim DVP-NS330 ist die Fernbedienung in schwarzer Ausführung mitgeliefert, passend zum edlen Alu-Gehäuse in grauer Version. Ansonsten sind die IR-Controller bezüglich ihres Funktionsumfangs absolut identisch, ein Sony-TV kann mit der DVD-Player-FB in einigen Grundfunktionen mitgesteuert werden. Für die günstige Preisklasse, in der sich beide Sony-Player befinden, gibt es an der Güte der Fernbedienung praktisch nichts auszusetzen. Der Druckpunkt der Tasten ist gut definiert, das Navigationskreuz ist etwas tief, aber noch griffgünstig platziert. Die Größe der Navi-Einheit ist genau richtig gewählt, die Enter-Taste ist genau im Mittelpunkt untergebracht. Toll wäre es, wenn Sony irgendwann auch in der Einsteigerklasse eine Beleuchtungsmöglichkeit bzw. phosphoreszierende Tasten für die wichtigsten Grundfunktionen offerieren würde. Hier hapert es aber auch noch bei der Konkurrenz an entsprechenden Lösungen - dabei würden selbstleuchtende Tastaturelemente selbst in diesem Preissegment wohl nicht für nach oben explodierende Kaufpreise sorgen. Wie bei Sony DVD-Spielern üblich, gestaltet sich das Zusammenspiel zwischen der Fernbedienung und den optisch gelungenen On Screen-Menüs sehr einfach, so dass auch diese Sony DVD-Spieler problemlos für Heimkino-Einsteiger geeignet sind. Rasch sind mittels der guten Benutzerführung die wichtigsten Parameter eingestellt. Wie schon von anderen Sony Playern her bekannt, kann man zwischen einem "Quick"-Setup (besonders einfach) und dem vollständigen "Custom"-Setup wählen. Alle Symbole sind klar gekennzeichnet und groß genug, obwohl Sony schon seit längerer Zeit keine wesentlichen grafischen Neuerungen bei den Menüs durchführte, ist das Gebotene noch immer "State of the Art".

Kleiner Vorteil für den günstigeren DVP-NS330: Das auf der Gehäusevorderseite angebrachte Multifunktions-Bedienelement erlaubt eine rasche und komfortable Bedienung einiger Grundfunktionen direkt vom Gerät aus. Beim DVP-NS430 wurden hier zugunsten einer schickeren Optik nur herkömmliche, sehr flache und elegante Tasten, die aber auch ohne Schwierigkeiten zu handhaben sind, angebracht. Im Praxisbetrieb überzeugen beide Sony-Player: Die Reichweite der Fernbedienung ist ebenso gut wie der Kontrast des nicht allzu fein auflösenden Gerätedisplays, dessen Farbgebung aber angenehm ist. Das Kapitel springen geht schnell und ohne störende kurze Bildaussetzer vonstatten, die DVD-/CD-Lade öffnet rasch auf Anforderung.

Bewertung DVP-NS430
Bewertung DVP-NS330

 

Bild

Die neuen Sony DVD-Player erbringen visuell identische Leistungen, die auf einem für Basisgeräte sehr hohen Level liegen. Besonders gut gefiel uns die im Vergleich zur letzten Generation leicht, aber sichtbar verbesserte Bildschärfe. Bei "Training Day" zeichneten die beiden Sony-Player das Bild erstaunlich plastisch und differenziert auf die Leinwand. Auch wirkt das Bild natürlicher, weniger oberflächlich: Man hat den Eindruck, tiefer in das Bild hineinsehen zu können.  Zwar gibt es in Bezug auf die Dreidimensionalität auch feiner Bilddetails sowie in der visuellen Gesamthomogenität in höheren Preisklasse nochmals eine bessere Leistung, doch wir reden wir von DVD-Playern, die 180 beziehungsweise 200 EUR kosten - und dafür können sich die Ergebnisse der Sony-"Brüder" wirklich sehen lassen. Die herausragende Bildruhe, die auch bei kleinen Facetten und bei Panorama-Aufnahmen überzeugt, spricht auch für die Sony Basisgeräte der 2003er Generation. Ordentlich ist auch die Farbwiedergabe, durch die neutrale Auslegung werden die Farben exakt so wiedergegeben, wie auf der DVD enthalten. Wie üblich bei Sony-Playern, kann der Kontrast wiederum überzeugen, bei "Training Day" wurden auch in besonders dunklen oder hellen Filmsequenzen selbst die Gegenstände gezeigt, die mitten in den hellsten bzw. dunkelsten Bildbereichen platziert waren. 

Auch bei "Star Wars Episode 1 - The Phantom Menace" können die neuen Sony DVD-Spieler durch ihre gesteigerte Bildschärfe überzeugen. So wirkt das gesamte Bild dadurch greifbarer, der Zuschauer fühlt sich, ganz besonders, wenn ein Bildausgabegerät mit einer entsprechend großen Bilddiagonale, also ein Plasmaschirm oder ein Projektor, verwendet wird, mehr "mitten im Geschehen". Die angenehme, klare Farbwiedergabe, die sich genau an die Vorgabe der DVD hält, fällt auch bei dieser DVD positiv auf. Ebenso lobenswert ist die Detailwiedergabe, beispielsweise direkt am Anfang, als das Innenleben der großen Raumstation der Invasionstruppen der Handelsföderation gezeigt wird. In dieser Sequenz, die insgesamt sehr dunkel gehalten ist, merkt man auch die tadellosen Kontrastwerte des Sony-Duos.

Problem beim Anschluss an einen Projektor ist nur, dass die Sony-Player weder über einen S-Video-Hosiden-Ausgang noch über einen YUV-Out verfügen. Somit bleibt nur als Möglichkeit, entweder einen Scart-auf S-Video-Hosiden-Adapter (gibt es z.B. von Oehlbach, das Ausgangssignal der Scartbuchse wird dann im OSD auf "S-Video" eingestellt) oder einen Scart-RGB auf RGB-BNC-Adapter einzusetzen.

Gut, aber nicht überragend schlagen sich die Player bei visuell weniger perfekten DVDs. Hier kaschieren beide Modelle kleine Bildfehler recht geschickt, so dass man mit der Bild-Gesamtharmonie noch zufrieden sein kann. Durch die leicht veränderte Auslegung der neuen Sony Player, die eine verbesserte Bildschärfe und Detailqualität mit sich brachte, rückten die Sony-Geräte aber näher an die messerscharf darstellende Konkurrenz von Toshiba und Pioneer. Ganz so "sanft", wie es Sony-Spieler früher taten, gehen die aktuellen Player nicht mehr mit nur durchschnittlichen DVDs um  - dafür wird bei herausragender Software eine, wie oben bereits beschriebene, verbesserte Bildschärfe und Detailgenauigkeit geboten. Wer besonderen Wert auf eine überdurchschnittlich harmonische Darstellung bei weniger guter Software legte, war in der Vergangenheit stets bei Panasonic und JVC am besten aufgehoben, die selbst bei schon fast visuell schlecht zu nennenden Discs noch immer eine überraschend hohe Homogenität ermöglichten. Ob die neuen JVC- und Panasonic-Modelle hier, ähnlich wie Sony, ihre Charakteristik veränderten oder ihrer Auslegung treu blieben, wird ein Test der Einsteigermodelle von Panasonic und JVC in der nächsten Zeit klären helfen.

Fest steht, dass in der Einsteigerklasse schon eine beachtliche Bildgüte geboten wird - auch wenn die Preise für die Geräte mehr und mehr sinken, leidet die Bildqualität nicht darunter. Eher andere Faktoren wie z.B. eine nur ausreichende Laufwerksgüte - siehe weiter oben im Test - oder eine unzureichende Anschlussbestückung sind es, die deutlich machen, wie die immer geringeren Preise erreicht werden. Auch die Qualität der verwendeten Gehäuse wird mit jeder neuen Generation weniger hochwertig, hier wird dazu übergegangen, einen immer einfacheren Aufbau zu nehmen. Ob dieser allgemeine Trend insgesamt dem Käufer zugute kommt, mag jeder für sich entscheiden - was den visuellen Reifegrad angeht, gibt es kaum noch ernstzunehmende Schwächen, wir wagen einmal zu behaupten, dass dies auch bei den Hauptkonkurrenten von Pioneer, Panasonic und JVC der Fall sein wird. Bei Philips wird leider ein ganz anderer Weg beschritten, zumindest in manchem aktuellen Basismodell steckt kaum noch eigene Technik. Man muss zwar hinzufügen, dass sich auch die Geräte der anderen genannten Hersteller bezüglich der verwendeten Baugruppen mehr und mehr angleichen, bei Philips jedoch wird, wie ein Blick ins Geräteinnere zeigt, praktisch gar nicht mehr selbst entwickelt, sondern nur einkaufte Hard- und Software angepasst - wie auch bei manchem anderen, kleineren Hersteller, der OEM-Parts von großen Entwicklern bezieht. Bei Philips gibt es dafür einen sehr erfreulichen Trend bei den teureren Modellen, wie der DVD-963SA zeigt, operiert man hier auf Spitzenniveau und konnte visuell sogar die Konkurrenz von Pioneer und Sony distanzieren - ein besseres Bild für weniger Geld als der 963er bietet zurzeit kein anderer Player.

Bewertung 
Ton

Hier gibt es keine Überraschungen: Der Digitalton beider Modelle ist, Sony-typisch, wieder ohne Fehl und Tadel. Mit Klarheit und Frische werden DVDs und CDs wiedergegeben, auch keine Feinheiten kommen sehr gut akzentuiert zur Geltung.  Analog angeschlossen, erreichen DVP-NS330 und DVP-NS430 ebenfalls beachtlich gute Werte. So gefällt vor allem der erstaunlich gute Hochtonbereich, der nicht so matt und zugeschnürt klingt wie bei manch anderem DVD-Player dieser Preisklasse. Die gebotene Frische und Lebendigkeit ist aller Ehren wert und macht sich in der 180 bis 200 EURO-Preiskategorie sehr gut. Selbst bei der Detaileinarbeitung erlauben sich die Sony-Player keine größeren Ausrutscher. Natürlich, dies sei an dieser Stelle vorausgeschickt, anspruchsvolle Musikliebhaber wünschen sich nochmals mehr bei der richtigen Herausarbeitung und Akzentuierung musikalischer Feinheiten, aber man  kann von einem so preisgünstigen Gerät keine akustischen Wunder in Bezug auf den gebotenen Facettenreichtum erwarten. Sehr ordentlich gelungen ist auch der präzise Bassbereich, der zudem mit einem brauchbaren Volumen aufwarten kann. Unsere Bilanz: In der Klangwertung fahren die Sony-Player wiederum die Höchstpunktzahl ein. 

Bewertung 
Fazit

Die beiden neuen Sony DVD-Player brillieren mit dem im Vergleich zu den Vorgängern nochmals verbesserten Bild, was sich gerade bei sehr guter Software positiv bemerkbar macht: Hier konnten die Werte für die Gesamtbildschärfe, die Detailtreue und auch den Kontrast leicht gesteigert werden. Bei weniger guten DVDs merkt man die  - allerdings kleinen - Nachteile dieser veränderten Auslegung, die sich nun mehr an Pioneer- und Toshiba-DVD-Spielern orientiert: Die softwarebedingten Schwächen werden zwar immer noch gut, aber nicht mehr so effektiv kaschiert.  Insgesamt aber überwiegen auf dem visuellen Sektor klar die Vorteile, Sony zeigt hier, dass auch in der Einsteigerklasse ein beachtliches Niveau möglich ist. So groß, dass man sagen könnte, mit diesen neuen Sony-Playern beginne eine neue Ära der Bildgüte im Einsteigerbereich, ist der Unterschied im Vergleich zu den Vorgängermodellen aus dem eigenen Hause und zu den Vorläufern der wichtigsten Konkurrenten aber nicht. Wer also beispielsweise noch einen DVP-NS405 besitzt, braucht sich nicht zu grämen, die Anschaffung eines neuen Sony-Produkts ist aus visuellen Aspekten nicht von Nöten. Auch bezüglich des Digitaltons werden nicht bessere Werte als bei den Modellen der letzten Generation erreicht. Hier gab es aber auch kaum noch etwas zu verbessern. Analog angeschlossen, erzielen beide Sony DVD-Abspielgeräte sehr ordentliche Ergebnisse, normalen Ansprüchen werden die Player somit problemlos gerecht. Die Verarbeitung ist routiniert, die Bedienung auch für den Neueinsteiger problemlos. Der Umfang der Audio- und Video-Ausstattungsmerkmalen ist gut, wenn auch nicht übertrieben reichhaltig: Es gibt vorprogrammierte Bildfelder, einen digitalen Bildverbesserer und verschiedene Surround-Simulationsprogramme. Entschieden zu spärlich aus fällt die MP3-Wiedergabefunktion: Keine Zufallswiedergabe- und keine Programmierfunktion, keine Anzeigemöglichkeit für ID3-Tags. Die Anschlussbestückung ist auch lückenhaft, so fehlt beiden Modellen ein S-Video-Hosidenausgang, dem DVP-NS330 zusätzlich ein optischer Digi-Out. Die Laufwerksqualitäten sind in verschiedener Hinsicht verbesserungswürdig, so dauert der Layerwechsel noch zu lang, die Fehlertoleranz liegt bei zerkratzten DVDs nicht hoch genug.  

Beide Sonys liefern Top-Bild- und Tonwerte. Das Laufwerk und die Anschlussbestückung sind zu verbessern

Einsteigerklasse
Preis-/Leistung:
Test 09. Mai 2003
Pro:
  • Scharfes, natürliches und detailreiches Bild

  • Hervorragender Digitalklang

  • Gute Eignung als analog angeschlossener CD-Player-Ersatz

  • Hohe Abspielsicherheit im MP3-Betrieb

  • Einfache, komfortable Bedienung

  • DVP-NS430 mit edler Alu-Front

  • DVP-NS330 mit praktischem Multifunktions-Bedienelement

 

Contra:
  • Layerwechsel verbesserungswürdig

  • Fehlerkorrektur im DVD-Betrieb nur durchschnittlich

  • Fehlende S-Video-Hosidenbuchse

  • MP3-Funktionen nicht vollständig

Technische Daten:
  • DVD Video-Player 

  • Abspielbare Formate: DVD-Video, CD, CD-R/RW, SVCD, MP3, DVD-RW im Video- und VR Modus, DVD+RW, DVD-R, DVD+R

  • 10 Bit 27 MHz Video-D/A-Wandler, 192 KHz/24-Bit Audio D/A-Wandlern

  • Videoausgänge: 1x SCART (mit RGB), 1 x Cinch (Composite)

  • Audioausgänge: Digital 1 x koaxial, 1 x optisch (optischer Digi-Out nur DVP-NS430!)
    analog: 1 x Cinch 2-Kanal Downmix

  • Digitaler Bildverbesserer in 3 Stufen schaltbar

  • 4 vorprogrammierte Bildfelder

  • Weniger als 0,3 Watt Stromverbrauch im Standby-Betrieb

  • Aktivierbare automatische Abschaltfunktion

  • Farben: Schwarz, Silbern

  • Maße (B x H x T in cm): 43 x 5,55 x 23,7 (DVP-NS430), 430 x 5,55 x 24,4 (DVP-NS330)

  • Gewicht: ca. 2,15 kg

  • Preis: 180 EUR (DVP-NS330), 200 EUR (DVP-NS430)

Testequipment:
  • Denon AVC-A10SE als Vorverstärker

  • Endstufen für Front L/R, Center, 2 passive Subwoofer, Surround Back: JBL MPA-600

  • Endstufe für Surround L/R: JBL MPA-400

  • Lautsprecher-Set Canton THX-Set S-10

  • Projektor Sony VPL-VW11HT

 

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