Test: AV-Receiver Pioneer VSX-AX3

Wir danken unserem Kooperationspartner HiFi-Regler
für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments
Ausstattung
Heute kann der Kunde für rund 1.200,-- EUR schon viel erwarten,
wenn er einen AV-Receiver ersteht. Dies zeigen Offerten wie beispielsweise der
Pioneer VSX-AX3, der exakt 1199,-- EUR kostet. Dass man mit diesem Gerät einen AV-Receiver der gehobenen
Preisklasse einkauft, machen die hochwertigen Features deutlich. Die
AV-Kommandozentrale verfügt über ein THX Select-Zertifikat und eine
Ausgangsleistung von 7 x 100 Watt. Decoder für Dolby Digital/dts 5.1, dts ES
Matrix/Discrete 6.1, Dolby Digital 5.1 EX, THX Surround EX, dts 96/24, dts Neo:6
und Dolby Pro Logic 2 (inklusive den Einstellmöglichkeiten im Music Mode) sorgen dafür, dass alles codiert wird, was sich auch
anspruchsvolle Heimkino- und Mehrkanal-Musik-Liebhaber wünschen. Als
hochwertiges Ausstattungsmerkmal findet sich in der Feature-Liste des VSX-AX3 neben einem On Screen Display auch Pioneers sehr präzise und
effektiv arbeitendes M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System) in
vollautomatischer Form mit Mikrophon. Mehr über die Arbeitsweise des
Systems finden Sie im weiteren Verlauf des
Textes.
Die Ansprüche an moderne AV-Receiver steigen - die D/A-Wandler
müssen hochwertig sein, das Gleiche gilt für das DSP, welches die
Signalverarbeitung im Inneren des Geräts übernimmt und somit das
"Herz" darstellt. Pioneer möchte sich auf diesen Gebieten keine
Blöße geben und installiert 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler und in 2-facher
Ausfertigung einen gleichermaßen präzise wie schnell arbeitenden Motorola 48 Bit-DSP-Chip.
Was nützliche elektronische Zusatzschaltungen angeht, ist der VSX-AX3 ebenfalls
sehr gut bestückt. Für eine perfekte Synchronisation von Audio- und
Videoquellen bringt der AV-Receiver eine Audio Synchro/Sound Delay-Funktion
mit. Mit Hilfe des eingebauten Audio Scalers werden PCM-Signale niedriger Qualitätsstufen
aufpoliert. Durch die Hi-Bit-Conversation wird eine Biterweiterung auf 24 Bit
erreicht, das High-Sampling (Legato Link) vergrößert die Frequenzbandbreite.
Dieses umfangreiche Paket soll einen reineren und facettenreicheren Sound
ermöglichen - was sich in der Praxis auch bestätigt, wie unsere Höreindrücke
zeigen: Video-DVDs und Audio-CDs klingen facettenreicher, dynamischer und
klarer. Hier von einem revolutionären Unterschied zu sprechen, wäre falsch,
bei umfangreichen Hörtestreihen aber lässt sich durchaus ein Unterschied
heraushören. Liebhaber
von DSP-Programmen bedient der Pioneer ebenfalls und stellt verschiedene Modi
für die Nachbearbeitung von Kino- und Musikprogrammen zur Verfügung, die im
folgenden genauer erklärt werden.
Als sehr praxisgerecht erweist
sich die Umschaltmöglichkeit zwischen allen Musik- und allen Heimkino-DSPs:
Mittels eines simplen Tastendrucks auf der Fernbedienung kann man sich entweder
zwischen allen Musik- oder zwischen allen Heimkino-DSP hin- und herschalten und
so das am besten zur Signalquelle passende DSP auswählen. Je nach dem, ob "Movie" oder "Music" als
Grundlage für die Wahl der DSPs angewählt wurde, nimmt der VSX-AX3
verschiedene Optimierungen vor, damit eine Filmton- oder Musik-Signalquelle in
Bezug auf das Lautsprecherequipment und die Einarbeitung der Surround
Back-Lautsprecher möglichst passend wiedergegeben wird. Dies gilt nicht nur
für die Pioneer-DSPs, sondern auch für die "elementaren" Modi wie
DTS, Dolby Digital, DTS Neo:6 und Dolby Pro Logic 2.
Film-Standard-Modi:
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Dolby Digital
-
DTS
-
THX Cinema
-
Dolby PL2 Movie
-
Dolby Pro Logic
-
DTS Neo:6 Cinema
Film-DSP-Modi:
-
"Action" soll Action-Filme besonders effektiv zur
Geltung bringen. Der Klang ist in diesem DSP-Programm voller, die
Effektwiedergabe erfolgt mit besonderem Nachdruck. Unser Fazit: Ordentliches
DSP, das bei sehr guter DVD-Software den Bassdruck und die Effektgewalt
optimieren kann.
-
Sci-Fi: Soll bei Science-Fiction-Filmen einen besonders
weiten Klangraum garantieren und eine effektive Trennung zwischen Dialogen
und Klangeffekten ermöglichen. In unseren Testreihen eignete sich das
Programm tatsächlich bei verschiedenen Science-Fiction-Filmen für eine
Intensivierung des räumlichen Gesamteindrucks.
-
Drama: Der "Drama"-Modus ist für dialogreiche
Filme bestimmt. Durch eine Hervorhebung der Dialogelemente soll eine
besonders gelungene Stimmcharakteristik der Akteure erreicht werden. Bei
diesem DSP wird zudem der Dynamikumfang etwas komprimiert, mit der Folge,
dass die lauten Klangelemente die leiseren nicht überdecken können.
-
Musical: Für Filme mit hohem Musikanteil (z.B. Musicals).
Eine lange Verzögerung des Reflexionsschalls führt zur Simulation eines
resonanten Klangs wie in einem Konzertsaal.
-
Monofilm: Dieses DSP ist dafür gedacht, Mono-Filmen einen
Hauch von Surroundakustik zu verleihen. In der Praxis lieber mit der nicht
nachbearbeiteten Mono-Tonspur Vorlieb nehmen.
-
5/7-D-Theater: Dieser Modus soll Stereoquellen mehr
Klangtiefe verleihen. Bei Signalquellen, die in Dolby Pro Logic
aufgezeichnet wurden, sollte dieses Programm in Verbindung mit Dolby Pro
Logic verwendet werden. Bei 7.1 Systemen kann die Betriebsart in
Verbindung mit der vollen Lautsprecherkonfiguration genutzt werden.
Musik-Standard-Modi:
-
Dolby Digital
-
DTS
-
Dolby PL2 Music
-
DTS Neo:6 Music
Musik-DSP-Modi
-
Classical. DSP-Programm, das einen großen Konzertsaal für die
effektive Wiedergabe klassischer Musik simuliert. Eine lange Verzögerung
des Reflexionsschalls in Kombination mit Nachhalleffekten ermöglicht dem
Zuhörer, so Pioneer, den Genuss einer dynamischen und reichen
Klangcharakteristik, die große Konzertsäle und kraftvolle
Orchesteraufführungen kennzeichnen.
-
Chamber: Ein DSP für eine besonders lebendige
Musikwiedergabe, reicher Nachhall und ein voller Klang sollen den Eindruck
eines lebhaften Veranstaltungsraums vermitteln.
-
Jazz. Jazzclub-Simulationsprogramm. Virtuell wird durch eine kurze Laufzeit des Reflektionsschalls (unter 100
ms) ein Live-Effekt erzeugt, der für einen solchen Club kennzeichnend ist.
In der Hörpraxis erweist sich dieses Programm als recht brauchbar, eine
klare und akzentuierte Stimm- und Instrumentalwiedergabe konnte bei Jazz
Live-CDs, die in entsprechenden Clubs aufgezeichnet wurden, herausgehört
werden. Bei Studioalben bzw. Konzerten in größerem Rahmen hingegen passten
die vorprogrammierten Parameter nicht optimal zur Software.
-
Rock. In diesem DSP werden die akustischen Effekte eines mittelgroßen
Konzertsaal simuliert, Ergebnis ist laut Pioneer ein "Live"-Effekt mit kraftvollem Bass
und sauberer Trennung der Instrumente.
-
Dance. Ein DSP, das die akustische Umgebung eines
Tanzclubs simuliert, die Basswiedergabe wird stark betont. Durch eine
Laufzeit des Reflexionsschalls von unter 50 ms soll das akustische
Gesamtergebnis sehr intensiv ausfallen.
-
5/7-Kanal-Stereo
Mit einer Loudness-Funktion, die bis zu einer
Lautstärke-Einstellung von -20 dB aktiv ist, hebt der VXS-AX3 Bässe und Höhen
bei niedriger Lautstärke an. Zur Reduzierung von Störgeräuschen besitzt der
Pioneer eine digitale Rauschreduktionsfunktion (Digital NR).
Somit ist die Ausstattung des VSX-AX3 schon sehr gut - der mit
1.799,-- EUR deutlich teurere "größere Bruder" VSX-AX5i-S erweitert
das Feature-Paket noch um ein Dual Layer-Chassis bringt noch, einen i.link-Anschluss in doppelter Ausfertigung sowie ein
USB-Interface. Ebenfalls gehören zwei YUV-Eingänge und ein YUV-Ausgang sowie besonders hochwertige, vergoldete
Lautsprecher-Schraubverschlüsse zu den besonderen Merkmalen des teureren
VSX-AX5i-S.

Bereits der VSX-AX3 weiß in Bezug auf die Hochwertigkeit sehr
gut zu gefallen. Natürlich sind auch hier Schraubterminals für alle
Lautsprecher vorhanden, die sehr solide verarbeitete Geräterückseite ist
ebenso zu loben wie die Gerätefront, die aus massivem Aluminium besteht. Alle
Bedienelemente, von denen ein Teil unter der stabilen Klappe zu
finden sind, sind ebenfalls in tadelloser Qualität ausgeführt. Durch seine
voluminösen Gehäuseabmessungen wirkt der VSX-AX3 vom Auftritt her wie ein
echter Oberklasse-AV-Receiver - zu diesem Anspruch passt auch das fein auflösende DOT
Matrix Display und die sorgfältige Verarbeitung des Geräteinneren. Die
mitgelieferte Fernbedienung ist passabel verarbeitet und von guter
Materialqualität - Überdurchschnittliches wird in Bezug auf den IR-Controller
aber nicht geboten.

Die Anschlussbestückung fällt ordentlich aus. Es stehen unter
anderem ein 7.1-Kanal-Direkteingang, zwei optische und zwei koaxiale
Digitaleingänge und zwei optische Digitalausgänge (hier wäre ein koaxialer
und ein optischer Ausgang sinnvoller gewesen) sowie ein 7.1-Kanal-Pre-Out zur
Auswahl. Videoseitig gibt es beispielsweise vier S-Video-Eingänge und drei
S-Video-Ausgänge auf der Geräterückseite. Leider stehen keine YUV-Terminals
zur Verfügung, diese sollten in der Preisklasse des VSX-AX3 eigentlich mit
dazugehören.
Insgesamt erzielt der VSX-AX3 in der ersten Teilwertung ein sehr
gutes Ergebnis. Die Verarbeitungsqualität überzeugt ebenso wie die Ausstattung
- nur sollte ein AV-Receiver dieser Preisklasse YUV-Anschlüsse mitbringen.
Großes Plus des Pioneer ist das aufwändige M.C.A.C.C., prima fällt die
Bestückung mit DSPs aus.
Bewertung      
Bedienung
Heimkino-Neulinge werden M.C.A.C.C. aufgrund der einfachen Bedienung
ebenso sehr zu schätzen wissen wie Heimkinofans, die eine wirklich erstaunlich
genaue Anpassung des AV-Receivers an das Lautsprechersystem und an die
akustischen Bedingungen im Hörraum wünschen. Über das klar strukturierte OSD
ist M.C.A.C.C. sehr einfach aufzurufen, die Schritte, die der Anwender
durchführen muss, sind klar beschrieben und einfach verständlich. Die korrekte Arbeit mit M.C.A.C.C.
und die Funktionsweise:
Voraussetzung: Es sollte möglichst leise im Hörraum sein,
damit M.C.A.C.C. alle Boxen korrekt einpegeln kann. Ebenso muss das mitgelieferte Mikrophon
an der dazugehörigen Buchse auf der Vorderseite des AV-Receivers
(Mikrophon-Anschluss unter der Klappe) angeschlossen werden. Das Mikrophon ist
an der üblichen Hörposition aufzustellen, klar dürfte sein, dass es während
des Einpegelungsvorgangs absolut ruhig liegen muss. Der Subwoofer, falls angeschlossen,
sollte unbedingt eingeschaltet werden. Das Bildwiedergabegerät - zur Justage
des VSX-AX3 via OSD - wird ebenfalls aktiviert. Anschließend drückt man
auf der Fernbedienung die "Receiver"-Taste und wählt das "Surround Setup" im OSD
an. Innerhalb des Surround-Setups kann man dann die automatische Kalibrierung
des Lautsprechersystems anwählen und ausführen lassen.
Ist der Prozess angelaufen, überprüft das System zunächst das Mikrophon und die
angeschlossenen Lautsprecher. Gibt es eine "Err" (= Error)-Meldung,
arbeitet das Mikrophon nicht korrekt oder die LS-Verbindungen stimmen nicht.
Hier gab es in unserem Test keine Probleme, wir schlossen verschiedene
unterschiedliche LS-Sets (Sub-/Sat-Systeme, Systeme mit voluminösen
Lautsprechern mit und ohne aktiven Subwoofer) an den VSX-AX3 - immer arbeitete
M.C.A.C.C. zu unserer vollen Zufriedenheit und deckte auch Fehler zuverlässig
auf (zur Simulation einer "Error"-Meldung schlossen wir eine Box nicht
korrekt an). Die Betriebssicherheit lag bei unserem Testgerät - wie bei allen
anderen Pioneer M.C.A.C.C.-Testsamples, die wir bislang testeten - somit sehr
hoch.
Nun beginnt M.C.A.C.C. mit der
Arbeit, und zwar in folgenden Schritten:
-
Analyse der angeschlossenen Lautsprecher. Der AV-Receiver
gibt hier eine Reihe teilweise recht lauter Testimpulse von sich, die vom
Mikrophon erfasst werden. Das System bestätigt automatisch die
Verfügbarkeit der LS und nimmt so die Grundeinstellung vor.
-
Analyse der Lautsprecher-Größe. Hier erkennt M.C.A.C.C.
für jede Box die optimale Wiedergabebandbreite. Auch großvolumige
Standlautsprecher mit einem Basschassis von 16 cm können als "small"
erkannt werden. In unserer Testpraxis arbeitete diese Erkennung sehr stimmig
und zuverlässig (mehrere LS-Sets angeschlossen zu Prüfzwecken).
-
Einstellung der Verzögerungszeit. Das Mikrophon erkennt die
jeweilige Entfernung vom Lautsprecher zur Hörposition. Die
Verzögerungszeiten werden automatisch für jeden LS in einem Raster von 5
cm eingestellt.
-
Pegeleinstellung. Hier wird der Schalldruckpegel der
Lautsprecher im Verhältnis zur Hörposition analysiert und angeglichen.
-
Automatische Entzerrung des LS-Systems. Hier führt
M.C.A.C.C. die automatische Berechnung der Frequenzgänge durch. LS und
Raumakustik werden hierbei miteinander abgeglichen. Der VSX-AX3 gibt dabei
eine Reihe von Testtönen aus, die vom Mikrophon erfasst werden. Mittels
eines exakt arbeitenden Equalizers erfolgt die Kalibrierung für jeden
Kanal.
Alternativ kann natürlich auch manuell konfiguriert werden, mit
Justagemöglichkeiten für die Entfernung der Lautsprecher vom Hörplatz für
die manuelle Einstellung der Verzögerungszeit und einer manuellen Möglichkeit
zur korrekten Einpegelung. Wir empfehlen aufgrund der akkuraten Arbeitsweise
allerdings M.C.A.C.C.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, das Navigationskreuz
ist zentral untergebracht und ordentlich zu bedienen. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist
tadellos. Hilfreich wäre noch eine Beleuchtung für die einfachere
Bedienung im abgedunkelten Heimkinoraum. Die Bedienelemente am AV-Receiver
selber sind, obwohl zahlreich vorhanden (rechnet man die Funktionstasten unter
der Frontklappe mit ein) sehr gut zu bedienen, die einzelnen Tasten haben einen
angenehmen Druckpunkt und sind solide ausgeführt. Das Gerätedisplay ist
perfekt: Groß, kontrastreich und somit sehr ist einfach ablesbar. Insgesamt
sammelt der VSX-AX3 mit seinem durchdachten Bedienkonzept viele Pluspunkte,
echte Schwachstellen sucht man vergeblich.
Bewertung      
Ton
Testequipment
Pegelfestigkeit
Der VSX-AX3 erwies sich in unseren Testreihen als
außerordentlich pegelfest. Er meisterte unseren ersten zweieinhalbstündigen Testlauf (mit großen
Frontlautsprechern, ohne aktiven Subwoofer) hervorragend. Obwohl wir mit 70 bis
90 Prozent des Maximalpegels operierten, schaltete sich der Pioneer nicht einmal
ab. In einer zweiten Testreihe mit einem hochwertigen
Subwoofer-/Satellitensystem erreichte der Pioneer ebenfalls ausgezeichnete
Resultate. In unserem Dauerlauf-Test, als wir den AV-Receiver über 5 Stunden
mit 60 bis 70 Prozent des Maximalpegels betrieben, leistete sich der Pioneer
ebenfalls keine Schwächen. Im Vergleich zu den, wie wir feststellten, bereits sehr pegelfesten
Geräten der 500,-- EUR- bis 800,-- EUR-Preisklasse zeichnet den VSX-AX3 eine
nochmals höhere Souveränität bei hohen Lautstärken aus. Zudem kann er in
deutlich größeren Hörräumen eingesetzt werden, die Grenze dürfte im Falle
des VSX-AX3 bei knapp 40 Quadratmeter liegen. Früher war es ab und zu ein
Problem manches Pioneer AV-Receivers, dass er sich bei hoher Belastung schnell
abschaltete - obwohl eine tatsächliche Überlastung und damit eine
gerechtfertige Abschaltung noch in weiter Ferne lag. Hier hat Pioneer
nachgebessert und den Überlastungsschutz "unempfindlicher"
gestaltet.
Die beim VSX-AX3 gezeigte Auslegung weiß nun vollauf zu
überzeugen. In keiner Testreihe schaltete sich das Gerät ab, obwohl die
Endstufen viel leisten mussten. Dies merkte man auch an der kräftigen, aber
nicht zu intensiven Erhitzung des AV-Receivers. Im Vergleich zur Konkurrenz
liefert der Pioneer eine ausgezeichnete Leistung ab. Der mit 999,-- EUR
günstigere Denon AVR-2803 kann im direkten
Vergleich nicht ganz mithalten, die Souveränität des Pioneer bei hohen Pegeln
zeichnet sich, gerade im Einsatz ohne aktiven Subwoofer, durch eine kräftigere
Bassgewalt und ein ausgewogeneres Klangbild hörbar ab. Sieht man sich nach
teureren Alternativen um, so muss sich der Pioneer knapp dem
Harman/Kardon AVR-5550 und dem Denon AVR-3803
geschlagen geben. Beide hier genannten AV-Receiver sind mit 1.399,-- EUR bzw.
1.499,-- EUR aber auch deutlich teurer. Erst bei sehr hohen Pegeln in
Hörräumen um die 40 Quadratmeter können sich Harman Kardon und Denon hörbar
absetzen. Die Dynamik ist dann besser, der Bass antrittsstärker. Wir stellen
aber die Prognose, dass nur wenige Anwender in der Praxis an diese Grenzen
stoßen werden. Selbst anspruchsvolle Mehrkanal-Musik- und Filmtonfreunde werden
daher mit der Performance des VSX-AX3 sehr zufrieden sein.
Filmton-Wiedergabe
Heimkino-Fans können sich freuen - denn alle Testreihen, die der
AV-Receiver durchlief, offenbarten viele Sonnen- und praktisch keine
Schattenseiten des VSX-AX3. Im
Vergleich zu früheren Pioneer-Modellen ist die Auslegung, wie wir schon beim
unter unserem Testgerät positionierten VSX-D912
feststellten, verändert worden. Dieser Trend begann allerdings bereits mit dem
Vorgänger des VSX-AX3, dem VSX-D1011, und wird nun konsequent fortgesetzt. Bei
den Sequenzen aus "Minority Report", "Behind Enemy Lines" und
"E.T." auf der 7. DTS Demo-DVD begeisterte der Pioneer durch
seine feine Auflösung im Hochtonbereich, so dass bei allen Arten von Effekten
und Effektkombinationen ein klarer, durch die sorgfältige Durchzeichnung
komplett und intensiv wirkender Klangeindruck entsteht, der von einer Güte ist,
die bis vor noch nicht allzu
langer Zeit nur wesentlich teureren Geräten vorbehalten war. Mit dieser
Natürlichkeit auf hohem Niveau setzt der VSX-AX3 Preisklassen-Akzente, wer noch
mehr Feinauflösung und Finesse im Hochtonbereich wünscht, sollte auch mehr
Geld auf die Ladentheke legen. Selbst der 200,-- EUR teurere
Harman/Kardon AVR-5550 bietet in Bezug auf die Klarheit und den
Detailreichtum im Hochtonbereich nur unwesentlich mehr. Erst nach sehr
ausführlichen Hörtestreihen mit dem entsprechenden Equipment lässt sich eine
nochmals geringfügig höhere Transparenz beim Harman Kardon ermitteln. Mit
einer nochmals größeren Homogenität im gesamten Klangfeld kann sich auch der Denon AVR-3803
vom Pioneer absetzen. Allerdings gilt auch hier: Erst nach langen Testreihen mit
hochwertigem Testequipment fallen hörbare Unterschiede auf. Auf jeden Fall -
und das ist eine reife Leistung - operiert der günstige Pioneer praktisch schon
eine Preisklasse höher, denn auch dort hat der AV-Receiver keinerlei Probleme,
mitzuhalten. Selbst dann, wenn die Gegner AVR-3803 und AVR-5550 heißen, sind
die Leistungen des Pioneer sehr lobenswert. Erst im Detail können die - beide
übrigens insgesamt überragenden - teureren Geräte hörbar vorbeiziehen, was
sich vor allem an weiteren "Spezialdisziplinen" festmachen lässt: Vor
allen anderen liegt der Denon AVR-3803 mit seiner klaren, höchst plastischen
Stimmwiedergabe , der Harman brilliert mit der klassenbesten Dynamik.
Im Bassbereich offeriert der VSX-AX3 ein sehr gutes Volumen und
eine hervorragende Präzision. Verglichen mit früheren Pioneer Modellen ist die
Basswucht allerdings nicht mehr so immens. In Anbetracht der hörbar gestiegenen
Präzision ist dies aber unserer Ansicht nach problemlos zu
"verschmerzen", zumal die Durchsetzungskraft nach wie vor an der
Klassenspitze zu finden ist. Gerade heftige Explosionen lässt der VSX-AX3 mit
unnachgiebiger Wucht durch den Hörraum donnern. Gleichzeitig aber stellt er
"kleinere" und kurze, trockene Basseffekte deutlich besser als
frühere Pioneer AV-Receiver dar - hier bietet der VSX-AX3 nun wirkliches
Top-Niveau. Die Vorteile der neuen akustischen Auslegung sind auch gerade bei
hohen Pegeln deutlich spürbar. Hier gab es in der Vergangenheit die Probleme,
dass bei hohen Lautstärken der sehr kräftige Bass auch hohe Anforderungen an
die Raumakustik und die verwendeten Lautsprecher stellte - nicht immer war die
niederfrequente Wiedergabe daher noch harmonisch und homogen. Mit solchen
kleinen Nachteilen räumt der VSX-AX3 nachhaltig auf und beweist seine
durchdachte Konstruktion auch durch seine stimmige und stets klare
Basswiedergabe - auch bei höchsten Pegeln klingen die Bässe noch angenehm
passend und nicht mehr so dominant wie in früheren Modellgenerationen. Durch
den etwas zurückhaltenderen Bassbereich spürt man, dies ist ebenfalls ein
positiver Nebeneffekt, die Vorteile im Hochtonbereich um so deutlicher, da die
hinzugewonnene Transparenz und Präzision nicht von einem zu wuchtigen Bass
"überdeckt" wird.
Mehrkanal-Musikwiedergabe
In Bezug auf die Mehrkanal-Musikwiedergabe können wir dem
Pioneer ebenfalls ein sehr gutes Zeugnis
ausstellen. Dynamisch, klar und präzise agiert der AV-Receiver, die
Stimmwiedergabe betont auch sehr feine Details. In Bezug auf die klangliche
Homogenität bietet der VSX-AX3 eine sehr respektable Leistung, selbst nur
mittelprächtige Aufnahmen klingen bei "humaneren" Lautstärken noch
sehr brauchbar. Erst, wenn man kräftig am Lautstärkeregler dreht, schwindet
die Harmonie hörbar. Bei sehr guten Aufnahmen weiß der Pioneer mit seinem sehr
sensibel ansprechenden Hochtonbereich zu gefallen. Ebenfalls zeichnet er einen
angenehm harmonischen, dichten Klangteppich, der sich gefällig über den ganzen
Hörbereich legt. Mit diesen Qualitäten ändert sich auch die Zielgruppe,
für die der VSX-AX3 in Frage kommt.
Waren Pioneer AV-Receiver früher besonders für die Liebhaber
von bass- und effektstarker Rock-, Techno- oder Housemusik geeignet, werden sich
jetzt auch Freunde von klassischen Konzerten und von Big Band-Festivals für den
VSX-AX3 interessieren. Durch die hörbar gestiegene Sorgfalt bei der
Einarbeitung kleiner Details wird die Darstellung bei den eben genannten
Musikrichtungen kompletter, tiefer und umfassender. Gerade bei qualitativ
exzellenten DVDs mit klassischer Musik erreicht der Pioneer hervorragende Werte.
Selbst "schwierige" Instrumente wie die Violine oder das Piano managt
der VSX-AX3 hörbar souveräner als früher. Bei der Sequenz aus Antonio
Vivaldis "Vier Jahreszeiten", abgelegt auf der THX Ultimate
Demonstration DVD, begeisterte der Pioneer mit einer prägnanten
Instrumentaldarstellung und einer ausgezeichneten Modellierung auch kleiner
Einzelheiten wie z.B. das Abklingen eines Instruments. Mit hoher Souveränität
konnte der AV-Receiver auch beim "Chronos"-Trailer auf der siebten DTS
Demo-DVD aufwarten. Hier baute er das aufwändige Klangbild dieses imposanten
musikalischen Trailers schnell und sauber durchstrukturiert auf. Das Ergebnis
war eine räumlich tiefe Darstellung, die den Zuhörer bildlich gesprochen
mitten in die fesselnden Klänge der "Chronos"-Sequenz
"hineinfallen" lässt. Man hat den Eindruck, die Musik intensiv zu
erleben, auch Einzelheiten zu spüren. Es ist schon beachtlich, dass ein
solches Klangerlebnis bereits bei AV-Receivern dieser Preisklasse möglich ist.
Ein hörbarer Unterschied tut sich gerade in dieser Sequenz im Vergleich zu
günstigeren Geräten auf.
Auch wenn in den Preisregionen zwischen 500,-- und 800,-- EUR
bereits eine Menge auch in Bezug auf die Musikalität geboten wird, so stellen
wir doch fest, dass deutlich teurere AV-Receiver hörbar mehr bieten, gerade
dann, wenn man in größeren Hörräumen mit hoher Präzision und sehr guter
Dynamik hören möchte. Nicht, dass die Ergebnisse vieler hervorragend
getesteter günstigerer AV-Receiver hier in einem schlechten Licht dastehen -
viele potentielle Interessenten dürften sich über das Gebotene sehr freuen -
aber das gebotene Mehr fällt in den Punkten Souveränität, Dynamik, Klarheit
und Präzision schon wirklich hörbar aus. Wir raten daher jedem zu
umfangreichen Hörtestreihen, um anschließend eine Abgleich mit dem eigenen
Performance-Profil und den eigenen Anforderungen vorzunehmen. Nicht vergessen
sollte man auch sein eigenes restliches Equipment. Wer z.B. ein sehr
hochwertiges Lautsprechersystem einsetzt, sollte sich auch den entsprechenden
AV-Receiver dazu gönnen, damit das gesamte System auch ein Klangerlebnis
realisiert, das die Potentiale aller verwendeten Komponenten auch optimal
ausnutzt
Dass die im VSX-AX3 eingesetzten Endstufeneinheiten
leistungsfähig sind und klar aufspielen können, hörten wir auch im DVD Audio-
und SACD-Betrieb heraus. Mit den großen Anforderungen an die Dynamik und die
gesamte Hochtonwiedergabe kam der Pioneer sehr gut zurecht. Ein spritziges,
gefälliges Klangbild war die Folge, seine Leistungsfähigkeit stellte der
AV-Receiver bei verschiedenen, teils krassen Dynamiksprüngen (z.B. Ludwig van
Beethovens 3. Symphonie, 96 kHz/24-Bit 5.1-Kanal, Dabringhausen&Grimm DVD
Audio Sampler) eindrucksvoll unter Beweis. Die Feinfühligkeit, die der Pioneer
an den Tag legte, bewies ebenfalls, dass akustisch ein echtes Oberklasse-Gerät
entstanden ist: Das leise Abklingen der Instrumente war als ausgezeichnet zu
bewerten, die differenzierte Darstellung der Streicher gefiel uns sehr gut. Noch
vor geraumer Zeit konnte man DVD Audio- und SACD-Software nur in Verbindung mit
AV-Boliden der Luxusklasse in hervorragender Qualität anhören. Geräte wie der
VSX-AX3 zeigen, dass es aktuell schon zu deutlich günstigeren Kursen möglich
ist, DVD Audio in qualitativ tadelloser Form zu genießen.
Dolby Pro Logic 2
Im PL2 Musik-Betrieb notierten wir gute, aber keine
überdurchschnittlichen Leistungen. Die Präzision liegt auf einem erstaunlichen
Niveau, die Basskraft ist voll befriedigend. Hier bietet mancher Konkurrent mehr
tieffrequentes Volumen. Im PL2 Movie Modus überzeugt die facettenreiche
Surround-Abbildung auch kleinerer Effekte. Auch ist die Stimmwiedergabe gut
gelungen, könnte nur noch mehr Fundament bieten. Die Darstellung tiefer
Männerstimmen kann so etwas dünn wirken. Insgesamt, so scheint es, hat Pioneer
in die Optimierung des PL2-Modus im Gegenteil zu allen anderen Betriebsarten
nicht überdurchschnittlich viel Abstimmungsarbeit gesteckt. Daher sind zwar
Ansätze wirklich gut , im Detail aber müsste noch optimiert werden, vor allem
dann, wenn man zur Konkurrenz insbesondere von Yamaha und Denon aufschließen
möchte. Beide Hersteller haben es geschafft, in Bezug auf die Qualität der
PL2-Klangqualität momentan das Maß aller Dinge darzustellen - und zwar in
praktisch allen Preisklassen. Harman Kardon bringt mit Logic 7 sogar einen
eigenen Surround-Aufpolierer, der in einigen Disziplinen Maßstäbe setzen kann
- wie sich z.B. anhand der Tests zu den HK-Modellen AVR-5550
und AVR-8500 nachlesen lässt.
Stereobetrieb
Eine echte Überraschung liefert
der AV-Receiver im Stereobetrieb: Mit einer ungemein ausdrucksstarken,
emotionalen und nie oberflächlich-langweiligen Wiedergabe beweist der VSX-AX3,
dass er in dieser Disziplin keinen
Konkurrenten fürchten muss. Mit beeindruckender Konsequenz und Klarheit baut das
Gerät eine sauber durchstrukturierte virtuelle Bühne auf, was zu einem vielschichtigen,
gefälligen und erwachsen wirkendem Gesamt-Klangbild führt. Auch feine Nuancen
gibt der Pioneer ausgezeichnet wieder, er arbeitet musikalische Einzelheiten
akkurat und mit der richtigen Gewichtung ein. Dies führt dazu, dass man sehr
viel Freude am Musik hören hat, denn der VSX-AX3 modelliert mit großem
Geschick eine lebendige, präzise und frische Darstellung heraus. Mit diesen
Leistungen muss er selbst einem im Stereo-Betrieb superben Gerät wie dem Harman/Kardon AVR-5550
nur knapp den Vortritt lassen - was nicht unkommentiert bleiben darf, denn
der teurere Harman Kardon kann seinerseits deutlich kostspieligere Konkurrenten
auf die Plätze verweisen, was die Stereoqualitäten angeht. Insgesamt beweist
der Pioneer, dass man viel Entwicklungsarbeit und Feintuning investiert hat, um
eine erwachsene, auch anspruchsvollen Stereohörern gerecht werdende
Wiedergabecharakteristik zu realisieren. Und die Operation ist gelungen - mit
dem VSX-AX3 erwirbt der Käufer nicht nur einen exzellenten Multichannel
AV-Receiver, sondern auch eine komplett klingende Stereo-Soundmaschine.
Bewertung Pegelfestigkeit      
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Dolby PLII      
Bewertung Klang Stereo      
Fazit
Die ganze Anmutung des VSX-AX3 erreicht Oberklasse-Niveau, was in Anbetracht
des Kaufpreises sehr beachtlich ist. Nicht hinter den optischen Eindrücken
zurück stecken müssen die klanglichen Eigenschaften. Hier bietet der VSX-AX3
eine sehr hoch liegende Ausgewogenheit, gleichzeitig jedoch versteht es der
Pioneer glänzend, durch seinen plastischen, facettenreichen und präzisen Klang
eine emotionale, umfassende Vorstellung abzuliefern, die den Zuhörer tief in
die akustische Welt des jeweils angehörten Films beziehungsweise Musikstücks
entführt. Im Vergleich zu früheren Pioneer AV-Receiver-Generationen wirkt der
VSX-AX3 hörbar erwachsener und bietet sich somit für eine breite Zielgruppe
an. Mit seiner außerordentlich gelungenen Auslegung wirkt er auch eine oder
zwei Preisklassen höher keinesfalls verloren. Auch wenn die Top-Geräte der
Liga bis 1.500,-- EUR in mancher Einzelwertung noch etwas mehr bieten mögen, so
lässt sich doch feststellen, dass der VSX-AX3 in keiner Disziplin wirklich
ernsthaft an Boden verliert. Mit dem überragenden Einpegelungssystem M.C.A.C.C.
bringt der Pioneer-Receiver zudem noch einen echten Bonus mit. In kurzer Zeit
wird so eine effektive klangliche Optimierung und eine Vereinfachung in der
Bedienung erreicht.
Sehr nobel fällt die Verarbeitung des VSX-AX3 aus. Hier folgt der Pioneer
einem momentan erfreulichen Trend - hochwertige Baugruppen finden auch in
preisgünstigen Geräten wieder verstärkt Einzug. Nicht nur preisgünstig zu
realisierende Elektronikfeatures, sondern ebenfalls elementar wichtige Elemente
wie ein sorgfältig konstruiertes Chassis, ein leistungsfähiges Netzteil und
entsprechend kräftige Endstufen finden sich im Inneren des VSX-AX3, dessen THX
Select-Zertifikat zusätzlich für eine ordentliche Leistungsfähigkeit der
Endstufen- und Netzteil-Einheit garantiert. Die Anschlussbestückung ist
reichhaltig, aber nicht komplett. In dieser Preisliga, dies passt nicht zum
sonstigen Oberklasse-Auftritt, gehören YUV-Anschlüsse einfach dazu. Sonst
wurde an nichts gespart, auch nicht an klangoptimierenden Maßnahmen: Mit
Hi-Bit-Sampling und Legato Link verfügt der Pioneer gleich über zwei
akustische Optimierer, die sich in der Praxis als wirkungsvoll erweisen.
Mit dem sehr gelungenen Gesamtkonzept und der sinnvollen Positionierung wird
der Pioneer VSX-AX3 unserer Meinung nach viele Freude finden. Unter diesen
Freunden sind Aufsteiger, die im Vergleich zum Pioneer VSX-D912
ein nochmals gestiegenes Leistungsprofil erwarten, aber auch preisbewusste
Oberklasse-Käufer, die den doch beträchtlichen Preisunterschied zum
i.link-Boliden VSX-AX5 zum Anlass nehmen, auf das kleinere, bereits
hervorragende Gerät zu setzen und mit dem VSX-AX3 einen besonders günstigen
Oberklasse-Receiver zu erwerben. Zusammen mit Harman Kardon, Denon, Yamaha,
Onkyo und Marantz beweist Pioneer mit diesem Modell wieder eindrucksvoll, dass
man bei den hochwertigen AV-Receivern in der Champions League spielt.
Gratulation an Pioneer: Echtes Oberklasse-Feeling
für 1.199,-- EUR

Oberklasse
Test 28.10.2003
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
- Preislich sehr günstiger AV-Receiver mit echten Oberklasse-Qualitäten
- Bis in sehr hohe Pegelbereiche souveränes Auftreten
- Sehr klarer und angenehmer Hochtonbereich
- Saubere, umfassende Effektwiedergabe
- Hohe Musikalität im Mehrkanal-Musikbetrieb
- Exzellente Stereowiedergabe
- M.C.A.C.C. mit effektiver Arbeitsweise
- Gutes Bedienkonzept
- Hochwertige Verarbeitung
Contra:
Technische Daten
- AV-Receiver mit THX Select-Zertifikat
- Ausgangsleistung 7 x 100 Watt (8 Ohm, 1%Klirr, 1 kHz)
- Decoder für: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1 EX, Dolby Pro Logic 2,
Dolby Pro Logic, THX Surround EX, DTS 5.1, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS
Neo:6, DTS 96/24
- D/A-Wandler (Mehrkanal) 192 kHZ/24-Bit, A/D-Wandler (Stereo) 96 kHz/24-Bit (2-Kanal)
- DSP (Digitaler Signalprozessor) Motorola 150 MIPS 48-Bit Verarbeitung x 2
- AIR Studios Sound-Tuning
- M.C.A.C.C. automatisches Lautsprecher-Kalibrierungssystem
- DSP-Programme: Surround-Betriebsarten Virtual Surround Back, Advanced
Cinema: ACTION, MUSICAL, DRAMA, SCI-FI, MONOFILM, 5-D/7-D THEATER, Advanced Concert:
CLASSICAL, CHAMBER, JAZZ, ROCK, DANCE, 5/6/7-CH STEREO/6/7-CH STEREO
- Aufwändiger Gehäuseaufbau mit isolierter Kammerbauweise
- Symmetrische Netzteilkonstruktion
- Elektrolytkondensator mit großer Kapazität 22.000 µF x 2
- Bi-Amp-Funktion vorne L & R
- Loudness
- Hi-Bit Sampling und Legato Link zur Klangoptimierung
- Bass-/Höhenregler
- Anschlüsse VSX-AX3-S: Mehrkanal-Eingang 7.1 Kn. 5 Digitaleingänge (frei
zuweisbar), davon 2 koaxial, 3 optisch (inklusive Front
AV-Eingang), Audio- (einschl. Tuner)/Videoeingänge (Cinch) 5 A / 5 AV,
Audio-/Videoausgänge 2 A / 2 AV + 1 V, S-Videoein-/ausgänge 5/3 (einschl. Eingänge auf der Vorderseite)
Vorverstärkerausgang für 7.1-Kanäle, AV-Eingang auf der Vorderseite,
Lautsprecher A/B Bi-Amp bei 5.1 möglich, Lautsprecherschraubanschlüsse
- OSD
- Vorprogrammierte und lernfähige Fernbedienung mit Macro-Funktion
- Tuner: RDS-Tuner mit 30 Stationsspeichern
- Weitere technische Merkmale: Eingangsempfindlichkeit und -impedanz: LINE 335 mV / 47 kOhm,
Frequenzgang: LINE 5 - 100.000 Hz, +0 / -3 dB, Signal/Rausch-Abstand: LINE 92 / 65 dB
- UKW-Teil VSX-AX3-S Eingangsempfindlichkeit (Mono) 15,2 dBf, IHF (1,6 µV / 75 Ohm)
- Empfindlichkeit (DIN) Mono (26 dB S/N, 75 Ohm) 1,1 µV, Empfindlichkeit (DIN) Stereo (46 dB S/N, 75 Ohm) 50 µV,
Signal/Rausch-Abstand Mono (DIN) 62 dB, Signal/Rausch-Abstand Stereo (DIN) 58 dB,
Stereo-Kanaltrennung (1 kHz) 40 dB
- Videoteil VSX-AX3-S: Eingangsempfindlichkeit und -impedanz 1 V p-p / 75 Ohm
- Sonstige Daten: Stromversorgung AC 220 - 230 V (UK 230 V), 50 / 60 Hz,
Leistungsaufnahme max. 600 Watt, Leistungsaufnahme max. 600 Watt, Leistungsaufnahme im Standby-Modus 0,8 Watt,
Abmessungen 420 x 188 x 464 mm, Gewicht 18,3 kg
- Lieferbare Farben: Schwarz und Silbern
- UVP: 1.199,-- EUR
Test: Carsten Rampacher
Testassistent: Matthias Walther-Richters
28. Oktober 2003
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