Mega-Test: Pioneer VSA-AX10Ai-S mit extragroßem Verstärkertechnik-Teil! (2/5)
24.05.2005 (cr)
Alle konstruktiven Einzelheiten inklusive Erläuterungen zur
Verstärkertechnik

Streng
separiert: 1. Stromversorgung, 2. Videoboard, 2. Audioboard/Vorverstärker,
4. Endstufeneinheit mit Kühlkörper, 5. i.link und DSP Class A-
Class B- und Class AB-Leistungsverstärker

Die neuen Advanced Direct Energy MOS FET verbergen hinter dem
langen Namen höchste Performance
Der 7-Kanal-Leistungsverstärker ist mit neu entwickelten
Advanced Direct Energy MOS FET (A.D.E. MOS FET, MOS FET ist die Abkürzung für Metal Oxide Semiconductor
) Transistoren ausgestattet. Die Vorteile liegen in höherer Stabilität bei niedrigen Impedanzen und geringerer
Verlustleistung. Durch ebenfalls neu entwickelte Treiberstufen erzielt der A.D.E. MOS FET-Transistor eine stabile Raumabbildung sowie ein klares, detailliertes Klangbild bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit auch an niedrigen Impedanzen.
Die eingebaute Temperaturkontrolle des Schaltkreises stabilisiert den
Arbeitspunkt des Transistors, was sehr wichtig ist in Bezug auf eine
verzerrungsfreie Wiedergabe, da ein Abdriften des Arbeitspunktes das Auftreten
von Verzerrungen nach sich zieht. Genau aus diesem Grund setzt z.B. auch Denon
Transistoren mit Arbeitspunkt-Stabilisierung bei den höherwertigen Modellen ein.
Unter dem Arbeitspunkt einer bestimmten Schaltung versteht man den Ruhezustand
- es liegt kein Signal an. Der Arbeitspunkt wird durch einen bestimmten Punkt
auf der gesamten Kennlinie definiert. Ausgehend von diesem Punkt, ergeben
sich Strom- bzw. Spannungsveränderungen, liegt dann ein Signal an. Ist es das
Ziel, die Verzerrungen zu minimieren und eine symmetrische Signalübertragung zu
gewährleisten, wird der Arbeitspunkt genau in die Mitte der Kennlinie gelegt,
also exakt zwischen minimale und maximale Spannung bzw. Stromstärke (A-Betrieb). Das ist dann auch das Geheimnis der "Class A"-Verstärker,
simpel gesprochen: Es treten kaum Verzerrungen auf. Erkauft wird sich dieser
für Klangpuristen große Vorteil aber durch eine sehr niedrige Effizienz, bei
analogen Verstärkereinheiten sowieso ein Problem. Es wird als viel
Verlustenergie in Form von Wärme abgeführt. Bei reinem Class-A-Betrieb fließt
ein hoher Ruhestrom, d.h. die Transistoren erwärmen sich auch, wenn kein Signal
anliegt. Man unterscheidet den Class A-Verstärker, der ab einer gewissen,
relativ hohen Ausgangsleistung dann doch in den B-Betrieb (siehe nächster
Abschnitt) wechselt, und Pure Class A-Verstärker, die immer im A-Betrieb
bleiben, dadurch optimale Verzerrungsfreiheit garantieren, aber wenig Leistung
durch die niedrige Effizienz bieten.
Anders funktioniert es beim Gegentakt-B-Verstärker. Bei dieser
Bauweise werden zwei Transistoren parallel geschaltet, und deren Arbeitspunkt
liegt im unteren Drittel ihrer spezifischen Kennlinie. Das hat zur Folge, dass
der Ruhestrom deutlich unter dem Ruhestrom eines Eintakt-A-Verstärkers liegt.
Der Wirkungsgrad eines solchen Leistungsverstärkers liegt sehr viel höher als
bei einem Class-A-Bauteil. Eine B-Betrieb-Endstufe kann auch bei kleinen
Betriebsspannungen verwendet werden. In Bezug auf den Aufbau ist ein solcher
Leistungsverstärker aufwändiger, da Eingangs- und Ausgangstransistoren
verwendet werden müssen. Auftretente Verschiebungen des Arbeitspunktes nach oben
haben zur Folge, dass die Signalsspitzen an die Betriebsspannung anstoßen,
verschiebt sich der Arbeitspunkt nach unten, passiert das Gleiche am
Massepotenzial. Das Signal wird hierdurch verzerrt. Zur Verzerrungen kommt es ebenfalls, wenn der Verstärker
in Folge eines zu hohen Eingangssignals übersteuert wird. Hier reicht der Bereich zwischen maximaler und minimaler Spannung nicht mehr für das Signal aus.
Insgesamt ist die B-Betrieb-Endstufe effizienter, leistet sich aber den Nachteil
größerer Verzerrungen.
Verwendung in gebräuchlichen AV-Receivern und -Verstärkern findet der Gegentakt-AB-Verstärker,
der einen Kompromiss aus Class A (sehr geringe Verzerrungen, hohe
Verlustenergie) und B (höherer Verzerrung, bessere Effizienz) darstellt.
Zunächst, bei geringer Ausgangsleistung, arbeiten sie im verzerrungsarmen
A-Betrieb, um dann später bei höherer Ausgangsleistung in den zwar
verzerrungsintensiveren, aber effizienteren B-Betrieb zu wechseln. Der
AB-Leistungsverstärker hat
einen etwas höheren Ruhestrom als ein reiner Class-B-Leistungsverstärker, was
dazu führt, dass sich ein AV-Verstärker auch im Ruhezustand erwärmt. Man benötigt für diese
Bauart eine Basisvorspannung für die Endstufentransistoren, um die Übernahmeverzerrung zu beseitigen
bzw. auszugleichen. Möglichkeiten zum Ausgleich sind durch einen Widerstand,
oder, praxisnäher, durch eine spezielle Diode gegeben. Die Diode hat
einen wesentlichen Vorteil: Bei steigender Sperrschichttemperatur (Die Sperrschichttemperatur ergibt sich aus dem von der Verlustleistung produzierten Wärmefluss und dem thermischen Widerstande von der Sperrschicht zur
Umgebung. Sie hat einen deutlichen Einfluss auf die Zuverlässigkeit und Lebensdauer eines
Halbleiters) der Transistoren bleibt der Ruhestrom trotzdem konstant und, hier
legten die Pioneer Entwickler viel Wert, auf auf einem niedrigen Level.

AC/DC Isolated Amplifier Module
Pioneer setzt darum den speziell für den VSA-AX10Ai-S entwickelten Wärmekompensationsschaltkreis "AC/DC Isolated Amplifier Module"
ein, der für die Optimierung der A.D.E. MOST FET-Endstufen konzipiert wurde. Er
steuert in Kombination mit der integrierten Temperaturerfassung die Vorspannungskreise und verhindert
somit Abwanderungen des Arbeitspunktes in kritische Regionen. Dieses Modul verstärkt auch geringe Spannungen mit niedrigsten Verzerrungen und minimiert damit drastisch Leistungsschwankungen, die zu Verzerrungen
und somit zu einer akustischen Beeinträchtigung führen könnten. In dieses
Isolated Amplifier Modul integriert ist eine Schottky Sperrdiode. Sie realisiert
eine besonders stabile Spannungsversorgung mit idealer Kennlinie. Durch die niedrige
Durchlassspannung (0,4V) und den geringen Eingangswiderstand im Hochstrombereich eignet sie sich
hervorragend in Verbindung mit den A.D.E. MOS-FET’s. Durch die extrem niedrige
Durchlassspannung konnte Pioneer einen auch im Vergleich zur Konkurrenz
optimalenArbeitspunkt, also einer optimalen Kombination aus niedrigen
Verzerrungen und hoher Leistungsfähigkeit, erreichen. Darüber hinaus wird der optimale
Arbeitspunkt jedes MOS FET mittels Laser Trimming-Technologie auf die individuelle Empfindlichkeit des Bauteils
abgestimmt, was ein optimales Zusammenspiel sicherstellt.
Das Verstärkerdesign des VSA-AX10Ai-S

Durchdacht: Verstärkerdesign des VSA-AX10Ai-S
Ein spezielles 7-Kanal Verstärker-Design ist ebenfalls der klanglichen
Leistung des VSA-AX10Ai-S zuträglich. Jeder einzelne Leistungsverstärker wurde kanalsymmetrisch am Kühlblock
montiert, dadurch erhält jeder A.D.E. MOSFET zusätzlich zu den identischen elektrischen Eigenschaften exakt die gleichen physikalischen Bedingungen. Eine gleichmäßige Ausgangsleistung sowie die homogenen Klangeigenschaften jedes einzelnen Kanals resultieren aus dieser Anordnung. Für eine perfekte Stromversorgung garantiert auch die Direct Current Bus Bar (Stromschiene).
Jeder Leistungsverstärker ist auf eine symmetrisch geformte Stromschiene montiert, die eine optimale Stromversorgung bei Leistungsspitzen und niedrigen Impedanzen garantiert.
Dieses Verstärker-Design ("Single Push-Pull Verstärker") vermindert Abweichungen zwischen den einzelnen Kanälen, die integrierte Ruhestromkompensation sorgt für eine höhere Stabilität. Auch
im Detail wurde nachgedacht - gerade die Optimierung auch bei
Einzelheiten zeichnet einen echten Boliden aus. Die Kupferschicht eines normalen Boards ist, sofern vorhanden, 35 µm stark. Pioneer verwendet eine 70 µm
Beschichtung. Die Vorzüge: Eine verbesserte Kanaltrennung, bessere Räumlichkeit
und Abbildung sowie ein höherer Dämpfungsfaktor.
Transformator
Ein Transformator besteht aus einem metallischen Kern mit zwei getrennten Drahtwicklungen. Die eingangsseitige Wicklung wird Primärseite genannt,
an dieser liegt die Netzspannung an, die ein Magnetfeld erzeugt, das mit Hilfe des Kerns zur ausgangsseitigen Wicklung, der Sekundärseite,
geleitet wird. Dieses Feld erzeugt (induziert) hier wiederum eine Spannung. Deren Höhe kann über das Verhältnis der Windungszahlen von Primär- und Sekundärwicklung eingestellt werden.
Die Leistungsfähigkeit eines Transformators wird in VA (Volt x Ampere)
gemessen. Bereits ohne großen weiteren technischen Sachverstand kann man schon
an der Größe des Trafos erkennen, wie es um die Leistungsfähigkeit bestellt
ist. Nur große Modelle mit schwerem Kern (daher sind diese Trafos auch richtig
schwer und können leicht mehrere kg wiegen) sind im Niedervoltbereich (der bei
Leistungsverstärkern der Unterhaltungselektronikindustrie entscheidend ist) zur Lieferung der erforderlichen hohen
Stromstärken fähig, wenn man entsprechend groß dimensionierte und folglich leistungshungrige
Lautsprecher (mit üppig dimensionierten Basschassis) einsetzt. Oft ist es im
Betrieb dann so, dass die Impedanz sehr niedrig werden kann und somit sehr
hohe Stromstärken verlangt werden, die der Verstärker für den Lautsprecher bereit
stellen muss. Hier kommen dann auch die Kondensatoren (weitere Erklärung siehe
unten) ins Spiel, die bei entsprechend hoher Speicherkapazität in der Lage
sind, kurzfristige Stromlieferengpässe des Trafos wie ein
Stromlieferungs-Pufferspeicher auszugleichen. Je größer die Kapazität des
Kondensators ist, umso größer ist seine Fähigkeit, gespeicherten Strom bei
großen Signalspitzen freizusetzen.
Wie speichert der Kondensator Strom? Hier ein Anwendungsbeispiel: Ein
Piano-Solo bei Zimmerlautstärke. Hier liefert der Trafo mehr Strom, als
momentan verlangt wird, der Stromüberschuss kann vom Kondensator gespeichert
werden. Je größer die Kapazität des Kondensators ist, umso mehr Strom kann er
bei wenig leistungsintensiven Musik- oder Filmpassagen zwischenspeichern und
dann bei Bedarf in leistungsintensiven Szenen bereitstellen. Wichtig in diesem
Zusammenhang ist: Auch ein groß dimensionierter Kondensator ist ein
Kurzzeitspeicher und kann nur für einen kleine Zeitraum durch den Transformator
verursache Stromlieferungslücken ausgleichen. Daraus ist auch abzuleiten, dass
ein üppig dimensionierter Trafo die absolut wichtige Grundlage für eine
exzellente Stromlieferfähigkeit und damit Leistungsfähigkeit des Verstärkers
ist. Damit sind auch die Möglichkeiten zum Kondensatoren-Tuning beschränkt,
denn im Endeffekt hängt der Erfolg von der Dimensionierung des Trafos ab. Bei
einem kleinen, schwächlichen Trafo nutzt ein Kondensator mit großer Kapazität
wenig. Sind hingegen die Kondensatoren im Vergleich zur Leistungsfähigkeit
des Trafos sehr schmal dimensioniert, kann man mit anderen Kondensatoren
durchaus ein insgesamt erfreulicheres Leistungsbild erreichen.
Zurück zum Trafo. Wichtig für das Bereitstellen hoher Stromstärken ist nicht die Anzahl der
Wicklungen (die Anzahl der Wicklungen auf den unterschiedlichen Seiten des
Trafos sagt nur etwas über das Spannungsverhältnis bei Ein- und
Ausgangsspannung aus, wenn z.B. 220 Volt am Eingang anliegen und 110 Volt am
Ausgang anliegen sollen, sind auf der Ausgangsseite doppelt so viele Wicklungen
erforderlich), sondern die Dicke der Wicklungen und der Querschnitt des Kerns.
Umso größer der Kernquerschnitt (Kraftfluss!) ist, umso größer ist der
induzierte Strom und damit die Fähigkeit, hohe Stromstärken bereit zu
stellen.
Ein Qualitätsmerkmal hochwertiger, für den Audiobetrieb vorgesehener
Transformatoren ist aber auch die Abschirmung, da gerade in leistungsfähigen
Trafos ein beträchtliches Magnetfeld erzeugt wird, welches sich bei
unzureichender Abschirmung (sozusagen ein Mantel rund um den eigentlichen Trafo)
negativ auf die übrigen Elemente der Verstärkerschaltung auswirkt. Eine
entsprechende Abschirmung ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender
Kostenfaktor. Auch muss der große, schwere Trafo aufwändig befestigt werden,
um Vibrationen zu minimieren.
Weil, wie wir nun gesehen haben, die Qualität des Transformators wichtig ist
für die Gesamt-Leistungsfähigkeit, schenkte man auch bei Pioneer diesem
Bauteil eine stark erhöhte Aufmerksamkeit. Der "Ultra High Regulation Power Transformer"
soll eine stabile und ausreichende Stromversorgung gewährleisten. Der Trafo ist
aufwändig geschirmt und bietet eine hohe Stromlieferfähigkeit.

Hier fließt der Strom stabil: 880VA-Trafo des VSA-AX10Ai-S
Kondensator
Ein Kondensator besteht aus zwei leitenden, voneinander isolierten Flächen, beispielsweise Metallplatten oder -folien. Als Isolator wird meist ein Luftspalt oder ein Dielektrikum aus Kunststoff eingesetzt. Die Kapazität eines Kondensators ist ein Maß für die Ladung, die er speichern
kann, sie hängt von Abstand und Größe der Platten ab. Je größer die Fläche der Platten und/oder je kleiner der Abstand der Platten zueinander, desto größer ist die Kapazität des Kondensators.
Elektrische Ladung kann durch einen Kondensator nicht hindurch fließen, wenn man ihn aber an eine Spannungsquelle anschließt,
es fließt dennoch solange Strom, bis die Platten elektrisch aufgeladen sind und keine weitere Ladung annehmen. Dies
ist dann der Fall ein, wenn die Kondensatorspannung UC genauso groß wie die angelegte Spannung U0 ist. Die eine Platte ist dann elektrisch positiv, die andere negativ geladen. Auf der negativ geladenen Seite herrscht also ein Elektronenüberschuss.
Wie viel Kapazität der Kondensator hat, hängt von seinen Abmessungen und dem Material ab und wird als Kapazität (Formelzeichen: C) bezeichnet. Die Maßeinheit ist
Farad, benannt nach Michael Faraday (auch vom Farady'schen Käfig her
bekannt). Ein Farad (SI-Einheitenzeichen F) ist die Kapazität eines Kondensators, der beim Anlegen einer Spannung U von 1 Volt jeweils eine Ladungsmenge Q von 1 Coulomb auf den beiden Platten speichert.
Im Layout von AV-Receivern und -Verstärkern kommen Elektrolytkondensatoren (auch Elkos)
zum Einsatz. Bei dieser Bauart besteht der Kondensatorbelag aus einem Elektrolyt.
So größer der Kondensator ist, umso höher ist die Speicherkapazität (aber
auch umso teurer wird das Bauteil). Darum kommen in Boliden extrem große
Kondensatoren zum Einsatz, die locker die dreifache Kapazität von einem
Kondensator besitzen, der in einem 600 €-Modell zum Einsatz kommt.
Ein Elektrolyt ist eine leitende Flüssigkeit und hat beim Kondensatorenbau den Vorteil, dass damit relativ hohe Elektrische Kapazitäten von bis zu 1.000.000 μF erreicht werden können. Das Elektrolyt kann auch im fest verschlossenen Kondensatorgehäuse im Laufe der Jahre eintrocknen oder
auslaufen. Besonders schnell trocknen Kondensatoren bei extrem hohen
Temperaturen aus (siehe auch Optimierungs-Special: Boliden fit gemacht für den Hochlast-Dauerbetrieb).
Die Kondensatoren werden übrigens mit einem Temperaturwert, z.B. 85°C oder 105°C, und einer bei dieser Temperatur zu erwartenden Lebensdauer gekennzeichnet. Je höher die Temperaturangabe, desto besser ist die Lebensdauer bei einer niedrigeren
Einsatztemperatur.
Elektrolytkondensatoren haben im Gegensatz zu anderen Kondensatoren eine Polarität, d.h. sie haben einen positiven und einen negativen Pol. Bei der liegenden Bauform wird der positive Pol mit einer umlaufenden Kerbe gekennzeichnet, bei der stehenden Bauform
(eingesetzt in AV-Receivern/Verstärkern) verläuft auf der Seite mit dem negativen Pol ein aufgedrucktes Band mit sich wiederholenden „Minuszeichen“.

Leistungsstark: Kondensatoren mit je 33000 μF Kapazität
Pioneer setzt beim VSA-AX10Ai-S auf große parallele, speziell
selektierte Kondensatoren mit einer Kapazität von jeweils 33000 μF. Solche
hohe Kapazitäten sind auch von Nöten, möchte man die THX Ultra2 Spezifikation
einhalten.
Eine saubere und stabile Leistungsversorgung, nicht nur bei Leistungsspitzen, sondern auch bei konstant hohen Strömen, sind das
Ergebnis, was auch ein Garant dafür ist, dass, wie wir später feststellen
werden, der VSA-AX10Ai-S bei der Bewertung der Pegelfestigkeit Bestnoten
einkassiert.
Kühlung
Ebenfalls einer erhöhten
Leistungsbereitschaft zuträglich ist der speziell entwickelte
Kühlkörper.

Kaminförmiger Kühlkörper
Der kaminförmige, große Kühlkörper wirkt wie ein natürliches Kühlsystem,
denn er leitet überflüssige Wärme aus den Leistungsendstufen ab, die den Betrieb beeinträchtigen könnten.
Ein Ventilator ist nicht erforderlich; deshalb sind im Vergleich zu anderen Kühlsystemen
die Resonanzen geringer, und der Klang bleibt vom Eingangssignal an transparent.
Ebenfalls stört nicht die zusätzliche Geräuschbelastung durch einen
Ventilator, das identische Konzept verfolgt auch Denon, hier ist der Aufbau ohne
Ventilator schon beinahe Tradition.
Lautstärkereglung
Auch die Lautstärkereglung ist nicht einfach schlicht konzipiert, sondern
aufwändig aufgebaut: Die "Precision Gain Management Volume Control" umfasst neben dem Master Volume zwei separate variable Regelkreise für die Kleinsignalverstärkung. Diese besonders rauscharme
Regelung überzeugt mit einem besonders hohen Signal-/Rauschabstand, was
negative klangliche Beeinflussungen durch eine unsensibel und unsauber
ausgeführte Lautstärkeregelung ausschließt.
Weitere Merkmale
Weitere Merkmale sind die verlustarmen verkupferten Stromschienen,
die für eine optimierte Stromübertragung direkt an den Kondensatoren
angebracht wurden. Gemeinsam wird jederzeit eine saubere und gleichmäßige Stromversorgung sichergestellt, die auch bei extrem hohen Leistungsspitzen die dafür nötige Energie bereit
stellt. Für eine größtmögliche Stabilität an niedrigen Impedanzen wird
ferner eine besonders hochwertige Audio-Verkabelung für alle Komponenten
verwendet.
Chassis- und Gehäusekonstruktion

3-D-Rahmenkonstruktion
Die neue 3-D Rahmenkonstruktion verstärkt die physikalische Stabilität. Im Gegensatz zu konventionellen Rahmen sind alle Teile mit mehreren Winkeln am Rahmen befestigt. Das Gerät ist so massiv ausgelegt, dass es den 10kg schweren Transformator ohne mechanische Beeinträchtigungen verkraften kann. Das doppellagige Chassis bildet eine extrem feste Basis für den 3-D Rahmen. Darüber hinaus wurde das Chassis verkupfert, um Signalinterferenzen zwischen den Schaltkreisen und Baugruppen auszuschließen.
Die TAOC-Basis dient ebenfalls der Stabilität und der
Klanggüte. TAOC ist bekannt als High Quality Audio Zubehörmarke mit viel Erfahrung im Bereich der Resonanzdämmung.
Der Fokus der Entwicklungen liegt auf Lautsprecherzubehör und Tonbasen. Die 4 kg schwere Grundplatte aus einem speziellen Anti-Resonanz-Material erhöht die Festigkeit und Stabilität des Chassis auf
hervorragende Art und Weise. Extern auf die Elektronik einwirkende Vibrationen werden effektiv ausgeschaltet, da das Material 10-mal so Resonanz dämpfend ist wie Stahl.

Solide Basis: TAOC-Grundplatte

Auf den Kopf gestellt und sichtbar gemacht: Aufwändiger Rahmen, TOAC-Basisplatte
Pioneer hat jedoch noch weitere Optimierungen vorgenommen. Zu
nennen wäre z.B. das zweilagige Chassis, denn Stärke und Stabilität des Chassis sind wichtige Grundvoraussetzungen für eine hochwertige Wiedergabe. Daher wurden dicke Stahlplatten dem Chassis hinzugefügt. Der
Netzteil-Stabilisator ist ebenfalls aus gutem Grund mit an Bord, da Netzteile schwere
Bauteile sind, eine stabile Basis daher Pflicht. 2,0 mm dicke Stahlplatten unter dem Netzteil absorbieren ungewollte Vibrationen und ermöglichen eine saubere, klare
Wiedergabe. Erwähnenswert ist noch die "Advanced Direct Construction": Um Signalinterferenzen so gering wie möglich zu halten, sind alle Schaltkreise und Baugruppen getrennt angeordnet. Damit wird ein direkter Signalweg ermöglicht. Dieses unmittelbare Konstruktionsprinzip bewirkt in Verbindung mit der 3-D Rahmenkonstruktion eine perfekte Signalübertragung mit kürzesten Signalwegen.
I.link-Interface und Maßnahmen zur Klangoptimierung
Wie
bereits der Vorgänger, verfügt auch der VSA-AX10Ai-S über ein i.LINK Advanced Resolution Digital Audio Interface.
Neu sind die
verbesserte SACD Audio-Verarbeitung, bekannt ist Pioneers PQLS (Precision Quartz Lock System)
Ein Audio Scaler für hochkomprimierte Tonformate ist ebenso Merkmal wie
die
High Density Ultra Digital Core Engine. Streng selektierte High Quality 192 kHz / 24-Bit Burr-Brown D/A-Wandler
und ein High Quality Multi-Channel Audio USB-Eingang beweisen die
Ausnahmestellung des Pioneer-Flaggschiffs. I.link-Special

Kein Problem: DVD Audio-Wiedergabe über i.link
Pioneer war einer der ersten Anbieter, der Geräte mit
i.link-Interface auf den Markt brachte - der VSA-AX10i-S
und der DV-757Ai stellten damals eine
komplette i.link-Kette dar. Inzwischen hat Pioneer bereits in der Klasse der
AV-Receiver knapp über 1.000 € (UVP, der Marktpreis ist deutlich unter 1.000
€) mit dem VSX-2014 ein Modell mit
i.link in der Produktpalette. In der Bolidenklasse gehören i.link-Anschlüsse
inzwischen zum guten Ton. Daher ist es selbstverständlich, dass sowohl der Yamaha
DSP-Z9 als auch der Denon AVC-A1XV
und der Onkyo TX-NR5000E i-link-Terminals
mitbringen. Denon geht noch einen Schritt weiter und offeriert mit der
Eigenentwicklung Denon Link eine weitere Hochgeschwindigkeitsschnittstelle, die
in jüngster Vergangenheit auch die Freigabe für SACD (DVD-A war schon seit
geraumer Zeit möglich) erhielt. Somit können die Besitzer der Denon Topmodelle
gleich zwischen 2 Hochgeschwindigkeitsschnittstellen digitaler Art wählen -
vorausgesetzt, beim Zuspieler handelt es sich um einen Denon
DVD-A1XV oder um einen Denon DVD-3910,
momentan sind diese beiden Player die einzigen Modelle mit Denon Link-Ausgang.
Unterschiede zwischen Denon Link und i.link finden sich in der Art der
Datenübertragung. Während bei i.link Datenblöcke gesendet werden, findet bei
Denon Link eine kontinuierliche Datensendung (Datenstrom) statt.

Das i.link-Board des VSA-AX10Ai-S
Welche Vorteile bietet nun i.link in der Praxis? Nun, Dolby
Digital- und DTS Datenströme können ebenso wie das von der Audio-CD bekannte
2-Kanal PCM Stereo bereits mittels des koaxialen oder des optischen
Digitalkabels übertragen werden. Da bei DVD-A und bei der SACD das
Audio-Datenaufkommen aber sehr viel höher liegt, eignen sich die
althergebrachten Digitalverbindungen nicht zum Senden dieser hohen Datenmenge.
Daher musste man vorher auf eine analoge Verbindung zurückgreifen, das heißt,
die SACD- oder DVD-Audio-Daten wurden im DVD-Player encodiert und von der
digitalen in die analoge Ebene gewandelt. Anschließend dann wurden die bereits
"fertigen" Daten mittels sechs einzelner Cinchkabel in den
5.1-Externeingang des AV-Verstärkers geleitet. Beim Receiver/Verstärker wurde
dann nur noch die Endstufeneinheit angesprochen, die Vorstufe griff nicht mehr
aktiv in die Signalverarbeitung ein. Einige wenige AV-Receiver wie z.B. der Harman Kardon AVR-7300
boten die Möglichkeit, auf die analog ankommenden Signale das Bassmanagement
des AV-Receivers wirksam werden zu lassen. Dies war dann wichtig, wenn der
DVD-Player über kein internes Bassmanagement verfügte und so z.B. bei 5.0
Aufnahmen in Vebindung mit einem Sub/Sat-System es nicht möglich war, die
Bässe auf den aktiven Subwoofer umzuleiten, was dafür sorgte, dass eine
Basswiedergabe nicht stattfand. Genau diesem Problem kann der AVR-7300
entgegen wirken. Auch gab es Highendverstärker wie z.B.
den Denon AVC-A1SR, der es ermöglichte, extern
ankommende Analogsingnale mit 192 kHz/24-Bit A/D-Wandlern zu digitalisieren,
somit hatten auch DVD-A-Signale den Zugang zur DSP-Sektion, aber zu dem Preis
von 2 zusätzlichen Wandlungen, denn neben der A/D-Wandlung für die
DSP-Behandelung z.B. durch den THX Ultra 2 Music Mode für DVD-Audio-Discs stand
natürlich wiederum nach der DSP-Aufbereitung eine finale D/A-Wandlung an.
Natürlich hat Denon sehr hochwertige Wandler verbaut und für die damalige Zeit
war diese Möglichkeit herausragend, aber mit i.link (und natürlich auch Denon
Link) geht alles noch einfacher und es ergeben sich noch weniger akustische
Veränderungen. Hier gibt nämlich der DVD-Spieler die Daten direkt digital an
den AV-Verstärker oder -Receiver weiter. Das heißt, bis auf eine einzige
finale D/A-Wandlung im Verstärker/Receiver findet keine einzige Konvertierung
von der digitalen in die analoge oder von der analogen in die digitale Ebene
statt. Die über die i.link-Verbindung einkommenden digitalen Signale sind dann
auch der DSP-Sektion des AV-Receivers zugänglich, ebenso dem Bassmanagement, so
dass eine benutzerorientierte, den Bedürfnissen angepasste Signaloptimierung
angewendet werden kann. Pioneer weist noch auf zwei besonderes
Qualitätsmerkmale der hauseigenen i.link-Flotte hin: Zum einen der besonders
hochwertige "Mercury-Chipsatz", der eine bi-direktionale Kommuniktion
erlaubt und mit A&M (Audio and Music Data Transmission),
MPEG-TS, DV gleich drei verschiedene IEEE1394 Protokolle sowie den
Kopierschutz DTCP (“Digital Transmission Content
Protection”) unterstützt, zum anderen Pioneers PQLS – Precision Quartz Lock System.
Die von Pioneer entwickelte Technik ermöglicht Verstärkern und Receivern mittels i.LINK-Verbindung die Taktrate der Übertragungsgeschwindigkeit vom DVD-Spieler zu kontrollieren.
Durch die Signalübertragung verursachter Jitter wird dadurch auf ein absolutes Minimum reduziert.
PQLS-Technologie von Pioneer
Der i.Link-Anschluss in der Praxis
Da eine i.link-Buchse gleichzeitig Daten senden und
empfangen kann, reicht ein einziges Kabel. Damit ein einwandfreier Betrieb gewährleistet
ist, sollte man folgende Punkte beachten und folgende Fakten kennen:
-
Die i.link-Buchse ist bei diesem Verwendungszweck NUR für
Audio- nicht für Videosignale zuständig.
-
Von der i.link-Buchse werden alle Arten von digitalen
Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel ist. So
auch SACD- und DVD Audio-Signale.
-
Bei der Wiedergabe von DVD-As, SACDs und CDs via i.link wird
ein jitterfreies Digitalaudiosignal ausgegeben, sofern der angeschlossene
Verstärker/Receiver mit der PQLS-Funktion (Ratensteuerung) kompatibel ist.
-
Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs mittels i.link
Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte mit dem
DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein. Ist
ein angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton
wiedergegeben. Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes
erforderlich.
-
Beide i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen
ihren Partner im jeweiligen Display an. In unserem Testbetrieb
funktionierte dies mit dem Onkyo DV-SP1000E
und mit dem Pioneer DV-868AVi problemlos.
-
Wird der i.Link-Ausgang angewählt und ist dem DVD-Ausgang
zugewiesen, beginnt der DVD-Player automatisch mit der Wiedergabe bei der
Anwahl des DVD-Outputs
-
Wird der DVD-Player gestartet, schaltet der AV-Verstärker
automatisch auf diese Signalquelle
-
Die i-Link Verbindung kann einem Eingang des VSA-AX10Ai-S
zugeordnet werden.

Mittels
des OSD kann der i.link-Eingang einer Signalquelle zugeordnet werden
-
Die Richtung des Signalflusses kann festgelegt werden,
wahlweise eine oder beide Richtungen zulässig.
-
Bei der Einrichtung eines i.link-Netzwerks ist es wichtig,
dass die Komponenten eine "offene Kette" bilden oder in einer
Baumstruktur angeordnet werden. Das System funktioniert nicht, wenn die
angeschlossenen Komponenten eine Schleife bilden. Stellt der VSA-AX10i-S das
Vorhandensein einer solchen Schleife fest, erscheint im Gerätedisplay der
Schriftzug "Loop Connect".
-
Auch ist beim Anschluss von i.link-Geräten die
Schnittstellengeschwindigkeit zu beachten. Derzeit gibt es 3
Geschwindigkeiten, S100 (am langsamsten), S200 und S400 (am schnellsten).
Der VSA-AX10i-S verwendet den Typ S400. Es ist zwar prinzipiell möglich,
Komponenten mit verschiedenen Geschwindigkeiten zusammen zu nutzen -
zu beachten ist dann aber folgender Ratschlag: Wenn es irgend möglich ist,
sollte man die langsamen Geräte an den Endpunkten einsetzen. Dieser Aufbau
verhindert Engpässe im Netzwerk.
-
Zum Anschluss ein 4-poliges, S400 i.link-Kabel verwenden. Im
Netzwerk können sechs- und vierpolige Kabel eingesetzt werden.
-
Keine i.link-Komponenten trennen oder verbinden, wenn der
AV-Verstärker eingeschaltet ist. Immer das Gerät ausschalten.
-
Wird der Verstärker innerhalb eines i.link-Netzwerkes
verwendet, muss der Verstärker eingeschaltet sein, um die i.link-Verbindung
aufrecht zu erhalten.
-
Mit der i.link-Verbindung des Pioneer können bis zu 17
Komponenten miteinander verknüpft werden. Mit einem zusätzlichen
i.link-Repeater ist es möglich, bis zu 63 Komponenten anzuschließen.
-
Maximale Kabellänge laut Pioneer: 3,5 Meter
Mögliche i.link-Meldungen im Display des VSA-AX10Ai-S:
-
BUS FULL
Die i.LINK-Schnittstelle arbeitet am Kapazitätslimit und kann keine weiteren Daten mehr übertragen
-
CANNOT LINK 1
Die Schnittstelle zwischen dem Verstärker und dem gewählten i.LINK-Gerät ist
instabil
-
CANNOT LINK 2
Der Verstärker kann das angeschlossene Gerät nicht erkennen
Es ist z.B. auch möglich, dass ein PC nicht erkannt werden kann, sofern dieser kein DTCP unterstützt
-
LINK CHECK
Der Verstärker überprüft das Netzwerk, z.B. wenn Komponenten zugefügt oder entfernt
wurden
Falls dies bei der Wiedergabe geschieht, kann der Ton unterbrochen werden
-
LOOP CONNECT
Das i.LINK-Netzwerk kann nicht funktionieren, da es zu einer Schleife verbunden
wurde
-
NO NAME
No Name wird an Stelle eines i.LINK-Gerätenamens angezeigt. Die Komponente hat keinen
Namen
-
NO SIGNAL
Eine Komponente sendet ein i.LINK-Signal, das der Verstärker nicht wiedergeben kann (z.B.
Video)
-
PQLS OFF
Wird angezeigt, wenn PQLS während der Wiedergabe abgeschaltet wird.
Wenn dies geschieht, kann der Ton kurzzeitig unterbrochen werden
-
PQLS ON
Wird angezeigt, wenn PQLS während der Wiedergabe eingeschaltet wird.
Wenn dies geschieht, kann der Ton kurzzeitig unterbrochen werden
-
UNKNOWN
Unknown wird an Stelle eines i.LINK-Gerätenamens angezeigt.
Der Name der Komponente wird nicht erkannt
Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Klangqualität Dadurch,
dass mittels des i.link Interfaces auch hochauflösende SACD- und DVD-A-Signale
in den VSA-AX10Ai-S geschleust werden, muss die dort stattfindende
Signalverarbeitung natürlich bis ins Detail optimiert sein, damit die
prinzipiell mögliche ausgezeichnete Klangqualität nicht geschmälert wird.
Besonders wichtig ist dabei die Wandlung des SACD-Formats DSD ("Direct
Stream Digital") in bekanntes PCM ("Pulse Code
Modulation").
SACD-Klangoptimierung
Optimiert: Der VSA-AX10Ai-S bietet eine verbesserte
SACD-Klangqualität 
Originalgetreu:
Der Pioneer bereitet SACD-Signale akkurat auf Ultra Digital Core Engine
- hochentwickeltes digitales Verarbeitungsmodul mit zwei Floating-Point Prozessoren des Typs 32-Bit SHARC “Melody” Ultra
und Motorola 48-Bit DSP aus dem Profibereich 
Ultra
Digital Core Engine Sehr wichtig ist natürlich die
DSP-Verarbeitung, denn sie muss extrem schnell und zugleich mit höchster
Präzision durchgeführt werden. Die Ingenieure von Pioneer haben die Ultra Digital Core
Engine, ein digitales Verarbeitungsmodul nach
aktuellem Stand der Technik entwickelt, das für die selektierten DSP-Bausteine optimiert wurde. Der kurze Signalweg
für höchste Klangqualität wird mit Hilfe der neuesten 6-lagigen Platinenkonstruktion und eines
speziellen Verarbeitungsalgorithmus erreicht. Die Ultra Digital Core Engine verarbeitet die Daten
besonders präzise und liefert laut Pioneer eine bessere Mehrkanal-Decodierung und –verarbeitung als
bei den Vorgängermodellen. Sie unterstützt alle aktuell nachgefragten Surroundformate und ermöglicht
im Gegensatz zum VSA-AX10i-S eine hochauflösende Verarbeitung mit 96kHz / 24-Bit bei Dolby Pro Logic IIx und DTS Neo:6. Seit
der Einführung von PLIIx ist die durchgängige Verarbeitung von 96
kHz/24-Bit-Signalen möglich, auf der CES 2004 wurde auch Neo:6 mit 96
kHz/24-Bit Signalverarbeitung eingeführt. D/A-Wandlung Die
Güte der Digital-Analog-Wandlung ist entscheidend für das endgültige
Hörerlebnis. Die auf digitalem Wege vom DVD-Player zugelieferten und eventuell
mittels DSP-Sektion nachbearbeiteten Daten müssen decodiert werden, um das Audiosignal wieder in
eine analoge, zeit- und amplituden-kontinuierlich verlaufende Welle umzuwandeln
- und somit für den Menschen hörbare Form zu bringen. Die Umwandlung erfolgt
durch ein periodisch getaktetes Auslesen der Abtastwerte (Binärwörter), die
ursprünglichen Abtastwerte werden wieder in Signalzustände umgerechnet. Die analog-/digital Wandlung
erfasst das ursprüngliche analoge
Signal nur zu bestimmten Zeitpunkten - somit gibt es, soll das Signal wieder von
der digitalen in die analoge Ebene transformiert werden, Lücken, die zwischen
den vorhandenen Abtastwerten rekonstruiert werden müssen, um wieder eine kontinuierlich
verlaufende Wellenform zu ermöglichen. Daher muss zwischen den Abtastwerten
interpoliert werden, um das analoge Signal zu rekonstruieren. Fehler werden von den Korrekturschaltungen gefunden und wenn möglich
korrigiert. Es hängt daher stark von der Güte der Fehlerkorrekturschaltung ab,
wie "fehlertolerant" das System arbeitet und ob auch gröbere
Fehlleistungen aufgefangen werden können. Die Hörbarkeit von Flächenfehlern wird durch Interpolation und "weiches" Muting
minimiert. Mit Digitalfiltern wird das Signal
im AV-Verstärker überabgetastet (oversampling), damit störende Aliasing-Komponenten von analogen Ausgangsfiltern mit geringer Flankensteilheit leichter entfernt werden können. Für die eigentliche Digital-Analog-Wandlung werden je nach Prinzip einer oder eine gerade Anzahl von D/A-Wandlern verwendet.
Hochwertige Komponenten setzen für jeden Kanal einen eigenen D/A-Wandler ein,
was die Qualität des akustischen Ergebnisses hörbar erhöht. Pioneer hat hier
keinen Aufwand gescheut, um eine hochqualitative Wandlung durchzuführen. 
Klangliches
Optimum: Highend-Burr Brown D/A-Wandler Die D/A-Wandlung wird im VSA-AX10Ai-S
von streng selektierten 192 kHz/24-Bit D/A-Wandlern von Burr Brown
vorgenommen, die für jeden der acht Kanäle separat arbeiten. Die besonders hochwertigen Multibit-Wandler vom Typ PCM1704 werden ausschließlich in
Highend-Produkten und professionellen Studiogeräten eingesetzt und erreichen einen exzellenten Signal-/Rauschabstand.
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