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Test: Pioneer DV-585A

27.06.2005 (cr)

Overview 

Wer preisgünstig DVD-Audio- und SACD-Software abspielen möchte, zudem natürlich auf diedie "standesgemäßen" Features wie Progressive Scan-Signalverarbeitung und umfangreiche Multimedia-Wiedergabemöglichkeiten Wert legt, kann zum rund 180 € kostenden Pioneer DV-585A greifen. Er ist der Nachfolger des sehr erfolgreichen DV-575A, der vergangenes Jahr mit einem Preis von knapp 200 € den Markt für DVD-Universalplayer in ganz andere Preisgefilde brachte - er revolutionierte den Markt sozusagen "nach unten" und bewies, dass Qualität und Flexibilität kein Vermögen kosten müssen. Der DV-585A kommt nun mit 108 MHz/12-Bit Video-D/A-Konverter und mit 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Konvertern, DivX-Wiedergabe und kleinem Video-EQ, um zu beweisen, dass man für exakt 179 € einen rundherum guten DVD-Player erwarten kann. Der reine DVD-Video-Player DV-380, lediglich 99 € kostend, hatte bereits bewiesen, dass man auch für kleines Geld überzeugende Leistungen erwarten darf. 

Verarbeitung

Wieder ein DV-585A? Nein, auf diesem Bild ist der DV-380 zu sehen, der bis auf unterschiedliche Logos auf der Gerätefront genauso aussieht wie der DV-585A

Hier kann man für ein knapp 180 € teures Gerät unserer Ansicht nach mehr erwarten. Die Gerätefront ist aus Kunststoff, und es ist sehr schwierig, Unterschiede in der Optik zwischen dem DV-380 für 99 € und dem fast doppelt so teuren DV-585A zu finden. Hierzu muss man schon die sehr gut verarbeitete Geräterückseite mit sauberen Einpassungen der Terminals bemühen, dort  legen der analoge 5.1 Ausgang für die Weiterleitung von DVD-Audio/SACD/Dolby Digital- und DTS-Decoder-Signalen sowie der zusätzliche optische Digitalausgang offen, dass es sich um den üppiger ausstaffierten DV-585A handelt. Ansonsten herrscht bis auf die unterschiedlichen Logos auf der Frontplatte Gleichstand, das identische, ordentliche Display bietet auch der DV-380. Auch die Mechanik der DVD-Lade, bei der erst eine Klappe heruntergleitet und dann erst die eigentliche Lade ausfährt, ist ebenfalls vom DV-380 bereits bekannt. Das Geräusch beim Herausfahren ist ein zwar hörbares, aber recht leises Surren. Die übliche Pioneer Standardfernbedienung ziert auch das Zubehör des DV-585A, sie ist noch in Ordnung für einen 180 €-Player, stellt aber keine Sensation dar. Das Geräteinnenleben zeigt sich aufgeräumt, hier setzt Pioneer, um die DVD-Audio- und SACD-Mimik entsprechend kostengünstig realisieren zu können, auf eine hohe Baugruppenintegration, was daran zu sehen ist, dass auf den ersten Blick kaum Unterschiede zwischen DV-380 und DV-585A zu entdecken sind.  Für die Progressive-Wiedergabe steht ebenfalls eine eher einfache Lösung zur Verfügung. Hochspezialisierte Chips, die auf separaten Platinen sorgfältig abgeschirmt untergebracht sind, sucht man bei DVD-Spielern dieser Preisgefilde vergeblich. 

Gutes Display, genauso wie beim DV-380

Aufwändiger und gut funktionierender Mechanismus beim Öffnen der Laufwerkslade

Hochintegrierte Baugruppen: Im Innenleben auf den ersten Blick praktisch keine sichtbaren Unterschiede zwischen DV-380 (oben) und DV-585A (unten)

Wenn man sich genauer das Platinenlayout anschaut, werden unterschiede zwischen DV-585A (unten) und DV-380 (oben) sichtbar

Kurz-Fazit:

Pro:

  • Gutes Display

  • Aufgeräumtes Geräteinnenleben

  • Sehr gut verarbeitete Geräterückseite

Contra:

  • Kunststofffront

  • Keine Verarbeitungsunterschiede zum 99 €-Modell DV-380

Insgesamt herrscht ein befriedigendes, aber keinesfalls überdurchschnittliches Verarbeitungsniveau vor. Daher: Drei von sechs Sternen. 

Bewertung
Ausstattung/Anschlüsse/Konfiguration

 

Unterschiede zum DV-380: 5.1 Ausgang und optischer Digitalausgang sind das "Bonusmaterial" des DV-585A

Beginnen wir dieses Kapitel mit der Untersuchung der Anschlussauswahl. Hier birgt die Geräterückseite keine Überraschungen, löblich ist, dass Pioneer sowohl einen optischen als auch einen koaxialen Digitalausgang mitbringt. Ansonsten finden sich ein Komponentenausgang, eine RGB-beschaltete Scartbuchse, ein S-Video-Hosidenterminal sowie eine FBAD-Cinchbuchse als visuelle, ein 5.1 Externausgang und ein extra 2-Kanal-Stereo-Ausgang als akustische Schnittstellen. Natürlich gibt es nur einen Anschluss für einen Eurostecker und keinen Anschluss für ein Kaltgeräte-Netzkabel. 

Die Ausstattung ist gut, aber nicht überdurchschnittlich. Die Videowandlersektion ist identisch mit der des DV-380, auch ein kleiner Video-EQ ist mit an Bord. Die Einstellmöglichkeiten: Schärfe, Helligkeit, Kontrast, Gamma, Chromalevel, Tint (Rot/Grün-Balance im NTSC-Betrieb). Die Rasterungen bei den verschiedenen Einstellungen (z.B. Bildschärfe) sind ein wenig grob, hier merkt man, dass kein für versierte Anwender geeigneter Profi-Video-EQ mitgeliefert wird, sondern eher ein Werkzeug für Käufer mit Standardansprüchen. Eine Block Noise Reduction, die störendes Blockrauschen recht ordentlich bekämpft, ist ebenfalls mit dabei. Allerdings ist sie nur ein- und auszuschalten und ist nicht in mehreren Stufen schaltbar, was eine präzisere Anpassung möglich machen würde. 

An Klangeinstellungen findet sich eine aktivier- oder deaktivierbare Virtual Surround Funktion, ein Dialogverstärker (Einstellmöglichkeiten AUS/NIEDRIG/MEDIUM/HOCH) sowie eine Möglichkeit zur Beschränkung der Dynamik (Audio DBC/Dynamic Range Compression, Dynamikkompression, schaltbar AUS/NIEDRIG/MEDIUM/HOCH)

Die Einstelloptionen fürs Lautsprechersetup findet man nicht bei den Klang- sondern bei den Systemeinstellungen. Während es für SACD-Betrieb kein eigenes Bassmanagement und auch keine Laufzeitanpassung gibt, stehen für die DVD-A-Wiedergabe Laufzeitanpassung und Bassmanagement zur Verfügung. Beide Optionen finden sich natürlich auch für den internen Dolby Digital- und DTS-Decoder. Insgesamt gibt es drei Positionen im Submenü für die Lautsprecher-Justagemöglichkeiten, neben dem Time Alignment und der Lautsprecher-Größenbestimmung ist noch die Art der analogen Signalausgabe (2-Kanal oder 5.1 Kanal) einstellbar. Bei den Lautsprecher-Systemeinstellungen positiv hervorzuheben ist, dass für Surrround links und rechts die Einstellungen in 0,3-Meter-Schritten (völlig ausreichende Genauigkeit) individuell für die Entfernung der jeweiligen Box vom Hörplatz vorgenommen werden können. Auch sehr gut ist die Grafik zur Verdeutlichung im Menü. Einen Testtongenerator gibt es nicht, hier wurde der Rotstift zu offensichtlich angesetzt. 

Es gibt als weiteres Submenü noch das Options-Menü, hier können unter anderem die SACD-Wiedergabeart (Stereo/Multichannel) festgelegt sowie Einstellungen zur SVCD- und DivX-Wiedergabe getätigt werden. Auch das DTS Downmix kann hier als Stereo- oder Surround-Downmix definiert werden. Praktisch ist die animierte Titelvorschau bei der DVD-Wiedergabe (Disc Navigator), ebenfalls gibt es ein 2x/4x Zoom. 

Gut hörbares, aber recht schnelles und zuverlässiges Laufwerk

Kurzfazit:

Pro:

  • 108 MHz/12-Bit Video-D/A-Wandler

  • Time Alignment für Surroundlautsprecher getrennt regelbar

  • Grafisch sehr gutes Lautsprechersetup

  • Optischer und koaxialer Digitalausgang

  • Video-EQ

Contra:

  • Kein Testtongenerator

Bewertung
Multimedia

Sehr gut: DVD-Rs mit MP3-Sets spielt der DV-585A problemlos ab. Festzustellen ist, dass die MP3-Klangqualität prima ist und keinen Anlass zur Kritik bietet. Auch liegt, wie wir es von Pioneer DVD-Playern gewohnt sind, die Betriebssicherheit sehr hoch, digitale Störgeräusche oder andere Wiedergabefehler konnten wir nicht ausfindig machen. Sehr wünschenswert wäre es aber, wenn Pioneer sich dazu entschließen könnte, eine ID3-Tag-Anzeige zu integrieren. MP3-Multisession-CD-Rs nimmt der DV-585A ebenso entgegen wie SVCDs. Natürlich hat der Player weder mit DVD-RWs im Video Mode noch mit DVD-RWs im Video Recording Mode (VR Format) keinerlei Schwierigkeiten, denn schließlich ist Pioneer Mit-Initiator des DVD-RW-Standards. MP3/jpeg-Kombi-CD-Rs liest der DV-585A ein, zur Diashow ertönen dann die MP3-Stücke. Sehr löblich: Der JPEG-Bildbetrachter baut schnell auf und bietet eine gute Bildqualität. 

Bewertung
Laufwerk

Das Laufwerk sorgte Pioneer-typisch nicht für Kummer, der Layerwechsel ist kaum auszumachen, zuverlässig wurden alle Discs, selbst deutlich zerkratzte "Silberlinge" eingelesen, nur bei einer MP3-Multisession CD-R in extrem zerkratzen Zustand kam es zu Aussetzern bei der Wiedergabe. Das Betriebsgeräusch ist am besten mit den Worten "kernig, aber gesund" zum umschreiben, ein Leisetreter für empfindsame Naturen ist der DV-585A nicht. Die fehlende Dämmung im Gehäuse tut ihr Übriges dazu, dass gerade während des Einlesevorgangs oder während des Aufrufens von Menü-Optionen die Arbeitsgeräusche doch gut hörbar sind. Daher empfehlen wir, auf jeden Fall vor dem Kauf das Gerät ausgiebig selber zu testen, da mancher Anwender bei derartigen Geräuschemissionen sich doch gestört fühlt. Die recht flotten Einlesezeiten bei fast allen Medien und der schnelle jpeg-Bildaufbau sorgen für zufriedene Gesichter. 

Kurzfazit:

Pro:

  • Sehr gute Fehlerkorrektur

  • Rasche Einlesegeschwindigkeit

  • Layerwechsel nicht mehr sichtbar

Contra:

  • Gerade während des Einlesens recht laut

Bewertung
Bedienung

Die Bedienung ist identisch wie beim DV-380 und sehr einfach: Schnell finden sich auch Neueinsteiger zurecht, den intuitiv bedienbaren On Screen-Menüs sei Dank. Die Fernbedienung ist einem komfortablen Handling ebenfalls nicht im Wege, sondern unterstützt eine einfache Handhabung durch den guten Tastendruckpunkt und das zentral positionierte Navigationskreuz. Etwas klein geraten sind lediglich verschiedene Bedienelemente (siehe Bild oben) direkt auf der Gerätefront. Der wichtige "Play"-Knopf hingegen ist extra groß ausgeführt und so auf der Gerätefrontplatte gut zu erreichen. Das Laufwerk kommt auf Anforderung recht schnell herausgefahren, das Kapitel springen im Betrieb funktioniert gut, zu loben ist, dass der gerade aktuelle Titel auch via OSD angezeigt wird. Das Display überzeugt mit guter Auflösung, nur bei großer Entfernung des Anwenders vom Gerät sind die einzelnen Zeichen nicht mehr perfekt zu erkennen. 

Häufiger Gast in unserer Testredaktion: Die Pioneer DVD-Player-Standardfernbedienung

Bewertung
Testequipment
Bild

Vor der eigentlichen Bilddisziplin wollen wir erst einige wichtige Fakten klären. Immer wieder erhalten wir Mails von Lesern, die die Auffassung vertreten, dass die die bereits einige Modellzyklen zurückliegende Generation, bestehend aus Pioneer DV-444 und Pioneer DV-545, ein besseres Bild ermöglichen würden als die nun angebotenen Player, was mit dem intern verwendeten Chipsatz zusammenhinge. Dies muss kommentiert werden. In den meisten Fällen fanden die Bildtests, in deren Verlauf der 444/545 Baureihe das bessere Bild attestiert wurde, auf herkömmlichen Röhren-TVs statt. Und dann geht das Ergebnis auch in Ordnung, auf einer Bildröhre sehen die alten Player besser aus, weil damals noch andere Abstimmungsschwerpunkte gesetzt wurden. Inzwischen ist Pioneer jedoch Plasma Company und stimmt natürlich die gesamte Modellflotte auf die modernen Plasmapanels ab. Daher: Vergleicht man das Bild damals/heute nicht mittels eines Röhren-TVs, sondern mittels eines LCD- oder Plasmafernsehers, so ist unserer Ansicht und unseren Eindrücken nach eine Steigerung der Bildqualität bei den aktuellen Modellen festzustellen. Also sind die neuen Player nicht schlechter, sondern nur für eine andere Generation von Bildwiedergabegeräten ausgelegt. Bildschärfe, Detailtreue und auch der Kontrast wirken bei den aktuellen Modellen, also auch unserem DV-585A, stimmiger. 

Nun zu den Bildtestreihen, die wiederum mit sehr guten Ergebnissen endeten, ähnlich wie beim DV-380, wenn man die einführend von uns getätigten Feststellungen im Hinterkopf hat. Natürlich, dies müssen wir betonen, bitte bedenken Sie die Preisklasse, in der der DV-585A beheimatet ist. Daher erscheint es als klar, dass unsere beiden Vergleichsplayer Denon DVD-2910 und Yamaha DVD-S2500, die dokumentieren sollen, was teurere DVD-Spieler besser machen, den noch tieferen, intensiveren und kompletteren Bildeindruck bieten. So wirkt insbesondere beim Denon das analoge Bild - weil der 585 keine digitalen visuellen Schnittstellen mitbringt, müssen wir uns auf die analoge Ebene beschränken - nochmals schärfer, kontrastreicher und plastischer. Aber: Für rund 180 € sind die Qualitäten des DV-585A enorm. Die angenehm neutrale, nicht zu schneidend-überbetonte Farbwiedergabe, der für ein Gerät dieser Preisliga hohe Kontrast und die natürliche Bildschärfe sorgen dafür, dass, was das analoge Bild angeht, der deutlich teurere Denon DVD-1910 fast erreicht wird. Der große Vorteil des DVD-1910 ist eindeutig die hervorragende digitale Bildwiedergabe bei DVI-Anschluss, bei analogem Anschluss pirscht sich der sehr viel günstigere DV-585 sehr nah an den DVD-1910 heran und beeindruckt auch mit guter Detailwiedergabe. Störendes Bildrauschen ist kaum zu sehen, der kleine Universalplayer von Pioneer bietet ein sauberes Bild, das auch nicht durch das Ineinander übergehen von eigentlich klar angegrenzten Farben negativ auffällt.. Die kleinen Bewegungsunschärfen, die vor allem bei sehr schnellen Kameraschwenks manchmal zu sehen sind, zeugt von einem einfachen De-Interlacing beim 585, allerdings fallen diese Mängel eher dem visuellen Fachmann als dem normalen Anwender auf. Unschöne Pixelbildungen sind kaum zu erkennen. 

Bewertung
Ton

Möchte man den SACD- und den DVD-Audio-Klang bewerten, so möchten wir wiederum zunächst auf die Preisklasse des DV-585A verweisen, schließlich kostet eine SACD- und DVD-A-Integration für verwöhnte Ohren richtig Geld - also keine Domäne für ein 179 €-Gerät. Aber: Wer denkt, mit dem Pioneer eine langweilig und fade klingende Billigalternative eingekauft zu haben, täuscht sich ebenfalls. Natürlich, das letzte Detail holt der Player gewiss nicht aus dem Ausgangsmaterial, und die Brillanz im Hochtonbereich ist nicht so ausgeprägt wie bei manchem teureren Modell -  ganz besonders sei an dieser Stelle auf den exzellenten Yamaha DVD-S2500 verwiesen, der für 749 € herausragende Leistungen möglich macht. Er ist der günstigste uns bekannte DVD-Spieler mit einer so strahlenden, straffen und kompletten DVD-Audio- und SACD-Wiedergabe.  Es fehlt dem Pioneer DV-585A  insgesamt an feinmusikalischer Rafinesse, aber die Käufer, die sich einen DV-585A ins Wohnzimmer stellen, haben kaum eine so teure restliche Wiedergabekette, dass die kleinen akustischen Nachteile des DV-585A wirklich herausgestellt werden dürften. 

Wirklich schlecht schlägt sich der DV-585A bei der Wiedergabe unserer Multichannel SACD "Frankie goes to Hollywood - Rage Hard/The Sonic Collection" auch tatsächlich nicht. Gut, die Strukturierung im Bassbereich ist befriedigend und auch die Stimm- und Instrumentaltrennung kann durchaus noch prägnanter vonstatten gehen. Aber in Anbetracht der Preisklasse sind die Ergebnisse gut, auch ist die Dynamik ordentlich, zu fade klang unser Testgerät in keiner Situation, und die verwendeten Baugruppen sind zwar für die Preisklasse von guter, aber eben verständlicherweise nicht von überdurchschnittlicher Qualität.

Was die DVD-Audio-Wiedergabe bei unserer Test-Disc "Reptile" von Eric Clapton angeht, so können wir dem DV-585A ein prima Zeugnis ausstellen - so ist der Klang angenehm rund, die Front/Surround-Balance ist ausgewogen, es fehlt zwar an Eleganz und Transparenz im Hochtonbereich, allerdings sind die Zugenständnisse weitaus geringer, als wir es für möglich gehalten hätten.  Der auch bei hohen Lautstärken angenehme Klang und die gut verständliche Stimmwiedergabe sind für den Kaufpreis sogar als sehr gut zu bezeichnen. 

Der interne Dolby Digital- und DTS-Decoder überzeugt auf der ganzen Linie. Der Bass ist kräftig und bringt ein tadelloses Volumen mit. Eine zu schmale, kraftlose Charakteristik, die wir des Öfteren bei günstigen DVD-Spielern mit integriertem Decoder heraushörten, ist dem DV-585A fremd. Auch bidirektionale Surroundeffekte werden präzise und klar wiedergegeben, die gesamte Surround-Klangkulisse erfreut mit gutem Aufbau und ordentlicher Struktur. Die Stimmwiedergabe ist ohne Fehl und Tadel, die Trennung der Stimmen vom Rest der Akustik zeigt dann aber Grenzen auf, hier könnte noch mehr Sorgfalt angewandt werden. Der Hochtonbereich ist voll befriedigend, der DV-585A setzt hier allerdings auf Zurückhaltung, was jedoch dafür sorgt, dass auch bei hohen Pegeln das Klangbild immer noch ausgeglichen und angenehm ist und nicht durch Aggressivität und blecherne Auslegung negativ auf sich aufmerksam macht. 

Wie bereits beim DV-380 bemerkt, ist der Digitalklang absolut fehlerfrei, löst gut auf, hat einen voluminösen Bassbereich und sorgt für eine homogene Akustik. Sehr gut für die Preisklasse. 

Bewertung
Fazit

Wer einen preiswerten DVD-Universalplayer mit allen Standardfeatures sucht, findet im DV-585A den passenden Partner. Es fehlt an nichts wirklich Wichtigem, vom Testtongenerator einmal abgesehen, ansonsten ist alles vorhanden, sogar ein kleiner Video-EQ. Das Bild ist gerade in Verbindung mit einem LCD- oder einem Plasma-Fernseher scharf und klar, hier lassen sich keine großen Mängel ausfindig machen. Dass in Anbetracht des Preises das letzte Stück Perfektion beim De-Interlacing (minimale Doppelkonturen, ab und zu leichte Nachzieheffekte) fehlt, ist zu verschmerzen. Sehr gut gefällt der wohlklingende interne Decoder, und auch im DVD-Audio- und SACD-Betrieb kann man keine ernsthaften Klagen anbringen, der Pioneer klingt angenehm und recht dynamisch. Hier muss der Käufer aber den richtigen Bezug zur Preisklasse mitbringen, ein sehr transparenter Hochtonbereich und liebevolle Detailaufbereitung kann man bei einem einfach aufgebauten Universalplayer wie unserem Testgerät natürlich nicht erwarten. Die Bedienung ist einfach, das Laufwerk ist zwar nicht eben leise, dafür aber schnell und zuverlässig. Kritik müssen wir an der zu schlichte Optik anbringen, die sich unserer Meinung nach stärker vom 99 € Einstiegsplayer DV-380 abheben sollte, schließlich ist der DV-585A fast doppelt so teuer.

Optisch schlichter, preisgünstiger DVD-Universalplayer ohne wirkliche Schwächen 

Mittelklasse
Test 27. Juni 2005
Preis-/Leistungsverhältnis:
Pro:
  • Gute Dynamik bei SACD und DVD-Audio

  • Klangstarker interner Dolby Digital- und DTS-Decoder

  • Gerade an Plasma- und LCD-TVs klares und scharfes Bild

  • Sehr einfache Bedienung

  • Laufwerk mit ausgezeichneter Fehlerkorrektur und hoher Betriebssicherheit

Contra:
  • Optisch keine Differenzierungsmerkmale zum DV-380

  • Keine ID3-Tag-Anzeige

27. Juni 2005
Test: Carsten Rampacher

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