Megatest: Onkyo TX-NR5000E
Testequipment
Hörraum 1:
Hörraum 2:
Hörraum 3:
Klang
Insgesamt begeistert der TX-NR5000E in der Klangwertung absolut
hundertprozentig. Nirgendwo scheinen Schwächen durch, im Gegenteil: Der 5000er
definiert in bestimmten Disziplinen neue Standards. Grundsätzlich begeisternd
ist die großartige Souveränität und Homogenität, die der Onkyo bei allen
Arten von Quellmaterial walten lässt. Hier die Klangwertung in der
Übersicht:
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Vergleich Onkyo TX-NR5000E - Denon AVC-A1XV
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Höreindrücke Film-DVDs
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DVDs mit Mehrkanal-Musik und Musik in Dolby Digital 2.0
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DVD Audio/SACD
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Audio-CDs, Stilrichtung Klassik, angehört in Stereo
Audio-CDs/CDs mit MP3-Sets, Stilrichtungen Trance/Techno/House,
angehört in DTS Neo:6 Music und in All-Channel-Stereo
Erster ausführlicher Vergleich Onkyo TX-NR5000E - Denon
AVC-A1XV
Darauf haben viele Homecineasten sehnsüchtig gewartet: Wir können nun einen
ersten, wenn auch noch lange nicht endgültigen Hörvergleich zwischen dem Denon
AVC-A1XV und dem Onkyo TX-NR5000E anbieten, der Erstaunliches zu Tage fördert,
denn beide Vorzeige-Boliden zielen auf völlig andere potentielle Käufer ab.
Während der Denon in Bezug auf die immense Wucht, mit der Effekte durch den
Hörraum schleudert, schon fast rezeptpflichtig ist, brilliert der Onkyo mit
seinem feinst auflösenden, sensiblen, aber dabei extrem dynamischen Sound, mit
dem er jede Ecke des Hörraums ausfüllt. Nicht, dass der AVC-A1XV schlecht
detailliert - keinesfalls. Genauso, wie es einem Boliden würdig ist, holt er
überdurchschnittlich viele Einzelheiten aus jeder Art von Material. Er macht es
jedoch eher auf seine Art - getreu dem Motto "erst die Arbeit, dann das
Vergnügen": Mit gewissenhafter Arbeit modelliert er die Details heraus,
bevor er dann sich beim nächsten größeren oder großen Effekt mit riesigem
Vergnügen auf die Wiedergabe stürzt. Der Denon fasziniert mit seinem Wesen
ungemein - er ist einfach DIE Maschine für wahres Home Theatre in Sinne der
Fraktion, der gigantische Effekte über alles gehen. Ganz gleich,
wie groß der Hörraum auch sein mag, der Denon hämmert brutal und
höchst effektiv seine Leistung
ins Auditorium. Gerade, wenn man die Einmessung mit dem genialen
Audyssey-System an acht Punkten im Hörraum durchgeführt hat und nun zu dritt
oder zu viert einen aktuellen Action-Blockbuster genießt, dann weiß man, was
tatsächlich mit dem Begriff "Home Theatre" gemeint ist. Beispiel: Bei
der "Mumie 2" hat der "Muskelprotz" seinen ganz großen
Auftritt, und zwar gleich zu Beginn. Hier macht er die Eröffnungsschlacht zu
einem Erlebnis der besonderen Art, die das Ausmaß der Kampfhandlungen in vollem
Umfang zum Auditorium trägt. Auch bei Sequenzen aus "The Fast and the
Furious", "Bourne Identity" und "Minority Report" legt
der Denon los, als gäbe es kein Morgen mehr. Mit einer Härte, die einem fast den Atem verschlägt, lässt das 40
kg-Schlachtschiff alle Effektkombinationen durch den Hörraum jagen. Auch bei
"Behind Enemy Lines" beweist der Denon seine Extraklasse. Die
krassesten Dynamiksprünge, als nach gespenstischer Ruhe urplötzlich heftige
Explosionen erfolgen, managt der AVC-A1XV derart locker und leicht, als wäre es
nichts. Auch den bombastischen Trailer "Chronos" auf der 7. DTS
Demo-DVD präsentiert er absolut brillant, kein anderer macht es besser
momentan. Stücke, in denen es um maximale Basswucht geht, die trotzdem nicht an
der Grenze zum Dröhnen kratzt, sondern mustergültig ruhig und souverän
vorgetragen wird, zeigen die Möglichkeiten des Denon sehr gut auf.
Der Onkyo entfaltet sein Faszinationspotential auf eine gänzlich andere Art
und Weise. Er klingt einfach angenehm - und zwar in höchstmöglichem Maße. Er
begeistert den Zuhörer durch die Art und Weise, wie er mit jeder Art von
Quellmaterial umgeht - unerheblich, ob Action-Film, Roadmovie oder Komödie.
Immer schafft er es, jedem Ausgangsmaterial einen ganz speziellen Reiz mit auf
seinen Weg zum Auditorium zu geben, weil er absolut gekonnt mit allen
Schattierungen, die im Material auftauchen, spielt. Er ist so souverän, dass
man ihn nicht auf dem falschen Fuß erwischen kann. Filmmaterial, das fast nur
aus kleinen "Effektchen" und Stimmen besteht? Für den TX-NR5000E kein
Problem. So klar, frisch und natürlich, wie er wiedergibt, ist es eine Freude,
ihm zuzuhören. Höchst präzise und mit viel Sinn für eine emotionale,
tiefgehende Wiedergabe baut er auch hier eine vielschichtige, begeisternde
Klangkulisse auf. Er lässt den Zuhörer das Geschehen auf eine Art und Weise
miterleben, die beim Begreifen, beim Verstehen des Filminhaltes hilft: So
meistert der Onkyo "Training Day" absolut auf Referenzniveau, weil er
bereits durch seine Sorgfalt beim Aufbau der Stimmen eindrucksvoll belegt, dass
sich hier ein menschlichtes Fiasko zwischen den völlig unterschiedlichen beiden
Hauptdarstellern entwickelt. Jede noch so kleine Facette der Stimmen packt de
TX-NR5000E so perfekt in ein allumfassendes Klanggefüge mit ein, dass man sich
mitten im Geschehen wähnt. Auch bei Star Wars Episode 2 kommt der Onkyo in
Bezug auf die Wucht der Effekte zwar nicht an den Denon heran, modelliert den
Music Score aber mit größerer Sorgfalt und mit mehr Brillanz im
Hochtonbereich. Er baut bereits im 5.1-Betrieb (mit Bi-Amping der Front-LS) eine
so beeindruckende, weitläufige Klangkulisse auf, dass sich der Zuhörer richtig
im Geschehen gefangen fühlt. Diese Faszination lebt nicht von maximaler
Durchschlagskraft, sondern vom ganzheitlichen Erlebnis. Es ist daher eine Frage,
wie man Kinosound genießen möchte.
Man kann nicht sagen, dass einer der beiden Ausnahmetalente besser und der
andere schlechter sei. Es kommt auf die Art, wie der potentielle Käufer
Ereignisse selber erlebt, an. Jeder Mensch ist ein Individuum und erlebt von
daher anders - die einen mögen es bombastisch, mit einer Effektkulisse, die
einen, salopp gesagt "vom Hocker reißt", die anderen wollen lieber in
alle Gedankengänge, die der Plot eines Films bereit hält, integriert sein.
Kein Test und kein Tester kann daher die Entscheidung pro Onkyo oder pro Denon
dem mündigen Käufer abnehmen. Hier geht es um deutlich mehr als nur um
sündhaft teure, nur für einen extrem kleinen Kundenkreis erschwingliche
AV-Komponenten, daher sollte man auch sorgfältig und keinesfalls unter
Zeitdruck überlegen.
Höreindrücke Film-DVDs
Bei "Star Wars Episode 2, Angriff der Klonkrieger" untermauert der
Onkyo seine Vormachtstellung als einer der besten Home Theatre-Komponenten der
Welt bereits vor dem eigentlichen Film: Beim THX-Logo, welches in dieser
Aufmachung erstmalig bei T2 zum Einsatz kam (aus dem geschmolzenen Eisen formt
sich das THX-Logo), entwickelt er einen markerschütternden Bass, der trotz der
immensen Wucht noch sehr viel Struktur und Präzision mitbringt. Der AVC-A1XV
tritt noch massiver an, muss dem 5000er aber bei der Präzision den Vortritt
lassen. Als das Raumschiff von Senatorin Amidala sich Corusant nähert, ist das
Dröhnen, mit dem es von hinten nach vorn über die Zuschauer hinwegfliegt,
ohrenbetäubend - als wäre man live dabei. Dass das Gesamtergebnis überfordert
klingt, ist selbst bei sehr hohen Pegeln nie herauszuhören. Die erste (ab
Laufzeit 3.14) Explosion beweist gleich Mehreres: Der TX-NR5000E ist nach dem
Denon AVC-A1XV das Gerät, das am besten antritt. Hier distanziert er auch
Könner wie den Harman Kardon AVR-7300 oder
den Marantz SR-12S1 hörbar, der Onkyo
verbreitet einfach noch mehr Souveränität. Er spielt locker mit allen
Klanganteilen und kann daher eine besonders beeindruckende Interpretation
abliefern. Jedes Einzelteil ist sofort im Raum zu lokalisieren, die große
Kraft, die hinter der Explosion steckt, wird in sehr realistischer Form
begreifbar gemacht. Auch ruhige Szenen wie der Beginn von Kapitel 12 (große
Bibliothek über Sternensysteme) sind mit dem Onkyo akustisch sehr interessant,
weil er einen so intensiven, dichten und klar fassbaren Raumeindruck aufbaut,
dass das gesamte Geschehen den Zuschauer mit allen Sinnen in seinen Bann zieht.
In Kapitel 15 gibt er die liebliche Musik, die aber gleichzeitig auch irgendwie
schwermütig wirkt, bei der Landung auf Naboo sehr fein durchzeichnet wieder.
Die sehr gut ausbalancierte klangliche Verteilung sorgt für einen
gleichmäßigen, dreidimensionalen Eindruck im gesamten Hörraum. Sehr
eindrucksvoll in Kapitel 17 ist die Landung Obi Wans auf dem regnerischen und
stürmischen Wasserplaneten Camino. Untermalt von der exakt passenden Filmmusik,
wird hier Home Theatre-Feeling at it's best geboten. Ebenso in Kapitel 28, als
Django Fett und Obi Wan sich einen erbitterten Kampf liefern. Die Explosionen
der seismischen Bomben bringt der Onkyo mit überragender Durchschlagskraft zur
Geltung - selbst sehr gute AV-Receiver scheitern hier öfters, weil sie
dynamisch absolut an den Anschlag gehen müssen. Nicht so der TX-NR5000E, der
auch hier so wirkt, als hätte er noch große Reserven. Genauso bei den
beginnenden Klonkriegen (Kapitel 42): Die quer durch den Raum brennenden
Schüsse aus den Laserwaffen, die Truppentransporter, die durch die Luft eilen -
all dies vermischt sich zu einem explosiven Cocktail, bei dem der
"Barmixer" TX-NR5000E aber stets souverän die Kontrolle
behält.
Traum-Kombi im Hörraum: Der TX-NR5000 zusammen mit dem DV-SP1000E
Beim ersten Brosnan-Bond "Goldeneye" kokettiert der TX-NR5000E
bereits in der Eröffnungssequenz stark mit seinen Reizen. Gerade auch kleinere
Effekte werden sehr authentisch wiedergegeben. Sehr realistisch ertönt das
Motorengeräusch der Enduromaschine (Laufzeit ca. 8.50 min., Kapitel 1). Die
(9.56) Explosion der Munitionsfabrik zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass
man kleinste Einzelheiten plastisch wahrnimmt, jedes Einzelteil beeindruckt mit
nachvollziehbarer Flugbahn. Danach folgt (Kapitel 2) der Titelsong, der
gleich (Laufzeit ca. 10.10) einen vielschichtigen Effekt enthält, den der
TX-NR5000E mit exzellenter Ortnungsmöglichkeit wiedergibt. Den von Tina Turner
performten Song selbst präsentiert der Onkyo mit erstklassiger Tiefenwirkung,
sehr schön klaren instrumentalen Effekten auf den Surrounds und insgesamt
erstklassiger Klangbalance. Kapitel 3, die Auto-Verfolgungsjagd in den Seealpen
rund um Monte Carlo setzt Onkyos Bolide ausgezeichnet um. Untermauert vom bassstarken Soundtrack, ist diese Sequenz für jeden Heimkinofan mit Benzin im
Blut eine echte Offenbarung. Besonders beeindruckt der filigran-kreischende
Motorsound des Ferrari F355, den Xenia Onatopp pilotiert. Zu Beginn von Kapitel
4 stellt der Onkyo wieder seine Fähigkeit unter Beweis, dass er schlichtweg
alles herausragend beherrscht. Hier sind es die wunderbar samtig eingearbeiteten
Streicher im Music Score, die die Aufmerksamkeit des Testteams erregen. Die
Atmosphäre im weltberühmten Spielcasino von Monte Carlo gibt der Onkyo
ebenfalls in überragender Manier wieder. Sehr schön bei Laufzeit 34.40: Der
Start der russischen Aufklärungs-Jets. Die Explosion der
Goldeneye-Kontrollstation (Kapitel 9, Laufzeit ca. ab 36.18) beweist erneut,
dass Explosionen nicht nur einfach aus undefiniertem Krach bestehen, sondern
einen vielschichtige Struktur mitbringen - hier vollbringt der Onkyo wiederum
eine echte Meisterleistung.
Diese akustischen Beobachtungen finden auch beim dritten Harry Potter-Film
"Harry Potter und der Gefangene von Askaban" machen - Kennzeichnend
für den Onkyo ist wiederum, dass er eine ungeheuer dichte akustische
Atmosphäre aufbaut, der man sich nur schwer entziehen kann. Auch hier ist es
der Music Score und auch die kleinen Effekte, die das tonale Gefüge so
interessant machen (Beispiel: Harry Potter übt mit seinem Zauberstab unter der
Bettdecke). Zu Beginn von Kapitel 9 lässt der TX-NR5000E die Vögel so
realistisch zwitschern, dass man denkt, sie säßen im selben Zimmer auf einem
Baum. Zu Beginn von Kapitel 14, als die Tore von Hogwarts heruntergelassen
werden und sich die Dementoren dem Schloss nähern, baut der AV-Receiver ein
extremes Spannungspotential auf. In Kapitel 25 schafft er dies ebenfalls -
gerade in diesem, für den Ausgang des Films entscheidenden Kapitel ist ein vor
Spannung berstender Aufbau wichtig, möchte man ein außergewöhnlich intensives
Home Theatre-Klangerlebnis realisieren. Die hin- und herfliegenden Stimmanteile,
das große Maß an Emotionen - all dies zeigt das Können des Onkyo, der mit
seiner feinst detaillierten Stimmwiedergabe auch kleinste Nuancen optimal zum
Ausdruck bringt.
Doch der 5000er kann auch ganz anders, wie sich bei "A Night at the
Roxbury" zeigt: Direkt beim Filmstart lässt er schon Haddaways "What
is Love?" durch den Hörraum fetzen, mit klarem, sehr gut strukturiertem
Bass und erstklassiger Raumwirkung. Der Klang scheint mitten im Raum zu stehen
und löst sich von den Lautsprechern, so dass man sich mittendrin im Geschehen
wähnt. Auch zu Beginn des 2. Kapitels begeistert das lateinamerikanisch
angehauchte "Where do you go?" mit der feinen akustischen Auflösung.
Dieser Film, der zu einem großen Anteil von Stimmen und vom Soundtrack lebt,
zeigt, dass mit dem TX-NR5000E nicht nur actionreiche Blockbuster den Hörspaß
auf die Spitze treiben, sondern dass auch alle anderen Arten von Filmen so
souverän wiedergegeben werden, dass einfach nur Freude aufkommt.
DVDs mit Mehrkanal-Musik und Musik in Dolby Digital 2.0
Wir starten mit der "Pop Art"-DVD von den Pet Shop Boys, nur in
Stereo aufgenommen - und hier zeigt der Onkyo erst einmal Schwäche: Denn als
wir die Center Width in Dolby Pro Logic IIx einstellen möchten, stellen wir
fest, dass dieses Feature zwar eigentlich via OSD einstellbar sein sollte, in
der Praxis alle Einstellarbeit jedoch keinerlei Wirkung zeigt - eindeutig ist
die Funktion faktisch disabled. Hier wird Onkyo jedoch schnell ein
Firmwareupdate mit der Beseitigung dieses etwas peinlichen Fehlers
bereitstellen. Wann es genau kommt, ist jedoch noch nicht bekannt. Fest steht
nur, dass die uns bekannten Geräte (insgesamt vier) allesamt diesen Bug
aufweisen. Von dieser Geschichte abgesehen, bringt der TX-NR5000E erstaunliche
Leistungen zustande: Bei "Always on my Mind" beweist er, was er auch
noch aus klangtechnisch höchstens ausreichendem Material herausholt. Wir
hörten in PLIIx Music und in Neo:6, wobei der Onkyo, ganz abgesehen vom kleinen
PLIIx Bug, in Neo:6 fast noch etwas differenzierter klingt und die Klanganteile
mit besserer Auflösung aufbereitet. Dies ist auch bei "Suburbia"
festzustellen, wo der Bassbereich tief beeindruckt: Mit überraschendem
Nachdruck, tadelloser Struktur und prima Volumen macht der TX-NR5000E fast
vergessen, dass die Signalquelle eigentlich ein akustischer Flop ist. Man merkt
es immer noch am etwas blechern gesoundeten und sehr einfach strukturierten
Hochtonbereich, da kann auch der Onkyo nicht zaubern.
Ist der TX-NR5000E ein echter "Live Man"? Die Antwort blieb er uns
nicht lange schuldig: Bei Herbert Grönemeyers "Mensch - live"-DVD
ließ er keine Zweifel daran aufkommen, dass sich derjenige nicht wirklich
grämen muss, der keine Eintrittskarte bekommen hat, denn die Stimmung, die der
edle Onyko erzeugt, ist bei "Männer" oder bei "Bochum"
grandios. Er schafft es, die Beifallsbekundungen des Publikums und die
charismatische Musik Grönemeyers zu einem eindrucksvollen akustischen
Gesamterlebnis zu verweben, mit sehr feinem räumlichen Eindruck,
klarer Hochtonwiedergabe und präzise eingearbeiteter Stimmdarstellung
(angehörte Tonspur: DTS 5.1).
Wolfgang Amadeus Mozart - mit seiner vielschichtigen, tiefsinnigen Musik
begeistert er noch heute. Doch die Musik hervorragend wiederzugeben, verlangt
sehr viel vom AV-Receiver, so z.B. auch die in Dolby Digital vorliegende 40.
Symphonie. Der Onkyo TX-NR5000E, der selbst das Zeug zum "Klassiker"
hat, beweist jedoch, dass er auch diese Hürde mit unerschütterlicher
Lässigkeit nimmt: Filigran werden die Streicher herausgearbeitet,
nachdrücklich und mit viel Brillanz erfolgen die Orchestereinsätze. Das
lebhafte, gleichzeitig nicht überbetonte Fundament mit dem luftig-souveränen
Aufbau vor allem im Hochtonbereich bürgt für höchsten Hörspaß. Der Onyko
geht regelrecht mit, wirft sich mit Schmiss in die neuen Aufgabengebiete.
Langsamer Antritt, matte Streicher - nicht seine Welt. Er lässt jedes
Instrument vor Vitalität sprühen und arbeitet jedes charakteristische Merkmal
erstklassig akzentuiert heraus.
DVD Audio/SACD
"Relax" - von Frankie goes to Hollywood: Ein legendärer 80er
Jahre-Klassiker präsentiert sich im neuen, klangstarken Gewand einer
Multichannel-SACD. Geballte Power, kraftvoller Bass, doch bei manchem
AV-Receiver bleibt nicht viel mehr als ein laues Lüftchen übrig. Der klare,
dominante, aussagekräftige, nach vorn schiebene Bass hat den idealen Partner
gesucht - und im Onkyo gefunden. So satt, fundiert und sauber strukturiert haben
wir "Relax" noch nie gehört. Hier deklassiert der Onkyo die
etablierte Konkurrenz und zieht auf der Überholspur von dannen. Auch der Denon
AVC-A1XV, allerdings unter anderen räumlichen Bedingungen gehört, scheint hier
etwas mehr Schwierigkeiten zu haben, denn so unaufgeregt-souverän wie der Onkyo
klingt er nicht. Dass eine feine räumliche Klangverteilung eine besondere
Stärke des TX-NR5000E ist, kann auch bei "That's the Way it is" von
Celine Dion sehr gut herausgehört werden. Die Trennung von Instrumenten und
Stimme ohne Konturverlust für die Gesamtdarbietung gelingt ebenfalls
vortrefflich. Der Onkyo macht einfach Spaß durch seine Lebendigkeit, seine
Frische und seinen über alle Maßen sauberen Klang.
Immer absolut souverän: Der Onkyo lehrt der Konkurrenz vor
allem mit seiner Ausgewogenheit auf First-Class-Niveau das Fürchten
Immer noch ein echter "Kracher" ist der Soundtrack von "Footlose",
bei uns in Form einer Stereo-SACD vor Ort. Bereits der gleichnamige Titelsong
von Kenny Loggins macht einfach Laune, besonders dann, wenn man zugunsten eines
sehr guten Raumgefühls das letzte Bisschen Präzision herzugeben bereit ist.
Dann nämlich können die "i.linker" voll zuschlagen. Per i.link mit
unserem Onkyo DV-SP1000E verbunden, können
die eingehenden hochauflösenden SACD-Signale per DSP im 5000er nachbearbeitet werden - wir
griffen, welch ein Frevel, zu Neo:6 Music, und hatten eine ungeheure Hörfreude
an der lebhaften, räumlich natürlich aufbereiteten Vorstellung des TX-NR5000E.
Auch "Let's hear it for the Boy" von Deniece Williams ist einfach ein
Tanzklassiker, der immer noch auch beim ausschließlichen Hören ohne
Tanzeinlage viel Freude bereitet. Durch den kristallklaren, dynamischen
Hochtonbereich dreht auch der Onkyo hier richtig auf und bietet musikalisches
80er Jahre-Flair in Spitzenqualität. Weiterer Höhepunkt der SACD ist Bonnie
Tylers "Holding out for a Hero" - hier kann der TX-NR5000 wieder mit
seinem brillanten Antritt imponieren. Als wäre es nichts, geht die Maschine das
hohe Tempo mit und scheint vor Energie fast zu bersten. Er lässt auch bei
abgebrühten Testern Emotionen und Erinnerungen wach werden. Die instrumentalen
Überlagerungen managt der 5000er mit extremer Leichtfüßigkeit.
Heftige Hip-Hop-Beats, brutale Tempowechsel, Tief- und Kickbässe: Beim
Stück "Ain't no Bidness" von Insane Clown Posse, abgelegt auf dem DVD
Audio Music Sampler von DTS, muss der AV-Receiver ständig Höchstleistungen
erbringen. Genau das liegt dem Onyko - immer zeigen, was man kann: Krachend
toben die Kickbässe durch den Hörraum, massiv und wuchtig untermalt der
Tiefbass das Szenario. Auch bei hohen Pegeln bleibt die Stimmwiedergabe klar und
deutlich, der leicht aggressive Touch ist hier gewünscht. Problemlos geht der
Onkyo die vielen Tempowechsel und Bass-Stakkatos mit. Krasser Wechsel: Nun ist
Feinstarbeit gefragt, denn der DVD-Audio-Sampler "Breakthrough into an new
Dimension" von den Dabringhaus und Grimm-Klangexperten hält Klassisches in
wohl temperierter Akustik bereit. Georg Friedrich Händels "Finale Part
III" aus "Susanna" ist die strahlende Eröffnung des klassischen
Feuerwerks. Mit einem sehr differenzierten Cembalo und wunderbar
durchstrukturierter Flöte setzt der Onkyo Akzente bei Johann Sebastian Bachs
"Allegro", bevor er dann deutlich macht, dass auch ein sehr flott und
virtuos gespieltes Piano ihn in keinster Weise durcheinanderbringt (Wolfgang
Amadeus Mozart - Rondo Köchelverzeichnis 485). Die Anschlagdynamik, die Frische
im Spiel, das leicht-lockere Abklingen - all dies formt der TX-NR5000E zu einem
höchst beeindruckenden Gesamterlebnis aus.
Audio-CDs, Stilrichtung Klassik, angehört in Stereo
Bei CDs mit klassischer Musik beeindruckt der TX-NR5000E im Stereobetrieb
ausnahmslos. Um die Qualitäten des Onkyo einmal richtig zu durchleuchten, war
uns kein Aufwand zu hoch: Wir ließen extra von einem Fachmann eine besonders
hochklassig gemasterte CD auffahren, die erstklassige klassische Musikstücke
enthält. Erstklassig bezieht sich hier nicht nur auf den Komponisten, sondern
auch auf die Eignung des jeweiligen Stückes im Hinblick auf die Überprüfung
der Qualitäten des AV-Receivers. Beginnen wir mit Antonio Vivaldiss F-Dur
Allegro Molto, wo die Klarheit, die Frische und das Höchstmaß an Homogenität
zutiefst beeindruckt.
Bei der "Mondscheinsonate" von Ludwig van Beethoven lässt der
TX-NR5000E das Piano in wunderbarer Art und Weise erklingen, absolut rein und
feinst durchgestuft. Die Anschlagdynamik, das feine Abklingen, das gesamte
virtuose Spiel des Pianisten wird so umfassend wiedergegeben, dass es
wirklich dem Auditorium richtig unter die Haut geht. Mit unglaublichem
Feingefühl und einer natürlichen akustischen Abbildung der gigantischen Kirche
spielt der Onkyo bei "Factus est repente", gesungen vom Domchor des
Kölner Doms, auf. Plastisch, den Raum mit Würde erfüllend - so ertönt das
"Halleluja". Das akustische Gesamtbild der Sänger ist nahtlos,
gleichzeitig aber singt keiner anonym, sondern stets ist jede Stimme mit
mustergültiger Präzision zu orten. Auch bei einer im DDD-Verfahren
aufgenommenen CD der Deutschen Grammophon "Johann Strauß., Walzer"
kommt der Onkyo bravourös in den Dreivierteltakt und offeriert beim berühmten
Kaiserwalzer ein faszinierend vielfältiges Klangpanorama, das vom Glanz und der
Lieblichkeit des Stücks randvoll ausgekleidet wird. Uns ist kein anderer
AV-Bolide bekannt, das hier ein solches akustisches Aroma entwickelt: So schwungvoll und
frisch vorgetragen, merkt der engagierte Hörer direkt, dass hier besondere
Könner hinter Violine & co. Platz genommen haben: Die Instrumentalisten der
Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel lassen die große Zeit Österreichs
wieder aufleben. Mit einem herausragend vorgetragenen Waldhorn startet "An
der schönen blauen Donau" - mit traumwandlerischer Sicherheit
schlägt der 5000er die richtigen Töne an und lässt so keinen Zweifel beim
Publikum aufkommen, dass auch dieser Walzer, von vielen vielleicht als
"schnulzig" verschrieen, Musikgeschichte geschrieben hat, so
facettenreich wie er aufgebaut ist.
Weg vom lieblich-romantischen Walzer, hin zu purer Dramatik, zu akustischen
Dynamiksprüngen und zu tief bewegenden Klangphantasien, die den AV-Receiver vor
höchste Anforderungen stellen: Die Rede ist von Peter Tschaikowskys
"Hamlet op. 67", einer Fantasie-Ouvertüre nach dem Meisterwerk des
legendären William Shakespeare, der angeblich in Stratford-Up-Avon das Licht
der Welt erblickt haben soll - genaue Beweise für seine tatsächliche Existenz
soll es zwar geben, eine präzise Zuordnung, dass dieser Shakespeare wirklich
diese Meilensteine der Weltliteratur verfasst hat, fehlt aber bis heute. Zurück
zur Musik - hier schlägt wiederum die Stunde des Onkyo: Die sich aufbauschende,
massiv auf den Zuhörer einwirkende Dynamik entlädt sich in hektischen, teils
abgehackten Spielzügen der Musiker, hier ist höchste Präzision gefragt -
Präzision, die der Onkyo reichlich einschenkt, was für ein ungefiltertes,
direktes, anfassbares Klangerlebnis sorgt. Die sich abwechselnden Sequenzen,
traurig und dramatisch, immer von plötzlichen Dynamiksprüngen
"gewürzt", managt der TX-NR5000E mit unerschütterlicher
Souveränität. Er trägt die Klangwelten in Berührungsqualität zum Publikum -
hier dürften nur highendige Vor-/Endstufen-Kombinationen (Stereo und
Multichannel) nochmals mehr bieten können, und auch da müssen wir erst
entsprechende Überprüfungen anstellen, ob der Onkyo geschlagen werden
kann.
Audio-CDs/CDs mit MP3-Sets, Stilrichtungen Trance/Techno/House,
angehört in DTS Neo:6 Music und in All Channel-Stereo:
Der TX-NR5000E schlägt auch dort gnadenlos zu, wo es eigentlich keiner
erwartet hätte: Bei CDs mit klanglich eigentlich wenig "highendigen"
MP3-Dateien bietet er immer noch ein extrem gutes Klangerlebnis (DTS Neo:6
Music), das andere Boliden nicht möglich machen. Begründungen, wieso ein
Bolide MP3-Files nicht eben berauschend wiedergeben braucht, gibt es zur
Genüge: Die Klientel, die stark komprimierte Musikdaten auf eine CD brennen,
ist mit denjenigen Hörern, die für Highend-Boliden als potentielle Käufer in
Betracht kommen und an Exklusives gewöhnt sind, nicht identisch. An dieser
ganzen Argumentation ist sicherlich auch etwas Wahres dran, trotzdem aber kann es
sein, dass sich auch ein Bolidenkäufer an Live-Radiostreams aus dem
Internet-Radio mit House- oder Techno-Sets erfreut. Wenn dann diese
Musikdateien auf dem sündhaft teuren Boliden wiedergegeben werden und hier nur
"Dienst nach Vorschrift" abgeleistet wird, ist die Enttäuschung groß
- zu Recht, wie wir finden. Denn ein so teures Gerät sollte einfach alles
können - und hier sind wir wieder beim TX-NR5000E, denn er beweist auch hier
seine Universalqualitäten: Gerade für Trance-Stücke hat der TX-NR5000E viel
übrig. Er verteilt die Effektanteile säuberlich um Raum, strukturiert den Bass
klar durch und bringt gerade Sequenzen, in denen sich verschiedene Effekte
nacheinander zu einem Ganzen verweben, mit exzellenter Dynamik und
herausragender räumlicher Wirkung zum Ausdruck - übrigens nicht nur in Neo:6,
sondern auch in Stereo, wo er eine wunderbar breite, weitläufig gefächterte
Klangkulisse bereit stellt und zeigt, dass das Gerede von der
Null-Prozent-Präzision von MP3-Stücken oftmals nicht der Realität entspricht.
Der 5000er macht hier eine Soundkulisse möglich, neben der manche Disco
gnadenlos verblasst, besonders dann, wenn man in den All Channel-Stereo-Modus
schaltet: Dann kann man mit dem edlen AV-Receiver Parties feiern, die allen
Beteiligten auch nach Jahren noch in bester Erinnerung bleiben dürften.
Es ist einfach das Wesen des Onkyo, alle Herausforderungen nah an der absoluten
Perfektionsgrenze zu meistern - es gibt keinen anderen AV-Receiver, der ihm hier
folgen kann. Gerade auch Passagen mit wabernden Bässen, durch den Raum
schwirrenden Effektanteilen, sich langsam aufbauenden Klangtiraden im
Hochtonbereich und zusätzlich am Horizont auftauchenden Kickbass-Stakkatos, wo
viele auch teure Verstärker und Receiver entweder dicht machen und kein
rechtes Leistungsgefühl entstehen lassen oder aber einfach einen lauten,
unstrukturierten Krach produzieren, trumpft der Onkyo ganz groß auf und beweist
ein feines Händchen. Er macht durch seine Vielschichtigkeit bei der Darbietung
auch sehr deutlich, dass moderne Trance-Tracks keinesfalls 08/15-Musik ist, die,
simpel und phantasielos aufgebaut, keinem Top-Boliden zuzumuten ist.
Hier sind wir bei einem Reizthema, zu dem wir in diesem Test in aller
Klarheit Stellung beziehen: Wir halten es für falsch, weil nicht praxisgerecht,
nur mit stimmgewaltigen Jazz-Voices, Saxophon- und Piano-Soli oder einem
Rockkonzert die Fähigkeiten eines AV-Boliden auszuloten. Hier werden nur einige
der Talente angesprochen, die ein so teurer, edler Bolide auf jeden Fall haben
sollte. Diesen Talenten kann man nur gerecht werden, wenn man z.B. auch
überprüft, wie gut die Maschine mit vielen, sich überlagernden Klanganteilen
zurecht kommt. Daher prüfen wir immer mit Rock-, Pop- Trance/House/Techno- und
klassischer Musik, bevor wir uns ein Urteil erlauben. Leider herrscht in
der Öffentlichkeit die Meinung vor, gerade Trance-, Dance- und Techno-Musik im
Allgemeinen sei Schlichtmusik, werde von Käufern von Boliden nicht gehört, und
daher wäre es eher eine Schande, Edel-Boliden mit solchen Musikquellen zu
füttern. Das liegt einfach daran, dass teilweise noch völlig
überkommene Auffassungen vorliegen, getreu dem Motto: Die Fun-Kundschaft
bedient sich eher bei den günstigen Modellen, während die seriösen Jazz- und
Klassik-Gourmets zu den teuren "Schlachtschiffen" greifen. Wer so
denkt, verkennt die Situation, denn es gibt auch nicht wenig Leute, die z.B.
Klassik und auch Trance hören, wie der Redakteur zu diesem Testbericht.
Natürlich müssen dann noch die passenden Lautsprecher her - gerade dies
gestaltet sich alles andere als unkompliziert, da mit hochklassigen
Lautsprechern schon fast traditionell Begriffe wie "höchstmögliche
Detaitreue" und "bestmögliche Natürlichkeit" verbunden sind.
Gut und schön, fürs Kammerkonzert und die Experimentaljazz-CD sind diese meist
auch noch preislich jenseits von Gut und Böse liegenden Schallwandler oftmals
vortrefflich geeignet, bei effektbetonter, reich ausgeschmückter Musik aber
sind sie ganz offen und ehrlich gesagt in nicht wenigen Fällen keine gute Wahl.
Es gibt Ausnahmen wie die über alle Maßen brillante Aurum-Serie von Quadral
(Tests siehe Test: Quadral Aurum 5.1-Set,
Quadral Aurum Titan) sowie die Kappa- und die Beta-Serie von Infinity (Tests
siehe hier: Infinity Kappa 7.1-System, Infinity Beta-Serie)
die exzellente Fähigkeiten auch bei der hier beschriebenen Musik zur Verfügung
stellen, aber viele Highendboxen sind für solche Eskapaden nicht ausgelegt und
machen dann nicht allzu viel Spaß. Genau darum empfehlen wir so gern die
Produkte von Nubert und Teufel,
denn hier wird auch der Spaß groß geschrieben. Schon bezahlbare Systeme
bringen hier erstaunlich viel Faszinationspotential mit.
Und es gibt Firmen, die haben begriffen, dass auch für die eben beschrieben
Hörer vorgesorgt werden muss - das zeigt der TX-NR5000E
überdeutlich bei Ausnahme-Trance-Tracks wie "Communication" von Armin
van Buuren, einem der besten Trance-DJs unserer Zeit. Hier entfacht der Onkyo
ein Flair, das seinesgleichen sucht und das keinerlei Schwächen selbst bei
höchsten Pegeln offenbart. Die Abstimmung im Bassbereich ist die Beste, die wir
bislang hörten, so viel klare Struktur, Wucht und Dynamik bietet kein
Konkurrent. Selbst bei sehr schwer akkurat wiederzugebenden Bassanteilen fackelt
der TX-NR5000E nicht lange, sondern stellt sie sofort mit immensem, souverän
vorgetragenem Nachdruck in den Raum. Der Bass wirkt plastisch, dreidimensional,
wie zum Anfassen - selbst anerkannte "Recken" wie ein Pioneer VSA-AX10i-S
oder ein (vom Preis-/Leistungsverhältnis her nach wie vor ungeschlagener)
Harman Kardon AVR-7300 schaffen es nicht, dem überragenden Onkyo zu folgen.
Besonders deutlich hört man dies z.B. bei einer der Maxi-Versionen von "Communication",
als der Onkyo in erstklassiger, bestmöglicher Manier das Soundfeld aufbaut und
nur so vor Dynamik und Kraft strotzt. Sie können den Pegelregler in praktisch
jede Position bringen - der TX-NR5000 hat derartig viel Kraft, dass nur die
Nachbarn diesem Treiben ein Ende bereiten. Was der Onkyo kann, präsentiert er
in aller Deutlichkeit bei einem im Bassbereich aggressiv-fordernd abgemischten
Italien-Import: "Marco Ravelli presenta Discoradio Disco Dance 2004" -
bei einem harten Remix des 2004er Sommerhits "Dragostea Din Tei"
lässt er alle Bassanteile mit brachialer Kraft durch den Hörraum wirbeln, ohne
die Stimmen untergehen zu lassen - erstklassig. Bei "Dancing on Mars"
von "The Mission" modelliert der 5000er in überlegender Manier das
Entry und lässt dann die Bässe markerschütternd durch den Hörraum brettern.
Der TX-NR5000E ist sich für nichts zu schade, er macht auch hier einfach extrem
Spaß, und genau das zeichnet dieses Supertalent aus: Er stellt sich jeder
Aufgabe, auch der Wiedergabe der "DJ Networx 24"-Compilation: Bei DJ
Scots "I (Want your Love)" schießt er alle Klanganteile mit
ausgezeichneter Präzision durch den Hörraum und bringt im Bassbereich genau
die Wucht, Dominanz und Kraft auf, die einen echten Boliden vom Rest der AV-Welt
trennen.
Bewertung Pegelfestigkeit      
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Surround-Aufpolierer      
Bewertung Klang Stereo     
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