Megatest: Onkyo TX-NR5000E
Konfiguration/Bedienung
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Wenn man die Taste "Setup" auf der Fernbedienung
drückt, bekommt man den oben gezeigten Main OSD-Menü-Screen angezeigt. Von
hier aus wird auf die Untermenüs verwiesen - wir fangen mit Position
"0", dem "Hardware Setup", an.
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Viel gibt es hier nicht zu tun, denn hinter Punkt 1 verbirgt
sich nur die Möglichkeit, die Fernbedienung auf eine andere
Übertragungsfrequenz umzustellen, während hinter Punkt 2 entweder
"Auto", "PAL" oder "NTSC" angewählt werden
kann.
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Es folgt das Speaker/Output-Menü,
Unterpunkt 1.
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In diesem Menü können Front L/R, Center, Surround L/R und
Back Surround L/R gleich zwei 7.1 Setups für Speaker A und Speaker B
zugewiesen werden. Was hat es damit auf sich? Die Variabilität der Endstufenaufteilung
ist ein großer Pluspunkt es TX-NR5000E: Der Onkyo hat 7 Endstufen, welche für 3 Zonen konfigurierbar sind.
Zusätzlich ist Zone 1 aufgeteilt als A/B-Schaltung für den Anschluss von bis
zu 2 kompletten 7.1-Lautsprechersystemen, d.h., man kann durch die
Umschaltmöglichkeit wirklich zwei Heimkinos versorgen, nicht parallel, aber
durch einfache Umschaltung von Speaker A auf Speaker B kann man dann in Zone 1 B
Musik genießen, während das LS-System in Zone 1 A auf Home Theatre
ausgerichtet ist.
Kurzer Exkurs: Multiroom
Hinzu zur Hörzone 1 A/B kommen noch zwei
weitere Hörzonen (2 und 3). Auf der Front wird dann für die Hauptzone "blau" und für die beiden anderen Zonen jeweils "rot" und "grün" der gewählte Eingang
angezeigt (siehe Bild links, hier arbeitet die Hauptzone). Augrund
dieser variablen Möglichkeiten ist der Onkyo für uns ein gut geeignetes Gerät, um eine ganze Etage einer Wohnung zu versorgen; als Beispiel: 7.1 als Zone
1 A für die AV-Anlage im Wohnzimmer oder im Heimkinoraum, 5.1 als Zone 1 B im Schlafzimmer und Stereo für die
Zone 2 im PC Bereich. In diesen Beispielen läuft aufgrund der Anzahl der
verbauten Endstufen die ganze Konfiguration nur immer in einem Raum und nicht in
zwei Lokalitäten parallel. Man könnte auch mit der Anzahl der Lautsprecher in den verschiedenen Zonen
auf andere Art und Weise jonglieren, wie z.B. eine 7.1 Konfiguration in Zone
1A und dafür 2x Stereo in Zone 2 und in Zone 3. Und das alles mit den vorhandenen Endstufen – ohne
separate Endstufen hinzu nehmen zu müssen.
Hierbei kann der Onkyo sogar Digitalquellen annehmen und als Stereosignal in die Zone3
übertragen. Der i.link-Anschluss ist ebenfalls für die Zone 2 freischaltbar. Hört sich einfach an, aber die meisten Verstärker können es einfach nicht.
Übersicht
über die Multiroom-Merkmale:
- Zone1:
Die beiden 5.1 bzw. 7.1 Zonen sind als A/B Schaltung der Zone1 ausgelegt. Man kann daher zwar nicht gleichzeitig in beiden Zonen eine Quelle
wiedergeben, aber dafür jede der beiden Zonen unabhängig voneinander konfigurieren, so dass man wirklich 2 vollwertige Heimkinos damit ernsthaft versorgen kann:
Man kann für Speakersystem B ( von Stereo bis hin zu 7.1 konfigurierbar) die kompletten Einstellungen per OSD nochmal getrennt vornehmen für: die Übernahmefrequenz pro LS , das Delay, den Pegel und die Bass/Treble/Mid Einstellungen pro Lautsprecher.
Das ist überragend und macht diese Art der A/B Schaltung absolut sinn- und wertvoll.
Lediglich die Funktion des Notch-Filters ist auf Speakersystem A in Zone1 beschränkt.
- Zone2: Wenn eines der beiden A/B Systeme der Zone1 als 5.1 System hinterlegt ist, kann man direkt vom NR5000 aus
die freigewordene Endstufe einer Zone2 zuordnen. (Alternativ könnte man hierfür auch einen Pre-Out nutzen, wenn keine Endstufe frei sein sollte.) Der NR5000 wandelt alle Eingangsquellen (auch Net-Tune, Digital Eingänge etc.) ins
Stereo-Format um.
- Zone3: Des Weiteren gibt es eine Zone3 , jedoch kann diese "nur" über Pre-Out ausgegeben werden, und ist ansonsten funktionsidentisch mit der Zone2

Zurück zu unserem Menü - es besteht ferner die Möglichkeit, die
Surround Back Lautsprecher für das Bi-Amping (nur für LS mit min. 8 Ohm
lt. Bedienungsanleitung) der Front-LS zu verwenden
(siehe OSD oben). Beim Bi-Amping werden die Tief- und die Mittel-/Hochtöner
mit getrennten LS-Kabeln angesteuert. Wichtig: NUR bei hochwertigen
Standlautsprechern mit hoher Belastbarkeit lohnt sich Bi-Amping. Des
Weiteren sind die Brücken, die bei der Verwendung von nur einem
LS-Kabel-Terminal unbedingt eingesetzt werden müssen, beim Bi-Amping-Betrieb
aufgrund der getrennten Ansteuerung zu entfernen. Wer lieber einen BTL (Bridged
Transless)-Anschluss für die Front-LS vornehmen möchte, kann dies
ebenfalls tun. Beim BTL-Anschluss findet im Gegensatz zum Bi-Amping nur der
Anschluss eines einzigen LS-Kabels statt. Der Plus-Anschluss des LS-Kabels
für den linken Frontlautsprechers wird mit dem Plus-Anschluss des linken
Frontlautsprecher-Kabelterminals verbunden, der Minus-Anschluss des
LS-Kabels wird mit dem Plus-Anschluss des linken Surroundback-Kabelterminals
verbunden. Die Minus-Schraubverschlüsse bleiben frei. Die zwei
Lautsprecherausgänge des Stereoverstärkers werden hier für den
Mono-Betrieb gebrückt, aus insgesamt vier werden zwei Kanäle.
Wichtig: Nur bei extrem leistungsstarken Frontlautsprechern und nur bei
einer LS-Impedanz von mindestens 8 Ohm ist diese Anschlussart ratsam.

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Gerade fiel das Stichwort Impedanz: Für die Einstellung
derselben gibt es beim TX-NR5000 auch ein Menü, wo erfreulicherweise
getrennte Werte für Front L/R, Center sowie Surround/Back Surround
einzugeben sind. Für die beiden Lautsprechergruppen A und B ist die
Impedanz ebenfalls getrennt einstellbar.

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Ein sehr interessanter Punkt verbirgt sich hinter "Speaker
Crossover". Hier findet sich eine flexible Frequenzweiche, die
unterschiedliche Übernahmefrequenzen für die einzelnen Lautsprecher
zulässt. Hinter "LPF of LFE" verbirgt sich ein "Low Pass
Filter", also ein schaltbarer Tiefpassfilter für
LFE-Signale. Sehr praxisgerecht sind die Einstellmöglichkeiten für alle
Crossover Justagen in 10
Hz-Schritten zwischen 40 und 150 Hz. Weiter unten im Menü kommt beim
Herunter scrollen dann noch der Subwoofer-Modus, eine bekannte Funktion, bei
der ausgewählt werden kann, ob der Sub tatsächlich nur die Informationen
aus dem LFE-Kanal verarbeiten oder zusätzlich noch Bassanteile der Front-LS
wiedergeben soll.

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Mit 0,03 Meter-Stufen sowie der Möglichkeit, maximal zwei
komplette 7.1 Systeme (Speaker A und B) mittels Time Alignment zu
konfigurieren, präsentiert sich der TX-NR5000E sehr gut gerüstet.

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Richtig interessant ist ein Feature, welches sich unter dem Menü Punkt „Notch Filter“ versteckt:
Ein Notch-Filter trennt bestimmte Frequenzbereiche aus dem gesamten Signal
heraus und lässt nur das restliche Signal passieren. Durch die
Beschaffenheit des jeweiligen Hörraumes, dem jeweiligen Hörplatz und dem
Aufbau des Equipments kann die Signalspitze in bestimmten niedrigen
Frequenzbereichen in der Resonanzfrequenz auftreten, was zu einem unschönen
Dröhnen führt. Der Notch-Filter reduziert das Signal bei den
Frequenzen, in denen das Dröhnen des Basses auftritt. Ein NF-Sinusgenerator
und ein Schallpegelmesser (Sound Pressure Level Meter, SPL) sind
erforderlich, um akkurate Messergebnisse zu erhalten. Insgesamt kann man beim Onkyo NR 5000
also ein Frequenzband definieren, in dem Bass-Dröhnen entfernt werden soll. Dieses Bass-Dröhnen hat eigentlich fast jedes Heimkino, da die Wellenlänge im Tiefbassbereich bei allen Räumen unter 8 Metern Breite zu Überlagerungen und somit zu Dröhnen führt. Bei diesem Dröhnen wird ( abhängig von z.B. verwendeten Subwoofern) der Pegel um bis zu mehrere
Dezibel angehoben. Hier ein Beispiel aus
dem Testraum von AREA DVD-Tester Lars Mette:
hz / db(c)
80/60
75/61
65/66
60/72
55/66
50/63
45/59
40/54
35/61
30/70
Wie zu erkennen ist, ist bei 60hz der Pegel im Bassbereich um 12dB lauter als normal. Außerdem zu erkennen: der Anstieg zum Gipfel bei 60hz beginnt schon
deutlich vorher (schon bei 65hz sind es 6 dB Überhöhung ) und minimiert sich erst später ( 55hz noch 6
dB Überhöhung). Genau diese Überhöhungen lassen sich mit dem Onkyo durch folgende 3 Variablen deutlich entschärfen:
- Gipfel: Wo ist die Mitte der Überhöhung?
- Intensität: Wie viel dB sollen bei diesem Gipfel weggenommen werden?
- Flanke: Bei welcher Frequenz soll die Korrektur beginnen, bei welcher wieder aufhören?
Unsere Bilanz: Mit dieser Technik hat Onkyo eine einfache und wirkungsvolle Lösung für das Dröhnproblem gefunden. Richtig perfekt wäre es, wenn Onkyo hierfür ein kleines Messgerät beilegen würde, was sich im Angesicht des Kaufpreises
eigentlich machen lassen sollte - denn ein entsprechendes Meßgerät, so
schreibt Onkyo auch in der Bedienungsanleitung, ist unbedingt von Nöten
für eine erfolgreiche Justage. Die Auswirkungen in der Praxis überzeugen, denn im Hörtest hat sich der Bass nun deutlich straffer und differenzierter präsentiert, so dass nun der gesamte Bass-Pegel ruhig etwas höher gesetzt werden kann, ohne das bei Explosionen der Nachbar aufgrund der +12db Überhöhung bei 60hz aus dem Sessel kippt.
Bleibt also bilanzierend festzuhalten, dass Onkyo hier bewusst einen anderen Weg
als die gesamte Konkurrenz geht. Es wird interessant zu sehen sein, wie dieses Feature vom Markt angenommen wird. Bei uns jedenfalls hat dank spürbarer Verbesserungen überzeugt.

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Nicht so aufregend ist die Pegelkalibrierung, die wiederum
getrennt für beide Lautsprechersysteme A und B vorgenommen werden kann.
Zudem ist der eingebaute Testtongenerator wirklich zuverlässig und gut zum
präzisen Einpegeln geeignet. Es folgt das THX Audio Setup, in dem
angegeben werden sollte, ob man einen THX Ultra 2-konformen Subwoofer
verwendet. Wenn dies der Fall ist, kann man die Boundary Gain Compension
aktivieren.

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Der TX-NR5000E hat keine "vorgefertigten"
Ausgänge, weder analog oder digital. Vielmehr ist der Anwender in der Lage,
die Audio-Ausgänge im entsprechenden, oben gezeigten Menü frei der
jeweiligen Anwendung zuzuweisen. 5 analoge, 2 digitale koaxiale und 2
digitale optische Ausgänge können hier konfiguriert werden. Weiter unten
im Menü kann der HDMI-Ausgang in Bezug auf die Ausgabe von Tonsignalen
(hier wg. HDMI 1.0 nur Stereo, bei HDMI 1.1 ist auch Multichannel möglich)
an- oder ausgeschaltet werden.

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Unter Punkt zwei im Hauptmenü findet sich das "Input
Setup" - hier sind verschiedene Einstellungen in Bezug auf die
Eingänge zu tätigen. Zunächst, bei Punkt 1 und 2, geht es um die
Zuweisung der Eingänge.
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Für jeden Eingang lässt sich eine aufwändige Zuweisung
vornehmen, die den 2-Kanal-Analog-Eingang, den Extern-Eingang und die
koaxialen/optischen Digitaleingänge umfassen. Die Subwoofer-Empfindlichkeit
ist für die Mehrkanal-Externeingänge einstellbar.

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Genauso verhält es sich mit den Videoeingängen, die
mittels des Video-Assign-Menüs individuell belegt werden können.
Zusätzlich zu Composite, S-Video und Komponente gibt es noch die
HDMI-Option (zwei HDMI-Eingänge).



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Der Anwender kann unter Menüpunkt 2.3 für jede Eingangsquelle den Hörmodus
voreinstellen, mit dem am häufigsten gehört wird. Hinter k) verbirgt sich
eine schaltbare Upsampling-Funktion, hinter f) kann ich meine
i.link-Präferenz einstellen. Vom Submenü "Input Setup" aus
kommt jetzt der Punkt 4, Character Edit - hier kann man Namen für eine
bestimmte Eingangsquelle eingeben und einstellen, ob der Name im
Display angezeigt werden soll oder nicht. Punkt 5:
IntelliVolume-Justage. IntelliVolume gleicht Lautstärkeunterschiede
zwischen den einzelnen Quellen aus, so dass die Gesamtlautstärke ohne
Nachjustagen von Seiten des Anwenders konstant gehalten wird.

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Punkt 6: Audio Delay: Natürlich verfügt der TX-NR5000E über eine
Lipsync-Funktion (AV-Sync), die Laufzeitunterschiede des Videosignals
ausgleicht, wenn dieses im Vergleich zum Audiosignal länger zur Übertragung
benötigt (dies ist z.B. dann der Fall, wenn das Videosignal durch
De-Interlacing-Operationen "fit" für die Progressive
Scan-Wiedergabe gemacht wird). Im oben gezeigten Menü kann man diese
Einstellung vornehmen. Unter "Relative Delay" versteht Onkyo ein
Feintuning des Klangfeldes, das dann entweder ein breiteres Klangbild zur
Folge hat (bei groß gewähltem LS-Abstand) oder ein schärferes Klangbild
(bei kleineren ms-Werten). Diese Einstellung ist zusätzliches Feintuning
zum bereits erledigten Time Alignment (max. 10 ms = 3 Meter Verzögerung
möglich). Unter Punkt 7 kann man die verschiedenen Trigger-Anschlüsse
betriebsfertig konfigurieren. Damit sind im "Input Setup"-Menü
alle Einstellungen getätigt.
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Vom Hauptmenü aus folgt nun das Submenü 3 "Listening
Mode Setup":



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Die verschiedenen Hörmodi ("Listening Modes")
können unter Punkt 3) des ganz oben gezeigten Hauptmenüs einzeln
bearbeitet werden. Wir haben uns ein paar besonders interessante Fälle
herausgegriffen: So kann der Anwender bei DVD-A und SACD den LFE-Level (0 dB, -10 dB
oder -20 dB) justieren. Auch im Direct Pure Audio-Modus kann man wahlweise
einen aktiven Subwoofer mitlaufen lassen. In allen hier gezeigten
Betriebsarten bis auf Direct Pure Audio (hier sind im Sinne eines möglichst
direkten Signalweges alle Filter deaktiviert) ist der Re-EQ schaltbar (RE-EQ,
Academy, Off). Re-EQ (Re-Equalization)
hat die Aufgabe, dem Heimkinoklang die Schärfe oder "Helligkeit"
zu nehmen (was auch beim THX Post Processing geschieht), um die Tatsache zu
kompensieren, dass der für Kinos abgemischte Ton zu hell klingen kann, wenn
er über ein Heimkinolautsprechersystem wiedergegeben wird. Die
Academy-Einstellung soll sich besonders um ältere monaurale
Filmtonabmischungen kümmern. Bei diesen Tonspuren wurde zur Gewährleistung
eines angemessen balancierten Tons eine Verstärkung der hohen Frequenzen
vorgenommen, um zu vermeiden, dass man das durch die Kornstruktur des Films
bedingte Geräusch bei der Projektion zu laut hörte. Einige Filme wurden
ohne Dämpfung der hohen Frequenzen auf Video übertragen und haben daher
einen zu hohen, zischenden Ton. Der TX-NR5000E bringt den Academy-Filter
mit, der auf der zeitgenössischen Wiedergabepraxis für solche Filme mit
Breitbandsystemen beruht. In der Praxis ist die Academy-Einstellung
brauchbar, denn sie verbessert die Gesamt-Hörqualität gerade bei älteren
Filmen deutlich. Stimmen und Hintergrundgeräusche verschwinden nicht in
einem schwer verständlichen Gemisch aus verschiedenen Störgeräuschen,
sondern sind klarer und akzentuierter wahrnehmbar.
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Auch der THX Modus kann mittels Listening Mode Setup
präpariert werden. So wird festgelegt, ob THX Surround EX manuell
grundsätzlich aktiviert ist oder bei korrekt gesetztem EX-Flag (vorsicht -
bei älteren Dolby Digital 5.1 EX Titeln muss die Flag manuell gesetzt
werden, da mit der vorhandenen Flag auf der Tonspur der DVD kein
gebräuchlicher Decoder etwas anfangen kann!) automatisch auf EX-Wiedergabe
umgeschaltet wird. THX Mode /5 Ch) bezieht sich auf die Nutzung der Ultra
II-Programme, die dazu da sind, in 5.1 vorliegendes Kino- oder Musikmaterial
optimal auf ein 7.1 Lautsprechersystem anzupassen. Wer hier Musikalisches
bevorzugt, nimmt THX Music, wer Film-5.1-Material am häufigsten anhört,
wählt Cinema 5.1. Festgelegt wird zu guter Letzt, welcher (interessant bei
2 angeschlossenen 7.1 LS-Sets) Subwoofer, der von Speaker A oder B
Verwendung finden soll.

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Olé DSP! Der TX-NR5000E ist zwar nicht der "DSP-König",
bringt aber für seine DSP-Programme wenigstens einige
Nachbearbeitungsmöglichkeiten mit. Zur Wahl stehen "Front Effect"
(Ausschaltung des Nachhalleffekts für die Frontlautsprecher, nützlich,
wenn z.B. Live-Aufnahmen mit bereits vorhandenem Nachhall abgespielt
werden), "Reverb Time" (Nachhallpegel ist gemäß der Raumakustik
im Hörraum einstellbar, small, mid und large stehen zur Auswahl) sowie
Reverb Time (Nachhallzeit, short, mid und long sind auswählbar). Hier
eine Übersicht über die Onkyo DSPs: "Enhance" ist besonders gut
für Musikquellen und Sportprogramme geeignet, so die Onkyo-Beschreibung.
Umweltgeräusche werden verstärkt zu den Surrounds und den Surround Back-LS
geleitet, was eine lebhafte Surroundklangkulisse fördern soll. In der
Praxis ein ganz netter Modus - aber keinesfalls unverzichtbar.
"Orchestra" ist akustisch nicht schlecht gelungen. Klassische
Musik und Opern sollen besonders gut zur Geltung gebracht werden. Auch hier
werden die Surroundeffekte laut Onkyo verstärkt, dies wirkt sich aber in
der Hörpraxis nicht so negativ aus, dass zuviel Klanganteile von hinten
kommen. Sehr gut anzuwenden ist das Programm bei Opern, die in großen
Opernhäusern aufgenommen wurden und bei klassischen Konzerten in großen
Konzerthallen. Für Kammerkonzerte oder Provinzopern-Aufführungen ist das
Programm nicht geeignet. "Unplugged" soll besonders gut akustische
Instrumente wiedergeben, was es für Vocal- und Jazzmusik prädestiniert.
Der Fokus liegt auf dem frontalen Klangbild, was dem Eindruck zuträglich
ist, direkt vor der Bühne zu sitzen. Als nächstes DSP steht "Studio
Mix" in unserer Liste. Eine adäquate Wiedergabe von Rock- und
Popmusik soll hier im Mittelpunkt stehen. Durch gezielte Verstärkung
gesamtakustisch relevanter Klanganteile wird der Eindruck eines besonders
kräftigen Klangbilds erzeugt. Bleibt TV Logic - hier soll bei TV-Sendungen
der Eindruck entstehen, man säße direkt im Aufnahmestudio. In der Praxis
kein "must have". Natürlich hat der Onkyo auch noch den von uns
gern als "Partymodus" titulierten "All Channel Stereo
Mode".
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Als nächstes (Punkt 4, Hauptmenü) kommt das "Audio
Adjust"-Menü, in diesem Submenü kann man die Höhen, Mitten und
Tiefen für jeden Lautsprecher getrennt einstellen, was rasch und problemlos
möglich ist.
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Das Preference-Menü erscheint, wenn man den Unterpunkt 5)
des Hauptmenüs anwählt. Dann kann man unter "Volume Setup"
auswählen, ob die Lautstärke absolut oder relativ angezeigt werden soll.
Auch findet sich eine Möglichkeit, den Level bei der Stummschaltung (Muting)
zu justieren. Ebenfalls kann ("Maximum Volume") ein maximal
möglicher Lautstärke-Wert eingegeben werden. Unter "Power on Volume"
kann ein konstanter Lautstärkepegel festgelegt werden, auf den sich der
5000er direkt nach dem Einschalten automatisch justiert. Auch der Level der
Kopfhörerausgangsbuchse, verschiedene OSD-Parameter und die Position des
OSDs können den eigenen Wünschen angepasst werden.
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Auch ein spezielles Setup für die i.link-Features findet
sich unter Punkt 6 im Hauptmenü. "Wakeup Setup" - hier kann man
die Bedingungen für die Verbindung angeben, wenn der TX-NR5000E im
Bereitschaftszustand ist. Bei der Einstellung "Enable" wird die
Verbindung nicht abgebrochen, bei "Disable" wird sie abgebrochen.
Stromsparender ist es, diese Funktion im werksseitig eingestellten "disabled"
Modus zu lassen. OSD for DVD: Wenn der Anwender einen Onkyo i.link-Player
einsetzt, kann das Menü des TX-NR5000E direkt auf dem Bildwiedergabegerät
angezeigt werden, auch wenn nur der DVD-Player direkt an das Fernsehgerät
angeschlossen ist. OSD for DVD (Zone 2): Schaltet den i.link-Ausgang für
die 2. Hörzone frei. System Control Setup: Hier kann die Funktion "i.link
Selector Change", Umschalten mit i.link, aktiviert oder deaktiviert
werden. Wenn ein i.link-fähiges Wiedergabegerät an den TX-NR5000E
angeschlossen ist, schaltet der AV-Receiver die Eingangsquelle auf
diejenige um, die dem Gerät als i.link-Quelle zugewiesen wurde.


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Da der TX-NR5000E ein Net Tune-Receiver ist, können über
das OSD auch alle netzwerkrelevanten Einstellungen vorgenommen werden. Hier
sind folgende Justagemöglichkeiten durchführbar: Hinter "IP Adress"
verbirgt sich die Möglichkeit, die IP Adresse manuell einzugeben oder sie
automatisch z.B. von einem Router zuweisen zu lassen. Möchte man die
automatische Version anwählen, muss die Option "DHCP" (Dynamic
Host Configuration Protocol".
Klingt kompliziert, heißt aber nichts anderes, als dass ein solcher Router in
der Lage ist, eigenständig die automatische IP-Adressvergabe in die Hand zu
nehmen. Der Hintergrund der automatischen Adressvergabe: Gerade im Internet
ist das Festlegen der IP-Adressen sehr aufwändig, da das System ständig in
Bewegung ist: Laufend ziehen Teilnehmer um, melden sich neu an oder melden sich
ab.
Ein als DHCP-Server arbeitender Router greift auf einen genau definierten Pool
aus IP-Adressen zu, aus dem er den angeschlossenen Netzwerkkomponenten die
IP-Adressen zuweist. Für den Benutzer bedeutet dies: Weniger Arbeit durch das
Einsparen der manuellen Adressvergabe. Weiterer Vorteil: Da nicht alle
Teilnehmer zeitgleich aktiv sind, ist es möglich, die identische IP-Adresse
nacheinander an verschiedene Netzwerkkomponenten zu verteilen) aktiviert werden,
für die manuelle Eingabe ist DHCP zu deaktivieren. Bei der manuellen
Vergabe der IP-Adresse muss die IP einer der drei von Onkyo genannten
Klassen angehören: Klasse A - 10.0.0.0. - 10.255.255.255, Klasse B -
172.16.0.0 - 172.31.255.255, Klasse C - 192.168.0.0 - 192.168.255.255.
Unter der Option "Subnet Mask" muss der Wert für die
Teilnetzmaske eingegeben werden. Ist der AV-Receiver direkt mit einem
DSL-Modem oder einem DSL-Router verbunden, so lautet der Wert für diese
Maske normalerweise "255.255.255.0". Die Gateway-Adresse (nächste
Position) muss manuell eingegeben werden, wenn DHCP deaktiviert ist. Bei
Anschluss an ein DSL Modem oder einen ISDN Terminal Adapter ist die
vom ISP vergebene Adresse einzugeben. DNS Server 1/2: Wenn DHCP
deaktiviert ist, muss hier der DNS-Server eingegeben werden. Bei Anschluss
an ein DSL Modem oder einen ISDN Terminal Adapter ist die vom ISP
vergebene DNS-Adresse einzugeben. Im Untermenü "Proxy" muss
die Proxyserver-Funktion aktiviert werden, wenn Ihr ISP (Internet
Service Provider) einen Proxyserver einsetzt. Die weiteren Menüpunkte
beschäftigen sich mit den Proxy-Einstellungen. Im Menü "MAC Adress"
ist die MAC-Adresse einzugeben, die dem PC zugewiesen wurde. Was ist die
MAC-Adresse? Jedes Gerät verfügt über eine nicht abänderbare,
physikalische Adresse, die unter dem Namen "MAC-Adresse" bekannt
ist. "MAC" steht für "Media Access Control" und ist 12
Zeichen lang. Genau mittels dieser MAC-Adresse ist es möglich, Rechner
dezidiert im Netzwerk zuzulassen: Nur diejenigen Rechner, deren MAC-Adresse
über ein spezielles Menü in der Software des Routers eingegeben wird, können
sich einloggen. Im Untermenü "Client" wartet weitere
Justagearbeit: Bei "Client Name" muss der Name, der im Net
Tune-System verwendet wird, bestätigt werden. Wakeup on LAN: Siehe
i.link-Wakeup-Funktion. NTSP Port: Eingabe der TCP/IP-Anschlussnummer für
die Kommunikation mit Net Tune Central.

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Unter dem Hauptmenüpunkt "Lock/Version" kann man
zum einen sämtliche Setup-Menüs sperren ("Lock"), zum anderen -
siehe oben - sich die Daten der Firmware (Master Version) anschauen. Der
Kenner sieht hier auch, dass der 5000er mittels HDMI lediglich
2-Kanal-Stereoton übertragen bzw. entgegennehmen kann (Version 1.0, nur
Version 1.1 ist multichannelfähig).
Insgesamt
ist Onkyo in Bezug auf die Konfiguration sehr zu loben, denn die elementaren Einstellungen sind schnell
getroffen. Mehr mit der Materie auseinander setzen muss sich nur derjenige
Anwender, der alle Konfigurationsmöglichkeiten wie z.B. den Betrieb aller
Hörzonen sowie der Net Tune-Funktion für "Custom Installations"
verwenden möchte. Kein Ruhmesblatt stellt die grafische Qualität des On Screen
Displays dar, die keinen Deut besser ist als bei den Einsteigerreceivern von
Onkyo - hier hätten wir weitaus mehr erwartet. Sehr schön bedienen lassen sich
die soliden Bedienelemente direkt an der Gerätefront, von denen ein Teil unter
der bereits erwähnten Klappe zu finden ist. Das zweizeilige Gerätedisplay ist
mustergültig - sehr schön auch die kleine Zusatzanzeige (siehe Bild links).
Hier werden die Audio-Signalart, die Video-Signalart (auf den jeweils aktiven
Eingang bezogen) sowie die Lautstärke angezeigt. Im linken Teil des Displays
findet sich noch die Eingangssignal-Konfiguration (z.B. 2.0 oder 5.1), die
aktiven Channels leuchten rot. Extrem gut zu handhaben ist der präzise
Lautstärkedrehregler

Hochsolide und sehr gut im Handling: Bedienelemente unter der
Frontklappe

Exakt: Der Lautstärkedrehregler überzeugt bei der Bedienung
vollkommen
Auch die Fernbedienung leistet sich keinen Fauxpas. Sie ist
angenehmerweise kein Tastengrab, sondern mit klarer Struktur versehen. Durch die
Beleuchtungsmöglichkeit ist sie in der Dunkelheit problemlos zu handhaben.

Sehr praxisgerecht ist das Navigationskreuz mit gut
steuerbarem Mini-Joystick ausgeführt. Die Lautstärke-Wipptaste rechts ist
einfach und präzise zu bedienen

Nicht zu grell: Die Beleuchtung der Fernbedienung reicht genau
aus
Bewertung Konfiguration/Bedienung gesamt:      
Einstellmöglichkeiten:      
Handhabung:      
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