Info: AREA DVD Networking-Special Teil 3/Onkyos Net Tune-Technologie
27.09.2004 (cr)
Always in Motion: Onkyos Net-Tune-Receiver NC500XE im Einsatz
Schon seit längerer Zeit bietet Onkyo einige Receiver-Modelle
mit der Net Tune-Funktion an. Ebenso wie bei der Kenwood-Variante ist auch hier
das Ziel, den netzwerkfähigen Receiver ins Netzwerk einzubinden, um Dateien,
die auf der Festplatte des Rechners gespeichert sind, vom PC zum Receiver
weiterzuleiten. Im Gegensatz zu der Kenwood-Variante beschränkt sich Onkyo
allerdings auf die Übertragung von Tondaten. Video- oder Fotomaterial kann hier
nicht transferiert werden. Als "Bonus Feature" bietet Onkyo dafür -
für Breitband-User - die Möglichkeit, auf Sender des Internet Radio
zuzugreifen (Radiosender in Onkyo-eigener Liste aufgeführt). Die Auswahl an Net
Tune-fähigen Komponenten umfasst momentan folgende Geräte (TX-NR900E als
Auslaufmodell ist nicht gelistet):
Das neue Spitzenmodell TX-NR5000E ist
mit Net Tune ausgestattet
Unser Mastertest-Sieger Onkyo
TX-NR801E gehört ebenfalls zu den Net Tune-Receivern
Das kleine, edle und kompakte Zweikanalgerät NC500XE ist
ebenfalls Net Tune-fähig und wird für 799 € komplett mit zwei Lautsprechern
ausgeliefert
Overview
MP3-, WAV- oder WMA-Dateien haben inzwischen fast alle PC-Eigner auf ihrem
Computer. Onykos Net Tune-Technologie ermöglicht durch eine Verbindung des Net
Tune-Receivers zum PC via Netzwerk auf
einfache Weise der Zugang zu allen gespeicherten Musikdateien. Der Anwender muss
dazu die Software "Net-Tune™ Central (mitgeliefert) auf dem PC
installieren, dann übernimmt Net Tune Central die Rolle als "Mittler"
zwischen PC und Receiver Die Musikdateien, die über die Home Theatre-Anlage gehört
werden sollen, muss man, wie bei Netzwerken üblich, zuvor freigeben. Mittels
der Benutzeroberfläche ist dies jedoch in der Praxis einfach möglich. Es lassen sich mehrere Net
Tune-Komponenten zu einem ganzen Netzwerk ausbauen, maximal 12 Clients können
eingebunden werden. Wer auf
eine breitbandfähige Verbindung wie z. B. DSL zugreifen kann – was sich immer
kostengünstiger realisieren lässt - hat zusätzliche interessante Möglichkeiten,
denn es ist auch möglich, auf das Internet-Radio (Onkyo bietet hier eine
Auswahl an Radiostationen an) zuzugreifen.
Einbindung ins Netzwerk, PC-Software und Benutzeroberfläche
der Onkyo-Netzwerkkomponente
PC-Server-Software installieren
Nun haben Sie bereits einen Überblick über die
Netzwerkfunktionen bekommen - nun erklären wir Ihnen, wie die Onkyo-Kompoente
in Ihr Netzwerk eingebunden wird. Als Beispiel fungiert der Receiver NC500XE. Zusammen mit dem Gerät wird auch die entsprechende
Software geliefert. Sie ist auf der "Net Tune Central CD-Rom"
enthalten und muss auf Ihrem PC installiert werden. Die aktuelle Version
ist Version 2.3.
Systemanforderungen: Damit auf Ihrem PC die Software installiert
werden kann, müssen folgende System-Mindestanforderungen erfüllt werden:
Mindestanforderungen Internetzugang (wenn man zusätzlich den
Zugriff aufs Internet Radio nutzen möchte):
• Breitband Internetanschluss (z. B. DSL)
• DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) basierendes
Netzwerk (DHCP-fähiger Router erforderlich)
• Integrierter 100Base-TX Switch im Breitband Router (empfohlen)
Mindestanforderungen PC Ausstattung:
600 MHz Intel Pentium III Prozessor; Windows®
98SE, ME, 2000 oder XP Betriebssystem; mehr als
20 MB freier Festplattenspeicher; 128 MB RAM
Arbeitsspeicher bei Windows® 98SE, ME und 2000, 256 MB bei XP;
Ethernet Port. Nicht kompatibel mit Macintosh-Systemen.
Es wird empfohlen, andere Anwendungen zu schließen, bevor mit
der Installation begonnen wird.
Hier nun alle Schritte bis zur Inbetriebnahme:

Der Anfang: Die Installation von Net Tune Central beginnt

Nimmt es genau: Vor der Installation möchte die Net Tune
Central-Software die Benutzerdaten wissen. Dabei wird auch nach der Seriennummer
des Net Tune-Geräts (auf der Geräterückseite zu finden) gefragt

Praktisch: Vor der Installation fasst ein spezieller Screen
nochmals alle bislang gespeicherten Informationen zusammen: Den Ort, wohin das
Programm installiert werden soll, den Benutzer und den Programmordner

Geschafft: Net Tune Central ist installiert und kann nun
verwendet werden
Arbeiten mit Net Tune Central
Mit der Software zu arbeiten, ist nicht allzu schwer.

Erster Schritt: Die Net Tune Central-Software baut eine
Bibliothek auf, in der die abzuspielenden Musikdateien aufgeführt werden. Dabei
greift die Software auf das Verzeichnis zu, in dem Sie Ihre Musikdateien im wav.,
MP3- oder WMA-Format gespeichert haben. Jedes Mal nach dem Start von Net Tune
wird ein Abgleich mit Ihren Musikdateien durchgeführt. Dabei werden die
Stücke, die bereits in die Bibliothek aufgenommen wurden, erkannt. Neue Stücke
werden automatisch hinzugefügt

Übersichtlich: Der Library-Manager, der alle Musikdateien
auflistet. Die einzelnen Files werden jedoch nicht von dieser
Benutzeroberfläche aus gestartet. Sie dient dazu - wie das unten stehende Bild
zeigt - nach dem Klicken auf einen Verzeichnisantrag die Inhaltsinformationen
anzuzeigen:


Über diese Benutzeroberfläche, die durch Anklicken des Net
Tune-Symbols unten im rechten Bildschirmrand in der Taskleiste erscheint, wird
der fürs Abspielen zuständige Controller aktiviert.

"Musicmaker": Von dieser Benutzeroberfläche aus
steuert man die abzuspielenden Dateien. Links die Ordnerstruktur, wo
Aufteilungen nach Künstler, Album und Genre möglich sind
IP-Adresse zuweisen
In einem nächsten Schritt müssen nun, je nach dem, ob Router
oder Peer to Peer/Switch/Hub/Powerline, die IP-Adressen zugewiesen werden. Auf
der ersten Seite unseres Networking-Specials
finden Sie die nötigen Schritte, um dies bei Ihrem PC zu veranlassen. Hier
beschreiben wir, was beim Onkyo NC500XE einzustellen ist. Beim Onkyo geschieht
das Setup über das große vierzeilige DOT-Matrix-Display.

Nach dem Drücken der Setup-Taste auf der Vorderfront des
Receivers können Sie mit den Cursortasten unten rechts auf der
Gerätevorderseite den Setup-Punkt "System" anwählen - nicht
"Server", was auch anwählbar ist!

Anschließend gehen Sie im System-Setup in das Untermenü
"Ethernet Settings".

WICHTIG: Verwenden Sie keinen Router, muss "DHCP"
auf "off" gesetzt werden. Nur dann ist die für andere
Verbindungsarten erforderliche manuelle IP-Konfiguration möglich. Wer einen
Router verwendet, muss DHCP auf "on" stellen, dann wird die IP-Adresse
automatisch vergeben

Bitte Eingabe: Hier können Sie die von Ihnen definierte
IP-Adresse manuell eingeben

Alles im grünen Bereich: Der Server ist gefunden - es kann
losgehen. Gibt es mehrere Server, kann mit den Cursortasten der Gewünschte
angewählt werden

Großflächig: Das Display bietet beim Abspielen eines Titels
eine gute Übersichtlichkeit
Der NC500XE im Kurzüberblick
Komplettpaket: NC500XE inklusive zwei edel ausschauenden
Lautsprechern
Tribut an die kompakten Abmessungen: Die eher bescheidene
Anschlussauswahl auf der Geräterückseite
Schick: Die mitgelieferte Fernbedienung
799 € - für einen so kleinen Receiver, der kein
Multichannel-Gerät ist, ein nicht eben geringer Preis. Dieser relativiert sich
aber, wenn man bedenkt, dass noch zwei sehr gut verarbeitete und - in
Anbetracht der Abmessungen - erstaunlich wohlklingende Lautsprecher mitgeliefert
werden. Auch die ausgesprochen noble Verarbeitung spricht für sich, die dicke
Alu-Frontplatte gefällt ebenso wie die Qualität der mitgelieferten
Fernbedienung. Der NC500XE ist das ideale Zweitgerät für Arbeits- oder
Schlafzimmer, für diese Einsatzzwecke reicht auch die gebotene Leistung
problemlos aus. Die Klanggüte ist alles andere als schlecht - im Gegensatz zu
vielen Mini- und Microanlagen sind zwar die Abmessungen "micro", nicht
aber der Sound: Mit frischer und klarer Charakteristik wird eine Menge
geboten.
Ausstattungsmerkmale
• 17 W/Kanal an 6 Ohm, 1 kHz (DIN)
• VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry)
• Net-Tune-Funktion mit MP3/WAV/WMA-Wiedergabe
• Anschlussmöglichkeit für Ethernet-Kabel
• Genre/Land/Sprache-Auswahl für Internet radio
• DOT Matrix-Display mit 20 Zeichen und vier Zeilen
• Wiederholungsmodus
• Line in/2 Ausgänge (Fix/Variabel)
• Optischer Digitalausgang
• 40 AM/FM-Stationsspeicher
• 20 Internet Radio-Stationsspeicher
• Alarm- und Einschlaf-Timer
• Kopfhöreranschluss
• Aluminiumfrontblende
• Infrarot-Fernbedienung
Hier geht es weiter zur Seite 4: Fazit
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