Info: AREA DVD Networking-Special Teil 1/Grundlagen
03.12.2004 (cr)
Wir danken der Firma Kenwood für den Support mit Infomaterial
und Grafiken
Einführung
Früher verband man mit dem Begriff "Netzwerk" vor
allem PC-Systeme in größeren und großen Firmen, also eine beträchtliche
Anzahl an Workstations, die alle untereinander verbunden waren und auf einen
zentralen Firmenserver zugreifen konnten. Innerhalb eines Netztwerks ist
es möglich, große Datenmengen schnell zu transportieren, zudem erlaubt ein Netzwerk,
dass zum Beispiel mehrere einzelne Workstations zusammen einen Drucker, der ins
Netzwerk eingebunden ist, oder einen im Netzwerk integrierten Scanner nutzen. Zu
Hause hatte man lange Jahre seinen Personal Computer, der nur mit der direkt
angeschlossenen Peripherie und seit wenigen Jahren oftmals auch mit dem
Internet in Kontakt steht. Nur sehr versierte Anwender hatten sich kleine
Heimnetzwerke aufgebaut.
Heutzutage sieht die Netzwerk-Welt jedoch anders aus - denn dem
Netzwerk, so möchte es uns nicht nur die PC- sondern seit Neuestem auch
die Unterhaltungselektronik-Industrie Glauben machen, gehört die Zukunft. Schon
jetzt ist der PC keineswegs nur als reines Arbeitsgerät in Betrieb. Gerade mit
dem Aufkommen neuer, schneller Breitband-Verbindungen kann man - übrigens ganz
legal bei entsprechenden Anbietern - Musik- und auch Videodateien herunterladen
und auf der Festplatte des heimischen Rechners abspeichern. Und was bringt in
diesem Zusammenhang eine netzwerkfähige AV-Anlage? Nun, es hört sich
tatsächlich interessant an: Der Home PC ist im Arbeitszimmer untergebracht, die
Home Cinema-Anlage, die im Wohnzimmer Aufstellung bezieht, kann mit dem PC
kommunizieren - und die Musik- und/oder Bilddateien, die auf dem Rechner
gespeichert sind, wiedergeben. Das heißt: Sie haben nicht nur Zugriff auf die
einzige DVD oder CD, die im DVD-Player liegt, nein, Sie sind in der Lage, auf
große Teile des multimedialen Inhalts Ihrer Festplatte zuzugreifen. Die
Verbindung kann konventionell kabelbasiert oder aber drahtlos, "wireless",
per Funk erfolgen. Natürlich ergeben sich noch weitere, beeindruckende
Einsatzmöglichkeiten, denn Sie können natürlich nicht nur einen, sondern
mehrere netzwerkfähige Geräte, kurz "Clients", an Ihren PC
anschließen, die unabhängig auf die Inhalte Ihres PCs zugreifen können. Im
Wohnzimmer läuft eine wunderschöne klassische Symphonie, der Sohn hört seine
HipHop-Tracks in seinem Zimmer und die Oma im Gästezimmer lauscht den Klängen
bekannter Volkmusik-Schlager - keine Vision, sondern problemlos
realisierbar.
Doch ist es nicht aufwändig und schwierig und verlangt nach
umfangreichen PC-Kenntnissen, ein solches Netzwerk aufzubauen, zu konfigurieren
und zu nutzen? Es ist alles ganz einfach, versprechen die Hersteller. Es ist,
nimmt man sich etwas Zeit, auch für weniger Fachkundige möglich, ein
funktionierendes Netzwerk aufzubauen, haben wir ermittelt. Damit wir
Ihnen unser Basiswissen weitergeben können, haben wir dieses Networking-Special
verfasst - damit das Home Network kein Traum bleiben muss. Zunächst haben wir etwas
Basiswissen zum Thema Netzwerk zusammen getragen, anschließend stellen
wir Ihnen zwei Systeme vor: Kenwoods Netzwerk-Technologie und anschließend
Onkyos Net Tune-Technik.
-
Grundlagen
-
Kenwoods Netzwerk-Technologie
-
Onkyos Net Tune-Technologie
-
Fazit
Networking - die Basics
Wenn man ein Netzwerk zuhause aufbauen möchte, muss man erst
einmal auf folgende Punkte achten:
-
Passen meine Systemvoraussetzungen? Ist der Rechner geeignet
für das Projekt, welches ich plane? (CPU schnell genug, Festplatte und
Arbeitsspeicher ausreichend, Betriebssystem auf dem korrekten Stand)
-
Wie sehen die Rahmenbedingungen aus? Möchte ich nur den PC
mit meinem Netzwerk-AV-Receiver verbinden oder möchte ich z.B. den
Netzwerk-Receiver in ein bereits bestehendes oder geplantes Hausnetzwerk
einbinden?
-
Wie viele AV-Komponenten möchte ich ins Netzwerk einbinden?
-
Auf welche Art und Weise soll die Einbindung geschehen?
Drahtlos oder kabelgebunden?
Es ist wichtig, fürs Netzwerk-Vorhaben einen Rechner
aktuelleren Datums zu verwenden, der auf einem aktuellen Betriebssystem
l(Windows XP Home oder Professional eignen sich am besten, oder Windows 2000
Professional)
läuft. Der Rechner muss über eine eingebaute Netzwerkkarte verfügen. Des
Weiteren muss ich mir anschließend Gedanken machen, wie ich meine
AV-Netzwerkkomponente einbinden möchte. Hier gibt es verschiedene
Möglichkeiten:

Die einfachste Verbindung: "Peer to Peer". Schon
aufwändiger: Vernetzung mehrerer Komponenten mittels eines Switch
1. Die einfachste Möglichkeit ist ein Ethernet-Crossover-Kabel.
Mit diesem kann man zwei PCs oder aber den PC und den Netzwerk-AV-Receiver
direkt miteinander verbinden, vergleichbar mit dem Anschluss der
Digitalkamera via USB-Verbindung an den Rechner. Wichtig ist, nicht blind zu
irgendeinem Netzwerkkabel zu greifen - ausschließlich Crossover-Kabel sind
für den Direktanschluss geeignet. Bei der Verbindung von zwei Komponenten
durch ein Crossover-Kabel spricht man auch von einer "Peer-to-Peer"-Verbindung. 2.
Wer mehrere Komponenten in einem Netzwerk betreiben möchte,
beispielsweise drei Rechner und zwei Laptops, kann zu einem Netzwerk-Hub
greifen. Genau wie ein USD-Hub hat auch der Netzwerk-Hub die Aufgabe, die
Daten, die er von einem PC empfängt, an die anderen Systemkomponenten im
Netzwerk weiterzuleiten, sozusagen als "Schaltzentrale". Diese
Schaltzentrale ist aber sehr einfach aufgebaut und verfügt über keinerlei
Eingriffsmöglichkeiten in Bezug auf die ihm zur Verfügung gestellten
Datenpakete. Ein Hub ist nicht in der Lage, zu differenzieren und die Daten
beispielsweise nur einer Komponente zur Verfügung zu stellen - er
prüft also nicht die Zieladresse, sondern leitet die Daten grundsätzlich
an alle Komponenten des Netzwerks weiter. Dies sorgt natürlich für eine
relativ geringe Geschwindigkeit, da, ganz gleich, ob die Datenpakete von
allen Rechnern benötigt werden, immer alle Daten an alle Rechner gesendet
werden. Nach der Datenversendung wartet der Hub auf neue Datenpakete.
3. Cleverer agiert ein sogenannter "Switch". Er ist
prinzipiell ähnlich wie ein Hub aufgebaut und steht im Zentrum eines
Netzwerks. Zusätzlich zu einem Hub aber ist ein Switch in der Lage, zu
unterscheiden - er kann bestimmte Daten nur an einige, ausgewählte Rechner
weiterleiten. Ihm kann man also "sagen", in welche
"Unternetze" die Datenpakete geliefert werden sollen. Dies
erhöht vor allem die Geschwindigkeit, da der Switch die Zieladresse/n der
angelieferten Datenpakete überprüft und die Daten nur zu den Rechnern
weiterleitet, auf denen sie gebraucht werden. Dieses intelligente "Routing"
erhöht die Geschwindigkeit.

Komfortabel:
Mittels Wireless nebst passendem Router gibt es keinen Kabelsalat im Haus. Auch
möglich: Per Power Line Nutzung der Steckdosen als Netzwerkports 
Clever:
Ein Router ist die Schaltzentrale zwischen verschiedenen Netzwerkkomponenten und
zusätzlich der "Mittler" zwischen verschiedenen
Netzwerk-Technologien. Er verbindet z.B. das heimische LAN mit dem Internet
4. Und dann gibt es noch den Router, der besonders umfangreiche
Fähigkeiten mitbringt. Der Router hat durch das Aufkommen
hochgeschwindigkeitsfähiger Breitbandverbindungen (DSL) besondere Bedeutung
bekommen. Er leitet Daten aus einem lokalen Netz (englisch "Lokal Area
Network, LAN) in ein anderes Netzwerk über die schnellste Route weiter. Ein
Router ist ein "Mittler" zwischen zwei verschiedenen Typen von
Netzwerken, die ohne ihn nicht miteinander kommunizieren könnten, aus
dieser Fähigkeit ergibt sich auch sein Einsatzgebiet: Er verbindet ein
lokales Netzwerk, z.B. bei Ihnen zu Hause, mit einem
Internet-Netzwerk.
5. Man kann auch das hausinterne Stromnetz nutzen: Die
"Power Line"-Verbindung funktioniert via Steckdose
Des Weiteren sollte ich planen, wie viele AV-Komponenten ins
Netzwerk eingebunden werden sollen - denn es ist ohne Weiteres möglich,
beispielsweise zwei PCs und drei netzwerkfähige AV-Komponenten miteinander zu
vernetzen.
Bleibt der Punkt zu klären, ob die Komponenten drahtlos ("wireless")
oder kabelbasiert miteinander verbunden werden sollen. Wer
einen Umbau seines Hauses plant oder gerade dabei ist, zu bauen, kann sich
Netzwerkverbindungen (RJ45-Kabel) gleich in jedes Zimmer mit verlegen lassen, so
dass man später die Möglichkeit hat, in jedem Raum Netzwerkkomponenten
anzuschließen. Also ist eine solche Maßnahme eine Investition in die Zukunft.
Wer diese Möglichkeit nicht hat, wird sich eher für ein "WLAN" (Wireless
Local Area Network) begeistern können, schließlich ist die Vorstellung, dass
sich unendlich lange Netzwerkkabel quer durch die Wohnung oder das Haus
schlängeln, keine besonders verheißungsvolle Vorstellung. Bleibt als dritte
Alternative die Vernetzung mittels Power Line, hier wird die hausinterne
Stromversorgung über Steckdose als Übertragungsmedium genutzt. Hier benötigt
man spezielle Adapter, die für eine Verbindung zwischen Steckdose und
Netzwerk-Komponente sorgen. Bevor man sich "blind" für eine
Wireless-Lösung oder für Power Line entscheidet, sollte man folgendes
beachten: In der Öffentlichkeit werden mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen,
die durch die Wireless- oder die Power Line-Technologie ausgelöst werden
können, diskutiert. Wir raten zu umfangreicher Information vor dem Kauf der
Komponenten. Da immer mehr Nutzer auf WLAN zurückgreifen, stellen im Folgenden kurz vor:
a) Was ist WLAN? und b) welche Komponenten braucht man für eine schnurlose
Vernetzung?
1. Was ist WLAN ? WLAN (Wireless Local Area Network), ist ein funkgesteuertes,
drahtloses Netzwerk, das zwischen verschiedenen PCs oder Notebooks und
anderen Netzwerkkomponenten wie Druckern oder AV-Receivern mit Netzwerkfunktion aufgebaut werden kann.
Es gibt zwei verschiedene Standards: IEEE 802.11 b (Frequenzbereich 2,4 GHz,
Übertragungsrate 11 Mbit/s) und IEEE 802.11 g (Frquenzbereich 2,4 GHz,
Übertragungsrate 54 Mbit/s). Selbst mit IEEE 802.11 b ist es prinzipiell
möglich, Informationen von einer DVD zu übertragen. Allerdings ist dann
die Kapazitätsgrenze erreicht, exakt 11 MBit/s werden für die Übertragung
benötigt. Im Vergleich die Übertragungsraten, die bei der
Übertragung anderer Daten anfallen: DivX 4 Mbit/s, Dolby Digital-Ton 0,5
Mbit/s, DTS-Ton 1,5 MBit/s, CD/1,41 Mbit/s, MP3 0,128 Mbit/s. 2.
Was braucht man für WLAN? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, drahtlos zu übertragen.
Auf jeden Fall benötigt man einen Wireless-Router mit DSL-Modem, der als Schaltzentrale
fungiert und für den Zugriff auf das Internet sorgt. So können
problemlos mehrere drahtlos verbundene Rechner parallel aufs Internet zugreifen.
Unbedingt beachten sollte man, dass die Router-Betriebssoftware auf
dem NEUESTEN SICHERHEITSSTAND ist. Denn ist der Router nicht effektiv gegen
externe Zugriffe abgesichert, ist es Fremden problemlos möglich, sich in Ihr
Hausnetzwerk einzuloggen, wenn sie in der Nähe wohnen oder sich in der Nähe
Ihrer Wohnung aufhalten und einen Wireless-Rechner betreiben. Es ist ratsam, dass am Router jede einzelne Komponente
separat angemeldet werden muss. Dann ist es zwar z.B. für Ihre Gäste nicht
ohne entsprechende Anmeldung möglich, mit dem mitgebrachten Notebook über Ihr
Netzwerk ins Internet zu gehen, dafür aber ist die Sicherheit weitaus höher:
Nur die Rechner, die der Router "kennt", können Zugriff
erhalten. 
Schaltzentrale:
Wireless-Router im Einsatz. Wichtig bei Wireless-Systemen: UNBEDINGT die
Sicherheit auf dem neuesten Stand halten! Besonders
einfach hat man es, wenn man über ein moderes Notebook verfügt, das direkt
ein Wireless-Modul eingebaut hat, denn in diesem Fall benötigt man keine
externe Karte oder ein anderes externes Gerät. Ist keines
Wireless-Funktion direkt integriert, muss man zu einer PCMCIA-Karte fürs
Notebook greifen.

Drahtlos ganz praktisch: Moderne Notebooks, hier im Bild unser
JVC-Subnote MP-XV841 (2.199 EUR), verfügen gleich über eine interne
Wireless-Funktion. Externe Karten sind nicht nötig.

Zusätzlich zur Konfiguration muss im Falle des JVC nur noch
an der Geräteseite der "Wireless"-Schalter neben dem
Lautstärkeregler auf "on" gestellt werden

Die gelbe Leuchte zeigt dann an, dass die Wireless-Verbindung
in Betrieb ist

Alternative Lösung: Wer keine Wireless-Funktion direkt im
Notebook integriert hat, kann eine PCMCIA-Wireless-Card in den entsprechenden
Slot einführen

In Aktion: Die Wireless-Card hat erfolgreich Kontakt mit dem
Netzwerk aufgenommen
Nun verwenden nicht alle "Netzwerker", die drahtlos
agieren möchten, ein Notebook - daher gibt es selbstverständlich auch für den
"normalen" Desktop-PC eine entsprechende Lösung, die dann
beispielsweise so aussieht:

Wird mittels Universal Serial Bus (USB) mit dem PC verbunden:
Kleines Wireless-Modul für die drahtlose Verbindung des Rechners mit einem
Router
Wer nun seinen AV-Receiver oder seinen DVD-Spieler mit
Netzwerkfunktion ins Drahtlos-Netzwerk einbinden möchte, steht vor einem
kleinen Problem: Denn hinten an den Geräten befindet sich ausschließlich eine
Ethernet-Buchse zur Einführung eines Netzwerkkabels, und einen Wireless-Lösung
ist nicht mit an Bord. Was also tun, wenn man seine AV-Netzwerkkomponente
drahtlos einbinden möchte? Die Lösung bieten schnurlose Ethernet-Bridges.
Diese Module müssen zunächst ins Heimnetzwerk eingebunden werden, damit Router
und Bridge sich "verstehen". Dies ist in der Praxis nicht selten ein
kleines Problem, denn nicht alle Router und alle Bridges sind miteinander ohne
Schwierigkeiten kombinierbar - hier sollte man sich auf längere Testphasen zur
Ermittlung der "Verständigungsmöglichkeit" einstellen.

Hilfsmittel: Eine solche drahtlose Ethernet-Bridge ist
erforderlich, wenn die AV-Netzwerk-Komponente ins drahtlose Netzwerk eingebunden
werden soll

Hinten befindet sich zum einen der Anschluss für die
Stromversorgung über ein externes Netzteil und ein Ethernet-Anschluss, von dem
aus ein RJ45 Kabel zur ins Netzwerk einzubindenden AV-Komponente verläuft
Networking-Basics
Wenn man ein Netzwerk aufbauen möchte, sollte man einige
Grundkenntnisse mitbringen, um die Arbeitsweise eines Netzwerkes verstehen zu
können. Zunächst einmal benötigt jede Komponente, die in einem Netzwerk
arbeiten soll, eine Adresse - genauso, wie die Post eine Adresse von Ihnen
braucht, um Ihre "Daten" in Form von Briefen und Päckchen
zuzustellen, braucht auch die Netzwerkkomponente ihre Adresse, damit die ihr
zugedachten Datenpakete auch ankommen. Genannt wird diese "Anschrift"
"IP-Adresse". Eine IP-Adresse besteht aus einem Zahlencode von vier Zahlen,
jeweils zwischen 0 bis 255, die durch Punkte getrennt werden. Damit ist jeder Netzwerkteilnehmer eindeutig adressierbar.
Ein Adress-Beispiel wäre 192.168.0.1.
Die IP-Adresse kann von Ihnen manuell eingegeben werden oder
aber automatisch zugewiesen werden. Je nach Art des Netzwerkes entscheidet
sich, ob die IP-Adresse manuell zugewiesen werden muss oder aber
automatisch zugewiesen wird. Bei der einfachsten Verbindung, der oben
beschriebenen "Peer to Peer"-Direktverbindung über Crossover-Kabel,
wird die IP-Adresse manuell von Ihnen vergeben, ebenso bei einem Hub oder einem
Switch sowie bei der Power Line-Verbindung. Wichtig dabei ist, dass Sie darauf achten, dass Sie nicht zwei
Komponenten die identische IP-Adresse zuweisen! Wenn Sie in Ihrem Rechner
manuell IP-Adressen eingeben möchten, gehen Sie wie folgt vor (Windows XP):
-
Anwählen von "Arbeitsplatz"
-
Aufsuchen des Punktes "Systemsteuerung"
-
Anwahl des Punktes "Netzwerkverbindungen"
-
"LAN-Verbindung" anklicken
-
Den Punkt "Internetprotokoll TCP/IP" mit der Maus
anklicken
-
IP-Adresse, die verwendet werden soll, eingeben

So geht es: Doppelklick mit der Maus auf
"Internet-Protokoll (TCP/IP)"

Wichtig: Oben muss auf jeden Fall der Punkt "Folgende
IP-Adresse verwenden" angeklickt sein
Zu beachten ist: Wenn man beim Rechner die IP-Adresse manuell
festgelegt hat, muss bei der angeschlossenen anderen Komponente die
IP-Adresszuweisung auch manuell geschehen!
Wenn man beiden Komponenten eine IP-Adresse zugewiesen hat, kann
man ausprobieren, ob sie sich bereits verstehen. Dazu sind folgende Eingaben
erforderlich:
-
Mit der linken Maustaste unten links im Bildschirm den
"Start"-Button anklicken
-
Menüpunkt "Ausführen" anwählen
-
"cmd" eingeben

Gleich wissen Sie, ob sich die Komponenten erkennen oder nicht
Nachdem Sie mit "o.k." bestätigt haben, öffnet sich
nun ein DOS-artiges Fenster. Geben Sie den Befehl "ipconfig" ein und
bestätigen Sie mit Return. Dann bekommen Sie folgenden Text:

Alles in der Übersicht: Hier sehen Sie Ihre verschiedenen
Netzwerkressourcen und die dazugehörigen IP-Adressen
Nun geben Sie den Befehl "ping" ein, anschließend ein
Leerzeichen und dann die IP-Adresse, die Sie der anderen Komponente zugewiesen
haben. Wenn alles normal läuft, erhalten Sie nach Drücken der Return-Taste die
folgenden neuen Meldungen:

Im grünen Bereich: Die beiden Komponenten haben sich
gefunden.
Vier Pakete sind gesendet worden, die andere Komponente hat vier
Pakete empfangen - kein Verlust, das heißt, die beiden Netzwerkkomponenten
haben sich korrekt erkannt. Wenn dies nicht der Fall ist und sich die
beiden Geräte nicht verstehen sollten, nochmals die Verbindung (Kabel) und die
IP-Adressen prüfen.

Für Router: Die IP-Adresse wird automatisch zugeteilt
Anders verhält es sich bei einem Router, der als DHCP-Server
fungiert. Hier wird die
IP-Adresse automatisch zugeteilt. Daher muss sowohl beim PC als auch bei dem
beispielsweise angeschlossenen Netzwerkreceiver die Option "IP-Adresse
automatisch beziehen" aktiviert werden. Hinter dem Begriff "DHCP"
verbirgt sich die Bezeichnung "Dynamic Host Configuration Protocol".
Klingt kompliziert, heißt aber nichts anderes, als dass ein solcher Router in
der Lage ist, eigenständig die automatische IP-Adressvergabe in die Hand zu
nehmen. Der Hintergrund der automatischen Adressvergabe: Gerade im Internet
ist das Festlegen der IP-Adressen sehr aufwändig, da das System ständig in
Bewegung ist: Laufend ziehen Teilnehmer um, melden sich neu an oder melden sich
ab.
Ein als DHCP-Server arbeitender Router greift auf einen genau definierten Pool
aus IP-Adressen zu, aus dem er den angeschlossenen Netzwerkkomponenten die
IP-Adressen zuweist. Für den Benutzer bedeutet dies: Weniger Arbeit durch das
Einsparen der manuellen Adressvergabe. Weiterer Vorteil: Da nicht alle
Teilnehmer zeitgleich aktiv sind, ist es möglich, die identische IP-Adresse
nacheinander an verschiedene Netzwerkkomponenten zu verteilen.
Des Weiteren verfügt jedes Gerät über eine nicht
abänderbare, physikalische Adresse, die unter dem Namen "MAC-Adresse"
bekannt ist. "MAC" steht für "Media Access Control" und ist
12 Zeichen lang. Genau mittels dieser MAC-Adresse ist es möglich, Rechner
dezidiert im Netzwerk zuzulassen: Nur diejenigen Rechner, deren MAC-Adresse über ein
spezielles Menü in der Software des Routers eingegeben wird, können sich
einloggen.

Wenn man zusätzlich noch zum Befehl "ipconfig" den
Zusatz "/all" eingibt, kann man sich auch die MAC-Adressen seiner
Komponenten anzeigen lassen
Fachbegriffe
Viele Fachbegriffe sind im Verlauf des Textes gefallen - hier
sind die wichtigsten nochmals alle aufgeführt und kurz erklärt:
-
Crossover-Kabel: Wird benötigt, um zwei Komponenten auf
direktem Wege miteinander zu verbinden
-
"DHCP": "Dynamic Host Configuration Protocol".
Ein Router, der als DHCP-Server fungiert, vergibt automatisch die
IP-Adressen aus einem definierten Pool
-
Hub: Diese
Schaltzentrale für die Verbindungsaufnahme mit mehreren Netzwerkkomponenten
ist sehr einfach aufgebaut und verfügt über keinerlei
Eingriffsmöglichkeiten in Bezug auf die ihm zur Verfügung gestellten
Datenpakete. Ein Hub ist nicht in der Lage, zu differenzieren und die Daten
beispielsweise nur einer Komponente zur Verfügung zu stellen - er
prüft also nicht die Zieladresse, sondern leitet die Daten grundsätzlich
an alle Komponenten des Netzwerks weiter.
-
Ethernet-Bridge, Wireless: Wird benötigt, wenn z.B. eine
Netzwerk-AV-Receiver in ein drahtloses Netzwerk eingebunden werden soll.
-
IP-Adresse: Jeder Komponente wird zur Identifizierung eine
eigene IP-Adresse in einem Netzwerk zugewiesen. IP-Adressen sind innerhalb
eines festgelegten Bereiches beliebig zu vergeben und abänderbar
-
LAN: Abkürzung für "Lokal Area Network"
-
MAC-Adresse: "Media Access Control", zwölf
Zeichen lange, nicht änderbare physikalische Adresse einer Komponente
-
Ping: Befehl, der eingegeben wird, um festzustellen, ob zwei
Geräte sich im Netzwerk finden
-
Power Line: Netzwerkverbindung über das hauseigene
Stromnetz (Steckdose)
-
Router:
Ein Router ist die Schaltzentrale zwischen verschiedenen Netzwerkkomponenten und
zusätzlich der "Mittler" zwischen verschiedenen
Netzwerk-Technologien. Er verbindet z.B. das heimische LAN mit dem Internet
-
Switch: Er ist
prinzipiell ähnlich wie ein Hub aufgebaut und steht im Zentrum eines
Netzwerks. Zusätzlich zu einem Hub aber ist ein Switch in der Lage, zu
unterscheiden - er kann bestimmte Daten nur an einige, ausgewählte Rechner
weiterleiten.
-
WLAN: Abkürzung für "Wireless Lokal Area Network"
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