Test: DVD-Player Kenwood DVF-9010

Das Kenwood-Spitzenmodell DVF-9010 besticht durch die
hochwertige Verarbeitung
Finish, Features und Anschlüsse
Der Kenwood DVF-9010 ist schon länger im Programm des
Herstellers, trotzdem kein Grund für uns, ihn nicht im Rahmen eines Kurztests
vorzustellen und zu prüfen, ob er den hohen Preis von 2498 Mark auch wert ist.
Zunächst sticht dem Betrachter die sehr hochwertige Anmutung
des Players ins Auge, die sich bis ins sauber verarbeitete Innenleben und bis zum hoch
auflösenden Display fortsetzt. Auch die nach unten gleitende Klappe, die die rasch
herausfahrende DVD-Lade freigibt, macht einen hochwertigen, präzisen Eindruck., der vom
leise agierenden Laufwerk noch verstärkt wird. Alles wirkt so, als wäre der Player auf
eine lange Haltbarkeit ausgelegt. Damit unterscheidet sich das Gerät wohltuend vom oft
etwas lieblos gemachten Durchschnitts-DVD-Player.
An Anschlüssen herrscht kein Mangel, nur SCART-Buchsen fehlen
gänzlich. Dafür gibt's für Projektorenbesitzer einen Component-Out.
Was vermisst wird, ist eine CD-R-Abspielmöglichkeit. Gerade
bei einem Gerät dieser Preisklasse dürfen solche Features vom Kunden erwartet werden.
Ebenso wird ein Standby-Schalter vermisst. Da dieser nicht vorhanden ist - nur ein
normaler Netzschalter - , kann das Gerät via Fernbedienung nicht ausgeschaltet werden.
Bedienung
Die Fernbedienung sieht zwar sehr ungewöhnlich aus, ist aber
von der Handhabung her wirklich gelungen und gut verarbeitet: Leicht und sicher navigiert
man durch die Menüs, die einem irgendwie bekannt vorkommen: Richtig, der DVF-9010 greift
auf Panasonic-Basics zurück. Dies ist aber kein Fehler, denn in Verbindung mit der
Fernbedienung ergibt sich ein tadelloser Bedienkomfort. Das einzige, was vielleicht
vermisst wird, ist eine Beleuchtung an der Fernbedienung.
Bild
Das Bild des Players ist hinsichtlich des Kontrastes und der
Natürlichkeit der Farben sehr gut, auch die Detailtreue gefällt (als Testmuster dienten
hier zum Beispiel die DVDs von "The Rock" und Batman & Robin). Auch heute
noch, wo das Gerät schon zu den älteren Modellen gehört, spielt der Kenwood an der
Spitze seiner Klasse mit.
Ton
Auch wenn einige Basics von Panasonic sind, im Innenleben ist
vieles eine Kenwood- Eigenentwicklung, und das merkt man. Der eingebaute Decoder klingt
erstaunlich komplett, der Dynamikumfang ist für einen integrierten Decoder groß. Auch im
kritischen Höhen- und Tiefbassbereich leistet er sich nur marginale Schwächen.
Herausragend ist beim Kenwood der exzellente Digitalton über den optischen
beziehungsweise den koaxialen Digitalausgang. Ein absolut reines und sauberes Klangbild
und keinerlei Störgeräusche sprechen für strenge Baugruppenseparierung, sehr gute
Abschottung des Netzteils und hohe Qualität der verwendeten Teile. Auch als analog
angeschlossenes Gerät ist der Player empfehlenswert und kommt an das Niveau guter
CD-Spieler heran. Wäre der Kenwood nicht so teuer, hätte er sechs Sterne verdient.
So bekommt er einen kleinen "Dämpfer".
Fazit
Wer ein hervorragend verarbeitetes, im
Tonbereich vor allem durch den überdurchschnittlichen Digitalton überzeugendes Gerät
sucht, für den ist der formschöne Kenwood DVF-9010 erste Wahl. Störend ist nur, dass
der Player keine CD-Rs wiedergibt, dass er keinen Standby-Schalter hat, und - dass er
leider sehr viel kostet.
Pro & Contra
Sehr
hochwertige Verarbeitung
Sehr gutes Bild
Exzellenter Digitalton
Ergonomische Fernbedienung
Sehr hoher Preis
Keine CD-R-Wiedergabe
Gerät nicht über FB
anzuschalten
Technische Daten
10 Bit Video D/A-Wandler
96 kHz/24 Bit
Audio D/AWandler
Eingebauter
Dolby Digital/MPEG2-Decoder
Ausgänge
Video: 2 x S-Video Hosiden, 1 x Component, 2 x Composite
Ausgänge
Audio: 1 x optischer, 1 x koaxialer Digitalausgang, 1 x Cinch Stereo
1 x Cinch-Sechskanalausgang
Jog Shuttle am
Gerät
Gehäusefarbe:
silber
Gewicht: 6,1
Kilo
Abmessungen (B
x H x T in cm): 44 x 12, 8 x 38, 4,
Preis: 2498
Mark
Verantwortlich für den Test: Carsten Rampacher
30.12.1999
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