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Test: DVD-Player JVC XV-N5

30.10.2002 (cr)

Finish, Features und Laufwerk

Immer wieder gibt es DVD-Player, die für den jeweiligen Hersteller ein besonders großer Erfolg sind - ein solches Modell ist für JVC zweifellos der XV-N5 für 299 EUR, der gerade den EISA-Award als bester "Eurpoas bester DVD-Player des Jahres 2002/2003" einheimsen konnte. Für uns war es nun an der Zeit, im AREA DVD Praxistest die Fähigkeiten und Qualitäten des erfolgsverwöhnten DVD-Spielers zu klären. Die Ausgangssituation ist momentan besonders reizvoll, weil gerade eben der Panasonic DVD-RA82 bei uns im Test mit exzellenten Eigenschaften auftrumpfen konnte. Visuell und von der Ausstattung her setzte sich der DVD-Spieler, der sogar DVD Audio-Discs abspielen kann, vorerst an die Klassenspitze der Player bis 300 EUR. Der JVC möchte nun natürlich alles tun, um sich seinerseits zum Klassenprimus zu krönen, oder zumindest zusammen mit dem DVD-RA82 die Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. Die Ausgangssituation für eine solche Großtat ist schon mal nicht schlecht: Denn von der Optik her ist der elegante XV-N5 einfach eine Schau. Kaum ist der Hörraum abgedunkelt und der JVC im Einsatz,  präsentiert sich der flache DVD Video-Player mit komplett beleuchteter Frontplatte in elegantem Blau, die Funktionstasten für die Bedienung der wichtigsten Funktionen am Gerät selber heben sich durch eine hellere Farbgebung gut vom Rest ab.  Die Verarbeitung ist außerordentlich gut und hat mit einem Gerät der Einsteiger-Preisklasse praktisch nichts mehr gemein. Auch Kleinigkeiten stimmen, wie die rasch und leise herausfahrende DVD/CD-Lade beweist. Klappern gehört bei JVC auch in dieser Preisklasse nicht zum Handwerk. Der japanische Hersteller hat mit diesem Player schon fast ein Kultobjekt geschaffen - doch im Gegensatz zu den momentan so "kultigen" Design-Mono-Küchenradios, die zwar für mancherlei Klientel vielleicht optische Reize bieten, aber mit der verbauten steinzeitlichen Technik jeden Freund eines wirklich guten Klanges rasch flüchten lassen, packten die JVC-Entwickler in den noblen Player auch noch Technik vom Feinsten.

Dies fängt mit einem hochwertigen 54 MHz/10-Bit Video-DAC an und geht über  die hochwertigen 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler bis hin zur praktisch perfekten Multimedia-Kompatibilität: DVD Video, DVD-R, CD-DA, VCD, SVCD, CD-R, CD-RW, MP3-CDs und jpeg-Bilder auf CD-R oder CD-RW liest das Universaltalent ein. Hier die wichtigsten Multimedia-Eigenschaften im Überblick: 

MP3-Wiedergabe

  • Tonausgabe über analogen oder digitalen Ausgang möglich. Die Klangqualität ist ausgezeichnet, sehr klar, für MP3-Wiedergabe fein gezeichnet und räumlich. Ohne Zweifel zusammen mit den Pioneer-Playern DV-350/DV-454 die beste Klangqualität dieser Preisregionen, gefolgt vom Yamaha DVD-S530, Sony DVP-NS405 und Panasonic DVD-RA82, der noch minimal besser klingt als der DVD-RV32 (letzterer hat dafür die höhere Abspielsicherheit)
  • Spielt Multisession-MP3-CDs ab. Maximal 5 Sessions werden unterstützt.
  • Richtiges CD-Format: ISO 9660
  • MP3-CD muss, wie üblich, finalisiert werden, damit eine Wiedergabe möglich ist
  • JVC empfiehlt Aufnahmen mit 44,1 kHz Abtastfrequenz und 128 kbps Datentransferrate als am besten geeignet für eine störungsfreie Wiedergabe. Mit höheren Datentransferraten traten im Testbetrieb aber keine Schwierigkeiten auf. Im Interesse eines brauchbaren Klangbildes empfehlen wir, keine Tracks mit Datentransferraten unter 128 kbps abzuspielen.
  • Keine Anzeige von ID3-Tags
  • Keine Unterstützung von Discs, die mit "Packet Writing" erstellt wurden
  • Abkürzungen, die erkannt werden: MP3, mp3, Mp3, mP3
  • JVC weist in der Bedienungsanleitung ausdrücklich darauf hin, dass bei manchen MP3-Discs einzelne Titel übersprungen oder nicht korrekt wiedergegeben werden können. Dies liegt laut JVC an der jeweiligen Disc-Konfiguration, der Encoder-Software oder an der für die Aufnahme verwendeten Hardware. In unserem Testbetrieb kamen derartige Unregelmäßigkeiten erfreulicherweise nur selten vor. Nur wenige Tracks wurden übersprungen, einige Male wurde ein Song nicht korrekt wiedergegeben. Insgesamt konnte der XV-N5 mit einer sehr hohen Abspielsicherheit aufwarten. Unschöne digitale Artefakte, die sich in Verzerrungen oder störenden Hallerscheinungen offenbaren, offerierte uns das Testgerät nicht.
  • Leider sind Programmwiedergabe und Random Play im MP3-Betrieb nicht verfügbar. Dies kann die Konkurrenz von Pioneer oder Panasonic besser.
  • Je nach der Anzahl von Gruppen und Tracks variiert die Einlesezeit. Im Testbetrieb agierte der JVC recht flink und gab keinen Anlass zur Klage.
  • Der XV-N5 kann bis zu 150 Tracks pro Gruppe (Ordner) und bis zu 99 Gruppen pro Disc erkennen.
  • Für die Darstellung des Tracknamens stehen über 30 Zeichen zur Verfügung
  • Auf dem Gerätedisplay ist keine Darstellung, auch nicht in wesentlich verkürzter Form, des Tracknamens möglich
  • Es gibt eine Wiederholfunktion für Track/Gruppe/komplette Disc
  • Das MP3-Menü ist optisch sehr schlicht, aber zweckmäßig. Etwas mehr optische Attraktivität könnte trotzdem nicht schaden

SVCD-Wiedergabe

  • Einlesezeit in Ordnung 
  • Keinerlei Ruckeln des Bildes feststellbar
  • Guter, voller Klang, keine Tonaussetzer
  • Synchronität Bild/Sprache bei unserem Testgerät korrekt
  • Unser Tipp, damit es läuft: SVCDs nach vcdhelp-Muster brennen, z.B. mit Nero 5.5

jpeg-Wiedergabe

  • Bilder werden auch bei höheren Dateigrößen rasch geladen - nur bei sehr großen Dateien dauert es sehr lange, bis das Bild komplett dargestellt ist. In der Bedienungsanleitung gibt JVC an, dass die Darstellung von Bildern, die über das von JVC empfohlene Maß von 640 x 480 Pixel hinausgehen, bezüglich des Ladeprozesses deutlich länger dauert
  • Der Player kann keine jpeg-Bilder mit mehr als 2400 Pixel Seitenlänge darstellen
  • Die Bildqualität, die natürlich auch von der verwendeten Datei abhängig ist, gefällt
  • Dateinamen der Bilder werden in einem schlichten, aber übersichtlichen Menü dargestellt.
  • Der Player kann bis zu 150 Datein pro Gruppe (Ordner) und bis zu 99 Gruppen pro CD erkennen
  • Richtiges CD-Format: ISO 9660
  • Keine Unterstützung von Discs, die mit "Packet Writing" erstellt wurden
  • Programmwiedergabe und Random Play sind im jpeg-Betrieb nicht verfügbar
  • Spielt Multisession-jpeg-CDs ab. Maximal 5 Sessions werden unterstützt.
  • Abkürzungen, die erkannt werden: jpg, jpeg, sowie jede andere Groß-/Kleinbuchstaben-Kombination dieser Erweiterungen
  • Wenn das gleiche Bild mehr als 5 Minuten dargestellt wird (außer bei der Slide Show-Anzeige), wird der Bildschirmschoner aktiviert
  • Je nach Disc-Eigenschaften und Erstellungsbedingungen gibt es jpeg-CDs, die nicht oder nur teilweise dargestellt werden können
  • Die Einlesezeit der jpeg-CD variiert je nach der Menge des Inhalts 

Insgesamt kann der XV-N5 mit ausgezeichneten Multimedia-Eigenschaften aufwarten, und das Beste ist: In der Praxis funktioniert auch alles tadellos. Nur eine Random Play-Funktion und eine Programmiermöglichkeit für den MP3-Betrieb vermissen wir etwas. 

Anschlussseitig ist alles, was man für einen problemlosen Anschluss braucht, vorhanden, so eine RGB-fähige Scartbuchse, ein S-Video-Hosidenausgang, ein optischer sowie ein koaxialer Digitalausgang. Praktisch perfekt gelungen ist JVC auch bei diesem Player wieder das Laufwerk. Nicht nur, dass es bei DVDs und CDs mit einer lobenswerten Geschwindigkeit agiert, es ist außerdem noch vorbildlich leise, so leise, dass man auch, wenn man sich sehr nahe am Player befindet, praktisch nichts hört. Selbst während des Einlesens ist kein störendes Rumoren aus dem Inneren des JVC XV-N5 zu vernehmen. Der Layerwechsel fällt ebenfalls erfreulich kurz aus. Zwar ist er noch wahrnehmbar am sehr kurzen Tonaussetzer und dem sehr kurzen Stehen bleiben des Bildes, aber das Ergebnis ist schon jetzt voll befriedigend. Viele Konkurrenten bieten hier schlechtere Leistungen. Unseren überragenden Eindruck, den wir vom Laufwerk haben, komplettiert die erstklassige Fehlerkorrektur: Ganz gleich, ob nur etwas zerkratzt oder mit deutlicheren optischen Macken versehen, der JVC-Player las alle ihm anvertrauten Medien souverän und gleich beim ersten Mal ein. Einen Absturz leistete sich der zuverlässige XV-N5 nicht. Tolle Verarbeitung, viele Features und fast keine Schwächen - damit verdient sich der elegante Flachmann in der ersten Disziplin sechs Sterne. 

Bewertung
Bedienung

Zu bedienen ist der JVC insgesamt problemlos. Die Fernbedienung erfreut mit phosphoreszierenden Tasten für Play/Kapitelsprung/Suchlauf/Pause /Stop-Taste sind, dies erleichtert die Bedienung in der Dunkelheit. Das Navigationskreuz ist zentral angeordnet, die mit der richtigen Größe aufwartende Entertaste liegt griffgünstig in der Mitte. Als angenehm groß dimensioniert fällt die Play-Taste auf dem IR-Controller auf. Die Knöpfe der Fernbedienung wollen, damit die gewünschte Funktion umgesetzt wird, mit etwas Nachdruck gedrückt werden. Beherzigt man dies, funktioniert auch das Kapitel springen mit ordentlicher Geschwindigkeit. Hilfreich wäre es noch, wenn das gerade aktuelle Kapitel via OSD angezeigt würde. Die Beschriftung des IR-Controllers ist auf den ersten Blick etwas verwirrend, weil damit auch noch ein JVC-TV gesteuert werden kann. Gewöhnungsbedürftig beim ersten Einsatz, aber ohne weiteren Belang, wenn man mit dem Gerät vertraut ist: Anstatt einer Taste "Setup" gibt es den Button "Choice" auf der Fernbedienung, der die selbe Aufgabe erfüllt. Die On Screen-Menüs sind schlicht und übersichtlich gehalten, schnell ist der Player einsatzfertig konfiguriert. Eine Kleinigkeit muss man vor der Justage des Bildsignals noch wissen, denn zwischen RGB- und S-Video-Signalausgabe der Scartbuchse muss auf der Geräterückseite per Kippschalter umgeschaltet werden. Sonst erfreuen die Funktionstasten am Gerät trotz recht kleiner Größe  mit problemloser Bedienbarkeit, der Druckpunkt ist gut definiert. Die Laufwerkslade öffnet rasch auf Anforderung. Das Display gefällt mit gutem Kontrast, ist aber etwas zu klein. Zudem würde eine feinere Auflösung den sehr guten Eindruck von der optischen Qualität des XV-N5 weiter verstärken.

Bewertung
Bild

Der JVC XV-N5 wartet ebenso wie der Panasonic DVD-RA82 mit einem hochwertigen 54 MHz/10-Bit Video-D/A-Wandler auf, der beim Anschluss des DVD-Players via RGB seine vollen Qualitäten entfaltet. Bei den 16:9-Testbildern der DVD-Discovery konnte der Player diesen technischen Vorteil ebenso wie der Panasonic eindrucksvoll umsetzen. In der Auslegung gibt es geringfügige Unterschiede, denn während der DVD-RA82 mit noch minimal höherer Gesamtbildschärfe auftrumpfen kann, hält der JVC mit dem nochmals homogeneren Bild-Gesamteindruck dagegen. In beiden Disziplinen sind es aber nur Nuancen, so ist auch das Bild des JVC scharf und klar, und auch der Panasonic erzielt eine exzellente Bildharmonie. Beide Geräte markieren hier zurzeit gemeinsam die Klassenspitze. Wie das Testbild mit dem Hühnerei zeigt, ist die visuelle Harmonie bestechend, dazu gehört auch die äußerst akkurate Detaileinarbeitung, die dem Panasonic aber ebenso gut gelingen wollte. Auf Top-Niveau gibt der JVC das Testbild mit den Goldmünzen wieder, die Scharf-/Unscharf-Übergänge werden exzellent herausgearbeitet, die feinen Schriften auf den Münzen erscheinen plastisch und klar. Bis ins obere Stockwerk fein gezeichnet präsentieren sich die Wolkenkratzer auf dem dazugehörigen Testbild.  Genauso wie der Matsushita-Konkurrent überzeugt auch der XV-N5 mit einer hervorragenden, tiefen und klaren Schwarz-Wiedergabe., wie sich z.B. am Testbild mit den verschiedenen Neon-Leuchtfiguren vor schwarzem Untergrund nachvollziehen lässt. Die Kontrastwerte des JVC-Players passen ins hervorragende Gesamtbild, hier lässt der Player kein Detail in der Dunkelheit verschwinden, bei stark unterschiedlichen Kontrastverhältnissen arbeitet der DVD-Spieler diese akkurat heraus und neigt nicht zu unschönem Verschmieren. Helle Bildbereiche werden im Vergleich zu dunklen Bildteilen mit der richtigen Gewichtung dargestellt, unpassende Überstrahlungseffekte sind nicht feststellbar. Auf dem selben, höchst beachtlichen Level befindet sich auch die Farbwiedergabe. Kräftige, leuchtende Farben wie z.B. beim Testbild mit dem Sonnenuntergang stellt der XV-N5 in besonders beeindruckender Güte dar, so natürlich und klar, so sauber und rein ist die Farbgebung.  Das Testbild mit den bunten Steinen sieht eigentlich auf fast jedem DVD-Player gut aus, doch kaum ein Player, vor allem in dieser Preisklasse, erzielt die von hoher visueller Brillanz geprägte Wiedergabe des JVC. Dass hier ein Player mit besonders guter Bildqualität am Werk ist, macht der XV-N5 auch im Filmbetrieb deutlich. Bei "Star Wars - Episode I, The Phantom Menace" begeistern wiederum die sehr tiefe, plastische Bildwiedergabe und der hervorragende Kontrastumfang. Die gesamte Zeichnung des Bildes empfanden wir als natürlich und angenehm.  Bei "Inspector Gadget" schwang sich der DVD-Spieler ebenfalls zu überdurchschnittlichen Leistungen auf: Die kräftigen Farben wurden ebenso zur vollsten Zufriedenheit wiedergegeben wie feine Bilddetails im hochfrequenten Bereich. Um das Bild nach individuellen Ansprüchen noch zu optimieren, bringt der XV-N5 noch das vorprogrammierte Bildfeld "Kino" und einen für diese Preisklasse vorbildliche kompletten Videoequalizer mit. Im einzelnen kann eingestellt werden:

  • Gamma, stellt die Bildhelligkeit der dunklen Bildteile ein, ohne aber die Gesamthelligkeit zu verändern. Die Anpassung ermöglicht u.U. eine noch bessere Bilddetailwiedergabe in dunklen Bildbereichen. Einstellbereich -4 bis +4
  • Helligkeit. Stellt die Gesamthelligkeit des Bildes ein, Einstellbereich +16 bis -16. Sehr feine, gelungene Abstufung
  • Kontrast, Einstellbereich +16 bis -16. Mit dieser feinfühligen Kontrastreglung sind exakte Justagen möglich
  • Sättigung, für die Farbsättigung des Bildes. Von +16 bis -16 zu justieren.
  • Farbton, für die Einstellung eines natürlichen Farbtons. JVC rät, als Referenz für die akkurate Einstellung natürliche Hauttöne zu verwenden.
  • Schärfe: Einstellbar von +3 bis 0. Die Einstellung "0" ist allerdings aufgrund der sehr unscharfen Darstellung nicht empfehlenswert. Zu raten ist angesichts der visuellen Güte des Players zu den Einstellungen +2 oder +3.
  • Y-Delay: Von +2 bis -2 kann die Verzögerung des Helligkeits-Signals eingestellt werden. 
  • Es gibt 2 Benutzer-Settings, so dass 2 komplette Eigenjustagen abgespeichert werden können.

Fazit der Bildwertung: Mit XV-N5 und DVD-RA82 holen zwei DVD-Player visuelles Oberklasse-Niveau in die "gutbürgerliche" Mittelklasse - selbst bei weniger guter Software wird noch eine auf hohem Niveau liegende Bildharmonie erreicht. Der JVC geht minimal in Führung, was er seinem hervorragenden, umfangreichen und wirkungsvollen Videoequalizer verdankt. Gesamtbilanz: Wer noch mehr Detailtreue, Bildtiefe, Natürlichkeit und Kontrastqualität möchte, muss zwei Dinge beachten: Zum einen kann man weitaus mehr Geld locker machen (so bietet z.B. der doppelt so teure Sony DVP-NS905V mit 108 MHz/12-Bit Video-DAC eine nochmals bessere Bildqualität, wem das noch nicht reicht, kann man zum mit einem ähnlichen Video DAC, aber noch aufwändigerer Peripherie ausgerüsteten Pioneer DV-747A für 1549 EUR oder zum Denon DVD-3800 für 1599 EUR greifen, beide Modelle stellen in noch bezahlbaren Regionen ein Optimum an Bildgüte zur Verfügung), um ein sichtbar besseres Bild zu realisieren, zum anderen braucht man ein sehr hochwertiges Bildausgabegerät, um überhaupt noch nennenswerte Unterschiede ausfindig zu machen.  

Bewertung
Ton

Akustisch sind die Leistungen des JVC XV-N5 ebenfalls auf hohem Niveau. Der Digitalton ist, genauso wie beim Konkurrenten von Panasonic, dem DVD-RA82, sehr klar und fein auflösend, gerade im Hochtonbereich, wie sich bei der Wiedergabe der Scorpions-DVD "Acoustica" feststellen lässt, sorgt die saubere und feinfühlige Darstellung für großes Hörvergnügen. Mit einem brillant aufgebauten Klangbild, das bei großen wie auch bei kleinen Effekten und Umgebungsgeräuschen eine sehr exakte Strukturierung ermöglicht, glänzt der JVC bei "The Phantom Menace". Analog angeschlossen, vermag der mit hochwertigen 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandlern ausgestattete Player für Überraschungen der positiven Art zu sorgen: Denn die Wiedergabe ist bei Felix Mendelssohn-Bartholdys 1. Symphonie ist von tadelloser Dynamik und spontanem Antritt geprägt. Der Panasonic DVD-RA82, als CD-Player-Ersatz ebenfalls sehr empfehlenswert, kontert mit einer bessere Detailwiedergabe, Meister der antrittsstarken, frischen Wiedergabe aber ist nun der JVC. Insgesamt ergibt sich fast eine Patt-Situation, der DVD-RA82 kann aber noch seine vielfältigen Zusatzfeatures ins Rennen einbringen und behauptet sich mit hauchdünnem Vorsprung an der Spitze, wenn es um einen gelungen klingenden CD-Player-Ersatz geht. Dass aber auch der mit viel Lebendigkeit agierende XV-N5 sechs Sterne erhält, steht außer Frage.

Bewertung
Fazit 

Ein schlagkräftiges Duo verwaltet nun die Klassenspitze in der Preisregion bis 300 EUR. Unser Leader Panasonic DVD-RA82 hat mit dem JVC XV-N5 einen ebenbürtigen Konkurrenten bekommen. Der JVC XV-N5 kann mit einem extrem homogenen und klaren Bild auftrumpfen, hier offeriert er das gleiche hohe Niveau, das wir schon beim Panasonic feststellen konnten. Die visuelle Auslegung unterscheidet sich nur in Nuancen, der Panasonic ist minimal schärfer, der JCV minimal harmonischer ausgelegt. Als kleinen Vorteil pro JVC notieren wir den exzellenten Videoequalizer. Ansonsten erfreuen beide DVD-Spieler mit tadelloser Plastizität, exzellent eingearbeiteten Bilddetails, einem erstklassigen Kontrastumfang und einer noch immer sehr guten Darstellung auch bei nicht perfekter Software. Beide DVD-Spieler sind auch als CD-Player-Ersatz sehr gut geeignet, der JVC klingt noch etwas dynamischer, antrittsstärker, der Panasonic bietet die nochmals bessere Detailwiedergabe und noch mehr Variationsmöglichkeiten dank Remaster-Schaltung. Während der Panasonic als Bonus noch die DVD Audio-Wiedergabemöglichkeit mitbringt, wirft der XV-N5 seine nochmals besseren Multimedia-Qualitäten in die Waagschale. So kann der JVC auch CDs mit Bildern im jpeg-Format problemlos wiedergeben, die MP3-Wiedergabe ist mit einer nochmals besseren Abspielsicherheit gesegnet. Der Panasonic hält mit einem sehr guten internen DD/DTS-Decoder entgegen, der JVC kontert mit dem leisesten Laufwerk der Preisklasse, das zudem auch noch mit einer brillanten Fehlerkorrektur punkten kann. Der Panasonic liegt bei der Fehlerkorrektur nur minimal zurück, der JVC erzielte bei stark zerkratzten Discs noch bessere Ergebnisse. Verarbeitet ist der XV-N5 sehr hochwertig, das aufwändige, elegante Design gefällt und sichert dem Player einen Sonderstatus. Die Bedienung ist einfach und gibt keine Rätsel auf.  Somit gibt es insgesamt wenig, was am JVC auszusetzen ist: Eine Random Play- und eine Programmierwiedergabe im MP3-Betrieb wäre wünschenswert, ebenso ein etwas attraktiveres Menü für die MP3-Wiedergabe. Insgesamt ist festzustellen, dass die gleich teuren Player von Panasonic und JVC in ihrer Klasse ein Optimum an Performance bieten - die Konkurrenz wird im Moment auf die Plätze verwiesen. Welcher der beiden Player nun der Favorit ist, hängt vor allem von den persönlichen Präferenzen ab. Ein ausgiebiger, individueller Test sollte daher vor einer Kaufentscheidung zwischen diesen beiden Top-Geräten stehen. 

Ein Ausnahme-Player mit brillantem Bild und hervorragender Ausstattung

Mittelklasse
Test 30. Oktober 2002
Preis-/Leistung:
Pro:
  • Extrem harmonisches und klares Bild dank 54 MHz/10-Bit Video-DAC

  • Hervorragender, umfangreicher Video-EQ

  • Exzellente Multimedia-Eigenschaften

  • Sehr hochwertige Anmutung

  • Feiner CD-Klang analog angeschlossen

  • Tansparenter Digitalton

  • Einfache Bedienung

Contra:
  • Kein Random Play und keine Programmierfunktion im MP3-Betrieb

Technische Daten:
  • DVD Video-Player 
  • Abspielformate DVD-Video, DVD-R, Video-CD, Audio-CD, CD-DA, jpeg-CDs, CD-R/RW, MP3, SVCD 
  • Video-D/A-Wandler 10 Bit/54 MHz, Audio-D/A-Wandler 192kHz/24Bit
  • Optischer/coaxialer Digitalausgang
  • 1 xScart (RGB, S-Video, Composite)
  • S-Video Anschluss Hosiden
  • FBAS-Anschluss
  • Abmessungen (BxHxT in cm) 43,5 x 5,5 x  25,84 
  • Farbe des Testsamples: Silber
  • Gewicht 2,4 kg
  • Unverbindliche Preisempfehlung 299 Euro (inkl. Mwst.)
Testequipment:

 

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