Test: JVC 26 Zoll-LCD LT-26C50
03.03.2005 (cr)
Overview
Nicht jeder hat den Platz für ein ausladendes
Bildwiedergabegerät - trotzdem möchten auch "Raumökonomen" nicht
auf ein ausgezeichnetes Bild verzichten. JVC hat mit dem 26 Zoll-LCD-Fernseher
einen interessanten Lösungsansatz, denn mit einer W-XGA-Auflösung von maximal
1.366 x 768 Pixel schafft er die 1.280 x 720p-Norm ohne fast ohne Scaling (nur
minimale Hochrechnung auf die native Panelauflösung, horizontal von 1280 auf
1.366 Linien, vertikal von 720 auf 768 Bildzeilen) - gute Aussichten für eine brauchbare Bildqualität. Zusätzlich hat
JVC den in Schwarz-Silbern oder reinem Silber lieferbaren LCD-Fernseher noch mit
hochkarätiger Technik angereichert: Die Digital Image Scaling Technology, kurz
D.I.S.T. genannt, ist ein ganzes Paket aus bildverbessernden Maßnahmen, zu
denen unter anderem ein dynamisches Bild-Management-System und eine dynamische
Schwarzpegelsteuerung gehört. Natürlich ist ein Komponenteneingang für die
direkte Einspeisung analoger Progressive-Signale mit an Bord, zusätzlich
zwei Scartbuchsen. Ein HDMI- oder DVI-Interface fehlt, wir gehen davon aus, dass
JVC hier bei der nächsten Generation nachbessert. Günstig ist das
LCD-Vergnügen trotz stetig fallender Preise immer noch nicht: Für das
16:9-Gerät ruft JVC 2.499 € auf.
Finish
Der JVC-Fernseher überzeugt durch seine sorgfältige
Verarbeitung und seine elegante Optik. Der Standfuß macht einen gleichermaßen
schicken wie haltbaren Eindruck, der Rahmen um das eigentliche Display ist
aus hochwertigem Kunststoff. Das Anschlussfeld, das unter etwas billig wirkenden
Kunststoffabdeckungen beheimatet ist, ist zwar recht einfach ausgeführt, wirkt
aber trotzdem solide. Die mitgelieferte Fernbedienung macht einen edlen und
aufgeräumten Eindruck, so etwas ist keinesfalls selbstverständlich, denn auch
bei sehr teuren LCD- oder Plasma-Fernsehern ist nicht unbedingt auch eine zur
Hochwertigkeit des Hauptgerätes passende Fernbedienung mit dabei.
Sehr gut: Die Fernbedienung wirkt edel und aufgeräumt
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Features
Einer sichtbaren Steigerung der Bildqualität zuträglich sein
soll JVCs "D.I.S.T."-System, das in dieser Form speziell für die
Anforderungen von LCD- und
Plasma-Schirmen entwickelt wurde. D.I.S.T. (Digital Image Scaling Technology) wandelt zunächst alle Bildinformationen,
ganz gleich von welcher Quelle, in progressive Signale um. Im Anschluss an diese I-P-Konvertierung werden die Bildinformationen dann relativ zur
nativen Auflösung des Panels interpoliert. Im D.I.S.T.-Paket enthaltene Funktionen
betreffen unter anderem die Steuerung der Gamma-Linie und dynamische
Schwarzpegelsteuerung - besonders wichtige Ausstattungsmerkmale, denn sie sollen
die Farbabstufungen in sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen verbessern.
Keine visuellen Einzelheiten sollen mehr in dunklen oder hellen Bildbereichen
verschwinden, so lautete die Zielsetzung - ganz verhindern kann zwar auch JVC
dieses Phänomen nicht, aber im Vergleich zu vielen anderen LCD-TVs, so zeigten
unsere Bildtestreihen, ist die Qualität hier auf einem insgesamt erfreulichen
Niveau, wenngleich immer noch zu verbessern.
Über einen Video-EQ verfügt der LT-26C50 ebenfalls, doch es
stehen nur durchschnittlich viele Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Die üblichen Werte wie Bildschärfe und Kontrast sind
mittels des übersichtlichen Menüs einzustellen. Auffällig sind zwei
Helligkeits-Parameter (Helligkeit 1 und Helligkeit 2): Nummer 1 kümmert sich um
die Stärke des Hintergrundlichtes, Nummer 2 betrifft die gesamte
Bildhelligkeit. Es gibt ferner drei Modi für die Farbtemperatur (kühl, normal,
warm), wir raten zur "normal"-Einstellung, für die meisten Quellen
entpuppt sich diese als am meisten ausgewogen. Wählt man "Optionen"
an, kommt man in ein weiteres Submenü.
Zwei verschiedene Helligkeitseinstellungen: Video EQ des
LT-26C50
Regiepult: Im Options-Menü können die elektronischen
Bildverbesserer zu- oder abgeschaltet werden
Hier finden sich
weitere Funktionen wie die "Digital VNR", eine Rauschreduktion, die in
drei Stufen schaltbar ist: Im "Auto"-Modus stellt der TV automatisch
den Grad der Rauschverminderung ein, der den momentan herrschenden Gegebenheiten
in Bezug auf das Bildsignal entspricht. Bei der Einstellung "Min"
agiert die Rauschunterdrückung mit minimaler Intensität, ausreichend für
leicht verrauschtes Material, zu schwach aber für eine richtig schlechte, von
Rauschmustern durchzogene Signalqualität. Für derartige Signale ist
"Max" die richtige Einstellung, wobei dann zwar ein großer Teil des
Bildrausches eliminiert wurde, das Bild dafür aber durch Nachzieheffekte,
Unschärfemuster und durch eine insgesamt unnatürlich-weiche, fast
gemäldeartige Struktur an Attraktivität einbüßt. Insgesamt funktioniert die
Einstellung "Auto" sehr gut, bei hervorragendem Quellmaterial schaltet
sich der Rauschfilter nicht zu stark ein und nimmt dem Bild somit praktisch
keine Brillanz und keine Schärfe.
"Super Digi Pure" (einstellbar "aus",
"min", "auto" und "max") teilt sich in die beiden folgenden
Funktionen auf:
-
"Digi Pure" soll ein möglichst realistisches,
natürliches Bild ermöglichen. Dies wird durch eine Glättung
beziehungsweise eine Entfernung von unnötigen Kanten bei stark
kontrastierenden Bildern erreicht. Das Gegenteil macht das System bei
kontrastarmen Bildern, hier werden Kanten hinzugefügt, um das Bild
schärfer, deutlicher und plastischer werden zu lassen. Auch bei "Digi
Pure" gibt es die Einstellvarianten "Auto", "Min"
und "Max". JVC empfiehlt, bei schlechten Signalquellen auf keinen
Fall die maximale Einstellung einzusetzen, da dann im Signal enthaltene
Rauschanteile noch stärker zur Geltung kommen.
-
Die Bildbewegungs-Kompensation stellt Bildteile, die sich
schnell verändern (z.B. der Ball in einem Fußball- oder einem Tennismatch)
weicher und somit natürlicher dar.
Unter dem Punkt "Empfangssystem" kann die Fernsehnorm
manuell angewählt werden, wenn beim normalerweise aktivierten automatischen
Modus kein Bild oder ein fehlerhaftes Bild erscheint. Hinter dem
Menü-Unterpunkt "Kino-Effekt" verbirgt sich eine Filter-Funktion, die
dafür sorgt, dass ein Kinofilm weicher und natürlicher dargestellt wird
- in der Praxis könnte man auf dieses Feature auch verzichten.
"4:3" Auto Zoom" ist eine Option, bei der der Anwender auswählen
kann, auf welches Format das 4:3 Normalbild gezoomt werden soll - "Panoramic",
"14:9" oder "Normal" stehen zur Auswahl. Das "Colour
Management" soll matte Farben brillanter und somit natürlicher darstellen,
was in der Praxis gar nicht schlecht gelingt. Hinter "Picture
Management" verbirgt sich eine Funktion, die Bilder mit vielen dunklen oder
vielen hellen Bereichen deutlicher erscheinen lassen soll.
Die Taste "Zoom" auf der Fernbedienung umfasst ferner
verschiedene Zoom-Modi, die wir kurz erklären:
-
Auto: Wenn im Sendesignal oder im Signal eines externen
Gerätes ein WSS-Signal enthalten ist, das das Seitenverhältnis des Bildes
angibt (Wide Screen Signalling), schaltet das Fernsehgerät den Zoom-Modus
je nach WSS-Signal automatisch auf die 16:9 Zoom-Betriebsart oder auf die
Vollbild-Betriebsart umgeschaltet.
-
Panoramic: Dieser Modus erweitert die linken und rechten
Ränder des Normalbildes (Format 4:3) so, dass der Bildschirm ausgefüllt
wird, ohne dass das Bild unnatürlich verzerrt wirkt. In der Praxis
funktioniert dies sehr gut, das Bild wirkt von den Proportionen her
gelungen, scharf und klar.
-
14:9 Zoom: Dieser Modus vergrößert das Breitbild
(Seitenverhältnis 14:9) so, dass die oberen und unteren Ränder des Bildes
die des Bildschirms erreichen. Links und rechts bleiben schmale
Ränder.
-
16:9 Zoom: Dieser Modus vergrößert das 16:9 Breitbild so,
dass der ganze Bildschirm ausgefüllt wird
-
16:9 Zoom Untertitel: Dieser Modus vergrößert das 16:9
Breitbild samt Untertiteln so, dass der ganze Bildschirm ausgefüllt wird.
-
Vollbild: Dieser Modus erweitert die linken und rechten
Ränder des Normalbildes im Format 4:3 so, dass der Bildschirm komplett
ausgefüllt wird - hier aber mit den bekannten
Umwandlungs-Begleiterscheinungen, so erscheinen die Proportion danach
verzerrt, und man braucht sich nicht zu wundern, dass die eben in normalem
4:3 noch schlanke Moderatorin plötzlich bei wie die Tochter von Bud Spencer
aussieht.
Insgesamt eine gute, aber nicht überdurchschnittliche Ausstattung. Der Video-EQ
könnte noch mehr Parameter wie z.B. einen extra Schärferegler für hohe
Bildfrequenzen zur Optimierung der Detailtreue enthalten. Auch die Optionen für
das Farbmanagement sind etwas knapp bemessen, ein individuell justierbares
Farbmanagement wäre hier noch besser.
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Anschlüsse
Nur Durchschnitt: Das Anschlussangebot
In Bezug auf das Anschlussangebot lassen sich keine
Besonderheiten ausmachen. So stehen neben einem analogen PC-Anschluss zwei voll
beschaltete Scartbuchsen (RGB/S-Video/FBAS) sowie ein S-Video- und ein
FBAS-Terminal zur Verfügung. Der Komponenteneingang nimmt progressive Signale
entgegen und ist als Extern 4-Eingang mit einem 2-Kanal-Audioeingang gekuppelt,
so dass sich zum Bild- auch Tonsignale übertragen lassen. Zusätzlich steht ein
Audioausgang zur Verfügung. Wir hoffen, dass JVC in der kommenden Generation
ein HDMI- oder DVI-Interface mit in die Anschlussbestückung
aufnimmt.
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Bedienung
Zu bedienen ist der JVC-LCD-TV sehr einfach, was zum einen an
den zwar optisch schlichten, aber leicht zu durchschauenden On Screen Menüs und
zum anderen an der tadellosen Fernbedienung liegt. Letzterer fehlt zwar
eine Illuminationsmöglichkeit, durch das zentral untergebrachte
Navigationskreuz und die sinnvolle Anzahl an Tasten sammelt der IR-Controller
aber Pluspunkte. Kurz muss man trotzdem die Bedienungsanleitung zur Hand nehmen,
um die ganzen bildverbessernden Zusatzfunktionen richtig zu verstehen. Hier
könnten die Beschreibungen in der Bedienungsanleitung durchaus noch
ausführlicher sein.
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Bild
PAL-Progressive
In unseren ersten Bildtestreihen haben wir den LT-26C50 mittels
eines Komponentenkabels an unseren Onkyo DV-SP1000E
angeschlossen, das kritische De-Interlacing übernimmt der ausgezeichnete
De-Interlacer des Onkyo-Players. Bei "Star Wars Episode VI, die Rückkehr der Jeni-Ritter"
zeigt JVCs LCD-Fernseher auf Anhieb eine gute Leistung. Bereits der Vorspann,
der in gelber Schrift über den Screen läuft, gefällt durch den flüssigen
Ablauf und fällt nicht durch Ruckeln oder Zittern negativ auf. Direkt in der
ersten Szene sticht die hohe Gesamtbildschärfe ins Auge, das geschulte Auge
erkennt jedoch immer noch direkt, dass es sich um einen mit LCD-Technologie
arbeitenden Fernseher handelt: Lord Vaders tiefschwarze Maske wird zwar im
Rahmen der LCD-Möglichkeiten sehr gut dargestellt, Highend-Plasmafernseher
jedoch schaffen hier einen noch besseren Schwarzwert. Auch die Kontraste sind
noch verbesserungswürdig, wie sich gerade bei Vaders dunklem Ornat deutlich
nachvollziehen lässt. Sehr positiv zu vermerken ist das geringe
Bildrauschen. Auch bei schnellen Bewegungen sind kaum Rauschmuster auszumachen.
Als Bildeinstellung passt hier "normal" am besten, da bei "hart"
das Bild zwar mehr Schärfe entwickelt, dafür aber auch gleichzeitig in Bezug
auf den Kontrast etwas unharmonisch erscheint, es sind leichte Überstrahlungseffekte
der hellen Anteile bei stark kontrastierenden Bildteilen zu beobachten. Die Bildschärfe kann man mittels des Schärfereglers noch etwas
erhöhen, die digitale Rauschreduktion sollte hier auf "Minimum"
eingestellt werden. Die drei Möglichkeiten zur Farbtemperatur (Warm, Normal,
Kalt) lassen wenig Spielraum, mit "Normal" fährt man am besten.
Die
Detaillierung ist ausgezeichnet, dies kann man beispielsweise bei Großaufnahmen
von Jabbas Gesicht nachvollziehen oder auch bei C3-PO und seiner güldenen
Außenhaut sehen. Auch die steinernen Wände in Jabbas wenig einladendem Palast
sind sauber gezeichnet. In Kapitel 12, das in der Wüste spielt, erscheint die
Außenhaut von Jabbas Wüstenschiff ebenso sorgfaltig detailliert wie das Fell von
Chewbacca. Die Kontraste zwischen dem Wüstensand und dem blauen Himmel
wirken stimmig. Die Bewegungsdarstellung überzeugt auch hier wieder, so z.B.
als Lukes Laserschwert von R2D2 in die Luft katapultiert und von Luke, der
selber durch die Luft wirbelt, aufgefangen wird. Das leider immer noch bei
vielen LCD-Fernsehern auftretende Phänomen der Nachzieheffekte ist hier
praktisch nicht mehr zu beobachten, was für eine sehr schnelle Reaktionszeit
des Panels spricht. Gerade hier sind nochmals Verbesserungen im Vergleich zur
Vorgängerserie (Beispiel: JVC LT-32C31)
sichtbar, der doch ab und zu noch sichtbare Bewegungsunschärfen und
Nachzieheffekte produzierte. Sehr gut stellt der LT-26C50 die Explosion
von Jabbas Wüstenschiff dar, wo auch kleine Teile gut sichtbar quer durchs Bild
spritzen. Insgesamt wirkt das Bild auch in den hier aufgezählten Szenen
erfreulich rauscharm.
Bei Star Wars Episode 2 "Der Angriff der Klonkrieger"
zeigen die Szenen in Amidalas Zimmer, dass in Bezug auf den Kontrastumfang ein
LCD-Fernseher doch noch ein Stück von Röhrenfernsehern oder guten Plasmas
entfernt ist. In den Sequenzen, in denen fast ausschließlich Schwarzanteile das
Bild bestimmen, verschwinden kleine Einzelheiten im dunklen Einerlei. Auch wenn
dieser Effekt durch die JVC-Bildverbesserungstechnologien weitaus weniger
drastisch ausfällt als bei LCD-Geräten früherer Generationen, besteht hier
immer noch Weiterentwicklungspotential. Prima meistert der JVC die wilde
Verfolgungsjagd der beiden Jedis Obi-Wan und Anakin durch das Nachtleben auf
Corusant. Die hell erleuchteten Gebäude werden detailliert und auch bei
schnellen Bewegungen scharf dargestellt. Die Außenhaut der Fluggleiter zeigt
auch feine Details (gut sichtbar, als Anakin in den gelben Gleiter springt,
Kapitel 7). Auch bei "Training Day" kann der JVC-Fernseher
überzeugen. Auffällig ist die für ein LCD-Gerät sehr ausgewogene Farbgebung,
die nicht zu knallige und zu unreine Farbtöne produziert. So wirkt z.B. die
Einrichtung der Frühstücksbar gleich zu Filmbeginn farblich harmonisch,
gleichzeitig fällt die tadellose Detaillierung auf. Als visuelles Defizit sind
die an schrägen Kanten ab und zu sichtbaren Treppenstufen-Muster
anzuführen.
PAL-Interlaced
Sendet der Onkyo DV-SP1000E Interlaced-Bildsignale an den
LT-26C50, muss sich der
JVC um das De-Interlacing kümmern, was ihm deutlich schlechter gelingt als dem
Onkyo. Gut sehen kann man das z.B. gleich zu Beginn von Kapitel 20 von
"Episode VI", als die
von den Rebellen gekaperte Raumfähre des Imperiums auf Endor landet: Die am
Horizont sichtbaren Bergkuppen wirken beim De-Interlacing des JVCs pixelig,
unruhig, hinzu gesellen sich Rauschmuster, während beim Onkyo bis auf die auf
dem Master vorhandenen Reste von Bildrauschen keine visuellen Einschränkungen
zu sehen sind. Fairerweise müssen wir hier natürlich hinzufügen, dass der
DV-SP1000E einen erstklassigen Interlacer eingebaut hat und auch preislich in
der absoluten Highend-Liga zu Hause ist. Auch bei der Verfolgungsjagd mit den
Soldaten des Imperiums auf Endor merkt man den Unterschied, bei den dortigen
sehr schnellen Bewegungen produziert der De-Interlacer des JVC ein etwas matschiges
Bild, während das De-Interlacing des Onkyo auch sehr schnelle Bewegungsabläufe
praktisch ohne Schärfeverluste mustergültig darstellt. Insgesamt ist der
De-Interlacer des LT-26C50 nicht schlecht, aber auch nicht überdurchschnittlich
gut, so dass wir raten, den LT-26C50 am besten mit einer Progressive-Bildquelle
über den Komponenteneingang zu betreiben.
Vergleich Plasma-LCD
Im Vergleich mit Plasma-Bildschirmen kommt der JVC summa
summarum gar nicht schlecht weg. Nur Ausnahme-Plasmabildschirme wie der Pioneer
PDP-435FDE oder der NEC Plasma 42XR3
übertreffen den JVC in Bezug auf die Bild-Gesamtqualität. Besonders der
Pioneer-Schirm bietet ein noch harmonischeres Bild mit besserem Kontrastumfang,
der speziell durch die ausgezeichnete Schwarzwiedergabe überzeugt. Großer
Pluspunkt des NEC ist die brillante Bildschärfe, an die der JVC nicht
heranreicht. Beide Plasmabildschirme, sowohl NEC als auch Pioneer, haben zudem
eine sichtbar bessere Bilddarstellung bei schrägen Kanten: Störende
Treppenstufeneffekte fallen hier kaum auf. Erstaunlich gut hat JVC das leidige
Thema Farbmanagement im Griff, dies zeigt auch der Vergleich mit den beiden
Ausnahme-Plasmas. Nur der Pioneer-Schirm wirkt noch ausgeglichener und stellt
schwierige Farbkombinationen, wie sie z.B. bei Sonnenuntergängen oder
Hautfarben auftauchen, noch stimmiger dar. Prima agiert das JVC-Panel bei
schnellen Bewegungen - dies zeigt, dass die Reaktionszeit inzwischen wirklich
kurz ist. Kaum Nachzieheffekte oder Pixelbildungen sind sichtbar. Nachholbedarf
besteht für den LT-26C50 in Bezug auf das geräteinterne De-Interlacing. Gerade
der Pioneer PDP-435FDE, der, was man nicht vergessen darf, auch sehr viel teurer
ist, beweist, wie gut interne De-Interlacer in TV-Geräten heute arbeiten
können. Da muss man schon einen Elite-DVD-Player zum Vergleich heranziehen, um
nochmals bessere Resultate zu erhalten.
TV-Tuner
Der TV-Tuner überzeugt durch ein natürlich wirkendes Bild mit
angenehmer Bildschärfe. Unnatürliche Überschärfungseffekte sind praktisch
keine auszumachen, im Vergleich zum JVC LT-32C31
wirkt das Bild etwas weicher gezeichnet, was dafür sorgt, dass bei Sendern mit
sehr guter Empfangqualität noch etwas mehr maximale Bildschärfe möglich
wäre. Man kann zwar mittels des Schärfereglers im Video-EQ nachregulieren,
doch dann läuft man in Gefahr, ein leicht unnatürlich wirkendes Bild mit
Überschärfungseffekten als Ergebnis zu bekommen. Die eingebaute Rauschreduktion arbeitet bei TV-Sendern mit schlechterer
Qualität zuverlässig und sorgt für erträgliche Bilder auch bei deutlich
gestörten Signalen. Auch im TV-Betrieb gefallen die tiefen und satten Farben. Die Bildruhe weiß zu überzeugen, so dass man bilanzierend festhalten
kann, dass auch der Tuner den insgesamt positiven visuellen Eindruck
unterstützt.
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Klang
Die akustischen Voraussetzungen für guten Sound sind bei
flachen LCD-Fernsehern konstruktionsbedingt nicht gerade gut, denn brauchbarer
Klang benötigt Platz, gerade, wenn es um eine gute Wiedergabe im Bassbereich
geht. Problem ist ferner, dass sich der Stereoeffekt durch die eng beieinander
liegenden Lautsprecher stark in Grenzen hält. Damit trotzdem zumindest
einigermaßen gute Ergebnisse zu verbuchen sind, griff JVC in die elektronische
Trickkiste und bietet mit Active Hyber Bass (A.H.B.) ein System zur
Bassoptimierung an, das in der Praxis für etwas mehr Fülle und etwas weniger
hohlen Klang sorgt. Als zweites Feature findet sich BBE, hier stehen eine
Verbesserung der Sprachverständlichkeit und mehr Klarheit bei der
Musikübertragung im Fokus der Bemühungen. Hinter "3D Sound"
verbergen sich schaltbare Surround-Effekte, die in Verbindung mit A.H.B. und BBE
ein kräftigeres Klangbild erzeugen sollen. Was nutzt dies alles in der
täglichen Hörpraxis? Nun, für das Anhören der Nachrichten und der
Lieblings-Soap reichen die Leistungen problemlos aus. Der LT-26C50 ist akustisch
sogar besser als der LT-32C31, der im
direkten Hörvergleich hohler und weniger ausgewogen klingt. Bei normalen Pegeln
ist sogar ein gewisses Volumen zu erzielen. Insgesamt kann man also bilanzieren:
Der Klang ist besser, als man vielleicht aufgrund der ungünstigen
Voraussetzungen denken könnte.
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Fazit
JVC hat mit dem LT-26C50 einen insgesamt überzeugenden
LCD-Fernseher auf die Beine gestellt, der eindrucksvoll demonstriert, wie weit
die LCD-Technik inzwischen gediehen ist. Besonders auffällig ist die sehr gute
Farbwiedergabe, die von der knalligen, unsauberen Darstellung früherer
LCD-Generationen meilenweit entfernt ist. Besonders auch die Farbreinheit und
die angenehme Intensität gefallen. Der nächste Pluspunkt des JVC ist das
tadellose Management auch schneller Bewegungen oder Kameraschwenks, Unschärfe-
oder Nachzieheffekte produziert der LT-26C50 kaum und zeigt damit deutlich, wie
reaktionsschnell moderne Panels sein können. Allerdings spielt der LT-26C50 nur
dann seine Trümpfe aus, wenn er mit Vollbild-Signalen versorgt wird, das
interne De-Interlacing kann nicht restlos begeistern. Der Schwarzwert, der bei einem
LCD-Gerät immer eine besonders kritische Beobachtung verdient, ist beim JVC in
Ordnung. Die hoch liegende Gesamtbildschärfe
vervollständigt den sehr positiven visuellen Gesamteindruck. Kleine Schwächen:
In sehr dunklen Szenen ist der Kontrast nicht optimal, was wiederum damit
zusammenhängt, dass kein LCD-Gerät einen perfekten Schwarzwert vorweisen kann.
Hier muss man aber der Fairness halber hinzufügen, dass sich der JVC besser
schlägt als
viele Konkurrenten. Zweiter kleiner Minuspunkt sind die ab und zu an
schrägen Kanten auftauchenden Treppenstufen. Größter Nachteil des
LT-26C50 ist aber die Tatsache, dass es weder ein DVI- noch ein HDMI-Interface
gibt. Hier muss JVC beim Nachfolger unbedingt nachbessern. Ansonsten gibt es
keine Schwächen, denn die
Verarbeitung ist prima und die Bedienung einfach.
Der LT-26C50 überzeugt mit einem
harmonischen Bild und einfachem Handling

Obere Mittelklasse
Test 02. März 2005
Preis-/Leistungsverhältnis     
Pro:
-
Erstaunlich natürliche Farbdarstellung
-
Sehr gutes Bild auch unter Einfall von hellem Tageslicht
-
Hoch liegende Bildschärfe
-
Ausgereifte, flüssige Bewegungsdarstellung bei direkter
Progressive Ansteuerung
-
Einfache Bedienung
-
Gute Verarbeitung
Contra:
-
Weder DVI- noch HDMI-Interface
-
De-Interlacer könnte noch effektiver arbeiten
-
Leichter Treppenstufeneffekt auszumachen
Hauptmerkmale LT-32C31BUE
-
Integrierter Tuner
-
W-XGA (1.366 x 768 Pixel) Display
-
Kontrastverhältnis: 800:1
-
Helligkeit: 500 cd/m²
-
Blickwinkel: 170 Grad
-
D.I.S.T. (Digital Image Scaling Technology): hochauflösendes Bild
Grundkomponenten: hochpräzise I-P-Umwandlung und -Formatierung
Unterstützende Komponenten: Super DigiPure, dynamisches Bild-Management-System, Farb-Management und dynamische Schwarzpegelsteuerung/Steuerung der Gamma-Linie
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R/F 1-Tuner
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1-Tuner PaP (Bild und Bild)
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PaT (Bild und Text) Dual Screen
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Automatische Formatumschaltung
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Breitbild-Modi
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Farbtemperatureinstellung
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A2/NICAM Stereo
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20 W Gesamtausgangsleistung (RMS) von zwei vorderen Oblique-Cone-Lautsprechern
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3D Sound
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BBE® Sound System und AHB (Active Hyper Bass)
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NTSC Wiedergabe
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Komponenteneingang kompatibel mit HD 1080i (HD 1125i) 50/60 Hz und 720 p/60 Hz-Signalen
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Favourite Channel mit VSM (Video Status Memory)
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T-V Link
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Megatext: Speicher für 1.500 Seiten (Level 2.5)
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Mit Tischfuß
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Preis: 2.499 €
Test: Carsten Rampacher
03. März 2005
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