Info: Apples iPod und interessantes HiFi-Zubehör
12.08.2005 (cr)
Einleitung
Nicht jede MP3-Jukebox hat Kultstatus - der iPod von Apple, in
der aktuellen fünften Auflage mit Farbdisplay, ist jedoch der "kultigste"
aller Jukeboxen mit Festplatte. Dass man mit dem iPod prima Geld verdienen kann
und dass der Bedarf an Zubehör groß ist, hat jedoch nicht nur Apple selber
längst verstanden, vielmehr ist um den iPod herum inzwischen eine ganze
Produktwelt verschiedener Hersteller entstanden. Auch verschiedene Unternehmen
aus der AV-Welt haben sich dem Thema iPod angenommen: So bringt z.B. Pioneer
beim neuen VSX-AX4AVi-S
einen iPod-Direkteingang, an den man ohne große Probleme den iPod anschließen
kann. Mittels des Pioneer ist die Steuerung bequem möglich. Auch Denon setzt
gerade bei seiner neuen Lifestyle-Serie "Smart
Life" auf die Integration der iPod-Funktionalität.
Pioneer setzt auf den iPod: Der VSX-AX4AVi-S hat einen
iPod-Direkteingang
Auch bei Denon spielt der iPod eine große Rolle. Bei der
neuen Edel-Lifestyle-Serie "Smart Life" ist der iPod ganz bequem
mittels OSD zu bedienen
Der aktuelle iPod in "Normalausführung" mit
Farbdisplay (65.000 Farben) und 20 GB Platte. Für mehr Geld ist auch eine 60 GB
Version erhältlich
Wer übrigens iPod sagt, muss sich schon präziser ausdrücken,
um welchen iPod es sich handelt. Denn die Jukebox gibt es mittlerweile in der
fünften Generation (Normalversion) und ist in verschiedenen
Festplattengrößen erhältlich. Die Player sind nur unterschiedlich dick, das
Modell mit großer 60 GB Platte (181 Gramm) für rd. 450
€ ist etwas dicker und etwas schwerer als die 20 GB Version (167 Gramm) für rd.
300 €. Von der 20 GB Version gibt es auch eine schwarz-rote "U2"
Sonderedition. Neben dem "Urmodell" sind noch kleinere sowie
ausstattungsmäßig abgespeckte Versionen erhältlich:
-
Der iPod Mini, nur 103 Gramm
schwer, mit 4 und 6 GB und reduzierten
Abmessungen in verschiedenen "trendigen" Farben ab rd. 199 €
-
Der im Vergleich zum iPod Mini nochmals kleinere iPod
Shuffle, eine USB-Stick-artige Variante (nur 22 Gramm!) mit abgespeckter Ausstattung ohne Display,
aber mit Zufallswiedergabe (natürlich ist auch eine normale, lineare
Wiedergabe möglich) für die gespeicherten Musiktitel. Den Shuffle gibt es
mit 1 GB oder 512 MB ab 100 €.
Der iPod der 5. Generation (Normalversion)
Die iTunes-Software (aktuell Version 4.9) muss man installieren, möchte man einen
iPod nutzen
Möchte man den iPod nutzen, muss die für den iPod vorgesehene
Software "iTunes" installiert werden. Die iTunes-Software ließ sich
ohne Schwierigkeiten auf einem XP Home SP2 (Fujitsu Siemens Scaleo T-D1605) und
einem XP Professional System (JVC MP-XV841) installieren. Problemlos sind Softwareaktualisierungen
installierbar, ohne Fehlermeldungen (Upgrade auf iTunes 4.9) wird die
Installation durchgeführt. Auch die Verbindung zum iTunes Music Store (via
T-DSL 2000) funktioniert schnell und problemlos. Tag und Nacht war der Server
ohne Schwierigkeiten erreichbar. Die Preise im iTunes Music Store sind
allerdings mit 0,99 € pro Titel und 9,99 € pro CD nicht eben besonders
günstig.
Der iPod hat ein scharfes Farbdisplay mit 65.000 Farben, welches sehr
angenehm darstellt. Er wird mittels
eines Systemkabels über USB angeschlossen und, sehr praktisch, während der
Verbindung zum PC auch geladen. Mit vollem Akku liefert der aktuelle 20 GB iPod
ca. 15 Stunden lang Energie für die Musikwiedergabe, ca. 5 Stunden lang ist
Kraft für eine Diashow mit Musik vorhanden, insgesamt 5.000 Songs (20 GB) bzw.
15.000 Songs (60 GB) können gespeichert werden. Die Musikkapazität basiert auf einer Spieldauer von 4 Minuten pro Song und einer 128KBit/Sek.
AAC-Codierung.
Sobald der iPod an den PC angedockt
hat, wird iTunes automatisch gestartet (wenn die Option der automatischen
Aktualisierung im Menü einstellt ist). Sollten die entsprechenden Optionen
getroffen sein, aktualisiert sich der iPod selbstständig, d.h. neue
Musikstücke, die ins iTune importiert wurden, werden auf den iPod
geladen. Es ist möglich, in einem eigenen iTunes Store Musik aller Arten
einzukaufen, es ist aber auch problemlos machbar, die eigene CD-Sammlung höchst
simpel auf den iPod zu bekommen. Der iPod unterstützt folgende Formate: AAC (16 bis 320KBit/Sek.), Protected AAC (aus dem iTunes Music Store), MP3 (16 bis 320KBit/Sek.), MP3 VBR, Audible (Format 2, 3 und 4), Apple Lossless, WAV, AIFF.
CD-Titel, die in iTunes und auf den iPod kopiert werden
sollen, können z.B. in Wave-Files, MP3-Dateien oder AAC-Dateien umgewandelt
werden. Hierzu muss man das Menü "Einstellungen" aufrufen und dann
das Submenü "Importieren"
Legt man eine CD ein, wird (bei aktivierter Internetverbindung)
automatisch eine Verbindung zu einer Datenbank hergestellt, die die
Informationen zu den Titeln und zum CD-Namen zusammenträgt (sofern diese
Informationen abrufbar sind, was aber bei fast jeder getesteten CD der Fall war,
sogar Titel hierzulande unbekannter mexikanischer Interpreten wurden gleich
ermittelt). Möchte man nun die CD für den iPod nutzbar machen, so kann man die
CD-Files in verschiedener Art und Weise abspeichern bzw. konvertieren. Als
"Wave" File wird eine gute Klangqualität geboten, der Speicherbedarf
ist aber hoch. Wandelt man den CD-Inhalt in MP3 um, hat man eine
ordentliche Klanggüte, zudem wird wenig Platz benötigt. Unseren Erfahrungen
nach sehr zu empfehlen ist die Konvertierung in Advanced Audio Coding (AAC). Die
Klanggüte ist ausgezeichnet (Testläufe mit Onkyo TX-NR5000E und
Nubert nuWave 125, CS-65 und AW-75),
der Platzbedarf trotzdem gering, nur ist AAC natürlich deutlich weniger verbreitet als das populäre MP3-Format.
Wahlweise kann man die Wiedergabelisten und Titel auch manuell
verwalten, dann ist es auch möglich, Titel auf dem iPod zu löschen. Auch kann
man nur bestimmte Wiedergabelisten (z.B. die eigenen Favoriten) aktualisieren
lassen.
Die einzelnen Titel einer CD, die von uns für das Abspielen
über den iPod in AAC konvertiert wurde (Enriqué Iglesias)
Ganze Trance-Streams passen natürlich auch auf den iPod
Die Bedienung des iPod in Normalversion ist eigentlich sehr
simpel, nur anfänglich ist das Scrollen mit dem Ring
des kreisförmigen Haupt-Bedienungselementes, im Apple-"Fachjargon"
als "Click Wheel" bezeichnet, jedoch etwas, weil man rasch den
anvisierten Punkt im Menü aus Versehen übergangen hat. Nach kurzer Zeit dann klappt
das Navigieren recht gut. Vorteil ist auf jeden Fall, dass die Vorderseite des
iPod sehr aufgeräumt erscheint - die verchromte, edel wirkende Rückseite steht
aus optischen Aspekten übrigens keinesfalls zurück, nur will das Chrom
natürlich ab und zu mal poliert werden, soll man nicht nur noch Fingerabdrücke
sehen.
Wenn man sich an die Handhabung gewöhnt hat, ist es auch
simpel, mit Foto-Dateien umzugehen: Der iPod zeigt 25 Piktogramme in Farbe an. Diese kann
man ebenso durchblättern wie die Musiktitel. Wenn man ein einzelnes Foto sehen möchten, drückt
man auf die Taste in der Mitte.
Akustisch kann sich der iPod - wenn man nicht den qualitativ
minderwertigen mitgelieferten Ohrhörer verwendet - zu sehr löblichen
Leistungen aufschwingen (siehe auch späteres Zusammenspiel mit dem Onkyo TX-NR5000E).
Der Klang ist erstaunlich lebendig und frisch, störende Aussetzer oder Ruckler
leistete sich unser Testgerät keine. Selbst differenzierte Musik wie Klassik
oder Mariachi-Klänge aus dem fernen Mexiko gibt der iPod klanglichb sehr
natürlich wieder.
Unsere Bilanz nach einer Woche intensiver Tests sieht sehr
positiv für den iPod aus. Zwar ist es nicht unsere Aufgabe, den
"Kultfaktor" eines Geräts zu bewerten, durch die hochwertige
Verarbeitung, das nach kurzer Eingewöhnung einfache Handling, die sehr guten
klanglichen Eigenschaften und das sehr reichhaltige Angebot an Zubehör jedoch
wird der iPod zu einem zwar teuren, aber rundherum gelungenen MP3-Player.
Teurer, aber sehr gut verarbeiteter, komfortabler und
akustisch überzeugender MP3-Player
Der iPod und das passende Zubehör
Manches Zubehör ist nur für eine bestimmte iPod-Spielart
ausgelegt, andere Zubehörangebote sind für alle iPod-Varianten geeignet. Hier
ist es immer wichtig, sich vor der Kauf von Zubehör über die Kompatibilität
zu informieren. Das meiste Zubehör gibt es für die Standardversion, aber auch
für den iPod Mini ist mehr und mehr Equipment erhältlich.
Wir haben uns etwas umgesehen und möchten Ihnen folgendes
Zubehör vorstellen:
-
Onkyo Dockingstation DS-A1 (zum Funktionstest bei uns)
-
JBL Lautsprechersystem "On Stage" (zum
Funktionstest bei uns)
-
Teufel "iTeufel" (Vorabbericht, Produkt wird zum
Test in der Redaktion erwartet)
Onyko DS-A1 Dockingstation

Sehr praktisch ist Onkyos Dockingstation DS-A1. In der Mitte
sichtbar ist der Anschluss für den iPod.

Hier die Onkyo Dockingstation mit iPod. Die blaue LED
signalisiert, dass der iPod korrekt angedockt hat und die Wiedergabe beginnen
kann
Bei diesem Produkt, das Onkyo für 89 € im Programm führt,
handelt es sich um ein Fernbedienungs-Interface, das für alle Onkyo-Komponenten
(z.B. AV-Receiver, Heimkino- und Stereo-Komplettanlagen) mit RI-Schnittstelle
ausgelegt ist. Die Onkyo-Geräte sollten zudem über einen freien CDR, MD, TAPE
oder HDD Eingang verfügen. Während der iPod in der im typischen Apple-weißen
Design gehaltenen Station seiner Arbeit nachgeht, wird die Batterie über die
Netzverbindung des DS-A1 mitgeladen. Nicht nur Musik, sondern auch auf dem iPod
abgelegte Bilddateien können über das Onkyo-System wiedergegeben werden.
Hierzu muss man den S-Videoausgang des RI-Docks mit dem TV-Gerät verbinden.
Nutzbar gemacht werden auch andere iPod-Funktionen wie die
Weckfunktion. Aktiviert man diese, kann der Onkyo AV-Receiver zu seiner
bestimmten Zeit automatisch eingeschaltet werden, dazu spielt er die Wunschmusik,
die vom iPod geladen werden kann.
Kompatibel ist die Onkyo-Dockingstation zu den Touch Wheel-iPods
der 3. Generation, zu den Click Wheel-Modellen der vierten Generation und auch
zur fünften Generation mit Farbdisplay. Ebenfalls für den iPod Mini und den
großen iPod Photo ist die DS-A1 geeignet. Nicht kompatibel ist die
Onkyo-Lösung zu den iPods der 1. und 2. Generation und zum kleinen iPod Shuffle.
Wir untersuchten die Onkyo Dockingstation in Verbindung mit
unserem 20 GB iPod der 5. Generation. Als Anschlussgerät mit RI-Kompatibilität diente
unserer Onkyo TX-NR5000E. Hier die
einfachen Schritte bis zum Anschluss:
Auf der Unterseite der Docking-Station wird der betreffende
Anschluss angewählt (MD, TAPE, HDD oder CD-R)
Die beiden Cinch-Stecker (mitgeliefert) werden mit den
entsprechenden Buchsen (siehe Anschlusswahl) verbunden
Das weiße RI-Systemkabel wird von der Dockingstation aus zur
RI-Buchse des Onkyo Systems geführt
In der Praxis überzeugt Onkyos Lösung durch einfache
Installation und gutes Handling. Der iPod steht fest und solide in der
Dockingstation, es treten bei sachgemäßem Handling keine Kontaktprobleme auf. Problemlos ist die Bedienung mit der
Systemfernbedienung des Onkyo TX-NR5000E
möglich, wenngleich hier sich die Bedienmöglichkeit im Wesentlichen
- beim angewählten Anschluss "Tape" - auf Start/Stopp sowie Titelsprung
beschränkt. Mehr Funktionen stehen dann zur Verfügung, wenn man den iPod mit
dem CD-R Anschluss der betreffenden Onkyo Komponente verbindet. Einziger echter Minuspunkt bleibt somit der mit knapp
90 € recht hohe Preis. Dafür ist die Material- und Verarbeitungsqualität
Onkyo-typisch sehr gut und ausgezeichnet auf den iPod abgestimmt. Akustisch
konnte unsere Lösung ebenfalls überzeugen. Wir hörten in AAC und in MP3
codierte Musikstücke, wobei die AAC-Dateien noch etwas lebhafter und
natürlicher klangen, was auf den freier aufspielenden Hochtonbereich
zurückzuführen ist. Insgesamt gibt der iPod eine wesentlich erwachsenere
akustische Lösung ab als von uns erwartet wurde. Jedoch bleibt anzumerken, dass
audiophile Gourmets nicht vollends begeistert sein werden, weil die
Detaillierung für einen MP3-Player zwar überraschend gut ist, aber sehr
anspruchsvolle Anwender den letzten Schliff vermissen könnten. Um dies festzustellen, muss man jedoch einige
Hörerfahrung besitzen, so dass man als Resümee festhalten kann, dass ein
Großteil der Besitzer von Onkyo AV-Lösungen sehr positiv überrascht sein
dürfte von der Performance, die der iPod in Verbindung mit einem Onkyo
AV-Receiver ermöglicht.
Praxisgerechte, hochwertig verarbeitete Dockingstation für
die iPod-Integration
JBL "On Stage"
Schick und kompakt: Das On Stage von JBL passt optisch sehr
schön zum iPod
Wer kennt nicht die folgende Problematik: Selbst im sehr guten
Vier-Sterne-Hotel ist die Beschallung im Hotelzimmer miserabel. Wer einen iPod
besitzt - ganz gleich, ob Normal- oder Miniversion - kann rasch Abhilfe
schaffen, wenn er zusätzlich zur kleinen Jukebox das kompakte, 450 Gramm
wiegende Lautsprecher-System "On Stage" von JBL hinzukauft. Preiswert
ist der Spaß nicht: 149 € kostet das gute Stück (Straßenpreis). Bei liegen
Adapter für die verschiedenen iPod-Modelle, so dass On Stage schnell
"passend" gemacht wird für den jeweiligen Pod.
Hinter den grauen Abdeckgittern verbirgt sich hochwertige
Lautsprechertechnik
Hinten am On Stage finden sich ein Mini-Klinkenanschluss für
externe Geräte, der Netzschalter, der Anschluss fürs mitgelieferte Netzteil
sowie (nicht zu erkennen, unterhalb des Netzschalters) ein iPod-Systemanschluss
Etwas störend ist nur das sperrige Netzteil des On Stage
Was bekommt man fürs angelegte Geld? Zunächst einmal eine
richtig gute Verarbeitung. Obwohl komplett aus Kunststoff, wirkt das On Stage
stabil, schick und langlebig. Technisch gesehen bekommt man ebenfalls eine Menge
geboten, denn JBL hat sich richtig Mühe gegeben, ein gleichermaßen kompaktes
wie gut klingendes Mini-Lautsprechersystem zu konstruieren. Vier Odyssey-Chassis
aus Aluminium, ausgestattet mit Neodym-Magneten, sollen für eine tadellose
Soundqualität sorgen. Natürlich ist bei einem solchen System die
Ausgangsleistung nicht mit den Maßstäben normaler AV-Anlagen zu vergleichen. 6
Watt pro Kanal sorgen in der Praxis aber für genug Power. Laut JBL werden
Frequenzen zwischen 80 Hz und 20 kHz wiedergegeben.
Auf der Rückseite der Soundstation befindet sich der Anschluss
für das mitgelieferte, sehr große und sperrige Netzteil des On Stage.
Ebenfalls ist eine zusätzliche Mini-Klinkenbuchse, an die andere Geräte (z.B. MP3- oder CD-Spieler, PCs und Notebooks)
angeschlossen werden können, vorhanden. Das Anschlussangebot wird
komplettiert von einem speziellen Apple-Anschluss, hier kann man das
Systemkabel, welches dem iPod beiliegt, anschließen. Ein separates Netzteil
muss man sich nicht für den iPod einstecken, wenn man auch das On Stage
mitnimmt: Ganz gleich, ob On Stage angeschaltet ist oder nicht, steckt der iPod
im Dock, werden dessen interne Akkus grundsätzlich aufgeladen. Auch auf der
Geräterückseite befindet sich der Netzschalter, der grün leuchtet, wenn On
Stage in Betrieb ist.
Zu bedienen ist das On Stage simpel. Es gibt zwei elegante
Sensortasten, die (links) die Lautstärke herunterregeln oder (rechts) erhöhen.
Drückt man beide Tasten gleichzeitig, wird die Stummschaltung (Mute)
aktiviert.
Akustisch hat uns On Stage sehr gut gefallen - in Anbetracht von
Preisklasse und den kompakten Abmessungen kann man eigentlich kaum mehr
erwarten. Besonders erstaunt waren wir über den klar ertönenden Hochtonbereich
und über die räumliche Wirkung. Ein komplett an den Lautsprechern klebender,
monoton-langweiliger Sound - so stellt man sich im Geiste die akustischen
Erlebnisse mit einem derartigen System vor. Doch nichts von diesen Vorurteilen
bewahrheitete sich in unseren umfangreichen Klang-Testreihen, stets um eine tadellose
Verständlichkeit bemüht, agierte das On Stage selbst bei etwas höherem Pegel
noch überraschend gut.
Besonders dann, wenn wir AAC-codierte Dateien über
unseren iPod wiedergegeben haben, konnte sich das On Stage vorteilhaft in Szene
setzen, weil gerade die hohe Qualität im Hochtonbereich AAC von MP3
unterscheidet, und hier kann On Stage dann seine Fähigkeiten voll ausspielen.
Wir haben die unterschiedlichsten Musikrichtungen gehört: Von Armin van Buuren
(Trance) über Culture Beat (Eurodance) über Reggae (UB40) und Popmusik (Laura
Brannigan, Gloria Gaynor, Enriqué Iglesias) bis hin zu mexikanischer
Mariachi-Musik und italienischen Meistersängern (Luciano Pavarotti, Andrea
Bocelli) lief alles über unseren iPod, und stets war das On Stage um klangliche
Natürlichkeit bemüht. Hier kommt also echter Hörspaß auf, was zusammen
mit der hohen Mobilität ( das On Stage bekommt man in fast jeden Koffer noch
mit hinein) für ein tadelloses "Abschlusszeugnis" bei uns
sorgt.
Elegante, kompakte und klangstarke Lösung. Für
iPod-Besitzer ohne Einschränkung zu empfehlen
Teufel "iTeufel"
Minimalistisches, elegantes Design: Der ab November/Dezember
erhältliche iTeufel
Auch dem Berliner Lautsprecherhersteller Teufel ist keinesfalls
entgangen, dass sich der iPod mehr und mehr durchsetzt und die Entwicklung zu
einem Kultobjekt schon längst vollzogen ist. Daher entschloss man sich, ab
November/Dezember dieses Jahres einen sehr musikalischen Begleiter für den iPod
auf den Markt zu bringen. Leider haben wir bislang noch kein Testsample, nur
einen Prototypen angesehen haben wir uns bereits. Optik und Haptik wirkten
bereits in diesem nicht endgültig der Serienreife entsprechenden Status sehr
hochwertig. Dies erklärt auch den Preis von 399 €. Teufel möchte seinen
akustischen Beitrag zum Thema iPod nicht ausschließlich als kompakte, mobile
Lösung verstanden wissen: Vielmehr soll iTeufel so hochwertig klingen, dass man
auch problemlos, z.B. für einen kleinen Hörraum, eine Zweitanlage installieren
kann. Mit diesem Anspruch muss natürlich auch ein gewisser Bedienkomfort einher
gehen, daher liefert Teufel eine Fernbedienung mit.
Besonderheit: Teufel liefert gleich noch einen ultrakompakten
Aktivsubwoofer mit
Dass iTeufel auf den ersten Blick teuer erscheint, relativiert
sich, wenn man genauer auf die Daten schaut, denn die Berliner verbauen zwei
ausgewachsene Zweiwege-Systeme (und kein kostengünstig zu realisierendes
Breitband-System, was bei einem Modell < 200 € absolut in Ordnung ist, bei
teureren Komponenten aber fehl am Platze), pro Kanal stehen 25 Watt an Leistung
bereit. Die zwei langhubigen Konuslautsprecher in Verbindung mit einem speziell
konstruierten Bassreflexsystem sollen für ein tadelloses Ansprechverhalten auch
im Bassbereich sorgen. Für die Hochtonwiedergabe sind Seiden-Kalotten
zuständig. Noch fairer erscheint der Preis, wenn man bedenkt, dass Teufel auch
noch einen ebenfalls im schicken weißen Design gehaltenen aktiven Subwoofer mit
dazupackt, der nicht ortbar sein soll. Grund: Die tiefe untere Grenzfrequenz des
hochwertigen Zweiwege-Systems im Hauptgerät, welches es möglich macht, die
Übernahmefrequenz des aktiven Subwoofers in einen Bereich zu verschieben, in
dem das menschliche Ohr die Herkunft der Bässe im Raum nicht mehr orten
kann.
Während des Aufenthalts im iTeufel-Dock wird der iPod
automatisch aufgeladen. Über den zusätzlichen Stereo-Eingang des iTeufel®
lässt sich auch jede andere Audio-Quelle mit einem Vorverstärker- oder
Kopfhörerausgang anschließen.
Das perfekt auf das iPod®-Design abgestimmte iTeufel®-Gehäuse besteht aus
weißem, hochglänzendem Kunststoff. Eine spezielle akustische Dämpfung
verhindert zu heftige, klangmindernde Vibrationen. Doch das Schönste zum
Schluss: Der iTeufel® ist bis zum Beginn seiner Auslieferung mit 10 Prozent
Frühbestellerrabatt zu beziehen.
Das nächste iPod-Special
Unser nächstes iPod-Special kommt schon bald - voraussichtlich
Ende August/Anfang September.
Die Themen werden voraussichtlich unter anderem sein:
-
Der iPod im Auto. Wir zeigen Ihnen ein iPod-Interface für
den BMW X5 und schildern unsere Praxiserfahrungen. Ebenfalls stellen wir
weitere "iPod goes Automotive"-Lösungen vor.
-
Der iTeufel im Test mit großem Technik-Teil. Hält der
iTeufel akustisch, was er technisch und optisch verspricht?
-
iPod Shuffle im harten Praxistest: Was kann der günstigste
iPod im Miniaturformat? Nur Hype oder Performance-Power für rund 100 €?
Freuen Sie sich auf unser nächstes großes Special, wie üblich
reichhaltig bebildert.
12. August 2005
Text: Carsten Rampacher
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