Test: Infinity Kappa in 7.1-Konfiguration

Wir danken unserem Kooperationspartner HiFi-Regler
für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments
13.11.2003 (cr)
Einführung
Wer teure Lautsprecher kauft, erwartet verständlicherweise auch
viel Leistung für sein Geld. Hervorragend verarbeitet sollen die Boxen sein und
erstklassige Belastungswerte mitbringen. Immer mehr Käufer verlangen
zusätzlich auch universelle Einsatzmöglichkeiten, damit man in der
7.1-Mehrkanal-Welt von heute ein optimales Beschallungssystem hat, das aber auch
herkömmliche Aufgaben (Stereowiedergabe) mit Bravour erfüllt.
Trotz des großen Angebotes auf dem Markt sind Offerten, die
eine exzellente Heimkino- und Mehrkanal-Musikwiedergabe mit superben
Stereoqualitäten zu verbinden wissen, nicht leicht zu finden. Wer solch ein
System sucht, wird beispielsweise bei Infinity fündig, denn hier stehen die
Lautsprecher der legendären Kappa-Baureihe bereit, um all diesen Forderungen
nachzukommen. Mit den "Ur"-Kappas, die zwar höchste
Leistungsansprüche an den Verstärker stellten, dafür aber auch eine
First-Class-Performance mitbrachten, haben diese Modelle aber nur noch den Namen
gemein. Ein elegantes Design, das sich perfekt in viele moderne Wohnlandschaften
einfügt und die wahre Größe der Schallwandler geschickt kaschiert, paart sich
bei den aktuellen "Kappas" mit vielen technischen Highlights,
die - ganz in der Tradition des Namens "Kappa" - für eine
überragende Wiedergabecharakteristik sorgen sollen. Ein Kappa-Set in
Voll-Konfiguration, nämlich in 7.1-Anordnung, trat bei uns zum Praxistest
an.
Die Preise unseres Test-Ensembles:
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Kappa 600 EUR 1.199,-/Stück
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Kappa 200 EUR 499,-/Stück
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Kappa Center EUR 699,-/Stück
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Kappa SRD. EUR 1.399,-/Paar
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Kappa SUB EUR 1.199,-/Stück
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Kappa 200 Stativ EUR 299,-/Paar
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Gesamtpreis 5.1 Set (2 x Kappa 600, 1 x Kappa Center, 2 x
Kappa Surround): 5.695,-- EUR
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Gesamtpreis 5.1 Set (2 x Kappa 600, 1 x Kappa Center, 2 x
Kappa 200): 5.294,-- EUR
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Gesamtpreis 7.1 Set (2 x Kappa 600, 1 x Kappa Center, 4 x
Kappa 200): 6.292,-- EUR
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Gesamtpreis 7.1 Set (2 x Kappa 600, 1 x Kappa Center, 2 x
Kappa Surround, 2 x Kappa 200, unser Test-Set): 6.693,-- EUR
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Gesamtpreis 7.1 Set ((2 x Kappa 600, 1 x Kappa Center, 4 x
Kappa Surround): 7.094,-- EUR
Verarbeitung und Optik
Allen Kappa-Lautsprechern gemein sind das modern-elegante Design
(nur die in dunklem Silber gehaltenen Flächen könnten nicht jedem potentiellen
Kaufinteressenten gefallen) und die edle Verarbeitung. Natürlich verwendet
Infinity Echtholz-Furnier für
die wahlweise in schwarzer Esche, Kirsche oder Ahorn lieferbaren Gehäuse, was den noblen Gesamteindruck
besonders unterstützt. Alle Ecken und
Kanten sind sorgfältig ausgeführt - hier bekommt der Kunde für das gezahlte
Geld auch einen entsprechenden Gegenwert. Die
Anschlussterminals aller Boxen sind von hochwertiger Machart,
problemlos können alle Arten von Steckern (z.B. Bananas) und große
Kabelquerschnitte eingeführt werden. Die Verarbeitung des aktiven Subwoofers
kann ebenfalls voll überzeugen. Das Anschlussfeld ist sauber
eingepasst und ausgeführt, die Kippschalter z.B. zum Umstellen der Phase sehen
zwar etwas "handgestrickt" aus, sind aber aus solidem Metall
gefertigt.
C.M.M.D.™-Technologie (Ceramic Metal Matrix
Diaphragm):
Alle New Kappa-Lautsprecher verfügen über C.M.M.D.®-Membranen.
Bei dieser Infinity-Eigenentwicklung werden die ultraleichte Eigenschaften des Aluminiums
kombiniert mit der Härte, Präzision und Beständigkeit einer eigens entwickelten Keramikbeschichtung.
Das Ergebnis kann sich sehen - und vor allem hören - lassen, denn C.M.M.D. ist
dreimal so steif wie Titan und fünfundachtzigmal steifer als herkömmliche Papiermischungen.
Nach einer gewissen Einspielzeit sind die Kappa-Lautsprecher damit in
allerhöchster Form, wie unsere Testreihen später zeigen werden.
C.M.M.D.™ist laut Infinity die perfekte Membranlösung für absolut verzerrungsfreie, präzise Abbildung und
eine sehr gute Detaildarstellung.
C.M.M.D.® in der Übersicht:
• matrix-beschichtete, hauchdünne Aluminiumfolie
• 3 x so steif wie Titan
• 85 x steifer als ein herkömmlicher Papierkonus
• 3 x schnellere Schall-Leitung als bei
anderen Membranen oder Kalotten
• Eigenresonanzfrei
• C.M.M.D.® ist leicht, um die höchsten noch hörbaren
Frequenzen wiederzugeben
• C.M.M.D.® ist extrem verwindungssteif, um einen trockenen,
vollen Bass verzerrungsfrei zu erzeugen
Kappa 600

Die Kappa 600 sind die Top-Lautsprecher aus der Kappa-Serie.
Eine Nennbelastbarkeit von 150 Watt und eine Musikbelastbarkeit von 230 Watt
prädestinieren den Schallwandler für gehobene Aufgaben. Der Frequenzbereich
der Box reicht von 32 Hz bis 27 kHz, damit sind vielfältige
Anwendungsmöglichkeiten gegeben. Durch den 250 mm-Tieftöner ist die Box auch
für den Bassbereich gut gerüstet. Als Mitteltonlautsprecher kommt ein 170 mm
C.M.M.D.-Chassis zum Einsatz, für die Hochtonwiedergabe ist eine 25 mm
C.M.M.D.-Kalotte vorgesehen,Die Empfindlichkeit/der Wirkungsgrad beträgt 90 dB
(2,83 V/1 m), die Nennimpedanz 6 Ohm.
Kappa Center

Der Kappa Center mit einer Nennimpedanz von 6 Ohm weist eine
Nennbelastbarkeit von 80 und eine Musikbelastbarkeit von 120 Watt auf. Der
Frequenzbereich beginnt bei 65 Hz und endet bei 27 kHz. Die Empfindlichkeit
beträgt 90 dB (2,83 V/1 m). Bestückt ist der Center mit 2 x 170 mm C.M.M.D.®-Chassis
-für den Tieftonbereich und mit einem 100 mm C.M.M.D.®-Mitteltöner. Um die
Hochtonwiedergabe kümmert sich eine 25 mm C.M.M.D.®-Kalotte.
Kappa Surround

Für die Surround-Wiedergabe wählten wir den Dipol-/Bipollautsprecher
Kappa Surround mit einer Nennimpedanz von 6 Ohm. Die Nennbelastbarkeit liegt
hier bei 80 Watt, die Musikbelastbarkeit bei 120 Watt. Der Schallwandler ist vom
Dipol- in den Bipolbetrieb umschaltbar. Was dies für einen Nutzen bringt, wird
im weiteren Verlauf des Textes genau erläutert. Der Frequenzgang der
Surroundbox reicht von 55 Hz bis 27 kHz, die Empfindlichkeit beträgt 87 dB im
Dipol-Modus und 89 dB im Bipol-Modus (jeweils bei 2,83 V/1 m gemessen). Die
Bestückung: Basschassis 2 x 130 mm C.M.M.D. Hochtöner 2 x 25 mm C.M.M.D.
Dipol- und Bipol-Wiedergabe
Die Kappa Surround sind als Bi- oder Dipole zu verwenden, was
universelle Einsatzmöglichkeiten eröffnet - je nach dem, welcher Einsatzzweck,
Heimkino oder Mehrkanal-Musik, vom Anwender gerade bevorzugt wird. Setzt
man die Kappa Surround als Dipol-Lautsprecher ein, ist sie insbesondere
für die Filmton-Wiedergabe ausgelegt, denn Dipol-Lautsprecher geben, um ein
diffuses Klangbild zu erzeugen, den Schall in einem bestimmten Abstrahlwinkel phasenversetzt nach vorne und nach hinten
ab. Es entsteht genau in der Mitte eine starke Schallauslöschung,
dadurch kann der Lautsprecher nicht geortet werden. Der Nachteil: Dipole sind recht
leise und müssen mit viel Sorgfalt eingepegelt und aufgebaut werden.
Heimcineasten wissen Dipole trotzdem sehr zu schätzen, denn der diffuse Klang
sorgt im Filmton-Betrieb für ein besonders realistisches Gesamt-Klangbild, denn
es steigt die räumliche Weite des Surround-Soundfelds. Ebenfalls wird
eine höhere klangliche Dichte erzeugt, was für mehr Atmosphäre sorgt, als sie
z.B. Direktstrahler oder Bipole bieten können. Das Rauschen des Meeres, das
Trommeln der Regentropfen auf dem Hausdach oder die Melodie des Windes können
so umfassender vom Auditorium akustisch empfunden werden. Störende
Klanglöcher, die z.B. bei der Verwendung von direktabstrahlenden Lautsprechern
den Heimkinospaß mindern können, werden durch Dipole reduziert - besonders
auffällig ist dieser Vorteil bei vier Dipolen, die für den Surround- und Back
Surround-Einsatz verwendet werden. Gerade bei der Extended Surround-Wiedergabe
merkt man, dass ein komplettes, tiefes, und umfassendes Klangbild den
Heimkinospaß steigert. Aber auch die Bestückung mit zwei Dipolen für den
Surroundbetrieb und zwei Back Surround-Direktstrahlern sorgt, wie bei unserem
Test-Ensemble, für viel Hörvergnügen.

Wenn man mit dem Kappa Mehrkanal-Lautsprechersystem Musik-DVDs
bzw. DVD Audio- und SACD-Software anhören möchte, schaltet man die Betriebsart
an den Kappa Surround auf "Bipol" um. Im Bipol-Betrieb entfällt die
phasenverschobene Klangabgabe, hier wird der Schall in zwei entgegengesetzte
Richtungen gleichzeitig abgegeben. im Bipol-Betrieb ist die Box leichter zu
orten, dafür ist der Klang präziser - und genau dies ist für Musikliebhaber
ein Vorteil. Ebenfalls gibt der Kappa Surround bei identischer Einpegelung
und identischer Lautstärke am Verstärker das Signal lauter aus, denn in der
Bipol-Einstellung haben die Kappa Surround eine um 2 dB höhere Empfindlichkeit.
Kappa 200

Die Kappa 200, die wir als direktabstrahlende Back
Surround-Lautspecher verwendeten, kommt auf eine Nenn-/Musikbelastbarkeit von 80
beziehungsweise 120 Watt. Der Frequenzbereich reicht von 50 Hz bis 27 KHz, die Empfindlichkeit
der 6 Ohm-Box beträgt 89 dB (2,83 V / 1 m) Als Tief-/Mitteltöner kommt eine 170 mm
C.M.M.D.-Konstruktion zum Einsatz, als Hochtonlautsprecher fungiert eine 25 mm
C.M.M.D.-Kalotte.
Kappa Sub

Der Kappa Sub ist ein kraftvoller, kompakter Aktivsubwoofer mit
einer 220 Watt-Endstufe und R.A.B.O.S™-Bassoptimierungssystem (mehr dazu siehe
unten). Frequenzen ab 25 Hz werden wiedergegeben, die Empfindlichkeit beträgt 90
dB. Die Übernahmefrequenz kann zwischen 50 Hz und 150 Hz eingestellt werden.
Als Tieftonlautsprecher arbeitet ein 250 mm C.M.M.D.-Chassis,
R.A.B.O.S.™-Einmeßsystem
Das Infinity Bass Optimierungs-System R.A.B.O.S.™(Room Adaptive Bass Optimization System) stellt einen parameterischen Equalizer bereit, mit dem man die meisten ungünstig klingende Wohnräume sowie Probleme bei der Basswiedergabe gut in den Griff bekommen kann.
Unpassende Pegelspitzen im Bassbereich wirken sich sehr negativ aus: Statt knackig und trocken wirkt der Bass unpräzise,
schwammig und unnatürlich. Wird der Pegel reduziert, entsteht ein klares Bassfundament mit präziser Tiefenstaffelung.
Der Bassdruck ist immens, und doch ist der Gesamtklang des Subwoofers harmonisch
und wirkt nicht unnatürlich-dominant. Unschöne Störgeräusche, die von einer
unsachgemäßen Einpegelung zeugen, können wirkungsvoll unterbunden werden. Mit Hilfe eines SPL-Geräts (es gehört bei R.A.B.O.S. zum Lieferumfang)
kann der Anwender selbst das spezifische Tonprofil des Hörraum ermitteln - denn
die Daten benötigt man für eine korrekte Kalibrierung des Lautsprechersystems. Mit
der präzisen parametrischen Frequenzgangkorrektur und einem dem mitgelieferten Schalldruckmesser
werden die Hauptresonanzspitzen im Wohnraum beseitigt: Zunächst werden die
Hauptresonanzen gemessen, anschließend wird der Subwoofer optimal eingestellt.
Kraftvolle, tiefe und präzise Bässe sollen sich so perfekt entfalten können,
unangenehme Dröhngeräusche und ein unpräziser Bass sollen damit der
Vergangenheit angehören. Mehr zu R.A.B.O.S.™ finden Sie im weiteren
Verlauf des Textes.
Klang
Testequipment
Mehrkanal-Musik- und Filmton-Wiedergabe
Hier boten die Kappa-Schallwandler bei allen ausführlichen
Testreihen exzellente Resultate - vor allem das überdurchschnittlich komplette,
vielschichtige, raumfüllende Gesamt-Klangbild war immer wieder aufs Neue
beeindruckend. Beispielsweise bei verschiedenen Filmsequenzen auf der 7. DTS
Demo-DVD: Bei "Behind Enemy Lines" zeichneten die Kappas ein
atmosphärisch ungeheuer dichtes Klangerlebnis - gerade die extremen
Dynamiksprünge, die dieser Sequenz besondere Würze verleihen, bewiesen die
hervorragenden Qualitäten der Lautsprecher. Als die massiven, durchdringenden
Explosionen plötzlich - nach spannungsgeladener Stille - über das Auditorium
hereinbrechen, ahnt selbst der Laie, dass hier Lautsprecher am Werk sind, die
mit besonderem Nachdruck, mit überdurchschnittlicher Schnelligkeit und mit
unbestechlicher Präzision agieren. Der Fachmann stellt fest, dass das
Kappa-Ensemble zwar alles andere als ein Sonderangebot ist, die superben
Leistungen zeigen aber, dass das Preis-/Leistungsverhältnis absolut im grünen
Bereich ist. Bei nicht wenigen Konkurrenzanbietern können entweder selbst die
Topmodelle nicht mit solchen Leistungen aufwarten, oder aber man bezahlt einen
noch deutlich höheren Preis. Im direkten Vergleich kann das Teufel Theater 8 THX Ultra 2,
in 7.1-Konfiguration mit vier Dipolen 6.315,-- EUR teuer und damit in etwa in
der gleichen Preisklasse, als eines der wenigen Systeme mit dem Kappa-Set
mithalten. Während das Theater 8 dank des gigantischen, extrem starken
Subwoofers in großen Hörräumen noch mehr Bassdruck bereit stell (der
Inifinity Sub ist gewiss alles andere als schwächlich, der M11000 als einer der
besten Subwoofer überhaupt jedoch bietet ein Kraftpotential, das in diesen
Preisregionen unerreicht ist), kontern die Kappa-Lautsprecher mit ihrer extrem
feinfühligen Detaileinarbeitung. Punkte sammelt das Theater 8 mit der
Front-Klangkulisse von erstklassiger Homogenität (drei identische Lautsprecher
vorn im Einsatz), dafür agiert der Kappa Center z.B. bei Frauenstimmen bei
verschiedenen Beispielen noch eine Idee sensibler. Insgesamt bekommt der Kunde
in beiden Fällen ein Lautsprecherensemble der absoluten Extraklasse geboten,
welches es denn nun sein soll, entscheidet man am besten nach ausführlichen
Hörtestreihen.
Mit viel Druck, Präzision und Sorgfalt setzt das Kappa-Set auch
bei der Sequenz aus "The Fast and the Furious" - die Jagd nach dem
Truck wird von allen Komponenten höchst lebendig und real ausgestaltet.
Auffällig ist hier insbesondere die erstklassige Souveränität, die alle
Lautsprecher auch bei sehr hohen Pegeln an den Tag legen. Die Schreie der
Akteure, das Quietschen der Reifen, die Schüsse aus der Schrotflinte des
Truckfahrers - all dies stellt das Infinity-System sehr intensiv dar, was dazu
führt, dass sich das Auditorium mitten im Geschehen wiederfindet - genau dieses
Gefühl ist es, das hochwertige Lautsprechersysteme auszeichnet. Während man
bei vielen günstigeren Offerten zwar schon eine eindrucksvolle
Mehrkanal-Klangkulisse geboten bekommt, sich selber aber noch etwas außerhalb
der Ereignisse wähnt und sie somit aus einer gewissen Distanz akustisch
betrachtet, bieten überdurchschnittlich hochwertige
Mehrkanal-Beschallungssysteme genau an diesem Punkt noch mehr. Hier sitzen die
Zuhörer im Mittelpunkt des Geschehens. Besonders mit geschlossenen Augen
entsteht der Eindruck, aktiv in das Handlungsgeflecht eingebunden zu sein. Die
ausschließlich akustische Wahrnehmung kann in vielen Fällen für ein besonders
intensives Erlebnis sorgen, denn ein Bildwiedergabegerät, ganz gleich von
welcher Qualität, stellt räumlich gesehen nicht dreidimensional dar, sondern
bindet die Handlung auf eine mehr oder minder große Fläche, was eine bestimmte
gedankliche Festlegung auf eine außenstehende Position zur Folge hat.
Natürlich wächst das Gefühl, auch visuell mit der Handlung verbunden zu sein,
mit der Größe der Projektionsdiagonale bzw. der Bildschirmdiagonale, aber ein
gewisses, wenn auch kleines Gefühl der Distanz bleibt bei allen Beteiligten
erhalten.
Zurück zu den Testreihen - hier konnten auch die aufregenden
Schlachten der "Mumie" (Teile 1 und 2) die Lautsprecher nicht aus der
Ruhe bringen. Mit viel Sorgfalt griffen die Kappas auch kleine Details auf und
fügten diese akkurat in die Gesamtakustik ein. Der Music Score wird mit
ausgezeichneter Raumwirkung dargestellt, die Bassdarstellung erfolgt präzise
und mit Nachdruck.
Um die musikalischen Qualitäten des Kappa-Ensembles ist es
ausgezeichnet bestellt. Bei klassischer Musik, mit Vorliebe in Verbindung mit
großen Orchestern oder klangstarken großen Kirchenorgeln, stellen sich die
Vorzüge des Kappa-Sets besonders einprägsam dar. Hier begeistert der aktive
Subwoofer durch sein rasches Ansprechverhalten und seine außerordentlich gute
Dynamik. Kommt kein aktiver Sub zum Einsatz, bringen die voluminösen Kappa 600
die Bassanteile präzise und knackig zum Hörer. Im direkten Vergleich wirkt das
gesamte tieffrequente Arrangement in Verbindung mit dem Kappa Sub noch eine Idee
souveräner - wobei man hier zwei Dinge unbedingt beachten sollte: Der
Basslautsprecher muss höchst präzise eingepegelt sein, und es empfiehlt sich,
die R.A.B.O.S.™-Justagen durchzuführen (mehr dazu gleich). Dann erreicht man
ein extrem hohes Maß an musikalischer, nicht zu bombastischer, aber doch
souveräner Bassdarstellung.
Herausragend operiert auch im Musikbetrieb der Kappa Center. Vor
allem bei Opern kann er seine Qualitäten durch eine klar durchstrukturierte,
fundierte und differenzierte Stimmwiedergabe eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Mit viel Liebe zum musikalischen Detail gibt er weibliche wie auch männliche
Stimmen wieder. Selbst bei sehr hohen Lautstärken verliert der Center nichts
von seiner Souveränität. Die Kappa Surround zeigen in der Bipol-Einstellung
eine präzise und immer noch erstaunlich voluminöse (jedoch nie unangenehm
schwammige) Wiedergabecharakteristik. Sehr klar und mit viel Feingefühl werden
auch im Surroundbereich Einzelheiten herausgearbeitet.
Mit der qualitativ hochwertigen Auslegung sind die New Kappas
auch für High Quality-Mehrkanal-Musik-Applikationen wie DVD Audio und SACD sehr
gut gerüstet. Bei allen DVD Audio-Testbeispielen gefiel die klare, saubere
Struktur im Hochtonbereich. Mit einer sauberen, angenehmen Mitteltondarstellung
und dem perfekt anschließenden, exzellent gestaffelten Bassbereich mit
stimmigem Grundfundament sind auch hier erstaunliche Qualitäten herauszuhören.
Der aktive Subwoofer empfiehlt sich mit seiner exzellenten Präzision für alle
musikalischen Einsatzzwecke. Daher können wir dieses Lautsprecherset auch DVD
Audio-Liebhabern ohne Einschränkung ans Herz legen.
Zu verschiedenen Einzelbeobachtungen
Heimkino-Tauglichkeit der Infinity Kappa ohne aktiven
Subwoofer
Derjenige, der sich keinen aktiven Subwoofer anschaffen und
trotzdem eine gute Basswiedergabe erreichen möchte, findet in den Kappa 600 die
geeigneten Spielpartner. Bevor eine solche Systemkonstellation allerdings in die
Praxis umgesetzt wird, sind vorausgehende Überlegungen unbedingt erforderlich.
Die wichtigste Frage lautet: Wird ein entsprechend leistungsstarker
AV-Verstärker oder -Receiver verwendet? Mehr zum Thema "Welcher
AV-Verstärker/-Receiver für welchen Anspruch" findet sich in unserer Kaufberatung.
Generell gilt: Ein aktiver Subwoofer nimmt dem AV-Verstärker oder AV-Receiver
Arbeit im leistungsintensiven Bassbereich ab. Das heißt, dass auch Geräte mit
weniger leistungsstarken Endstufen im Verbund mit einem entsprechend
dimensionierten aktiven Subwoofer hohe Pegel erreichen können. Wer jedoch daran
denkt, große Standlautsprecher ohne die zusätzliche Hilfe eines aktiven
Basslautsprechers in Betrieb zu nehmen, braucht einen kraftvollen
AV-Receiver/-Verstärker, der auch auch mit großen Stromstärken fertig wird.
Ist der zu beschallende Hörraum eher von mittlerer Größe (20 bis 30
Quadratmeter), kann man bereits mit einem Gerät der Preisregionen zwischen
1.000,--- und 1500,-- EUR tadellose Resultate erzielen - dies spricht für die
Güte der Top-Offerten in diesen Preisregionen ebenso wie für die gelungene
Auslegung der Boxen. Für eine effektive
Basswiedergabe sind die Kappa 600 sehr gut geeignet, denn der 25 cm-Tieftöner
reproduziert problemlos auch tiefe Bässe bis rund 30 Hz. Erst danach, wie
anhand von Testton-Beispielen nachverfolgen ließ, sind die Boxen mit ihrem
Latein am Ende. Im Praxiseinsatz beeindruckten die Kappa 600 mit ihrem
präzisen, druckvollen Bass, zudem war ein erstaunliches Volumen
herauszuhören. Wer sehr hohe Ansprüche an die tieffrequente
Effektwiedergabe stellt, den Bass bis in die Magengrube fühlen möchte, fährt
trotzdem besser, wenn er sich zusätzlich einen aktiven Subwoofer anschafft.
Die Kappa 600 im Stereo-Betrieb
Für den anspruchsvollen Stereoliebhaber sind die Kappa 600
ebenfalls sehr empfehlenswert. Gründe dafür gibt es mehrere - die wichtigsten
sind zweifelsohne die erstklassige Detaileinarbeitung, die selbst in diesen
gehobenen Preisklassen ohne Weiteres nicht zu finden ist, und die weit
überdurchschnittlich angenehme Wiedergabecharakteristik. Genau diese
Kombination macht den besonderen Reiz der Kappa 600 aus. Die Hochtondarstellung
ist bar jeglichen Anflugs von Aggressivität, trotzdem aber nicht belegt oder
emotionslos. Eine brillante, transparente Wiedergabe ist selbst bei hohen Pegeln
immer gegeben. Besonders gut liegt den Kappa 600 die Wiedergabe von klassischer
Musik. Dies heißt nun nicht, dass der Lautsprecher mit anderen Musikarten nicht
zurecht kommt - aber eine so differenziert aufspielende Box sollte auch mit
differenziertem Material gefüttert werden. Sehr schön bauen die 600er eine
klar definierte virtuelle Bühne auf, die Position der Musiker/Sänger
wird akustisch klar erkennbar.
Der aktive Subwoofer Kappa Sub
Anschluss, Aufstellung und Übernahmefrequenz
Der Kappa Subwoofer besitzt einen Stereo-Cinch-Eingang. Da die
meisten AV-Verstärker und -Receiver nur einen Mono Pre-Out vorweisen können,
schafft man sich zur optimalen Verbindung eine Y-Weiche an. Hier sollte man aber
auf eine hochwertige Bauart achten, denn eine billige Y-Weiche kann die
Bassqualität schmälern. Als Subwoofer-Kabel für die Verbindung des
AV-Verstärkers-/Receivers bis zur Y-Weiche würden wir ebenfalls ein
hochwertiges Exemplar verwenden. Ebenfalls sollte der aktive Subwoofer mit Sorgfalt im
Raum platziert werden. Es kann gut sein, dass sich der zuerst gewählte
Aufstellungsort später in der Praxis als nicht optimal geeignet herausstellt.
Daher ist es notwendig, sich Zeit zu nehmen, um einen perfekten Aufstellungsort
ausfindig zu machen. Dieser Ort kann, je nach dem Hörraum und dessen
Beschaffenheiten, unterschiedlich ausfallen. Da es sich beim Kappa
Subwoofer um einen direktabstrahlenden Subwoofer und um keinen nach unten und
somit indirekt abstrahlenden Downfire-Subwoofer handelt, kann man den
Basslautsprecher bei einer nicht vollauf zufriedenstellenden Basswiedergabe
näher an die Wand rücken bzw. näher an einer Raumecke platzieren.
Die
richtige Platzierung ist ungemein wichtig, denn nur dann ist ein Hauptvorteil
des aktiven Subwoofers gegeben: Er ist nicht vom menschlichen Gehör zu orten.
In der Theorie ist es zwar so, dass man sagt, dass das menschliche Ohr
Frequenzen ab 125 - 115 Hz abwärts bereits nicht mehr akkurat im Raum orten
kann. Demnach also ist es möglich, einen aktiven Subwoofer z.B. mit einer
Übernahmefrequenz von 100 Hz zu betreiben - und der Standort des Geräts ist
akustisch nicht ausfindig zu machen. In der Praxis sieht es jedoch anders aus.
Hier kommt es bei der Aufstellung eines Subwoofers in normal großen Hörräumen
zu zu Reflexionen an den Raum-Begrenzungswänden und zu stehenden Wellen sowie
Schallschluckeffekten - alle diese Phänomene können die Qualität der
Basswiedergabe nachhaltig schmälern. Darum sollte man der Wahl des richtigen
Aufstellungsortes eine hohe Bedeutung beimessen. Die Bassreflexöffnung sollte
übrigens in den Hörraum hineinzeigen, kein Möbelstück o.ä. sollte im Weg
stehen.
Wichtig ist die Justage der Subwoofer-Übernahmefrequenz. Hier
ist zunächst zu überprüfen, ob der angeschlossene AV-Receiver über ein Menü
für die Einstellung der Subwoofer-Übernahmefrequenz verfügt. Ist dies der
Fall, kann die Übernahmefrequenz am Kappa Sub auf den maximalen Wert
eingestellt werden. Je nach Typ des verwendeten Hauptlautsprechers und dessen
akustischer Eigenschaften kann es aber durchaus von Vorteil sein, wenn man z.B.
beim Subwoofer und beim AV-Receiver die Übernahmefrequenz z.B. auf 100 Hz
einstellt. Mit dieser Maßnahme verdoppelt man gegenüber der anderen Variante (Subwoofer-Übernahmefrequenzregler
auf Maximum eingestellt, Bassmanagement des AV-Receivers auf 100 Hz eingestellt)
die Flankensteilheit. Die Flankensteilheit ist wichtig im Zusammenhang mit der
Frequenzweiche (die die Verteilung der Signale auf den aktiven Subwoofer
übernimmt). Von der Flankensteilheit hängt es ab, wie sich die Übergänge
rund um die Grenzfrequenz, ab der der aktive Subwoofer die Basswiedergabe
übernimmt, verhalten. Beim Erreichen ihrer Grenzfrequenz dämpft die
Frequenzweiche die Signalanteile, die nicht mehr durch sie geschleust werden
sollen, ab. Wie stark diese Dämpfung ist, ist abhängig von der Anzahl der
insgesamt geschalteten Baugruppen, deren Anzahl die Ordnung und die Stärke der
Signaldämpfung, die Flankensteilheit, festlegt. Jedes sogenannte komplexe
Bauelement (Induktivitäten, Kapazitäten) verstärkt die Dämpfung um 6 dB pro
Oktave, das heißt ein Filter 1. Ordnung (ohne vorgeschaltetes anderes
Bauelement, z.B. nur der Filter im AV-Receiver ist aktiviert) besitzt eine
Flankensteilheit von 6 dB pro Oktave, ein Filter 2. Ordnung (Filter im
AV-Receiver und im aktiven Subwoofer ist aktiviert ) dann folgerichtig eine
Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave. In welcher Position der Phasenregler
hinten am Subwoofer steht, ist von der Hörraumakustik und dem persönlichen
Empfinden des jeweiligen Hörers abhängig. Hier kann man keine generelle
Empfehlung aussprechen, sondern nur raten, mit den verschiedenen Einstellungen
zu experimentieren.
R.A.B.O.S.™-Justage
Der Infinity Kappa Sub verfügt mit R.A.B.O.S.™(Room Adaptive Bass Optimization System)
über ein spezielles Feature für die optimale Anpassung des Basspegels an die
jeweilige Raumakustik. Eines wollen wir an dieser Stelle aber vorausschicken:
Für die R.A.B.O.S.™-Einstellarbeiten muss man schon ein etwas erfahrener,
engagierter Anwender sein, der bereits einige Kenntnissen über Hörraumakustik
und Einpegelungsarbeiten mitbringen sollte. Wer diese Fähigkeiten selber nicht
besitzt, sollte den Händler des Vertrauens oder versierte Freunde mit
hinzuziehen, um die Justage durchzuführen. Sind Fachleute am Werk, lässt sich
die Prozedur recht rasch erledigen. Erster Schritt: Auf der Rückseite des
Basslautsprechers befindet sich ein Schalter, der die R.A.B.O.S.™-Funktion
aktiviert und deaktiviert. Dieser Schalter sollte zunächst in der "off"-Einstellung
verbleiben, bevor man mit der Einmessarbeit beginnt. Wer dies nicht möchte,
sollte alle drei Rabos-Regler für Bandbreite (Width), Pegel und Frequenz zunächst
ganz nach rechts drehen. Beim angeschlossenen
AV-Receiver muss ein neutrales Set-Up vorliegen. DSP-Programme sind zu
deaktivieren, die Bass- und Höhenreglung muss sich - sofern diese im
Multichannel-Betrieb überhaupt verfügbar ist - in neutraler, mittlerer
Position befinden. Die Pegel- und Lautsprechereinstellungen muss der Anwender
korrekt ausgeführt haben. Ebenfalls sollte man sich einen Bleistift und die mitgelieferte
Bandbreitenschablone bereit legen. Die von Infinity mitgelieferte CD mit
verschiedenen Testton-Signalen ist in den DVD- oder CD-Player einzulegen. Dann
setzt man sich auf den Hörplatz, von dem aus man üblicherweise hört, und
greift zum Schallpegel-Meßgerät, das in Ohrhöhe gut ablesbar platziert werden
sollte (besonders empfehlenswert ist laut Infinity die Unterbringung auf einem
Stativ). Während der Einmessprozedur ist es wichtig, dass man -
verständlicherweise - im Sinne eines korrekten Messergebnisses das
Schalldruckmessgerät nicht in seiner Position verändert, sondern am
angestammten Platz liegen lässt. Nachdem die
Sitzposition eingenommen ist, kann die CD gestartet und mit der Messprozedur
begonnen werden. Während der Testläufe werden die Messergebnisse mit dem
Bleistift in ein dafür vorgesehenes Diagramm eingetragen, das man später für
wichtige raumakustische Analysen benötigt. Das Messdiagramm wird eine
Resonanzspitze (wie unten im Diagramm, das eine häufig auftretende Messkurve
zeigt) oder mehrere Resonanzspitzen aufweisen. Im Falle mehrerer
Resonanzspitzen muss man sich für die am meisten dominante zwecks Eliminierung entscheiden.
Das Room Adaptive Bass Optimization System nutzt einen
bestimmten Frequenzbereich zu einer parametrischen Frequenzgangkorrektur mit der
Zielsetzung, den Frequenzverlauf zu verbessern. Der große Vorteil eines
parametrischen Equalizers ist seine Vielseitigkeit. Der Einfluss eines
Equalizers hängt von drei Parametern ab:
-
Frequenz: Der EQ wirkt sich am meisten auf eine Frequenz
aus, die man normalerweise als Mittenfrequenz bezeichnet.
-
Pegel: Dieser Wert bezieht sich auf das Maß der Begrenzung
(in dB), auf das der Equalizer eingestellt ist
-
Bandbreite. Die Bandbreite gibt Auskunft über die Größe
des Frequenzbereichs, über den der EQ wirksam ist (englisch "Bandwidth"
oder, kurz, "Width").
Nur mit einem parametrischen Equalizer lassen sich alle drei
genannten Faktoren unabhängig voneinander einstellen (im Bild links die Regler
auf der Rückseite des Kappa-Subwoofers). Nach dem Messdurchlauf
kann man mit der Bandweitenschablone und dem während der Prozedur angefertigten
Meßdiagramm ein akustisches Profil des Hörraums erstellen. Dieses akustische
Profil ist die Voraussetzung dafür, dass der parametrische Equalizer korrekt
eingestellt werden kann. Die Bandweite, in der die Frequenzgangkorrektur
aktiv werden muss, kann anhand des Diagramms ebenso festgestellt werden wie die
Frequenz und die Pegelbegrenzung, die notwendig ist, um die Resonanzspitze (die
ansonsten für eine unsaubere Bassdarstellung sorgen würde), zu
"entschärfen". In der Praxis sieht das so aus, dass die
Resonanzspitze durch die Pegellimitierung so weit gesenkt wird, bis kein
akustischer Schaden mehr entstehen kann.

Wie sich aus der obigen Übersicht entnehmen lässt, verfügt
jeder Regler über 21 verschiedene Einstellmöglichkeiten. Mit Hilfe des
Justageschlüssels können die ermittelten Werte im EQ des Kappa-Subwoofers
eingestellt werden.
Sollte es zu Problemen kommen während der Messprozedur (z.B.
Frequenzeinbrüche im Hörraum), gibt Infinity umfangreiche Tipps in der sehr
ausführlichen und gut geschriebenen Bedienungsanleitung des Kappa Sub, was man
tun kann, um die Akustik zu normalisieren (z.B. kommt auch eine
Um-Positionierung des Subwoofers oder eine leicht veränderte Hörposition in
Frage).
R.A.B.O.S.™ in der Hörpraxis
In der Hörpraxis machen sich die Vorteile einer sorgfältigen
R.A.B.O.S.™-Justage bezahlt, denn auch bei hoher Gesamtlautstärke agiert der
Bass ohne störende, den Hörspaß mindernde Nebenerscheinungen. Der Bass ist
präzise aufgebaut und druckvoll. Immer ist die Einarbeitung ins
akustische Gesamtfundament als sehr gelungen zu bezeichnen, denn durch R.A.B.O.S.™
nutzt der Basslautsprecher die Gegebenheiten des Hörraums voll aus, ohne zu
dominant in das tonale Gesamtgefüge einzugreifen. Wer sich also die Mühe
macht, R.A.B.O.S.™ einzusetzen, erzielt eine volle, homogene, präzise und nie
störende Bassdarstellung.
Dipol- und Bipol-Betriebsart der Kappa Surround
Die Kappa Surround machen in beiden Betriebsart eine sehr gute
Figur. Wie bereits bei der Schilderung der Eigenschaften der Lautsprecher zu
Beginn des Tests beschrieben, eignet sich die Dipol-Betriebsart besonders gut
für die Filmtonwiedergabe. Dies merkt man deutlich bei allen Testbeispielen
gerade in Sequenzen, in denen es besonders um eine räumlich breite Darstellung
ohne störende Klanglöcher geht. Beispiele: Die Sandstürme in der "Mumie
1", der klassische THX Broadway Trailer, die Atmosphäre des Ozeans in
"Der Sturm". Besonders gut eignen sich generell Regenschauer,
Bewegungen des Wassers (Wellen, Meeresrauschen) und Stürme, um die Vorteile der
dipolaren Darstellung herauszufinden. Im Bipol-Betrieb spricht die Kappa
Surround mit ihrer klaren, präzisen Darstellung besonders den Musikliebhaber
an, der keine schwammige, unpräzise Surround-Klangkulisse schätzt. Hier ist
die Effektdarstellung akzentuierter durchstrukturiert, einzelne Effekte sind
präziser zu orten.
Fazit
Mit unserem Kappa-Testset hat Infinity ein Lautsprecherpaket im
Programm, das vielen Ansprüchen gerecht wird. Besonders diejenigen potentiellen
Käufer, die Boxen suchen, die gleichermaßen für die Filmtonwiedergabe, den
Mehrkanal-Musikbetrieb und die Stereodarstellung geeignet sind, werden viel
Freude an den hervorragend verarbeiteten Schallwandlern haben. Der Klang ist als
höchst ausgewogen einzustufen, hinzu kommt die ausgezeichnete, feinfühlige
Hochtonwiedergabe, die auch kleine Details mit viel Sorgfalt einarbeitet. Doch
auch am anderen Ende des Frequenzspektrums beweist das Kappa-Set überragende
Qualitäten: Die Kappa 600 begeistern mit ihrer dynamisch-kraftvollen und zudem
äußerst präzisen Basswiedergabe. Wer den aktiven Subwoofer mit in Betrieb
nimmt, wird eine Bassdarstellung der Extraklasse genießen können: Ist der
Bassist erst einmal optimal justiert - mit dem R.A.B.O.S.-System zwar eine recht
aufwändige, aber auch sehr gewinnbringende Sache -, gibt es nur sehr wenige
Subwoofer dieser Preisklasse, die eine so hohe Präzision mit einer so hohen
Ausgewogenheit und einem so massiven Druck verbinden können. Weit
überdurchschnittliche Leistungen kann man auch vom Center erwarten. Es gibt
keine Situation, auch in großen Hörräumen und bei hohen Pegeln, wo der
Lautsprecher merklich an Souveränität einbüßt. Immer ist er "Herr der
Lage" und ermöglicht eine großartige Dynamik bei der Stimmdarstellung.
Mit Wucht und Nachdruck gibt der Kappa Center alle Effekte, die vorn aus
der Mitte kommen, wieder. Ohne Zweifel ist der Kappa Center einer der besten
Centerlautsprecher, die wir bislang gehört haben. Mit ihrer effektiv
arbeitenden Umschaltmöglichkeit zwischen dem Bipol- und dem Dipol-Betrieb
wissen die Kappa Surround Lautsprecher eine angenehme, präzise und klare
Mehrkanal-Musikdarstellung mit einer räumlich weiten, atmosphärisch dichten
Filmtonwiedergabe zu kombinieren - hier sind ohne Zweifel besonders
empfehlenswerte Dipol/Bipol-Lautsprecher mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten
entstanden. Die Kappa 200 eignen sich sehr gut für den Back Surround-Einsatz,
können in kleineren Hörräumen oder bei beengteren räumlichen Bedingungen mit
ihren klaren, frischen und für die Größe erstaunlich kompletten Wiedergabe
aber auch als Frontlautsprecher eingesetzt werden, dann am besten in Verbindung
mit dem Kappa Subwoofer. Summa summarum kostet das New Kappa 7.1 Set zwar eine
beträchtliche Summe Geld, dafür bekommt der Kunde aber auch ein weit
überdurchschnittlich klingendes, vielfältig talentiertes Lautsprecherpaket
geliefert - bei manchem Konkurrenzanbieter muss man für die gleichen Leistungen
auch noch deutlich mehr bezahlen. Großer Vorteil der New Kappas ist auch die
Anspruchslosigkeit - selbst ein guter AV-Receiver der 1.200,-- EUR-Liga kann an
den Boxen betrieben werden.
Das Kappa-Ensemble verbindet Musikalität und
Heimkino-Dynamik auf Referenzniveau

Highend-Klasse
Test 13.11.2003
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Erstklassige Eignung für Mehrkanal-Musik- und
Heimkinobetrieb
-
Höchst angenehmer Klang selbst bei extrem hohen Pegeln
-
Exzellente Detaileinarbeitung bei allen Komponenten
-
Weltklasse-Center mit brillanter, klarer Stimm- und Effektwiedergabe
-
Aktiver Subwoofer mit präzisem, durchsetzungsstarkem Bass
-
Dank R.A.B.O.S. sehr exakte räumliche Anpassung der
Bassdarstellung möglich
-
Surround-Lautsprecher mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten
-
Kappa 600 mit hervorragender Stereowiedergabe
-
Erstklassige Verarbeitung mit Eechtholz-Finish
-
In Anbetracht der Leistungen fairer Kaufpreis
-
Für große Hörräume sehr gut geeignet
Contra:
Technische Daten:
-
Kappa 600: Nenn-/Musikbelastbarkeit 150/230 Watt , Frequenzbereich 32 Hz - 27kHz Empfindlichkeit 90 dB / 2,83 V / 1 m,
Nennimpedanz 6 Ohm, Übernahmefrequenz 100 Hz / 3 kHz, Tieftonlautsprecher
250 mm C.M.M.D., Mitteltonlautsprecher
170 mm C.M.M.D., Hochtonlautsprecher 25 mm C.M.M.D.-Kalotte, Abmessungen (H x B x T)
950 x 220 x 425 mm, Gewicht 32,5 kg, Gehäuse/Farbe/Ausführung Ahorn/Kirsche/Esche schwarz.
Preis pro Stück EUR 1.199,--
-
Kappa Center: Nenn-/Musikbelastbarkeit 80/120 Watt, Frequenzbereich
65 Hz - 27 kHz,
Empfindlichkeit 90 dB / 2,83 V / 1 m,
Nennimpedanz 6 Ohm,
Übernahmefrequenz 400 Hz / 3 kHz, Tieftonlautsprecher 2 x 170 mm C.M.M.D.-Chassis,
Mitteltöner
100 mm C.M.M.D.-Chassis,
Hochtonlautsprecher 25 mm C.M.M.D.-Kalotte,
Abmessungen (H x B x T)
185 x 625 x 255 mm,
Gewicht 10.0 kg,
Gehäuse/Farbe/Ausführung Ahorn/Kirsche/Esche schwarz
-
Kappa Surround: Frequenzumfang 55Hz-27kHz (± 3dB),
Nenn-/Musikbelastbarkeit
80/120 Watt,
Wirkungsgrad (2,83 V @ 1m) Dipole mode : 87 dB/Bipole mode : 89 dB,
Nennimpedanz 6 Ohm, Übernahmefrequenz
2,6 kHz; 24dB/oktave, Basschassis 2 x 130 mm C.M.M.D. Hochtöner 2 x 25 mm
C.M.M.D. Abmessungen (H x B x T) 255 x 480 x 220 mm, Gewicht 8 kg,
Gehäuse/Farbe/Ausführung Ahorn/Kirsche/Esche schwarz
-
Kappa 200: Nenn-/Musikbelastbarkeit 80/120 Watt, Frequenzbereich
50 Hz - 27 KHz, Empfindlichkeit 89 dB / 2,83 V / 1 m , Nennimpedanz 6 Ohm,
Übernahmefrequenz 3 kHz, Tief-/Mitteltöner 170 mm C.M.M.D., Hochtonlautsprecher
25 mm C.M.M.D.-Kalotte, Abmessungen (H x B x T) 365 x 220 x 360 mm, Gewicht 12.5 kg,
Gehäuse/Farbe/Ausführung Ahorn/Kirsche/Esche schwarz
-
Nenn-/Musikbelastbarkeit 220 Watt R.A.B.O.S™, Frequenzbereich
25 Hz - einstellbar, Empfindlichkeit
90 dB, Nennimpedanz 8 Ohm, Übernahmefrequenz 50 Hz - 150 Hz, Tieftonlautsprecher
250 mm C.M.M.D.-Chassis, Abmessungen (H x B x T) 425 x 450 x 435 mm,
Gewicht 31.5 kg Gehäuse/Farbe/Ausführung
Ahorn/Kirsche/Esche schwarz
Test: Carsten Rampacher
Testassistent: Matthias Walther-Richters 13. November 2003
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