AREA DVD Heimkino-Praxistipps
04.12.2002 (cr)
Wer sich eine Heimkino-Anlage anschaffen möchte, sieht sich
keiner einfachen Aufgabe gegenüber: Was brauche ich? Wie plane ich? Was ist
wichtig? Dies sind alles Fragen, die vor dem Kauf entschieden werden müssen.
Hat man eine Vorentscheidung getroffen, steht anschließend der Erwerb der
ausgesuchten Gerätschaften an. Wie vergleiche ich? Wie und wo teste ich?
Welcher Händler bekommt den Zuschlag? Diese Fragen müssen alle beantwortet werden.
Sind die Komponenten dann in den eigenen vier Wänden, kommen weitere Fragen
auf: Wie baue ich alles auf? Wieso klingt mein neues Equipment nicht so, wie ich
es mir vorstelle? Unsere Praxistipps sollen ein wenig behilflich sein bei der
Planung, Anschaffung und dem Aufbau der neuen Heimkino-Anlage.
Die Planung
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Soll die Anlage im Wohnzimmer oder in einem extra fürs
Heimkino optimierten Raum aufgestellt werden?
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Wie groß ist der Raum, der zu beschallen ist?
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Mit welchen Pegeln höre ich?
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Was höre ich? Überwiegend Musik? Überwiegend Heimkino?
Beides zu gleichen Teilen? Höre ich viel Musik in Stereo und lege Wert auf
eine hervorragende Stereowiedergabe, dann eins gleich vorweg: Der engagierte
Stereohörer, der nicht gleich richtig viel Geld in einen AV-Verstärker
oder -Receiver investieren möchte (AV-Verstärker oder -Receiver ab
der ca. 1.000,-- bis 1.300,-- EUR überzeugen anspruchsvollere Hörer im
Stereobetrieb, wer sehr hörerfahren ist und besondere Ansprüche stellt,
sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, ein Modell der Bolidenklasse zu
erwerben, Kostenpunkt ab ca. 2.500,-- EUR),
sollte keinesfalls leichtfertig den alten Stereoverstärker/den alten
CD-Player weggeben. Da modernes AV-Equipment bürgerlicher Preisklassen auf
Mehrkanalklang optimiert ist, kann es u.U., je nach Ausstattung, sein, dass
der alte Stereoverstärker im Verbund mit dem alten CD-Player eine bessere
Stereoperformance bietet.
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Wie oft nutze ich die Anlage? Gelegenheitshörer? Höre ich
jeden Tag? Höre ich nebenbei, d.h. während ich anderen Tätigkeiten
nachgehe, oder lege ich ganz bewusst häufig Filmabende ein, an denen ich
mich voll und ganz dem Hobby Heimkino widme?
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Wie stehe ich zu meiner Anlage? Möchte ich alles einmal
einpegeln und dann nicht wieder anrühren? Oder bin ich der Tüftler, der
immer noch auf der Suche ist nach dem letzten Quäntchen Performance? Wenn
ich es nicht liebe, viel am Gerät einzustellen und zu justieren, sollte ich
nur Geräte mit einfacher Bedienbarkeit und ohne viele Features ins Auge
fassen. Probiere ich hingegen gern aus und ich bin ein Freund langwieriger,
aber im Endeffekt erfolgbringender Optimierungsprozesse, dann sollte ich
mich nach Equipment mit vielen (aber sinnvollen!) Features umsehen.
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Wie lange nutze ich die Anlage? Bin ich ein häufiger "Upgrader"
oder eher derjenige, dem eine langlebige Produktqualität wichtiger ist als
das neueste Feature an Bord? Oder möchte ich alles, Features und
bestmögliche Qualität? Dann sollte ich dem Thema
"Zukunftssicherheit" sehr große Bedeutung widmen. Besonders im
Kommen bei DVD-Playern und AV-Receivern/-Verstärkern sind inzwischen
Highspeed-Schnittstellen wie i.link oder
Denon Link. Hier kann man auf digitalem Wege auch DVD Audio- oder
SACD-Signale transportieren.
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Aus den verschiedenen eben genannten Parametern kann ich
schon ableiten, wie Verstärker/Receiver und Lautsprecher dimensioniert sein
sollten. Großer Raum/Hohe Pegel heißt auch: Leistungsstarkes Equipment,
kleiner Raum/kleine Pegel heißt auch: Ich kann auch mit einer
leistungsmäßig weniger anspruchsvollen Dimensionierung Vorlieb nehmen.
Natürlich sollte man bei der Wahl der Ausstattung auch den Stellenwert
berücksichtigen, den eine AV-Anlage für mich hat (Gelegenheits- oder
Vielhörer). Wer auf hohem Level im großen Hörraum Mehrkanal-Musik- und
Filmton genießen möchte, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, ein
groß dimensioniertes Lautsprechersystem zu verwenden. Wichtig: Den Center
nicht zu klein dimensionieren. Denn der vordere mittlere Lautsprecher
überträgt einen gewichtigen Teil der Effekt- und Stimmwiedergabe. Auch
wichtig: Den Subwoofer nicht unterdimensionieren. Nur dann ist ein
souveränes Klangbild auch bei Effektgewittern gewährleistet. Um eine
souveräne Tiefbassentfaltung auch bei hohen Lautstärken zu gewährleisten,
sollte der Subwoofer nicht nur eine überdurchschnittlich kraftvolle
Endstufe, sondern auch ein großes Gehäusevolumen mitbringen. Solche
optischen "Monster" sind aber meist nur in einem speziellen
Heimkinoraum richtig einzusetzen, von der Größe und vom Design her sind
sie öfters nicht "wohnraumkompatibel".
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Wer keinen aktiven Subwoofer, sondern sehr voluminöse
Standlautsprecher für die Frontbeschallung einsetzen möchte, sollte sich
mit dem Gedanken anfreunden, einen sehr leistungsfähigen
AV-Verstärker/-Receiver zu erstehen. Denn nur diese, mit großen Trafos und
leistungsfähigen Kondensatoren bestückten Geräte können im
leistungsintensiven Bassbetrieb auch im Dauereinsatz die Performance
liefern, die die großen Frontlautsprecher für eine angemessene Wiedergabe
brauchen.
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Wichtig: Unbedingt darauf achten, dass zumindest
mittelfristig alle Lautsprecher von dem selben Firma und aus der selben
Produktfamilie sind. Nur so ist eine optimale klangliche Harmonie
gewährleistet. Der aktive Subwoofer kann ruhig von einer anderen Firma
stammen, trotzdem sollte die Kombination vor dem Kauf Probe gehört werden.
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Wie sind die räumlichen Bedingungen vor Ort? Kann ich alle
Lautsprecher sinnvoll unterbringen? Habe ich Platz für ein ausgewachsenes
Lautsprechersystem? Oder nur für ein Subwoofer-/Satellitensystem? Habe ich
die Möglichkeit, die Surroundlautsprecher in angemessener Position
unterzubringen? Wichtig: Je nach dem, ob Dipole oder Direktstrahler
angeschafft werden sollen, müssen unterschiedliche räumliche
Voraussetzungen vorhanden sein, Bei Dipolen müssen die Wände links und
rechts im Idealfall identisch beschaffen sein. Bei Direktstrahlern sollte
sich genug Raum hinter dem Hörplatz befinden, um diese akkurat aufstellen
zu können. Wichtig: Möchte ich eine Extended Surround-Anlage mit einem
oder zwei zusätzlichen Back Surround-Lautsprechern betreiben, so sollte ich
vor dem Kauf des Equipments zunächst festellen, ob ich die passenden
räumlichen Integrationsmöglichkeiten für die zusätzlichen Boxen habe.
Denn: Besser eine perfekt aufgebaute 5.1.-Lösung als eine schlecht
installierte 6.1.- oder 7.1.-Version.
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Wie sieht es mit der Akustik aus? Ist der Raum eher
akustisch lebendig oder akustisch eher tot? Wie hoch sind die Wände? Aus
welchem Material sind sie, sind sie dick oder dünn? Welcher Bodenbelag
(z.B. Teppichboden, Marmor oder Parkett) liegt im zukünftigen Hörraum?
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Zu den visuellen Aspekten: Soll ein herkömmlicher 4:3-TV
(die billigste Lösung, aber nicht unbedingt die heimkinotauglichste.
Höchstens für
denjenigen, der nur ab und zu mal einen Film auf DVD anschaut, in
Ordnung. Auf eine 16:9-Umschaltmöglichkeit am TV beim Kauf achten) her?
Oder ein herkömmlicher 16:9 TV (Geräte ab 82 cm Bilddiagonale vermitteln
schon deutlich mehr Heimkino-Flair. Gute TVs in dieser Größe gibt es
bereits ab ca. 1.000 EUR) ? Möchten Sie einen Rückenprojektions-TV
(Vorteil: Großes Bild zum verhältnismäßig kleinen Preis, doch häufiger
sind Kontrast, Natürlichkeit der Farben und Bildschärfe nur
durchschnittlich) erwerben? Oder einen Plasmaschirm (Nachteile: Extrem hoher
Preis, nicht immer hervorragendes Bild. Vorteile: Einzelne Plasmas visuell
inzwischen auf hohem Niveau, geringer Platzbedarf)? Wer sich für einen
Projektor entschieden hat, muss eine Spezies auswählen: Röhrenprojektor
(Sehr guter Schwarzwert und dadurch natürliches Bild, gebraucht günstig zu
erwerben, lange Lebensdauer der Bildröhren, aber: Aufbau nicht immer
einfach, teilweise langwierige Konvergenzeinstellung, Geräte haben oft
ausladende Gehäuse, Bildgröße nur über Abstand Projektor-Leinwand
regelbar, kein Zoom) oder LCD- bzw. DLP-Projektor (Vorteile LCD/DLP:
Inzwischen auch bei Neugeräten günstige Preise, kompakte Abmessungen,
selbst günstigere Projektoren sind oft in der Lage, auch hohe
Auflösungsstandards darzustellen. Weitere Vorteile: Ein einfacherer Aufbau, Zoom, bei
vielen Modellen inzwischen sehr gute Gesamtbildschärfe. Nachteile: Selten
perfekter Schwarzwert, darunter leidet die Plastizität des Bildes, bei
DLP-Projektoren Lichtblitze, bei günstigen LCD-Projektoren keine
ausgewogene Farbewiedergabe, zusätzlich Shading-Muster (violette
Farbverläufe z.B. in reinen Grautönen). Unser Tipp: Den ins Auge gefassten
Projektor in Kombination mit dem gewünschten DVD-Player sehr genau testen
und auch auf die Zukunftsfähigkeit (wie bereits oben erwähnt) achten. Wer
ein gutes Gehör hat und allergisch auf eine zu hohe Lärmbelästigung
reagiert, sollte vor allem auch auf die Betriebsgeräusche von Projektor und
DVD-Player achten. Beim visuellen Equipment sollte man, wenn man "up to
date" sein möchte, Wert auf eine DVI- oder HDMI-Schnittstelle
legen. Mit diesen Interfaces ist die digitale Videosignalübertragung
möglich. HDMI kann zusätzlich mit nur einem einzigen Kabel digitale
Tondaten transportieren. HDMI ist abwärts kompatibel zu DVI, daher können
HDMI und DVI Komponenten zusammen verwendet werden - Voraussetzung ist aber
ein passendes Adapterkabel. Problem ist generell, dass es noch nicht allzu
viele Kabel im Angebot gibt, weder DVI/HDMI-Adapterkabel noch reine DVI-
oder HDMI-Kabel. Sollte ich doch noch bei der analogen Signalübertragung
bleiben wollen, habe aber trotzdem gewisse visuelle Ansprüche, so ist ein
Progressive Scan-fähiger DVD-Spieler und ein Progressive Scan-fähiges
Bildwiedergabegerät (Zuspieler und Wiedergabegerät benötigen einen
Progressive-geeigneten YUV-Anschluss) empfehlenswert. Doch Vorsicht:
Problemlos ist die Progressive Scan-Bildsignalverarbeitung nicht - in
unserem Progressive Scan-Special
erfahren Sie, warum man hier alle ins Auge gefassten Komponenten genau unter
die Lupe nehmen sollte.
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Möchte ich einen Projektor aufstellen, sollte ich mir genau
anschauen, wie dies technisch in meinem Hörraum möglich ist. Wo soll der
Projektor hin? Wo die Leinwand? Bitte vor dem Kauf eines Projektors genau
informieren, welche Entfernung das ins Auge gefasste Gerät für die
Erzeugung welcher Bilddiagonalen braucht. Damit nachher das Bild auch in der
gewünschten Größe realisiert werden kann. Bei der Leinwand sollte man
ebenfalls nicht einfach blind ein Modell wählen: Brauche ich eine Leinwand,
die z.B. den Kontrast meines Projektors optimieren hilft? Oder möchte ich
eine durchlässige Leinwand, hinter der ich z.B. meinen Center- und meine
Frontlautsprecher aufbaue?
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Auch wichtig beim Projektor: Kann der Raum vollständig
abgedunkelt werden? Diese Frage ist besonders auch dann wichtig, wenn ein
Rückenprojektions-TV eingesetzt werden soll. Zwar
gibt es große Verbesserungen (und sogar vereinzelt Geräte, die man fast
wie einen normalen Fernseher auch bei nicht idealen Lichtverhältnissen
betreiben kann), gerade ein Film kommt aber erst dann voll heraus, wenn es
im Raum dunkel ist.
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Wichtig für die gesamte AV-Anlage: Vor dem Kauf schon
einmal die Verkabelung und die Anschlussmöglichkeiten durchgehen: Wie viele
Geräte sind am AV-Netzwerk beteiligt? Wie sollen sie angeschlossen werden?
Am besten Plan erstellen, damit die später gekauften Geräte auch alle
nötigen Anschlüsse mitbringen und nicht nachher ein Zuspieler keinen
Anschluss findet
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Wichtig vor dem DVD-Player-Kauf: Welche Medien soll der
Player abspielen? DVD Video? DVD Audio? SACD? MP3-CDs? SVCDs? DVD-Rs?
DVD-RWs? DVD+RWs? CDs mit jpeg-Fotos? Hier sollte man Prioritäten setzen.
Kaum ein DVD-Player spielt alles ab.
Der Kauf
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Ganz wichtig: Sich Zeit nehmen. In einer halben Stunde kann
man keine Heimkinoanlage kaufen. Manchmal ist es besser, alles auf mehrere
Tage zu verteilen. Eindrücke auf sich wirken lassen. Nicht zuviel
durcheinander und nicht zuviel hintereinander in kurzem Abstand
anschauen/anhören. Das Urteilsvermögen nimmt aufgrund der Reizüberflutung
von Auge und Ohr mehr und mehr ab.
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Vergleichen. Besser, man hat sich ein Gerät zu viel
angesehen, als eines zu wenig.
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Richtig vergleichen. Am besten ist es, Sie nehmen sich
Software (CDs, DVDs, DVD Audio-Software, SACDs, SVCDs, MP3-CDs), die Sie kennen, mit und testen die
Ergebnisse in Verbindung mit den Wunschgeräten. Achten Sie darauf, dass vor
Ort alles akkurat verkabelt ist. Gerade in großen Elektroniksupermärkten
sind die Geräte oft nicht komplett oder nicht richtig miteinander
verbunden. Ein besonders heikles Thema sind z.B. i.link- oder
DVI-Vorführungen. Hier sollte man sich wirklich vergewissern, ob das
Equipment auch in dieser Betriebsart läuft. Sonst denken Sie z.B. später,
dass DVI visuell ja gar nichts bringt - doch Ursache des unbefriedigenden
Bildeindrucks war die falsche Verbindung mittels analoger Möglichkeiten von
Seiten des Händlers.
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Einstellungen überprüfen: Ist der DVD-Player/AV-Receiver/Fernseher/Projektor
im Showroom richtig einstellt, um die Qualität zu überprüfen? (Beispiele:
Ist der Video-EQ des TVs neutral eingestellt? Sind, was wichtig für die
Beurteilung der DVD-Tauglichkeit des TVs ist, alle Bildverbesserer
ausgeschaltet? Steht im Menü des DVD-Players die Bildsignalausgabeart der
Scart-Buchse auf RGB oder zumindest S-Video? Läuft der AV-Receiver auch
tatsächlich im Dolby Digital-Modus? Kommt Klang aus allen Lautsprechern?)
WICHTIG: Gerade hochwertige DVD-Player sollte man, um ihre visuellen
Qualitäten komplett zu überprüfen und ein richtiges Urteil abgeben zu
können, am besten im Verbund mit einem Projektor testen. Hier aber den
Player DIREKT an den Projektor anschließen. Z.B. ein dazwischen
geschaltetes Externgerät (z.B. Linedoubler in Verbindung mit einem
Röhrenprojektor) kann den Bildeindruck verfälschen. Gerade bei analogen
Verbindungen kann dadurch ein anderer Bildeindruck entstehen
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Haben Sie einen Händler Ihres Vertrauens, dann testen Sie
die Komponenten am besten einmal bei Ihnen zu Hause
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Viele Angebote einholen, auf Service und Beratung achten.
Nicht beim erstbesten Händler kaufen, sondern beim besten. Wer im Internet
bestellt: Auch hier gibt es, wie bei "normalen" Händlern, solche
und solche. Manche Händler bieten im Internet eine sehr gute Beratung und
sehr guten Service und sind somit sehr empfehlenswert. Sie geben dem Kunden
auch ein Rückgaberecht bei Nichtgefallen.
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Bei der Verkablung auf Qualität zum fairen Preis achten.
Das 2-EUR-Scartkabel vom Wühltisch erbringt nur unzureichende Leistungen,
das 500 EUR-Scartkabel hingegen liefert im Alltagsbetrieb kein nennenswert
besseres Bild als das qualitativ völlig ausreichende Teil für 40 oder 50
EUR.
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KEIN TESTBERICHT - ganz gleich ob online oder im
Printmagazin - ersetzt die EIGENE ERFAHRUNG !!!
Die Praxis: Nicht selten sind manche stolze
Neubesitzer von AV-Anlagen enttäuscht, wenn das neue Equipment den
Anforderungen nicht entspricht. Nicht immer aber sind die Geräte aufgrund ihrer
Eigenschaften Fehlkäufe oder defekt, oftmals sind es ganz einfach nur
Kleinigkeiten, die den akustischen und visuellen Spaß deutlich schmälern
können.
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Sind die Lautsprecher richtig aufgestellt? Ist der Abstand
zwischen den vorderen Lautsprechern nicht zu klein oder zu groß? Sind die
Surroundlautsprecher nicht zu nah am Ohr des Hörers? Besonders kritisch ist
dies auch bei Back Surround-Lautsprechern. Sind diese in Abständen von <
1,5 Meter vom Ohr aufgestellt, wird das gesamte Klangbild unharmonisch.
Gerade bei geringeren Abständen ist auf eine vorsichtige Einpegelung zu
achten! Ist das Klangbild unbefriedigend, sind in den meisten Fällen nicht
die Lautsprecher schuld, sondern eine nicht stimmige Installation und
Einpegelung. Daher wichtig: Nicht zuviel Pegel z.B. auf die
Surround-Lautsprecher legen! Dann verfälscht sich u.U. das gesamte
Klangbild drastisch.
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Wichtig: Wenn z.B. Dipole an akustisch unterschiedlichen
Seitenwänden des Hörraums untergebracht sind (Beispiel: An der einen Wand
sind noch Fenster untergebracht, an der anderen Wand ist kein Fenster, oder:
Die eine Wand geht ganz durch, während die andere Wand aufhört und dann
z.B. durch einen Durchgang (offen oder mit Tür) in einen Nebenraum
unterbrochen wird). Hier ist, um klangliche Disharmonien zu vermeiden,
unbedingt auf eine besonders akkurate Einpegelung zu achten.
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Dröhnt der Subwoofer oder liefert er zu wenig Bassdruck,
ist in den meisten Fällen eine falsche Aufstellung oder eine falsche
Einpegelung der Grund. Hier hilft
nur, mit Geduld zu experimentieren. Downfire-Subwoofer (Subwoofer, die nach
unten abstrahlen) sollte man z.B. nicht genau an die Wand und/oder genau in
eine Raumecke stellen. Auch ist es bei einem Downfire-Sub praktisch
unmöglich, ein sauberes Klangbild zu erzeugen, wenn der Woofer direkt auf
Marmor- oder Parkettboden steht. Prinzipiell sollte man jeden Subwoofer
akustisch vom Boden entkoppeln, um unangenehmen Disharmonien vorzubeugen.
Dies gilt auch für die Standlautsprecher als Frontboxen. Hier sollte man
Spikes unter die Lautsprecher stellen, es müssen aber keine sündhaft
teuren Teile sein - günstige Angebote erfüllen genauso ihren Zweck. Was
die Einpegelung betrifft, so kann die für Ihren Hörraum geeignete
Pegeleinstellung durchaus etwas Zeit beanspruchen. Nach der Maxime "je
mehr Bassdruck, desto besser, damit auch in ruhigeren Szenen viel
tieffrequente Power da ist" zu verfahren, ist absolut falsch.
Dann ist der Sub bei Aktionen, die ihn plötzlich richtig fordern (heftige
Explosionen mit sehr gutem tieffrequenten Fundament z.B.) überfordert,
schlägt durch und produziert unpassende Nebengeräusche.
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Klingt bei der Verwendung von Satelliten- oder
Regallautsprechern in Verbindung mit einem aktiven Subwoofer das Klangbild
nicht homogen, so könnte dies an einer falsch gewählten
Subwoofer-Übernahmefrequenz liegen.
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Sind die Stimmen aus dem Center nicht prägnant genug, und
ein weiteres Aufdrehen des Center-Pegels bringt nur zusätzlich Disharmonie
ins Klangbild: Einfach den Center-Lautsprecher etwas nach oben in Richtung
des Hörplatzes angewinkelt aufstellen (z.B. vorne unter den Center links
und rechts einen Holzkeil schieben). So klingen die Stimmen gleich viel
natürlicher und klarer, die Effekte, die aus dem Center kommen, besitzen
mehr Durchschlagskraft.
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Wer einen vom Gehäusevolumen her großen
Center-Lautsprecher angeschafft hat und im Setup des AV-Receivers die Option
"Center" nun auf "large" stellt, wundert sich, dass der
Klang danach nicht homogen und natürlich ist. Daher: Selbst bei großen
Center-Lautsprecher ist meist "small" die richtige Einstellung,
"large" ist meist nur dann empfehlenswert, wenn ich vorne 3 x die
identische Standbox verwende. Noch etwas: Die Bezeichnungen "large"
und "small" richten sich nicht nach der absoluten Größe der Box,
sondern nach deren akustischen Eigenschaften.
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Kommt der Ton nicht an allen Lautsprechern synchron an,
liegt meist ebenfalls kein Defekt vor. Vielmehr hat dieses weit verbreitete
Übel seine Ursache in einer falsch oder gar nicht vorgenommenen Einstellung
der Verzögerungszeit (Delay-Time). Sind nicht alle Lautsprecher im
identischen Abstand vom Hörplatz aufgebaut, ist eine Einstellung der
Delay-Zeit unbedingt erforderlich.
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Bleiben im Dolby Digital-Modus großartige Effektgewitter
aus, sollte im Setup überprüft werden, ob nicht versehentlich der "Midnight
Mode" (hebt die Lautstärke der Stimmen an und senkt den Pegel der
übrigen akustischen Elemente, damit Nachts die Stimmen gehört werden
können, ohne dass die kräftigen Effektsalven die Nachbarn aus den Betten
reißen) aktiviert ist.
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Überträgt der DVD-Player keinen DTS-Ton, sollte
überprüft werden, ob der DTS-Ausgang im Setup auch auf "on"
steht (ab Werk steht er oft auf "off")
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Klingen die SACD- und DVD Audio-Scheiben nicht so brillant,
wie man es sich erhofft hat, sollte man sich vergewissern, ob der richtige
Eingang aktiv ist (normalerweise kommen die DVD A/SACD-Signale über den
5.1- oder 7.1.-Externeingang analog in den Verstärker/Receiver - dieser ist
mittels der Fernbedienung oder am Receiver/Verstärker selber als Eingang
anzuwählen. Bei i.link/Denon Link-Digital-Verbindungen ist auf die
Aktivierung der Highspeed Interfaces an allen beteiligten Geräten zu
achten). Denn die normalen koaxialen und optischen Digitalverbindungen sind
zur Übertragung von DVD Audio- und SACD-Signalen in vollem Umfang nicht
geeignet.
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Erbringt der Fernseher/Projektor kein befriedigendes Bild,
hilft manchmal eine ausführliche Einstellung mittels einer Testbild-DVD.
Viele, auch teurere Fernsehgeräte sind zudem bezüglich der Bildgeometrie
oft ab Werk wenig überzeugend eingestellt. Abhilfe schafft hier der Code
zum Service-Menü (Vorsicht: Nur, wer Erfahrung mit dem Einstellen von
Fernsehgeräten hat, sollte hier aktiv werden!), in dem in vielen Fällen
die Bildgeometrie zu justieren ist.
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Manchmal wundern sich Neueinsteiger, dass, wenn sie in
verschiedenen Surroundmodi ihr Ohr nah an die hinteren Lautsprecher halten,
nur undeutliche Hallgeräusche zu vernehmen sind, obwohl Dolby Digital &
co doch, so wird dann argumentiert, richtigen Klang von allen Seiten
garantieren sollen. Diese Wiedergabe ist aber vollkommen korrekt,
keinesfalls sind AV-Receiver und/oder Lautsprecher defekt. Denn auch bei
PLII ist es so, dass hauptsächlich Raum- und Effektinformationen aus den
hinteren Lautsprechern kommen. Man sollte daher auch nicht zu nah an
den hinteren Lautsprechern sitzen, damit PLII oder auch DTS und Dolby
Digital klanglich richtig zur Geltung kommen. Nur im 5-Kanal-Stereo-Modus
liegt ein "vollwertiges" Signal an allen Lautsprechern an.
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Die Wiedergabelautstärken von CDs und DVDs unterscheiden
sich deutlich, was mit dem anderen Aufnahmepegel einer CD und dem größeren
Dynamikumfang einer DVD zu tun hat. Das Laut/Leise-Tongefälle bei einer DVD
kann daher weit größere Ausmaße annehmen.
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Ist Ihr AV-Receiver mit DSP-Programmen ausgestattet, so ist
es von Vorteil, diese doch einmal genau akustisch zu überprüfen. Es gibt
praktisch wirkungslose DSPs, es gibt DSPs, die den Klang eher verschlechtern
(weniger Bass, mehr Hall, weniger Natürlichkeit, eingeschränkte
Hochtonwiedergabe) und aufwändig programmierte DSPs, die, je nach
verwendeter Software, im Detail effektiv optimieren können
(Effektwiedergabe umfassender, besseres Raumgefühl). Hier hilft nur: Selber
testen, denn von Ihrem Geschmack und von der Raumakustik hängt der
Höreindruck ab.
Mehr zu AV-Equipment und Heimkino-Technik finden Sie in unseren
Specials:
Nun wünschen wir viel Freude und Erfolg bei der Planung, dem
Kauf und der Aufstellung der neuen Heimkino-Anlage!
Text: Carsten Rampacher
Last Update: 04.12.2003
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