Test: Harman/Kardon DVD-30
16.07.2003 (cr)

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER
für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments
Overview
Mit dem DVD-30 bietet Harman Kardon seinen ersten DVD-A-Player auf dem
deutschen Markt an. 599 EUR wechseln den Besitzer, dafür erhält man einen DVD
Audio-/Video-Spieler, der ein komplettes DVD-A-Bassmanagement und eine
Laufzeitanpassung mitbringt. Ebenfalls ist der HK-Player in der Lage, über den
YUV-Ausgang NTSC und PAL Progressive auszugeben. Wie üblich bei HK ist das
Gerät ausschließlich in schwarzer Ausführung im gewohnten Harman-Design zu
haben.
Merkmale und Technik
Verarbeitung/Hochwertigkeit      
In der Verarbeitungswertung erzielt der Harman Kardon gute Resultate. Die
Frontplatte ist zwar aus Plastik, dieses macht aber einen hochwertigen Eindruck.
Hinzu kommt der ordentliche innere Aufbau des Geräts und die tadellos
verarbeitete Fernbedienung. Die Geräterückseite ist qualitativ hervorragend.
Punktabzug gibt es für das Display mit der zu groben Auflösung, ein
Punktebonus wird für die elegante Tastenbeleuchtung der Bedienelemente auf der
Gerätefrontplatte fällig.
Audio-/Video-Features und verwendete Baugruppen      
Harman Kardon-Geräte sollen besonders auch musikalisch anspruchsvolle Hörer
begeistern - der
DVD-30 macht da keine Ausnahme: So sorgen drei audiophile Wolfson 192 kHz/24-Bit
Audio-D/A-Wandler
für das entsprechende Feingefühl bei musikalischen Details - wie sich später
in den Testreihen zeigen wird, machen sich diese sehr hochwertigen Bauteile auch
voll bezahlt. Ein weiterer großer Vorteil sind die umfangreichen
Einstellmöglichkeiten bei der DVD Audio-Wiedergabe. Die DVD Audio-Funktion des
DVD-30 kommt mit komplettem Bassmanagement, einer wählbaren
Übernahmefrequenz für den Subwoofer mit feiner Abstufung (60/70/80/90/100/110120 Hz) und
einem Testtongenerator für alle
Lautsprecher. Zusätzlich zum bestens ausstaffierten Bassmanagement kommt noch
das Time Alignment (Laufzeitanpassung). Die Delay-Time-Einstellung in
Millisekunden (ms) für Center und Surroundkanäle ist möglich, natürlich
gibt es auch einen regelbaren Ausgangspegel. Die Small/Large- und die
Pegel-Justagen lassen sich für jede einzelne Box vornehmen und nicht nur, wie
sonst oft üblich, in Gruppen. Bei dieser
DVD-A-"Rundum-Sorglos"-Ausstattung verzeihen wir dem DVD-30 auch die
Abwesenheit eines DD/DTS-Decoders, wer sich ein solches Gerät wie den HK
kauft, wird in fast allen Fällen bereits einen AV-Receiver mit den
entsprechenden Features sein Eigen nennen. Für den Videoeinsatz ist ein 54 MHz/10-Bit
Video-DAC vorgesehen - mancher Konkurrent in diesen Preisregionen verbaut
bereits 108 MHz/12-Bit Video-DACs. Ein Nachteil entsteht dem DVD-30 dadurch aber
keinesfalls, neben dem Video-Digital-/Analog-Konverter kommt es schließlich
auch auf die entsprechend hochwertige Peripherie an. Dass diese Peripherie im
Falle des HK absolut stimmig ist, beweisen die hervorragenden visuellen
Eindrücke, die wir in umfangreichen Testreihen sammeln konnten. Ein kleiner
Video-EQ ist ebenfalls mit an Bord. Wer kein Bildwiedergabegerät besitzt, das NTSC
oder PAL60 verarbeiten kann, wird sich darüber freuen, dass der Harman Kardon NTSC-Bildsignale in echtes PAL 50 und nicht nur in PAL 60
wandeln kann. Eine Zoomfunktion (2-fach oder 4-fach) vervollständigt zusammen
mit einem richtigen Netzschalter die Features-Liste.
Anschlüsse      
Hier liefert HK das Übliche mit - besonders viele Anschlussmöglichkeiten
bietet der DVD-30 jedoch nicht. Vorhanden ist zunächst der für die NTSC/PAL
Progressive-Ausgabe obligatorische YUV-Ausgang, der aber auch im
Interlaced-Modus betrieben werden kann (Wahlmöglichkeit im On Screen Menü
unter "Video"). Ferner ist eine Scartbuchse vorhanden, die neben
RGB-Bildsignalen noch FBAS ausgeben kann - nicht aber S-Video. Für die
Liebhaber der S-Video-Wiedergabe steht eine Hosidenbuchse zur Verfügung,
zusätzlich gibt es noch einmal FBAS-Cinch. Recht sparsam war man mit den
Audio-Ausgangsbuchsen analoger Bauart.

Für die DVD-A-Signalausgabe steht ein
6-Kanal-Ausgang zur Verfügung, die beiden Cinchbuchsen für die Hauptkanäle
werden auch bei der normalen Stereo-Analogausgabe (z.B. beim analogen Anschluss
als CD-Player-Ersatz) verwendet. Auf separate Zweikanal-Analog-Cinchbuchsen
verzichtete man bei Harman Kardon. Ein optischer und ein koaxialer
Digitalausgang vervollständigen das insgesamt voll befriedigende Angebot.
Multimedia      
Bezüglich seiner multimedialen Talente lässt sich viel Gutes vom DVD-30
berichten. So liest der Player problemlos DVD-Rs und DVD-RWs ein, letztere
sollten allerdings im Video Mode und nicht im VR Mode vorliegen. DVD-RWs im VR
Mode gab unser Testsample nicht wieder. Bei allen DVD-Rs und DVD-RWs
gefiel der DVD-30 mit seiner sehr guten Bildqualität, besonders bei
hochwertigen Aufnahmen beeindruckten Bildschärfe und Kontrastqualität. Doch
damit sind die Möglichkeiten, bespielbare bzw. wiederbespielbare
DVD-Medien einzulesen, noch nicht erschöpft, denn laut Harman Kardon sollen
DVD+Rs und DVD+RWs ebenfalls wiedergegeben werden. Ohne jegliche Schwierigkeiten
nahm der DVD-30 auch unsere Test-SVCDs entgegen. Dass er sogar ein stark
zerkratztes Testmuster anstandslos einlas, ist sehr lobenswert und findet weiter
unten in der Laufwerkswertung entsprechend Berücksichtigung. Auf jeden Fall
ebenfalls hervorzuheben ist, dass Bild und Ton im SVCD-Betrieb absolut synchron
zueinander liefen. Tadellose Bewertungen holt sich unser DVD-30 auch im
MP3-Einsatz. Zunächst gefällt das schlichte, aber sehr übersichtliche
MP3-Menü.

Auch ist der DVD-30 lobenswerterweise in der Lage, die ID3-Tags (nach
Drücken der "Info"-Taste auf der Fernbedienung" des jeweiligen
Musikstücks anzuzeigen. Je nach abgespeicherten Informationen, die vom
Aufzeichner zum MP3-Stück editiert wurden, kann man sich so über den
Interpreten, den kompletten Namen des Tracks oder das Album, von dem das Stück
stammt, via On Screen Menü informieren. Von Vorteil wäre nur zusätzlich, wenn
der Player zumindest die ersten Buchstaben des Tracknamens im Gerätedisplay
anzeigen würde und nicht grundsätzlich das Bildwiedergabegerät in Betrieb
genommen werden müsste. Ansonsten gibt es nur Pluspunkte bezüglich der
MP3-Qualitäten, denn die Tonausgabe ist auf analogem und digitalem Wege
möglich, zusätzlich hat Harman auch an die Integration einer Random-Play- und
einer Programmierfunktion gedacht. Der DVD-30 unterstützt Bitraten zwischen 32
und 192 KBit/s. Die Abspielsicherheit des DVD-30 ist prima, nur selten gibt es
kurze Aussetzer oder hörbare akustische Digitalartefakte. Wie es sich für
einen HK DVD-Player gehört, ist die Tonqualität ausgezeichnet, gerade bei
qualitativ guten Tracks überzeugt der DVD-30 durch seine homogene, klare und
basskräftige Wiedergabe. Des Weiteren spielt der Player auch WMA (Windows Media
Audio) und JPEG-Bilddateien ab. Der JPEG Bildeditor baut selbst große
Bilddateien noch in einer vertretbaren Zeit auf. Die Bildqualität ist,
bei entsprechendem Basismaterial, gut zu nennen.
Laufwerk      
Das Laufwerk glänzte im Testbetrieb mit einer sehr guten Fehlerkorrektur, denn ohne Probleme wurden alle
DVDs und CDs beim ersten Versuch eingelesen. Auch sichtbar zerkratzte Discs
spielte der Player ab, selbst bei einer CD-R, die massive optische
Gebrauchsspuren aufwies, gab es keine Probleme: Genauso wie der kürzlich
getestete Denon DVD-700 las der Harman
Kardon-Player die Disc gleich beim ersten Mal problemlos ein. Das Laufwerksgeräusch
unseres Testgeräts war zwar hörbar, jedoch nie ernsthaft störend. Sicherlich gibt es noch leisere
DVD-Spieler als den DVD-30, die vor allem durch eine nochmals aufwändigere
Dämpfung des Laufwerks dessen Arbeitsäußerungen effektiver vertuschen, aber selbst für denjenigen Heimcineasten, der sich in unmittelbarer Nähe zum
DVD-Player aufhält, wird das Laufgeräusch erst bei sehr leisen
Filmszenen hörbar, ohne aber dann durch zu hohe Auffälligkeit den Filmspass zu
schmälern. Etwas besser
lassen sich die Arbeitsgeräusche nur während des
Einlesevorgangs vernehmen, was aber keinesfalls unüblich und eigentlich bei
praktisch jedem DVD-Player - mit wenigen Ausnahmen - so ist. Noch zu
verbessern sind der Layerwechsel, der zwar nicht übertrieben lang ausfällt,
durch einen sichtbaren Bild- und einen hörbaren Tonaussetzer aber doch noch
etwas zu stark präsent ist, und die Einlesezeiten - hier sollte der DVD-30 noch
etwas schneller agieren, dies gilt für alle Arten von Medien.
Technik und Merkmale- Gesamtwertung      
Bedienung
Hier ist alles
von den anderen bisher getesteten Harman Kardon-DVD-Playern bekannt: Die komplett
mittels Knopfdruck beleuchtbare Fernbedienung und das sehr schlichte, aber übersichtliche
und leicht verständliche Graphical User Interface
machen die Bedienung einfach. Ohne Schwierigkeiten zu bedienen ist auch das
MP3-Menü mit seinen Zusatzfunktionen wie Random Play und der
Programmiermöglichkeit. Die Tasten am
Gerät selber könnten noch ein wenig größer sein, sind vom Druckpunkt her
aber ordentlich zu bedienen. Die Laufwerkslade fährt recht leise und schnell heraus. Viele Konkurrenten können
noch immer bei Harman Kardon in
die Lehre gehen, um zu erfahren, wie man ein Gerät mit dazu passender
Fernbedienung entwickelt, um das Chapter-Skippen zu perfektionieren: Harman hat
hier die optimale Lösung, es geht sehr schnell und präzise, zudem
wird das gerade aktuelle Kapitel via OSD angezeigt. So fährt sich der Harman Kardon
DVD-30 in der
Bedienungswertung ein tadelloses Ergebnis ein, zu dem auch die gut
verständliche und ausführliche Bedienungsanleitung ihren Teil beiträgt. Kleiner
Kritikpunkt: Eine vereinfachte Eingabe der Delay-Zeiten wäre für den
DVD-A-Betrieb wünschenswert. Bislang muss man die Verzögerungszeiten im On
Screen Menü in Millisekunden (ms) eingeben, besser wäre die Lösung, den
Abstand der jeweiligen Lautsprecher vom Hörplatz bequem in Metern eintippen zu
können.
Bewertung     
Bild
Wer denkt, für rund 600 EUR gäbe es noch keinen DVD-Player mit einer
vollwertigen Progressive Scan-Wiedergabe ohne größere Mängel, sieht sich beim
HK DVD-30 auf das Angenehmste enttäuscht. Denn auch wenn man immer wieder
betonen muss, dass es "den perfekten" Progressive-Player noch immer
nicht gibt, echte Schwächen zeigten sich im Testbetrieb keine - auch nicht
bezüglich des Chroma Upsamplings, wo die Gefahr des "Chroma Bugs" (Chroma Upsampling
Error) lauert. Im
Interlaced-Einsatz konnten die Qualitäten des DVD-30 ebenfalls auf der ganzen
Linie überzeugen.
Exkurs: Der Chroma Bug
Viele anspruchsvolle Filmliebhaber kreideten verschiedenen Progressive Scan-fähigen
DVD-Playern in der Vergangenheit den sogenannten "Chroma Bug" (Chroma
Upsampling Error) an. Dieser "Chroma Bug" trat in NTSC-Progressive und
in PAL-PS auf und macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn kräftige
Farben (besonders gut eignen sich Rottöne) vor dunklem Hintergrund auftreten,
so z.B. eine kleine rote Fläche vor schwarzem Hintergrund. Es bilden sich in
der roten Fläche sichtbare, waagrechte dunkle Streifen, ebenfalls scheint er
Farbverlauf an den Objektenden nicht absolut deckungsgleich zu sein. Zum "Chroma
Bug" noch einige Anmerkungen: Um ihn ausfindig machen zu können, braucht
man schon das geeignete Equipment, d.h. in erster Linie ein hochwertiges
Bildwiedergabegerät. Dies bestätigen die Chroma-Bug-Experten von der US-Site hometheaterhifi.com:
"As mentioned above, this problem has been around for a long time. It's
only just now being noticed largely because one needs a good high-resolution
display, such as a front projector and a six foot projection screen, to really
see the problem clearly. In addition, the increasingly common use of large
progressive displays has really allowed people to get up close to the screen and
see every artifact magnified in great detail". Zusätzlich ist eine
qualitativ hochwertige Verkabelung von Nöten, um den Chroma Bug beobachten zu können.
Denn billige Kabel können weitaus schlimmere visuelle Schnitzer verursachen als
der Chroma Bug. Wer hochwertige YUV-Kabel zum erschwinglichen Preis sucht, kann
sich bei Oehlbach
umsehen.
Chroma Upsampling/De-Interlacing      
Die Hürde des "gefürchteten" Chroma Upsamplings nahm der Player
mit guten Ergebnissen. Rote Flächen z.B. vor schwarzem Hintergrund erschienen
erstaunlich klar, die Farbverläufe verliefen ziemlich exakt, nur manchmal war
eine minimale Verschiebung erkennbar. Bezüglich der Streifenbildung lässt sich
ebenfalls nicht viel Negatives anmerken, wenn der Effekt auftrat, denn nur in
sehr geringem Maße (NTSC und PAL), aber weitaus weniger störend, als bei
vielen teureren DVD-Spielern.
Was das De-Interlacing angeht, so überzeugte der DVD-30 ebenfalls. Besonders
beim De-Interlacing von PAL- bzw. NTSC-Filmmaterial gefällt die sehr gute
Bewegungsdarstellung ohne störendes Ruckeln. Auch die Schärfe der bewegten
Objekte und die Zeichnung der Objektränder ist praktisch einwandfrei. Keine
störenden Artefakte schmälern hier die Bildqualität. Beim De-Interlacing von
Videomaterial, wie z.B. von im Interlaced-Verfahren arbeitenden Videokameras
aufgezeichneten Musik-Videoclips oder Live-Konzerten, erzielte der HK voll
befriedigende Ergebnisse, die einzige kleine Einschränkung bestand in leichtem
Ruckeln bei schnellen Kameraschwenks. Hier agiert der Philips DVD-963SA
noch besser, er de-interlaced auch Videomaterial ohne erkennbares Ruckeln und
mit einer sehr flüssigen Bewegungswiedergabe.
Gesamtbildschärfe     
Hier zeigt der DVD-30 im Progressive-Betrieb einen hohen Reifegrad, denn er
bietet eine absolut tadellose Gesamtbildschärfe, ohne jedoch diese mit
unangenehmen Nebeneffekten wie einer unnatürlich wirkenden Überschärfung
einher gehen zu lassen. Vielmehr wirkt jede Kontur klar und deutlich, im
Vergleich zum Interlaced-Anschluss kann die Klarheit des Bildes nochmals
gesteigert werden - für seine Preisklasse bietet der Harman hier ohne Frage
Überragendes, mit der exzellenten Gesamt-Natürlichkeit überbietet er sogar
den bereits tadellosen DVD-25, hier
agiert der HK auf einem Level mit dem ebenfalls scharf und zugleich angenehm
darstellenden Marantz DV-4300, der immer noch
eine besondere Empfehlung Wert ist.
Bei der Interlaced-Wiedergabe setzt der HK mit seiner sauberen Bildwiedergabe (RGB-Scart) ebenfalls Akzente und kann sich hier auch gegen den
exzellenten Philips DVD-963SA behaupten. Er
übertrumpft den Philips zwar nicht, kann sich aber mit ihm zusammen an die
Klassenspitze setzen, denn beide Player beherrschen eine nie
unnatürlich-überscharfe, aber immer klare und deutliche Konturenwiedergabe auf
sehr hohem Level.
Detailtreue     
Progressive: Hier zeigt sich ebenfalls, dass der Harman Kardon DVD-30 auch im
Vergleich zum - ebenfalls Progressive-tauglichen - DVD-25
nochmals leichte Verbesserungen aufweist. Mit feinen Mustern und kleinen
Objekten im Bildhintergrund geht der DVD-30 sogar noch minimal besser als der
bereits ausgezeichnete Marantz DV-4300 um, er
arbeitet, ohne an der Akzentuierung zu sparen, alle Einzelheiten noch eine Spur
harmonischer ins Gesamtbild ein, was zu einem sehr lebendigen, charismatischen
Bild führt. Um diese Eigenschaft des DVD-30 voll auszunutzen, sollte man aber
auf überdurchschnittlich gute Software zurückgreifen. Hervorragend auch
die Feindarstellung größer gezeigter Objekte, z.B. der Kühlergrill oder die
Felge eines Autos oder die Einzelheiten beispielsweise an der Kleidung der
Krieger in "Gladiator". Hier bietet der DVD-30 Leistungen, die
auf dem Level des Philips DVD-963SA liegen.
Während der Philips die Konturen noch minimal besser herausarbeitet, integriert
der HK kleine Einzelheiten noch harmonischer ins gesamte Bild.
Im Interlaced-Betrieb begeistert der DVD-30 ebenfalls mit einer
hervorragenden Detailtreue. Hier wird deutlich, was bereits Player der 600
EUR-Klasse leisten. Natürlich, wird sich nun mancher Leser sagen, es gibt,
beispielsweise mit dem Panasonic DVD-S75,
bereits viel günstigere Player, die ebenfalls mit hochwertiger Videotechnik
eine sehr gute Detaildarstellung ermöglichen. Doch irgendwo steckt der
zugegebenermaßen kräftige Aufpreis zum DVD-30: Er bietet durch die nochmals
klarer Durchstrukturierung kleiner Einzelheiten ein nochmals intensiveres
Bild-Gesamterlebnis. Hinzugefügt werden muss aber an dieser Stelle, dass man
auch ein entsprechend hochwertiges Bildwiedergabegerät und Top-Software
braucht, um diese Unterschiede herausfinden zu können. Nicht unterschätzen
sollte man auch den Faktor Zeit. Ohne viel Zeit zum Testen wird man kaum
wirkliche Differenzen wahrnehmen können.
Kontrast     
Auch stark kontrastierende Bilder gibt der Harman Kardon-Player im
Interlaced- und im Progressive Scan-Betrieb ausgezeichnet wieder. Es findet
keine unpassende "Überblendung" statt, d.h. ein nicht stimmiger
Übergang vom Hellen ins Dunkle, sondern eine feine, ausgewogene Abstufung ist
zu beobachten. Auch gefällt, dass der DVD-30 sehr helle Bilder nicht mit
dem gefürchteten "Überstrahlungseffekt" wiedergibt, bei dem durch
eine sichtbare Überbetonung des hellen Bildbereichs eine störende Disharmonie
des visuellen Gesamteindrucks stattfindet - in den dunklen Bildbereichen sind
dann kleine Feinheiten gar nicht mehr richtig zu erkennen. Der HK findet hier eine sehr gute
Gewichtung und stellt helle Bildbereiche in eine passende Beziehung zu den
dunkleren Komponenten des gezeigten Bildes. Mit sehr dunklen Filmsequenzen kommt
der HK im Progressive-Modus ebenfalls prima zureicht, hier holt er auch kleine,
in der Dunkelheit versteckte Objekte ans "Licht der Öffentlichkeit",
ohne diese Objekte unpassend überzubetonen. Insgesamt liefert der DVD-30
hier eine erwachsene Leistung ab, nur absolute Top-Player bieten eine noch
bessere Kontrastdarstellung - nicht aber der ebenfalls sehr gute Philips
DVD-963, der sich in dieser Wertung dem Harman Kardon knapp geschlagen geben
muss.
Farbwiedergabe     
Zum Bild eines echten Top-Players gehört auch eine stimmige Farbdarstellung
- dies scheint man bei Harman Kardon offensichtlich zu wissen, denn der DVD-30
beeindruckt sowohl im Progressive- als auch im Interlaced-Einsatz mit seiner
satten, tiefen Wiedergabe reiner Farbtöne. Ob Gelb oder Rot, Blau oder Grün,
der Harman nimmt keiner Farbe von ihrer Leuchtkraft, sondern stellt klar und
plastisch dar, was ebenfalls die Lebendigkeit und die Dynamik des Bildes
steigert. Gerade auch bei kräftig kolorierten Animationsfilmen stellt der
DVD-30 die intensiven Bilder hervorragend dar.
Kompensierung von Bildfehlern     
In dieser Teilwertung liefert der Harman Kardon ordentliche Resultate ab.
Auch bei nur befriedigender Software bringt der DVD-30 ein visuell angenehmes
Bild auf das Bildwiedergabegerät, nur selten passen, gerade bei DVDs mit
relativ altem Material, die auf der DVD nur unbefriedigend und nicht ganz
ausgewogen zu sehenden Schärfewerte nicht ganz, das Bild wirkt dann leicht
unnatürlich und überschärft. Kleinere Bildrauschschwächen werden ordentlich
kaschiert, deutlich sichtbare Verschmutzungen und stärkere Rauschmuster, wie
sie auch wieder bei DVDs mit recht altem Filmmaterial vorliegen, bringt der HK
DVD-30 mit voll befriedigender Bildharmonie auf das Bildwiedergabegerät. Fazit:
Um die extrem guten Qualitäten des DVD-30 voll ausnutzen zu können, sollte man
erstklassige Software einlegen. Software mit minimalen Bildfehlern gibt der HK
DVD-30 wirklich gut wieder, kleine Einschränkungen gibt es bei DVDs mit altem
Filmmaterial.
Exkurs: Das fest eingebaute Testbild des HK DVD-30
Um die Bildgüte in Verbindung mit dem verwendeten Bildwiedergabegerät zu
optimieren, verfügt der DVD-30 über ein interessantes Feature: Fest integriert im
DVD-30 ist
ein Testbild, welches multifunktional einsetzbar ist, um die Bildqualität und
die Bildgeometrie des Bildausgabegeräts einzustellen. Sowohl senkrechte
Farbbalken als auch eine Graustufenskala sind vorhanden. Im folgenden
Exkurs sollen die Möglichkeiten zur Bildoptimierung genau erläutert werden.
Die Farbbalken geben
Auskunft über:
-
die richtige Farbsättigung des
Bildausgabegeräts
-
die richtige, reine Farbwiedergabe jedes Balkens.
Hier kann der Benutzer überprüfen, ob sein Bildausgabegerät in der Lage
ist, reine Farben ohne die störende Beimengung anderer Farben darzustellen.
-
Die Güte der Farbübergänge: Sind die
Übergänge klar definiert? Verschwimmen die Übergänge nicht? Hier kann
der Benutzer viele wichtige Komponenten für ein gutes Bild abchecken, denn
die Bildung von Doppelkonturen und Schattenmustern beim Übergang von einem
Farbbalken zum nächsten kann auch ein Hinweise auf ein mangelhaft
arbeitendes Scartkabel sein. Ebenfalls können hier Unterschiede zwischen
der verschiedenen Signalverarbeitung bei RGB, S-Video und dem für ein gutes
DVD-Bild untauglichen FBAS gemacht gut dargestellt werden: Die
Kantenschärfe und die Kantensauberkeit geben hier wertvolle Aufschlüsse.
Ebenfalls müssen die Kanten, wenn alles optimal justiert ist, ruhig stehen.
-
Auch die Qualität des Farbfilters des verwendeten Bildwiedergabegeräts
lässt sich mit Hilfe der Farbbalken ermitteln, wenn der DVD-Player (was in der
Praxis nur im äußersten Notfall geschehen sollte!) der DVD-Player via
FBAS-Composite am Fernseher, Plasmaschirm oder Projektor angeschlossen ist. Die
Farbkanten müssen ruhig stehen, ohne vertikal entlanglaufende Punkte
(Perlschnur-Effekt). Bei S-Video und RGB gibt es diese möglichen Probleme
systembedingt meist nicht.
Die Graustufen-Skala ist zu verwenden für:
-
die Optimierung der Bildhelligkeit. Die einzelnen
Abstufungen sollten gleichmäßig von tiefem Schwarz bis hin zu reinem Weiß
ansteigen, die einzelnen Balken müssen sich klar voneinander unterscheiden
-
die Optimierung des Kontrastes
TV-Bild mit Hilfe des Testbildes justieren Mit dem fest
eingebauten Testbild des DVD-21 kann auch der eigene TV/Plasma/Projektor
justiert werden, und zwar folgendermaßen: Helligkeit:
-
Farbregler am TV soweit zurückdrehen, bis die Farbbalken nur noch in
Schwarz-Weiß zu sehen sind
-
Kontrastregler soweit zurückdrehen, bis die einzelnen Balken der
Graustufenskala des Testbilds gerade noch zu sehen sind - dabei ist aber
darauf zu achten, dass man die Balken voneinander noch deutlich
unterscheiden können muss. Falsch ist es, wenn alles ohne das Erkennen
jedes einzelnen Balkens einfach "formlos" und nicht sichtbar
abgegrenzt voneinander ineinander übergeht.
-
Einstellung der Helligkeit: Die einzelnen Balken der Graustufenskala
sollen alle genau zu erkennen sein, der Balken ganz links im Testbild sollte
nicht dunkelgrau sein, sondern so tiefschwarz wie irgend möglich. Eine tiefe
Schwarzwiedergabe ist für eine hervorragendes Bild von elementarer
Wichtigkeit, weil nur so ein plastischer, dreidimensionaler und somit
natürlicher und realistischer Bild-Gesamteindruck einstehen kann. Der HK
DVD-30 überzeugt, die korrekte Einstellung des Bildwiedergabegeräts
vorausgesetzt, mit einer klaren und plastischen Schwarzdarstellung - eine
Beobachtung, die wir bereits beim DVD-21
und beim . Wichtig:
Je nach dem verwendeten Bildwiedergabegerät kann es hier deutliche
Unterschiede bei der Schwarzwiedergabe geben. Gerade ältere
Rückenprojektions-Fernseher, verschiedene Plasmaschirme und viele
LCD-Projektoren haben ein Problem mit einer "richtigen"
Schwarzwiedergabe, selbst eigentlich schwarze Bildbereiche wirken eher
dunkelgrau. Die Balken neben dem Balken, der möglichst tiefschwarz aussehen
soll, müssen sich deutlich davon abheben. Alle Balken der Graustufenskala
sollten von links nach rechts stufenweise und gleichmäßig in der
Helligkeit ansteigen und sich klar voneinander abgrenzen.
Kontrast:
-
Kontrast am TV/Plasma/Projektor so justieren, dass am rechten unteren
Ende des Testbildes ein leuchtend weißes Feld erscheint. Das Feld links
daneben sollte tiefschwarz erscheinen, um so den maximal möglichen Kontrast
darzustellen, was einer realistischen Bildwiedergabe entgegen kommt. Bei der
Kontrastjustage sind aber auch die Lichtverhältnisse im Heimkinoraum und
der eigene Geschmack zu berücksichtigen.
-
Sobald sich die Helligkeit des weißen Feldes mit dem Kontrastregler
nicht mehr steigern lässt oder die Ränder des weißen Harman
Kardon-Schriftzuges oben im Testbild fransig werden und im schwarzen
Hintergrund verschwimmen, ist der Kontrast zu hoch eingestellt, der
Schriftzug wird zu unscharf. Eine zu hohe Kontrasteinstellung kann beim
DVD-Betrieb zum "Überstrahlen" der hellen Bildbereiche führen - die
hellen Bildbereiche wirken im Vergleich zu den dunklen zu hell und somit zu
dominant, die visuelle
Homogenität leidet durch die nicht richtig akzentuierte Gewichtung
teilweise beträchtlich. Daher sollte der Kontrast ab dem
Auftreten solcher eben beschriebenen Störungen wieder zurückgenommen
werden, bis die Störungen völlig verschwunden sind und sich ein stimmiger
Bild-Gesamteindruck einstellt.
-
Wichtig für diejenigen, bei denen das Wohnzimmer gleichzeitig auch
Heimkinoraum ist: Wird der TV in einem Umfeld mit natürlichem Tageslicht
betrieben, was in der Praxis nicht selten der Fall sein dürfte, ist es
wichtig, den Kontrast so zu justieren, dass ein normales Fernsehbild von den
Farben her ähnlich aussieht wie die Gegenstände im Wohnzimmer. Vorteil
dieser Einstellung: Auch bei mehrstündigem Sehen werden die Augen des
Zuschauers nicht überanstrengt von unterschiedlichen
Kontrastverhältnissen. Ist das Umgebungslicht stärker, kann man den
Kontrast etwas weiter aufdrehen, wird das Umgebungslicht schwächer, kann
man den Kontrast wieder herunterregeln.
-
Auf der Graustufenskala in der Mitte des Testbildes sollen sich die
einzelnen Balken noch immer genauso gut unterscheiden lassen wie vor der
Kontrasteinstellung. Ist dies nicht der Fall, muss im Sinne eines insgesamt
stimmigen Bildes nochmals nachregelt werden - die Helligkeits- und
Kontrastanpassung muss erneut optimiert werden, durch Nachregeln der
Helligkeit und Reduzierung des Kontrastes.
Farben:
-
Nächster Punkt ist die Einstellung der Farbsättigung - diese Justage
ist sehr wichtig in Bezug auf die Natürlichkeit, das kräftige Aussehen und
die Reinheit der Farben. Hier ist die richtige Balance von
entscheidender Bedeutung, so
sollen die Farben schon ausgeprägt und ausreichend kräftig sein,
gleichzeitig sollte aber die Bildharmonie in vollem Umfang erhalten bleiben
- zu stark ausgeprägte Farben wirken nicht selten unnatürlich und
schmälern die visuelle Gesamthomogenität. Je nach
Bildwiedergabegerät werden
bei zu viel Farbe die einzelnen Testbild-Balken breiter, oder aber die
Farbintensität nimmt einfach nicht mehr weiter zu. Hier ist es
erforderlich, mit weniger Farbe zu arbeiten. Wichtig bei der Farbjustage ist
auf jeden Fall, ein natürliches Fernsehbild zur Hilfe zu nehmen, Gesichter,
Blumen, Früchte oder auch Landschaften eignen sich besonders gut, um
festzustellen, ob das Bild farblich ausgewogen und in sich stimmig ist.
-
Bietet das verwendete Bildwiedergabegerät zudem die Option, die Farbart
(Tint) einzustellen (diese Funktion wird bei den meisten europäischen TVs
nur bei der Wiedergabe von NTSC-Bildsignalen unterstützt), kann der große
weiße Balken der Graustufenskala dazu verwendet werden, die Wärme des
Bildes einzustellen. Die Bildwärme hängt vom persönlichen Geschmack des
Betrachters ab.
Einen kleinen Video-EQ bringt der Harman Kardon DVD-30 ebenfalls mit,
einstellbar sind Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung. Insgesamt liefert der DVD-30 für seinen Kaufpreis eine eindrucksvolle
visuelle Performance ab - Respekt. Daher verdient er sich die sechst Sterne in
der Bild-Gesamtwertung redlich.
Bild-Gesamtwertung     
Klang
DVD Audio     
Kraftvoll, dynamisch, mit einer ausdrucksstarken Surround-Akustik - so
präsentiert sich der HK im DVD Audio-Betrieb. Das geräteinterne Bassmanagement
arbeitet dabei ausgezeichnet, wenn alle Lautsprecher auf "small"
eingestellt sind, landen die Bässe "ungefiltert" beim Subwoofer. Von
großem Vorteil ist die bei den Features beschriebene, fein gestufte wählbare
Übernahmefrequenz. Neben der außerordentlich kräftigen, aber nie
überbetonten Basswiedergabe, die für ein voluminöses, solides Klangfundament
sorgt, überzeugt der DVD-30 auch mit weiteren, Harman-typischen Tugenden. So
ist die Detaildarstellung für diese Preisklasse vorbildlich, auch diffizil
darstellbare Instrumente wie z.B. ein Cembalo oder eine Violine werden
facettenreich und mit Liebe zum kleinen Detail wiedergegeben, was die
Charakteristik der Gesamtdarbietung ungeheuer komplett macht. Der HK bietet eine
überragende Plastizität, die auch mit verantwortlich ist für die tiefe,
natürlich-räumliche Vorstellung, die der DVD-30 bei uns im Test ablieferte.
Somit erzielt er für seine Preiskategorie ein Traum-Ergebnis - wer noch mehr
Feinheit, Transparenz und Dynamik wünscht, muss deutlich mehr investieren.
Analogton     
Mit den hochwertigen D/A-Wandlern ist der DVD-30 auch für die anspruchsvolle
Wiedergabe herkömmlicher Audio-CDs bestens ausgerüstet. Besonders gefiel uns
die klare, räumlich akkurate Darstellung vor allem klassischer Musikstücke auf
sehr hochwertigen Audio-CDs, denen der Harman-Player mit seinem feinfühligen,
aufgeräumt klingenden Hochtonbereich besonderen Glanz verlieh. Ganz gleich, ob
Instrumental- oder Stimmdarstellung, der dynamisch und lebendig aufspielende
Player traf immer den richtigen Ton, die Stimm-/Instrumentalverteilung war in
sich stimmig, nie wurde der eine oder der andere Bereich unpassend überbetont
vorgetragen.
Digitalton      
Feinst auflösend, im Hochtonbereich absolut transparent und mit hoher
akustischer Brillanz schlägt der Digitalton des DVD-30 alle Klassenkonkurrenten
- selbst bei einem 1500 EUR-Player ist eine so hervorragende Güte des
Digitaltons keine Selbstverständlichkeit. Besonders bei hochwertigen
Musikaufnahmen und einem entsprechend exzellenten Equipment sind die -
kleinen aber feinen -Unterschiede herauszuhören, die das Klangerlebnis, das der
DVD-30 bereit stellt, um kleine Facetten bereichern und insgesamt intensivieren.
Klang-Gesamtwertung     
Preis-/Leistung
Hier kann sich der DVD-30 ausgezeichnet in Szene setzen. Natürlich, es gibt
weitaus günstigere Offerten, die teilweise sogar nochmals besser ausgestattet
sind, aber mit dem Harman Kardon beginnt der preislich sehr faire Einstieg in
die DVD-Spieler-Topliga. Denn bezüglich der DVD Audio-Ausstattung (mit
Bassmanagement und Delay-Time-Einstellung) und der Klangeigenschaften sowie dem
Bild, das sich auch noch ein oder zwei Preisklassen höher sehr gut machen
würde, wartet der Harman Kardon DVD-30 mit einen exzellenten
Preis-/Leistungsverhältnis auf.
Bewertung     
Fazit
Der Harman/Kardon DVD-30 ist in der Preisklasse bis 600 EUR erste Wahl -
knapp schlägt er unseren bisherigen Favoriten, den Philips DVD-963SA. Der
Philips wirkt zwar noch gediegener von der Optik her, erbringt das bessere
De-Interlacing von Filmmaterial und hat einen sehr umfangreichen Video-EQ als
Feature, der HK kontert aber mit seinen überragenden Kontrastwerten und der
hohen visuellen Brillanz im Bildbereich gekonnt. Im Audio-Bereich muss man
vorausschicken, dass man DVD-A (Harman Kardon) und SACD (Philips) eigentlich
nicht hundertprozentig miteinander vergleichen kann, aber eine solche
Ausdruckskraft und Dynamik, wie sie der DVD-30 bei der DVD-A-Wiedergabe an den
Tag legte, ist in diesen Preisregionen bislang absolut einzigartig. HK-typisch
geht diese kraftvolle Darstellung nicht auf Kosten der Detailtreue und der
feinfühligen Hochtonwiedergabe. In beiden Wertungen erzielt der DVD-30
beeindruckende Ergebnisse. Zu allem gesellt sich der überdurchschnittlich
klare, plastische und lebendige Ton im CD-Player-Betrieb und der über jeden
Zweifel erhabene Digitalton, der auch einem 1500 EUR-Player noch gut zu Gesicht
stünde. Zusammen mit den tadellosen Multimedia-Eigenschaften, der sehr guten
Fehlerkorrektur und der einfachen Bedienung kann der Harman DVD-Spieler so ein
exzellentes Testergebnis verdient einfahren.
Der Harman Kardon DVD-30 krönt sich zum besten DVD-Spieler
seiner Preiskategorie

Obere Mittelklasse
Test 17. Juli 2003
Pro:
-
Für den Preis erstklassige Progressive-Eigenschaften
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Scharfes und natürliches Interlaced-Bild
-
Kraftvolle, dynamische DVD Audio-Wiedergabe
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Hervorragendes Bassmanagement und Laufzeitanpassung für DVD-A
-
Plastischer und differenzierter Audio CD-Sound
-
Sehr fein auflösender Digitalton
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Ausgezeichnete Multimedia-Eigenschaften
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Laufwerk mit sehr guter Fehlerkorrektur im CD- und DVD-Betrieb
-
Einfache Bedienung
-
Sehr lobenswertes Preis-/Leistungsverhältnis
Contra:
Technische Daten:
- DVD Audio-/Video-Player
- Abspielformate DVD-Video, DVD Audio, Audio-CD, CD-R/RW, MP3, VCD, SVCD
(offiziell garantiert), DVD-R, DVD-RW (Video Mode, nicht VR Mode), DVD+R,
DVD+RW, JPEG-CDs
- Video-D/A-Wandler 10 Bit/54 MHz, Audio-D/A-Wandler 192kHz/24Bit
- DVD Audio-Funktion mit komplettem Bassmanagement, wählbare Übernahmefrequenz
für den Subwoofer 60/70/80/90/100/110120 Hz). Testtongenerator für alle
Lautsprecher, Delay-Time-Einstellung in Millisekunden (ms) für Center und
Surroundkanäle, regelbarer Ausgangspegel
- Optischer und koaxialer Digitalausgang
- 1 x YUV (Interlaced oder PAL/NTSC Progressive)
- 1 x Scart (RGB, Composite)
- S-Video Anschluss Hosiden
- FBAS-Anschluss
- Integrierte, 4-fache Zoom-Funktion
- Multifunktionales, in den Player integriertes Testbild mit vielfältigen
Funktionen
- Regelbarer Kopfhörerausgang
- Komplett beleuchtete Fernbedienung
- Abmessungen (BxHxT in cm) 44 x 8,7 x 30,7
- Farbe: Schwarz
- Gewicht ca. 4 kg
- Unverbindliche Preisempfehlung 599 Euro (inkl. Mwst.)
Testequipment:
Test: Carsten Rampacher
Testassistent: Matthias Walther-Richters
17. Juli 2003
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