Test: Harman/Kardon DVD-21
05.03.2003 (cr)

Ausstattung
DVD-Player, die auch als CD-Player-Ersatz durch ihre überzeugenden
klanglichen Eigenschaften punkten können, dazu noch ein tadelloses Bild bieten
und sich vom Kaufpreis her noch in einem erträglichen finanziellen Rahmen
bewegen, sind nicht leicht zu finden. Dabei gibt es einen breiten potentiellen
Käuferkreis, der anstatt des Neukaufs eines herkömmlichen CD-Players mittlerer
Preisregionen, der bereits akustisch auch dem anspruchsvolleren Hörer gerecht
wird, gern auf einen DVD-Player "upgraden" möchte, ohne dass
nennenswerte klangliche Einbußen im CD-Betrieb gleich mit eingekauft werden.
Harman Kardon möchte genau diese Klientel mit dem ausschließlich in
schwarzer Ausführung lieferbaren DVD-21 für 399 EUR ansprechen. Optisch stellt
der "kleine Bruder" des 100 EUR teureren DVD-25 keine Überraschung
dar, so ist auch der DVD-21 im typischen Stil des Hauses gehalten - uns
persönlich gefällt das progressive Design der Harman Kardon-Produkte, doch ist
dies selbstverständlich Geschmackssache. Routiniert ist auf jeden Fall die
Verarbeitung des Geräts, zwar ist die Frontplatte aus Kunststoff, die Haptik
und die optische Wirkung sind jedoch absolut in Ordnung. Um klanglich auch
anspruchsvollere Ohren vollauf überzeugen zu können, bringt der DVD-21
hochwertige 192 kHz/24-Bit-Audio-D/A-Wandler mit - und wer die Produkte von
Harman/Kardon kennt, weiß, dass auch die restliche Audio-Peripherie so
ausgelegt ist, dass gehobene Ansprüche erfüllt werden können - denn nur 192
kHz/24-Bit D/A-Wandler alleine machen noch keinen akustisch guten DVD-Player
aus.
Ausgestattet ist der DVD-21 praxisgerecht, wenngleich man für 399 EUR in der
jetzigen Marktsituation auch von der Feature-Liste her reichhaltiger
ausstaffierte DVD-Spieler einkaufen kann. Echter Mangel herrscht aber
keinesfalls, selbstverständlich gibt die Scart-Buchse RGB-Bildsignale aus, auch
stehen ein optischer und ein koaxialer Digitalausgang zur Verfügung. Im
Gegensatz zum DVD-25 gibt es aber keinen YUV-Ausgang und somit auch keine
Progressive Scan-Bildsignalausgabe. Multimedial ist der DVD-21 sehr talentiert
und kann sich von nicht wenigen "Klassenkameraden" absetzen: Ob DVD
Video, DVD-R, DVD-RW, VCD, MP3-CD, CD-R oder CD-RW - alles wird abgespielt,
sogar SVCD wird von HK als abspielbares Format angegeben. Nicht alltäglich: Der
DVD-21 verfügt über ein fest installiertes Testbild zur Justage des
Video-Equipments. Dessen Einsatzmöglichkeiten werden in der Bildwertung weiter
unten im Text genau erklärt. Wer kein Bildwiedergabegerät besitzt, das NTSC
oder PAL60 verarbeiten kann, wird sich darüber freuen, dass der Harman Kardon NTSC-Bildsignale in echtes PAL 50 und nicht nur in PAL 60
wandeln kann.
In unserem Testbetrieb konnten die multimedialen Eigenschaften des DVD-21
absolut überzeugen. Unsere Test-SVCDs wurden ohne Schwierigkeiten in recht
kurzer Zeit eingelesen, ohne Bild- oder Tonaussetzer und ohne erkennbare
Asynchronität von Bild und Ton erfüllte der DVD-21 hier die gestellten
Erwartungen - schließlich wird, wie oben bereits erwähnt, SVCD auch offiziell
als abspielbarer Standard angegeben. Einziger "Schönheitsfehler": Die
Tonausgabe im SVCD-Betrieb konnte bei unserem DVD-21 nur auf analogem Wege
erfolgen.
Die MP3-Wiedergabe fügte sich nahtlos in das tadellose Bild - die
Abspielsicherheit bei unserem Testmuster war hervorragend, in vier Stunden
MP3-Dauerbetrieb erlaubte sich der DVD-21 nur 2 Aussetzer. Störgeräusche oder
das Abschneiden von Track-Anfängen leistete sich unser Testgerät ebenfalls
nicht. Klanglich sorgte der DVD-21 im MP3-Einsatz für eine Überraschung und
strafte somit diejenigen Lügen, die denken, bezüglich der akustischen
Qualität bei der Wiedergabe von MP3-Files gäbe es keinerlei Unterschiede: Die
klare, satte Darstellung mit sehr guter Präzision und einem runden Bassbereich
befördert den DVD-21 in dieser Disziplin in die Spitzengruppe aller bislang
getesteten DVD-Spieler. Die Tonausgabe ist im MP3-Betrieb wahlweise über den
analogen oder den digitalen Ausgang möglich. Die sonstige Feature-Bestückung
der MP3-Funktion des HK-Players ist gut, aber noch nicht ganz komplett: So gibt
es eine Random Play- und eine Programmierfunktion, es kann innerhalb eines
Musikstücks vor- und zurückgespult werden, wenngleich dieser Vorgang noch
etwas schneller und präziser vonstatten gehen könnte. Komplette Titelnamen
kann der DVD-21 nicht darstellen, die Anzahl der Zeichen des Titelnamens, die
via OSD erscheinen, ist beschränkt. Auch ID3-Tags beherrscht der DVD-21
nicht.
Prima schlug sich im Testbetrieb das Laufwerk, denn ohne Probleme wurden alle
DVDs und CDs beim ersten Versuch eingelesen. Auch sichtbar zerkratzte Discs
spielte der Player ab, hier kam es nur bei einer stark zerkratzten DVD zu einem
Bild- und Tonaussetzer, anschließend aber nahm der DVD-21 die Wiedergabe wieder
auf. Das Laufwerksgeräusch hielt sich bei unserem Testgerät in einem sehr
erträglichen Rahmen. Sicherlich gibt es noch leisere Geräte als den DVD-21,
aber selbst für denjenigen Heimcineasten, der sich in unmittelbarer Nähe zum
DVD-Player aufhält, wird das Laufgeräusch des Laufwerks erst bei sehr leisen
Filmszenen hörbar, ohne aber auch dann zu dominant zu werden. Etwas besser
lassen sich die Arbeitsgeräusche aus dem Geräteinneren nur während des
Einlesevorgangs vernehmen, was aber keinesfalls unüblich und eigentlich bei
praktisch jedem DVD-Player - mit wenigen Ausnahmen - so ist. Noch zu
verbessern ist der Layerwechsel, der zwar nicht übertrieben lang ausfällt,
durch einen sichtbaren Bild- und einen hörbaren Tonaussetzer aber doch noch
etwas zu stark präsent ist.
Bewertung Finish, Features      
Bedienung
Hier ist alles
von den anderen bisher getesteten Harman Kardon-DVD-Playern bekannt: Die komplett
mittels Knopfdruck beleuchtbare Fernbedienung und das sehr schlichte, aber übersichtliche
und leicht verständliche Graphical User Interface
machen die Bedienung einfach. Ohne Schwierigkeiten zu bedienen ist auch das
MP3-Menü mit seinen Zusatzfunktionen. Die Tasten am
Gerät selber könnten noch ein wenig größer sein, sind vom Druckpunkt her
aber gut zu bedienen. Die Laufwerkslade fährt recht leise und schnell heraus. Viele Konkurrenten können
noch immer bei Harman Kardon in
die Lehre gehen, um zu erfahren, wie man ein Gerät mit dazu passender
Fernbedienung entwickelt, um das Chapter-Skippen zu perfektionieren: Harman hat
hier die optimale Lösung, es geht sehr schnell und präzise, zudem
wird das gerade aktuelle Kapitel via OSD angezeigt. So fährt sich der Harman Kardon DVD-25 in der
Bedienungswertung ein praktisch makelloses Ergebnis ein, zu dem auch die gut
verständliche und ausführliche Bedienungsanleitung ihren Teil beiträgt. Kleine Kritik: Ein Display mit höherer Auflösung würde dem
DVD-21 bestens zu
Gesicht stehen, was aber aufgrund der sonstigen tadellosen Leistungen in der
Bewertung keine negative Berücksichtigung findet.
Bewertung     
Bild
Der Harman Kardon DVD-21 konnte im Testeinsatz visuell absolut überzeugen. Auch wenn der Player auf den ersten Blick alles andere alles andere als ein
Sonderangebot ist und es für deutlich weniger Geld bereits DVD-Spieler mit
einem hervorragenden Bild gibt, versteht es der HK trotzdem, Akzente zu setzen -
bei "Gladiator" zeigen sich diese insbesondere in einem natürlichen,
überdurchschnittlich klaren, frischen und dynamischen Bild. Hier ist der DVD-21
der Einsteigerklasse klar entwachsen. Ein scharfes, insgesamt homogenes und
farblich brauchbares Bild erzielen auch schon verschiedene DVD-Player der 180-
bis 200 EUR-Klasse, aber eine so überzeugende Gesamtabstimmung kann man zu
diesem Preis noch nicht erwarten. Wer also in Bezug auf die visuelle
Homogenität, die Klarheit der Farben und eine natürliche, nie künstlich
wirkende Bildschärfe höchsten Wert legt, sollte sich den DVD-21 auf jeden Fall
schon einmal vormerken. Dass der Harman Kardon-Player herausragende visuelle
Talente besitzt, macht auch ein genauer Blick auf "Asterix und Obelix,
Mission Cleopatra" deutlich. Hier ist exaktes Hinsehen über einen
längeren Zeitraum besonders wichtig, da diese visuell sehr gut gelungene DVD
eigentlich auf fast jedem DVD-Spieler auf den ersten Blick sehr gut aussieht.
Erst, wer sich genau die Farbverläufe, die Farbreinheit und die
Kontrastverhältnisse ansieht, wird feststellen, dass der DVD-21 hier nochmals
mehr bietet als viele andere DVD-Player, die teilweise auch noch deutlich teurer
sind. Gerade auch die Gesichter der Protagonisten wirken natürlich, stimmig und
sehr schön modelliert.
Via Scart-RGB angeschlossen, so unsere Bilanz, bietet
der DVD-25 keinesfalls ein schlechteres Bild als der DVD-25, bei unserem
Testgerät konnte die überragende Farbwiedergabe sogar noch minimal mehr
überzeugen. In dieser Disziplin kann der DVD-21 sogar mit dem Marantz SR-4300
gleichziehen - nur, was die Gesamtbildschärfe betrifft, bietet der
Marantz minimal mehr, und, ebenso wie auch der DVD-25, natürlich die
Progressive Scan-Option. Ein YUV-Ausgang fehlt, wie bei der Ausstattung schon
beschrieben, dem DVD-21. Somit empfiehlt sich der Player weniger für den
ambitionierten Projektoren-Besitzer, sondern eher für den Eigner hochwertiger
Röhren-TV- und Plasma-Geräte. Der DVD-21 zeigt auch sehr eindrucksvoll, dass
ein exzellentes, klares und rundherum überzeugendes Bild auch mit einem sehr
guten 27 MHz/10-Bit Video-DAC möglich ist - es kommt eben auf die gesamte
Videotechnik des Players an und nicht nur auf den Videowandler. Dies soll nun
nicht heißen, dass ein 54 mHz/10-Bit Video-DAC oder ein 108
MHz/12-Bit-Video-Wandler keinerlei Vorteile erbringen könnte - in den Punkten
Detailtreue und Plastizität sind durchaus noch Veränderungen der positiven Art
zu beobachten, wie auch unsere Tests zeigen. Aber: Es kommt immer darauf an, ob
die gesamte Peripherie des DVD-Spielers so hochwertig ist, dass diese Vorteil
auch tatsächlich sichtbar zum Tragen kommen. Fest steht nach unserem
gründlichen Check des DVD-21, dass gerade diejenigen potentiellen Käufer, die
weiter oben im Text näher charakterisiert sind, ihre Freude am DVD-21 haben
werden.
Um die Bildgüte in Verbindung mit dem verwendeten Bildwiedergabegerät zu
optimieren, verfügt der DVD-21 über ein interessantes Feature: Fest integriert im
DVD-21 ist
ein Testbild, welches multifunktional einsetzbar ist, um die Bildqualität und
die Bildgeometrie des Bildausgabegeräts einzustellen. Sowohl senkrechte
Farbbalken als auch eine Graustufenskala sind vorhanden. Im folgenden
Exkurs sollen die Möglichkeiten zur Bildoptimierung genau erläutert werden.
Die Farbbalken geben
Auskunft über:
-
die richtige Farbsättigung des
Bildausgabegeräts
-
die richtige, reine Farbwiedergabe jedes Balkens.
Hier kann der Benutzer überprüfen, ob sein Bildausgabegerät in der Lage
ist, reine Farben ohne die störende Beimengung anderer Farben darzustellen.
-
Die Güte der Farbübergänge: Sind die
Übergänge klar definiert? Verschwimmen die Übergänge nicht? Hier kann
der Benutzer viele wichtige Komponenten für ein gutes Bild abchecken, denn
die Bildung von Doppelkonturen und Schattenmustern beim Übergang von einem
Farbbalken zum nächsten kann auch ein Hinweise auf ein mangelhaft
arbeitendes Scartkabel sein. Ebenfalls können hier Unterschiede zwischen
der verschiedenen Signalverarbeitung bei RGB, S-Video und dem für ein gutes
DVD-Bild untauglichen FBAS gemacht gut dargestellt werden: Die
Kantenschärfe und die Kantensauberkeit geben hier wertvolle Aufschlüsse.
Ebenfalls müssen die Kanten, wenn alles optimal justiert ist, ruhig stehen.
-
Auch die Qualität des Farbfilters des verwendeten Bildwiedergabegeräts
lässt sich mit Hilfe der Farbbalken ermitteln, wenn der DVD-Player (was in der
Praxis nur im äußersten Notfall geschehen sollte!) der DVD-Player via
FBAS-Composite am Fernseher, Plasmaschirm oder Projektor angeschlossen ist. Die
Farbkanten müssen ruhig stehen, ohne vertikal entlanglaufende Punkte
(Perlschnur-Effekt). Bei S-Video und RGB gibt es diese möglichen Probleme
systembedingt meist nicht.
Die Graustufen-Skala ist zu verwenden für:
-
die Optimierung der Bildhelligkeit. Die einzelnen
Abstufungen sollten gleichmäßig von tiefem Schwarz bis hin zu reinem Weiß
ansteigen, die einzelnen Balken müssen sich klar voneinander unterscheiden
-
die Optimierung des Kontrastes
TV-Bild mit Hilfe des Testbildes justieren Mit dem fest
eingebauten Testbild des DVD-21 kann auch der eigene TV/Plasma/Projektor
justiert werden, und zwar folgendermaßen: Helligkeit:
-
Farbregler am TV soweit zurückdrehen, bis die Farbbalken nur noch in
Schwarz-Weiß zu sehen sind
-
Kontrastregler soweit zurückdrehen, bis die einzelnen Balken der
Graustufenskala des Testbilds gerade noch zu sehen sind - dabei ist aber
darauf zu achten, dass man die Balken voneinander noch deutlich
unterscheiden können muss. Falsch ist es, wenn alles ohne das Erkennen
jedes einzelnen Balkens einfach "formlos" und nicht sichtbar
abgegrenzt voneinander ineinander übergeht.
-
Einstellung der Helligkeit: Die einzelnen Balken der Graustufenskala
sollen alle genau zu erkennen sein, der Balken ganz links im Testbild sollte
nicht dunkelgrau sein, sondern so tiefschwarz wie irgend möglich. Eine tiefe
Schwarzwiedergabe ist für eine hervorragendes Bild von elementarer
Wichtigkeit, weil nur so ein plastischer, dreidimensionaler und somit
natürlicher und realistischer Bild-Gesamteindruck einstehen kann. Der HK
DVD-21 überzeugt, die korrekte Einstellung des Bildwiedergabegeräts
vorausgesetzt, mit einer klaren und plastischen Schwarzdarstellung. Wichtig:
Je nach dem verwendeten Bildwiedergabegerät kann es hier deutliche
Unterschiede bei der Schwarzwiedergabe geben. Gerade ältere
Rückenprojektions-Fernseher, verschiedene Plasmaschirme und viele
LCD-Projektoren haben ein Problem mit einer "richtigen"
Schwarzwiedergabe, selbst eigentlich schwarze Bildbereiche wirken eher
dunkelgrau. Die Balken neben dem Balken, der möglichst tiefschwarz aussehen
soll, müssen sich deutlich davon abheben. Alle Balken der Graustufenskala
sollten von links nach rechts stufenweise und gleichmäßig in der
Helligkeit ansteigen und sich klar voneinander abgrenzen.
Kontrast:
-
Kontrast am TV/Plasma/Projektor so justieren, dass am rechten unteren
Ende des Testbildes ein leuchtend weißes Feld erscheint. Das Feld links
daneben sollte tiefschwarz erscheinen, um so den maximal möglichen Kontrast
darzustellen, was einer realistischen Bildwiedergabe entgegen kommt. Bei der
Kontrastjustage sind aber auch die Lichtverhältnisse im Heimkinoraum und
der eigene Geschmack zu berücksichtigen.
-
Sobald sich die Helligkeit des weißen Feldes mit dem Kontrastregler
nicht mehr steigern lässt oder die Ränder des weißen Harman
Kardon-Schriftzuges oben im Testbild fransig werden und im schwarzen
Hintergrund verschwimmen, ist der Kontrast zu hoch eingestellt, der
Schriftzug wird zu unscharf. Eine zu hohe Kontrasteinstellung kann beim
DVD-Betrieb zum "Überstrahlen" der hellen Bildbereiche führen - die
hellen Bildbereiche wirken im Vergleich zu den dunklen zu hell und somit zu
dominant, die visuelle
Homogenität leidet durch die nicht richtig akzentuierte Gewichtung
teilweise beträchtlich. Daher sollte der Kontrast ab dem
Auftreten solcher eben beschriebenen Störungen wieder zurückgenommen
werden, bis die Störungen völlig verschwunden sind und sich ein stimmiger
Bild-Gesamteindruck einstellt.
-
Wichtig für diejenigen, bei denen das Wohnzimmer gleichzeitig auch
Heimkinoraum ist: Wird der TV in einem Umfeld mit natürlichem Tageslicht
betrieben, was in der Praxis nicht selten der Fall sein dürfte, ist es
wichtig, den Kontrast so zu justieren, dass ein normales Fernsehbild von den
Farben her ähnlich aussieht wie die Gegenstände im Wohnzimmer. Vorteil
dieser Einstellung: Auch bei mehrstündigem Sehen werden die Augen des
Zuschauers nicht überanstrengt von unterschiedlichen
Kontrastverhältnissen. Ist das Umgebungslicht stärker, kann man den
Kontrast etwas weiter aufdrehen, wird das Umgebungslicht schwächer, kann
man den Kontrast wieder herunterregeln.
-
Auf der Graustufenskala in der Mitte des Testbildes sollen sich die
einzelnen Balken noch immer genauso gut unterscheiden lassen wie vor der
Kontrasteinstellung. Ist dies nicht der Fall, muss im Sinne eines insgesamt
stimmigen Bildes nochmals nachregelt werden - die Helligkeits- und
Kontrastanpassung muss erneut optimiert werden, durch Nachregeln der
Helligkeit und Reduzierung des Kontrastes.
Farben:
-
Nächster Punkt ist die Einstellung der Farbsättigung - diese Justage
ist sehr wichtig in Bezug auf die Natürlichkeit, das kräftige Aussehen und
die Reinheit der Farben. Hier ist die richtige Balance von
entscheidender Bedeutung, so
sollen die Farben schon ausgeprägt und ausreichend kräftig sein,
gleichzeitig sollte aber die Bildharmonie in vollem Umfang erhalten bleiben
- zu stark ausgeprägte Farben wirken nicht selten unnatürlich und
schmälern die visuelle Gesamthomogenität. Je nach TV-Gerät werden
bei zu viel Farbe die einzelnen Testbild-Balken breiter, oder aber die
Farbintensität nimmt einfach nicht mehr weiter zu. Hier ist es
erforderlich, mit weniger Farbe zu arbeiten. Wichtig bei der Farbjustage ist
auf jeden Fall, ein natürliches Fernsehbild zur Hilfe zu nehmen, Gesichter,
Blumen, Früchte oder auch Landschaften eignen sich besonders gut, um
festzustellen, ob das Bild farblich ausgewogen und in sich stimmig ist.
-
Bietet das verwendete Bildwiedergabegerät zudem die Option, die Farbart
(Tint) einzustellen (diese Funktion wird bei den meisten europäischen TVs
nur bei der Wiedergabe von NTSC-Bildsignalen unterstützt), kann der große
weiße Balken der Graustufenskala dazu verwendet werden, die Wärme des
Bildes einzustellen. Die Bildwärme hängt vom persönlichen Geschmack des
Betrachters ab.
Insgesamt verdient sich der DVD-21 mit einer sehr erwachsenen, kompletten
Leistung die vollen sechs Sterne in der Bildwertung. Von den preislich noch
günstiger zu nennenden Geräten ohne YUV-Ausgang ist der DVD-21 sicherlich
eines der Geräte mit dem besten Bild auf dem Markt.
Bewertung     
Ton
Auch wenn die verbauten 192 kHz/24-Bit-Audio-DACs des DVD-21 etwas weniger
aufwändig sind wie die des DVD-25, so lässt das Ergebnis unserer Hörproben
trotzdem aufhorchen. Beim analogen Anschluss begeisterte der Harman Kardon mit
seinem sehr klaren, im Hochtonbereich sehr gut akzentuierten und brillanten
Klangbild. Gerade bei klassischer Musik ist der Player voll in seinem Element
und kann, ein ansprechendes übriges Equipment vorausgesetzt, mit einer
überraschend detaillierten, charismatischen Wiedergabe punkten, die durch ihre
Vielschichtigkeit besticht und den Hörer richtig in die musikalische Welt des
jeweiligen Komponisten eintauchen lässt. Die Klientel, die also einen
DVD-Player sucht, der auch einen sehr guten CD-Player ersetzen kann und zudem
erschwinglich ist, braucht nicht mehr weiter zu suchen, denn wer auf den
YUV-Ausgang für die Progressive Scan-Bildausgabe verzichten kann, muss die 100
EUR Mehrpreis weder in den Marantz DV-4300 noch in den Harman Kardon DVD-25
investieren. Natürlich bieten sowohl DV-4300 als auch DVD-25 akustisch
exzellente Leistungen, die beide Player an die Klassenspitze stellen, doch ist
der DVD-21 den beiden "leuchtenden Vorbildern" so dicht auf den
Versen, dass selbst die meisten anspruchsvollen Hörer echte Unterschiede gar
nicht oder erst in stundenlangen Hörsessions heraushören werden - dies ist
unsere Prognose. Den überragenden Auftritt des DVD-21 komplettiert der
überdurchschnittlich klare, sehr detaillierte und akustisch gefällige
Digitalton.
Bewertung     
Fazit
Der Harman/Kardon DVD-21 tritt in die Fußstapfen seines "größeren
Bruders" DVD-25 und kann sich bei uns ebenfalls ein überragendes
Testergebnis abholen. Zwar ist der Player nicht ganz preiswert - wer rein auf
das Preis-/Leistungsverhältnis schaut, fährt vielleicht mit einer anderen
Alternative besser - aber wer eine exzellente Bild- und Tonqualität zum
bezahlbaren Preis sucht, wird hier fündig. Gerade derjenige Käufer, der einen
hochwertigen TV und eine große CD-Sammlung besitzt, wird mit dem DVD-21 eine
sehr gute Wahl treffen, denn seine hohe Bildqualität wird an einem derartigen
Bildwiedergabegerät besonders eindrucksvoll deutlich, akustisch ersetzt der
Harman Kardon auch einen sehr guten CD-Player, so klar und sauber aufgebaut ist
sein Klangbild. Die Formatkompatibilität des HK-DVD-Spielers überzeugt, ebenso
die einfache Bedienung und die gelungene MP3-Wiedergabe. Als sehr nützliches
Feature bringt der DVD-21 außerdem auch noch fest integriertes Testbild zur
Bildjustage mit.
Zwar nicht ganz günstig, dafür visuell und akustisch
gleichermaßen hervorragend

Mittelklasse
Test 05. März 2003
Preis-/Leistung:      
Pro:
-
Exzellentes, natürliches und klares Bild via Scart-RGB
-
Hervorragender Klang als CD-Player-Ersatz
-
Akustisch überzeugende, störungsarme MP3-Wiedergabe
-
Erstklassiger Digitalklang
-
Sehr einfache Bedienung
-
Praktisches Testbild zur Bildjustage integriert
-
Sehr gute Format-Kompatibilität
Contra:
Technische Daten:
Technische Daten:
• DVD Video-Player
• Abspielformate DVD-Video,DVD-R/-RW/+RW/+R, Audio-CD, CD-R/RW, MP3, VCD, SVCD (offiziell garantiert)
• Video-D/A-Wandler 10 Bit/27 MHz, Audio-D/A-Wandler 192kHz/24Bit
• Optischer und koaxialer Digitalausgang
• 1 x Scart (RGB, Composite)
• S-Video Anschluss Hosiden
• FBAS-Anschluss
• Abmessungen (BxHxT in cm) 44 x 8,7 x 30,7
• Farbe: Schwarz
• Gewicht ca. 7 kg
• Unverbindliche Preisempfehlung 399 Euro (inkl. Mwst.)
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