Test: DVD-Player Denon DVD-2800 MkII

Ausstattung
Der Denon DVD-2800 war ein echter Erfolgstyp - doch auch die besten Geräte
benötigen, wenn die Konkurrenz aufholt, eine umfangreiche Überarbeitung: Bei
Denon wurde dies rasch erkannt, und so ersetzt seit einigen Monaten der 1179 EUR
kostende, in
schwarzer oder goldener Ausführung erhältliche DVD Video-Player Denon DVD-2800
MkII den DVD-2800. Schon das nicht geringe Gewicht von 6,7 Kilo und das
ausladende Gehäuse deuten an, dass sich Denon erfreulicherweise gegen den Trend
der immer leichteren und immer flacheren DVD-Player, die zwar schick aussehen, aber in vielen Fällen
keine echte Hochwertigkeit verbreiten können, wendet.
Hier wird ein vollwertiger, edler DVD-Player geboten, der zudem mit noch hochwertigerer Technik
als der Vorgänger ausgestattet ist. Die Verarbeitung mit der massiven Frontplatte und den
tadellos ausgeführten Bedienelementen ist heute auch in diesen gehobenen
Preisregionen keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch im Detail gibt sich der
DVD-2800 MkII stimmig: So verfügt er sowohl über einen Kaltgerätestecker als
auch über einen richtigen Netzschalter. Das Display mit seiner guten Auflösung unterstreicht den
sehr erfreulichen optischen Eindruck, und auch
ein Blick ins Geräteinnere beweist, dass hier mit Liebe zum Detail und großer
Sorgfalt vorgegangen wurde. Die Technik kann sich sehen lassen: Neben einem 108
MHz/12-Bit Video D/A-Konverter ist, wie auch beim DVD-3800, ein neuer Silicon
Image-Progressive-Scan Chip vom Typ SIL-504 mit an Bord. Bezüglich der
Progressive Scan-Fähigkeiten kann Denon auch hier wieder auf die cleveren
Entwickler von Silicon Image vertrauen: Eine 3-2 Highspeed-Erkennung beim
Pull-Down mit Vierfeld-Bilduntersuchung (mit Hilfe einer besonders guten
Bewegungserkennung untersucht der Chip vier Videofelder (= 2 Frames, normal ist
1 Frame), die in Pufferspeicher abgespeichert wird, nutzt der DVD-2800 MkII zur
Bewegungsanalyse. Vorteil laut Denon: Der Chip kann mit diesen Voraussetzungen
schnell und genau die geeignete Form des De-Interlacings anwenden. Davon
profitiert auch die Unterscheidung zwischen Standbildern und bewegten Bildern
bei jeder Art von Ausgangsmaterial. Auch bei diesem Modell liefert Denon einen wirksamen
Videoequalizer mit, der via Fernbedienung (Display-Taste) aufzurufen ist. Schärfe (-6 bis +6),
Helligkeit (0 bis +12), Kontrast (-6 bis +6) und Farbe (-6 bis +6) lassen sich
einstellen, fünf Speicherplätze, sehr reichlich bemessen, stehen zur Verfügung. Mitgeliefert wird
zudem eine Gammakorrektur. Audioseitig ist der DVD-2800 MkII zusätzlich mit
einem HDCD-Decoder ausgerüstet, hochwertige D/A-Wandler gehören ebenfalls mit
zum Paket. Die Fernbedienung ist befriedigend verarbeitet, wirkt allerdings
nicht allzu wertvoll. So ein schöner Player wie der DVD-2800 MkII hat hier mehr
verdient.

Das sehr leise Laufwerk, das in Verbindung mit dem aufwändig gedämpften
Gehäuse kaum noch hörbare Arbeitsgeräusche nach außen entlässt, stellt mit doppelter Auslesegeschwindigkeit
und 4 MB Pufferspeicher zudem einen nicht mehr sichtbaren Layerwechsel sicher,
und dies auch bei DVDs, die einen sehr ungünstig platzierten Layerchange
aufweisen. Anschlussseitig kommt der DVD-2800 MkII gut bestückt daher: 1 x Scart
(mit RGB), 1 x S-Video Hosiden, 1 x FBAS-Cinch, 1 x YUV (Interlaced/Progressive),
dazu ein optischer und ein
koaxialer Digitalausgang und 1 x 2-Kanal Stereo Downmix. SVCDs (Muster gebrannt
nach vcdhelp) spielt der DVD-2800 MkII
problemlos ab, ein kleiner Schönheitsfehler ist allerdings der lange
Einlesevorgang, so dass man zunächst an der SVCD-Kompatibilität des DVD-2800
MkII zweifeln möchte - so lange dauert es, bis der Playback-Vorgang
letztendlich doch gestartet wird. Für das lange Warten entschädigt die
gute, klare Bildqualität. Hervorragend ist der Klang bei der MP3-Wiedergabe
(hier sollte man aber im Interesse einer brauchbaren Qualität keine Tracks
unter 128 kbps abspielen), die via analogem oder via digitalem Ausgang möglich ist. Der
Einlesevorgang einer MP3-CD variiert, wie man sich vorstellen kann, je nach der
Menge der abgelegten Tracks, insgesamt aber nimmt sich der DVD-2800 MkII hier
ebenso wie bei SVCDs etwas zu viel Zeit. Das Spulen innerhalb eines Tracks klappt
gar nicht mal so schlecht (obwohl in der Bedienungsanleitung steht, es ginge gar
nicht), die Tracknamen
werden leider nicht vollständig übertragen: Maximal 11 Zeichen sind möglich. Könnte der
DVD-2800 MkII noch ID3-Tags und die Dateinamen in voller Länge darstellen, wären
auch hartgesottene MP3-Freaks zufrieden. Schon jetzt gibt es eine
Random-Play-Funktion, nicht aber die Möglichkeit einer Titelprogrammierung im
MP3-Betrieb. Erfreulich ist die sehr hohe
Abspielsicherheit, die der Denon bietet. Weder werden Track-Anfänge
abgeschnitten, noch leistet sich der Player Störgeräusche - das Niveau ist
hoch. Aussetzer sind bei
unserem Testgerät absolute Mangelware gewesen. Fazit der ersten Wertung:
Praxisgerechte Ausstattung und hochwertige Verarbeitung zum fairen
Preis. Daher gibt es trotz der nicht allzu hochwertigen Fernbedienung sechs
Sterne.
Bewertung Finish, Features      
Bedienung
Die Bildschirmmneüs des DVD-2800 sind schlicht, aber übersichtlich, die
Anzahl der Einstellmöglichkeiten ist vom Umfang her genau richtig bemessen.
Sehr hilfreich und rasch über die "Display"-Taste an der
Fernbedienung aufrufbar sind die 5 individuell konfigurierbaren Bildspeicher,
die mittels des Videoequalizers bearbeitet werden können. Nicht nur der Quell
reiner Freude ist die Fernbedienung, die beim Nachfolger des DVD-2800 MkII durch
eine zeitgemäße Neukonstruktion ersetzt werden sollte. Die Fernbedienungen der
anderen neuen Denon-Player zeigen durchweg, dass Denon hier deutlich verbessert
hat, so bleibt zu hoffen, dass der Nachfolger des DVD-2800 MkII in den Genuss
einer neuen Remote Control-Einheit kommen wird. Problem der Fernbedienung ist
zum einen die ungünstige Positionierung des Navigationskreuzes, das mehr in die
Mitte zwecks einfacher Bedienbarkeit rücken sollte. Zum zweiten gehört der
"Enter"-Button in die Mitte des Navigationskreuzes und nicht darunter
- zusätzlich stört, dass die "Enter"-Taste zu klein ausgefallen ist.
Auch eine Beleuchtung der wichtigsten Funktionstasten fehlt dem IR-Controller.
Erfreulich hingegen: Denon übertrieb es nicht mit der Anzahl der Tasten. Nicht
allzu günstig: Der Schwerpunkt des IR-Controllers, der so manchmal droht, bei
der Einhandbedienung aus der Hand zu kippen. Das Überspringen von Kapiteln
funktioniert mit befriedigender Präzision. Sehr gut: Rasch reagiert die
Laufwerkslade auf das Drücken des "Open"-Knopfes, alle Bedienelemente
am Gerät selber überzeugen zudem durch ihre hochwertige Ausführung und die
einfache Handhabung. Das Display des DVD-2800 MkII ist bezüglich der Auflösung
und des Kontrastes absolut in Ordnung.
Bewertung     
Bild
Einleitung
Der DVD-2800 MkII ist mit einem neuen Progressive Scan-Chip und neuem 108
MHz/12-Bit Video-DAC visuell weiter aufgerüstet worden, und dies mit
Erfolg: Wie sich in allen Testläufen zeigte, konnte vor allem die nochmals
gesteigerte Bildschärfe, gepaart mit sehr guter Detailtreue und hoher Bildruhe,
auffallen. Schon im Interlaced-Betrieb hat der DVD-2800 wenig Konkurrenz, in
erster Linie hausinterne: Der DVD-3800 kann
mit seiner nochmals aufwändigeren Interlaced-Bildausgabe, die eine weiter
gesteigerte Plastizität und Detailtreue ermöglicht, einen leichten Vorsprung
verbuchen. Bezüglich des Progressive Scan-Bildes erbringen DVD-2800 MkII und
DVD-3800 aufgrund der identischen Basis das gleiche hervorragende
Resultat.
Interlaced-Betrieb
Bei der Code 2-DVD von "X-Men" gefällt das scharfe, klare Bild mit
sehr guter Detailauflösung, auch schwierig darstellbare Szenen wie z.B. die
Sequenz im Schneegestöber (Kapitel 4) werden auf hohem Niveau wiedergegeben.
Detailliert erscheint z.B. die gesprungene Scheibe des Wohnmobils nach dem
Unfall. Plastisch fliegen die Schneeflocken quer über den Bildschirm, mit der
sehr guten Schwarzwiedergabe und dem tadellosen Kontrastumfang lässt der
DVD-2800 MKII kaum ein Detail in der Dunkelheit untergehen. Auch die karge,
metallische Auskleidung der Räume in Kapitel 4 kann der DVD-2800 MkII in hoher
Qualität wiedergeben, der sehr gute Kontrastumfang, die hohe Bildschärfe und
die auf hohem Niveau liegende Bildruhe ergänzen sich hier zu einem stimmigen
Gesamteindruck. Wer nochmals mehr möchte, darf die finanzielle Mehrausgabe
nicht scheuen und kann zum DVD-3800 greifen,
der im Interlaced-Betrieb bei genauem Hinsehen eine nochmals gesteigerte
Homogenität, Plastizität und Detailtreue bereit stellt. Die sehr natürliche
Farbgebung, die sich genau an die Vorlage hält, ist DVD-2800 MkII und DVD-3800
gleichermaßen zu eigen. Bei "Star Wars Episode I - The Phantom Menace"
stellt der DVD-2800 MkII erneut sein Talent unter Beweis: In der Szene, in der
die beiden Jedis die Quasselstrippe Jar Jar Binks im Wald auflesen (Chapter 6),
gefällt der Player mit seiner exakten Zeichnung der Bäume und Blätter. Auch
die Unterwasserstadt, in der der "ins Exil geschickte" Jar Jar
eigentlich zu Hause ist, gefällt durch die plastische Darstellung und präzise
Zeichnung. Mit exzellenter Bildschärfe und sehr gute Detailtreue kann der
Player bei "Gladiator" punkten, hier kann ohne weiteres der
Schärferegler des internen Videoequalizers (der sehr effektiv arbeitet, ebenso
wie auch die anderen Regler für Helligkeit, Farbton, Gamma und Schwarzpegel)
bis auf +4 hochgezogen werden, ohne dass das Bild zu unruhig wird. Die
Schwächen weniger guter Software zeigt der Denon DVD-2800 MkII nicht mehr ganz
so deutlich wie der DVD-2800, aber gerade bei älterer Software werden
Unreinheiten wie z.B. Schmutz, das sich auf dem Master befindet, durch die auch
in der Werkseinstellung hohe Bildschärfe deutlicher sichtbar. Wir raten daher
vor dem Kauf eines DVD-Players grundsätzlich, das Geräte mit verschiedenen
DVDs genau visuell zu testen. Wichtig ist auch, das Bildausgabegerät genau, am
besten mittels geeigneter Testbilder, zu justieren. Um die Bildqualität eines
DVD-Players richtig beurteilen zu können, ist es elementar wichtig, dass am
Bildausgabegerät alle Bildparameter neutral eingestellt sind, alle bei
verschiedenen TVs vorhandnen Bildverbesserer/Bildveränderer/Rauschfilter etc.
müssen deaktiviert sein.
Progressive Scan-Betrieb
Was den Progressive Scan-Betrieb angeht, greifen DVD-2800 MkII
und DVD-3800 auf die identische technische Basis zurück, daher gibt es hier in
Bezug auf die Bildgüte keine wirklich feststellbaren Unterschiede. Bei den Code 1-DVDs von
"Sieben Jahre in Tibet" und "Galaxy Quest" gefiel das
gesamte Bild mit seiner Klarheit, die Objektränder sind fein und deutlich, ohne
störende Treppenstufen, gezeichnet. Während sich die Bildschärfe auf dem
gleichen hohen Niveau, wie es schon der DVD-2800 mit dem SIL-503 bieten konnte,
befindet, legen beide neuen Player, der DVD-3800 und der DVD-2800 MkII, mit noch
größerer Bildruhe in fein gezeichneten, größeren Bildbereichen noch eins
drauf. Nach ausführlicheren Testläufen zeigte sich auch eine noch minimal
gesteigerte Detailwiedergabe, die aber erst bei längerer, intensiver
Betrachtung in einer noch feineren Wiedergabe beispielsweise von Mustern oder
kleinen Bilddetails niederschlägt und für einen noch präziseren
Bild-Gesamteindruck sorgt: Gerade bei längerer Betrachtung fällt die
sichtbar gesteigerte visuelle Homogenität auf, die ein noch größeres
Sehvergnügen sichert. Zudem wirkt das Bild bei schnellen Bewegungen flüssiger,
ruhiger und klarer. Herausragend arbeitet der DVD-2800 das Innenleben des
gigantischen Raumschiffs "Protector" in "Galaxy Quest"
heraus, so dass man das Gefühl hat, bei entsprechend großer
Projektionsdiagonale auf dem Kommandostand mitzufliegen. Plastisch und klar
erscheinen die unendlichen Weiten des Weltalls, detailliert gezeichnet wirkt der
intergalaktische Bösewicht Sarris mit seiner finsteren Gefolgschaft noch
bedrohlicher. Die unwirtliche, aber faszinierende Gebirgswelt des Himalaja in
"Seven Years in Tibet" arbeitet der DVD-2800 MkII, wie auch schon der
DVD-3800, markant und mit einer sehr klaren Gesamtbildcharakteristik
heraus. Natürlich haben wir uns auch das Bild des DVD-2800 MkII im PAL
Progressive Modus angeschaut. Zwar ist, trotz verschiedener anderslautender
Meldungen, der PAL Progressive-Standard noch immer nicht offiziell
verabschiedet, doch für diejenigen, die nicht so lange warten möchten, hat Karsten
Becker seit einiger Zeit einen hardwarebasierten Umbau parat, der auch über
Chiptech und dvdupgrades
zu einem Komplettpreis von 110 EUR zu beziehen ist. Diese Modifikation hat es in
sich: Denn nicht nur, dass die Modelle DVD-3800 und DVD-2800 MkII anschließend
in der Lage sind, über den Komponentenausgang PAL Progressive-Bildsignale im
YUV-Format auszugeben - auch kann der YUV-Ausgang der Denon-Player neben YUV
auch RGB- Progressive (in NTSC und in PAL, nur im Progressive-Betrieb, im
Interlaced-Betrieb keine RGB-Signalausgabe via YUV möglich, dafür steht dann,
wie üblich, die Scartbuchse zur Verfügung) ausgeben. Der große Vorteil dieser
Erweiterung: Die sonst durchzuführende Wandlung von YUV in RGB (da RGB das
Signal ist, welches der Projektor im Endeffekt verarbeitet, bislang musste die
Wandlung daher entweder extern via eines YUV- auf RGB-Konverters durchgeführt
werden) entfällt nun. Der Anschluss erfolgt - einen entsprechend gerüsteten
Projektor vorausgesetzt - mittels eines Cinch- auf BNC-Kabel, der Sync liegt auf
Grün.
Was den PAL Progressive Betrieb angeht, erbrachten beide
DVD-Spieler die gleichen, brillanten Resultate. So konnte sich das Denon-Duo bei
"Mission To Mars" mit einem klaren, sehr natürlichen Bild bestens in
Szene setzen. In Verbindung mit unserem Test-CRT-Projektor vom Typ Sony VPH-1258
QM ergab sich ein Bild von ausgezeichneter Plastizität, die flüssigen
Bewegungen konnten ebenso gefallen wie die tadellose Bildharmonie. Der sehr
wirkungsvolle Videoequalizer der Denon-Player kann übrigens bedenkenlos zum
Einsatz gebracht werden: Gerade ein Aufziehen der Bildschärfe brachte bei
entsprechend ordentlicher Software ausgezeichnete Resultate. Übertreiben sollte
man es aber nicht: Von +2 bis +4 kann der Schärferegler hochgedreht werden, darüber
sieht man an den Gesichtern der Akteure und an Bilddetails wie z.B. feinen
Schriften, dass hier des Guten zuviel getan wurde. Ein exzellentes Bild hielten
beide DVD-Spieler auch beim Remake des "Planenten der Affen" bereit.
Hier konnte in der Anfangsszene das detailgetreu und akkurat gezeichnete
Innenleben der großen Raumstation besonders begeistern. Aber auch die
ausgezeichnete Schwarzwiedergabe, die nichts mit dem PAL Progressive Umbau der
Denon-Player zu tun hat, stach bei den Bildsequenzen außen im All ins Auge.
Sehr klar zeichnen beide Player die Gesichter der Protagonisten, plastisch und
mit großer räumlicher Tiefe erscheinen die unendlichen Weiten des Weltalls. So
hat der Zuschauer den Eindruck, tief in das Geschehen eintauchen zu können.
Diese Beobachtungen ließen sich auch bei "Wild Wild West" machen, wo
auch die sehr natürliche Farbwiedergabe auffiel. Hervorragend managten beide
Denon-DVD-Spieler die teils sehr schnellen Bewegungswechsel. Auffällig war
immer die hohe Bildruhe und die sehr sauber gezeichneten Kanten der auf der
Leinwand gezeigten Objekte. So fällt das Resultat bezüglich des PAL
Progressive- und RBG-via-YUV-Umbaus ebenso positiv aus wie die Bilanz für den
DVD-2800 MkII: Für einen moderaten Mehrpreis, die sich zum sehr fairen
Grundpreis des DVD-2800 MkII addiert, erhält man eine erstklassige
Modifikation, die die Einsatzmöglichkeiten des DVD-2800 MkII auch
durch die neu hinzugewonnene Möglichkeit, aus dem Komponentenausgang
RGB-Bildsignale sowohl im PAL- als auch im NTSC-Betrieb auszugeben, deutlich
erweitert. Insgesamt machen diese umfangreichen Möglichkeiten den DVD-2800 MkII
gerade für den preisbewussten, aber anspruchsvollen Projektorenbesitzer zu
einem besonderen Kauftipp.
Bewertung     
Ton
Hier kann sich der DVD-2800 MkII als analog angeschlossener CD-Player-Ersatz
sehr gut in Szene setzen. Besonders beeidruckend: Die Lebendigkeit des Klangs,
so wird die Spielfreude der Musiker gerade bei hochwertigen Klassik-CDs
förmlich spürbar. Auch wenn der DVD-3800 noch luftiger, plastischer und
detailgetreuer klingt: Für seine Preisklasse bietet der 2800er eine tadellose
Leistung. Gerade auch bei der Stimmwiedergabe gefällt die ausgewogene, stimmige
Betonung, die Instrumente werden akkurat eingearbeitet, auch diffizil zu
handhabende Vertreter wie beispielsweise Streicher gibt der Denon mit der
richtigen Akzentuierung wieder. So ist der Gesamteindruck bei unserer immer
wieder gern genommenen Test-CD "Königin der Nacht - Cheryl Studer singt
Mozart" hervorragend, gerade diese Kombination aus Lebendigkeit und
Homogenität bei gleichzeitig lobenswerter Detailtreue fällt positiv auf. Den
Orchestereinsatz zu Beginn von Felix-Mendellsohn-Bartholdys 1. Symphonie
meistert der DVD-2800 MkII mit souveräner Leichtigkeit, unser Denon AVC-A1SE
mit Upgrade wurde im Pure Direct Mode betrieben, so dass ein sehr
natürliches, transparentes Klangbild das Ergebnis war, ein angenehm
detaillierter Klangteppich legte sich quer durch den Raum. Offensichtlich wurde
hier übrigens, dies sei nur am Rande erwähnt, dass in den Punkten
Klangreinheit, Präzision und Transparenz kein Weg am Pure Direct Mode des AVC-A1SE
mit Upgrade vorbei führt, selbst die beste Surround-Aufpolierfunktion
kann diese hohe Klanggüte nicht bieten. Hier also muss sich jeder die Frage
stellen, ob er lieber höchste Transparenz und Detaillierung, oder aber lieber
viel Räumlichkeit und klangliches Entfaltungsvolumen wünscht. Doch zurück zu
unserem DVD-2800 MkII, wo man als Fazit dieser Wertung feststellen kann, dass
der DVD-2800 MkII auch als analog angeschlossener CD-Player-Ersatz einen sehr
guten Eindruck hinterlässt. Zweifelsohne bekommt der Kunde hier viel für sein
Geld geboten, obendrein sogar noch einen HDCD-Decoder. Den hervorragenden
Eindruck ergänzt der Denon-typisch sehr klare, differenzierte und homogene
Digitalton - hier zeigt sich wieder, dass es, auch wenn dies manche für
unmöglich und für Voodoo halten, Unterschiede bezüglich des Digitaltons gibt.
Wer diese aber heraushören möchte, sollte sich viel Zeit nehmen.
Bewertung     
Fazit
Denon bietet mit dem DVD-2800 MkII eine gelungene Überarbeitung des
beliebten DVD-2800 an. Zum günstigen Preis erhält vor allem der
Projektorenbesitzer einen DVD-Player, der bezüglich seiner visuellen
Eigenschaften zweifelsohne überdurchschnittlich viel bietet. Besonders im
Progressive Scan-Betrieb begeistert die Kombination aus der perfekten
Bewegungsdarstellung, der hohen Detailtreue und der tadellosen Bildruhe immer
wieder aufs Neue. Im Interlaced-Betrieb wird ebenfalls ein hohes Niveau geboten,
das über dem der meisten Konkurrenten liegt. Gerade, was Bildschärfe und
Detailtreue angeht, bietet der DVD-2800 MkII Top-Leistungen.
Bei schlechten DVDs zeigt auch der DVD-2800 MkII,
wenn auch schwächer als der DVD-2800, die Mängel der Software noch in einem
deutlich sichtbaren Umfang. Aber es ist immer so - irgendwo muss ein Kompromiss geschlossen werden, dafür
wird bei guten, sehr guten und ausgezeichneten DVDs eine überdurchschnittliche
Performance geboten.
Als analog angeschlossener CD-Player-Ersatz gefällt der DVD-2800 MkII ebenfalls
auf der ganzen Linie: Der klare, lebendige Klang mit der hohen Homogenität ist
so gut, dass auch ein höher wertiger CD-Player ohne Probleme ersetzt werden
kann. Der transparente, klare Digitalton ist Denon-gewohnt herausragend. Die
MP3-Wiedergabe inklusive Random Play begeistert ebenfalls mit sehr guten
akustischen Eigenschaften, den Gesamteindruck ergänzt die tadellose
Abspielsicherheit. Zu verbessern gibt es aber immer noch etwas, auch bei sehr
guten Produkten: Beim DVD-2800 MkII liegt dieses Verbesserungspotential in der
von der Form und der Tastenverteilung nicht perfekten Fernbedienung, inzwischen
gibt es deutlich bessere Lösungen. Zweiter Kritikpunkt ist die etwas lange
Einlesezeit des ansonsten recht flinken Laufwerks bei MP3-CDs und SVCDs.
Insgesamt bleibt vom DVD-2800 MkII ein fast makelloser Eindruck zurück. Dass er
nicht, wie der DVD-2800, unser Referenz-Prädikat, sondern "nur" ein
"überragend" erhält, liegt nicht daran, dass der DVD-2800 MkII
schlechter geworden ist (das Gegenteil ist der Fall, die vielen Verbesserungen
erbrachten eine weitere Steigerung des Leistungsprofils im Vergleich zum
Vorgänger), sondern nur an den neuen Maßstäben: Denn niemand
anders als Denon hat uns gleich 2 neue Referenzen beschert: Für denjenigen, der
ein im Vergleich zum DVD-2800 MkII nochmals detailreicheres und schärferes
Interlaced-Bild sucht (im Progressive Scan-Betrieb bieten DVD-2800 MkII und
DVD-3800 die gleichen exzellenten Leistungen) und zudem überragende DVD Audio-Qualitäten erwartet, sollte sich den DVD-3800
einmal genauer ansehen. Und wer den besten DVD-Player, der zurzeit auf dem
deutschen Markt erhältlich ist, haben möchte, kann sich über den DVD-A1
informieren - auch wenn das Vergnügen natürlich auch mit einen immensen
Kostenaufwand verbunden ist. Eins steht aber ohne Zweifel auch nach diesem Test
fest: Mit dem DVD-2800 MkII beginnt der kostengünstige Einstieg in die
"Königsklasse" der DVD-Player.
Überragende visuelle Eigenschaften und hochwertige
Verarbeitung sichern dem DVD-2800 MkII seinen Platz in der DVD-Player-Topliga

Oberklasse
Preis-/Leistung:      
Pro:
-
Überdurchschnittliches Bild im Progressive Scan-Modus
-
Tadelloses Interlaced-Bild mit sehr hoher Bildschärfe
-
Klarer, frischer CD-Klang
-
CD-Klang auf Top-Niveau
-
Verarbeitung über Klassenstandard
-
Hervorragende MP3-Funktion
-
Sehr gutes, leises Laufwerk ohne sichtbaren Layerwechsel
Contra:
Technische Daten:
- DVD Video-Player mit Progressive Scan-Bildausgabemöglichkeit
- CD-RW/CD-R/MP3-CD/DVD-R-Playback
- Laufwerk mit 2-facher DVD-Lesegeschwindigkeit und 4-facher
CD-Lesegeschwindigkeit, 4 MB Pufferspeicher für unsichtbaren Layerwechsel
- 108 MHz/12-Bit Video-DAC
- Silicon Image SIL-504 Progressive Chipsatz, 3-2 Highspeed-Erkennung beim Pull-Down
- Videoequalizer inklusive Schärferegler und Gammakorrektur
- HDCD-Decoder
- Anschlüsse: 1 x Scart (mit RGB), 1 x S-Video Hosiden, 1 x FBAS-Cinch, 1 x YUV
(Interlaced/Progressive), 1
optischer, 1 koaxialer Digitalausgang
- lieferbare Farben: Schwarz, Gold
- Gewicht: 6,7 kg
- Maße (B x H x T in mm): 434 x 131 x 339
- Preis: 1179 EUR
Testequipment:
-
AV-Verstärker Denon AVC-A1SE
mit Upgrade
-
Frontlautsprecher Mirage FRX-9
-
Centerlautsprecher Mirage MC-2
-
Surroundlautsprecher Mirage FRX-Rear
-
Back Surround-Lautsprecher Mirage FRX-Rear
-
Aktiver Subwoofer Monitor Audio Fast Bass 212
-
TV Grundig Lenaro 92 MFW 92-6110/9 DVD
-
CRT-Projektor Sony VPH-1258 QM
-
Studiomonitor Sony Sony PVM-2950 QM
Test: Carsten Rampacher
24. September 2002
Die aktuelle Denon
Produktpalette mit vielen DVD-Playern und AV-Verstärkern sowie -Receivern
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