Test: Denon DVD-1400
01.12.2003 (cr)

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER
für das Bereitstellen der Hörräume
Overview
Nach dem edlen Denon DVD-2900
und dem überragenden Denon DVD-2200 trat
bei uns mit dem DVD-1400 der preisgünstigste DVD-Universalplayer aus dem Hause
Denon an. Für einen Preis von 549,-- EUR (UVP) ist der 1400er wahlweise in
schwarzer oder silberner Version käuflich zu erwerben. Der DVD Audio/DVD-Video/SACD-Players
richtet sich besonders an den Musikliebhaber, der für einen vergleichsweise
günstigen Preis eine qualitativ überzeugende und flexibel einsetzbare
Wiedergabe-Maschine sucht. So ist ein Bassmanagement für den DVD Audio- und den SACD-Betrieb ebenso
mit an Bord wie ein Dolby Digital- und ein DTS-Decoder. Zusätzlich gibt es für
den DVD Audio-Betrieb sogar eine Laufzeitanpassung (Time Alignment). Was die
visuellen Aspekte betrifft, erfüllt der DVD-1400 normale Ansprüche, will
heißen: Er bietet einen 54 MHz/10-Bit-Video-D/A-Wandler, was für eine
ansprechende Bildwiedergabe ausreicht. Eine Progressive Scan-Signalaufbereitung
ist beim kleinen DVD-1400 im Gegensatz zu den "großen Brüdern" DVD-2900
und DVD-2200 nicht vorgesehen.

Merkmale und Technik
Verarbeitung/Hochwertigkeit      
Denon-Geräte der aktuellen Generation sind zu einem Großteil
in der Trendfarbe silbern lieferbar, so auch der DVD-1400. Diese Kolorierung
steht dem Player wirklich gut - vor allem, weil die Frontplatte nicht aus
Kunststoff, sondern aus gebürstetem Aluminium besteht. Die kompakten
Gehäuseabmessungen, vor allem die geringe Tiefe, lassen den Universalplayer
neben seinen "größeren Brüdern" aber etwas kümmerlich aussehen.
Das Design des 1400ers ist angelehnt an den DVD-700 und
klassisch-konservativ gehalten. Da Denon alle relevanten Bedienelemente
inklusive einer Navigationseinheit nicht nur auf der Fernbedienung, sondern auch
auf der Gerätevorderseite unterbrachte, ist die Frontplatte mit Funktionstasten
gut bestückt - aber nicht überfrachtet.

Zur bereits genannten Metallfront kommt noch die gut verarbeitete Geräterückseite. Nicht ganz zu diesem hohen Gesamtanspruch passt die
nicht allzu solide erscheinende Laufwerkslade, hier merkt man ebenso wie beim
DVD-2200, dass Denon in den "bürgerlicheren Preisklassen" doch
sichtbar sparen muss, wenn man gut ausgestattete Geräte zum fairen Kaufpreis
anbieten möchte. Während allerdings die Laufwerks-Lade in Anbetracht der
sonstigen Qualitäten noch zu verzeihen ist, gibt es für das
unterdurchschnittliche Display keine Entschuldigung. Mit grober Auflösung und
einer höchstens durchschnittlichen Ablesbarkeit würde es einem
Billig-DVD-Spieler aus dem Supermarkt gerade noch gerecht - an einem 549,--
EUR-Player hat ein solches Display aber nichts verloren. Einen ordentlichen Eindruck macht der
DVD-1400 dafür von innen, die
verwendeten Baugruppen sind tadellos verarbeitet. Der hochwertige Aufbau der
teureren DVD-Spieler aus dem Hause Denon kann verständlicherweise nicht
erwartet werden. Kaum Kritik gibt es in Bezug auf die Fernbedienungseinheit, die
einen besser verarbeiteten Eindruck hinterlässt als die Fernbedienung des DVD-2200.
Für die Preisklasse liefert Denon einen qualitativ überzeugenden IR-Controller
mit.
Audio-/Video-Features und verwendete Baugruppen      
Die Ausstattung mit hochwertigen Ausstattungsmerkmalen ist in Anbetracht des Kaufpreises
ordentlich ausgefallen. Eine Progressive Scan-Signalaufbereitung bringt der
DVD-1400 nicht mit, um die Video-Digital-/Analog-Wandlung kümmert sich ein 10
Bit/54 MHz-D/A-Konverter. In Bezug auf die Audio-Ausstattung hat Denon dem
DVD-1400 eine umfangreiche Bestückung mitgegeben. Zwar ist das interne
Lautsprecher-Setup nicht so aufwändig wie beim DVD-2200 (die
Entfernungs-Einstellung für die Entfernung der Lautsprecher vom Hörplatz ist
nicht ganz so feinfühlig, ebenfalls sind die Lautsprecher nicht einzeln sondern
nur in Gruppen anwählbar), dafür liefert Denon ein digitales Bassmanagement
für den DVD Audio- und den SACD-Betrieb mit.

Wer beispielsweise hochwertige
Satellitenlautsprecher einsetzt, die für den Bassbereich nicht geeignet sind, wird die Vorteile einer kompletten Bass-Signalumleitung im DVD Audio- und SACD-Betrieb an den aktiven Bass schnell zu schätzen wissen.
Für den DVD Audio-Betrieb bringt der DVD-1400 auch noch eine Time
Alignment-Funktion mit, so kann man den Abstand der einzelnen Lautsprecher vom
Hörplatz eingeben und so erreichen, dass der Ton während der DVD
Audio-Wiedergabe überall zur gleichen Zeit ankommt. Für die SACD-Wiedergabe
steht diese Option nicht zur Verfügung, da eine akkurate Integration des Time
Alignment in den komplexen SACD-Signalweg nur auf sehr aufwändige Art und Weise
möglich ist. Für Audio-Puristen gibt es eine Video Off-Schaltung, welche die
Video-Schaltkreise ausschaltet.
Anschlüsse      

Was die Anzahl der Anschlüsse angeht, offeriert der DVD-1400
ein ordentliches Angebot. Eine RGB-fähige Scartbuchse, ein YUV-Ausgang für die
Komponenten-interlaced-Signalausgabe, ein S-Video-Hosidenterminal, ein
Sechskanalausgang für die SACD/DVD-A-Tonsignale und den internen DD/DTS-Decoder,
ein optischer Digitalausgang, ein koaxialer Digitalausgang und ein
Zweikanal-Cinch-Out finden sich auf der ordentlich verarbeiteten Geräterückseite.
Multimedia      
In Bezug auf die abspielbaren Formate ist auch der "kleine" Denon-Universalplayer
sehr flexibel. Bei unseren Tests nahm er problemlos DVD-RWs entgegegen. Die Bildgüte war
ohne Fehl und Tadel, natürlich und frisch wirkte das Bild. DVD-Rs werden ebenfalls
eingelesen und in guter Bildqualität ohne Aussetzer oder Artefaktebildung
wiedergegeben. Denon verspricht zusätzlich noch eine Abspielmöglichkeit für DVD+RWs. Freude der Wiedergabe von jpeg-Dateien
(von 32 x 32 Pixel bis 6300 x 5100 Pixel reicht das Darstellungsvermögen des
internen Viewers) kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Einlesezeiten sind in unseren Augen
tolerabel, die Bildqualität des
jpeg-Viewes ist auf ordentlichem Niveau. Ohne Schwierigkeiten bestand der DVD-1400 auch
alle SVCD-Abspielchecks. Bild und Ton liefen vollkommen synchron zueinander, die Bildgüte war im Rahmen der Möglichkeiten des Mediums SVCD
prima. Kritikpunkte finden sich, wie auch beim DVD-2200, in Bezug auf die Integration der MP3-Abspielfunktion.
Das dazugehörige On Screen Menü ist zwar übersichtlich, der Funktionsumfang aber präsentiert sich als nicht mehr ganz „up to date“. Eine Random-Play-Funktion und eine Programmiermöglichkeit gibt es zwar, auf die Einbindung einer ID3-Tag-Darstellung verzichtete Denon
aber auch bei diesem Modell. Ebenso ist die Anzahl der Zeichen, die vom Titelnamen dargestellt werden, etwas knapp bemessen, was die Suche nach dem entsprechenden Track etwas zu zeitaufwändig gestaltet. Klanglich überzeugt der
DVD-1400 im MP3-Betrieb mit einem gut strukturierten Klangbild und einem
kräftigen Bass. Voraussetzung für eine qualitativ brauchbare Wiedergabe sind verständlicherweise
entsprechend gute MP3-Files. Sehr gut war es um die Abspielsicherheit bestellt.
Nur ganz selten leistete sich der DVD-1400 einen Aussetzer, während der ganzen
Tests nur zweimal produzierte er bei etwas problematischen Tracks leichte digitale Störgeräusche.
Der
"große Bruder" DVD-2200 bot hier
sogar minimal schlechtere Resultate. Dies zeigt, dass die Serienstreuung in
Bezug auf die MP3-Betriebssicherheit doch deutlich zu spüren ist.
Laufwerk     
Ordentlich, aber nicht überdurchschnittlich schlägt sich der
DVD-1400 in der Laufwerkswertung. Bis auf zwei besonders stark zerkratzte
"Härtefälle" nahm der Player jede DVD und CD entgegen und spielte
die Medien problemlos und ohne sichtbare Artefaktebildung ab. Eine SACD wollte
er erst beim zweiten Anlauf abspielen - ansonsten traten keinerlei
Unregelmäßigkeiten während des Betriebs auf. Das Laufwerk ist ein anderes,
als es im DVD-2200 und im DVD-2900 zum Einsatz kommt. Die im DVD-1400 verbaute
Variante ist einfacher, was der Kenner beispielsweise beim Layerwechsel bemerkt.
Gut, es wäre übertrieben zu sagen, dass der Layerwechsel beim DVD-1400 das
ganze Filmvergnügen maßgeblich negativ beeinflusst - ein solcher Kommentar
könnte aber von den Besitzern des DVD-2900 und des DVD-2200 kommen, denn diese
sind dank 8 MB Pufferspeicher von einem unsichtbaren Layerwechsel verwöhnt. Mit
seinen 2 MB Pufferspeicher gestaltet der DVD-1400 viele Layerwechsel zwar als
nur sehr kurzen und damit nicht deutlich störenden Prozess, bei der Wiedergabe
von DVDs, auf denen der Layerwechsel sehr ungünstig platziert ist, stört
jedoch der Wechsel von Layer 1 auf Layer 2 schon ein wenig. Das Laufgeräusch
des Laufwerks ist akzeptabel, DVD-2900 und DVD-2200
agieren aber, vor allem während des Einlesevorgangs, hörbar leiser. Dies liegt
an zwei Faktoren: Zum einen ist das Laufwerk selbst geräuschärmer ausgelegt,
zum anderen sind die Gehäuse der teureren Geräte aufwändiger gestaltet, was
sich in einer verbesserten Geräuschdämmung niederschlägt.
Merkmale und Technik - Gesamtbewertung     
Bedienung
In Bezug auf den Bedienkomfort erbringt der DVD-2200 gute
Ergebnisse. Die On Screen Menüs sind grafisch weniger schlicht als beim
teureren DVD-2200 und überzeugen durch ihren klaren Aufbau. Durch die sinnvolle Menüstruktur können alle wichtigen Einstellarbeiten
bereits nach einem kurzen Blick in die insgesamt ordentliche, nur teilweise
etwas überfrachtet wirkende Bedienungsanleitung getätigt werden.
Die Funktionselemente am Gerät selber bringen einen ordentlich
definierten Druckpunkt und eine vorbildlich einfache Bedienbarkeit mit. Als sehr
praktisch erweist sich in der Praxis die komplette Navigationseinheit, die sich
auf der Gerätevorderseite befindet. Die
Fernbedienung gefällt mit ihrem zentral untergebrachten Navigationskreuz, die
Tastengruppen sind zwar insgesamt sinnvoll angeordnet, insgesamt aber gibt es
fast zu viele Knöpfe, die zudem teilweise etwas zu klein geraten sind. Das
Gerätedisplay kann nicht überzeugen, vor allem die Auflösung ist
unterdurchschnittlich. Noch schneller könnte das Überspringen von Kapiteln
funktionieren, hier reagiert die Fernbedienung nicht rasch genug. Flott kommt
dafür die DVD-/CD-Lade auf Anforderung herausgefahren.
Bewertung     
Bild
Testequipment:
In der Preisklasse bis 600,-- EUR liegt der DVD-1400 in Bezug auf seine
visuellen Qualitäten an der Klassenspitze und muss nur dem überragenden Harman/Kardon DVD-30
und dem ebenfalls ausgezeichneten Philips DVD-963SA
den Vortritt lassen. Beide Konkurrenten sind zwar im Gegensatz zum Denon
nicht in der Lage, SACD und DVD Audio Software wiederzugeben (der Philips nimmt
nur SACD-Discs, der Harman Kardon nur DVD Audio-Discs entgegen), haben dafür
aber die Möglichkeit zur Progressive Scan-Bildsignalausgabe. Dieses Feature
bringt der DVD-1400 nicht mit. Beide Player, sowohl der Philips als auch
der Harman Kardon, erbringen im Progressive-Betrieb sehr respektable Leistungen.
Im Interlaced-Betrieb können sie den DVD-1400 mit einer größeren Brillanz
sowie geringfügig besseren Gesamt-Bildschärfewerten ebenfalls leicht
distanzieren.
Gesamtbildschärfe     
Was die Gesamtbildschärfe anbelangt, erbringt der DVD-1400 sehr gute
Leistungen. Vor allem zu loben ist die natürliche Darstellung, die selbst bei
visuell nur befriedigenden DVDs noch in großem Umfang erhalten bleibt
(Beispiel: Top Gun Code 2 mit nur durchschnittlichem Bild). Bei DVDs mit
hervorragendem Bild (Beispiele: Die Mumie 1 und 2, James Bond - Stirb an einem
anderen Tag) erreicht der DVD-1400 zwar ein sehr homogenes und angenehmes Bild,
was die maximal möglichen Schärfewerte angeht, muss er sich aber den oben
bereits erwähnten Philips- und Harman-Playern geschlagen geben. Im Vergleich
zum teureren DVD-2200 fällt auf, dass im
Interlaced-Betrieb ein Respektabstand zu sehen ist, der sich in einer sichtbar
gesteigerten Gesamtbrillanz, einer verbesserten Detailtreue und einer
gesteigerten Klarheit zeigt. Alle hier genannten Geräte scheinen nach unseren
ersten Eindrücken ihren Meister im beinahe schon sensationellen DV-668AV
gefunden zu haben, der eine Bildschärfe bietet, wie wir sie bislang noch
nicht gesehen haben. Mit 899,-- EUR ist er aber auch nochmals 100,-- EUR teurer
als der DVD-2200.
Detailtreue     
Auch in dieser Disziplin erreicht der DVD-1400 tadellose Bewertungen, die
aber nicht von deutlich überdurchschnittlicher Güte sind. Im direkten
Vergleich kann sich von den Klassenkonkurrenten vor allem der sehr genau
agierende Harman Kardon DVD-30 leicht absetzen, der Philips DV-963SA hingegen
erreicht im Interlaced-Betrieb kaum bessere Leistungen als der Denon DVD-1400.
Kleine Objekte im Bildhintergrund arbeitet der 1400er harmonisch ins visuelle
Gesamtgefüge ein. Obwohl der HK auch nur einen 54 MHz/10-Bit-Video-D/A-Wandler
besitzt, arbeitet er die Strukturen von feinen Mustern nochmals mit etwas
größerer Sorgfalt heraus als der Denon. Der Phlilips hat zwar den besten
Wandler, was die Daten anbetrifft (108 MHz/12-Bit), kann diesen Vorteil in der
Praxis aber nicht in Form eines deutlich detailreicheren Bildes umsetzen.
Kontrast/Bildhelligkeit     
Mit sehr guten Kontrastwerten und einer tadellosen Bildhelligkeit kann der
DVD-1400 in dieser Wertung überzeugen. Ohne Schwierigkeiten managt er auch
stark kontrastierende Bilder und stellt eine hohe Bildharmonie sicher. Praktisch
nie lässt der Denon Bilddetails in dunklen oder hellen Bildbereichen
verschwinden. Die Konturen der Objekte arbeitet er immer noch mit Sorgfalt
heraus.
Farbwiedergabe     
Insgesamt überzeugt der Denon mit neutraler Farbwiedergabe - die
Farbtemperatur ist weder zu hoch, was sich in zu kalten Farben niederschlagen
würde, noch zu tief, was mit einer zu warmen Farbgebung einher ginge. Sind auf
einer DVD die Farben eher blass abgemischt, so hat der Regisseur mit dieser
Farbwahl meist eine bestimmte Intention, die der DVD-1400 auch vorbildliche auf
das Bildwiedergabegerät überträgt. Sind auf einer DVD die Farben kräftig
dargestellt, so ist der DVD-1400 auch um eine intensive Farbgebung bemüht. Dass
das Ergebnis zwar durchaus beachtlich, nicht aber exzellent zu nennen ist, liegt
an dem Tick Brillanz, die dem DVD-1400 fehlt. Genau diese Brillanz zeichnet z.B.
den Harman Kardon DVD-30 und ganz besonders den "größeren Bruder"
DVD-2200 aus.
Bild-Fazit
Der DVD-1400 kann mit insgesamt sehr lobenswerten visuellen Eigenschaften
überzeugen. Die weit überdurchschnittlichen Leistungen des DVD-2200 kann er in
seiner Preisklasse aber nicht wiederholen.
Bewertung     
Klang
In der Klangwertung wendet sich das Bild - hier erreicht der DVD-1400
ausnahmslos überragende Bewertungen. Vor allem beeindruckte uns, dass er sich
in keiner Disziplin einen Ausrutscher leistete, ganz gleich, ob SACD, DVD Audio
oder herkömmliche CDs - der DVD-1400 behandelt jedes Medium mit großer
Sorgfalt. Dass dies bei einem Gerät dieser Preisklasse möglich ist,
verwunderte uns doch. Ebenfalls arbeitet das digitale Bassmanagement
ausgezeichnet, es lenkt den Bass präzise und effektiv auf den Subwoofer um,
wenn man als "small" einzustufende Boxen verwendet. Damit ist der
Denon eine besondere Empfehlung für Musikliebhaber, die für vergleichsweise
wenig Geld eine hochklassige Audio-Gesamtleistung erwarten.
DVD Audio     
Hier bietet der Denon bei unseren Test-Discs eine überraschend gute Dynamik.
Selbst im Vergleich zum weitaus teureren DVD-2200 schlägt sich der DVD-1400
verblüffend gut und offeriert Dynamikwerte, die nur etwas unter denen des
größeren Modells liegen. Mit normalem und nicht überdurchschnittlichen
Equipment hört man die Unterschiede kaum heraus, und selbst mit geschultem
Gehör und überdurchschnittlichem Equipment braucht es etwas Zeit, um das
nochmals souveränere Handling bei großen Dynamiksprüngen und das nochmals
etwas schnellere Ansprechverhalten des DVD-2200
entsprechend zu registieren. Sehr gut hörbare Unterschiede tun sich dann im
Vergleich zum noblen DVD-2900 auf, der im
Vergleich mit einer unglaublich lebendigen, schwungvollen Wiedergabe beide
kleineren Modelle deutlich distanzieren kann. Für ihre Preisklasse aber leisten
der DVD-2200 und der DVD-1400 Überdurchschnittliches, so komplett klingen die
Geräte der Konkurrenz nicht. Auch die Detailwiedergabe kann überzeugen - auch
hier sind die Unterschiede zwischen DVD-1400 und DVD-2200 gar nicht so groß,
wie man vielleicht in Anbetracht des kräftigen Preisunterschiedes denken
könnte. Nur manchmal, z.B. beim Abklingen eines Pianos oder bei einem
Violinensolo, arbeitet der DVD-2200 noch exakter alle Strukturen heraus.
SACD     
Mit der gut herausmodellierten Stimmdarstellung und der harmonischen Instrumentaleinarbeitung
kann der DVD-1400 genau die gleichen Pluspunkte verbuchen wie auch der DVD-2200,
der nur bei sehr diffizilen Stimmen (sehr dunkle Männerstimmen, sehr helle
Frauenstimmen) noch etwas genauer agiert. In seiner Preisklasse aber versteht es
der DVD-1400, die Meßlatte sehr hoch zu legen. Für einen Universalplayer sind
die Leistungen brillant, nur der reine SACD-/DVD Video-Player Philips DVD-963SA
klingt im Hochtonbereich noch eine Spur transparenter. Prima gefiel uns der
straffe und klare Bass, der zusätzlich für ein solides, nie störendes
musikalisches Fundament sorgte.
CD-Wiedergabe     
Die Leistungen als herkömmlicher Audio-CD-Player vervollständigen unseren sehr
positiven Eindruck von den Audio-Eigenschaften des DVD-1400. Mit einer frischen
und spitzigen Gesamt-Wiedergabecharakteristik sorgt er für Freude beim
Auditorium - denn eine schleppende oder emotionslose Wiedergabe ist dem Denon
völlig fremd. Beachtlich ist, was er selbst aus weniger guten CDs noch
herausholt - immer noch ist das Klangbild von einer erstaunlichen Lebendigkeit
geprägt. Insgesamt eine überdurchschnittlich gute Leistung.
Interner Dolby Digital- und DTS-Decoder     
Für die Preisklasse ist auch der interne Dolby Digital- und DTS-Decoder von
höchster Güte. Besonders auffällig ist die sehr gute Präzision bei der
Effektwiedergabe - dies sorgt für eine facettenreiche, sauber strukturierte
Surround-Klangkulisse. Der Bassbereich ist im Vergleich zum DVD-2200 nicht ganz
so druckvoll, aber weit von einer schmalen und faden Darstellung entfernt.
Auffällig und typisch für Denon-Geräte ist die klare, homogene
Stimmwiedergabe.
Digitalton
Der Digitalton begeistert ohne Einschränkung: Klar, transparent, fein
auflösend und mit sauberem Bassbereich. Hier kann auch der DVD-2200 nicht noch
mehr bieten. In seiner Klasse nimmt der DVD-1400 zusammen mit dem HK DVD-30 die
Spitzenposition in Bezug auf die Güte des Digitalklangs ein.
Klang-Fazit:
Musik-Liebhaber aufgepasst - der DVD-1400 kostet im Vergleich wenig und
bietet dafür erstklassige Audio-Leistungen ohne eine echte Schwäche. Wer also
besonderen Wert auf ausgezeichnete Audio-Qualitäten legt, sollte den kleinsten
Denon-Universalplayer in die engste Auswahl ziehen.
Bewertung     
Gesamt-Fazit
Denon hat mit dem DVD-2200 die Meßlatte
für erschwingliche und gleichzeitig weit überdurchschnittlich gute
Universalplayer sehr hoch gelegt. Um es kurz zu sagen: An das überragende
Performance-Profil des "größeren Bruders" reicht der DVD-1400 nicht
heran - und selbst, wenn man berücksichtigt, dass der DVD-1400 sehr viel günstiger ist,
bietet der DVD-2200 das noch bessere Preis-/Leistungsverhältnis - Ganz einfach,
weil er kaum
noch einen Wunsch offen lässt. Dies heißt jedoch keinesfalls, dass der
DVD-1400 ein misslungenes Gerät ist - im Gegenteil: Mit exzellenten
Audio-Eigenschaften in allen Einzelwertungen wendet sich dieser Universalplayer
besonders an versierte Audio-Liebhaber, die ausgezeichnete akustische
Qualitäten zu einem besonders reizvollen Preis einkaufen wollen. Diese Klientel
ist mit dem DVD-1400 bestens bedient. Visuell liefert er ein ausgewogenes,
natürliches und scharfes Bild via RGB- und YUV-Interlaced - aber das
Interlaced-Bild bietet nicht die überragende Bildschärfe, Plastizität und
Brillanz wie das Bild des DVD-2200, der zudem über eine aufwändig realisierte
Progressive Scan-Signalbearbeitung verfügt.
Der DVD-1400 ist nicht für die
progressive Bildsignalausgabe ausgelegt. Natürlich spielt der DVD-2200 auch,
wie bereits erwähnt, in einer anderen preislichen Liga, aber auch im Vergleich
zur Konkurrenz in der Preisklasse kann sich der Denon visuell nicht abheben - er
kann sich zwar an der Klassenspitze etablieren, muss aber dem
Harman/Kardon DVD-30 den auf den Thron des Klassenbesten den Vortritt
lassen, der immer noch das beste Bild in der Klasse bis ca. 600,-- EUR aufweisen
kann. Auf dem zweiten Platz mit knappem Abstand zum Harman rangiert der
Philips DVD-963SA. Beide, Harman Kardon und Philips, sind zudem für die
Progressive-Bildsignalausgabe gerüstet.
Was die Audio-Eigenschaften angeht, ist der Denon DVD-1400 in der Preisklasse
bis 600,-- EUR , wie bereits erwähnt, die beste Alternative. Ganz gleich um
welches Medium es sich handelt, der kleinste Denon-Universalplayer bietet
brillante, komplette Wiedergabeeigenschaften. Hervorragend funktioniert das
Bassmanagement und die Laufzeitanpassung, sehr lobenswert ist der sehr gut
klingende interne Dolby Digital- und DTS-Decoder. Zusammen mit der guten
Verarbeitung und der praxisgerechten Ausstattung ergibt sich ein insgesamt
erfreuliches Testergebnis.
Sehr empfehlenswertes Gerät für preisbewusste DVD Audio-
und SACD-Liebhaber

Mittelklasse
Test 01. Dezember 2003
Preis-/Leistungsverhältnis     
Pro:
-
Für die Preisklasse exzellenter DVD Audio- und SACD-Klang
-
Wirkungsvolles Bassmanagement
-
Prima Qualitäten als CD-Player-Ersatz
-
Sehr guter interner Decoder
-
Fein auflösender Digitalton
-
Natürliches und klares Bild via RGB- und YUV-Interlaced
-
Tadellose Multimedia-Eigenschaften
-
Insgesamt einfache Bedienung
Contra:
-
Gerätedisplay verbesserungswürdig
-
Keine Progressive Scan-Bildsignalverarbeitung
-
Im Gegensatz zu anderen Denon-Playern sichtbarer Layerwechsel
Technische Daten DVD-1400
-
DVD-Universalplayer mit integriertem Dolby Digital- und
DTS-Decoder
-
Formate: DVD-Audio, DVD-Video, DVD-R/RW (DVD Video) , DVD+R/RW
(DVD Video),
Super Audio CD (Single Layer, Dual Layer, Hybrid),
Video-CD, SVCD, Musik CD, CD-R/RW (MP3, JPEG)
Kodak Picture CD, Fujicolor CD
-
24 Bit / 192 kHz Audio-D/A-Wandler
-
Integrierter Dolby Digital- und DTS-Decoder
-
Bassmanagement für DVD-Audio und SACD
-
Time-Alignment (Laufzeitkorrektur) für DVD-Audio
-
54 MHz Video-D/A-Wandler
-
Pure Direct Mode
-
Anschlüsse: Video-Ausgänge 1 x Komponenten, 1 x SCART (RGB),
1 x S-Video, 1 x Composite
Audio Analog-Ausgänge 1 x Stereo, 1 x 5.1-Multichannel, Digital-Ausgänge 1
x optisch, 1 x koaxial
-
Allgemeine Daten: Maße: 434 x 75 x 220 mm (B x H x T),
Gewicht: 2,3 kg
-
Ausführungen: Silber, Schwarz
-
Unv. Preisempfehlung: 549,-- EUR
Test: Carsten Rampacher
Assistent: Matthias Walther-Richters
29. Oktober 2003
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