EXKLUSIV-TEST: Blu-ray-Player Pioneer BDP-320 - neuer 24p-Maßstab in der
Preisklasse bis 500 EUR
28.05.2009 (th/cr)


Einführung
Pioneer erweitert sein Blu-ray-Player-Portfolio um den BDP-320,
der ab Juni für 399 EUR (UVP) angeboten wird. Für diese Summe erhält der
Käufer einen im Vergleich zum Pioneer BDP-51FD
flacher gestalteten Player, der mit dem BD-Live-Profil 2.0 ausgestattet ist.
Des weiteren unterstützt der Player DTS-HD Master Audio Essential (Wie DTS-HD
Master Audio, nur ohne DTS Neo:6 Decoding) sowie Dolby TrueHD. Der mit
hochwertiger Videoelektronik ausgestattete Blu-ray-Spieler beherrscht als
Wiedergabeformate BDMV, DVD-Video, DVD-R/RW, BD-R/RE, CD, CD-R, AVCHD, MP3,DivX
und WMA. Wie sich Pioneers neues Modell der oberen Mittelklasse im Praxisbetrieb
schlägt, erfahren Sie in unserem exklusiven Testbericht. Wir möchten darauf
aufmerksam machen, dass es sich bei unserem Testgerät noch um ein
Vorserienmodell handelt, das in verschiedenen Details noch nicht auf dem Level
des endgültigen Seriengerätes ist.

Wie schlägt sich der BDP-320 im Test?
Verarbeitung

Saubere Gehäuseverarbeitung hinten

Frontblende aus seitlicher Sicht

Hochglanz-Schwarz-Finish - etwas kratzempfindlich

Gerätefüße vorne

Gerätedisplay

Tadellos verarbeitete Anschlusssektion

Vom BDP-51FD bekannte
Fernbedienung
Die Verarbeitung des BDP-320 ist nahezu ohne Abstriche bereits
bei unserem Vorserienmodell überzeugend. Die Frontblende ist aus seitlicher
Perspektive akkurat eingepasst und weist kaum störende Spaltmaße auf. Der
Play-Knopf ist ebenfalls präzise integriert und weist einen angenehmen
Druckpunkt auf. Die Laufwerkslade kommt relativ leise heraus gefahren. Die
Qualität der Lade selbst ist preisklassengemäß. Das Gerätedisplay weist eine
angemessene Größe auf. Die Punktmatrixauflösung und der Kontrast gefallen.
Die Oberfläche der Frontblende, in zeitgemäßem Hochglanz-Schwarz-Finish
gehalten, erscheint aus qualitativer Sicht als sehr gut. Nur die Empfindlichkeit
gegen Fingerabdrücke und Kratzer, typisch für diese Art Oberfläche, stört -
dies kann man aber nicht im Speziellen dem BDP-320 anlasten, sondern ist ein
allgemeiner Nachteil aller Hochglanz-schwarzen UE-Komponenten. Der
Gehäusedeckel ist kein qualitativer Überflieger, der Preisklasse aber
angemessen. Er ist hinten sauber abgerundet, um die Verletzungsgefahr beim
Aufstellen des BD-Spielers zu minimieren. Unser Vorseriensample hatte vorn 2
ordentliche Gerätestandfüße, hinten aber keine. Die Rückseite überzeugt
durch fest sitzende und exakt eingepasste Buchsen. Die mitgelieferte
Fernbedienung (identisch mit der des Pioneer Blu-ray-Player BDP-51FD)
ist makellos, setzt man die gebotene Material- und Verarbeitungsqualität in
Bezug zum sonst in diesen Preisgefilden üblichen Standard. Öffnet man den
BDP-320, bleiben unangenehme Überraschungen aus. Findet man sonst selbst in
manchem 400 EUR-Player Laufwerke, die einem 50 EUR DVD-Spieler aus dem
Supermarkt entnommen sein könnten, besticht die Laufwerkseinheit des Pioneer
durch die hochwertig erscheinende Schirmung. Auch das Platinenlayout und die
Verkabelung geben keinen Anlass zur Kritik. Im direkten Vergleich erscheint der BDP-51FD
durch die größeren Gehäuseabmessungen imposanter - qualitativ aber erscheint
der flachere und etwas leichtere 320 (Abmessungen 420 x 83 x 287 mm, Gewicht: 3,5 kg)
ebenfalls sehr hochwertig. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet
- hervorragend.

Aufgeräumtes Innenleben

Übersichtliches Platinenlayout

Netzteilplatine
Anschlüsse

HDMI-Ausgang, USB-Anschluss zum Anschluss von Speichermedien
zum Speichern von BD Live-Inhalten, LAN-Schnittstelle für die Verbindung zum
Internet über Einbindung ins Heimnetzwerk

Komponentenausgang, 2-Kanal-Audioausgang, FBAS-Ausgang
Der Pioneer BDP-320 bringt die üblichen Anschlüsse mit, die an
modernen Blu-ray-Playern vertreten sind. Dazu gehört neben der HDMI-Buchse auch
eine USB-Schnittstelle. Diese ist allerdings nur für die Verbindung mit
externen Speichermedien zum Abspeichern von BD Live-Inhalten gedacht und
verfügt nicht über weiter gehende Funktionalitäten. Der Ethernetanschluss ist
für die Einbindung ins Heimnetzwerk gedacht. Auf diese Art und Weise nimmt der
BDP-320 Kontakt zum Internet auf, damit der Anwender BD-Live-basierte Inhalte
anschauen kann. An herkömmlichen Digitalausgängen findet sich nur die optische
Variante, ein koaxialer Digitalausgang fehlt, was wir etwas schade finden. Des
Weiteren vorhanden sind ein Komponentenausgang, ein FBAS-Videoausgang (keine
S-Video-Buchse) und ein 2-Kanal-Cinch-Audioausgang. Gesamtnote Anschlüsse in
Relation zur Preisklasse: Sehr gut.
Konfiguration und Setup
Allgemeine Feststellungen zur Bedienbarkeit
Bezüglich des gebotenen Bedienkomforts orientiert sich der
BDP-320 in wesentlichen Zügen am Pioneer BDP-51FD.
Mittels der übersichtlich und elegant gehaltenen On Screen-Menüs im aktuellen
Pioneer-Stil findet man sich relativ schnell zurecht. Die bereits bekannte
Fernbedienung ermöglicht ein komfortables Navigieren. Leider ist der Kontrast
zwischen dem Gehäuse der Fernbedienung und den Tasten nicht sonderlich groß.
Die Navigationseinheit ist griffgünstig platziert. Das Gerätedisplay lässt
sich prima ablesen.
Detaillierte Feststellungen bezüglich der
Bedienung:

Sehr gut ablesbares Display
- Die FB liegt gut in der Hand
- Der FB fehlt die Beleuchtung
- Die Tasten für Play und Co. sind zu klein und zu eng gruppiert
- Der Druckpunkt ist optimal
- Die Fernbedienung steuert gut und mit angemessener Geschwindigkeit durch die Menüs
- Das Gerätedisplay ist in drei Stufen dimmbar:
* Abdunkelung Display Stufe 1
* Abdunkelung Display Stufe 2
* Abschaltung Display und blauer
Beleuchtung
- Direkt wählbar per FB sind folgende Funktionen:
* Audio
* Subtitel (Untertitel)
* Angle (Kamerawinkel, so verschiedene
Optionen vorhanden)
* Dimmer
* Audio Secondary (für Hinzumixen von
Kommentarspuren)
* Video Secondary (Für Hinzumixen von
Kommentarbildern)
* Video Select (Wahl des Video-Ausgangs)
* Play Mode:
- Zeitsuche - direkte Eingabe der gewünschten Zeitmarke
- Titelsuche
- Kapitelsuche
- A-B Wiederholung
- Wiederholung / Zufall
* Home Media Gallery
* Display - Anzeige von Timecode, Titel,
Kapitel, Medium, Abgelaufene Zeit, Video Codec und Datenrate, Audio Codec und
Datenrate, Auflösung, Bit-Tiefe, Kanalformat,
* Output Resolution: Sehr hilfreich gelöst
ist der Umstand, dass Pioneer die vorliegende Auflösung der Quelle anzeigt.
Wählbar sind: Auto, Quelle direkt, 1080p, 1080i, 480p, 480i
- schnelle Navigation und Reaktionszeit
Nun wenden wir uns den Menüs zu:
Setup-Navigator
1. Wahl der Sprache
2. Wahl der Video- und Audioverbindung
-Video: HDMI,
Component Video, Video
-Audio: HDMI,
Digital Audio, Analog Audio
3. HDMI High-Speed Übertragung Ein / Aus
4. Test der Audio- und Video-Ausgabe
5. Wahl des verwendeten Bildwiedergabegerätes einhergehend
mit Preset
Anmerkung: Nach dem Ausführen des Setup-Navigators sind die
wichtigsten Einstellarbeiten tatsächlich getätigt.

Menü zum Videoausgang
Video-Ausgang
- TV Bildschirmformat: 16:9 / 4:3
- 4:3 Video-Ausgabe: Vollbild / Normal
- DVD 16:9 Video-Ausgabe: Letterbox / Vollbild
- NTSC auf
PAL-TV: Ein / Aus

Menü für Einstellungen rund um die Audioausgang
Audio-Ausgang
- Dolby
Digital-Ausgabe: Dolby Digital 1 /
Dolby Digital 2 / Dolby Digital -> PCM
- DTS-Ausgabe: DTS 1 / DTS 2 / DTS -> PCM
- AAC-Ausgabe: AAC / AAC -> PCM
- DTS-Downmix; Stereo / Lt/Rt

Verfügt man über einen Pioneer AV-Receiver oder
AV-Verstärker mit PQLS (z.B. SC-LX90/SC-LX81/SC-LX71),
kann dieses im Menü des BDP-320 aktiviert werden

HDMI Farbraum-Einstelloptionen
HDMI
- HDMI HIgh-Speed
Übertragung: Ein / Aus
- HDMI
Farbraum: Automatisch / YCbCr 4:4:4 / YCbCr 4:2:2 / RGB (16-235) / RGB (0-255)
- HDMI
Audio-Ausgabe: Automatisch / PCM / Aus
- KURO
Link: Ein / Aus
- TV-Gerät
einschalten: Ein / Aus
- TV-Gerät ausschalten: Ein / Aus
- PQLS: Automatisch / Aus
Anmerkung: Kuro Link dient zum Steuern einer gesamten, mittels
HDMI verkabelten Pioneer AV-Anlage mit nur einer Fernbedienung. PQLS steht für
"Precision Quartz Lock System". Dieses sorgt in Verbindung mit einem
Pioneer AV-Receiver, der ebenfalls mit PQLS ausgestattet ist, für eine hochpräzise,
reine und klare Signalreproduktion im Stereobetrieb. PQLS nutzt die HDMI Rückleitung
für ein Master Clock-Signal, welches ein nahezu perfektes Timing im Datenfluss
bereitstellt und somit den Jitter (Zeitlauffehler im Audiosignal) weitgehend
eliminiert.
Netzwerk
- IP-Adresse
* IP-Adresse
automatisch beziehen: Ein / Aus
Wenn Aus: IP-Adresse, Subnetz Maske und Gateway manuell zu
vergeben
* DNS Server
automatisch: Ein / Aus
Wenn Aus: DNS Server (primär) und DNS Server (sekundär) manuell zu vergeben
Anmerkung: Der BDP-320 benötigt eine Netzwerkverbindung, damit
der Anwender BD Live-Inhalte nutzen kann. In unseren Testreihen (Test-BD:
Transformers) funktionierte BD-Live (kabelbasierte Einbindung in Netzwerk,
direktes Netzwerkkabel vom Router zum Player) ohne Schwierigkeiten. Der Download
gewünschter Inhalte ging relativ schnell vonstatten.
Sprache
- Menü-Sprache
- Dialog-Sprache
- Untertitel
- BDMV/DVD-Video Menü-Sprache
- UNtertitel-Anzeige

Menü "Wiedergabe"
Wiedergabe
-
Standbild: Halbbild / Vollbild / Automatisch
-
Einblendungen: Ein / Aus
- DivX VOD: DivX Registrierung (Gerätecode)
- Hybriddisc-Wiedergabe: BD / DVD / CD
- BDMV / BDAV
Priorität: BDMV / BDAV
Datei-Manager
- Individuelle Daten löschen
- Anwendungsdaten löschen
- Speicher Formatieren
Jugendfreigabe
- Passwort eingeben
- DVD-Video Jugendfreigabe
- BDMV Jugendreigabe
- Landescode

Menü "Optionen"
Optionen
- Ausgänge
* Video: fixiert bei unserem Firmwarestand
* Audio: HDMI / Digital Audio / Analog Audio
- On-Screen-Display: Ein / Aus
-
Bildschirmschoner: Ein / Aus
- Automatosches
Abschalten: Ein / Aus
- Firmware
Update
Video-EQ
Nach Drücken der "Video Adjust"-Taste auf der
Fernbedienung erscheinen (nur bei eingelegter Disc) die folgenden
Optionen:
-
Verschiedene vorprogrammierte Bildfelder für: Pioneer
Plasma TV, Pioneer LCD TV, Pioneer Projektor, Plasma TV, LCD-TV,
Profi-Monitor (Studiomonitor), Projektor. Bei unseren Tests in Verbindung
mit dem Pioneer D-ILA Kuro Beamer KRF-9000FD
harmonierte das Bildfeld "Pioneer Projektor" hervorragend mit dem
Beamer. Hervorragend für die Preisklasse sind die vielen Bildprogramme, die
bereits fix und fertig vorprogrammiert sind.
-
Speicher 1,2,3 für eigene Justagen - hervorragend für die
Preisklasse.
Parameter im Video-EQ zur eigenen Justage:
-
Progressive Motion zur Einstellung der Bewegungsschärfe
(zwischen Bewegung/Standbild zu justieren)
-
Pure Cinema:
-
YNR (Verringerung von Helligkeitsrauschen), schaltbar in 8
Stufen
-
CNR (Verminderung von Farbrauschen), schaltbar in 8 Stufen
-
Flächenrauschen: in 8 Schritten kann das Flächenrauschen
reduziert werden
-
Kantenrauschen: in 8 Schritten kann das Kantenrauschen
reduziert werden
-
Detailschärfe -5 bis +5, wirkungsvolle, ausreichend
gestufte Regelung zum Schärfen hochfrequenter Bilddetails.
-
Kontrast -5 bis +5, könnte feinfühliger sein.
-
Helligkeit: -5 bis +5, etwas zu grobe Rasterung
-
Schwarzpegel 0/7,5 IRE
-
Gamma-Korrektur: -4 bis +4, nicht allzu viele Regelschritte,
aber trotzdem gute Anpassungsmöglichkeit der Gammakurve.
-
Farbton, Grün/Rot-Balance in 8 Steps einstellbar
-
Farbsättigung: In 8 Steps einstellbar.
Anmerkungen: Parameter 1,2,3,4,5,6, 11 nicht beim Abspielen
einer Blu-ray - nur für DVD-Betrieb verfügbar. Alle Parameter stehen bis auf
die Schwarzpegeleinstellung auch beim Anschluss mittels HDMI zur
Verfügung).
Fazit Konfiguration, Setup und Bedienung
Der BDP-320 lässt sich insgesamt einfach handhaben und stellt
nach kurzer Eingewöhnung auch unerfahrene Anwender nicht vor große Probleme.
Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, ist aber leider nicht beleuchtet. Die
BD-Live-Funktion arbeitet ohne Schwierigkeiten schon bei unserem
Vorserienmodell. Der umfangreiche Video-EQ und die Vielzahl vorprogrammierter
Bildfelder sind beispielhaft für die Preisklasse. Gesamtnote:
Hervorragend.
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