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AREA DVD-TEST: HDTV-Sat-Receiver Philips DSR 5005 (2/2)
Features

  • Satelliten-Auswahl und DiSEqC-Unterstützung: Der DSR 5005 richtet sich in erster Linie an den typischen Astra-Zuschauer, ist aber immerhin mit DiSEqC 1.0 ausgestattet und kann so vier verschiedene Sat-Positionen nutzen. In der Liste sind 19.2° Ost, 28.2° Ost, 23.5° Ost, 42° Ost und 13° Ost enthalten. Für DXer mit Hang zum Empfang exotischer Programme ist der Receiver weniger geeignet: Er verfügt über keine Rotorsteuerung und das Eingeben vierstelliger Werte für Symbolraten wird zum Geduldspiel, weil man von 9999 der Reihe nach runterzählen muss.

    Neue Satelliten lassen sich hinzufügen, sofern man die Frequenzen kennt, über die auf diesen TV-Programme ausgestrahlt werden (Erhältlich z.b. via www.lyngsat.com). Das Konfigurations-Menü wirkt wie beim Vorgänger ein wenig verschachtelt und erlaubt den Zugriff auf spezielle Einstellungen und Suchfunktionen nur über verschiedene Untermenüs, die man erst einmal entdecken muss. Die Einstellmöglichkeiten sind aber sehr umfangreich.

    Während der DSR 9005 bereits beim Astra-Suchlauf mit rund 19 Minuten und 30 Sekunden nicht sehr flink zu Werke ging, hat sich der DSR 5005 in dieser Disziplin zumindest ein wenig verbessert. Er beendete den Suchlauf bereits nach 17 Minuten und 20 Sekunden.


  • Bildformate: Der Philips-Receiver erlaubt die HDTV-Bildausgabe in 1080i, 720p und 576p. Für die Änderung der Video-Ausgabe ist eine eigene Taste auf der Fernbedienung vorhanden. Ein neben den festen Auflösungen zusätzlich anwählbarer Automatik-Modus soll dafür sorgen, dass der Receiver TV-Programme automatisch in der richtigen Auflösung darstellt - Allerdings orientiert sich der Receiver dabei nicht an der wirklichen Auflösung, in der das Programm gesendet wird sondern der Auflösung, die das Display maximal darstellen kann, so dass z.B. 720p-Programme im Auto-Modus hochskaliert werden, wenn ein Full HD-Display verwendet wird. Für TV-Programme, die nicht im 16:9-Format ausgestrahlt werden, gibt es die Möglichkeit, vorzugeben, wie diese dargestellt werden sollen. "Pillar Box" stellt das Bild im 4:3-Format innerhalb eines 16:9-Rahmens dar. In der Einstellung "Gestreckt" wird das 4:3-Bild auf das 16:9-Format gestreckt, wobei die korrekten Proportionen verschwinden und "Vollbild" zoomt das 4:3-Bild soweit hoch, bis es in einen 16:9-Rahmen passt.

  • EPG: Der elektronische Programmführer ist aufgrund seiner großen Schriftarten gut ablesbar. Neben einer Übersicht auf das Programm verschiedener Sender steht auch eine Programmanzeige für jeweils ein Programm zur Auswahl, dessen Programmablauf an einem Tag übersichtlich dargestellt wird. Ein Such-Modus hilft, gezielte Programme zu suchen. Die Anzeige der Hintergrundinformationen zu einem gewünschten Programm ist gut ablesbar.

 

Bedienung

Die Fernbedienung ist robust verarbeitet und liegt gut in der Hand. Die Tasten sind gut ablesbar. Die meisten Funktionen lassen sich einfach aus einer Hand erreichen. Leider sind die Tasten zur Änderung der Grundeinstellungen sehr weit nach unten gerutscht und zudem auch sehr klein geraten. 

Die On Screen-Menüs orientieren sich am Design, welches Philips auch bei seinen Fernsehern verwendet, bietet dabei aber eine etwas agressivere Farbgebung im Neon-Look. Die Schrift-Fonts sind gut lesbar, aufgrund des Looks im Retro-Computer-Design aber nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Interessant ist die Möglichkeit, die Menüs flexibel in der Größe verändern zu können, so dass man durch die Auswahl eines Zoom-Faktors die Menüs für die Darstellung auf dem eigenen Fernseher etwas optimieren kann.

Das blaue Geräte-Display des Philips verfügt über eine Segment-Anzeige und kann auch den den Namen des aktuellen Senders anzeigen. Leider werden die Buchstaben im Display aber etwas unleserlich dargestellt. Zudem stehen von den insgesamt zehn Segmenten nur sieben für die Darstellung des Sender-Namens zur Verfügung. Längere Sendernamen scrollen zweimal durch das Display und links neben dem Sender-Namen wird dauerhaft die Kanal-Nummer angezeigt.

Nach dem Anschluss ans Stromnetz benötigt der Philips-Receiver 32 Sekunden zum Booten. Schaltet man den Receiver aus dem Standby-Betrieb ein, so ist bereits nach drei Sekunden wieder ein Bild zu sehen. Ein Schalter zur Trennung vom Stromnetz ist am Receiver nicht vorhanden und die Leistungsaufnahme liegt im normalen Standby-Modus ebenso wie im regulären Betrieb um die 20 Watt. Alternativ gibt es aber einen Stromsparmodus: Drückt man den Ein-Ausschalter am Gerät oder auf der Fernbedienung länger als zwei Sekunden, so wird der Receiver komplett heruntergefahren und verbraucht im "Sparbetrieb" nur noch rund 1 Watt.

Die Umschaltzeiten liegen bei zwei Sekunden für normale PAL-TV-Programme und rund drei Sekunden für HDTV-Sender. Damit ist der DSR 5005 bei PAL-Programmen etwas langsamer und bei HDTV-Sendern etwas schneller als sein Vorgänger. Die HDTV-Umschaltzeiten sind vor allem wegen dem Bildaufbau länger, der erst rund zwei Sekunden nach dem Ton erfolgt. Zumindest erfolgt der Bildaufbau auch immer problemlos und ohne Synchronisationsprobleme. Für den Fall, dass generell über die HDMI-Schnittstelle ein kleiner Zeitversatz entsteht, lässt sich dieser mit der Funktion "Lip Synchronisation" ausgleichen.

Die Sendersortierung erscheint auf den ersten Blick etwas umständlich. Denn ein einfaches Hinzufügen und Entfernen von Sendern aus einer einheitlichen Liste, wie es bei den meisten Receivern gehandhabt wird, ist nicht möglich. Die zugrunde liegende Systematik der Favoritenlistenbearbeitung macht in der Praxis aber durchaus einen gewissen Sinn. Der größte Aufwand entsteht bei der Erstinstallation. Sucht man aber nach längerer Zeit via Sendersuchlauf nach neuen Sendern, so werden erfahrungsgemäß überwiegend Programme gefunden, die nicht interessant sind. Diese ordnet der Receiver einer Sender-Liste zu, die alle Programme enthält. Auf den ersten Programmplätzen der Fernbedienung landen die Programme, die man selbst aus Favoriten-Listen auswählt. Möchte man nun neue Sender hinzufügen oder sortieren, so muss man nicht die komplette Senderliste bearbeiten, sondern verwendet hierfür die Favoriten-Listen. Für jede Favoriten-Liste gibt es Editier-Optionen, die die Möglichkeit geben, die neuen Sender nach Kriterien wie Satellit und Verschlüsselungsart hinzuzufügen. Außerdem ist es auch möglich, nur neue Sender hinzuzufügen. Nachdem die Vorauswahl getroffen wurde, fügt man die Sender einzeln der Favoriten-Liste hinzu. Wie bei anderen Premiere-zertifizierten Receivern auch ist die Belegung der Favoriten auf die Programmplätze 1-99 beschränkt.

Empfang und Bildqualität

Während der DSR 5005 von seinen Features dem DSR9005 entspricht, arbeitet der DSR5005 unter der Haube mit einem schnelleren Prozessor, der eine Taktgeschwindigkeit von 266 MHz gegenüber den 166 MHz des DSR9005 aufweist. Auch der Flash-Speicher wurde auf 16 MB verdoppelt. Gleiches gilt für den Video-Speicher mit 64 MB SDRAM.

Die Empfangsleistungen des Philips-Receivers sind gut. Auch mit kleinen 40 cm-Antennen ist ein problemloser Astra-Empfang möglich. Lediglich in Empfangssituationen, wo wirklich jedes dB Signal/Rauschabstand zählt, brachte der Receiver den einen oder anderen Sender auf exotischen Sat-Positionen wie 7° West nicht zur Anzeige.

Eine 576i-Bildausgabe ist nur über den SCART-Ausgang möglich. Über die HDMI-Buchse wird auch Standard-PAL-Material in 576p ausgegeben. Das 720p-Upscaling sorgt für einen leichten Schärfegewinn. Feine Linien neigen dabei aber etwas zum Flimmern. Auch in 1080i bietet PAL-Material eine gute Schärfe. Hier treten aber bei feinen Details leichte Treppenmuster auf.

Echte HDTV-Inhalte sehen naturgemäß am besten auf dem Philips-Receiver aus. Die native 720p-Darstellung des Schweizer HDTV-Angebots "HD suisse" ist sehr plastisch und detailscharf. Der Receiver bietet einen hohen Kontrast und satte Farben. Durch das optionale Upscaling von 720p auf 1080i entsteht nur ein geringer Schärfeverlust und auch das De-Interlacing zeigte keine Störungen, so dass der Receiver für den Empfang der kommenden HDTV-Ausstrahlungen von ARD und ZDF gut gewappnet erscheint.

Auch 1080i-Material wird extrem detailscharf wiedergegeben. So zeigt der Receiver selbst das feine Videorauschen in dunklen Szenen von "Battlestar Galactica" auf Premiere HD deutlich und zeigt schonungslos feine Artefakte bei zu niedrigen Bitraten. Beim Downscaling auf 720p verliert das Bild etwas mehr an Schärfe als beim 720p-Upscaling auf 1080i, ist aber immer noch passabel.

Im Unterschied zum DSR 9005 kann der DSR 5005 jetzt auch die auf 28.2° Ost ausgestrahlten HDTV-Programme empfangen. Dort werden derzeit BBC HD und Luxe TV HD unverschlüsselt ausgestrahlt. Diese Sender nutzen eine Auflösung von 1440 x 1080 Pixeln. Der Philips stellt die Proportionen korrekt dar, scheint aber mit der Skalierung dieser untypischen Auflösung Probleme zu haben, da sowohl BBC HD als auch das exzellente Luxe TV HD etwas unscharf wirken und auch stellenweise Treppenmuster zeigen.

Trotz HDMI-Schnittstelle gibt der Philips den Dolby Digital-Ton nur über den optischen Digitalausgang aus. Bei "HD suisse" konnte der Receiver auch alle vier Dolby Digital-Tonspuren zur Auswahl anbieten. Bei Premiere HD gab es Handshake-Probleme mit einem zwischengeschalteten Yamaha RX-V1800-AV-Receiver, über den kein Bild zu sehen war. Bei direkter HDMI-Verbindung mit dem Fernseher zeigt der Philips-Receiver aber sehr schnell ein Bild.

Preis-/Leistung:

Fazit

Der Philips DSR 5005 ist mehr eine Evolution als eine Revolution im Vergleich zu seinem Vorgänger DSR 9005. Immerhin kann der Receiver jetzt auch die britischen HDTV-Sender auf 28.2° Ost darstellen. Bei der HDTV-Wiedergabe präsentiert der Philips-Receiver ein sehr plastisches Bild. Auch feine Details werden haarscharf abgebildet und bereits das 720p-Upscaling von normalem PAL-Material bietet einen Schärfegewinn.

Bei der Bedienung folgt der Philips-Receiver teilweise einer eigenen Logik, die sich etwas von dem gewohnten Handling anderer Receiver unterscheidet, an die man sich aber durchaus gewöhnen kann. Leider fiel der Philips-Receiver auch durch Handshake-Probleme bei aktiviertem HDCP-Kopierschutz auf Premiere HD bei einem zwischengeschalteten AV-Receiver auf, womit bereits einige Besitzer des DSR 9005 zu kämpfen hatten. Da der Receiver ohnehin keinen Dolby Digital-Ton über HDMI ausgibt und somit auf jeden Fall ein separates Kabel für den Ton verlegt werden muss, empfiehlt es sich daher, bei Problemen den Receiver direkt mit dem Fernseher zu verbinden.

Pro:
  • Sehr gute HDTV-Bildqualität
  • Gutes Upscaling von PAL-Material
  • Hochwertiges Geräte-Design
Contra:
  • Handshake-Probleme mit einzelnen AV-Receivern
  • Teilweise umständliche Bedienung
  • Langsamer Sendersuchlauf
Features im Überblick

Tuner/Empfang/Übertragung

Demodulationstyp Entspricht MPEG-2 DVB , Kompatibel mit MPEG-4 DVB
Eingangsfrequenzbereich 950 - 2150 MHz
Eingangslautstärke -65 bis -2,5 dBm
Anschluss-Frequenzbereich 47 bis 862 MHz
Rauschzahl < 9,5 dB
Rückflussdämpfung > 10 dB
Symbolrate DVB-S: 2-30, DVB-S2: 2-30

Anschlussmöglichkeiten

Satellitenantennen-Schnittstelle LNB-Spannung: max. 300 mA , LNB-Versorgung: 0/14/18 V , RF-Eingang (F-Stecker) , RF-Ausgang (F-Stecker) , Tonschaltung 22 kHz (ein/aus)
Videoausgang - Digital HDMI
Analoger Video-Ausgang Komponenten Y Pb Pr (Cinch)
TV-Scart-Ausgang Audio links/rechts , FBAS , RGB , S-Video (für LCD-Projektor)
Scart-Eingang am Videorecorder Audio links/rechts , FBAS , RGB
Scart-Ausgang am Videorecorder Audio links/rechts , FBAS
Analoger Audio-Ausgang Audio L/R (Cinch)
Digitaler Audio-Ausgang Koaxial (Cinch)
Serielle Schnittstelle RJ 9

Komfort

Programmierbare Timer 8
Kinderschutz Kindersicherung
Verbesserung des Komforts Elektronische Programmzeitschrift , Bildschirmmenü
Displaytyp VFD-Display
Einfache Installation Automatic Channel Install (ACI) , Autosearch
Kindersicherung Sperre mit PIN-Code
Signalstärkeanzeige Ja
Benutzeroberfläche 7-Tage-EPG , Autom. Program List-Update , Mehrfach-Untertitel unterstützt , Akt. und folg. ESG , Bildschirmdisplay am Fernseher , Vorinstalliert für Astra 19.2E , Online-Software-Aktualisierung , TV- und Radio-Modus

Video-Decodierung

Bildformat 16:9 , 4:3 Letterbox , 4:3 Pan Scan
CA-System Nagravision (Karte nicht mitgeliefert) , Für Pay-TV ist ein Abonnement erforderlich.
Kopierschutz HDCP auf HDMI , Macrovision auf EXT 1/EXT 2
De-Scrambling Smart Card-Leser , 1 DVB CAM-Modul, nicht mitgeliefert , Pay-TV-Unterstützung
Bereit für Premiere (Abonnement erforderlich)
Auflösung Bis zu 1920 x 1080 (Interlaced)
Video-Bitrate Bis zu 20 Mbit/s

Audio-Decodierung

Komprimierungs-Format Dolby Digital, MPEG Layer I/II, Mehrkanal-Downmixing
Soundsystem Dolby Digital-Bitstream-Ausgang, Mono, Stereo

Technische Daten

Prozessorgeschwindigkeit 266 MHz
Flash-Speichergröße 16 MB
RAM-Größe 64 MB
Video-Grafiken 64 MB SDRAM

Stromversorgung

Netzspannung 230 V (+/-10/-15 %)/50 Hz
Stromverbrauch 20 W
Standby-Stromverbrauch <19 W
Energiesparmodus (ECO) <1 W

Abmessungen

Produktbreite 360 mm
Produkttiefe 220 mm
Produkthöhe 55 mm
Kartonabmessungen (B x T x H) 480 x 290 x 120 mm
Gewicht 2 kg
Gewicht (inkl. Verpackung) 3,2 kg

Zubehör

Mitgeliefertes Zubehör HDMI-Kabel, Hochwertiges SCART-Kabel, Netzkabel, Fernbedienung, Sicherheits- und Garantiezertifikat, Betriebsanleitung, Schnellstartanleitung
Batterien 2 x AA 

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